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Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg)
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Are We Not Men?We Are Diva!
Are We Not Men?We Are Diva!
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Der Cover-Snack für die kleine Pause, 22. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Are We Not Men?We Are Diva! (Audio CD)
Es ist schon erstaunlich, dass sich Me First And The Gimme Gimmes, die US-Punkrock-Allstar-Truppe, seit 1995 gehalten hat. Denn seit jeher covern sie sich durch dieverse Pop-, Country- und Sonstwas-Songs, eigenes Material haben sie nicht - ist ja auch nicht Sinn der Sache. Man sollte also annehmen, dass sich da nach zwei, drei Alben starke Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen. Klar, wenn man andauernd die Alben der Band hört, ist das unvermeidbar. Legt man sie aber nur hin und wieder mal ein, freut man sich dann doch über Popnummern im rockigen Punkgewand. Auf dem neuen Output "Are We Not Men? We Are Diva!" machen sich Me First And The Gimme Gimmes, man ahnt es schon, über Lieder bekannter Pop-Diven her, wie etwa Gloria Gaynor, Christina Aguilera und, äh, Boy George. Es lässt sich darüber streiten, ob das Album mit der Klasse der früheren Werke mithalten kann. Wer diese Frage verneint, hat wahrscheinlich mit besagter Abnutzungserscheinung ein Problem. Ansonsten kann man sagen, dass "...Diva!" nicht wirklich besser oder schlechter ist als die Vorgänger, sonder schlicht und einfach den Spaß verbreitet, für den Me First And The Gimme Gimmes seit jeher bekannt sind. Und mit "Straight Up" (Paula Abdul) und "Karma Chameleon" (Culture Club) sind zwei wirklich tolle Coverversionen vertreten, der Rest ist (zumindest fast durchgehend) beileibe nicht schlecht, obwohl "My Heart Will Go On" (Celine Dion) meinetwegen nicht hätte sein müssen. Die Nummer ist so furchtbar, dass auch das Punkgewand nix retten kann. Für eine nette Auflockerung zwischendurch ist "...Diva!" bestens geeignet, nicht mehr, nicht weniger; aber so war das bei dieser Band ja schon immer.


Sjukdom
Sjukdom
Preis: EUR 19,03

3.0 von 5 Sternen Im Vergleich zum Vorgänger ziemlich schwach, 21. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sjukdom (Audio CD)
Mit "Sjukdom" verabschiedeten sich Lifelover, auch wenn ihnen das bei den Aufnahmen noch nicht bewusst gewesen sein dürfte (Hauptsongwriter Jonas "B" Berqvist verstarb im Jahr der Veröffentlichung). Leider stellt das Album retrospektiv keinen besonders spektakulären Abgang dar. Im Vergleich zum Vorgänger "Konkurs" ("Dekadens" aus dem Jahr 2009 ist nur ein Minialbum) haben die Schweden den Härtegrad zwar angezogen, doch das muss ja nicht unbedingt positiv sein. Herrschte auf dem Album von 2008 noch Abwechslungsreichtum, so scheinen Lifelover auf "Sjukdom" irgendwie die Ideen ausgegangen zu sein. Das Grundgerüst besteht noch immer aus Gothic Rock, Post-Punk und einer Prise Black Metal (die Band selber nannte das "Depressive Rock"), doch so originell wie auf den früheren Platten ist das alles nicht mehr. Wie schon erwähnt sind die Songs teilweise härter, es wurden desöfteren Doublebass-Passagen eingebaut. Das führt mich gleich zu einem weiteren Kritikpunkt, denn gerade jene Passagen sind durch den mies klingenden Drumcomputer ganz schön vermurkst. Es gibt Drumcomputer, die nicht billig und zumindest ein bisschen dynamisch klingen, aber einen solchen hatten Lifelover offensichtlich nicht. Außerdem geht mir auf "Sjukdom" der wahlweise geröchelte, gekreischte oder gejammerte Gesang von "( )" noch mehr auf die Nerven als auf dem Vorgängeralbum. Gerade bei den härteren Passagen klingt dieser nämlich nicht düster, sondern eher lächerlich. Dann doch lieber eher konventionelle Stücke wie "Expandera", die nichts Besonderes sind, dafür aber verhältnismäßig angenehm klingen. Die Kompositionen sind an sich großteils wirklich gut, aber durch die genannten Kritikpunkte verliert "Sjukdom" viel an Qualität. Schade, da wäre zum Abschluss doch sicher mehr drin gewesen.


Norron
Norron
Preis: EUR 20,68

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn schon Viking Metal, dann bitte so, 19. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Norron (Audio CD)
In Zeiten, in denen jede bierselige Schunkel-Metal-Kapelle als Pagan- oder Viking Metal abgestempelt wird, sind die Norweger Einherjer die reinste Wohltat. Sie spielen an die epische Phase von Bathory angelehnten Viking Metal, der mit Fröhlichkeit und Partylaune Gott sei Dank wenig zu tun hat. Die Musik ist kraftvoll, finster und meist in stampfendem Midtempo gehalten. Es gibt einige (langsamere) Black-Metal-Parts, es überwiegen jedoch die melodischeren Folk-Elemente. Zum an Abbath (Immortal) erinnernden "Krächzgesang" gesellen sich Chöre, die der erhabenen Atmosphäre zuträglich sind. Die Songs sind zwar teilweise überlang, aber dabei dennoch relativ einfach gestrickt und somit recht zugänglich. "Norrøn" mag nicht der ganz große Überflieger in Sachen Viking Metal sein, doch ist es ein wirklich gutes Album, das dem "Ballermann-Metal" den Stinkefinger zeigt. Und das ist doch auch was.


QUAKE 4 - [Xbox 360]
QUAKE 4 - [Xbox 360]
Preis: EUR 9,04

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Solider Old-School-Shooter, aber nicht in der deutschen Version, 19. August 2014
Rezension bezieht sich auf: QUAKE 4 - [Xbox 360] (Videospiel)
Quake 4 hatte ich mir letztes Jahr im Laden für einen schlanken Zehner gekauft und für "schlechte Zeiten" zurückgelegt. Während des aktuellen Sommerlochs habe ich es nun endlich einmal richtig angezockt - und war enttäuscht. Doch der Reihe nach...

Ich erinnere mich noch an den ersten Quake-Teil, den ich in den späten 90ern auf dem PC gespielt habe. Ein tolles Spiel, es war der erste Ego-Shooter mit komplett echten 3D-Modellen. Er ist vom Aufbau her Doom sehr ähnlich, da man in Quake 1 noch Dämonen in einer Paralleldimension wegpusten musste. Ab Quake 2 änderte sich dies, da bekämpfte man plötzlich schwer bewaffnete Aliens auf einem fremden Planeten in einem interstellaren Krieg. So ist es auch beim vierten Teil, der 2005 erschien. Damit ist das Spiel einer der ganz frühen Xbox-360-Titel. Das sieht man natürlich, die Grafik ist heute entsprechend angestaubt und erinnert stark an Doom 3, welches ein Jahr zuvor für den PC erschienen ist. Quake 4 ist ein Old-School-Shooter ohne große Innovationen. Man rennt herum und knallt Aliens ab, sammelt neue Waffen ein, hat ab und zu Unterstützung von anderen Marines, ein paar "Moorhuhn"-Ballersequenzen gibt es auch, hin und wieder darf man ein Fahrzeug benutzen. Die Steuerung geht auch heute noch in Ordnung, und die Atmosphäre ist ebenfalls gar nicht schlecht.

Warum aber nun die niedrige Wertung? Nun, die USK hat das Spiel ab 16 freigegeben, was bei Spielen dieser Art in der damaligen Zeit ein schlechtes Zeichen war. Tatsächlich ist Quake 4 arg geschnitten, Blut bekommt man überhaupt nicht zu sehen. Das wäre ja noch gar nicht mal allzu wild, wenn nicht auch die Zwischensequenzen darunter gelitten hätten. Die wurden nämlich regelrecht verstümmelt, so dass es nahezu unmöglich ist, der Handlung zu folgen. Okay, es ist ein Ego-Shooter mit relativ dürftiger Story, aber es geht ums Prinzip. An sich wäre Quake 4 ein passabler Shooter der alten Schule, wenn er nicht so derbe geschnitten wäre. Darunter leidet der Spielspaß enorm. Darum gibt es von mir leider nur zwei Sterne.


Muss man wissen!: Ein Interview mit Dr. Axel Stoll
Muss man wissen!: Ein Interview mit Dr. Axel Stoll
von Sebastian Bartoschek
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4.0 von 5 Sternen Größtenteils unterhaltsam mit kleinen Mankos, 19. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dr. Axel Stoll hätte Zeit seines Lebens (das kürzlich endete) mit Sicherheit nicht zu größerer Bekanntheit gebracht, gäbe es nicht das Internet. Die Mitschnitte der "Neuschwabenland-Treffen" mitsamt der pseudowissenschaftlich-lächerlichen Vorträge Stolls sorgten bei Youtube für große Erheiterung und machten den "promovierten Naturwissenschaftler" zu einer kleinen Berühmtheit. In "Muss man wissen!" steht das Interview mit Axel Stoll im Mittelpunkt, welches von Sebastian Bartoschek und Alexander Waschkau geführt wurde. In jenem erzählt Stoll von den üblichen Verschwörungstheorien und anderen Spinnereien, für die er bekannt geworden ist, womit er unterstreicht, dass er das wirklich alles ernst gemeint hat. Reichsflugscheiben, die innere Hohlwelt, freie Energie, Quetschmetall, Skalarwellen - gibt es alles, muss man wissen! Das Interview liest sich ganz unterhaltsam, Stolls Ausführungen sind durch ihre unfassbare Absurdität (unfreiwillig) komisch. Die Autoren lassen dem Doktor viel Raum und gehen auf seine Aussagen ein. Allerdings bestehen die Interviewseiten zu 50% aus Fußnoten, welche den Lesefluss stark hemmen. Natürlich müssen viele (jedoch nicht alle) Begriffe erklärt werden, da diese nur wenigen Leuten bekannt sein dürften, doch manche Erklärungen hätte man auch kürzer formulieren können.

Letztendlich hat man nach dem Lesen ein umfangreicheres, wenn auch nicht gerade anderes Bild von Dr. Stoll. Er war offenbar geistig mehr als nur ein wenig verwirrt, hat so ziemlich jede Verschwörungstheorie, die es gibt, für bare Münze genommen, und selber auch einige gänzlich neue Theorien aufgestellt, die rein wissenschaftlich aber ziemlicher Humbug sind. Sowohl in Sachen Physik als auch Geschichte hatte der gute Axel Behauptungen aufgestellt, die sich nahe am Rande des Wahnsinns befinden; wenn nicht sogar darüber hinaus. Das alles ist noch dazu braun eingefärbt, denn ein Nazi ist Stoll auch gewesen. Wenn schon verrückt, dann gleich das volle Programm.

Um das Interview herumgebaut sind das Vorwort und das Fazit, insgesamt so lang wie das Interview selbst. Ob dieses Material nur verwendet wurde, um das ohnehin kurze Buch künstlich aufzublähen, sei mal dahingestellt. Über den Unterhaltungswert hatte ich ja bereits geschrieben, doch leider stören neben den übermäßig vielen Fußnoten (ein wohl leider notwendiges Übel) auch zahlreiche Zeichensetzungsfehler. Da hätte man ruhig noch mal redigieren lassen können. Unterm Strich ist "Muss man wissen!" der teils amüsante, teils zum Kopfschütteln anregende Einblick in die verkorkste Weltsicht eines Spinners, der uns leider nicht mehr mit seinen wilden Theorien erheitern wird. Doch vielleicht ist Axel Stoll ja gar nicht tot, sondern nur in die innere Hohlwelt oder nach Aldebaran gereist. Möglich ist alles!


Europa Report
Europa Report
DVD ~ Christian Camargo
Preis: EUR 5,55

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz passabel, doch mit Sicherheit kein Meilenstein, 19. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Europa Report (DVD)
In "Europa Report" geht es um die Reise einiger Astronauten zum Jupitermond Europa, dort soll unter der dicken Eiskruste die Möglichkeit von Leben entdeckt worden sein (tatsächlich ist dies eher unwahrscheinlich). Der Film ist so aufgebaut, dass es aussieht, als sei der Material der Bord- und Helmkameras zusammengeschnitten worden; also ein Streifen in "Blair Witch"-Manier. So wurde es auch in "Apollo 18" gemacht, und der Film ist leider ziemlich schlecht. "Europa Report" ist zwar besser, dadurch aber noch lange nicht wirklich gut. Es wird eine recht gute Atmosphäre erzeugt, doch hätte man, wie so oft, mehr aus der Sache machen können. Vieles ist schnell vorhersehbar, zum Beispiel, -Achtung, Spoiler!- dass die Crew nicht überleben wird. Die Bilder sind eher zweckdienlich als beeindruckend, ein großes Budget war den Machern ganz offensichtlich nicht vergönnt. So richtig spannend oder gar gruselig wird es nicht, dafür ist der Film allerdings verhältnismäßig realistisch. Aus der Geschichte mit dem Leben auf Europa hätte man ein bisschen mehr herausholen können, das war letztendlich ein bisschen enttäuschend. Nein, ich habe natürlich keine Alien-Action erwartet, diese wäre auch äußerst unpassend gewesen, doch hatte ich gedacht, dass die direkte Suche nach dem außerirdischen Leben etwas mehr im Mittelpunkt steht. Davon bekommt man letztendlich nur wenige Minuten zu sehen. Ein paar weitere Außenaufnahmen des Jupitermondes wären schön gewesen, doch hat dafür wohl das Budget nicht gereicht. Vom Cover der DVD sollte man also nicht zu viel erwarten, denn solche Bilder bekommt man nicht serviert. Den Werbespruch "Der fesselndste Sci-Fi Thriller seit Kubricks '2001 - Odyssee im Weltraum'" kann ich so nicht unterschreiben, denn von jenem Meisterwerk ist "Europa Report" meilenweit entfernt. Man kann den Film mal gesehen haben, ein Muss ist er jedoch nicht.


Konkurs (Re-Release)
Konkurs (Re-Release)
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Happiness is not required, 18. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Konkurs (Re-Release) (Audio CD)
Draußen scheint die Sonne, die Vögel zwitschern? Verliebte Pärchen nerven in der Öffentlichkeit mit ihrem Herumgeturtel? Die allgemeine Stimmung ist viel zu heiter? Dann gibt es ein Gegenmittel, es hört auf den Namen "Konkurs", welches das Album der schwedischen Band Lifelover aus dem Jahr 2008 ist. Die Musik ist das Gegenteil von dem, was der mit sehr großer Ironie gewählte Bandname suggeriert. "Depressive Rock" nennen Lifelover ihren Stil, welcher gerne mal mit in die Black-Metal-Ecke gesteckt wird, dort aber nur bedingt etwas zu suchen hat. Zwar sind hier und da ein paar BM-Versatzstücke herauszuhören, wesentlich präsenter sind aber die Genres Gothic Rock und Post-Punk. Die Songs sind relativ melodisch, dabei aber natürlich immer todtraurig und frei von jeglichem Hoffnungsschimmer. Fragile Pianoklänge unterlegen einige der Passagen, die Lieder sind außerdem recht abwechslungsreich. Der Gesang deckt ein breites Spektrum ab, vom melodischen Klargesang über Screams und Flüstern bis hin zu psychopathischem Keifen ist alles dabei. In manch extremen Momenten ist das gelinde gesagt Geschmackssache, meinetwegen hätte Sänger "( )" da manchmal auch einen Gang zurückschalten können. Für mich zerstört es die Lieder dann eher, als dass es der Atmosphäre zuträglich ist. Nun ja, wer's mag. Der andere Kritikpunkt ist das hörbar programmierte Schlagzeug, das hätte man besser machen können. Davon ab ist "Konkurs" aber eine wunderbar düstere Platte, die man besser nicht hören sollte, wenn man sich seine gute Laune nicht ruinieren möchte. Leider existiert die Band nicht mehr, da Hauptsongwriter Jonas "B." Berqvist 2011 verstarb, vermutlich durch eine versehentliche Überdosis Benzodiazepine (ein Medikament gegen seine generalisierte Angststörung).


The Day After Tomorrow
The Day After Tomorrow
DVD ~ Dennis Quaid
Preis: EUR 6,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zur Berieselung gut geeignet, für mehr halt nicht, 18. August 2014
Rezension bezieht sich auf: The Day After Tomorrow (DVD)
Wie oft wollte Roland Emmerich die Welt nun eigentlich schon auf mehr oder minder verschiedene Arten untergehen lassen? Der Aufbau ist dabei jedenfalls bislang immer sehr ähnlich gewesen: Bildgewalt kombiniert mit schmalziger Rührseligkeit, mehr braucht es offenbar nicht für einen Blockbuster. In "The Day After Tomorrow" bedrohen Naturkatastrophen mitsamt einer Turbo-Eiszeit die gesamte nördliche Halbkugel. Dazu gibt es Kitsch in Form von zwischenmenschlichen Beziehungen. Tja, damit wäre zum Inhalt eigentlich schon alles gesagt. Doch irgendwie funktioniert der Film wie jedes Werk von Emmerich: Wenn man das Hirn auf Sparflamme schaltet, können die opulenten Bilder durchaus unterhaltsam sein. Man kann auch nebenbei die Wäsche sortieren oder die Steuererklärung machen, denn große Aufmerksamkeit ist hier nicht gefordert. Filme wie "The Day After Tomorrow" eignen sich prima, um nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach mal zu entspannen und den Kopf durchzulüften. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn man etwas mit Anspruch gucken möchte, sollte man natürlich nicht diese DVD einlegen.


Troublegum
Troublegum
Preis: EUR 10,48

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das geht einfach immer, 15. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Troublegum (Audio CD)
Kürzlich habe ich mich gefragt, warum die Musik von Therapy? eigentlich immer funktioniert. Die Antwort ist simpel: Sie ist der passende Soundtrack für jede Lebenslage. Denn obwohl die Lieder auf "Troublegum" oberflächlich manchmal fröhlich erscheinen, sind sie bei genauerem Hinhören doch von schwarzem Humor, Wut und Zynismus geprägt. Sie funkionieren also, wenn ich fröhlich, traurig oder auch ärgerlich bin.
"Troublegum", neben "Infernal Love" mein Lieblingsalbum von Therapy?, ist nun bereits 20 jahre alt, aber es klingt immer noch so frisch wie am ersten Tag. Es ist der bis dato kommerziell erfolgreichste Output der Iren, da das Album sehr zugänglich ist. Es stellt den Gegenpart zu sperrigen Noise-Alben wie "A Brief Crack Of Light" dar. Die Band ist seit jeher für ihre Unberechenbarkeit bekannt; sie hätten den "Troblegum"-Kurs einfach fortsetzen, also metallisch-punkige, eher simpel gestrickte Songs herausbringen können. Doch so einfach wollten sich die Iren die Sache scheinbar nicht machen. Wie dem auch sei, "Troblegum" strotz nur so vor toller Songs, besonders hervorzuheben sind dabei "Screamager", "Hellbelly" und "Nowhere". Dies ist eine Platte, die ich immer wieder hervorkrame, womit sie wohl zu den meistgehörten in meiner Sammlung zählt. Ein absolut zeitloses Album für jede Lebenslage, weniger als die Höchstwertung wäre der reinste Hohn.


Thorns
Thorns
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Black Metal mit Industrial? Hier funktionierte das ausnahmsweise mal, und zwar sehr gut., 13. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thorns (Audio CD)
Na, da empfinde ich wohl anders als der erste Rezensent hier. Burzum und Mayhem finde ich persönlich nicht so toll, aber das bislang einzige richtige Album von Thorns schon. Es erschien 2001, obwohl die Band bereits seit den frühen 1990er Jahren existiert. Hauptgrund dafür dürfte die mehrjährige Haftstrafe sein, die der alleinige Bandchef Snorre Ruch zu verbüßen hatte; damals hatte ja so gut wie jeder norwegische Schwarzmetaller Dreck am Stecken. Wie dem auch sei, Ruch hatte sich in der Gründungsphase dem typischen Black Metal verschrieben, welcher damals noch neu war. Auf "Thorns" hingegen hat der Sound eine Industrial-Schlagseite, wobei man den Stil nicht unbedingt als Industrial Black Metal bezeichnen kann, da die elektronischen Elemente immer noch relativ gering sind. So stammen die Schlagzeugspuren (jedenfalls größtenteils) nicht von einem Drumcomputer, und die Synthies halten sich in Grenzen. Der Klang des Albums ist kalt und feindselig, jedoch längst nicht so Lo-Fi wie bei etlichen anderen BM-Acts. Verstärkung bekam Ruch bei den Aufnahmen von etlichen Mitmusikern, unter anderem Sigurg "Satyr" Wongraven von Satyricon am Mikro und Jan Axel „Hellhammer“ Blomberg an den Drums. Die Songs sind wirklich gelungen, oftmals abgehackt und nicht nur dadurch recht einzigartig. Mit "Stellar Master Elite" befindet sich ein echtes Highlight auf "Thorns". Ob das Album ein Meilenstein ist, sei mal dahingestellt; aber wirklich gut ist es definitiv. Ob Snorre Ruch wohl jemals ein zweites Thorns-Album auf die Kette bekommen wird? Das wird sich zeigen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 18, 2014 12:17 PM MEST


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