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"suki-su"

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Sepp Herberger und das Wunder von Bern
Sepp Herberger und das Wunder von Bern
von Eva Ludwig
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,90

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Rezension Sepp Herberger und das Wunder von Bern, 9. März 2004
Der vom Verlag arg vollmundig als „einzigartige Dokumentation" angepriesene „Tatsachenroman" bietet auf 287 Seiten durchaus einen vergnüglichen Moment. Eine gemeinsame Autofahrt des Bundestrainers zusammen mit Fritz Walter, die letzterem den Angstschweiß auf die Stirn treibt auf Grund der unzureichenden Fahrkünste des Chefs, lässt schmunzeln.
Leider ist das Terrain, auf das sich die Verfasserinnen hier begeben haben, aber
nicht das ihre und so unterläuft ihnen manch ein Ausrutscher. Etwas ärgerlich
sind häufige sachliche Fehler ( Verteidiger Fritz Laband ist keineswegs mit
seinem HSV fünf (!) Mal Deutscher Meister geworden; Ersatztorwart Heinz
Kubsch stammt aus Essen-Katernberg und ist kein gebürtiger Pirmasenser usw...). So recht hochnotpeinlich wird es allerdings besonders beim Versuch,
den Fußballjargon wiederzugeben: da „rast Termath in einem Affenzahn in die gegnerische Hälfte...",da „wird ein Granatenschuss aus halber Höhe abgefeuert"
und ähnliche sprachliche Kuriositäten mehr.
Herausgekommen ist ein Kolportageroman mit Fußballern als Helden. E.Ludwig
und M.Kabus haben sich sicher redliche Mühe mit dem Buch gegeben. Wäre doch nur der leidige Fußball nicht gewesen.
Das Buch wird seine Leser finden; es sollten allerdings keine Fußballer sein ....
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 11, 2015 4:17 PM CET


Das Wunder von Bern: Roman. Nach einem Drehbuch von Sönke Wortmann und Rochus Hahn
Das Wunder von Bern: Roman. Nach einem Drehbuch von Sönke Wortmann und Rochus Hahn
von Christof Siemes
  Taschenbuch

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS WUNDER VON BERN von Christof Siemes, 19. Oktober 2003
Die konzeptionelle Anlage des Films ebenso wie des Romans lässt das Jahr 1954 auf drei durchaus unterschiedlichen Ebenen wieder auferstehen. Da ist zum einen die Geschichte des 11jährigen Ruhrgebietsjungen Matthias, dessen Vater nach langen Jahren der Kriegsgefangenenschaft wieder zur Familie heimkehrt. Parallel dazu wird die Figur des Journalisten Paul Ackermann eingeführt, der überraschend die Chance erhält, von der WM 1954 in der Schweiz zu berichten. Dies alles wird dargestellt vor dem Hintergrund des Endspiels in Bern am 4. Juli 1954. Christof Siemes' Romanfassung vermag sich der ausführlichen Charakterzeichnung seiner Figuren, der Wiedergabe von Schauplätzen und Atmosphäre zu widmen, was detailgetreu und mit einem augenzwinkernden Verständnis für die Alltagsnöte der Charaktere geschieht. Besonders gelungen erscheinen dabei nicht zuletzt auch Nebenfiguren wie die 3 Essener Rentner Tiburski, Bohse und Grabitz, die dem nachmaligen Helden von Bern, Helmut Rahn, der zu diesem Zeitpunkt so etwas wie ein Ersatzvater für Matthias Lubanski ist, beim Training mit ihrer ewigen, penetranten Nörgelei konsequent auf die Nerven gehen.So ist letztlich der Roman im Wesentlichen nicht eigentlich auf das titelgebende Ereignis hin strukturiert, sondern gibt ein authentisches Zeitbild vom Leben der Menschen in der ersten Hälfte der 50er Jahre.


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