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Rezensionen verfasst von
Christoph Walter "Felix Krull"
(REAL NAME)   

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Die Frauen von Stepford
Die Frauen von Stepford
DVD ~ Nicole Kidman
Wird angeboten von darska25
Preis: EUR 6,76

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kunterbunter Quatsch, 17. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Frauen von Stepford (DVD)
Joanna (Nicole Kidman) ist eine erfolgreiche TV-Managerin. Eines Tages unterläuft ihr jedoch ein folgenschwerer Fehler, der das Ende ihrer Karriere und ihre Kündigung bedeutet. Kein Wunder, dass Joanna erst einmal Abstand gewinnen muss von der persönlichen Tragödie. Kurzerhand zieht sie zusammen mit ihrem Mann Walter (Matthew Broderick) in die beschauliche Kleinstadt Stepford. Irgendetwas scheint aber nicht zu stimmen in dem bezaubernden Städtchen: die Männer sind allesamt Langweiler, die sich in ihrem Männerclub treffen und die Frauen sind perfekte Schönheiten und brave Hausfrauen. Etwas merkwürdig - finden nicht nur Joanna und Walter, sondern auch die anderen Neubürger Bobbie (Bette Midler) und Roger (Roger Bart). Bald lüften sie das Geheimnis, das die Stadt und ihren Vorzeigebürger (Christopher Walken) umwittert...
"Die Frauen von Stepford" ist das Remake des gleichnamigen Klassikers von 1975. In ein Genre lässt sich der Film von Regisseur Frank Oz nicht einordnen. Satire, Komödie, SciFi...alles ist hier zusammengemischt. Das Original mag im Jahr 1975, als ein Taschenrechner ein sensationell fortschrittliches Gerät war, noch einen gewissen Zauber auf die Zuschauer ausgeübt haben. Heute jedoch erscheint die Story, obwohl der Geschlechterkampf auch heute noch andauert, altbacken und witzlos.
Zudem ist "Die Frauen von Stepford" so bonbonbunt und schrill, dass man es als Zuschauer kaum aushält. Viele Gags sind fein ausgedacht, verpuffen aber im Nichts.
Weder der Regisseur noch das Ensemble hat sich mit diesem zweitklassigen Streifen einen Gefallen getan. Wer unbedingt Lust hat, sich "Die Frauen von Stepford" anzutun, sollte wenigstens auf das (historisch-charmante) Original ausweichen.
Hätte ich diesen Film nicht im Bordkino eines Flugzeugs gesehen, hätte ich den Kinosaal vor dem Ende des Streifens verlassen.
Ein echter Rohrkrepierer!


The Others
The Others
DVD ~ Nicole Kidman
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 7,48

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grusel mit stimmigem Ende, 15. November 2004
Rezension bezieht sich auf: The Others (DVD)
Grace (Nicole Kidman), eine ständig unter Nervosität und Migräne leidende junge Frau, lebt mit ihren beiden Kindern Nicholas (James Bentley) und Anne (Alakina Mann) gegen Ende des 2. Weltkriegs in einem einsamen Herrenhaus auf der Insel Jersey. Das Leben ist nicht leicht für die kleine Familie. Der Vater (Christopher Eccleston) ist immer noch an der Front und zu allem Überfluss leiden die beiden Kinder unter einer schweren Lichtallergie. Als plötzlich drei mysteriöse Hausangestellte auftauchen, beginnen merkwürdige Dinge, die Grace an ihrem Verstand zweifeln lassen. Sie hört merkwürdige Stimmen, Klopfgeräusche und schlurfende Schritte...
Ein ziemlich gruseliger Film ist Alejandro Amenabar mit "The Others" gelungen. Die große Stärke des Streifens liegt im alles erklärenden Ende, das mit einer überraschenden Wendung am Schluss aufwartet. Beinahe fühlt man sich an M. Night Shyamalan's "The Sixth Sense" erinnert. Ansonsten lebt der Horror-Thriller vor allem von seiner wohltuenden Effektlosigkeit. Während andere neuere Horror-Filme auf digitalisierte Monster, spritzendes Blut und anderen Schnickschnack setzen, arbeitet Amenabar mit den Mitteln des klassischen Horrorfilms. Atmosphärische Musik, angedeutete Erscheinungen und Stimmen aus dem Off verleihen "The Others" eine hohe Spannung. Der Grusel entsteht hier eher aus den Dingen, die man als Zuschauer nicht zu Gesicht bekommt. Viel auszusetzen gibt es an diesem Film eigentlich nicht. Höchstens an einigen Stellen hätte sich Amenabar ein wenig kürzer Fassen können.
Ansonsten ist "The Others" ein schaurig-altmodischer Film mit einem gewissen Anspruch.
Sehenswert!


Belladonna
Belladonna
von Karin Slaughter
  Taschenbuch

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Konventineller Thriller, 14. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Belladonna (Taschenbuch)
Sara Linton, erfolgreiche Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin in Personalunion, macht auf der Toilette eines Restaurants eine grausame Entdeckung. Die blinde College-Dozentin Sybil Adams, der ein Kreuz in den Bauch geritzt wurde, ist in einer der Toilettenkabinen am Verbluten. Untersuchungen ergeben, dass die wehrlose Frau vergewaltigt worden ist. Einige Tage später liegt auf der Motorhaube von Sara's Auto eine nackte junge Frau. Auch sie wurde vorher offenbar vergewaltigt. Außerdem sieht es so aus, als wäre sie gekreuzigt worden. In der Zwischenzeit ist auch die Schwester des ersten Opfers spurlos verschwunden. Nach und nach kommt Sara, die selbst vor über zehn Jahren Opfer einer Vergewaltigung war, der schrecklichen Wahrheit immer näher: eigentlich ist sie das Ziel des sadistischen Mörders, der in der Kleinstadt in den amerikanischen Südstaaten sein Unwesen treibt...
Scheinbar jeden Monat taucht eine neue amerikanische Thriller-Autorin auf, die versucht, auf den Spuren von Patricia Cornwell oder Kathy Reichs zu wandeln. Dabei sind manche besser (wie Tess Gerritsen), manche aber auch nicht so gut. Leider gehört Karin Slaughter eher zur zweiten Kategorie. Fans des Genres werden "Belladonna" sicher einiges abgewinnen können, aber mir war das Buch doch etwas zu konventionell gemacht. Beim Lesen des Klappentextes habe ich mich schon sehr gefreut auf das Motiv des religiösen Eiferers, musste dann aber feststellen, dass die Sache mit dem Kreuz und der Kreuzigung doch eher nur dazu da ist, um den Leser auf eine falsche Fährte zu führen.
Überhaupt erinnerte mich "Belladonna" schon sehr an "Die Chirurgin" von Tess Gerritsen. Wieder steht eine Ärztin, die einst vergewaltigt wurde und nun erneut das Ziel eines Killers ist, im Mittelpunkt. Gerritsen's Roman ist allerdings viel grusliger und spannender geraten.
"Belladonna" hingegen plätschert über lange Strecken etwas ereignislos dahin. Auch die etwas verworrene Liebesgeschichte zwischen der Protagonistin und ihrem Ex-Mann ist nicht das Gelbe vom Ei.
Wer einen spannenden Thriller, geschrieben von einer Frau und mit einer Frau im Mittelpunkt, sucht, sollte doch lieber zu Reichs, Gerritsen und Co. greifen als zu Slaughter's "Belladonna".


A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs)
A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs)
DVD ~ Haley Joel Osment
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 12,90

0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessantes Thema, aber ansonsten überflüssig, 8. November 2004
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Roboterkind David (Haley Joel Osment) ist kein gewöhnlicher "Mech". Er kann fühlen und denken wie ein Mensch. Bei seinen Adoptiveltern fühlt sich der Kleine richtig wohl. Doch als der richtige Sohn aus dem Koma erwcht, wird das Ersatzkind überflüssig und im Wald ausgesetzt. David macht sich auf die Suche nach seiner geliebten Mutter. Dazu will er, wie im Märchen "Pinocchio" ein richtiger Junge werden. Das kann seiner Ansicht nach nur die märchenhafte blaue Fee. Unterstützung auf seiner abenteuerlichen Reise erhält er vom "Smarttoy" Teddy und vom Liebesroboter Joe (Jude Law)...
Mit einem sehr interessanten und kritischen Thema wartet "A.I.-Künstliche Intelligenz" auf. Regisseur Steven Spielberg orientierte sich in dem Stanley-Kubrick-Projekt am Märchen des Pinocchio, das er kurzerhand in die nicht allzu ferne Zukunft versetzt. Zu Beginn geht die Intention des Films voll auf. "A.I." lässt einen mit seinen reizvollen, aber auch unheimlichen Bildern die zunehmende Technologisierung kritisch in Frage stellen.
Leider driftet das Sci-Fi-Märchen mit zunehmender Dauer immer mehr in die Belanglosigkeit ab und verwandelt sich in ein verworrenes Fantasy-Filmchen. In den letzten Minuten lässt es Spielberg noch einmal ordentlich menscheln, aber dennoch ist das Ende eher unbefriedigend. Man weiß nicht, ob Kubrick damit zufrieden gewesen wäre.
Auf jeden Fall hätte die Idee von "A.I." eine etwas bessere und weniger verworrene Umsetzung verdient gehabt. Keine Schuld an der Mittelmäßigkeit dieses Streifens trägt Haley Joel Osment. Wie in "The Sixth Sense" überzeugt der Jungstar auch in diesem Film wieder auf voller Linie.
Ein Film, den man sich getrost sparen kann.


Jeepers Creepers - Platinum Edition [Special Edition]
Jeepers Creepers - Platinum Edition [Special Edition]
DVD ~ Gina Philips
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 11,90

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, mehr aber auch nicht, 31. Oktober 2004
Die Geschwister Darryl (Justin Long) und Trish (Gina Philips) sind auf dem Weg in die College-Ferien, die sie bei ihren Eltern verbringen wollen. Auf einem verlassenen Highway werden sie von einem merkwürdigen Truck überholt. Kurz darauf beobachten die beiden, wie der Fahrer des Trucks bei einer Kirchenruine mehrere Bündel, die aussehen wie Menschen, in eine Röhre wirft. Darryl will unbedingt den vermeintlichen Mord aufklären und steigt in das Gewölbe unter der Kirche, wo er das blanke Grauen zu sehen bekommt. Als ob das allein noch nicht schlimm genug wäre, werden die Geschwister von einem fledermausähnlichen Wesen verfolgt, das es auf einen der beiden abgesehen hat und keine Ruhe gibt, bevor es nicht bekommt, was es will...
Ein klassischer Fantasy-Schocker ist dieser Film von B-Regisseur Victor Salva. Steckenweise ist "Jeepers Creepers" (in Anlehnung an den gleichnamigen Schlager, der im Film mehrmals erklingt und mit dessen Text sich auch das verworrene und sehr zynische Ende erklären lässt) ein richtig beklemmender Horror-Film mit einigen sehr guten Schockeffekten. Leider gelingt es Salva nicht, diese guten Ansätze über die gesamten 90 Minuten durchzuhalten. Zum Ende hin geht dem Film spürbar die Luft aus und richtige Gruselmomente sind eher Mangelware. Besonders enttäuschend ist das sehr unbefriedigende Ende, das wie aus einer "Akte-X"-Folge wirkt. Auffällig sind auch die vielen augenzwinkernden (bzw. zynischen) Momente, die manchen Zuschauern gefallen dürften, vielen aber auch gegen den Strich gehen werden.
Phantasie hat Salva bei der Kreation des mystischen Fledermausmonsters bewiesen, das allerdings ein wenig zu viel Ähnlichkeit mit Freddie Krüger hat (Absicht?).
Obwohl das Ende keineswegs gut gelungen ist, wird eine Fortsetzung geschickt angedeutet, die es ja mittlerweile auch gibt.
Insgesamt ist "Jeepers Creepers" ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ein grundsolider Horror-Film, zum anderen aber auch ein trashiger Quatsch.
Geschmackssache!


Burli
Burli
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 22,90

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das beste Sportfreunde-Album, 30. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Burli (Audio CD)
Mittlerweile ihr drittes Album haben die Sportis mit "Burli" am Start. Dabei präsentieren sich Peter, Flo und Rüde gegenüber den Vorgängern "So wie einst Real Madrid" und "Die gute Seite" musikalisch deutlich gereift.
Besonders begnadete Musiker sind die drei zwar immer noch nicht, aber das geben sie ja auf "1.Wahl" selbst zu...das gibt einige Sympathiepunkte.
Nicht umsonst heißen die Sportfreunde Sportfreunde...auch auf "Burli" finden sich wieder einige Querverweise zu diversen Sportlern. Schon der Opener "Lauth anhören", quasi eine Gebrauchsanweisung für das Album, leiht sich das "h" vom ehemaligen 1860-Kicker Benjamin Lauth aus. "Dirk, wie ist die Luft da oben?", eine unüberhörbare USA-Kritik, ist eine Frage an Basketballstar Dirk Nowitzki und auf "Ich, Roque" ist Bayern-Schönling Roque Santa Cruz gar höchstpersönlich zu hören. Wer sagt eigentlich, dass Fußballer nicht singen können (können sie wirklich nicht!)?
Besonders schön gelungen sind den drei Bayern die Songs "Ungewöhnlich", das beinahe poetische "Siehst du das genauso" und das sehr eingängige, von Bläsern unterstützte "Im Namen der Freundschaft".
Auf alle Fälle ist "Burli" nicht nur das dritte, sondern auch das beste, weil ausgereifteste Album der Herren Brugger, Linhof und Weber. Dennoch fehlt mir persönlich ein wenig die unbeschwerte Spielfreude der Debüt-Schallplatte "So wie einst Real Madrid".
Fazit: "Burli" holt den Meistertitel, "So wie einst Real Madrid" bleibt Champion der Herzen.
Sehr hörenswert und äußerst unterhaltsam!


The Reason
The Reason
Preis: EUR 5,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einwandfreies Album, 30. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: The Reason (Audio CD)
Bis zu ihrem Hit "The Reason", dem Titelsong des gleichnamigen Albums, waren Hoobastank hierzulande noch relativ unbekannt. In den USA erreichten die Rocker allerdings bereits mit ihrem selbstbetitelten Debütalbums Platinstatus.
Im Vergleich zu den Alben anderer Genre-Genossen wie Linkin Park oder Three Doors Down bieten Hoobastank zwar nicht viel Neues, dafür aber handwerklich Grundsolides.
Der Lautstärkepegel wurde, verglichen mit "Hoobastank", auf "The Reason" ein wenig zurückgeschraubt. Dennoch muss man als Zuhörer nicht auf ordentlich rockende Kracher ("Out of Control") verzichten. Als Kontrast dazu bietet das Quartett zwei gemäßigte Balladen...das großartige "The Reason" und das nur wenig schwächere "Disappear".
Alle zwölf Songs auf dem Album haben trotz einiger Unterschiede einiges gemeinsam: sie sind allesamt sehr melodisch. Mitsingtaugliche Refrains ("Just One") sind keine Seltenheit.
Insgesamt ist Hoobastank mit "The Reason" ein mehr als ordentliches, von vorne bis hinten anhörbares Album gelungen. Freunde modernen Rocks dürfen hier ohne weiteres blind zugreifen.
Überdurchschnittlich gut!


Der Mönch und der Meister
Der Mönch und der Meister
von Christian Jacq
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Da hätte man mehr draus machen können, 28. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Mönch und der Meister (Taschenbuch)
Frankreich, 1944: Die Nazis gehen gegen jeden vor, der nicht ihre Ansichten teilt. Manche dieser "Ungläubigen" allerdings verfügen über Wissen und Fähigkeiten, die Hitler's Genossen von Nutzen sein könnten. In einem Gefängnis in der französischen Provinz sind unter SS-Aufsicht solche Menschen inhaftiert. Unter ihnen befinden sich auch ein Mönch und der Stuhlmeister einer Freimaurerloge. Die beiden Männer verbindet rein gar nichts und sie schätzen die Ansichten des jeweils anderen als Humbug ein. Dennoch tun sich die beiden zusammen, um das noch schlimmere Übel, die Nazis, zu bekämpfen...
Ein äußerst interessantes geschichtliches Thema, das vielen bisher völlig unbekannt gewesen sein dürfte, greift "Ramses"-Autor Christian Jacq in seinem Roman "Der Mönch und der Meister" auf.
Leider hapert es allerdings an der Umsetzung, denn aus dem spannenden Stoff wurde keineswegs ein packender Roman gemacht. Das Buch plätschert über weite Strecken etwas lahm dahin und das Ende wirkt doch etwas sehr reißerisch und gekünstelt. Offenbar sind dem Autor gegen Ende der Geschichte etwas die Ideen ausgegangen.
Immerhin erfährt man einiges Neues über das Thema Nationalsozialismus und erhält auch einen kleinen Einblick in die Struktur der Freimaurerlogen. Angesichts dem Erfolg der Dan Brown-Romane "Illuminati" und "Sakrileg" ist das ja auch nicht das Schlechteste.
Bedingt lesenswert.


Road to Perdition
Road to Perdition
DVD ~ Tom Hanks

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Visuell ein Meisterwerk, inhaltlich Geschmackssache, 22. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Road to Perdition (DVD)
Mike Sullivan (Tom Hanks) ist von Beruf Gangster - er arbeitet für eine mafiaaähnliche, irische Organisation, die fest unter der Fuchtel des Gangsterbosses Rooney (Paul Newman) steht. Als Mike und Rooney's Sohn eines Tages einen anderen Ganoven zur Strecke bringen, fällt Mike bei Teilen der "Familie" in Ungnade. Ein Killerkommando tötet Mike's Frau und seinen jüngeren Sohn. Für Mike und seinen 12-jährigen Sohn Michael (Tyler Hoechlin), der die Hinrichtung mit eigenen Augen gesehen hat, beginnt eine nervenaufreibende und lebensbedrohliche Flucht, vor allem, weil die Organisation den Profi-Killer McGuire (Jude Law) auf die beiden Flüchtenden angesetzt hat...
"American Beauty"-Regisseur Sam Mendes ist auch mit "Road to Perdition" ein Meisterwerk gelungen. Allerdings eher ein Meisterwerk auf visueller Ebene. Der ganze Film wirkt wie ein durchkomponiertes Stück Kunst, dessen Bilder beinahe an ein Gemälde erinnern. Die düsteren Bilder und die oft in Zeitlupe dargestellten Gewaltexzesse verleihen dem Gangster-Film eine schwere, bedrückende und gnadenlose Atmosphäre.
Inhaltlich ist "Road to Perdition" allerdings sicherlich Geschmackssache. Nicht jeder wird mit dem wortkargen, düsteren und zum Teil äußerst brutalen Film etwas anfangen können.
Das Werk von Sam Mendes steht Klassikern des Gangsterfilm-Genres wie "Der Pate" oder "Es war einmal in Amerika" sicherlich in nichts nach, außer dass hier eher die irische als die italienische Mafia im Vordergrund steht. Ansonsten sind jedoch auch hier die genre-typischen Elemente Loyalität, Ehre und Stolz von zentraler Bedeutung.
Altstar Paul Newman brilliert in der Rolle des distinguierten Patriarchen, der hier und da menschliche Züge aufblitzen lässt. Tom Hanks (in einer für ihn untypischen Rolle) und Jungmime Tyler Hoechlin verleihen der nicht unkomplizierten Vater-Sohn-Beziehung das gewisse Etwas. Jude Law glänzt in der Rolle des gewissenhaften Killers, der seinen Job ohne Kompromisse ausübt.
Insgesamt ist "Road to Perdition" ein Film, über den sich trefflich streiten lässt. Manche werden ihn lieben, andere werden dem anspruchsvollen Gangster-Epos gar nichts abgewinnen können.
Unbestritten ist jedoch die sensationelle Ästhetik des Streifens.


Die Rückkehr des Tanzlehrers: Roman
Die Rückkehr des Tanzlehrers: Roman
von Henning Mankell
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein würdiger Wallander-Nachfolger, 19. Oktober 2004
Das Schicksal meint es nicht gut mit dem Polizeibeamten Stefan Lindman. Zuerst erfährt er, dass er an Krebs erkrankt ist und sich in Kürze einer Strahlenbehandlung und einer Operation unterziehen muss, und dann wird auch noch Herbert Molin, ein alter Kollege, der sich nach seiner Pensionierung in die Einsamkeit der schwedischen Wälder zurückgezogen hat, brutal ermordet. Der Mörder Molins hinterlässt nichts am Tatort - außer blutige Fußspuren, die einen Tango formen.
Da Stefan ohnehin krankgeschrieben ist und Ablenkung braucht, reist er nach Härjedalen, wo er die Kollegen vor Ort bei der Ermittlung unterstützt. Schon bald wird ein weiterer alter Mann ermordet und Stefan deckt ein Geheimnis auf, das Herbert Molin in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Offenbar steckt hinter seinem Tod weit mehr als ein gewöhnlicher Mord...
"Die Rückkehr des Tanzlehrers" ist ein typischer Mankell-Krimi, auch wenn diesmal nicht mehr Kommisar Wallander die Hauptrolle spielt. Stefan Lindman, der von der Krankheit gezeichnete und selbstzweiflerische Polizist, ist jedoch ein würdiger Nachfolger von Kurt Wallander.
Wieder einmal gelingt es Mankell, Geschichte, Sozialkritik und viel erzählerische Phantasie zu einem großartigen Kriminalroman mit Anspruch verschmelzen zu lassen. Nicht nur Wallander-Fans werden dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen.
Geschickt deckt Mankell immer wieder neue Details auf, die sich wie Puzzleteile nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügen. Dabei gibt es immer wieder (bis zum Schluß) überraschende Wendungen, die die Spannung noch weiter erhöhen.
Wer befürchtet hat, dass sich Henning Mankell nach dem Ende der Wallander-Reihe vom Krimischreiben losgesagt hat, hat sich zum Glück getäuscht.
Man darf gespannt sein, ob noch weitere Romane mit dem charismatischen Stefan Lindman folgen...
Sehr lesenswert!


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