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Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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Incarnate
Incarnate
Preis: EUR 17,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Immer noch eine sichere Bank, 19. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Incarnate (Audio CD)
Mit "Incarnate" legen Killswitch Engage, die wahrscheinlich nach wie vor größte Metalcore-Band des Planeten, ihr zweites Album seit der Rückkehr von Ur-Sänger Jesse Leach vor. Der Vorgänger "Disarm the Descent" ist zweifelsohne ein gutes Album, doch ging die Band dabei auch ziemlich auf Nummer sicher. Bloß keine Experimente, lieber nur Altbewährtes. "Incarnate" schließt beinahe nahtlos daran an, was man nun gut oder schlecht finden kann. Allerdings findet man dann doch einige verspielte Details, die aus dem Standardmuster ausbrechen. Das geht schon mit der leichten Rhythmusverschiebung im Opener "Alone I Stand" los (den Kniff haben u.a. schon The Haunted in "99" angewendet) und zeigt sich noch deutlicher in "Cut Me Loose" mit seinen variierenden Geschwindiglkeiten und latentem Düster-Grunge-Feeling, das ein bisschen an Alice In Chains erinnert. Doch auch weitere Feinheiten fallen einem im weiteren Verlauf auf, wenn man nur darauf achtet. So oder so bekommt der Hörer ein sehr ordentliches KSE-Werk mit allen Stärken der Band präsentiert: schöne Melodien, rasante Momente, einprägsame Refrains. Wer meckert, dass das heute nix Besonderes mehr sei, der vergisst, dass KSE diesen Stil überhaupt erst populär gemacht und somit alles Recht haben, diese Art von Musik zu spielen. Und auch von Verweichlichung kann keine Rede sein, Pop-Appeal hatte die Band schon auf dem (natürlich nicht zu Unrecht) hoch gelobten "Alive or Just Breathing" (2002). Mal ehrlich, der Refrain von "My Last Serenade" ist so aalglatt, dass er so eins zu eins auch von den Donots hätte sein können - und so cheesy ist auf "Incarnate" tatsächlich nix. An ihr bestes Werk "The End of Heartache" (da stand übrigens Howard Jones am Mikro, falls das tatsächlich jemand noch nicht wissen sollte) kommen KSE zwar wieder nicht heran, aber das gute Niveau von "Disarm the Descent" wird locker gehalten. Und das ist doch auch was.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 30, 2016 6:14 PM MEST


Somewhere Between Heaven and Hell
Somewhere Between Heaven and Hell
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Die 90er waren eindeutig die beste Dekade für Social Distortion, 17. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Somewhere Between Heaven and Hell (Audio CD)
Das 1992 erschienene "Somewhere Between Heaven and Hell" war mein erstes Album von Social Distortion - obwohl ich eigentlich "White Light, White Heat, White Trash" (1996) haben wollte, das ich bei einem Kumpel gehört und welches mich schwer begeistert hatte. Dummerweise hatte ich mir weder den Titel noch das Aussehen des Covers gemerkt, also landete letztendlich die hier rezensierte CD in meinem Briefkasten (bzw. in dem meiner Eltern). Das war dann aber gar nicht so schlimm, denn "Somewhere..." ist nur einen kleinen Tick schwächer als sein grandioser Nachfolger, der für mich nach wie vor das absolute Highlight von Social Distortion darstellt. Was bedeutet: "Somewhere..." ist immer noch eine glatte Eins. Frontmann Mike Ness und seine Jungs gingen darauf konsequent den Weg der selbstbetitelten Platte aus dem Jahr 1990 weiter. Die ausgeprägten Country-Elemente von "Prison Bound" (1988) sind also noch vorhanden, allerdings überwiegt der Punkrock-Anteil wieder, garniert ist alles mit einer Prise klassischem Rock 'n' Roll. Herausgekommen sind dabei einige der besten Songs, die die Kalifornier jemals auf die Kette bekommen haben. Seien es die nach vorne gehenden Nummern "Cold Feelings", "King of Fools" und "Making Believe", die auf sympathische Weise cheesige Country-Punk-Ballade "This Time Darlin'" oder das mit einer Mundharmonika aufgemotzte "Ghost Town Blues": Einen Schwachpunkt hat "Somewhere..." nicht. Nun gut, die Songs sind allesamt sehr simpel aufgebaut, aber das macht irgendwie auch den Reiz der Platte aus. Sie kommt zwar, wie bereits erwähnt, nicht an den Nachfolger "White Light..." heran, doch wie soll das bei einem der besten Alben aller Zeiten auch gehen? Ein Pflichtkauf ist "Somewhere..." nichtsdestotrotz.


Lord of War - Händler des Todes [Blu-ray]
Lord of War - Händler des Todes [Blu-ray]
DVD ~ Nicolas Cage
Preis: EUR 8,49

4.0 von 5 Sternen Einer von Cages besten Filmen, 15. März 2016
Über Nicolas Cage werden ja desöfteren gewisse Witze gemacht, die darauf abzielen, dass er nicht gerade nur in hochkarätigen Filmen mitgespielt hat. Natürlich hat er sich in grenzwertigen Streifen wie Wicker Man oder Duell der Magier nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Auf der anderen Seite steht aber eine ganze Reihe an guten Filmen, von denen Lord of War aus dem Jahr 2005 einer ist. Darin geht es um Yuri Orlov (gespielt von Cage), den Sohn ukrainischer Einwanderer in New York. In den 80er Jahren entdeckt er sein "Talent" als Waffenhändler. Er fängt klein an und arbeitet sich hoch, bis er eines Tages die größten Bürgerkriegsgebiete der Welt mit Schusswaffen beliefert. Der Zusammenbruch der Sowjetunion ist für Yuri ein Segen, da er mit den verwaisten Beständen der Roten Armee - inklusive Panzer und Kampfhubschrauber - sein Lager auffüllen kann. Die Leute, die er beliefert, sind natürlich mehr als nur ein wenig fragwürdig; einer von ihnen ist Liberias Diktator André Baptiste Sr. (Eamonn Walker), der die Waffen benutzt, um Kindersoldaten damit auszurüsten. Doch Yuri redet sich und seinem Bruder Vitaly (Jared Leto), der mit im Geschäft ist und irgendwann starke moralische Bedenken bekommt, immer wieder ein, dass er als Händler nicht direkt für Tod und Krieg verantwortlich sei. Seine Frau Ava (Bridget Moynahan) lernt Yuri kennen, als er bereits groß im Geschäft ist, versucht aber immer, seine eigentlichen Tätigkeiten vor ihr geheim zu halten. Ihm auf den Fersen ist stets Interpol-Agent Jack Valentine (Ethan Hawke), der genau weiß, was Yuri treibt, ihn aber ohne die nötigen rechtlichen Mitten nicht aus dem Verkehr ziehen kann.

Lord of War erzählt spannend in Szene gesetzt die Problematik des globalen Waffenhandels und die dadurch verübten Gräueltaten. Plumpe Action gibt es dabei keine, die Geschichte an sich steht im Vordergrund. Gleichermaßen enthält der Film von Regisseur Andrew Niccol Elemente aus Drama, Thriller und bitterböser Komödie. Allerdings zieht der zynische Humor das Thema nicht ins Lächerliche und verharmlost es auch nicht. Vielmehr wird dadurch unterstrichen, wie absurd die ganze Situation für den Protagonisten (der gleichermaßen auch irgendie Antagonist ist) und sein gesamtens Umfeld ist. Die schauspielerischen Leistungen sind allesamt hochklassig, und man weiß nie so recht, ob man Yuri Orlov nun mögen oder verachten soll. Ebenfalls richtig stimmig ist der Soundtrack - wer einmal die Szene, in welcher der Leonard-Cohen-Song "Hallelujah" in der Version von Jeff Buckley läuft, gesehen hat, wird wissen, was ich meine. Insgesamt mag Lord of War vielleicht kein absolutes Meisterwerk sein, aber wirklich gut ist der Film allemal, weswegen ich ihn uneingeschränkt empfehlen kann.


Last Tour on Earth (Live)
Last Tour on Earth (Live)
Preis: EUR 9,49

4.0 von 5 Sternen In einer Zeit, in der Marilyn Manson noch richtig gut war(en)..., 14. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Last Tour on Earth (Live) (Audio CD)
Aus Lust und Laune heraus habe ich mal wieder "The Last Tour on Earth", das Live-Album von Marilyn Manson, aus dem Regal gefischt. Aufgenommen wurde es in den ganz späten 90ern, genauer gesagt während der Tour zu "Mechanical Animals" (1998). Die Band war damals auf dem Höhepunkt - ich selber habe sie 2001 gesehen, was auch noch in diese Zeitspanne fällt. Wenn ich meine Erinnerungen an den tollen Auftritt und das hier besprochene Tondokument mit heutigen Livevideos von Marilyn Manson vergleiche, fällt mir auf, wie gut die Band rund um Brian Warner damals eigentlich gewesen ist. Heute stolpert dieser (alias Marilyn Manson himself) nur noch als Schatten seiner selbst über die Bühne und krakeelt mehr schlecht als recht vor sich hin.

Vor fast 20 Jahren war diesbezüglich die Welt noch in Ordnung: Marilyn Manson präsentierten sich als richtige Band, nicht als Brian Warner plus austauschbare Mietmusiker. Die Besetzung Marilyn Manson (Gesang), Twiggy Ramirez (Bass), John 5 (Gitarre), Ginger Fish (Drums) und M.W. Gacy (Keys) war ohne Zweifel das beste Line-up, das es in dieser Band gegeben hat. Enthalten sind auf "The Last Tour on Earth" (natürlich) Tracks der beiden besten Manson-Alben "Antichrist Superstar" (1996) und, wie schon erwähnt, "Mechanical Animals". Auch zwei Stücke des noch sehr durchwachsenen Debüts "Portrait of an American Family" (1994) sind dabei, aber wenigstens wurde mit "Lunchbox" ein Highlight der Platte gewählt. Statt des eher verzichtbaren "Get Your Gunn" hätte es für meinen Geschmack dann doch lieber "Cake and Sodomy" sein dürfen, aber es ist halt kein Wunschkonzert. Das unvermeidliche Eurythmics-Cover "Sweet Dreams (Are Made of This)" von der EP "Smells Like Children" (1995) fehlt selbstverständlich nicht. Mit Liedern des ebenfalls richtig guten "Holy Wood" (2000) wäre die Live-Platte noch besser gewesen, aber das geht natürlich nicht, weil damals "Holy Wood" noch gar nicht erschienen war. Tja, Logik! Wer hätte das gedacht? Aber immerhin wurde das Album vor dem Abstieg von Marilyn Manson in die Bedeutungslosigkeit aufgezeichnet (der begann meiner Meinung nach mit "The Golden Age of Grotesque" aus dem Jahr 2003), die Songauswahl ist gut, obwohl man sich persönlich halt immer das eine oder andere Lied mehr gewünscht hätte. Das bleibt nicht aus.

Die Klangqualität von "The Last Tour on Earth" ist wirklich klasse, die Band spielt tight und Mr. Warner ist erstaunlich gut bei Stimme - erstaunlich deshalb, wenn man seine heutigen Leistungen als Vergleich heranzieht. Man könnte bemängeln, dass an den Liedern kaum Änderungen im Vergleich zu den Studioversionen vorgenommen wurden, aber so etwas macht halt nicht jede Band. Eine Background-Sängerin war bei den an verschiedenen Orten in den USA aufgezeichneten Gigs ebenfalls an Bord. Im Schnitt passt das, vor allem bei "I Don't Like the Drugs (But the Drugs Like Me)", bei dem in der Studioversion ja eh ein Gospelchor zu hören ist. Aber live übertreibt es die gute Frau bei "The Dope Show" doch etwas mit dem Vibrato in der Stimme, wodurch man manchmal fast glauben könnte, eine Ziege im Hintergrund zu hören. Aber genug gemeckert (Ziege - meckern. Verstanden? Hohoho!), "The Last Tour on Earth" ist im Schnitt ein sehr ordentliches Live-Dokument des heute etwas in der Versenkung verschwundenen harten Industrial Rocks. Als Bonus gibt es einen unveröffentlichten Studiotrack, nämlich "Astonishing Panorama of the Endtimes". Demos davon gab es bereits zur Zeit von "Antichrist Superstar", die klangen aber noch anders als das Endprodukt. Das erinnert durch seinen simplen und treibenden Beat plus die schreddernde Gitarre ein wenig an den Ministry-Klassiker "Jesus Built My Hotrod". Kurz und gut: Wer wissen möchte, wie Marilyn Manson als ganze Band zu ihren besten Zeiten klangen, kann sich "The Last Tour on Earth" zulegen.


The Darkest Hour
The Darkest Hour
Preis: EUR 7,74

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Darf man so schlechte Musik wirklich auf die Welt loslassen?, 12. März 2016
Rezension bezieht sich auf: The Darkest Hour (MP3-Download)
Aua, meine Ohren! Was muten Fatum Aeternum dem Hörer mit der EP "The Darkest Hour" da bloß zu? Die Israelis spielen doomigen Gothic Metal, der rein instrumental reichlich unspektakulär ist und den Musikern nicht gerade hohes Können abverlangt, aber wenigstens so belanglos ist, dass er niemandem wehtut. Wenn es denn nur rein instrumental geblieben wäre... Was den Vogel nämlich völlig abschießt, ist der Gesang: Fatum Aeternum haben gleich zwei Posten am Mikro, einen von einem Mann, den anderen von einer Frau besetzt. Wenn man schon denkt, der Mann könne nicht singen und träfe keinen Ton, dann rollen sich einem die Fußnägel endgültig hoch, wenn seine Kollegin einsetzt. Ehrlich, die jault und quiekt so schief, dass es an Körperverletzung grenzt. Ich frage mich echt, ob das alles nur ein Gag sein soll. So was KANN man doch nicht ernst meinen! Wenn man es sich sogar noch unangenehmer machen will, kann man ja mal auf die (englischen) Texte achten: Die sind so schlecht und peinlich (inklusive falscher Grammatik), dass man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Eine miese Produktion rundet die Sache ab, und fertig ist die schlechteste EP, die ich seit Jahren gehört habe. Passt bloß auf, das ihr nicht versehentlich den Download-Button trefft!


Sittin' Heavy
Sittin' Heavy
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Monster Truck setzen einen drauf, 12. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sittin' Heavy (Audio CD)
Nach dem sehr ordentlichen Debüt "Furiosity" aus dem Jahr 2013 legen Monster Truck nun mit "Sittin' Heavy" nach. Die Kanadier bleiben bei ihrer musikalischen Formel und donnern dem Hörer dreckigen Hard Rock mit leichter Stoner-Kante vor den Latz. Um für Abwechslung zu sorgen, kommen hier und da ein wenig Blues oder Southern-Rock-Flair dazu - Letzteres ist nachzuhören bei dem Ohrwurm "For the People". Ob bei nach vorne gehenden Nummern ("Why Are You Not Rocking", "The Enforcer") oder ruhigeren Stücken ("To the Flame", "Black Forest", "Enjoy the Time"): Monster Truck machen immer eine gute Figur. Meist regiert aber groovendes Midtempo mit starkem 70er-Jahre-Einschlag und relativ großer Hitdichte. Einmal mehr erinnert die Geschichte stellenweise an die fantastischen Spiritual Beggars, an deren Highlights Monster Truck allerdings (noch) nicht herankommen. Dafür ist "Sittin' Heavy" schon mal einen Tick stärker als das Debüt ausgefallen. Soll heißen: Wenn die Band den Kurs beibehält, wird das nächste Album womöglich ein absoluter Hammer.


Repeat Until Death
Repeat Until Death
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wiederholungstäter, 10. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Repeat Until Death (Audio CD)
Mit "Repeat Until Death" liefern Bombus ihr drittes Album ab. Erneut regiert ein Mix aus dreckigem Punk 'n' Roll und schroffem Stoner Rock, kombiniert mit einer dezenten Metal-Schlagseite sowie einem Schuss Classic Rock. Schon öfter wurden Bombus mit Kvelertak verglichen, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann: Turbonegro und Poison Idea mag man als gemeinsame Einflüsse noch durchgehen lassen, aber Kvelertaks ausgeprägte Black-Metal-Komponente fehlt bei Bombus völlig, zudem sind die Stücke hier einfacher und geradliniger aufgebaut. Viel eher könnte man das schwedische Quartett mit zwei Sängern als Aggro-Variante von Clutch bezeichnen. "Repeat Until Death" ist mit neun Songs und weniger als 35 Minuten Spielzeit nicht gerade üppig ausgefallen, aber das machen Kracher wie "Rust", "Horde of Flies" und der Titeltrack wieder wett. Wem der gute Vorgänger "The Poet and the Parrot" schon gefallen hat, der kann auch diesmal wieder zugreifen.


When Patsy Cline Was Crazy(and Guy Mitchell Sang T
When Patsy Cline Was Crazy(and Guy Mitchell Sang T
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grandioses Doppelalbum, 8. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Fleißig ist er ja, der Ricky Warwick: Mit seiner Hauptband Black Star Riders veröffentlichte der Nordire 2013 und 2015 je ein Album, nun schiebt er direkt ein Solo-Doppelalbum hinterher - wobei ein Blick auf seine Diskographie sagt, dass "When Patsy Cline Was Crazy (and Guy Mitchell Sang the Blues)" bereits 2014 veröffentlicht wurde. Tatsächlich findet man eine Import-Version, wenn man danach sucht. Der Inhalt von Disc 2 ("Hearts on Trees") ist allerdings definitiv neu. "When Patsy Cline Was Crazy..." hätte großteils auch Material für die Black Star Riders sein können; von Ausschussware kann jedoch überhaupt keine Rede sein. Im Gegenteil, die Songs von Rickys Soloalbum hätten mit zu den Höhepunkten eines BSR-Albums gehört. Neben den unvermeidlichen Thin-Lizzy-Einflüssen beinhalten die Songs hier und da eine leicht rotzige Punk-Schlagseite, wodurch Erinnerungen an Social Distortion aufkommen. Ein Lied wie "Toffee Town" hätte jedenfalls auch der Truppe um Mike Ness gut zu Gesicht gestanden. Etwas Americana darf auch mal sein, wie man in "That's Where the Story Ends" hören kann.
"Hearts on Trees" hingegen ist das ruhige Gegenstück zu "When Patsy Cline Was Crazy...". Hier gibt es viel akustisches Singer/Songwriter-Material und (Irish) Folk. Am ehesten kann man das mit Rickys großartigem 2009er Soloalbum "Belfast Confetti" vergleichen. Die Stimmungspalette reicht von fröhlich bis melancholisch, das Songmaterial kann, wie schon auf Disc 1, vollends überzeugen. Insgesamt ist das Doppel-CD-Package saustark, es gibt wirklich nicht einen Aussetzer zu vermelden. Man bekommt sowohl Qualität als auch Quantität - was will man mehr?
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 29, 2016 4:12 PM MEST


Still Crazy
Still Crazy
DVD ~ Stephen Rea

4.0 von 5 Sternen It's a long way to the top if you wanna Rock 'n' Roll, 7. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Still Crazy (DVD)
In den 70ern stand die britische Rockband Strange Fruit kurz vor dem ganz großen Durchbruch. Als der Auftritt bei einem Festival jedoch völlig schiefläuft, trennen sich die Wege der Musiker. 20 Jahre später bekommt Keyboarder Tony Costello (Stephen Rea) das Angebot, Strange Fuit bei der Neuauflage des legendären Wisbech-Festivals spielen zu lassen. Dazu muss die Band natürlich aber erst einmal reformiert werden, also macht er sich gemeinsam mit Karen Knowles (Juliet Aubrey), einer damaligen Begleiterin von Strange Fruit und einstige Freundin des Gitarristen, auf die Suche nach seinen ehemaligen Kollegen, die mittlerweile fast alle mehr oder weniger normalen Berufen nachgehen. Nicht alle sind sofort begeistert von der Idee, Sänger Ray Simms (Bill Nighy) und Bassist Les Wickes (Jimmy Nail) können sich eh nicht besonders gut leiden. Hinzu kommt, dass Gitarrist Brian Lovell (Bruce Robinson) verschollen ist und als tot gilt. Lediglich Drummer Beano Baggot (Timothy Spall) ist guter Dinge und leicht zu überzeugen. Schließlich raufen sich die Männer aber zusammen, finden mit dem jungen Luke Shand (Hans Matheson) einen neuen Gitarristen und gehen gemeinsam mit ihrem früheren Roadie Hughie (Billy Connolly) auf Clubtournee, um wieder in Fahrt zu kommen. Das Problem dabei: In den späten 90ern interessiert sich kaum noch jemand für Strange Fruit, die Band muss nahezu bei null anfangen. Besonders für Ray ist das schwer, da er noch immer gerne einen auf großen Rockstar macht. Der Weg zum ersehnten großen Festivalgig ist weit, und somit stellt sich die Frage, ob Strange Fruit es überhaupt bis dahin schaffen...

Still Crazy ist eine liebevoll gemachte Musik-Komödie von Regisseur Brian Gibson. Die Charaktere sind mit sehr individuellen Persönlichkeiten ausgestattet, den Großteil von ihnen schließt man schnell ins Herz. Nicht nur die schauspielerischen Leistungen stimmen, auch als Musiker machen die Darsteller eine gute Figur. Wenn man selber ein bisschen Ahnung von Musik hat oder gar Musiker ist, sieht man in Filmen ja, ob die Schauspieler tatsächlich ein Instrument spielen können oder nur so tun - und im Falle von Still Crazy wirkt alles sehr authentisch. Zumindest von Jimmy Nail weiß ich, dass er auch im echten Leben Musiker ist und einige Alben aufgenommen hat. Die Geschichte des Films ist nicht actiongeladen, auch die Gags kommen nicht im Akkord und mit dem Holzhammer. Still Crazy ist trotz seines Namens nicht überdreht, die Geschichte von Strange Fruit könnte sich tatsächlich so zugetragen haben - hätte es die Band denn wirklich gegeben. Der Film besticht vor allem durch seinen Charme und den hervorragenden Soundtrack, der übrigens auf CD erhältlich und ausgesprochen empfehlenswert ist. Manchmal geht's vielleicht eine Spur zu rührselig zu, aber das kann man verschmerzen. Ich habe Still Crazy mittlerweile bestimmt zehnmal gesehen, es ist ein Film, den ich Jahr für Jahr gerne mal aus dem Regal hole. Sollte man vor allem als Liebhaber der Rockmusik kennen!


Not Dead Yet
Not Dead Yet
Wird angeboten von CD-Blitzversand
Preis: EUR 7,95

3.0 von 5 Sternen Wird manchmal etwas überschätzt, 6. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Not Dead Yet (Audio CD)
Auf ihrem zweiten Album "Not Dead Yet" aus dem Jahr 2000 zementierten Raise Hell Melodic Death Metal, ein bisschen Rock 'n' Roll und Black Metal auf ein großes Thrash-Fundament. Das klingt ungefähr so, als würde man (ältere) Kreator mit Dissection und rockigeren Darkthrone vermengen. Rein musikalisch macht das schwedische Quartett seine Sache ganz passabel, wenn auch nicht alles ganz sauber gespielt ist - aber das kann ja durchaus seinen Charme haben. Es gibt ordentlich nach vorne preschende Nummern wie "Dance With the Devil" und den Titeltrack, aber auch relativ melodische und im Tempo gezügelte Songs wie "Devilyn". So weit, so gut. Das Problem an der Sache ist, dass man das alles so oder so ähnlich schon im Jahr 2000 zigmal gehört hatte - und das oftmals besser. Raise Hell klingen halt wie ein paar Jungspunde, die versuchen, ihren großen Vorbildern nachzueifern (und genau das waren die Musiker damals ja auch). Dazu kommen noch die wirklich schlechten Texte: So was wie "Babes" hätten sich nicht mal Mötley Crüe Mitte der 80er im größten Drogenrausch getraut, und die haben mit Peinlichkeiten nicht gerade gegeizt. Man weiß wegen der schwankenden Inhalte nicht so wirklich, ob Raise Hell nun ernst genommen oder als Partykapelle durchgehen wollten. Fazit: "Not Dead Yet" ist noch etwas unausgereift sowie unoriginell und hat so richtig miese Lyrics, die auch von einem Pubertierenden mit mäßigen Englischkenntnissen hätten stammen können. Vielleicht trifft das ja sogar zu. Unterm Strich geht das Album aber wegen der musikalischen Leistung durchaus noch als okay durch.


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