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Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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Der erste Weltkrieg - History Edition (100 Jahre Erster Weltkrieg - Dokumentation in 7 Teilen) [3 Disc Set]
Der erste Weltkrieg - History Edition (100 Jahre Erster Weltkrieg - Dokumentation in 7 Teilen) [3 Disc Set]
DVD ~ -
Preis: EUR 11,99

2.0 von 5 Sternen Einseitig und nicht frei von Fehlern, 29. Juli 2014
Ich habe mir diese Dokumentation zugelegt, da ich mich in Sachen Erster Weltkrieg ein bisschen weiterbilden wollte. Über den Zweiten ist mir allein durch die Schulzeit schon der Großteil bekannt, doch bei den Jahren 1914 bis 1918 hatte ich noch einige Lücken. Nun, an sich enthält diese 3 Disc Edition eine Menge Infos, doch sind diese recht einseitig und teilweise sogar falsch. Man merkt schnell, dass es sich um eine US-amerikanische Produktion handelt (und diese hat offenbar auch schon einige Jahre auf dem Buckel), denn obwohl die USA im Ersten Weltkrieg mehr oder weniger nur eine "Nebenrolle" hatten, werden sie stark in den Mittelpunkt gestellt. Dabei gibt es jede Menge klischeehaften Hurra-Patriotismus, und kurioserweise werden etwa die Verluste der Soldaten aller größeren Kriegsparteien in Zahlen genannt - nur bei den Vereinigten Staaten kehrt man diese unter den Tisch. Natürlich werden auch die anderen Kriegsparteien inhaltlich behandelt, doch scheinen sie eher die zweite Geige zu spielen. "Alles war total doof, aber dann kam Amerika und gewann den Krieg quasi im Alleingang! F%#& yeah!" Der Kommentar aus dem Off ist auch nicht immer wirklich hochprofessionell, obwohl der deutsche Sprecher sogar schon einige Fehler des englischsprachigen Originals korrigiert hat. So nennt der US-amerikanische Historiker den bekannten deutschen Heerleiter Paul von Hindenburg tatsächlich "Hindenberg", und genau so falsch wir der Name auch eingeblendet. Da frage ich mich doch, wie viele Fehler die Doku noch enthält, welche mir aber entgangen sind. Unter dem Namen "Die USA und der Erste Weltkrieg" hätte dieses Werk eher das vermitteln können, was es tatsächlich ist.

Fazit: Sicherlich kann man hier einiges über den Ersten Weltkrieg lernen, wenn man die peinlichen Fehler ausblendet. Dann muss man sich allerdings wirklich hauptsächlich für die Rolle der USA interessieren. Von der Klasse einer BBC-Dokumentation ist "Der Erste Weltkrieg - History Edition" auf alle Fälle meilenweit entfernt.


Blues Pills
Blues Pills
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wird den hohen Erwartungen gerecht, 27. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blues Pills (Audio CD)
Die junge Band Blues Pills (Gitarrist Dorian etwa ist mittlerweile gerade mal volljährig) wurde schon vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums als das nächste große Ding bezeichnet. Nach einigen EPs ist nun also das lang erwartete selbstbetitelte "Blues Pills" erschienen. Kann es diesen hohen Erwartungen standhalten? Ja, enttäuscht sein dürfte wohl kein Fan der international besetzten Band. Einige der Songs, darunter auch das bekannte "Devil Man", sind allerdings schon von den bisheringen Veröffentlichungen bekannt. Jedoch wurden die Lieder neu aufgenommen und ein wenig umarrangiert. Der dargebotene -der Bandname erklärt es eigentlich schon- in den 60ern und 70ern verwurzelte Blues Rock ist teilweise heavy, teilweise langsam, cool und relaxt, und dabei stets auf hohem Niveau. Natürlich trägt die an Janis Joplin und Aretha Franklin erinnernde Stimme von Elin Larsson einen Großteil dazu bei. Diese junge Frau leistet wirklich Erstaunliches. Kein Wunder also, dass "Blues Pills" fast überall gute bis sehr gute Kritiken eingefahren hat. Spiegel Online hat die Platte zwar verrissen, aber die gehen ja selten wirklich objektiv vor und finden aus Prinzip erst mal alles doof, was von anderen Kritikern gelobt wird. (Kleine Randnotiz: Fast alle Bücher, welche von mir gelesen wurden und den Sticker "Spiegel Bestseller" trugen", waren ziemlicher Mist.) Und wer hier sonst noch meckert, ist lediglich ein alter und verbohrter "Früher war alles besser"-Typ. Dennoch ist das -zweifelsohne starke- Albumdebüt der jungen Truppe für mich keine Offenbarung, da ist immer noch eine Steigerung möglich. Auf den (Vorschuss-)Lorbeeren sollten sich die Musiker also nicht ausruhen, sondern weiterhin zeigen, wozu sie fähig sind - dafür sind dann die fünf Sterne reserviert. Positiv erwähnen möchte ich noch, dass sich die Blues Pills, im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen Bands des Retro-Rock-Genres, nicht den okkulten Textinhalten verschrieben haben ("Devil Man" hat trotz des Titels nichts damit zun tun). Von jenen Trittbrettfahrern habe ich nämlich wirklich die Nase voll.
Der hier besprochenen Edition liegt eine DVD mit dem gelungenen Auftritt der Blues Pills beim "Hammer Of Doom"-Festival 2013 bei, das enthaltene Interview wurde ebenfalls dort aufgenommen.


John Garcia (Limited First Edition)
John Garcia (Limited First Edition)
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Wo Garcia draufsteht, ist auch Garcia drin, 27. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
John Garcia, hauptsächlich bekannt als Sänger der Stoner-Rock-Pioniere Kyuss, kommt nun nach gefühlt hundert anderen Projekten mit seinem ersten richtigen Soloalbum um die Ecke; jedenfalls dem ersten, das allein seinen Namen trägt. Die Musik darauf hat natürlich allein wegen der unverwechselbaren Stimme etwas von Kyuss, allerdings ist der Klang weniger heavy, stattdessen leichtfüßiger und rockiger. Auch gibt es keine langen Jam-Parts, die Songs kommen wensentlich schneller auf den Punkt. Mitsingen ist also schon direkt beim zweiten Durchlauf möglich. "Saddleback" und "5000 Miles" etwa sind kleine Highlights dieser ziemlich gelungenen Platte. Als Gäste sind unter anderem Danko Jones und Nick Oliveri (den man ja auch noch aus Kyuss-Zeiten kennt) mit dabei. Sicherlich ist das selbstbetitelte Solodebüt von John Garcia kein Meilenstein, aber ein wirklich gutes "Desert Rock light"-Album, das man sich als Fan von Garcias bisherigen Bands bedenkenlos zulegen kann.


Black Metal: Evolution of the Cult
Black Metal: Evolution of the Cult
von Dayal Patterson
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,95

5.0 von 5 Sternen Alles, was Sie schon immer über Black Metal wissen wollten, 26. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das oft genannte "Lords Of Chaos" habe ich nicht gelesen, "Evolution of the Cult" ist in Sachen Black Metal mein erstes Sachbuch. Der Musikjournalist Dayal Patterson gibt auf fast 500 Seiten (in der Taschenbuchversion, wobei diese für ein "Taschenbuch" ein wenig unkompakt geraten ist) einen guten Einblick in die Materie. Dabei beleuchtet er zunächst die Anfänge des Genres in den 80ern, wobei natürlich die üblichen Verdächtigen Bathory, Hellhammer/Celtic Frost und Venom, aber auch Mercyful Fate und die deutschen Urgesteine des Thrash (Kreator, Destruction, Sodom) eine Rolle spielen. Jeder relavanten Band ist mindestens ein separates Kapitel gewidmet, in der die jeweilige Geschichte zusammengefasst ist. Dies geht teilweise tief in die Materie hinein und ist somit wesentlich umfassender als irgendein Wikipedia-Eintrag, zumal auch sehr viele O-Töne verwendet werden. Im weiteren Verlauf des Buches werden selbstverständlich die norwegischen Größen wie Mayhem (in deren Fall gibt es nicht weniger als fünf Kapitel), Darkthrone, Emperor und Dimmu Borgir (ja, die sind in Sachen Black Metal so ein Grenzfall, aber dennoch gehören sie irgendwie dazu) vorgestellt, aber auch Bands aus der zweiten Reihe, wie zum Beispiel Gehenna oder Thorns. Auch die berüchtigten Burzum (respektive Varg Vikernes) bekommen ein Kapitel, denn trotz der fragwürdigen Persönlichkeit Vikernes' hat seine Musik ja eine gewisse Relevanz.

Apropos Vikernes: In Extrakapiteln werden unter anderem die Kirchenbrände, der Mord an Euronymous sowie Deads Selbstmord (beide fallen unter das Banner "Mayhem") behandelt. Dabei ergreift Patterson keine Partei, sondern gibt, wie im gesamten Buch, die Geschehnisse neutral und nicht reißerisch als Außenstehender wieder. Auch die französische Underground-Szene und Underground-Ethik an sich werden in einzelnen Kapiteln thematisiert, genau wie einige Subgenres (oder sind das dann schon Sub-Subgenres?) wie Industrial- und Post Black Metal. In "Evolution of the Cult" finden sich Bands aus der ganzen Welt, dazu zählen auch die obskuren Master's Hammer aus Tschechien, Impaled Nazarene aus Finnland, Rotting Christ aus Griechenland und Behemoth aus Polen, um mal vier Beispiele zu nennen.

Bands aus Schweden, wie Marduk, Dissection und Watain, bleiben auch nicht unerwähnt. Meni persönliches Fazit lautet, dass die schwedischen Bands, allen voran Dissection und Watain (beziehungsweise deren Frontmänner), definitiv einen größeren Dachschaden haben/hatten, als man jeder norwegischen Band jemals attestieren könnte. Allein dieses dämliche Gebrabbel über antikosmisches Gedöns von Watains Erik Daniellson sorgt dafür, dass ich mir niemals ein Album seiner Band kaufen werde, sei es musikalisch noch so gut. Aber unterhaltsam ist dieser verzapfte Schwachsinn zumindest irgendwie.

Unterm Strich ist "Black Metal: Evolution of the Cult" ein ausgesprochen unterhaltsames, gleichzeitig aber auch informatives Werk geworden. Geeignet ist es sowohl für diejenigen, die sich bisher gar nicht oder kaum mit dem Thema Black Metal befasst haben, als auch für alte Hasen. Gute Englischkenntnisse sind natürlich Voraussetzung, denn auf Deutsch ist das Buch (zumindest bisher) nicht erschienen. Ich hatte beim Lesen jedenfalls sehr viel Spaß. Oh, darf man beim Thema Black Metal überhaupt Spaß haben? Ist das erlaubt? Wie dem auch sei: volle fünf Sterne für den Schmöker.


Eight Speed Improved Tracks
Eight Speed Improved Tracks
Wird angeboten von Media Hessen
Preis: EUR 5,50

5.0 von 5 Sternen Live fast, die young, 26. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eight Speed Improved Tracks (Audio CD)
Leider sollten die "Eight Speed Improved Tracks"-EP und ein darauffolgendes Album die einzigen auf Konserve gebannten Lebenszeichen von The Spitts bleiben. Schade, denn von dieser Musik hätte es gerne mehr geben dürfen: Richtig schön schnodderig-dreckigen Punk 'n' Roll servierte die Band kurz nach der Jahrtausendwende. Auf der EP berfindet sich mit "Wilddog" ein Highlight des gesamten Genres, das wie eine Mixtur aus ganz frühen Hellacopters (die mit dem völlig übersteuerten Sound) und The Bones klingt. "Devil Race" ist eine coole, mit Rockabilly versetzte Nummer, natürlich inklusive Slap-Kontrabass. Aber auch der Rest der (logischerweise) acht Songs hinkt qualitativ nicht hinterher. Hatten The Spitts 2002 nach "Cut the Circulation Off" etwa schon alles gesagt? War die Luft raus? Musikalische oder persönliche Differenzen? Ich kann es nicht sagen, aber das, was die Band aus ihrer kurzlebigen Bestehensphase hinterlassen hat, will auch heute noch gerne (wieder-)entdeckt werden.


Spiritual Black Dimensions
Spiritual Black Dimensions
Preis: EUR 19,14

4.0 von 5 Sternen Trotz Überfrachtung kein schlechtes Album, 24. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Spiritual Black Dimensions (Audio CD)
Mit dem 1997er Album "Enthrone Darkness Triumphant" fuhren Dimmu Borgir eine fette Produktion von Peter Tägtgren, relativ zugängliche, melodische Songs und eine Menge Keyboard-Bombast auf - und verabschiedeten sich somit aus dem Black-Metal-Underground in Richtung Mainstream. Dass so etwas mit dieser Art von Musik überhaupt möglich ist, hätte zu Anfang der 90er wohl niemand gedacht. Natürlich wurden die "Ausverkauf!"-Rufe aus dem BM-Fanlager sofort laut. Doch kann man es nicht auch einer Band aus dem extremeren Musikbereich gönnen, dass sie kommerziell erfolgreich ist? Wenn man die Musik deswegen nicht mehr Black Metal nennen kann oder will, dann ist das halt so.

1999 erschien mit "Spiritual Black Dimensions" der Nachfolger des Durchbruchalbums. Auch hier saß wieder Peter Tägtgren an den Reglern, doch die Bandbesetzung hatte sich zwischenzeitlich geändert. Keine Ahnung, ob es hauptsächlich dem damals neuen Keyboarder Mustis zuzuschreiben ist, dass die Keyboards eine noch präsentere Rolle als zuvor einnehmen. Diesbezüglich wurde auf "Spiritual Black Dimensions" ein wenig zu viel aufgefahren, der Hörer wird regelrecht erschlagen von den Soundwänden. Wurden die Keys auf "Enthrone..." zwar schon reichlich, aber nicht zu massiv verwendet, so kleistern sie hier jedes freie Soundloch zu - und das sogar meist mit mehreren Spuren. Deshalb klingt das Album teilweise ganz schön breiig und überfrachtet. Aber: Die Songs an sich wissen doch zu gefallen. "Reptile", Dreamside Dominions" und "Grotesquery Conceiled (Within Measureless Magic)" etwa sind absolut gelungen. Sie sind düster, melancholisch und dabei verhältnismäßig melodisch. Natürlich verfügt auch "Spiritual..." über einige Hassausbrüche samt Blastbeat-Passagen. Neu hinzugekommen sind zudem einige clean gesungene Parts, diese übernahm ICS Vortex, der später als festes Bandmitglied (Bass und Gesang) bei Dimmu Borgir aufgenommen wurde.

Bis heute weiß ich nicht, ob nicht gerade die besagte Wall of Sound den besonderen Reiz des Albums ausmacht. Dennoch hätte ein bisschen weniger davon bestimmt nicht geschadet. Wer auf rohen Black Metal wie Mayhem oder Darkthrone steht, wird mit Dimmu Borgir bestimmt nichts anfangen können und sie wohl nicht einmal dem Black Metal zuordnen, doch das ist ja allgemein bekannt. Doch wer es gerne etwas melodischer, gut produziert und -sagen wir es ruhig- massenkompatibler mag, der sollte sich mit dem Gesamtwerk der Band beschäftigen. "Spiritual Black Dimensions" ist vielleicht nicht das beste Album von Dimmu Borgir, aber bestimmt nicht das schlechteste.


Dusk & Her Embrace
Dusk & Her Embrace
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Mit das Beste, was COF je veröffentlicht haben, 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Dusk & Her Embrace (Audio CD)
"Dusk And Her Embrace" war in den späten 90ern mein erstes Cradle-Album, allein deswegen nimmt es einen besonderen Stellenwert ein. Daran hängen einfach viele schöne Erinnerungen. Aber auch davon ab ist es für mich neben "Midian" das beste Album der Briten. Der Sound ist zwar hier noch etwas dünn, aber die starken Songs gleichen das Manko locker wieder aus. "Malice Through The Looking Glass" und "Funeral In Carpathia" gehören zum Besten, was COF je auf Platte gebannt haben. Außerdem schimmern hier die Black-Metal-Wurzeln noch etwas mehr durch als bei den Nachfolgern. Nein, richtigen Black Metal hat die Band nie gespielt, bei der Behauptung würde jeder "trve" Schwarzmetaller an die Decke gehen. Die Bezeichnung Dark Metal oder meinetwegen ein Geschwurbel wie "Extreme Gothic Metal" passen hier schon eher. Die Songs sind auf der einen Seite anständig hart, auf der anderen Seite aber auch ziemlich melodisch. Erstmals kamen auf "Dusk..." die typischen symphonischen Soundtrack-Elemente zum Einsatz. Zwar haben COF auch im neuen Jahrtausend mehrere gute Alben veröffentlicht, doch so gut wie auf dem Dreher von 1996 (eigentlich hätte das Album schon eher erscheinen sollen) waren sie danach nie wieder; "Midian" ist von dieser Behauptung allerdings ausgenommen.


Titan
Titan
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abzüge in der B-Note, 23. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Titan (Audio CD)
Manchmal ist "Titan" einfach etwas zu viel des Guten. SepticFlesh mixen darauf in gewohnter Manier Death Metal und symphonische Elemente (ein Orchester ist erneut mit dabei) zusammen. Der rote Faden in den Songs ist dabei nicht immer leicht zu finden, viele der meist recht komplexen Parts wirken, als seien sie willkürlich aneinandergeklatscht worden. Dabei sind die einzelnen Parts für sich genommen auf ganz hohem Niveau, nur erscheint das Songwriting durch dieses Collagensystem nicht besonders schlüssig. Es kommt aber -das habe ich feststellen können- auch zumindest bei mir immer darauf an, an welchem Tag ich "Titan" höre, denn in Stimmung dafür bin ich nur ziemlich selten. Meist hat mich das Album einfach schlicht genervt, aber an machen Tagen fand ich es dann wiederum saustark. Dennoch hat beispielsweise "Communion" für meinen Geschmack einfach das bessere Songwriting vorweisen können. Pure Wucht und Bombast sind eben nicht alles. Die Musiker sind technisch über jeden Zweifel erhaben, und in Häppchen sind die Songs auch wirklich genießbar. "Titan" ist bestimmt kein schlechtes Album, aber warm werde ich damit halt nur manchmal.


Soaring With the Eagles at Night
Soaring With the Eagles at Night
Wird angeboten von dodax-online
Preis: EUR 21,80

4.0 von 5 Sternen Sie konnten es zwar besser, aber passabel ist das hier dennoch, 21. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Soaring With the Eagles at Night (Audio CD)
Oftmals ist es so, dass das Album, mit welchem man eine Band kennengelernt hat, für einen als Hörer am besten ist. Im Falle von Gluecifer ist es bei mir nicht so. "Soaring With The Eagles At Night To Rise With The Pigs In The Morning" (cooler Titel übrigens) war Ende der 90er mein erstes Album der norwegischen Punk 'n' Roller. Damals wie heute gefiel es mir nicht schlecht, doch der Nachfolger "Tender Is The Savage" sollte mein Favorit von Gluecifer werden und bleiben. "Soaring..." hat einfach nicht dessen Wucht, die Songs wirken größtenteils eine Spur gebremster. Dennoch lassen sich hier ein paar gute bis sehr gute Songs finden, wie etwa "Bossheaded", "Go Away Man", "Lord Of The Dusk" und "Deadend Beat". Diese können aber nicht gegen die Highlights von Gluecifer, wie zum Beispiel "I Got A War", "Easy Living" oder "Take It", anstinken. Insgesamt ist "Soaring..." ein gutes Gluecifer-Album, denn ein schlechtes haben sie zum Glück nie veröffentlicht; und dazu zähle ich auch das viel gescholtene "Basement Apes".


Right Between Your Eyes
Right Between Your Eyes
Preis: EUR 19,72

4.0 von 5 Sternen Nur beinahe rundum gelungen, 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Right Between Your Eyes (Audio CD)
The Chuck Norris Experiment haben bisher immer in der Punk-'n'-Roll-Zweitliga gespielt. Dank hervorragender Songs wie "Black Leather" und "If I Could I Would" könnte sich das mit dem neuen Album "Right Between Your Eyes" nun ändern. Die Band klingt wie das uneheliche Kind von Turbonegro und Gluecifer, und die sind ja wahrlich keine schlechten Referenzen. Leider ist nicht jedes Lied auf dem Dreher ein Volltreffer, und der Sound könnte auch einen Tick besser sein; besonders das Schlagzeug. Nichts gegen eine rohe Produktion, die ist in dem Genre eigentlich genau richtig, doch diese hier tönt einfach nicht wirklich überzeugend aus den Boxen. Nichtsdestotrotz kann man sich "Right Between Your Eyes" als Punk-'n'-Roll-Fan getrost ins Regal stellen.


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