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Rezensionen verfasst von
Christoph Walter "Felix Krull"
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Immer Ärger mit Harry
Immer Ärger mit Harry
DVD ~ Edmund Gwenn
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 4,12

4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht der allerbeste Hitchcock-Film, 21. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Immer Ärger mit Harry (DVD)
Keinen guten Tag hat Albert Wiles (Edmund Gwenn) erwischt: zuerst erlegt er auf der Jagd statt einem Kaninchen einen fremden Spaziergänger, und als er die Leiche beseitigen will, wird er andauernd von den verschiedensten Zeitgenossen gestört. Dabei ist es keineswegs sicher, ob der Fremde tatsächlich von einer Kugel aus dem Gewehr des ehemaligen Kapitäns niedergestreckt wurde, denn auch andere Bewohner des kleinen Städtchens hätten ein gutes Motiv gehabt, Harry aus dem Weg zu schaffen. Ein turbulentes Versteckspiel beginnt...
"Immer Ärger mit Harry" ist ein für Alfred Hitchcock untypischer Film. Statt auf Grusel und Suspense setzte der Meister in diesem Streifen von 1955 auf den schwarzen Humor. Vor knapp einem halben Jahrhundert mag die turbulente Krimi-Komödie noch interessant gewesen sein, doch heute wirkt der ganze Film ein wenig verstaubt, ganz im Gegensatz zu anderen Hitchcock-Meisterwerken, die auch heutzutage noch für Gänsehaut sorgen.
Obwohl "Immer Ärger mit Harry" ganz bestimmt kein schlechter Film ist, gehört er sicher nicht zu den besten des Kultregisseurs. Immerhin kann man dem kurzweiligen Streifen einen gewissen Charme nicht absprechen. Auch die stimmungsvollen Bilder des herbstlichen Neu-England und die durch die Bank guten Leistungen der Schauspieler (vor allem die des kleinen Jerry Mathers) sind durchaus ansprechend.
Ein etwas überdurchschnittlicher Film, der dank des ersten Auftritts von Shirley MacLaine auch eine gewisse historische Bedeutung hat.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 3, 2012 10:01 PM CET


The Surgeon
The Surgeon
von Tess Gerritsen
  Taschenbuch

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Thriller, 17. September 2004
Rezension bezieht sich auf: The Surgeon (Taschenbuch)
Vor einigen Jahren hat eine grausame Mordserie Savannah in Georgia erschüttert. Ein brutaler Mörder, den die Presse wegen seiner chirurgischen Präzision "The Surgeon" getauft hat, tötete und verstümmelte mehrere junge Frauen. Eines seiner Opfer, die Ärztin Dr. Catherine Cordell, schaffte es, sich zu befreien und den Mörder zu töten.
Heute: Dr. Cordell ist nach dem Angriff auf ihr Leben nach Boston gezogen und hat ein neues Leben begonnen. Da beginnt in Boston eine neue Mordserie. Das Vorgehen des Killers erinnert bis ins Detail an das von "The Surgeon". Bereits einige Frauen sind dem Mörder zum Opfer gefallen und auch Dr. Cordell gerät wieder ins Fadenkreuz des düsteren Killers. Die Polizei steht vor einem Rätsel: wer ist der geheimnisvolle Mann, der einen totgeglaubten Mörder imitiert?
Ein guter Thriller ist der ehemaligen Internistin Tess Gerritsen mit "The Surgeon" gelungen. Die Spannung wird bis zum Ende hin durchgehalten, obwohl sich Thriller-Freunde die Auflösung des Falles wohl schon vor dem Ende haben denken können. Für schwache Nerven ist "The Surgeon" allerdings nicht geeignet, da die Beschreibung von ekligen medizinischen Details zartbesaitete Gemüter leicht irritieren könnten. Einziger Kritikpunkt aus meiner Sicht ist die Tatsache, dass sich manche Passagen etwas in die Länge ziehen, obwohl die Handlung dadurch wenig vorangebracht wird.
Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, dass sich auch im englischen Original gut verstehen lässt.


Unbreakable - Unzerbrechlich
Unbreakable - Unzerbrechlich
DVD ~ Bruce Willis
Preis: EUR 7,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas verworrener Thriller, 14. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Unbreakable - Unzerbrechlich (DVD)
In der Nähe von Philadelphia ereignet sich ein verheerendes Zugunglück, bei dem 131 Menschen ums Leben kommen. Einzig David Dunn (Bruce Willis) überlebt das Inferno - und das ohne einen Kratzer. Ein paar Tage später erhält er eine mysteriöse Nachricht, die ihn fragt, ob er je krank oder verletzt war. David fällt auf, dass er wirklich niemals krank war. Bei dem Absender der Nachricht handelt es sich um den geheimnissvollen Comic-Galeristen Elijah Price (Samuel L. Jackson), der an der Glasknochen-Krankheit leidet und in David das genaue Gegenteil von sich sieht. Während Price zerbrechlich ist, scheint Dunn eine Art unverletzbarer Superheld wie aus einem Comic zu sein, dem es vorbehalten ist, die Welt vor Unheil zu retten. David hält diese Theorie zunächst für ausgemachten Schwachsinn, doch mit der Zeit findet er heraus, dass er tatsächlich über übernatürliche Kräfte verfügt...
Etwas anders ist diese Mixtur aus Mystery-Thriller und Comic-Abenteuer. Während in anderen Comic-Verfilmungen wie "X-Men" das Vorhandensein von übernatürlichen Kräften bereits als selbstverständlich vorausgesetzt ist, entdeckt der Held in M. Night Shyamalan's Film erst nach und nach seine besondere Gabe.
Leider ist "Unbreakable" aber trotz des interessanten Themas wohl der schwächste Film des Regisseurs von "The Sixth Sense". Die Darsteller trifft daran aber keine Schuld. Bruce Willis ist sehr stark und Samuel L. Jackson besticht in der Rolle des verschrobenen Elijah Price.
Der Film scheitert vor allem an dem Anspruch, ähnlich überraschend sein zu wollen wie "The Sixth Sense". Der ganze Film ist keineswegs besonders überraschend, sondern eher verwirrend und oft auch ein wenig langweilig.
Dennoch kann man sich "Unbreakable" ohne weiteres einmal ansehen...der Vollständigkeit halber ;-).


DVD & Video  Guide 2005 (DVD & Video Guide (Mass Market Paper))
DVD & Video Guide 2005 (DVD & Video Guide (Mass Market Paper))
von Mick Martin
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alle Jahre wieder..., 9. September 2004
...braucht man als Film-Fan und Kino-Fanatiker den neuesten Movie-Guide. Nachdem ich in den letzten Jahren immer die Ausgabe von Leonard Maltin gekauft hatte, entschied ich mich dieses Jahr für den "DVD & Video Guide 2005" und kann diesen Filmführer nur wärmstens empfehlen. Neben einer ziemlich vollständigen Bewertung aller wichtigen Filme inklusive mehr als 400 Neuerscheinungen enthält das Buch am Ende ausführliche Filmographien von Hunderten Regisseuren und Darstellern.
Der "DVD & Video Guide" ist auf alle Fälle eine gelungene, fast noch bessere Alternative zum etwas hausbackenen Klassiker von US-Kritikerlegende Leonard Maltin.
Ein Muss für Filmfreunde!


Nie sollst du vergessen: Ein Inspector-Lynley-Roman 11 - (Chronologische Reihenfolge der Inspector-Lynley-Romane, Band 11)
Nie sollst du vergessen: Ein Inspector-Lynley-Roman 11 - (Chronologische Reihenfolge der Inspector-Lynley-Romane, Band 11)
von Elizabeth George
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr langwieriger Krimi, 31. August 2004
Im nächtlichen London wird eine ältere Frau zu Tode gefahren. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass es sich dabei nicht um einen Unfall mit Fahrerflucht, sondern um einen kaltblütigen Mord handelte.
Barbara Havers und Thomas Lynley ermitteln und schon bald sehen sie sich inmitten eines Familiendramas, das vor mehr als 20 Jahren mit dem Mord an einem geistig behinderten Mädchen begonnen hat.
Viele Verdächtige - praktisch jeder, der mit der Familie zu tun hatte - kommen für den Mord und mehrere weitere Mordanschläge in Frage. Jeder der Betreffenden hat etwas zu verbergen, aber keiner hat ein richtiges Motiv...
"Nie sollst du vergessen" ist bereits der elfte Roman von Elizabeth George, bei dem das sympathische, ungleiche Ermittlerpaar Lynley und Havers im Mittelpunkt steht. Diesmal ist die Autorin jedoch etwas über ihr Ziel hinausgeschossen. 900 Seiten sind schlicht und einfach zu lang für einen Kriminalroman. Hinzu kommt, dass die Handlung an sich nicht allzu umfangreich ist. An vielen Stellen stören allerdings unzählige Parallelhandlungen, die zum Teil verwirrend sind und mit der eigentlichen Geschichte eher wenig zu tun haben, den Lesefluss. Auch die Passagen, die von Gideon (eine der Hauptpersonen) als eine Art Tagebuch für seine Psychotherapeutin verfasst worden sind, stiften, obwohl sie viel über die Familie und das "Innenleben" Gideons aussagen, unnötig Verwirrung.
Schade ist, dass viele Handlungsstränge scheinbar im Nichts verlaufen und den Leser nach der Lektüre vor unvollendete Tatsachen stellen. Besonders schwach ist auch das Ende ausgefallen. Scheinbar hat Elizabeth George bis dahin ihre Körner schon längst verschossen. Nach knapp 900 Seiten des Rätselns hatte ich mir ein stärkeres Ende erhofft.
Besonders bedauerlich fand ich, dass Havers und Lynley, die beiden Ermittler und damit Hauptfiguren des Romans, fast zu Statisten degradiert worden sind.
Dennoch ist "Nie sollst du vergessen" kein schlechter Krimi. Spannung kommt trotz langweiliger Passagen oft auf und einige überraschende Wendungen sorgen für Abwechslung. Hinzu kommt natürlich auch der einmalige Erzählstil der Autorin.
Insgesamt hätte man aus diesem Roman mehr machen können. Weniger (Umfang, Handlungsstränge, Belanglosigkeiten) wäre hier sicherlich mehr gewesen!
Guter Durchschnitt.


The Soul Sessions
The Soul Sessions
Preis: EUR 7,92

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Debüt, 29. August 2004
Rezension bezieht sich auf: The Soul Sessions (Audio CD)
"Ist das Aretha Franklin?" - "Nein." - "Dann ist es bestimmt Ella Fitzgerald?" - "Auch nicht. Es ist Joss Stone. Sie ist erst 17, kommt aus England und ist weiß." - "Du lügst doch. Nie im Leben ist die erst 17 und auf gar keinen Fall ist sie weiß." - "Doch! Doch! Doch!".
So oder so ähnlich läuft ein Dialog zwischen einer Person, die bereits "The Soul Sessions" von Joss Stone angehört hat und einer anderen, die die junge Sängerin noch nicht kennt, ab.
Auch wenn viele Möchtegern-Stars von den Medien häufig (und meist zu Unrecht) mit Legenden verglichen werden, muss man sagen, dass Joss Stone tatsächlich eines der größten Soul-Talente seit Aretha Franklin ist. "The Soul Sessions" ist ein wohltuend zurückhaltendes Album, dass sich verdächtig nach dem Motown-Sound der 70er Jahre anhört. Das bedeutet, wer auf Rap-Einlagen, Samples und andere Spielereien, die bei Beyonce und Co. in Hülle und Fülle eingesetzt werden, steht, wird hier ziemlich enttäuscht sein. Sämtliche Töne auf dem Longplayer werden von Menschenhand erzeugt. Kein Drumcomputer, sondern ein echtes Schlagzeug gibt den Rhythmus an, im Hintergrund brummt die Hammond-Orgel, ein Bassist sorgt für den fetten Beat und auch Gitarrenklänge sind selbstredend zu hören. Herausragend ist aber die Stimme der Engländerin Joss Stone. Selten hat es eine so junge Sängerin geschafft, gleichzeitig so kraftvoll und dennoch sanft zu klingen. Wie eine "Alte" spult Joss Stone ihr Programm aus 10 fein ausgewählten Songs herunter. Auffällig ist dabei, dass das hohe Niveau durchgängig gehalten wird.
Highlights sind neben dem sommerlich-verspielten "Super Duper Love" und dem wütenden "Dirty Man" sicherlich der Franklin-Klassiker "All the Kings Horses" und das White-Stripes-Cover "Fell in Love With a Boy" (bei Meg und Jack heißt der Song "Fell in Love With a Girl").
Abschließend bleibt zu hoffen, dass dieses Riesentalent behutsam aufgebaut wird und nicht zu Gunsten des Kommerzes verheizt wird, indem ein massentaugliches Album nach dem anderen erscheint.
"The Soul Sessions" ist auf jeden Fall eines der besten Soul-Alben des letzten Jahrzehnts. Vor allem, weil der Soul von Joss Stone tatsächlich Seele hat und nicht ein gesichtsloses Kunstprodukt ist.


Signs - Zeichen
Signs - Zeichen
DVD ~ Mel Gibson
Preis: EUR 7,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut, mit ein paar Schwächen, 24. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Signs - Zeichen (DVD)
Das Leben ist nicht einfach für Graham Hess (Mel Gibson). Nachdem seine Frau bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen ist, hat der Pfarrer seinen Glauben verloren und sich auf eine abgelegene Farm zurückgezogen, wo er mit seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) und seinen beiden Kindern Morgan (Rory Culkin) und Bo (Abigail Breslin) lebt, um von der Trauer etwas Abstand zu gewinnen. Mitten in dieser Zeit der Stille scheint jemand einen bösen Streich mit der Familie spielen zu wollen: Morgan entdeckt im Maisfeld hinter der Farm ein mysteriöses Muster, das an die angeblich außerirdischen Kornkreise aus den 70ern und frühen 80ern erinnert. Nach und nach geschehen allerdings Dinge, die den Verdacht nahe legen, dass die Zeichen im Feld der Familie Hess mehr sind als ein dummer Schabernack. Die Hunde der Familie verhalten sich merkwürdig und mysteriöse Gestalten schleichen nachts auf der Farm herum. Schon am nächsten Tag ist das "Problem" nicht mehr nur auf die kleine, abgelegene Farm begrenzt, denn auch in Indien findet man Zeichen in Feldern und schon bald häufen sich weltweit UFO-Sichtungen. Scheinbar steht eine außerirdische Invasion bevor und auch für die kleine Familie wird die Situation immer bedrohlicher...
"Signs-Zeichen". Der Titel dieses Films von Regisseur M.Night Shyamalan darf durchaus doppeldeutig gesehen werden. Vordergründig befasst sich der Film natürlich mit dem Mythos der Kornkreise und der damit verbundenen Bedrohung aus dem Weltall. Hintergründig geht es in dem sehr religiös angehauchten Streifen jedoch auch um göttliche Zeichen. Die Hauptfigur, ein Pfarrer, der seinen Glauben verloren hat, muss mit seiner Familie eine Extremsituation überstehen - und was kann es extremeres geben als einen Angriff von Aliens? Dabei helfen ihm merkwürdige (göttliche?) Zeichen, die ihm bei der Erinnerung an seine verstorbene Frau in den Sinn kommen. Er merkt, dass es eine höhere Macht gibt, die seine Familie beschützt. Er findet nach dem überstanden Grauen seinen Glauben und sein Gottvertrauen wieder. So zumindest lässt sich die Schlußszene des Films deuten, in der Mel Gibson Monate nach der Alien-Attacke in der Priesterrobe zu sehen ist.
Alles in allem ist M.Night Shyamalan mit "Signs-Zeichen" ein sehr guter, vor allem sehr vielschichtiger Film gelungen, der in seiner Machart an die Werke von Alfred Hitchcock erinnert (vor allem an "Die Vögel"). Obwohl Aliens eine wichtige Rolle spielen, zeigt Shyamalan nie zuviel und spielt so geschickt mit den Ängsten seiner Zuschauer. Die beklemmende Grundstimmung des Films (auch ausgelöst durch die komplizierte Familiensituation) wird durch die klaustrophobische Enge der abgelegenen Farm noch unterstützt. Besonders die Szene im Keller, die nur mit Taschenlampen beleuchtet wird, ist besonders furchterregend (hier fällt einem der Horror-Klassiker "Die nacht der lebenden Toten" als Inspirationsquelle ein).
Das kleine aber feine Ensemble des Films liefert geschlossen eine sehr gute Vorstellung ab, wobei vor allem die beiden jungen Darsteller Rory Culkin (Bruder von Macaulay) und Abigail Breslin exzellent aufgelegt sind.
Leider driftet der eigentlich ernsthafte Mix aus Sci-Fi und Familiendrama in manchen Szenen (gewollt?) in die Lächerlichkeit ab. Das kann man aber verkraften, denn andere Szenen lassen einen tatsächlich aus dem Sessel hochschrecken.
Auf jeden Fall ist "Signs-Zeichen" ein äußerst sehenswerter, kurzweiliger Film, der einmal mehr das außergewöhnliche Talent von M.Night Shyamalan herausstellt.


Hurra Amerika!: »Adventures in a TV Nation«
Hurra Amerika!: »Adventures in a TV Nation«
von Kathleen Glynn
  Gebundene Ausgabe

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur scheinbar ein neues Buch von Michael Moore, 22. August 2004
"Hurra, endlich ein neues Buch von Michael Moore," dachte ich mir und kaufte mir ungesehen ein Exemplar von "Hurra Amerika". Dieses Buch ist - im Gegensatz zu den anderen Erscheinungen des Satirikers - sogar mit einem richtig festen Einband versehen, was den nicht gerade studentenbudget-freundlichen Preis zumindest ein wenig rechtfertigt.
Bei der ersten Durchsicht des Buches stellte sich allerdings etwas Ernüchterung ein. "Hurra Amerika" ist ja gar nicht "neu", sondern bereits 1998 in den USA erschienen und die Beiträge des Buches beziehen sich auf eine Fernsehserie ("TV Nation" - hierzulande nie ausgestrahlt), die in den Jahren 1994 und 1995 ausgestrahlt wurde.
Das wäre allerdings noch gerade so zu verkraften gewesen, wenn nicht auch der Inhalt zu wünschen übrig ließe. Von Michael Moore's bissigem Sarkasmus ist in diesem Buch relativ wenig zu spüren (vielleicht kommt das ganze auch in geschriebener Form nicht so gut rüber wie in der TV-Version). Zwar bekommen auch hier Konzerne, konservative Politiker und allerlei andere nicht koschere Zeitgenossen ordentlich eins auf die Mütze und viele Einfälle sind echt nett ausgedacht und sehr witzig, aber das ist doch nicht der Michael Moore, den wir kennen und lieben!
Man muss es halt mal so sehen: Michael Moore hatte in den USA schon lange vor "Stupid White Men" Erfolg. In dieser Zeit sind natürlich auch Filme, Fernsehbeiträge und Bücher in den USA erschienen, die hier nicht veröffentlicht wurden. Dieser Frühwerke bedienen sich die Verlage natürlich jetzt, da sich alles, was den Namen Moore trägt, bestens verkaufen lässt, nur allzu gerne. Und was passt besser, als zum Kinostart von "Fahrenheit 9/11" ein scheinbar neues Buch auf den Markt zu werfen? Eben.
Für Hardcore-Fans von Michael Moore und diejenigen, die die Möglichkeit hatten, in den USA oder Großbritannien die Serie "TV Nation" zu sehen, ist "Hurra Amerika! Adventures in a TV Nation" sicherlich ein empfehlenswertes Buch. Alle anderen sollten auf das nächste "richtige" Buch von Michael Moore warten!


Bowling For Columbine
Bowling For Columbine
DVD ~ Fracisco Latorre
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 8,50

9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super, 13. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
Michael Moore ist für diesen Film der Frage nachgegangen ob Amerikaner verrückt nach Waffen oder einfach nur verrückt sind. Nachdem man sich "Bowling For Columbine" angesehen hat, kommt man wohl zu dem Schluss, dass eher das zweite zutrifft.
Als Europäer mag man einfach nicht glauben, dass es in den USA Schusswaffen und Munition in jedem x-beliebigen Supermarkt und sogar bei einigen Friseuren kaufen kann oder dass es tatsächlich Banken gibt, die gleichzeitig ein Waffenladen sind.
Vor dem Hintergrund des Massakers an der Columbine High School beleuchtet Moore die Gründe für die Waffenverliebtheit der Amerikaner. Er interviewt Marilyn Manson, dem viele die Schuld für Amokläufe geben, Charlton Heston, den Vorsitzenden der NRA und fährt sogar nach Kanada, um herauszufinden, warum es dort kaum Morde mit Schusswaffen gibt, obwohl fast jeder Kanadier auch eine Waffe besitzt.
"Bowling For Columbine" gelingt es, ein ernstes Thema mit teilweise erschütternden Bildern (z.B. von US-Militärinterventionen) mit bester Unterhaltung (z.B. die kurze Geschichte der Vereinigten Staaten) zu verknüpfen.
Zu einem Schluss kommt Michael Moore, der auch nicht herausfindet, warum in den USA so viele Menschen erschossen werden: in den USA herrscht ein ständiges Klima der Angst, verbreitet durch Medien und Politik.
Man sieht sich diesen Film an, wundert sich über die USA und freut sich, dass es bei uns (NOCH) nicht so weit gekommen ist.
"Bowling For Columbine" hat zu Recht den Oscar für den besten Dokumentarfilm bekommen. Ein echtes Meisterwerk dieses Genres, gehalten im typisch bissigen, aber auch sehr ernsten Stil von Michael Moore.
Unbedingt sehenswert!!


Fluch der Karibik [Special Edition] [2 DVDs]
Fluch der Karibik [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Johnny Depp
Wird angeboten von MK-Entertainment
Preis: EUR 14,88

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Popcorn-Kino vom Feinsten, 13. August 2004
DER FILM:
Die verwunschenen Piraten um Kapitän Barbossa (Geoffrey Rush) entführt die junge Gouverneurstochter Elizabeth Swan (Keira Knightley), da sie sich im Besitz eines Piratenmedaillons befindet, das den Fluch, der die Piraten zu wandelnden Toten gemacht hat, aufheben kann. Neben der Royal Navy machen sich der glücklose Kapitän Jack Sparrow (Johnny Depp) und der Waffenschmied William Turner (Orlando Bloom) auf die Suche nach der Entführten...
DIE DARSTELLER:
Ein echtes Kompliment muss man dem Ensemble machen, das ausnahmslos glänzend aufgelegt ist. Sensationell gut ist Johnny Depp, der aus seiner Rolle als Jack Sparrow, dem etwas tuntigen Piraten im Keith-Richards-Look, alles herausholt und maßgeblich daran beteiligt ist, dass "Fluch der Karibik" zu einem großen Spaß geworden ist.
DIE MACHER:
Das Team um Regisseur Gore Verbinski hat ganze Arbeit geleistet und einen klassischen Piratenfilm geschaffen...und das, obwohl das Genre beinahe seit 50 Jahren annähernd von den Leinwänden verschwunden ist. Respekt! Für die verfluchten Piraten hat sich Verbinski sichtlich Anregungen beim Horror-Klassiker "Armee der Finsternis" geholt. Richtig gruselig ist "Fluch der Karibik" aber trotzdem nicht.
Für die nötigen Knalleffekte und die massenweise vorhandenen Action-Effekte sorgte Produzent Jerry Bruckheimer, ein Meister des Popcorn-Kinos.
MEIN FAZIT:
"Fluch der Karibik" ist Blockbuster-Kino at its Best. Die Action-Sequenzen sind einfach atemberaubend, die Szenerie stimmig (aber etwas zu Disneyland-mäßig) und die Schauspieler - allen voran Johnny Depp - sind großartig. Das alles kann einen sogar fast die zwei großen Kritikpunkte vergessen lassen: der Film ist viel zu lang geraten und die Story strotzt nicht gerade vor Originalität.
Trotzdem ist "Fluch der Karibik" ein äußerst sehenswerter Film.


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