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Rezensionen verfasst von
Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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Dopes to Infinity
Dopes to Infinity
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Der Durchbruch für Monster Magnet, 7. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Dopes to Infinity (Audio CD)
"Make it or break it" - so lautet der allgemein bekannte Spruch, wenn es um das dritte Album einer Band geht. Für Monster Magnet hieß es 1995 mit dem dritten Album "Dopes To Infinity" auf jeden Fall "make it". Nachdem die ersten beiden Alben "Spine Of God" und "Superjudge" noch sehr ungeschliffen und verhältnismäßig kostengünstig produziert waren, wurde in "Dopes To Infinity" hörbar mehr investiert. Die Produktion hatte nun einen ordentlichen Wumms, die Songs waren ausgefeilter als auf "Superjudge". Viele Monster-Magnet-Fans nennen "Spine Of God" , das sich irgendwo zwischen psychedelischem Space Rock und dreckigem Garage Rock befindet, als ihren Favoriten. Eine größere Zielgruppe erreichte die Band um Dave Wyndorf aber halt erst mit Album Nummer drei, auf dem sich zum bereits genannten psychedelischen Space Rock noch Stoner Rock und einige Alternative-Klänge gesellten. Maßgeblich am Erfolg der Platte dürfte wohl die Single "Negasonic Teenage Warhead" beteiligt gewesen sein, die ein Highlight von "Dopes To Infinity" darstellt (Marvel Comics benannte einige Jahre später sogar eine X-Men-Figur nach dem Song). Doch hat das Album noch viele weitere Höhepunkte zu bieten: den Titeltrack mit seinem einprägsamen Hauptriff, den bedrohlich-düsteren Stampfer "Look To Your Orb For The Warning" und das ruhige "Blow 'em Off" (in Stereo mit der Stimme links und der Akustikgitarre rechts - unterm Kopfhöhrer dreht man fast durch) etwa. Lediglich das Instrumental "Ego, The Living Planet" und das abschließende "Vertigo" können nicht so ganz überzeugen. Die drogengeschwängerten Texte Wyndorfs sind durchaus interessant und gespickt mit Metaphern, bei denen man manchmal nur erahnen kann, was der Verfasser damit eigentlich sagen wollte. "Dopes To Infinity" bescherte Monster Magnet zu Recht einen höheren Bekanntheitsgrad - ihr Meisterwerk sollte aber erst 1998 mit "Powertrip" folgen.


Earthbound
Earthbound
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Wenn schon Metalcore, dann bitte so, 7. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Earthbound (Audio CD)
Bury Tomorrow spielen auf den ersten Blick recht generischen Metalcore. Da gibt es Auf-die-Fresse-Parts, die typischen Schweden-Melo-Death-Gitarrenmelodien, ein paar Breakdowns, Screams und clean gesungene Refrains. Klingt ja erst einmal wenig spannend und ziemlich ausgelutscht. Allerdings überzeugen Bury Tomorrow auf ihrem vierten Album "Earthbound" durch gutes Songwriting und starke Hooklines in den Refrains. Diese klingen glücklicherweise nicht poppig-kitschig, sondern trotz aller Eingängigkeit immer noch angenehm rau. Vor allem dürfte das an der Stimme von Gitarrist Jason Cameron liegen, der manchmal ziemlich an David Draiman von Disturbed erinnert. Sogar die Rhythmik in den Refrains ist der von Disturbed nicht ganz unähnlich, was eine interessante Kombination mit den typischen Metalcore-Strophen ergibt. Natürlich erfinden Bury Tomorrow das Rad nicht neu (im Metalcore ist schon lange mehr oder weniger alles gesagt), die Briten liefern aber mit "Earthbound" eine sehr ordentliche Platte ab. In einem Genre, in dem es nach wie vor sehr viel Mittelmaß gibt, ist das wahrlich keine schlechte Leistung.


Resident Evil 4
Resident Evil 4
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 32,10

5.0 von 5 Sternen Absoluter Klassiker, 6. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Resident Evil 4 (Videospiel)
Gar nicht so einfach: Welcher ist wohl der beste Teil der Resident-Evil-Reihe? Etliche Fans werden wohl 1 oder 2 nennen, bei denen noch das klassische Gameplay mit starrer Kamera herrschte. Ich kann mir sogar vorstellen, dass manche Leute Teil 5 oder 6 als Favoriten haben. Das kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber bitte - jeder so, wie er meint. Teil 4 dürfte im Schnitt sehr hoch im Kurs stehen, und das hat berechtigte Gründe. Auch ich liebe das Spiel, ich besitze es sogar gleich für zwei Konsolen: die Playstation 2 und den GameCube. So etwas ist bei keinem anderen Spiel meiner Sammlung der Fall, ausgenommen diverse HD/Remaster-Versionen. Na gut, ich habe keines der beiden RE4-Spiele selbst gekauft (es waren Geschenke), aber das lasse ich mal unter den Tisch fallen. Da ich die GameCube-Fassung vor einiger Zeit erst wieder gespielt habe, soll sie es sein, die eine Rezension bekommt.

Die Hauptrolle im 2005 erschienenen Resident Evil 4 übernimmt der Protagonist, den man bereits aus dem zweiten Teil kennt: Leon S. Kennedy. Damals wurde der junge Polizist an seinem ersten Tag nach Raccoon City geschickt, um dort festzustellen, dass die ganze Stadt von Zombies und Monstern überrannt wurde. Dumm gelaufen. Jetzt verschlägt es ihn in geheimer Mission nach Spanien, wo sich die entführte Tochter des US-Präsidenten befinden soll. Doch natürlich ist das noch nicht alles: Eine Sekte namens Los Illuminados (ja, die heißen wirklich so) hat sich im spanischen Hinterland eingenistet und plant, wurmähnliche Parasiten auf der ganzen Welt zu verbreiten, mit denen sich die Menschen kontrollieren lassen. Aber nicht mit Mister Kennedy! Seine Mission: Präsidententochter befreien, Los Illuminados verwemsen.
Die Story und die Charaktere sind in bester RE-Tradition so richtig schön trashig. Außerdem dürften die japanischen Macher recht wenig von Spanien gewusst haben - oder es war ihnen einfach egal. Denn im Intro des Spiels wird das spanische Hinterland als "ein abgelegener Teil Europas" bezeichnet. Ja, so was aber auch! Es dürfte überhaupt schwer werden, eine Gegend in Spanien zu finden, die so aussieht wie die in Resident Evil 4. Auch von der spanischen Sprache dürften die Entwicker höchstens minimale Kenntnisse haben, was die Namen im Spiel erklärt. Die Los Illuminados nannte ich ja bereits. Ein besonders großer Gegner heißt "El Gigante", die Parasiten "Las Plagas" und das Dorf, in das Leon zu Beginn kommt, trägt den Namen "Pueblo". Was heißt das übersetzt? Genau: Dorf. Bravo, Capcom!

Resident Evil 4 bewegte sich als erstes Spiel der Serie weg von den Wurzeln. Soll heißen: Es gab nun keine starre Kamera mehr, das Backtracking und die Puzzles wurden stark zurückgefahren. Außerdem spielt die Umbrella Corporation nicht mehr die Rolle des Bösewichts. Aus dem einstigen Survival Horror wurde ein Third-Person-Action-Adventure - natürlich noch auf Horror-Basis. Endlich ist freies Zielen mit den Waffen erlaubt, und das nutzten die Macher hervorragend aus: Es gibt ein sehr zufriedenstellendes Treffer-Feedback bei den Gegnern. Durch Schüsse ins Bein etwa verlangsamen sich Feinde, man kann ihnen Waffen aus der Hand schießen oder mit den bewährten Kopfschüssen erhöhten Schaden zufügen. Das gilt hauptsächlich für die menschlichen Gegner, die nur noch teilweise menschlich sind und eigentlich von den Parasiten kontrolliert werden - eine Art Halb-Zombies sozusagen. Aber natürlich gibt es - wir sind schließlich bei Resident Evil - auch etliche richtig große Monstrositäten, deren Schwachpunkte erst gefunden werden müssen. Die Steuerung funktioniert selbst für heutige Verhältnisse ziemlich flüssig, auch die Grafik ist erstaunlich gut gealtert und sieht nach wie vor verhältnismäßig schick aus. Das gesamte Setting ist angenehm düster und macht immer wieder klar, dass es sich im Kern doch noch um ein Survival-Horror-Spiel und keine reine Ballerorgie handelt. Und obwohl es deutlich mehr Munition als bei den ersten Teilen gibt, sollte man diese nicht gedankenlos verschwenden - denn zu viel davon ist auch nicht vorhanden. Dafür lassen sich die verschiedenen Schusswaffen nun aufwerten. Oftmals geht's bei Resident Evil 4 etwas hektisch zu: Wenn man sich in einem geschlossenen Areal zusammen mit einer Horde von Gegnern befindet, sie sich immer weiter auf einen zubewegt, gilt es, die Nerven zu bewahren und die richtige Kombination aus Angriff und Flucht zum nächstgelegenen (halbwegs) sicheren Punkt zu finden. Das ist aber nur ein Teil des Spiels, es gibt genug andere Elemente, die für ausreichend Abwechslung sorgen. Langweilig wird's jedenfalls nie, so viel ist sicher.

Paradoxerweise war Resident Evil 4 sowohl der großartige Anfang einer neuen Herangehensweise der Serie als auch gleichzeitig der Anfang vom Ende. Man darf spekulieren, dass es daran liegt, dass Shinji Mikami, der Erfinder von Resident Evil (in Japan bekannt als Biohazard), hier zum letzten Mal Regie führte. Vielleicht funktionierte die Kombination aus Action und Survival-Horror deshalb so gut, während aus Resident Evil 5 und 6 trotz ähnlicher Formel nur mittelmäßige bis schlechte Action-Titel ohne den Flair der früheren Teile wurden. Und obwohl Resident Evil 4 seine kleine Macken hat (z.B. nervige Quick-Time-Events, Präsidententochter Ashley ist einer der nervigsten Nebencharaktere der Videospielgeschichte), so ist es doch ein Highlight - wenn nicht sogar DAS Highlight - der Serie. Wirklich schade, dass danach bis heute nichts qualitativ Vergleichbares mehr unter dem Banner Resident Evil erschien - mal abgesehen von den Revelations-Teilen, die teilweise an die alte Stärke heranreichten. Resident Evil 4 macht jedenfalls auch heute noch unheimlich viel Spaß, weswegen sich der Kauf nach wie vor lohnt.


The Fragile
The Fragile
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das für mich beste Album von Nine Inch Nails, 3. April 2016
Rezension bezieht sich auf: The Fragile (Audio CD)
Natürlich gehen die Meinungen auseinander, wenn die Frage gestellt wird, welches denn das beste Album von Nine Inch Nails ist. Am häufigsten dürften wohl aber "The Downward Spiral" (1994) und dessen Nachfolger "The Fragile" (1999) genannt werden. Letztgenanntes ist mein persönlicher Favorit. Nicht nur, weil ich durch das Album im Alter von 18 Jahren die Musik von Trent Reznor kennenlernte und es deswegen einen nostalgischen Wert für mich hat, sondern auch, weil es einfach durch einen qualitativ hochwertigen Inhalt überzeugt. Es dauert eine Weile, bis "The Fragile" seine volle Wirkung zeigt - bei einem Doppelalbum mit einer Spielzeit von über 100 Minuten ist das kein Wunder. "The Downward Spiral" hat einen sehr destruktiven Charakter, der Nachfolger ist aus meiner Sicht trauriger, verzweifelter, noch düsterer und insgesamt ruhiger. Das bedeutet aber nicht, dass es zu keinem Zeitpunkt hart zugeht: Wutausbrüche wie "Starf*ckers, Inc." oder "No, You Don't" kommen durch die zurückhaltende Umrandung umso stärker zur Geltung. Doch haben besonders die ruhigen Stücke einen großen Tiefgang, man höre etwa "The Day The World Went Away" oder den Titeltrack. Alle Songs sind miteinander verbunden (teilweise durch Instrumental-Nummern), wodurch "The Fragile" fließend und von einem roten Faden durchzogen ist. Außerdem beinhaltet das Album mit "We're In This Together" mein absolutes Lieblingslied von Nine Inch Nails. Es mag nicht die originellste Nummer sein, die Reznor je geschrieben hat, doch hat sie einfach einen unwiderstehlichen Chorus. Das Genre lässt sich nur schwer definieren. Zwar besteht das Fundament immer noch aus Industrial Rock, doch ist darauf so viel aufgebaut (unter anderem Alternative Rock, Ambient und Spuren von Metal), dass man die Platte in keine einzelne Schublade stecken kann. "The Fragile" ist ein Gesamtkunstwerk, an dessen hohes Niveau Trent Reznor danach bis heute leider nie wieder anknüpfen konnte. So etwas Großes erschafft man vielleicht nur einmal im Leben.


Lord of Misrule
Lord of Misrule
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Blood Ceremony wagen sich an ruhigere Klänge, 2. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Lord of Misrule (Audio CD)
Mit "Lord of Misrule" schicken die 2006 gegründeten Blood Ceremony bereits ihr viertes Album ins Rennen. Bedienten sich die kanadischen Retro-Rocker bereits auf früheren Veröffentlichungen beim alten Doom der Marke Black Sabbath, (Progressive) Folk Rock à la Jethro Tull (vor allem wegen Sängerin Alia O’Brien, die auch Querflöte spielt) und Psychedelic-Klängen der 60er Jahre, so sind die beiden letztgenannten Komponenten diesmal noch stärker vertreten als zuvor. Es darf auch mal etwas heftiger gerockt werden, doch verlassen sich Blood Ceremony vermehrt auf ruhigere Töne. Die funktionieren auf "Lord of Misrule" tatsächlich am besten: Das sehr melodische und eingänige "Loreley" sowie der ähnlich gepolte Titeltrack gehören zu den Highlights des Albums. "Flower Phantoms" klingt nach schon direkt fröhlicher Beatmusik der 60er, was man so von den eher düster ausgerichteten Blood Ceremony bisher nicht unbedingt gewohnt war - aber das Experiment hat funktioniert. Rein inhaltlich ist aber immer noch nix mit Friede, Freude, Eierkuchen, die Kanadier widmen sich weiterhin dunklen und teilweise okkulten Themen. Insgesamt ist "Lord of Misrule" ein gutes Retro-Rock-Album geworden, das für meinen Geschmack aber nicht an den Vorgänger "The Eldritch Dark" herankommt.


Monuments Men - Ungewöhnliche Helden [Blu-ray]
Monuments Men - Ungewöhnliche Helden [Blu-ray]
DVD ~ George Clooney
Preis: EUR 8,97

3.0 von 5 Sternen Sieht vielversprechend aus, ist aber letztendlich nur Popcorn-Kino, 2. April 2016
Monuments Men, der Film von und mit George Clooney aus dem Jahr 2014, basiert auf wahren Begebenheiten: Während des zweiten Weltkriegs macht sich eine Gruppe von Kunsthistorikern, Kuratoren und Museumsdirektoren auf, um im europäischen Kriegsgebiet die zahlreichen von den Nazis erbeuteten Kunstwerke aufzuspüren, vor der Vernichtung zu bewahren und zu den ursprünglichen Besitzern zurückzubringen. Obwohl die Gruppe keine militärische Erfahrung hat, sind sie doch offiziell als Soldaten im Einsatz und begeben sich entsprechend auch in Gefahr.
Die Geschichte basiert auf dem Buch The Monuments Men: Allied Heroes, Nazi Thieves and the Greatest Treasure Hunt in History von Robert M. Edsel. Allerdings richtet sich Clooney nicht wirklich strikt nach dem Buch, viele Inhalte des Films sind hinzuerfunden oder schlicht und einfach abweichend von den historischen Tatsachen. Typisches Hollywood-Kino eben. Dennoch vermag der Inhalt des Films nicht so wirklich mitzureißen - obwohl das natürlich versucht wurde. Die Zuschauer werden in erster Linie mit einer namhaften Besetzung geködert: Neben Clooney spielen unter anderem noch John Goodman, Bill Murray, Cate Blanchett, Matt Damon und Jean Dujardin mit. Leider steckt aber eben nur Standard-Hollywood-Kost hinter der ansprechenden Fassade. Das muss ja nicht zwangläufig schlecht sein, denn zur leichten Unterhaltung taugt Monuments Men allemal. Für mehr aber eben leider auch nicht.


Chapter 13
Chapter 13
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 5,76

4.0 von 5 Sternen Gorefest go Death 'n' Roll, 31. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Chapter 13 (Audio CD)
Die Death-Metal-Band Gorefest entstand zusammen mit dem wachsenden Bekanntheitsgrad des Genres, also Ende der 80er/Anfang der 90er. Auf dem 1998 erschienenen "Chapter 13" allerdings hatten sich die Niederländer vom klassischen Death Metal entfernt und schlugen einen ähnlichen Weg wie die schwedischen Kollegen Entombed ab Mitte der 90er ein: Sie fuhren einen deutlich rockigeren Sound auf und machten es sich so im Bereich des Death 'n' Roll bequem. Im Gegensatz zu Entombed allerdings gingen Gorefest dabei musikalisch gesehen reduzierter vor. Die Songs auf "Chapter 13" sind sehr gradlinig und verhältnismäßig simpel aufgebaut. In ihrer Grundstruktur ähneln sie Hardrock à la AC/DC oder auch den rockigeren Stücken von Judas Priest - halt nur mit tiefer gestimmten Gitarren und Death-Metal-artigem Gesang. Diesem fügte Frontmann Jan Chris de Koeyer allerdings eine gewissen melodische Komponente bei, was ziemlich originell und zugegebenermaßen manchmal auch etwas witzig klingt (de Koeyer sagte selbst einmal, er könne überhaupt nicht singen). Mit seinen rockigen Riffs und einfachen Stampf-Rhythmen hat "Chapter 13" einige sehr eingängige Songs auf Lager. Als Paradebeispiel dient der eröffnende Titeltrack, dessen Refrain so schnell nicht mehr aus dem Gedächtnis verschwindet, wenn man ihn einmal gehört hat. Und man muss festhalten, dass bei Gorefest diese Formel des simpel strukturierten Death 'n' Roll funktioniert hat - im Gegensatz zu Langweilern wie Six Feet Under und Debauchery etwa. Es bewahrte die Band aber nicht davor, sich nach dem Album aufzulösen. Mitte der 00er Jahre erfolgte ein Comeback mitsamt zwei (richtig starken) Alben, die stilistisch wieder mehr in Richtung Frühphase der Band gingen, dann kam die erneute Auflösung. Schade, denn Gorefest hatten einiges zu bieten - und "Chapter 13" ist einer der Belege dafür.


Long Live
Long Live
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Metalcore mit Daseinsberechtigung, 30. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Long Live (Audio CD)
Ich gebe zu, dass Atreyu bisher immer unter meinem Radar flogen. Vielleicht liegt es daran, dass ich den Jungen aus Michael Endes Die unendliche Geschichte als Namensgeber für eine Band zu uncool fand. Die Amis haben seit 2002 Alben veröffentlicht und sind auf den damals gut rollenden Metalcore-Zug aufgesprungen. Das ist womöglich noch ein Grund, warum mich Atreyu nicht so wirklich interessiert haben: Es gab einfach viel zu viele Metalcore-Bands, der Markt war total übersättigt. Aber nun habe ich mir doch das 2015er Comeback "Long Live" (von 2011 bis 2014 pausierte die Band, der Vorgänger ist von 2009) zugelegt - und es nicht bereut. Atreyu gehören zu Recht zu den Überlebenden des Metalcore-Booms. "Long Live" besteht zum Großteil aus echten Krachern, die alles bieten, wofür man das Genre liebt oder eben hasst: aggressive Parts mit fetten Riffs, melodische Gitarrenläufe, Shouts und die obligatorischen eingängigen Refrains mit Cleangesang. Und dennoch schaffen es Atreyu, nicht wie jede andere Metalcore-Band zu klingen. Unter anderem liegt das am Cleangesang, der angenehm tief und rau rüberkommt. Dann legt die Band noch Wert auf Abwechslung: Während "Live To Labor", "A Bitter Broken Memory", "Heartbeats And Flatlines" und "Start To Break" absolute Ohrwürmer nach bewährtem Muster sind, hat "Brass Balls" hingegen eine coole Rock-'n'-Roll-Schlagseite, "Moments Before The Dawn" bringt mit seiner Epik ein gewisses "Tim-Burton-Feeling" rüber. Somit ist "Long Live" definitiv eine der besseren Metalcore-Scheiben. Vielleicht sollte ich mich auch mal mit dem Backkatalog von Atreyu beschäftigen...


Freaks of Nature [Blu-ray]
Freaks of Nature [Blu-ray]
DVD ~ Nicholas Braun
Preis: EUR 9,97

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Seichte Teenie-Komödie mit Horror-Patch, 30. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Freaks of Nature [Blu-ray] (Blu-ray)
In der Kleinstadt Dillford ist eigentlich alles ganz normal: Menschen, Vampire und Zombies führen eine friedliche Koexistenz. Eines Tages tauchen allerdings Aliens mit einem riesigen Raumschiff auf und das Chaos bricht aus: Die Menschen beschuldigen die Vampire, mit den Aliens zu paktieren, die Vampire beschuldigen die Menschen. Und die Zombies fühlen sich benachteiligt, weil sie völlig außen vor bleiben. So bekriegt jeder jeden, mitten im Gemetzel und der Zerstörung versuchen drei High-School-Schüler (natürlich ein Mensch, ein Vampir, ein Zombie) zu retten, was zu retten ist - und rauszufinden, was die Aliens denn eigentlich wirklich wollen.
Genau genommen ist Freaks Of Nature lediglich eine 08/15-US-Teeniekomödie, die mit einem Bubblegum-Horror-Anstrich aufgepeppt wurde. Es geht im Kern um die coolen Kids, unterdrückte Nerds, hübsche Mädels - den ganzen ausgelutschten Kram halt. Aber immerhin gibt es ja Vampire, Zombies, Aliens und einige Absurditäten, die von dem Kern ablenken. Und ganz ehrlich: Lustig ist der Film an manchen Stellen ja wirklich. Vor allem dann, wenn alles ziemlich überdreht ist. Denis Leary als selbstgerechter Fabrikbesitzer hätte ruhig öfter auftreten können, da er eine der besten Rollen des Films hat. Ähnlich sieht es mit dem Althippie-Ehepaar Parker (Bob Odenkirk und Joan Cusack) aus. Das Problem: Die Rollen sind von verhältnismäßig bekannten Darstellern besetzt, und die kosten eben Geld. Allzu viel Budget stand aber offensichtlich nicht zur Verfügung (auch wenn man vielleicht nicht von einem Low-Budget-Film sprechen kann). Für meinen Geschmack hätte Freaks Of Nature noch eine Spur abgedrehter und weniger auf Teenie-Komödie gebürstet sein dürfen. Aber ein paar gute Gags retten den Film davor, unter den Durchschnitt zu rutschen. Richtig gut geht allerdings anders - mir ist Freaks Of Nature einfach zu "nett".


Rise Above The Meadow (Limited Edition)
Rise Above The Meadow (Limited Edition)
Preis: EUR 11,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stoner Rock der sehr melodischen Art, 29. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn man die Mixtur aus Stoner-, Space-, Classic- und Psychedelic Rock auf "Rise Above The Meadow" hört, muss man kein Genie sein, um zu erahnen, nach welchem grünen Blatt sich Greenleaf wohl benannt haben könnten. Die Schweden kombinieren die trockenen, tonnenschweren Desert-Riffs von Kyuss mit der Melodik von Led Zeppelin und dem Drogentrip-Sound von Hawkwind. Das Album ist angenehm abwechslungsreich: So gibt es knackig-kurze Nummern mit erhöhtem Tempo ("You're Gonna Be My Ruin", "Tyrants Tongue"), Relaxtes ("Levitate And Bow"), groovende Heaviness ("A Million Fireflies") sowie Leichtfüßiges ("Golden Throne"). Ein kraftvoller und gleichermaßen natürlicher Sound rundet die Sache ab. "Rise Above The Meadow" ist also insgesamt ein feines Ding geworden. Da ist es schon ein bisschen ungerecht, dass Greenleaf keinen höheren Bekanntheitsgrad haben, obwohl sie auf fünf veröffentlichte Alben zurückblicken können.


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