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Rezensionen verfasst von
silence

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Puppenspiel (Ltd. Edition Digipak)
Puppenspiel (Ltd. Edition Digipak)

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unheilig - Puppenspiel, 20. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Puppenspiel (Ltd. Edition Digipak) (Audio CD)
Erst auf „Zelluloid“, kehrt der Graf aus den „Modernen Zeiten“ zurück und präsentiert uns nun ein klassisches „Puppenspiel“. Mit dem neuesten Album läuft Unheilig die gewohnte Schiene. Das bedeutet zwar einerseits keine Überraschungen, andererseits aber auch, dass man weiß, was auf einen zukommt. Wieder mal lässt Unheilig es krachen. Zwischen rammsteinesken Rhythmusgitarren und treibender Elektronik baut sich auf „Puppenspiel“ ein eingängiger, leicht düsterer Sound auf, der von der souveränen Stimme des Grafen seinen Kulminationspunkt findet. Fett produziert, wuchtig aufgenommen, eigentlich wieder alles richtig gemacht. Und letzten Endes ist auch die bildgewaltige Sprache des Grafen vielleicht der Trumpf bei Unheilig. Für einige zwar etwas zu platt und hohl, für andere aber als große Kunst bezeichnet, wird auch „Puppenspiel“ den Fans und Kritikern jede Menge Futter geben. Meistens geht es richtig hart zur Sache, aber viel schöner sind die ruhigen Momente, wie bei „Dein Clown“ oder vor allem „An Deiner Seite“. Diese Stücke haben eine ganz besondere Atmosphäre. Dem gegenüber stehen aber auch solche Stücke wie „Lampenfieber“, das zwar sicherlich wieder in den Clubs rauf und runter laufen wird, aber auch ziemlich doof ist. Licht und Schatten sind bei Unheilig immer nah beieinander und es hängt vom Auge des Betrachters ab, ob man eher auf die Schattenseiten oder auf die Lichtseiten der Band schaut. Unheilig wird das indes wohl herzlich egal sein. Sie werden mit „Puppenspiel“ wieder viele Anhänger glücklich machen. Und alle Hardcore-Fans sollten sich beeilen, denn die Erstauflage ist in einer limitierten Version erhältlich mit zwei Bonustracks.


Memento
Memento
Preis: EUR 14,71

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen UnterART starten nun zu einem Höhenflug!, 20. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Memento (Audio CD)
Mit „Noise And Grace“ ging es los. Das vor gut zwei Jahren veröffentlichte Debüt überraschte ziemlich. Schubladendenken war für das Projekt ein Fremdwort. Hier wurde fröhlich durchgemischt. Da trafen harte Industrialbeats auf melodiöse Sequenzen, die Stimme des Sängers wurde manchmal richtig arg verzerrt, manchmal kam sie auch völlig unverfremdet aus den Boxen. Und Gott sei es gedankt, dass das Projekt auch auf dem Nachfolger der Maxime „Anything goes“ treu geblieben ist. „Memento“ vereint mal wieder alles, was die elektronische Klangerzeugung zu bieten hat. Schon der Opener „Now Or Never“ bläst einen nur so davon. Diese Melodien, diese Verve, diese Spannung innerhalb des Stücks und dann der geniale Refrain. Schon beim ersten Stück weiß man, dass hier wieder etwas Großes geschaffen wurde. Im Gegensatz zum Vorgänger ist „Memento“ allerdings wesentlich strukturierter und durchdachter. Schon das Einfügen der drei „Novalis“ Themen (mitunter die härtesten Industrialstücke, die stark an Combichrist erinnern) zeigen, dass das Album mehr als nur die Ansammlung verschiedener Songs ist. Sicherlich hat das Album seine stärksten Momente bei den etwas „poppigeren“ Stücken, wie schon oben erwähnt bei „Now Or Never“ oder auch „The Antagonist“. Hier stimmen einfach die Melodien und vor allem die Refrainbögen, die einfach gut gemacht sind und einem nicht mehr aus dem Hirn gehen. Aber auch „Pariah“ und der geniale Abschluss „Atrophied“ sind die besten Beweise dafür, dass UnterART auch mit etwas vertrackteren, ruhigeren Nummern klarkommt. UnterART hat mit dem zweiten Album ihre Fesseln abgelegt und starten nun zu einem Höhenflug. Sicherlich wird „Memento“ eines der Höhepunkte in diesem Jahr sein.


Advanced Electronics 6
Advanced Electronics 6
Preis: EUR 17,87

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufempfehlung!, 20. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Advanced Electronics 6 (Audio CD)
Zu den unbestritten genialsten Zusammenstellungen im Bereich elektronischer Klangerzeugung gehört die “Advanced Electronics” Reihe, die mittlerweile in die sechste Runde geht. Seit der fünften Ausgabe hat sich eine neue, sehr schöne Tradition bei den Machern eingeschlichen. Zusätzlich zu den zwei CDs- zu denen ich natürlich mich natürlich gleich genauer auslassen werde – wurde wieder eine DVD dazugepackt, die zwar im Vorfeld den Journalisten vorenthalten blieb, aber dessen Playlist durchaus einen mit der Zunge schnalzen lässt: Covenant, Faderhead, IAMX, Purwien mit Witt und noch viele andere Interpreten sind da mit Live- oder Videoaufnahmen zu sehen. Ein zusätzliches Leckerli also, das die ohnehin schon geniale Doppel CD abrundet. Man kann es ruhig mal wieder sagen: „Advanced Electronics“ sucht sich aus dem Wust on Neuerscheinungen immer wieder die interessantesten und eingängigsten Sachen aus. Dabei scheuen sie sich auch nicht, Bands und Künstler draufzupacken, die vielleicht einen eher zweifelhaften Ruf besitzen. Sicherlich wird Scooter mit „Lass Uns Tanzen“ viele Diskussionen nach sich ziehen. Muss das sein, dass diese Typen auf dem Sampler drauf sind? Ja! Denn dieser Song ist einfach ein interessantes Electrostück, das vielleicht einen auf den ersten Blick dümmlichen Text hat, aber andereseits sehr gut zur dekadenten Atmosphäre des Songs passt. Neben den üblichen Verdächtigen wie Leaether Strip, Hocico, Diary Of Dreams, Spetsnaz und dergleichen mehr, gibt es auch einige interessante Kollaborationen und Newcomer. So ist beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen Mind.In.A.Box und Massiv In Mensch sehr fruchtbar geworden: „Supermassive Gravity“ ist sicherlich einer der Songs, der sofort ins Gehör geht und dort stecken bleibt. Auch die Feedback Machinery hat zusammen mit Mortiis ein geniales Teil rausgebracht: „Tainted“- der Refrain lässt einen nicht mehr so schnell los. Mesh haben ein grandiosen Remix zu „Dying Star“ von Technoir abgeliefert und Retrosic haben mit einer neuen Version von „Unleash Hell“ ein absolutes Clubbrett am Start. Also mal wieder alles richtig gemacht. Auch in der sechsten Runde ist die Reihe souverän und interessant. Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 20, 2008 11:23 AM CET


Coldasylum
Coldasylum
Preis: EUR 17,99

5.0 von 5 Sternen Qualität statt Quantität!, 20. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Coldasylum (Audio CD)
Eigentlich ist das, was IWR auf ihrem Album präsentieren, nicht wirklich in Worte zu fassen. Nur so viel: Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass sich Menschen nicht unbedingt an die gängigen Konventionen halten, sondern immer wieder nach neuen Ideen suchen – mit der Gefahr, zu vertrackt zu klingen und dadurch bei DJs und Clubpublikum durchzufallen. IWR geht aber gerade diesen Weg, sucht nach neuen Möglichkeit, das Dark Electro Genre neu zu definieren, ohne sich von den alten Elementen und Strukturen zu weit zu entfernen. Einerseits ist die Stimme des Sängers verzerrt, allerdings wird dieser harten Männerstimme eine sehr leichte, ätherische Frauenstimme entgegengestellt. Ein erfolgreiches Konzept, das auch schon beispielsweise Flesh Field sehr gut zu nutzen wissen. Auf musikalischer Ebene sind IWR ein sonderbares Gemisch aus eher ruhigen und trancigen Soundscapes, die aber durchaus mit einigermaßen Drive versehen wurden, so dass sich ein sehr eigenständiges Gebilde ergibt. Schon bei „Ketamin Sedation“ ist man gefangen von einem sonderbaren Gefühl. Einerseits schmeicheln die Melodiebögen die Ohren, andererseits hauen die Beats rein und lassen eigentlich keine Zeit zur Ruhe. Das geht die ganze Zeit so weiter – wobei die ganze Zeit relativ kurz ist. „Cold Asylum“ hat nur sieben Songs, danach gibt es noch ein paar Remixes. Für ein Album eigentlich zu wenig, aber in dem Fall gilt: Qualität statt Quantität. „Cold Asylum“ als zweites Werk von IWR ist wesentlich reifer und spielfreudiger als „Ground Zero“. Mag vielleicht auch daran liegen, dass Kolja Trelle bei den Songs mitgemischt hat. Eine deutliche Steigerung.


Feel the Silence
Feel the Silence
Preis: EUR 8,77

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feel The Silence!, 20. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Feel the Silence (Audio CD)
Was muss eine gute Maxi haben? Sie sollte:
1. einen wirklich guten und eingängigen Song haben
2. ein oder zwei nette Bonus Songs enthalten und
3. nicht unnötig in die Länge gezogen werden durch x uninteressante Remixe.
Diese drei Kriterien werden von geradezu mustergültiger Form von Elegant Machinery erfüllt. Die Band gehört ja zu den Standardbands wenn es um Synthiepop geht. Besonders 'Pop' ist ein Wort, das in Zusammenhang mit Elegant Machinery einfach nicht auseinandergebracht werden kann. Es scheint manchmal so, dass erst durch diese Band das Wort 'Pop' eine neue Qualität gewonnen hat. Nach langer Zeit sind sie wieder mit eben dieser Single (Label mittlerweile Out Of Line) wieder in aller Munde. Der Titelsong 'Feel The Silence' ist sicherlich einer ihrer poppigsten Stücke ever und erinnert sehr stark an die ganz jungen Depeche Mode, als sie ihre ersten Erfolge mit ihrer 'Speak & Spell' feierten. Zudem gibt es zu diesem Stück neben dem Radio Edit noch eine Art Extended Version, mehr nicht. Kriterium drei also auch erfüllt (Kriterium eins ist ja schon durch meine vorherigen Ausführungen belegt). Und wie sieht es mit den Bonussongs aus? Auch da haben EM sich nicht lumpen lassen. 'Beautiful World' ist ein ebenso genialer wie als B-Seite mehr als passender Song. Im Herbst soll dann Elegant Machinery uns wieder mit neuen Spezialitäten aus der Synthpop-Küche überraschen. Die Vorspeise war auf jeden Fall schon mal vorzüglich.


Knives (Ltd.ed.)
Knives (Ltd.ed.)
Wird angeboten von deejaydead_
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen ein interessanter Vorbote!, 4. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Knives (Ltd.ed.) (Audio CD)
Lang war es still um die Jungs von Colony 5. Nach ihrer letzten CD „Fixed“ vor fast drei Jahren und einem etwas belanglosen Remix Album kommen sie jetzt frisch und erstarkt aus der Pause heraus und präsentieren mit der Single „Knives“ einen interessanten Vorboten für künftig erschienende Veröffentlichungen. War die Band eigentlich der Inbegriff von Future Pop, so ist der neue Output wesentlich knackiger. Die Songs haben an Härte zugenommen. Zwar sind immer noch die melodiösen Linien erkennbar, allerdings sind die Drums verzerrter und auch der Gesang wurde durch einen Verzerrer gejagt, zwar nicht besonders schlimm, aber doch erkennbar. Colony 5 ist zwar noch zu erkennen, überdeutlich sogar, denn die Stimme des Sängers bleibt einfach das markante Zeichen von Colony 5, allerdings ist die neu eingeschlagene Richtung deutlich von den früheren Outputs abgegrenzt. „Knives“ gibt es in den obligatorischen Remixen, wobei der Clubmix schon ein echtes Leckerli für Clubgänger ist. Mit dem extra Song „Avalanches“ bekommt man noch mal den Beweis, dass es mit der glatten Oberfläche von C5 vorbei ist. Auch der Song strahlt das Melodiöse aus, aber auch die neue raue Seite. Man kann auf jeden Fall gespannt sein, was das neue Album bringen wird. Sicherlich wird es da die eine oder andere Überraschung noch geben.


Broken Grid
Broken Grid
Preis: EUR 10,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solar Fake "Broken Grid", 4. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Broken Grid (Audio CD)
Es klingt schon etwas arg pathetisch, wenn es in der Presseinfo heißt: “Seit Jahren träumt Sven Friedrich davon, ein Album aufzunehmen, das komplett aus elektronischer Musik besteht.” Nun ja, davon träumen viele. Und immerhin kann sich Sven auch nicht beklagen, da er als Sänger von Zeraphine schon viele Erfolge gefeiert hat. Als Solar Fake beschreitet das musikalische Talent gänzlich neue Wege. Und man muss ihm aber wirklich eingestehen, dass die Stücke wirklich Herzblut haben. So pathetisch eben die Presseinfo ist, so wahr scheint sie dann auch zu sein. Denn man hat nicht eine Sekunde lang den Zweifel, dass hier etwas aus reiner Routine entstanden ist. Hier probiert sich ein Musiker neu aus, ohne dabei aber stümperhaft zu klingen. „Broken Grid“ macht ohnehin den Eindruck, als hätte Sven eigentlich nichts anderes gemacht. So pendeln die Songs souverän zwischen eher fluffigen Synthiepopstücken („Hiding Memories From The Sun“, „The Shield“ und härteren EBM Sounds („Stigmata Rain, „(You Think You’re) Radical“) Gerade bei den härteren Stücken kommt ein Gesangsverzerrer zum Einsatz, der eigentlich unnötig ist, weil er wieder eine Klischeekiste aufmacht. Abgesehen ist Sven gesanglich so versiert und routiniert, dass es eigentlich nicht unbedingt nötig ist, so ein Effekt einzusetzen. Aber angesichts der interessanten Sounds kann man darüber hinwegsehen. Was unter dem Strich bleibt, ist eigentlich die Verwunderung. Denn ehrlich gesagt geht man immer mit gemischten Gefühlen an ein Album ran, von dem man weiß, dass die eigentliche Domäne des Musikers eigentlich woanders liegt. Solar Fake könnte ein vielleicht sehr interessantes zweites Standbein für den Zeraphine Sänger werden. Der Anfang bietet auf jeden Fall viel gutes Material.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2008 5:37 PM CET


Fragment (ed)
Fragment (ed)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ReRelease der Kultformation!, 4. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Fragment (ed) (Audio CD)
Als Sänger von der Kultformation A Spell Inside hat sich Michael Roeder damals schon einen Namen machen können. Seine Stimme zählt meiner Meinung nach immer noch zu einer der schönsten und ausdrucksstärksten in der Szene. Während A Spell Inside eher auf der Elektroschiene fuhr, war das zweite Projekt – Behind The Scenes – wesentlich rockiger angesetzt. Das lag nicht zuletzt daran, dass mit Fred Büntig ein Mann dazustieß, der schon bei einer anderen Kultband, nämlich The Merry Thoughts, mitwirkte. Diese Mischung war natürlich genial. Und so kam es, dass im Jahr 1998 das erste Werk von Behind The Scenes, nämlich „Fragment“ auf den Markt kam. Damals noch auf Solar Plexus veröffentlicht, konnte diese CD mit seinen Songs wie „Dreams“, „My Star“ oder „Razor-fields“ schnell Freunde finden. Ihre Mischung aus Rock mit dezent elektronischen Sequenzen und einer unverkennbaren Stimme fand schnell Abnehmer. Nachdem BTS im letzten Jahr mit „Pure“ sich wieder zurückgemeldet hatten, gibt es jetzt ein großes Geschenk. „Fragment“, das eigentlich so nicht mehr erhältlich ist, gibt es jetzt wieder zu kaufen. Als „Fragment(ed)“ gibt es das Original Album und eine weitere CD mit Remixen der Stücke. Unter anderem mit dabei: Olaf Wollschläger (der schon für die Produktion von „Fragment“ vor zehn Jahren verantwortlich zeichnete und dem wohl auch zu verdanken ist, dass das Werk so zeitlos klingt), goJA Moon ROCKAH, NoyceTM, Essexx, sowie Neuinterpretationen der eigenen Bandmitglieder. Vor allem für Fans, die erst seit dem letzten Jahr auf diese Band aufmerksam geworden sind.


Longing Speaks With Many Tongues
Longing Speaks With Many Tongues
Preis: EUR 12,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz Großes Kino!, 4. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Longing Speaks With Many Tongues (Audio CD)
Zu den schillerndsten Persönlichkeiten in der schwarzen Szene gehört sicherlich Milu. Angefangen mit ihrer Band Mila Mar, konnte sie schnell Fans und Kritiker durch ihre Stimmgewalt überzeugen. Nachdem Mila Mar dann zu den Akten gelegt wurde, begab sich Milu auf erfolgreiche Solopfade. Neben gelungene Kooperationen mit dem Projekt Schiller, hat sich Milu zusammen mit Peter Heppner von Wolfsheim und Kim Sanders von Culture Beat den Song „Aus Gold“ eingesungen, der sich auch in den Charts manifestieren konnte. Das Album „No Future In Gold“ zeigte dann auch, wie wandelbar die Sängerin ist und dass sie auch keine Scheu hat, die breite Masse mit ihren Kompositionen zu bedienen. Das zweite Soloalbum – „Longing Speaking With Many Tongues“ – wird indes dem Hörer mehr abverlangen als der Vorgänger. Die Songs sind allesamt wesentlich konzentrierter auf die Stimme von Milu und auch schwerer zu fassen. Allerdings hat man auch das Gefühl, dass Milu mit diesem Album ganz bei sich selber angelangt ist. Schon der Anfang „Tara“ zeigt den deutlichen Willen zur künstlerischen Freiheit. Musikalische und auch gesangliche Grenzen sind bei diesem Album nicht mehr vorhanden. Erinnert der Anfang fast an schamanische Gesänge oder orientalische Gottesanbetungen, wird mit dem nächsten Stück wieder die Brücke zum Abendland geschlagen. Dynamik erhalten die Lieder vor allem durch die gewaltige Intonation der Sängerin, die manchmal leichtfüßig und zerbrechlich, manchmal in einer Altlage daherkommt, dass die Erde vibriert. Die Höhepunkt sind sicherlich die beiden Balladen „Goodbye“ und „Nacht“, die von solch innerer Ruhe getragen werden, dass man einfach nicht an diese Stücke „vorbeihören“ kann. Sie nehmen einen von der ersten Note an gefangen und lassen auch danach einen so schnell nicht mehr los. Ganz Großes Kino.


Arctic Noise
Arctic Noise
Preis: EUR 15,68

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tipp!, 4. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Arctic Noise (Audio CD)
Keine Atempause, Geschichte wird gemacht. Es geht voran. Was die Fehlfarben einst mal gesungen haben, ist sicherlich auch für die Band Run Level Zero das Credo. Einen einigermaßen guten Start konnte das schwedische Gespann auf jeden Fall für sich verbuchen. Als beste alternative Band bei den SAMA (Scandinavian Alternative Music Awards) ausgezeichnet, gingen RLZ unter anderem mit VNV Nation und Assemblage 23 on Tour. Und jetzt sind sie wieder mit einem neuen Werk am Start. Es hat sich doch einiges getan in der Zeit. Die Musik der Jungs ist etwas gradliniger und eingängiger geworden. Das soll aber nicht heißen, dass sie dadurch flacher klingen. Ganz im Gegenteil. Die Musik hat nur an Fahrt aufgenommen und so sind viele Songs gleich zu Anfang beispielsweise „Deny Me“ oder das geniale „Hitting Ground“ der beste Beweis, dass hier wesentlich mehr Wut im Spiel ist. Sicherlich stehen bei ihren Kompositionen immer noch die kanadischen Elektroniker wie Skinny Puppy und Frontline Assembly Pate, allerdings sind sie auch in ihrer Soundauswahl etwas lockerer geworden. So bieten viele Stücke, unter anderem „Shine“ technoide, teil weise psy-trance ähnliche Strukturen. Das wertet natürlich die Musik auf. Auch die Tatsache, dass der Sänger der Band den Verzerrungsgrad seines Organs so gering hält, dass man immer noch versteht, was er uns zu berichtigen hat. Gerade bei den ruhigen Stücken (die im Vergleich zum Vorgänger wesentlich in den Hintergrund gerückt sind), beispielsweise bei „Lies Told“ oder „Stroke“, sind Run Level Zero mindestens genauso souverän und präsentieren uns 100 % Gefühl und Emotion. Schön, wenn so etwas geht. Dieses Album ist so gut gemacht und so interessant und spannend, dass es eigentlich jetzt endlich soweit sein sollte. Run Level Zero dürfen an Deutschland nicht spurlos vorübergehen, ansonsten verstehe ich dieses Land nicht mehr. Tipp!


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