Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel calendarGirl Prime Photos Sony Learn More fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für ChiBEARS > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von ChiBEARS
Top-Rezensenten Rang: 45.954
Hilfreiche Bewertungen: 114

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
ChiBEARS

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
House of Cards - Staffel 3 [dt./OV]
House of Cards - Staffel 3 [dt./OV]
Preis: EUR 25,99

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ungeheuer starker Absturz in der dritten Staffel, 5. Juni 2015
"House of Cards" darf wohl zu den besten Serien in den letzten Jahren gezählt werden. Die ersten zwei Staffeln, speziell die erste, überzeugten auf voller Länge und wurden mit Lob und Auszeichnungen - zurecht - überhäuft. Umso schockierender ist der Abfall in der dritten Runde. Wer weiß, was von dem einen zum anderen Jahr passiert ist, aber mit der 2015er Staffel stimmte so einiges einfach überhaupt nicht. Dies hat vor allem drei Gründe:

1. Realitätsverlust
Wenn man sich in einer Serie - oder einem Film - mit dem politischen Geschehen auseinandersetzt, bewegt man sich praktisch automatisch auf Glatteis. So schnell kann man hier Fehler machen, da es wohl kaum ein komplizierteres Feld gibt. "The Wire" ist das einzige Werk, welches wohl keinen einzigen Fehltritt gemacht hat, während den meisten anderen zwar der ein oder anderen Irrtum unterläuft, dies ist aber im ersten Moment nicht weiter schlimm. "The West Wing" oder auch die ersten zwei Staffeln von "House of Cards" sind dafür gute Beispiele - zwar gibt es hier und da Entgleisungen von der Realität, doch vorerst macht das nur wenig aus, so lange es nicht zu störend ist.
Blöd nur, dass die Schreiber in der dritten Staffel diese Linie häufig und deutlichst überschritten haben. Ich gebe hier nur mal ein paar Beispiele an (SPOILER, alle zu Beginn der Staffel):
- Die Ernennung von Claire Underwood zur UN-Botschafterin: Dies ist wohl so wie in der Serie dargestellt - Frank ernennt sie einfach im Urlaub des Kongresses - auch möglich, doch nicht dauerhaft, sondern muss - das habe ich zumindest gelesen - vom Parlament nach deren Rückkehr bestätigt werden. Und sind wir mal ehrlich, bei der Inkompetenz, die Claire in dieser Position an den Tag gelegt hat, wäre das kaum geschehen.
- Die Einführung von AmWorks, indem man die Gelder des Katastrophenschutzes zur Finanzierung benutzt: Also bitte, hier musste ich einfach nur den Kopf schütteln. Wäre das möglich, würde es der US-Präsident andauernd machen, wenn er mal ein bisschen Geld braucht. Das war einfach kompletter Unsinn, auf dem letztlich mehr oder weniger Underwoods kompletter Wahlkampf ruhte.
- Petrovs und Underwoods Gespräch in der Westbank. Zum Ende der Staffel, während der Krise in Israel, treffen sich die beiden Präsidenten der USA und Russland inmitten des Kriegsgebiet. Das wäre so als würden sich Merkel und Putin statt im gemütlichen Minsk mitten im Donbass treffen, einfach absurd und unnötig.
Dies sind lediglich drei Beispiele, es gab sie jedoch zur Genüge, und sie sind nicht nur überflüssig, sondern zerstören konstant Episoden und so letztlich auch eine komplette Staffel.

2. Ausgelaugte Gimmicks
Als "House of Cards" das erste Mal veröffentlicht wurde überzeugte es nicht nur durch die tolle Story, die Charaktere und dem spannenden Schauplatz, sondern auch durch ein paar nette Extras, in erster Linie die Monologe von Frank Underwood ans Publikum gerichtet. Das war eine grandiose Idee, so band man uns Zuschauer ins Format mit ein und ließ uns sozusagen an den Gedanken und Geheimnissen des Protagonisten teilhaben. In der dritten Staffel fand ich dies jedoch einfach nur noch störend. Wieso? Während bisher diese Momente hochamüsant, ironisch und vor allem auch für die Story durchaus relevant waren, waren sie dieses Mal nur noch nutzlos und teilweise sogar peinlich. Sobald es dazu kam, blaffte Underwood irgendetwas Unsinniges daher und das auch noch immer an den wichtigsten Stellen, um auch ja diese grandiosen Momente zunichte zu machen (perfektes Beispiel: das Ende von Episode sechs).

3. Peinliche Schockmomente
Manche Serien leben praktisch von Schockmomenten. Es ist oft das, was ein Stück von "gut" zu "meisterhaft" macht. "Breaking Bad" ist hierfür der Musterfall, aber auch andere wie "Game of Thrones", "Bloodline", "The Shield" oder jetzt natürlich ebenfalls "Better Call Saul" (auch wenn ich diese Serie NOCH nicht als "meisterhaft" bezeichnen würde) wurden durch solche Klimaxe beflügelt. Auch "House of Cards" hatte solche spitzenhaften Momente (und vielleicht sogar neben der Red Wedding in GoT den besten Schockmoment in der TV-Historie - ich sage nur "Zug").
Diese Staffel gab es ebenfalls diverse von diesen Szenen - nur dieses Mal anders. Sie waren weder storyrelevant noch wirklich schockierend, sondern einfach nur peinlich. Beispiele gefällig (Achtung: SPOILER)?
- Erste Episode, erste Szene: Frank Underwood uriniert auf das Grab seines Vaters.
- Vierte Episode, letzte Szene: Frank Underwood spuckt eine Jesus-Figur an und zerbricht sie gleichzeitig auch noch.
- Letzte Episode, ausschlaggebender Moment für die restliche Folge: HoC driftet kurzzeitig in "Fifty Shades of Grey"-Gebiet ab, wieso weiß ich immer noch nicht ...
Und keine Sorge, dies sind nur drei Momente, aber es gab genug davon - wirklich genug. Diese Szenen sind weder in irgendeiner Art und Weise brauchbar noch cool, sondern einfach nur eins: geschmacklos.

So, soweit müsste es reichen. Wie man (hoffentlich) sieht, gab es in dieser Staffel genügend Probleme, wodurch "House of Cards" dieses Mal leider enttäuschend war.
Dennoch will ich bitte nicht falsch verstanden werden: Diese Serie ist immer noch unterhaltsam und hatte auch ihre Höhen - den Staffel-Pilot beispielsweise fand ich große Klasse, als man sich auf Doug Stamper konzentrierte - Michael Kelly sollte im Übrigen einen Emmy dafür abräumen, auch wenn ich es bezweifle, dass dies in der wohl enorm starken Gruppe in diesem Jahr (Jonathan Banks, Ben Mendelsohn und Michael McKean, um nur mal ein paar zu nennen) passieren wird.
Auch sonst waren die Schauspieler fantastisch und eigentlich so gut wie nie. Was Kevin Spacey und Robin Wright hier abgeliefert haben ist ganz große Klasse - hier erwarte ich auch tatsächlich Emmy-Siege für beide (wenn die Academy nicht weich wird und Jon Hamm doch noch seinen eigentlich schon längst überfälligen Award gibt). Und eins ist ganz klar: Meine Erwartungen für die vierte Staffel, die wohl letzte, sind kaum gesunken - ich habe vollstes Vertrauen, dass sich die Schreiber dieses Mal genauer überlegen, was sie geschehen lassen, denn ich bin hier merklich nicht der einzige Kritiker. Dennoch bleibt alles in allem die dritte Staffel aber natürlich eine große Enttäuschung. Daran ist leider nichts mehr zu ändern ...


The Wire - Die komplette Serie (Staffel 1-5) (exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] [Limited Edition]
The Wire - Die komplette Serie (Staffel 1-5) (exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] [Limited Edition]
Preis: EUR 79,99

21 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Serie aller Zeiten nun in HD, 25. April 2015
HINWEIS: WER NUR ETWAS ÜBER DIE HD-QUALITÄT UND MEINE MEINUNG DAZU WISSEN WILL, KANN GLEICH NACH UNTEN SCROLLEN, NACH DER GESTRICHELTEN LINIE GIBT'S EIN KURZES STATEMENT.

-------------------------------------------

Ich glaube sonderlich viel muss man über die Serie selbst nicht mehr sagen (auch wenn ich es tun werde): Ganz klar, es ist die beste aller Zeiten und ich würde noch weiter gehen und sagen, dass es auch noch nie einen qualitativ vergleichbaren Film gegeben hat. Und ich gehe fest davon aus, dass wenn man in ein paar Jahrzehnten zurückblicken wird, wird man "The Wire" als das Werk bezeichnen, welches das Fernsehen von reiner Unterhaltung zu so viel mehr gemacht hat. Wie schon der US-Kolumnist Joe Klein sagte: "Es sollte den Literaturnobelpreis bekommen!"

Für Leser dieser Rezension, die "The Wire" noch nicht gesehen haben, dürfte dies irre klingen, als wäre ich nicht ganz dicht. Immerhin ist es "nur" eine Serie. Aber nein, es ist wirklich so gut. Kaum hätte ich mir vor gut einem Jahr gedacht, als ich die erste Folge angesehen hatte, dass so etwas dabei rauskommen würde, denn der Pilot - das denke ich immer noch - ist ziemlich schlecht. Genauso wie die nächsten paar Episoden, es dauert wirklich lang, bis man sich mit dem ungewöhnlich simplen Stil (keine Bildeffekte, Hintergrundmusik etc.), der äußerst derben Sprache und den anfangs eher unsympathischen Charakteren anfreundet. Ab der zweiten Hälfte der ersten Staffel jedoch wendet sich das Blatt schlagartig und plötzlich ist man drin - und kann nicht mehr loslassen.

Jede Staffel schlägt dabei sehr unterschiedliche Töne an: In der ersten wird das Gegenspiel zwischen den Drogengangs und der Baltimore PD, welches sich durch die gesamte Story durchzieht, etabliert; in der zweiten besuchen wir die Häfen und erfahren so einiges über Schmuggel; in der dritten wird langsam aber sicher die politische Lage eingeführt, die dann in der vierten zusammen mit einem Blick auf das Bildungswesen vollständig erblüht und der fünften zusammen mit dem Rest plus einer Portion (Sensations-)Journalismus einen runden Abschluss bildet.

Das hört sich alles sicherlich ziemlich, nun ja, politisch und "anspruchsvoll" an. Dies stimmt auch, doch der Schreiber David Simon schafft es dennoch, es spannend zu halten und unfassbar authentische wie auch vielschichtige Charaktere zu schaffen (Stringer Bell, Bubbles, Omar, Prez, Thomas Carcetti, Avon Barksdale, die Kids oder die Zobotkas, um nur mal einige zu nennen). Und obwohl er sich durch die politischen, wirtschaftlichen und soziologischen Ausrichtungen der Serie natürlich auf's Glatteis bewegt - hier kann man eben sehr schnell relativ viel falsch machen - bleibt durch alle fünf Staffeln alles realistisch und plausibel.

Dieser Punkt ist auch der letzte, den ich ansprechen will: der Realismus. Nicht umsonst wird "The Wire" an einigen der bedeutsamsten Universitäten wie Harvard, Cal, Duke oder Berkeley gelehrt oder zum Teil sogar als Grundlage fürs Studium vorausgesetzt. Denn es gibt keinen Film, keine Serie, die so realitätsnah bleibt.

Alles in allem muss man als Serienfan, oder sogar als Buchleser (ja, es ist wirklich Literatur), dieses Stück einfach einmal gesehen haben. "True Detective", "Breaking Bad", "Game of Thrones", "Deadwood", "House of Cards" und viele andere sind alles absolut gigantische Serien, keine Frage, aber ich finde, keine hat über die komplette Laufzeit "The Wire" das Wasser reichen können und vor allem einem so viel fürs echte Leben gelehrt und gleichzeitig so berührt. Wie oben schon erwähnt, wird es sicherlich in die Geschichte eingehen, als der Anfang des goldenen Zeitalters des Fernsehens, nein, der digitalen Medien, die sich so zu mehr als nur Unterhaltung entwickelt haben.

-------------------------------------------

Im Zuge des HBO-Marathons in der Weihnachtszeit hatte ich schon die Gelegenheit, einige Episoden von "The Wire" in HD anzusehen. Ich muss sagen, auch wenn mich das originale 4:3-Format überhaupt nicht gestört hat, war es doch noch mal ein merklicher Unterschied - und ja, zum positiven. In dieser hohen Qualität lässt es sich noch mehr genießen. Zwar weiß ich nicht, ob das wirklich 80 Euro (der derzeitige Preis hier) wert ist, aber für einen Fan oder jemanden, dem die Bildqualität wichtig ist, ist es ein Muss. Allerdings, und das muss ich auch sagen, bin ich alles andere als ein Technik-Experte, also wer weiß (wobei Experten auch meines Wissens hellauf begeistert waren).
Kommentar Kommentare (16) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 1, 2015 12:53 AM MEST


Kintsugi
Kintsugi
Preis: EUR 14,49

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch, auf gewohnt hohem Niveau, 27. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Kintsugi (Audio CD)
Ich beginne diese Rezension gleich mal mit einem Geständnis: Bis vor knapp einem Monat kannte ich erst einen Song von "Death Cab for Cutie" und der einzige Grund dafür war, dass "Soul Meets Body" während der ersten Staffel von "How I Met Your Mother" das ein oder andere Mal benutzt wurde. Doch seit ich mir diese Ausnahmeband einmal genauer angesehen habe, gehört sie zu meinen absoluten Lieblingen. Es ist unglaublich, wie DCFC jedes einzelne Album und (nahezu) jeden Song zu etwas ganz Besonderem macht. Für mich gab es qualitativ auch kaum irgendwo einen Knick - viele Fans waren ja mit "Narrow Stairs" und "Codes and Keys" nicht sonderlich zufrieden. Für mich persönlich ist letzteres zugegeben sogar das beste Werk der Band - so können sich Geschmäcker unterscheiden.
Jedenfalls, um zu "Kintsugi" zu kommen: Wie gewohnt ist auch dieses Album einfach fantastisch und auf allerhöchstem Niveau. Den Beginn macht "No Room in Frame", ein Lied, welches schon in den letzten Wochen bei mir rauf und runter lief (besonders tolle Lyrics im Übrigen). Dann geht's weiter mit "Black Sun", einem etwas zügigeren Song, der für DCFC-Verhältnisse ungewöhnlich gut dem Indie-Mainstream zuzuordnen ist (ist aber alles andere als schlimm), und meinem Lieblingsstück von "Kintsugi", "The Ghosts of Beverly Drive".
Doch auch nach drei Songs flacht das Album nicht ab, erst nach der zügigen Ballade "Little Wanderer" und dem traurigen "You've Haunted Me All My Life" kommt das erste Lied, das mir (bisher) nicht wirklich zusagt ("Hold No Guns") - aber wer weiß, vielleicht entwickelt sich der Song ja noch.
Nach der kleinen Schwächephase geht es jedoch gleich explosiv mit dem rockigen Sound von "Everything's A Ceiling" (wow!) und "Good Help" weiter, um dann vor dem Finale mit "El Dorado" noch mal eine kleine "Qualitäts-Verschnaufpause" zu machen (bedeutet: toller Song, aber nicht gigantisch) und das Album mit zwei fantastischen Werken namens "Ingenue" und "Binary Sea" abzuschließen.
Recht viel gibt's glaub ich auch nicht mehr zu sagen. DCFC hat ganz einfach wieder ein tolles Album veröffentlicht, welches zwar sicherlich nicht an "Plans", "Transatlanticism" oder nach meinem persönlichen Geschmack "Codes & Keys" herankommt, aber das habe ich auch gar nicht erwartet. Es fügt sich perfekt in die mittlerweile schon enorm umfangreiche DCFC-Sammlung ein. Und ich hoffe, dass sich diese über die nächsten Jahre noch erweitern wird. Denn von Ben Gibbard und Co.'s ganz eigenen Indie-Stil werde ich nie genug bekommen können.


Smoke + Mirrors (Deluxe)
Smoke + Mirrors (Deluxe)

32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Smoke + Mirrors: Wieder ein Meisterwerk, 13. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Smoke + Mirrors (Deluxe) (MP3-Download)
Mit "Night Visions" hat Imagine Dragons 2012 meiner Meinung nach eines der besten Alben aller Zeiten veröffentlicht und als Fan seit der US-Veröffentlichung im Herbst 2012 konnte ich das zweite Studioalbum dieser Indie Rock-Band kaum mehr erwarten. Ich hatte allerdings auch etwas Angst davor: In der letzten Zeit hatte Imagine Dragons "Monster", "Ready Aim Fire", "Battle Cry" und "Warriors" herausgebracht, allesamt pompöse Songs wie "Radioactive". Nicht falsch verstehen, "Radioactive" ist ein tolles Lied, aber am besten gefielen mir die eher ruhigen bzw. Indie-lastigen Songs, die auf dem ersten Album und den EPs zum Großteil zu hören waren.
Doch die Angst war vollkommen unbegründet. Imagine Dragons hat mit "Smoke + Mirrors" ein weiteres Meisterwerk abgeliefert. Ist es besser als "Night Visions"? Nein (ist auch kaum möglich). Aber es ist auf einer Ebene und schließt perfekt daran an, weil die Band sich einerseits weiterentwickelt und Neues ausprobiert hat, jedoch andererseits auch bei Altbewährtem blieb.
Werfen wir mal einen Blick auf jeden Song, dann solltet Ihr hoffentlich einen besseren Eindruck bekommen:

1. SHOTS (5/5) - Starker Pop-Song, der einfach glücklich macht.

2. GOLD (4/5) - Ist meiner Meinung nach das "Radioactive" dieses Albums. Sehr kraftvoll und besonders das Pfeifen im Hintergrund ist einsame Klasse.

3. SMOKE AND MIRRORS (3/5) - Der einzig mittelmäßige Song auf dem Album. Der Refrain ist zugegeben genial, aber der Rest ... na ja. Ist aber noch ok, auch wegen des tollen Gitarrensolos.

4. I'M SO SORRY (5/5) - Hier zeigt Imagine Dragons eine komplett neue Seite mit einem puren Rocksong, ein Lied mit großem Hitpotenzial. Die Lead-Gitarre ist genial.

5. I BET MY LIFE (4/5) - Anfangs fand ich den Refrain grausam, aber nach mehrmaligen Anhören wird der Song immer besser. Vergleichbar ist er mit "Demons": Ein ruhiger Vers, aber der Refrain ist laut (im guten Sinne).

6. POLAROID (5/5) - Wow! Dieser Song ist einfach perfekt und jetzt schon einer meiner Lieblingssongs (und für mich mit "On Top of the World" und "The River" das beste Lied von Imagine Dragons). Wenn ab der Hälfte der Backup-Gesang einsetzt, bekomme ich einfach sofort Gänsehaut. Die Qualität dieses Stücks kann ich gar nicht richtig in Worte fassen.

7. FRICTION (4/5) - Der Refrain, der schon fast in Richtung Metal geht, ist etwas gewöhnungsbedürftig und ungewohnt für Imagine Dragons. Nach etwas Zeit steigert er sich aber immer mehr.

8. IT COMES BACK TO YOU (4/5) - Eine zügige Ballade mit super Refrain.

9. DREAM (5/5) - Eine normale Ballade, aber mit explosivem Refrain, der den Song zu etwas ganz Besonderem macht.

10. TROUBLE (5/5) - Irgendwie geht dieses Lied schon in Richtung Folk (Mumford and Sons/The Lumineers?), es ist sehr schnell mit Trommeln und Akustik-Gitarre, aber macht super viel Spaß und ist meine Nummer zwei nach Polaroid auf diesem Album.

11. SUMMER (5/5) - Der Refrain gibt mir einfach Gänsehaut, weil der Sänger Dan Reynolds dort mit seiner hohen Stimme eine riesige Performance abliefert. Ansonsten auch ein sehr guter Song.

12. HOPELESS OPUS (5/5) - Das ist für mich DER typische Imagine Dragons-Song, der auch perfekt zu "Night Visions" gepasst hätte. Dazu kommt aber noch ein tolles Gitarrensolo.

13. THE FALL (4/5) - Der Vers erinnert mich extrem an ein anderes Lied von Imagine Dragons, aber ich komm einfach nicht drauf, auch nachdem ich alle kurz angespielt hatte, habe ich kein Resultat, deshalb bin ich etwas verwirrt. Allerdings ist der Song nicht schlecht und ich kann ihn auch nicht schlecht bewerten, nur weil ich mir scheinbar irgendwas einbilde. Im Übrigen: Die letzten drei Minuten dieses sechs-Minuten-Stücks sind grandios.

14. THIEF (5/5) - Ein echtes Highlight für mich. Rock, dazu noch ein äußerst kraftvoller Refrain.

15. THE UNKNOWN (5/5) - Eigentümlicher, aber genialer Beat und ein Werk, welches sich nach mehrmaligen Anhören zu einem echten Meisterwerk entwickeln könnte.

16. SECOND CHANCES (5/5) - Sehr ruhiger Song mit Geigen und Klavier im Vordergrund statt der Gitarre. Er ist herzerwärmend und ergreifend, eine weitere neue Seite, die die Band da einschlägt.

17. RELEASE (5/5) - Ebenfalls sehr ruhig, aber Dan Reynolds tobt sich hier richtig aus und gibt sein ganzes Talent preis.

18. WARRIORS (4/5) - Kennen die meisten wohl schon, ich persönlich finde den Song überbewertet, aber selbstverständlich ist er trotzdem gut. Sehr explosiv und pompös.

Man sieht also schon: Imagine Dragons hat hier wieder Unglaubliches geleistet. Dan Reynolds ist momentan einer der begabtesten Sänger auf dem Planeten und auch die Komponisten müssen gelobt werden. Für mich hat die Band immer noch lediglich zwei schlechte Songs veröffentlicht: Battle Cry und Drive (letzteres war auf der ersten EP, also gleich am Anfang). Ansonsten gibt es mit Ausnahme von The 1975 keine Band/Künstler, die mit Imagine Dragons mithalten können. Diese zwei Gruppen sind so unglaublich. Ich kann schon jetzt das dritte Album nicht mehr erwarten.


The Crew - Limited Edition (exklusiv bei Amazon) - [PlayStation 4]
The Crew - Limited Edition (exklusiv bei Amazon) - [PlayStation 4]

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Story ist schwach, aber ansonsten ein Riesenspaß!, 2. Dezember 2014
Ich erhielt "The Crew" schon gestern und hatte somit schon genügend Gelegenheit, das Spiel auszutesten (mittlerweile hab ich glaub ich knapp 5-6 Stunden). Mein erster Eindruck war grauenvoll, die ersten Minuten werden von der Story dominiert - und diese ist leider furchtbar. Es ist eine 0815-Geschichte, die aber zudem auch noch enorm schlecht gemacht ist.

Allerdings: Die Story ist für mich bei einem Rennspiel vollkommen egal, denn sonst würde ich irgendein Adventure-Spiel oder so kaufen. Was wichtig ist, ist das Setting, das Gameplay selbst, Tuning-Möglichkeiten und ein bisschen die Grafik.

Zum ersten Punkt: Das Setting ist unglaublich und könnte unter Umständen die beste Map aller Zeiten enthalten. Bisher hab ich mich nur im Norden im Gebiet Chicago-Detroit-St. Louis aufgehalten, aber die Karte ist schon jetzt größer wie zum Beispiel bei GTA V. Ich kann es gar nicht erwarten nach New York, San Francisco oder dem Wilden Westen zu gelangen und es wird mir noch enorm viel Spaß bereiten.

Der zweite Punkt: Die Autos fahren sich zu Beginn ungewohnt, das Lenken fühlt sich einfach "falsch" an. Aber wenn man sich erst einmal dran gewohnt hat, ist es ordentlich.

Punkt Nummer drei ist unter anderem der Aspekt, warum ich mir seit Jahren kein Need for Speed mehr kaufe. Ich will meine Autos richtig "aufmotzen", allen voran visuell. In "The Crew" gibt es hunderte Möglichkeiten, man kann sogar den Innenraum des Autos umgestalten.

Zuletzt die Grafik: Sie ist solide, nichts wirklich großartiges, aber auch nichts schlechtes (wie es hier ja schon behauptet wird). Vor allem in den Naturgebieten kann das Spiel in dieser Kategorie sogar brillieren.

Alles in allem macht es bisher richtig Spaß, ich habe das Gefühl, dass mich dieses Game noch eine ganze Weile begleiten wird. Die Story ist schwach, ja, aber mich interessiert das bei einem Rennspiel nicht. Alles was ich von dem Spiel erwartet habe, ist bisher da. Endlich die Rückkehr zu den alten NfS-Games - nur eben von Ubisoft. Danke dafür!


Der Nahostkonflikt
Der Nahostkonflikt
von Rolf Steininger
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Überblick über DEN Krisenherd der Welt, 2. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Nahostkonflikt (Taschenbuch)
Dieses Buch ist einfach spitze! Über gerade einmal 72 Seiten bekommt man einen sehr guten Überblick über den Nahen Osten und seinen Konflikt(en). Nebenher kann man selbst noch entscheiden, ob man sein dabei gesammeltes Wissen weiter vertiefen will, denn nach dem Fazit folgen noch gut 30 weitere Seiten bei denen dann genauer auf Kriege (z. B. Sechstagekrieg, Suezkrieg) und den anderen Ländern des Nahen Ostens neben Israel/Palästina eingegangen wird.

Perfekt ist das Buch zwar dennoch nicht, mir fehlen die Antworten auf zwei sehr wichtige Fragen:

- Wer hat denn nun eigentlich das "Anrecht" auf die Region? Wer war zuerst da? Die Araber oder die Juden? (Das Buch beginnt gleich im 19. Jahrhundert.)
- Was hat es mit den Sunniten, Schiiten, Alawiten und was es sonst noch im Islam gibt, auf sich? (Es geht fast ausschließlich um Israel und Palästina.)

Allerdings hat es mir dennoch sehr geholfen, endlich eine eigene Meinung zu diesem komplexen Thema zu bekommen - und das von einer neutralen Quelle, was man häufig von so manchen westlichen Medien nicht unbedingt behaupten kann.
Ich kann dieses Werk also nur jedem empfehlen und werde definitiv weitere Bücher darüber lesen, denn kein anderes Weltereignis dürfte im Moment wohl so relevant sein wie dieses.


True Detective - Staffel 1 [Blu-ray]
True Detective - Staffel 1 [Blu-ray]
DVD ~ Matthew McConaughey
Preis: EUR 14,89

22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach genial!, 11. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Recht viel hatte ich mir nicht erwartet, bevor ich mir die erste Folge von "True Detective" angesehen hatte, es sah wie eine weitere 0815-Krimiserie aus. Wie ahnungslos ich rückblickend war ... Ich glaube ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass dies die beste Staffel aller Zeiten ist - damit ist es zwar (noch) nicht die beste Serie, aber nie hab ich eine einzelne Staffel gesehen, die mich so umgehauen hat.

Gründe gibt es dafür genug, aber der erste Punkt, der heraussticht, ist das Cast und ihre schauspielerischen Leistungen. Matthew McConaughey liefert als Rust Cohle eine der besten Performances in der TV-Geschichte ab, doch auch Woody Harrelson als Marty Hart steht ihm in nichts nach und übertrifft McConaughey an manchen Stellen sogar. Auch die Nebendarsteller machen ihren Job bestmöglich.

Durch gute Schauspielerei ist schon mal das Fundament gelegt, doch die Charaktere selber sind der Mittelpunkt der Serie.
Cohle wäre ein ziemlich komischer Kautz, würde man ihm im realen Leben über den Weg laufen, doch während man ihn über die acht Episoden richtig kennenlernt, merkt man, dass er einfach nur außergewöhnlich ist. Recht viel will ich an diesem Punkt nicht vorweg nehmen, aber Rust Cohle ist ein Mann im mittleren Alter, der an einem Scheidepunkt in seinem Leben steht, nachdem er in den letzten Jahren Schlimmes erlebt hat. Er glaubt nicht an die Religion noch an irgendwelche anderen Formen von Glaube, sondern nur an Fakten (sogar die Physik findet dadurch einen elementaren Punkt in der Serie).
Marty Hart ist währenddessen ein Ehemann und Vater zweier Kinder. Allerdings trifft er sich immer wieder mit anderen Frauen - dadurch kann es natürlich nur zu einer Katastrophe kommen ...

Schauspielerei check, Charaktere check, doch was ist mit der Story selbst? Die Story selbst spielt sich hier eher im Hintergrund ab, es geht voll und ganz um die beiden Detektive. Allerdings ist der Fall selbst auch nicht von schlechten Eltern. Der Grundaufbau sollte denke ich mal schon bekannt sein, von daher lassen wir das mal. Nur eines: Man sollte eine nicht zu komplexe Story erwarten, das hat auch Nic Pizzolatto, der Autor der Serie, oft gesagt. Trotzdem kommen spannende Wendungen nicht zu kurz.

Zuletzt noch zwei Punkte, die die Serie ebenfalls zu dem machen, was sie ist: Die Musik und die Kameraführung. Unheimliche und dunkle Musik verstärkt die düstere Stimmung, die sich durch die gesamte Serie zieht, sehr und trägt so ihren Teil bei (als Beispiel hierfür wären die letzten Minuten der fünften Episode perfekt).
Zur Kameraführung: Einfach unglaublich. Immer wieder bekommt man Bilder der Landschaft aus Louisiana zu sehen und sogar diese schafft Pizzolatto und sein Kameramann irgendwie unheimlich aussehen zu lassen. Als wohl die beste Kameraführung aller Zeiten - und da bin ich bei Weitem nicht der Einzige, der so denkt - ist auch definitiv der Klimax am Ende der vierten Episode zu erwähnen, bei dem über mehrere Minuten kein Kamerawechsel stattfindet, obwohl es doch einiges an Tumult gibt. Herausragender Job hierbei!

Recht viel bleibt mir hier sonst nichts zu sagen außer, dass diese Serie einfach jeder sehen MUSS, der auch einmal ein bisschen auf Action und komplizierten Stories verzichten kann. Ich kann jedenfalls die zweite Staffel kaum mehr erwarten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 21, 2014 2:07 PM MEST


Sherlock - Staffel 3 [Blu-ray]
Sherlock - Staffel 3 [Blu-ray]
DVD ~ Benedict Cumberbatch
Preis: EUR 21,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen (Noch) Gut, aber enttäuschend, 10. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [Blu-ray] (Blu-ray)
Die ersten beiden Staffel von "Sherlock" waren einfach genial, anders kann man es gar nicht bezeichnen. Umso höher waren deshalb die Erwartungen für die dritte Staffel. Und um ehrlich zu sein: Sie wurden zumindest bei mir nicht erfüllt:

Episode 1 (9/10):
Die erste Episode gefiel mir sehr. Sie war rasant, witzig und clever. Das Ende war auch vollkommen ok, auch wenn es zu erwarten war.

Episode 2 (9/10):
Während viele Zuschauer diese Episode als die schlechteste der Staffel, vielleicht sogar der gesamten Serie, ansehen, genoß ich diese Folge richtig. An Serien wie "Breaking Bad", "True Detective" und "The Wire" hat man in den letzten Monaten und Jahren schon gesehen, wie wichtig die Charaktere selbt und ihre Entwicklung sind. Genau um das ging es in diesen 90 Minuten. Lediglich der Junggesellenabschied war zu bemängeln - er wurde viel zu langgezogen, wir haben alle schon nach einigen Sekunden gewusst, was so witzig daran ist.

Episode 3 (7/10):
Hier werden mir wohl die meisten nicht zustimmen, denn sie hat zumindest auf IMDB gigantische Wertungen und viele unglückliche Zuschauer aus den Folgen zuvor wieder erfreuen lassen. Für mich allerdings war dieses Finale äußerst enttäuschend. Die Gründe dafür sind folgende:

!!!ACHTUNG SPOILER!!!

- Der neue Feind, Charles Augustus Magnussen, war für mich das Highlight dieser Episode und ich hätte mich viel mehr auf ihn statt auf Moriarty in der vierten Staffel gefreut. Schade also, dass er so schnell wieder weggeräumt wurde wie er in diese Serie eingeführt wurde.
- Zum Mord von Magnussen selbst gibt es noch ein elementares Problem: Sherlocks Tat war meiner Meinung nach eine unnötige Überreaktion. Außerdem ist Holmes schon immer jemand, der mit seiner Intelligenz die Fälle löst, nicht mit Gewalt. Und es geht noch weiter: Sherlock wird dadurch zu einem Mörder, nicht mehr und nicht weniger. Mörder gehören eigentlich weggesperrt, egal wie klischeehaft sich das nun anhört. Ok, fast wurde er nach Osteuropa geschickt, aber nur für vier Minuten. Kaum ist Moriarty zurück, ist auch Sherlock freigesprochen. Eigentlich kann dies nur eines heißen: Solange Moriarty lebt, kann Sherlock theoretisch auch auf den Straßen Londons herumlaufen und jeden umlegen, der etwas macht, was ihm missfällt.
- Obwohl ich den Charakter Moriarty fantastisch finde und seine mögliche Rückkehr begrüße, hat seine "Wiederauferstehung" - sollte es eine sein - einen ziemlich faden Beigeschmack: Nachdem Sherlock schon nach seinem Tod wieder "auferstand", hat nun Moriarty möglicherweise dasselbe geschafft. Es scheint als wäre kein Tod in dieser Serie endgültig, jeder könnte wieder erscheinen. Wer sagt, dass Magnussen wirklich tot ist?

!!!SPOILER ENDE!!!

Vielleicht habe ich bei dem ein oder anderen Punkt irgendetwas übersehen, aber im Moment ist die letzte Folge einfach unterdurchschnittlich für "Sherlock"-Verhältnisse. Sollte ich etwas übersehen haben, dann weist mich gerne darauf hin - es würde mich zumindest freuen, weil ich es so selbst besser finden würde.

Insgesamt ist "Sherlock" weiterhin eine gute Serie, keine Frage, aber eben nicht mehr so gut wie zuvor und die dritte Staffel spielt in einer viel niedrigeren Liga als die bereits oben erwähnten Serien oder auch die ersten zwei Staffeln. Dennoch: Ich hoffe und glaube daran, dass Staffel vier wieder auf einem hohen Level spielen wird.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 5, 2014 4:07 PM MEST


Black Mirror - Complete Series 1 [UK Import]
Black Mirror - Complete Series 1 [UK Import]
DVD ~ Rupert Everett
Wird angeboten von ZOverstocksDE
Preis: EUR 8,42

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider Start einer einmaligen Serie, 7. Juni 2014
Bevor ich begann mir diese Serie anzusehen, war ich etwas skeptisch. Klar, die Medien und der technische Fortschritt ruinieren unsere Leben, so heißt es zumindest immer, aber wie oft hatten wir dieses Thema schon durchgekaut?

Als ich dann aber die erste Folge von "Black Mirror" angesehen habe, war ich sprachlos. Die Story selbst ist zugegeben überzogen (bei allen drei Episoden), doch nur so wird einem wohl wirklich verdeutlicht, was für ein Ausmaß die Einnahme der Medien in unseren Alltag haben könnte - wenn wir es nicht zumindest eindämmen.

Episode Nummer eins ist wohl die beste der ersten Staffel, denn besonders durch die Pointe zum Schluss kommt die Nachricht, die uns Charlie Brooker vermitteln will, besonders deutlich zur Geltung. Die zweite Folge verhöhnt währenddessen speziell Reality Fernsehen und Casting-Shows, erinnert des Weiteren oft an George Orwells Klassiker "1984". Allerdings geht es hier zum Teil mit den kitschigen Szenen etwas zu weit. Diese Momente sind zäh und langatmig, was meiner Meinung nach viel von der eigentlichen Absicht wegnimmt. Den letzten Teil der Staffel ist dann die Situation, die von den Dreien als Einzige durchaus komplett und in der selben Form wie dargestellt vorstellbar wäre und mausert sich wohl genau aus diesem Grund zu einer starken Episode.

Insgesamt ist die erste Staffel, obwohl sie nur aus drei Episoden besteht, eindrucksvoll. An Serien wie "True Detective" oder "Breaking Bad" kommt diese Serie zwar bei Weitem nicht heran, doch "Black Mirror" ist dennoch sehenswert.


Seite: 1