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Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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Der Gründer - Sex, Aliens & Kanal Teleportal [2 DVDs]
Der Gründer - Sex, Aliens & Kanal Teleportal [2 DVDs]
DVD ~ Helmut Krauss
Preis: EUR 12,99

2.0 von 5 Sternen Gewollt und nicht gekonnt - das gibt's auch bei Trash, 27. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Damit ein Trashfilm überzeugen kann, muss er so schlecht sein, dass er wieder gut ist. Es gibt aber auch viele Trashfilme, die so schlecht sind, dass sie, tja, einfach nur schlecht sind. Dazu zählt leider auch "Der Gründer". Dabei war die Idee, den "Kanal Telemedial"-Onkel Thomas G. Hornauer auf die Schippe zu nehmen, gar nicht mal schlecht (obwohl dieser schon selbst wie eine Parodie wirkt). Leider ist die Umsetzung eine mittelschwere Katastrophe. Die Schauspieler agieren schlechter als Bei Scripted-Reality-Shows, was bei Trash ja durchaus nicht unüblich und auch so gewollt ist, aber hier wirkt es irgendwie hochgradig peinlich. Seltsam, denn einige der Darsteller sind tatsächlich nicht gänzlich unbekannt. Helmut Krauss, welcher die Hauptrolle spielt, kenne ich zum Beispiel noch aus Kindheitstagen als Herrn Paschulke aus Löwenzahn. Es sieht halt nicht immer überzeugend aus, wenn jemand absichtlich schlecht spielen will; auch das will gelernt sein. Alle Darsteller wurden nachträglich synchronisiert - und auch das natürlich bewusst mies, dafür aber teilweise von prominenten Sprechern.

Die Handlung ist völlig abstrus und hat nur sehr wenig mit der tatsächlichen Figur Thomas Hornauer zu tun (außerdem sieht Gerhard Hornbacher mit seiner Perücke, dem weißen Sakko und dem pinken Hemd eher wie ein gewisser Fernsehprediger aus, dessen Namen ich im Netz aber auf die Schnelle partout nicht finden konnte). Vielmehr versuchten die Macher, Parallelen zu "Mars Attacks!" und Ed Woods Trashmanifest "Plan 9 From Outer Space" herzustellen. Letztgenannter Film ist so witzig, weil er eigentlich völlig ernst gemeint, dabei aber so genial bekloppt ist, dass man herzlich über ihn lachen kann. Bei "Der Gründer" verhält es sich dummerweise anders herum: er soll witzig sein, ist es aber nicht. Die Gags sind einfach nur dumm und peinlich, und ich schaute mehrmals gequält auf die Laufzeitanzeige, nur um festzustellen, dass ich noch über eine Stunde Murks vor mir habe. Die am Computer erstellten "Special Effects" sehen zwar grottig aus, aber eben nicht so grottig, dass sie gewolt grottig erscheinen. Äh, war das verständlich formuliert? Am besten lässt man Computergedöns bei Trashfilmen sowieso weg, richtig schön schlechte "handgemachte" Effekte sind doch das einzig Wahre.

Fazit: Bei "Der Gründer" wurde enorm viel Potenzial verschenkt, als Parodie oder Satire geht der Streifen höchstens mit zwei zugekniffenen Augen durch. Auch Trash will gelernt sein, kann ich da als Freund solcher Filme nur sagen. Wie es richtig geht, hat zum Beispiel Troma Entertainment mit "Klassikern" wie "The Toxic Avenger" oder "Sgt. Kabukiman N.Y.P.D" gezeigt. Bei deutschen Filmen wären da "Deadly Nam" oder "Operation Dance Sensation" nennenswert. Davon könnte sich "Der Gründer" eine dicke Scheibe abschneiden.


Ruining Lives Ltd. Digi
Ruining Lives Ltd. Digi
Preis: EUR 21,98

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wieder eine runde Sache, 27. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Ruining Lives Ltd. Digi (Audio CD)
Nun ist er da: "Ruining Lives", der neue Longplayer von Prong. Wer die Band um Sänger/Gitarrist Tommy Victor bisher mochte, dürfte auch diesmal nicht enttäuscht werden. Stilistisch findet man alles wieder, was auf den bisherigen Prong-Alben vertreten war, also Thrash- und Groove Metal, Hardcore, einen kleiner Hauch Industrial. Während manche Songs pfeilschnell nach vorne thrashen, wird z.B. bei "Absence Of Light" der Stakkato-Stampfrhythmus aufgefahren, welcher ein bisschen an den Klassiker "Snap Your Fingers, Snap Your Neck" erinnert. Insgesamt ballert "Ruining Lives" ordentlich, viele Refrains gehen gut ins Ohr, verzichten dabei aber weitestgehend auf "konventionelle" Melodien, was natürlich für eine gewisse Eigenständigkeit sorgt. Lediglich bei "Self Will Run Riot" ist das ganz schön in die Hose gegangen, der Chorus klingt ziemlich daneben. Ansonsten gibt es aber wenig zu meckern, und der Sound ist auch noch exzellent. Der Bonustrack "Retreat", der auf der Limited Edition zu finden ist, fällt qualitativ nicht ab. Prong-Fans können bedenkenlos zugreifen.


The Dying Wonders of the World
The Dying Wonders of the World
Preis: EUR 13,86

5.0 von 5 Sternen Medlodic Death Metal in Perfektion, 27. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Dying Wonders of the World (Audio CD)
The Duskfall waren ganz klar eine der besten Melodic-Death-Metal-Bands überhaupt. Ihr (bis dato) letztes Album "The Dying Wonders of the World" aus dem Jahr 2007 unterstreicht diese Behauptung. Die Songs machen den perfekten Spagat zwischen Härte und eingängigen Melodien, die aber nie süßlich-poppig daherkommen. Zwar ist diese Platte im Schnitt vom Tempo her etwas gedrosselter als die ebenfalls tollen Vorgänger "Lifetime Supply of Guilt" und "Source", hat dafür aber mindestens genau so viele Ohrwürmer. Wo In Flames im neuen Jahrtausend immer schwächer wurden und ihren Stil in Richtung Modern Metal mit schiefem Cleangesang verschoben, rückten The Duskfall als mehr als passabler Ersatz nach. Angeblich plant Gitarrist Mikael Sandorf eine Wiederbelebung der Band, jedoch mit neuen Mitgliedern. Ob sie dann das alte Niveau halten können, wird sich zeigen, denn schon allein der überragende Drummer Oskar Karlsson dürfte schwer zu ersetzen sein.


You Are Here
You Are Here
Preis: EUR 18,98

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hard Rock/Metal vom Allerfeinsten, 26. April 2014
Rezension bezieht sich auf: You Are Here (Audio CD)
Ah, hier bin ich also. Dank des Covers des neuen Albums von High Spirits weiß ich das nun endlich. Der von Chris Black im Alleingang eingespielte Longplayer (der mit 35 Minuten gar nicht so lang ist) ist ein echter Volltreffer in Sachen Hard Rock und Metal im Stil der 80er. Nun könnte man eine für jene Zeit typische aufgeblasene Produktion befürchten, doch ist diese wunderbar reduziert und natürlich. Wir befinden uns ja schließlich im Jahr 2014, und mittlerweile hat man zum Glück erkannt, dass "Big Drums" und übertrieben viel Reverb auf den Gitarren einfach doof klingen und kein bisschen zeitlos sind. Kein bisschen doof sind die Songs auf "You Are Here": die wenig komplexen, dafür aber mit umso tolleren Melodien ausgestatteten Lieder gehen sofort ins Ohr und sind in dem Genre absolute Königsklasse. Direkt der Opener "When The Lights Go Down" ist einer der besten Hard Rock/Metalsongs des noch relativ jungen Jahres. Die nachfolgenden Tracks sind höchstens minimal schwächer, was bedeutet, dass sie immer noch sehr gut sind - Ausfälle gibt es keine. Klar, manchmal hat man das Schon-mal-irgendwo-gehört-Gefühl; aber das bleibt bei dieser Sparte halt nicht aus, und den Gesamteindruck schmälert es auch nicht.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2014 6:34 PM MEST


auch
auch
Wird angeboten von Bester Kauf
Preis: EUR 11,25

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Weg in die Mittelmäßigkeit setzt sich fort..., 24. April 2014
Rezension bezieht sich auf: auch (Audio CD)
...und das schon seit der Jahrtausendwende, denn seit "Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer!" (2000) haben Die Ärzte irgendwie kein wirklich überzeugendes Album mehr abgeliefert. Ich ziehe als Vergleich mal meine liebste Ärzte-Platte "13" aus dem Jahre 1998 heran. Da gibt es massenweise coole Songs, die im Gedächtnis bleiben, es wird ordentlich gerockt, und die Texte decken die ganze Palette von witzig, bissig, einfach sinnlos (aber dennoch spaßig) bis hin zu nachdenklich und melancholisch ab. Der "Grotesksong" ist noch dazu mein absolutes Lieblingslied der drei Berliner, da verzeihe ich ihnen sogar das bis zum Erbrechen im Radio und TV heruntergedudelte "Ein Schwein namens Männer" (bei dem Song wandert mein Finger heute noch zur Skip-Taste). Es gab früher auf Ärzte-Alben immer zahlreiche Kracher, aber immer auch ein paar Stinker. Heute verhält es sich leider eher umgekehrt: neben wenigen guten Songs ist viel Mittelmaß und sogar Schrott vertreten. Rein musikalisch probiert das Trio zwar einiges aus und wildert in verschiedenen Genres, aber das zündet halt nur selten. Auf "auch" (2012) gibt es tatsächlich nur drei Songs, die mir wirklich gut gefallen ("Ist das noch Punkrock?", "TCR", "Cpt. Metal"), der Rest ist okay bis verzichtbar. Keine gute Bilanz bei 16 Liedern. Auch die Texte lassen mich oftmals mit einem Fragezeichen über dem Kopf zurück. "Was sollte denn das jetzt gerade?", wollte ich hier und da wissen. Die Sachen, die lustig gemeint sind, wirken eher wie ein lahmer Witz, und die ernsten Texte sind größtenteils wenig aussagekräftig. Sicherlich gibt es viele Die-Hard-Fans, die "auch" abfeiern und sowieso alles toll finden, was "die bäste Bänd der Welt" fabriziert. Für mich wirken Die Ärzte im neuen Jahrtausend auf Platte (live sind sie nach wie vor absolutes Entertainment) einfach nur alt und satt. Schade.


Rayman Origins
Rayman Origins
Wird angeboten von Better Games Inc.
Preis: EUR 24,99

4.0 von 5 Sternen Tolles Jump 'n' Run mit kleinen Schwächen, 22. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Rayman Origins (Videospiel)
Noch so ein Spiel, das lange bei mir herumlag, welches ich aber erst vor kurzer Zeit richtig gezockt habe. Rayman Origins ist ein klassisches 2D-Jump 'n' Run, wie man es heute nur noch selten findet; außer als Indie-Game im Downloadformat. Optisch wirkt das Spiel wie ein Cartoon, die Grafik ist also zeitlos und wird auch in mehreren Jahren nicht an Reiz verlieren. Der Soundtrack ist witzig-originell und passt somit wie die Faust aufs Auge. Als Einzelspieler hat man es hier schwerer, da man recht oft hops geht und zum letzten Checkpunkt zurückgesetzt wird, während im Mehrspielermodus eine Wiederbelebung der Mitspieler möglich ist. Da wäre etwas mehr Balance wünschenswert gewesen. An sich ist der Schwierigkeitsgrad recht moderat (lediglich zum Ende hin wird es beinahe frustrierend schwer), doch will man alle Extras und Geheimnisse in den Levels mitnehmen, kann es schon ziemlich haarig werden. Besonders die Bonuslevels, in denen man die Schatztruhe jagt, sind eine echte Herausforderung. Wer ein solches auf Anhieb schafft, hat einfach nur Glück gehabt. Diese Abschnitte sind zwar kurz, aber wahnsinnig hektisch, und ein einziger Fehler bedeutet das Ende. Besonders ärgerlich ist das Truhenjagdlevel Nummer vier, "Pirate's Treasure": durch einen Bug ist es nicht möglich, den Abschnitt ohne einen komplizierten Trick zu beenden. An der Stelle habe ich ewig herumgeflucht, bis ich das Internet befragt habe. Tatsächlich, das ist ein Programmierfehler. So was darf eigentlich nicht sein! Davon ab macht Rayman Origins aber jede Menge Spaß. Die Steuerung ist geschmeidig, die Levels stecken voller witziger Ideen, man hat die Wahl zwischen verschiedenen Charakteren (es lassen sich mit der Zeit etliche neue freispielen), die Spielfigur erlernt mit der Zeit neue Fähigkeiten (tauchen, schweben etc.), und wer alle Extras kassieren will, ist lange mit dem Spiel beschäftigt. Zum Spielprinzip brauche ich wohl keine großen Worte verlieren, da klar sein sollte, was man bei einem Jump 'n' Run zu tun hat. Schön, dass es Spiele wie Rayman Origins auch heute noch hin und wieder gibt. Es muss ja nicht immer der neuste Ego-Shooter mit High-End-Grafik sein.


Strawberries and Cream [Explicit]
Strawberries and Cream [Explicit]
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Die Entdeckung des Jahrhunderts!, 22. April 2014
Durch Zufall bin ich in den unergründlichen Weiten des Internets auf die wohl beste Band des Universums gestoßen: Ninja Sex Party. Das Duo Danny Sexbang (alias Leigh Daniel Avidan) und Ninja Brian (alias Brian Wecht) hauen dem Hörer wunderbaren Nonsens im cheesigen 80er-Synthie-Rock-Gewand um die Ohren. Dabei geht es um weltbewegende Themen wie die Wichtigkeit einer Erektion und Geschlechtsteile im Allgemeinen, den ultimativen Metalsong, Riesenmonster, den Einhornzauberer, Ninja Brians Vorliebe für sinnlose Metzeleien - und vor allem jede Witze unter der Gürtellinie. Dannys ist tatsächlich ein wirklich guter Sänger, und Brian liefert auf seinen Synthies und Keyboards unglaublich eingängige Melodien ab. Übrigens gibt es zu beinahe jedem Song ein offizielles Youtube-Video. Klar, vielen wird der Humor eine Nummer zu stumpf sein, aber hey, wenn ich Niveau will, höre ich mir halt andere Bands an. Außerdem hat nicht jeder ein so gutes Gespür für sich im Gehörgang festkrallende Hooklines wie dieses Chaotenduo. Anspieltipps: "Best Friends Forever!", "Unicorn Wizard", "Rhinoceratops vs. Superpuma" - und natürlich das künstlerisch wertvolle "Symphony in P Minor". Wirklich schade, dass es "Strawberries and Cream" nur als Download und nicht als Super-Deluxe-CD-plus-DVD-Edition mitsamt Actionfigur gibt. Aber man kann halt nicht alles haben.


Nailwork
Nailwork
Wird angeboten von pahubhen
Preis: EUR 12,00

4.0 von 5 Sternen Melo-Death aus deutschen Landen, 22. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nailwork (Audio CD)
Für den ganz großen Wurf hat es bei Night In Gales leider nie gereicht. Dabei ist ihr Melodic Death Metal, der hin und wieder eine gewisse Thrash-Kante hat, qualitativ auf durchaus international konkurrenzfähigem Niveau - zumindest auf dem 2000er Album "Nailwork". Klar, die Deutschen kopieren hier viel vom bekannten Göteborg-Sound, aber die Songs sind größtenteils sehr gut gelungen. Nur wenige der Lieder auf "Nailwork" wirken ein bisschen beliebig, dafür können der eröffnende Titeltrack oder "Filthfinger" mit tollen Hooks aufwarten. Beim Allanah Myles-Cover "Black Velvet" bin ich ein bisschen zwiegespalten: früher gefiel es mir richtig gut, heute finde ich es irgendwie zu "haspelig". Am Sound gibt es nix zu mäkeln, der haut ordentlich rein. Dafür störe ich mich allerdings ein wenig am Gesang, denn wenn Björn Gooßes in Screamo-artiges Gekreische verfällt, sagt mir das nicht besonders zu. Zum Glück tut er das nicht konstant, denn die Growls und der tiefe Cleangesang sind da deutlich angenehmer. Insgesamt machen Night In Gales auf "Nailwork" eine gute Figur, und wer Meldodic Death Metal mag, sollte die Platte mal antesten.


Merchants of Air
Merchants of Air
Preis: EUR 19,69

4.0 von 5 Sternen Auch ohne Gesang gelungen, 21. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Merchants of Air (Audio CD)
Mit Instrumentalalben im Rock- und Metalbereich tue ich mich manchmal ein bisschen schwer. Emtweder sind sie wegen des fehlenden Gesangs langweilig, oder irgendwelche Egomanen wollen beweisen, dass sie fünf Millionen Noten pro Minuten spielen können. Zum Glück geht es auch anders, wie Kong mit "Merchants Of Air" beweisen. Die Industrial-Rockband aus den Niederlanden versteht sich darauf, interessante Songs ohne Gesang zu schreiben, die weder langweilig noch verfrickelt sind. Die Riffs sind ordentlich und lassen Genug Raum für eingestreute Samples und Keys. Dazu kommt ein gewaltige Dosis Groove, an Abwechslung mangelt es ebenfalls nicht. Das Album eignet sich ideal für längere Autofahrten, wenngleich nicht jeder Song ein Volltreffer ist. Doch mir fallen, wie eingangs schon angedeutet, nur wenige Rock- und Metalbands ein, die solch unterhaltsame Instrumentalalben auf den Markt werfen.


Silent Hill - Downpour - [Xbox 360]
Silent Hill - Downpour - [Xbox 360]
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Besser als der Vorgänger, schlechter als die Klassiker, 19. April 2014
Ich habe mir "Silent Hill - Downpour" kurz nach dem Erscheinungstermin vor ca. zwei Jahren gekauft; und es heute erst durchgespielt. "Wow, das muss ja umfangreich sein!", mag man nun denken. Äh, nein, ganz so ist es dann doch nicht. Irgendwie hatte ich das Spiel damals nach kurzem Anzocken beiseite gelegt und kürzlich erst wieder ausgegraben. Darum nun eine verspätete Rezension dazu.

Der Vorgänger "Homecoming" war wahrlich nicht das Gelbe vom Ei. Die Story war verhältnismäßig lahm, es wurde viel zu sehr ein Fokus auf die zeitaufwendigen und zu komplizierten Kämpfe gelegt, wobei diese bei Silent Hill eigentlich nicht im Mittelpunkt stehen sollten - dafür ist die Atmosphäre zuständig. "Downpour" geht da glücklicherweise wieder einen Schritt zurück zu den Wurzeln. Man übernimmt die Rolle des Sträflings Murphy Pendleton, der mit einem Bus in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll. Der Bus aber hat einen Unfall, und Murphy findet sich danach in dem berüchtigten Ort Silent Hill wieder. Bekanntermaßen ist dieser die Verkörperung schlimmer (verdrängter) Erinnerungen der jeweiligen Hauptfigur, quasi die ganz persönliche Hölle. In Murphys Fall hat es etwas mit einigen Dingen zu tun, die er im Knast getan hat, das sei zumindest gesagt.

Neu ist zum Beispiel, dass der Spieler nur zwei Waffen mit sich tragen kann. Zahlreiche verschiedene Nahkampfwaffen liegen überall herum, allerdings haben diese nur eine begrenzte Haltbarkeit. Notfalls kann man sich mit blanken Fäusten zur Wehr setzen. Entweder entscheidet man sich für die Kombi Nahkampf- und Schusswaffe (zwei Nahkampfwaffen sind nicht möglich), oder man nimmt zwei Knarren mit - Munition ist aber rar. Zudem gibt es nun etliche kleine Sidequests im Ort, für deren Erfüllung es Belohnungen in Form von Waffen oder Vorräten gibt. Hin und wieder setzt der namengebende Regen ein, bei dem man besser Schutz in Gebäuden sucht, denn bei Unwetter gibt es draußen zahlreichere und aggressivere Gegner. Die Gesundheit regeneriert sich nach wie vor nicht von selbst, mann muss Medikits benutzen, um sie wieder herzustellen. Davon gibt es zum Glück genug zu finden. Die Rätsel sind gut durchdacht und erfordern manchmal ein wenig Köpfchen. Atmosphärisch kann "Downpour" zwar nicht mit den ersten drei Teilen mithalten, aber schön düster und unheimlich ist es dennoch. Manuelle Savepoints gibt es nicht mehr, das Spiel speichert automatisch an bestimmten Stellen.

Kommen wir zu den Kritikpunkten: Die Steuerung ist ziemlich hakelig, und das Spiel ruckelt gerne mal. Man verliert während des Spiels gleich mehrmals die schöne Ausrüstung (so oft hätte das doch nicht sein müssen), und auch die Sequenzen, in denen man vom "roten Todeslicht" gejagt wird, sind ein wenig zu zahlreich ausgefallen. Zwei bis drei davon wären okay gewesen, aber es sind deutlich mehr. Jedes Mal, wenn man in die "Höllendimension" wechselt, kommt mindestens eine dieser Verfolgungsjagden. Apropos: Die Höllendimension war auch schon mal schauriger. Die Gegner wirken einfallsloser als bei den alten Teilen, zudem gibt es nicht gerade viele verschiedene. Auch gibt es nur einen einzigen Bossgegner. Na gut, zwei, wenn man den "Boogeyman" dazuzählt - und bei dem haben die Entwickler ganz klar bei "Deadly Premonition" geklaut. Ach, und was das nun alles mit dem Regen soll, erschließt sich mir auch am Ende nicht.

Trotz aller Kritik macht "Downpour" jede Menge Spaß - wenn man bei Silent Hill denn von Spaß sprechen kann. Vielmehr erwartet man ja diese "Ohmeingottwasisthierloswarumtueichdasalles-Atmosphäre", und die bekommt der Spieler weitestgehend auch - wenngleich nicht mehr so ausgeprägt wie in den ganz alten Teilen. Ähnliches gilt für die Story: Sie kann zwar nicht mit der von Silent Hill eins oder zwei mithalten (auch "The Room" hat eine tolle Geschichte, obwohl das Spiel an sich nicht besonders gut ist), aber sie ist zumindest originell verpackt. Auf jeden Fall ist "Downpour" ein Schritt in die richtige Richtung, und ich bin von dem Spiel nicht enttäuscht. Einen schicken Exklusivsong von Korn gibt's übrigens obendrein. Fans der Serie können zugreifen, Neueinsteigern empfehle ich zunächst -trotz mittlerweile veralteter Technik - die ersten drei Teile.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 12, 2014 9:53 PM MEST


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