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Rezensionen verfasst von
Feli

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Drei auf Reisen
Drei auf Reisen
von David Nicholls
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und wieder hat mich David Nicholls überzeugt!, 3. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Drei auf Reisen (Gebundene Ausgabe)
„Drei auf Reisen“ ist bisher der zweite Roman, den ich von David Nicholls gelesen habe, und: er hat mich wieder überzeugt, es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und ich war sehr traurig, als es vorbei war.

Zugegeben, am Anfang habe ich mich ein wenig schwer getan, in „Drei auf Reisen“ hinein zu finden. Erzählt wird die Geschichte von Douglas und dessen Frau Connie und ihrem gemeinsamen Sohn Albie. Connie eröffnet Douglas nach über 20 Jahren Ehe, dass sie einen Neuanfang möchte – ohne Douglas. Davon ist dieser wie vor den Kopf gestoßen. Bevor Albie auszieht und die Trennung des Ehepaars vollzogen wird, wollen die drei eine letzte gemeinsame Reise durch Europa unternehmen, eine Bildungsreise für ihren Sohn Albie. Douglas hofft, dass auf dieser Reise irgendetwas passiert, was Connies Meinung rückgängig macht. Schafft er es, sie von sich zu überzeugen?

David Nicholls ist es gelungen, jeden der drei Charaktere sehr fein herauszuarbeiten, als Leser kann man sich sehr gut hineinfinden, wie jeder der drei denkt und fühlt. Dass muss aber nicht gleich heißen, dass einem die Charaktere sympathisch sind. Am meisten Probleme hatte ich mit Douglas, aus dessen Sicht auch dieser Roman verfasst wurde. Aber mit seiner pedantischen und unflexiblen Art hat er mich stellenweise echt genervt. Connie, die Künstlerin, ist da ganz anders, aber auch sie ist manchmal anstrengend mit ihrer antiautoritären Erziehung. Für mich grenzt es da fast schon an ein Wunder, dass Douglas und Connie überhaupt so lange zusammen verheiratet waren.

Sehr abwechslungsreich ist, dass „Drei auf Reisen“ in sehr kleine Kapitel eingeteilt ist, worunter auch immer wieder Rückblenden sind zu der Zeit, in der Connie und Douglas sich kennengelernt haben und frisch verheiratet waren.

Und das tollste an diesem Buch: das Ende kam für mich völlig überraschend! Das war definitiv nicht das letzte Buch, welches ich von David Nicholls gelesen habe.


Drei ist keiner zu viel: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Drei ist keiner zu viel: Roman (suhrkamp taschenbuch)
von Miina Supinen
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Erfrischend anders, aber nicht sonderlich spannend., 5. Dezember 2014
„Drei ist keiner zu viel“ von Miina Supinen hat leider nicht das gehalten, was der Roman vorher vom Titel und vom Klappentext versprochen hat. Trotz dessen war es unterhaltsam, amüsant und anders als andere Bücher.

In diesem Roman geht es um drei Hauptpersonen: Stella, Victor und Antti. Diese drei Charaktere sollen ein außergewöhnliches Dreiecksdrama führen, so der Klappentext. Eingebettet ist dieses Drama in folgende Geschichte: Victor, Archäologe, soll in Finnland eine Ausgrabung leiten. Für diesen Auftrag kommt er extra aus dem sonnigen Griechenland in das kalte Finnland. Als Assistentin hat er Stella an seiner Seite, die wiederum den Computerfreak Antti als Freund hat, der aber nichts mit den Ausgrabungen zu tun hat. Die Ausgrabungen sollen auf dem Gelände der Akademie der Wissenschaften stattfinden. Was sich dahinter verbirgt? Eine Ansammlung von Menschen, den „Waldmenschen“, die von Voula, einer charismatischen Frau, angeführt werden. Victor und auch Stella ziehen für die Zeit der Ausgrabungen in die Akademie der Wissenschaften und leben für diesen Zeitraum zusammen mit den Waldmenschen. Kann das gut gehen? Was werden die beiden bei ihren Ausgrabungen entdecken? Was wird aus der Dreiecksbeziehung?

Es geht vor allem um eines: um Stella. Über sie erfährt der Leser am meisten. Es gibt immer wieder Rückblenden aus ihrem früheren Leben und man erfährt so nach und nach, warum Stella so auf der Suche nach einem Sinn zu sein scheint und diesen auch in der Akademie zu finden versucht. Mit der Zeit wird klar, dass Stella einiges erlebt haben muss in ihrer Vergangenheit. Sehr schnell zeigt sich, dass Stella einen Freund hat, Antti. Mit diesem scheint sie aber eine sehr offene Beziehung zu führen, denn es wird auch beschrieben, dass Stella bei Ausgrabungen in Griechenland eine Affäre mit Victor hat, von der sie Antti sogar erzählt. Alle drei Figuren waren mir von Beginn an eher unsympathisch. Ich habe nicht verstanden, warum Antti so in sich gekehrt ist und nicht über Gefühle sprechen kann; warum Victor so sexbesessen ist; und wie Stella sich in diesen beiden Beziehungen wohl zu fühlen scheint und dass das für alle Beteiligten okay so ist.

Was wirklich Spaß am Lesen gemacht hat waren die unterschiedlichen Perspektiven: zum einen liest man aus der Ich-Perspektive von Victor, zum anderen aber auch aus der dritten Person über die ganze Geschichte. Immer wieder werden alte finnische Märchen in das Buch eingestreut, SMS-Wechsel, Zeitungsartikel u.m., was das Buch interessant und abwechslungsreich macht. Auch der Sprach- und Erzählstil von Miina Supinen ist sehr trocken und witzig, was mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Leider ist kaum Spannung innerhalb der Geschichte entstanden, obwohl dies im Klappentext versprochen wurde. Es geht vor allem um die Sinn- und Wertefindung von Stella, aber auch hier hat man den Eindruck, dass sie auf der Stelle bleibt. Die Charaktere sind mir bis zum Ende des Buches nicht sonderlich sympathisch geworden, schade.

Nichtsdestotrotz ist dies ein „anderes“ Buch, was man scheinbar entweder lieben kann oder in welches man als Leser bis zum Ende nicht hinein findet.


Das Sonntagsmädchen: Roman
Das Sonntagsmädchen: Roman
von Kate Lord Brown
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend. =(, 31. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Sonntagsmädchen: Roman (Taschenbuch)
„Das Sonntagsmädchen“ ist der erste Roman, den ich von Kate Lord Brown gelesen habe und ich bin mir noch nicht sicher, ob sie mich mit diesem Buch davon überzeugt hat, dass ich noch weitere ihrer Bücher lesen möchte.

Angesprochen hatte mich zunächst das Cover, darauf abgebildet sieht man eine Frau, die in die weite Ferne auf das Meer blickt. Somit rechnete ich mit einer Liebesgeschichte, einer Sehnsucht nach Liebe. Und darum geht es in „Das Sonntagsmädchen“ vor allem auch: um die Geschichte von Gabriel Lambert und seiner Frau Annie.

Als Leser steigt man im Jahr 2000 ein, Lambert mittlerweile ein alter Mann, den etwas in der Vergangenheit nicht loszulassen scheint. Gleichzeitig lernt man auch die Journalistin Sophie kennen, die auf der Spur nach einer Geschichte aus der Vergangenheit ist. Ziemlich schnell wird klar, dass es sich hier um die Geschichte von Gabriel Lambert handelt, einer Geschichte, die vor allem während des zweiten Weltkrieges im Jahr 1940/41 in Marseille spielt.

In dieser Stadt versucht ein Amerikaner namens Varian Fry möglichst viele Künstler aus dem sich im Krieg befindlichen Europa zu befördern und vor der Gestapo zu retten. Bei diesem Vorhaben hat er einige Helfer, die schließlich zusammen in eine Villa ziehen: „Air Bel“. Diese wird zum Rückzugs- und Versammlungsort aller Mitarbeiter von Fry und diverser Künstler, die sich dort jeden Sonntag treffen. Unter ihnen ist auch Gabriel Lambert, der ebenfalls aus Frankreich fliehen möchte. Gleich am ersten Sonntag lernt Gabriel die junge Marianne Bouchard kennen – und verliebt sich augenblicklich in sie.

Kann aus dieser Liebe etwas werden? Möchte Marianne mit ihm zusammen sein? Und was hat Gabriel die ganze Zeit zu verbergen?

Die Geschichte, die Kate Lord Brown um die wahren Begebenheiten rund um Varian Fry aufbaut, ist eine lesenswerte und interessante Geschichte. Bisher war mir noch nicht bewusst gewesen, dass es Menschen während des Krieges gab, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, Künstler aus Europa zu retten. Für mich, die gerne historische Romane liest und dabei etwas Neues erfährt, eine wunderbare Geschichte.

Leider gelingt es der Autorin aber nicht, den Leser in ihren Bann zu bringen. Alles ist von der ersten Seite an sehr verworren, es tauchen zu viele Personen auf einmal auf, die zum Teil aber nicht genau ausgearbeitet werden, so dass man als Leser kaum weiß, wer die einzelnen Personen sind. Ich mag es zwar, wenn in einem Roman dem Leser nicht von Beginn an alles klar ist, doch in „Das Sonntagsmädchen“ ist dies anders, hier blickt man einfach nicht durch und weiß nicht, worum es geht. Im letzten Drittel des Buches wird es dann besser, man erfährt auch mehr über Gabriel Lambert und dessen Vergangenheit, so dass es mehr Spaß macht, dieses Buch zu lesen.

Insgesamt fällt es mir sehr schwer, dieses Buch anderen Lesern weiterzuempfehlen. Ich kann nur hoffen, dass die anderen Romane von Kate Lord Brown eine klarere Linie in der Geschichte verfolgen.


Das Jahr der Schatten: Roman
Das Jahr der Schatten: Roman
von Hannah Richell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Schluss - ein Buch über Freundschaft, Verliebtsein und die Schatten der Vergangenheit., 24. September 2014
Im Jahr 1980 schließen fünf Freunde die Uni ab und wollen aber noch nicht die gemeinsame Zeit beenden. Darum beschließen sie, für ein Jahr aus dem normalen Leben auszusteigen und quartieren sich für diese Zeit in einem verlassenen Cottage im Peak District ein. Ben, Carla, Kat, Simon und Mac fühlen sich pudelwohl, verteilen die Aufgaben und genießen das Leben in dieser verlassenen Gegend. Doch als Freya als sechste Person hinzukommt und schließlich auch noch der Winter einbricht, ändert sich die Stimmung schlagartig – kann das Aussteigerleben noch lange gut gehen?

30 Jahre später hat Lila sehr damit zu kämpfen, dass sie ihr ungeborenes Kind durch einen Unfall verloren hat. Darunter hat ihre Ehe mit Tom sehr zu leiden. In dieser Zeit erfährt sie, dass sie ein Cottage im Peak District geerbt hat. Warum sie die Erbin ist, darauf kann sie sich keinen Reim machen. Doch fährt sie mit Tom zusammen von London zum Cottage, um dieses zu besichtigen. Als Ablenkung und um zur Ruhe zu kommen, beschließt sie, das verlassene Cottage wieder herzurichten. Währenddessen spürt sie die ganze Zeit, dass ihr das Cottage etwas sagen möchte – nur was?

„Das Jahr der Schatten“, welches 2014 im Diana-Verlag erschienen ist, ist bereits der zweite Roman von Hannah Richell. Sofort hat mich ihre bildhafte und detaillierte Sprache begeistert, die mich vom ersten Moment an hineingenommen hat in das Jahr 1980 und in das Leben von Lila. Diese beiden Erzählstränge werden für ein Jahr lang für jeden Monat aus beiden Perspektiven erzählt. Somit schafft es Richell Spannung aufzubauen, da in beiden Zeiten immer wieder Informationen einfließen, die den Leser raten lassen, was genau im Cottage im Jahr 1980 passiert ist. In der Mitte des Buches dachte ich, dass ich erraten hätte, was geschah, doch am Ende ist doch alles anders – Hannah Richell hat es geschafft, mich bis zu letzten Seite zu begeistern.

Sehr schön gestaltet finde ich das Cover, auf welchem das Cottage und der nahe gelegene See zu sehen ist. Die dunklen Wolken, die sich am Himmel anbahnen, lassen erahnen, dass etwas Unheilvolles geschehen wird. Sehr passend zum Inhalt des Buches.

Ohnmächtig hat mich die Verliebtheit von Kat, aus deren Perspektive das Leben der jungen Erwachsenen beschrieben wird, zu Simon gemacht. Sie ist ihm in Allem hörig und sieht nicht die Verfehlungen, die auch er hat. Sie hebt ihn auf einen Sockel und verliert so jegliche Realität zum Aussteigerleben und zu den anderen.

Ich wünsche mir, dass Hannah Richell noch weitere Romane schreiben wird, da sie mich mit „Das Jahr der Schatten“ mehr als überzeugt hat.


Wie ein Stern in der Nacht: Roman
Wie ein Stern in der Nacht: Roman
von Kristin Hannah
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Freundschaft geht auch über den Tod hinaus, 21. August 2014
Kristin Hannah ist eine meiner Lieblingsautorinnen und ich habe mich sehr gefreut, dass ich ihr neuestes Buch „Wie ein Stern in der Nacht“ rezensieren darf. Den Vorgängerroman des Buches, „Immer für dich da“ hatte ich bereits vor ein paar Jahren gelesen und war absolut begeistert. Nun war ich sehr gespannt, wie das Nachfolgebuch wohl sein würde und: Kristin Hannah hat es geschafft, mich nicht zu enttäuschen!

„Wie ein Stern in der Nacht“ setzt viele Jahre nach dem ersten Buch „Immer für Dich da ein“ und das sehr, sehr traurig. Kate, die beste Freundin von Tully, die man beide aus dem ersten Roman immer nur zusammen kannte, ist gestorben und hinterlässt ihren Mann und drei Kinder. Aber nicht nur die Familie ist mitgenommen von dem Tod, sondern auch Tully wirft es völlig aus der Bahn. Sie verspricht zwar ihrer Freundin Kate auf dem Sterbebett, sich gerade um deren Tochter Marah zu kümmern, doch kommt es nicht so, wie Kate sich das gewünscht hatte. Jeder Einzelne von ihnen geht unterschiedlich um mit dem Tod der Frau, der Mutter, der Freundin, der Tochter… und sie alle müssen aufpassen, dass sie daran nicht zerbrechen.

Es ist wieder ein einfühlsames Buch geworden, Kristin Hannahs neuester Roman. Sobald man die ersten Seiten liest, ist man direkt im Geschehen drin und fühlt mit bei allen Beteiligten, die unter dem Tod von Kate so doll leiden. Hannah schafft es, mit ihrer Sprache, ihrer Wortwahl und ihrem Schreibstil, die Leserin in ihren Bann zu ziehen. Durch den Wechsel der Erzählerin zwischen Tully, Marah und Dorothy erhält die Leserin immer wieder einen anderen Einblick in das Geschehen und in die jeweilige Gedankenwelt der Protagonisten. Oft erzählen die drei Personen von ihrer Vergangenheit, so dass man als Leserin versteht, was zwischen der Jugendzeit von Tully und Kate bis zur heutigen Zeit passiert ist. Das Romancover lädt zum Träumen ein, es ist sehr liebevoll gestaltet und am Ende hatte ich eigentlich nur noch den Gedanken: ich möchte noch viel mehr erfahren von TullyundKate!


Die Jasminschwestern
Die Jasminschwestern
von Corina Bomann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Corina Bomann wird zu einer Lieblingsautorin!, 22. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Jasminschwestern (Taschenbuch)
„Die Jasminschwestern“ ist das erste Buch, welches ich von Corina Bomann gelesen habe, aber es wird definitiv nicht das letzte sein, da sie mich mit ihrem neuesten Buch so begeistern konnte, dass ich mir nun auch ihre älteren Romane zulegen werde.

Bücher, die abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit spielen, fesseln mich zumeist sehr, so auch „Die Jasminschwestern“. Corina Bomann erzählt zum einen die Geschichte von Melanie, deren Verlobter einen schweren Autounfall hat und nun im Koma liegt, und zum anderen die Geschichte von deren Urgroßmutter Hanna. Und diese Geschichte ist besonders spannend, da Hanna, in Saigon geboren und aufgewachsen, als junge Frau aus Indochina nach Deutschland kommt, um dort ein neues - besseres - Leben zu starten. Ob und wie ihr das gelingt, beschreibt Corina Bomann zum einen einfühlsam - zum anderen ist es faszinierend, in das Berlin der schillernden 20er Jahre einzutauchen. Corina Bomann hat mich sofort für ihre Hauptprotagonistin Hanna begeistert und ich fieberte mit, ob es mit Hanna gut ausgehen würde und welchen Weg sie nun schlussendlich geht.

Leider ist mir die Figur Melanie nur halb so sympathisch erschienen. Sie wird als junge Frau dargestellt, der es beruflich sehr gut geht - sie ist Modefotografin - und die kurz vor ihrer eigenen Hochzeit steht, finanziell ausgesorgt zu haben scheint und alles immer einfach und toll ist, sie in der ganzen Welt herum kommt, etc. Solche Figuren erscheinen mir zu weit abgehoben, denn wenn ich mich hier in Berlin umschaue, kann ich solche Menschen nicht finden. Somit konnte ich keine Sympathie zu Melanie aufbauen.

Trotzdessen hat es Corina Bomann aber geschafft, mich von ihr zu überzeugen, es war ein tolles Leseerlebnis und ich freue mich nun auf ihre anderen Romane. Ein großes Lob auch an die Buch- bzw. Covergestaltung, die mich sehr anspricht, sehr schön!


Eine Liebe über dem Meer: Roman
Eine Liebe über dem Meer: Roman
von Jessica Brockmole
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Romantischer Briefroman hinweg über den Ozean, 16. April 2014
Jessica Brockmole hat es mit ihrem ersten Roman „Eine Liebe über dem Meer“ geschafft, mich für die Geschichte und ihren Schreibstil zu begeistern.

Zunächst war ich am Anfang nicht begeistert, als ich sah, dass es sich bei diesem Buch um einen ausschließlichen Briefroman handelt, denn damit hatte ich in der Vergangenheit nicht die besten Erfahrungen gemacht. Und so begann ich auch eher skeptisch mit dem Lesen. Aber schon bald hatte es mich gepackt, das Briefroman-Fieber und ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen.

Der Roman beginnt mit einem Fanbrief eines David Graham aus Illinois, USA, an die schottische Dichterin Elspeth Dunn, die auf der Isle of Skye lebt. Doch mit den ersten bewundernden Zeilen ist dieser Briefwechsel nicht beendet, sondern die beiden Personen, die so viele Kilometer voneinander entfernt leben, beginnen eine Brieffreundschaft über Jahre hinweg. Erst vorsichtig, doch immer mehr nehmen die Gefühle der beiden füreinander zu. Bis David in den Krieg zieht, um in Frankreich als Krankenwagenfahrer mitzuhelfen.

Dies ist aber nicht der einzige Briefwechsel, der in diesem Roman stattfindet, sondern man hat als Leser die Möglichkeit, auch den Briefwechsel von Margaret Dunn, der Tochter von Elspeth, 25 Jahre später, zu verfolgen. Sie schreibt abwechselnd mit ihrem Verlobten, ihrer Mutter, ihrem Onkel und ihrer Großmutter.

Das, was mich die ganze Zeit über fasziniert hat, waren die Dinge, die zwischen den Briefen passiert sind, über die der Leser lange Zeit im Unklaren gelassen wird, so dass Jessica Brockmole es wunderbar schafft, eine Spannung bis zum Ende des Buches aufzubauen. Sie hat einen sehr angenehmen, flüssigen und schön beschreibenden Schreibstil, der mich mit hinein genommen hat in die Gefühls- und Lebenswelt der Briefeschreiber.

„Eine Liebe über dem Meer“ ist ein liebenswürdiger, gefühlsvoller und auch spannender Roman über eine Liebe zweier Menschen, die durch unterschiedliche Umstände eine sehr durchwachsene Liebesbeziehung führen müssen.


Im Herzen der Koralleninsel: Ein Südseeroman
Im Herzen der Koralleninsel: Ein Südseeroman
von Inez Corbi
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu vorhersehbar!, 16. Dezember 2013
Für dieses Buch hatte ich mir einige Hoffnungen gemacht, ich wollte eintauchen in das Leben der deutschen Kolonien im 19. Jahrhundert, doch so richtig konnte mich Inez Corbi nicht mitreißen.

Isabel, eine junge Frau Anfang 20, verlässt Deutschland um bei ihrem Verlobten, den sie bisher nur über Briefe kennt, sein zu können. Dieser ist Missionar in der Kolonie Deutsch-Neuguinea, sie macht sich also auf in ein unbekanntes Land und somit in ein komplett neues Leben. Als junge Frau war das wahrscheinlich zu dieser Zeit sehr mutig. Als sie dort ankommt, erhält sie die Nachricht, dass ihr Verlobter an Schwarzwasserfieber gestorben ist. Wie soll sie nun weiter machen? In diesem ihr so fremden Land bleiben?

"Im Herzen der Koralleninsel" ist eine sehr vorhersehbare Geschichte, vor allem, weil der Klappentext schon so gut wie alles verrät. Ich für meinen Teil war an keiner Stelle so richtig mitgerissen, obwohl es schon interessant war, das ein oder andere Detail dieser deutschen Kolonie kennenzulernen. Aber die Liebesgeschichte zwischen Isabel und Noah: man weiß eigentlich schon am Anfang, was am Ende passieren wird. Die "Entführung" durch den Dschungel ist auch eher nur mäßig aufregend und für mich zu sehr an den Haaren herzgezogen. Der Sprachstil von Inez Corbi ist hingegen sehr gut, das Buch ist flüssig zu lesen und man kommt gut mit.

Aber alles in allem: ein netter Zeitvertreib, aber mehr leider auch nicht.


Auch die Liebe hat drei Seiten
Auch die Liebe hat drei Seiten
Preis: EUR 8,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Liebe scheint manchmal sehr konstruiert..., 1. Oktober 2013
„Auch die Liebe hat drei Seiten“ ist eine sehr leichte Lektüre für Zwischendurch, eine nette Abwechslung, aber leider kein Buch, was mich komplett vom Hocker gerissen hat, obwohl es so gut anfing.

Zunächst war ich fasziniert von der Thematik, dass die Hauptdarstellerin Lisbeth einen Zahlenfimmel hat, einen Zwang, ständig immer alles zählen zu müssen. Das macht es für sie zum Teil schwierig, das eigene Leben zu meistern. Nun wird sie von ihrer Tante Ruth aus dem überschaubaren brandenburger Landleben in das bunte und vielfältige Berlin verpflanzt, um dort eine neues Leben anzufangen, eine neue Arbeit zu beginnen und ihr junges Leben zu genießen. Die Arbeit ist mehr oder wenig unspektakulär, aber dafür scheint der Rest um so spannender für Lisbeth zu werden, denn sie wohnt in Kreuzberg und lernt dort zahlreiche echte Kreuzberger kennen. Aber wird sie es wirklich schaffen, dort Fuß zu fassen?

Wie gesagt, am Anfang fing das Buch noch gut an, es war eine schöne Geschichte. Doch schon bald nervte mich, dass Berlin (ich selbst wohne dort) so überspitzt dargestellt wird. Alle Berliner scheinen nach diesem Buch total verrückt zu sein, es ist normal, dass tonnenweise Drogen konsumiert werden und kaum jemand hat einen richtigen Job. Und Lisbeth nimmt das alles total locker hin, reflektiert überhaupt nicht, mit welchen Leuten sie es da zu tun hat und lässt diese noch wochenlang bei sich wohnen. Das ist doch mehr als ausgedacht und konstruiert, das passiert im normalen Leben nicht und deswegen war ich von der ganzen Story, auch von Lisbeth, irgendwann nur noch total genervt und habe das Buch zwar zu Ende gelesen, aber tatsächlich bereichert hat es mich leider nicht.


Frau Maier hört das Gras wachsen
Frau Maier hört das Gras wachsen
von Jessica Kremser
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Schluss!, 13. September 2013
Von diesem Buch hatte ich nicht viel erwartet, doch ich wurde eines besseren belehrt und absolut positiv überrascht. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich „Frau Maier hört das Gras wachsen“ durchgelesen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Normalerweise lese ich nicht so viele Krimis, doch ich wollte zur Abwechslung mal wieder einen lesen und bekam von Jessica Kremser, die ich als Autorin noch nicht kannte, „Frau Maier hört das Gras wachsen“ in die Hände. Erst beim Lesen ist mir aufgefallen, dass es schon einen ersten Teil gegeben haben muss, aber es hat mein Lesevergnügen nicht gestört, dass ich diesen nicht gelesen hatte.

Erst hatte ich gedacht, dass dieses Buch, bei welchem die Protagonistin eine 60jährige alte Dame ist, gar nicht gut und spannend sein kann und zusätzlich das Cover mit der Katze. Aber ich muss sagen, es war spannend bis zur letzten Seite, Jessica Kremser hat es geschafft, mich in den Bann dieses deutschen Krimis zu ziehen und ich hoffe, dass sie noch viele weitere Bücher schreiben wird, denn ich sehe großes Potential in ihr!


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