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Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg)
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Super Ghouls 'n Ghosts
Super Ghouls 'n Ghosts

4.0 von 5 Sternen Eine der größten Herausforderungen der Videospiel-Geschichte, 1. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Super Ghouls 'n Ghosts (Videospiel)
Setzt euch, Kinder. Der Großvater erzählt euch jetzt mal eine Geschichte. Ihr glaubt ja, Demon's Souls und Dark Souls seien die schwersten Spiele, die es je gegeben hat. Da liegt ihr völlig falsch. Vor langer, langer Zeit, genauer gesagt Anfang der 1990er Jahre, gab es eine Spielekonsole, die nannte sich Super Nintendo Entertainment System, kurz SNES. Auf dieser Konsole gab es zahlreiche Spiele, die waren mindestens genau so schwer wie Demon's Souls und Dark Souls. Das war völlig normal: Der Spieler sollte gefordert werden und gar nicht in der Lage sein, das jeweilige Spiel schon im ersten Anlauf durchzuzocken. Na gut, damals war einer der Hauptgründe dafür, dass es oftmals theoretisch möglich war, so ein Spiel in einer Stunde oder weniger abzuschließen. Trotzdem: From Software (die Macher der Souls-Reihe) hat den hohen Schwierigkeitsgrad nicht erfunden, sondern nur wiederbelebt.

Nach der langen Einleitung kommen wir jetzt aber endlich zu Super Ghouls 'n Ghosts. Es hat seine Gründe, warum es zu den schwersten Jump 'n' Runs und Videospielen allgemein gezählt wird. Als Ritter Arthur muss man sich durch Horden von Dämonen, Untoten und Monstern kämpfen, um schließlich - ganz klassisch - die entführete Prinzessin zu retten. Das geschieht in sieben Levels, und die werden euch das Fürchten lehren! Nicht, weil sie so gruselig, sondern so bestialisch schwer sind. Ein Grund dafür ist die Steuerung Arthurs: Die Spielfigur bewegt sich fürs Genre relativ träge, und jeder Sprung will gut überlegt sein. Arthur beherrscht den Doppelsprung, allerdings lässt er sich, von der erneuten Betätigung der Sprungtaste mit der Möglichkeit zum Richtungswechsel, in der Luft nicht mehr steuern. Es kann also durchaus passieren, dass man direkt auf den sicheren Tod zuspringt, ohne noch etwas daran ändern zu können.

Als Bewaffnung stehen alle möglichen Wurfwaffen zur Verfügung, von denen einige besser, andere schlechter sind. Tragen kann man immer nur eine. Es ist natürlich ein bisschen Geschmackssache, aber von der Sichel oder der Fackel etwa würde ich dringend abraten, während der Dolch die für mich mit Abstand beste Waffe im Spiel ist. Arthur beginnt in seiner Rüstung, und kassiert er einen Treffer, zerspringt sein Schutz und er läuft nur noch in Boxershorts bekleidet herum. Ja, so war das damals halt. Der nächste Treffer bedeutet das Ableben. Zwar lassen sich Upgrades für die Rüstung finden, die beeinflussen aber nur die Leistung der Waffen, nicht den Schutz. Gegner gibt es in den sieben Levels massenhaft, sie sowie alle möglichen fiesen Fallen und Hindernisse werden euch mehr als einmal in die Verzweiflung treiben. Wer die Levels nicht auswendig lernt, hat nur eine geringe Chance, in Super Ghouls 'n Ghosts zu überleben.

Hat man den Boss im letzten Abschnitt geschafft, sollte man sich eigentlich über den Abspann freuen können. Aber da kommt einer der größten "Was zum Henker soll das denn?!"-Momente in der Videospiel-Geschichte: Man muss alle sieben Levels noch einmal durchspielen, weil man ohne eine bestimmte Waffe nicht gegen den allerletzten Boss antreten kann. Und nein, die lässt sich nicht im ersten Durchgang finden. Man muss die ganzen Qualen noch einmal erleiden. Was das soll, habe ich bis heute nicht verstanden (schon beim Vorgänger fürs NES war das so). Vielleicht wollten die Entwickler von Capcom das Spiel künstlich in die Länge ziehen, was aber eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Dennoch ist Super Ghouls 'n Ghost nach wie vor ein tolles Spiel. Die Levels sind abwechslungsreich und originell gestaltet, der Soundtrack ist fantastisch und der hohe Schwierigkeitsgrad extrem fordernd und motivierend gleichermaßen. Ich erinnere mich, dass ich das Spiel als Kind wirklich nach etlichen Versuchen durchgezockt habe. Entweder hatte ich eine Engelsgeduld, oder Super Ghouls 'n Ghosts hat ein schweres Trauma bei mir verursacht und ich bilde mir nur ein, es geschafft zu haben. Wie auch immer: Es ist auch heute noch ein richtig gutes Spiel, nur eben sauschwer. In Sachen Schwierigkeitsgrad wird es zwar immer noch von Battletoads übertoffen, aber das ist eine andere Geschichte.


The League of Shadows (Digipak)
The League of Shadows (Digipak)
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Gute Leistung von Paul Di'Anno und seinen Jungs, 30. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The League of Shadows (Digipak) (Audio CD)
Wenn bei einer Band Paul Di'Anno am Mikro steht, erwartet man wahrscheinlich automatisch, dass sie irgendwie nach Iron Maiden klingt - immerhin hat Di'Anno die ersten beiden Alben der Briten eingesungen, bevor Bruce Dickinson den Posten übernahm. Architects Of Chaoz allerdings klingen nur ein ganz kleines bisschen nach der New Wave of British Heavy Metal. Die Hauptbestandteile von "The League of Shadows" sind kerniger US Power Metal à la Metal Church (direkt das Eröffnungsriff der Platte erinnert an Metal Chuchs "Mirror of Lies") und Neo-Thrash/Groove Metal der Marke Pantera. Die Band schüttelt sich einige starke Riffs und einprägsame Refrains aus dem Ärmel, während Di'Anno immer noch recht gut bei Stimme ist - erstaunlich, wenn man bedenkt, was der schon alles mitgemacht hat. "The League of Shadows" ist ein durchweg gutes Album ohne Ausfälle geworden, das keineswegs nach altersschwachen Musikern klingt, sondern dank angenehmer Härte und ordentlicher Grooves den Eindruck vermittelt, dass es Paul Di'Anno und seine Mannen noch mal richtig wissen wollen. Einen wirklich herausrageden Übersong hat die Platte allerdings nicht parat. Man kann halt nicht immer alles haben.


Batman: Arkham Knight - [PlayStation 4]
Batman: Arkham Knight - [PlayStation 4]
Wird angeboten von badabing7785 zuzüglich Versandkosten (Alle Preise inkl. MwSt)
Preis: EUR 62,45

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Batmans Rückkehr, 29. Juni 2015
Nein, nein, gemeint ist nicht der Film von Tim Burton, wir reden hier von der Spielewelt. Mit Rocksteadys Batman-Reihe habe ich mich eigentlich erst ab 2014 so richtig befasst: Da kaufte ich mit Arkham City gebraucht auf dem Flohmarkt für die Xbox 360. Zwar kannte ich das Spiel schon ein wenig, selbst gezockt hatte ich es bis dahin aber nicht. Schnell war ich begeistert von dem Gesamtpaket: Gameplay, Story, Optik, Soundtrack, das alles passte super zusammen, und ich legte mir auch noch Arkham Asylum zu. Arkham Origins habe ich hingegen nicht gespielt, da das nicht von Rockstedy entwickelte Batman-Spiel nicht so prall sein soll, wie ich von mehreren Seiten hörte. Nun legt Rocksteady endlich mit dem Batman-Teil für die aktuelle Konsolengeneration nach. War Arkham City in Sachen Größe der Welt schon eine deutliche Steigerung zu Arkham Asylum, gibt es hier wieder einen großen Sprung. Der Spieler kann sich in einem nicht gerade kleiner Teil von Gotham City mehr oder weniger frei bewegen. Die Stadt ist so gut wie frei von Zivilisten, da der Fiesling Scarecrow droht, sein Angstgas in der ganzen Stadt (und darüber hinaus) zu versprühen. Somit sind die Einwohner Gothams geflohen, zurück bleiben nur die Schurken, einige Einsatzkräfte - und natürlich Batman. Der legt sich nicht nur mit seinen altbekannten Erzfeinden an, sondern auch mit dem mysteriösen Arkham Knight, welcher dem Spiel seinen Namen verleiht. Und ich will nicht zu viel verraten, aber obwohl der Joker offiziell tot ist, ist er nicht völlig aus der Welt.

Wer die Vorgänger gespielt hat, wird sich auch bei Arkham Knight schnell einfinden. Das bewährte Kampfsystem gibt es noch, ebenso das Aufwertungsprinzip der Ausrüstung durch Erfahrungspunkte. Batman kann sich nach wie vor schnell per Greifhaken über die Dächer, Brücken und Türme Gothams schwingen und mit seinem Umhang gleitend auch weite Strecken zurücklegen. Im Laufe des Spiels wird immer mehr Equipment freigeschaltet, das sich an bestimmten Stellen als nützlich erweist. Neu ist das Batmobil, das an sicheren Stellen einfach per Tastendruck herbeigerufen werden kann. Mit dem Fahrzeug kann man sich auf dem Boden schnell durch die Stadt bewegen und dank eingebauter Bewaffnung lästige Drohnenpanzer ausschalten, gegen die man zu Fuß keine Chance hat. Außerdem verfügt das Batmobil über einige weitere Gadgets, ohne die es an manchen Stellen ansonsten kein Weiterkommen gäbe.

Arkham Knight spielt sich also wie Arkham City, nur in deutlich größer und mit Batmobil. Es gibt erneut zahlreiche Nebenmissionen, Batman muss sein Hightech-Detektiv-Equipment nutzen, um Fälle aufzuklären (daran wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich gefeilt), man kann aber auch einfach auf eigene Faust durch die Stadt gleiten und dem Schurken-Fußvolk ein paar Schellen verteilen. Ich persönlich stehe der Sache mit dem Batmobil allerdings ein bisschen kritisch gegenüber: Meiner Meinung nach ist man zu oft gezwungen, das Ding einzusetzen. Klar, es ist ein neues Feature, aber weniger ist manchmal mehr. Dennoch bleibt mein Gesamteindruck ein positiver. Arkham Knight macht jede Menge Spaß, sieht prima aus und hat erneut die gelungene, düstere Batman-Atmosphäre, die irgendwo zwischen den Comic- und Realfilm-Versionen pendelt. Enttäuscht bin ich also definitiv nicht.


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Preis: EUR 22,49

4.0 von 5 Sternen Dann mal gute Nacht, 29. Juni 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das AmazonBasics-Spannbetttuch ist, wie schon oft genug erwähnt, zu 100 Prozent aus Baumwolle, was ja nicht schlecht sein kann. Es ist sehr fein gewebt, passt perfekt auf eine 140 Zentimeter breite Matratze und hat dort eine angenehm glatte Oberfläche, die vor allem im Sommer angenehm ist. Der eventuelle Nachteil an der Geschichte ist, dass das Betttuch nach dem Waschen knitterig ist. Mich stört's allerdings nicht unbedingt, ich bin eh notorischer Nichtbügler. Vorsicht ist bei der schneeweißen Farbe geboten: Weil darauf sofort jedes bisschen Schmutz sichtbar ist, sollte man beispielsweise zum Kleckern neigende Lebensmittel lieber nicht mit ins Bett nehmen. Ist nur so ein Tipp. Aber ist ja eure Sache, was ihr so für schmutzerzeugende Sachen in euren Betten macht. Davon will ich gar nichts wissen. Das Betttuch hier ist jedenfalls gut, darum ging's ja eigentlich. Nur der Preis ist vielleicht ein bisschen hoch angesetzt.


Fool's Gold
Fool's Gold
Preis: EUR 16,49

5.0 von 5 Sternen Eines der besten Rotzrock-Alben der letzten Jahre, 26. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Fool's Gold (Audio CD)
Wenn man die 20 noch nicht erreicht hat, gibt es sie noch: Die Alben, die das eigene Leben verändern. Zu der Zeit ist vieles noch neu und beeindruckend. Hat man die 30 erst mal überschritten, geht das alles nicht mehr so einfach. Da hat man fast alles schon gesehen und gehört, so schnell haut einen dann nichts mehr aus den Latschen. Wieso ich mit solch einem Gefasel in die Rezension einsteige? Weil "Fool's Gold" so ein Album wäre, das mein Leben hätte verändern können, als ich etwa 18 war. Damals, also Ende der 90er, kamen Platten wie "Total 13" von den Backyard Babies, "Apocalypse Dudes" von Turbonegro und "Payin' The Dues" von den Hellacopters raus. Für mich alles zeitlose Klassiker des skandinavischen Rotzrocks, und da hätte sich "Fool's Gold" nahtlos einreihen können. Nun ist das Album aber erst 2015 erschienen, und ich bin nicht mehr so leicht zu beeindrucken. Doch ich bin mir darüber im Klaren, dass es sich um ein geniales Werk handelt. Iron Lamb machen auf ihrem Zweitling wirklich alles richtig und kombinieren Punk 'n' Roll mit einem ordentlichen Schuss Motörhead, was man vor allem bei "Feed the Fire" und "Deadend Blues" hört, welche fast mehr nach Motörhead als Motörhead selbst klingen. Richtig schön dreckig sind die Stücke, und "Smile Now Cry Later" sowie "Mockingbird" sind waschechte Hits, die man nicht mehr aus dem Ohr bekommt. Überraschend ist "Leave Me Be", wo Iron Lamb plötzlich Dark Wave in den Sound integrieren - tiefe Gothic-Rock-Stimme statt Whiskey-Röhre inbegriffen. "Fool's Gold" ist also zudem abwechslungsreich, von vorne bis hinten Spaß macht das Album auch. Wäre die Platte schon 15 Jahre alt, würde sie heute zu meinen all-time favorites zählen. Aber dafür ist das Teil halt zu neu - oder ich zu alt, je nachdem.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 26, 2015 9:28 PM MEST


Duende
Duende
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Tolles Modern-Prog-Metal-Debüt, 26. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Duende (Audio CD)
Bei der Suche nach mit The Great Discord vergleichbaren Bands fallen schon mal Namen wie Between The Buried And Me, The Dillinger Escape Plan, Meshuggah und Mastodon. Diese Namen kann man tatsächlich heranziehen: The Great Discord klingen wie ein Mix daraus, aber das allein erklärt den Sound nicht, zumal noch andere Elemente hinzukommen. Dass es sich bei der Musik um modernen Progressive Metal handelt, kann man aber definitiv so festhalten. Der größte Unterschied zu den genannten Acts besteht darin, dass bei The Great Discord eine Frau am Mikro steht - und Sofia "Fia" Kempe beweist eindrucksvoll, dass sie ihr Handwerk versteht. Sie meistert völlig abgefahrene Gesangslinien (die es auf "Duende" öfter mal gibt) genau wie Ohrwurm-Melodien. Die Mitmusiker unterdessen bauen gerne völlig vertrackte Rhythmen und schräge Akkorde ein. Doch bevor solch ein Part Gefahr läuft, von interessant auf nervig zu kippen, kommen The Great Discord mit einer ohrenschmeichelnden Hookline um die Ecke, um für den Ausgleich zu sorgen. Die Übergänge wirken aber keineswegs wie ein harter Cut, sondern vielmehr fließend. Damit gelingt den Schweden das Kunststück, sowohl technisch anspruchsvoll und progressiv als auch eingängig zu sein. "Duende" ist ein sehr starkes Debüt, welches hoffen lässt, dass man von dieser Band noch mehr hören wird.


Evil Dead (Cut) [Blu-ray]
Evil Dead (Cut) [Blu-ray]
DVD ~ Jane Levy
Preis: EUR 7,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Im Vergleich zum Original ziemlich schwach, 25. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Evil Dead (Cut) [Blu-ray] (Blu-ray)
The Evil Dead, das Original aus dem Jahr 1981, ist zu Recht ein Klassiker des Horror/Splatter-Films. Das Remake aus dem Jahr 2013 kann da nicht ansatzweise mithalten. In Sachen Handlung wurden Modifikationen vorgenommen: Im Original fahren fünf junge Leute in eine einsame Waldhütte, um einfach mal Urlaub zu machen, während sie sich im Remake dort treffen, da ein Mitglied der Gruppe drogenabhängig ist und in der Einsamkeit des Waldes der kalte Entzug stattfinden soll. Gleich geblieben ist, dass sich in der Hütte das in Menschenleder gebundene Buch befindet, welches das Böse heraufbeschwört. Und so verwandelt sich zunächst eines der Mädels in ein dämonisches Etwas - wie es weitergeht, kann man sich wohl denken: mit jeder Menge Blutvergießen. Ich will nicht zu viel spoilern, deshalb sage ich nur, dass sich der Ausgang des Films dann wieder vom Original unterscheidet.

Von jenem Blutvergießen fehlen in der deutschen Fassung einige Szenen, da die ungeschnittene Version auf dem Index gelandet ist. Trotzdem ist noch viel an Blut, Schmadder und Geschnetzel übrig geblieben. Immerhin. Was Evil Dead allerdings abgeht, ist der Witz des Originals. The Evil Dead (Tanz der Teufel) ist keine Komödie, aber der Film verfügt über geschickt eingeflochtenen Humor. Der fehlt dem Remake fast völlig, es scheint sich selbst eine Spur zu ernst zu nehmen. Außerdem bleiben die Charaktere ziemlich gesichtslos. Es macht mir als Zuschauer wenig aus, wenn einer von denen abgeschlachtet wird, da ich eh keine Art von Verbundenheit fühle. Und außerdem: Evil Dead ohne einen Ash, das ist doch nix. Okay, Bruce Campbell (welcher einst Ash spielte und im Remake als Produzent in Erscheinung tritt) hat nach den Credits einen ganz kurzen Gastauftritt. Nicht falsch verstehen: Ich will den mittlerweile fast 60-jährigen Campbell wirklich nicht als Hauptdarsteller in der Neuauflage sehen, das wäre ganz schön albern. Aber jemand, der ihm in der Hauptrolle von Evil Dead das Wasser reichen kann, wäre toll gewesen. So jemanden gbt's allerdings in der Version von 2013 nicht.
Ich weiß, dass Evil Dead von Kritikern und vielen Fans gleichermaßen gelobt wurde. Bei mir kam das Remake aber nicht so gut an. Man muss schließlich nicht alles toll finden, und für mich ist Evil Dead nur eines: ein 08/15-Horror/Splatter-Film ohne irgendwas Besonderes.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 28, 2015 11:59 AM MEST


You Can't Hurt Steel
You Can't Hurt Steel
Preis: EUR 19,04

3.0 von 5 Sternen Das hätte was werden können..., 23. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: You Can't Hurt Steel (Audio CD)
Das trashige Sci-Fi-Cover im 80er-Stil und der genial-dämliche Albumtitel "You Can't Hurt Steel" machen durchaus neugierig auf The Morning After. Das Album von 2009 ist das Debüt der Band aus Großbritannien, die Metalcore mit 80er-Jahre-Stadionrock vermischt. Killswitch Engage trifft auf Night Ranger, sozusagen. Die Songs weisen sowohl gewollt cheesige Hooklines als auch eine gewisse Komplexität auf. Für meinen Geschmack ist der Metalcore-Anteil allerdings sowohl etwas zu hoch als auch zu erzwungen. Irgendwie scheint es so, als würden The Morning After mitten im Song bemerken, dass sie ja auf einmal ziemlich old school klingen und mit einem schnell eingestreuten Breakdown und Growls zeigen wollen, dass sie ja auch richtig modern sind. Somit sind etliche Metalcore-Parts eher Fremdkörper als passende Stilelemente. Den Spagat haben die leider aufgelösten Blessed By A Broken Heart deutlich besser hinbekommen. Ein echter Höhepunkt von "You Can't Hurt Steel" ist ausgerechnet die Power-Ballade "In the Heart of the Young": Da trauen sich The Morning After, voll und ganz auf cheesigen 80er-Rock zu setzen, mit dem Ergebnis, dass die Nummer nicht zerfahren wirkt und dank des extrem eingängigen Chorus' lange im Gedächtnis bleibt. Warum denn nicht immer so? Bisher hat die Band (anscheinend) zwei Alben rausgebracht, der Nachfolger von "You Can't Hurt Steel" hört auf den Namen "Legacy". Die Platte habe ich noch nicht gehört, aber wenn ich die Reviews so durchlese, hat es ganz klar den Anschein, dass sich The Morning After in Sachen Songwriting nicht großartig verändert haben. Schade, denn so wird das wohl nicht wirklich was mit uns.


Confuse and Conquer
Confuse and Conquer
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Poison Idea wollen's noch mal wissen, 21. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Confuse and Conquer (Audio CD)
Dass Poison Idea schon weit über 30 Jahre im Geschäft sind, hört man ihnen nicht an: Ihr räudiger Hardcore Punk mit einer ordentlichen Schippe Rock 'n' Roll klingt auch auf dem neuen Album "Confuse and Conquer" eher nach einer jungen und hungrigen Band als nach "alten Herren". Na gut, von der Originalbesetzung ist nur noch Sänger Jerry A. übrig, aber da wollen wir mal nicht kleinlich sein. Wut im Bauch haben Poison Idea jedenfalls noch. Nun wird auf "Confuse and Conquer" aber nicht ohne Pause durchgerüpelt: "Hypnotic" ist vergleichsweise leichtfüßig, hat eine tolle Hookline, ein One Finger Piano und Ohoho-Backgroundchöre, "Dead Cowboy" ist tatsächlich eine Westernnummer mit tiefem Gesang, und "Psychic Wedlock" führt den Hörer mit einem langen und ruhigen Klavierintro in die Irre, bevor musikalisch die Wildsau von der Leine gelassen wird. Poison Idea haben nix verlernt und knüpfen mit "Confuse and Conquer" locker an ihr hoch gelobtes "Feel the Darkness" an. Alle Achtung!


Skills in Pills
Skills in Pills
Preis: EUR 14,99

20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett, aber sensationell geht anders, 20. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Skills in Pills (Audio CD)
Um "Skills in Pills" wurde im Vorfeld jede Menge Wind gemacht: Rammstein-Sänger Till Lindemann und Produzent/Pain- und Hypocrisy-Bandleader Peter Tägtgren tun sich zusammen! Sensationell! Vor allem die Rammstein-Fans dürften erfreut gewesen sein, da das letzte Album der Berliner schon einige Jahre zurückliegt. Das Ergebnis klingt tatsächlich so, wie man es erwarten konnte: nach einer Mischung aus Rammstein und Pain. Es handelt sich also um leicht bekömmlichen Industrial Rock/Metal mit Pop-Appeal. Die schreckliche Vorab-Single "Praise Abort" ließ Schlimmes befürchten, doch ist das Album letztendlich gar nicht mal so übel geworden. Eine Sensation sieht anders aus, aber Songs wie "Home Sweet Home" und "Yukon" kann man ihre Ohrwurm-Qualitäten nicht absprechen.

Kommen wir nun aber zum großen Kritikpunkt, und der ist Till Lindemanns Gesang. Verstehen wir uns nicht falsch, er kann singen und hat Charisma in der Stimme, das hat er bei Rammstein oft genug bewiesen. Das Problem sind die englischen Texte. Wer mal ein Interview mit Lindemann auf Englisch gesehen oder Rammsteins Depeche-Mode-Cover "Stripped" gehört hat, weiß, dass es der Hüne mit der englischen Sprache nicht so hat. Seine Aussprache ist grauenhaft, und es wurde ja oft genug betont, dass das Absicht sei - aber ich glaube wirklich, dass er es sowieso nicht viel besser kann. Sein Vokabular mag zwar nicht winzig sein, doch reicht es nicht, um den Wortwitz und die Metaphern einzubauen, die er bei Rammstein verwendet. Somit sind die englischen Texte auf "Skills in Pills" ziemlich platt, teilweise sogar peinlich. Bei "Fish on" und "Golden Shower" etwa kommt man aus dem Fremdschämen gar nicht mehr heraus. Vielleicht hätte man in diesem Fall den Teil mit der Lyrik doch einem anderen Texter überlassen sollen. Googelt man heute "Lindemann Skills in Pills", ist der erste Treffer: "BILD hat das Debüt des Rammstein-Sängers schon gehört. So versaut ist das Skandal-Album von Lindemann!" Das sagt schon vieles, denn mit Tiefgang hat das Schmierblatt Bild ja schließlich wenig am Hut. Da kommen die platten Provokationsversuche von Lindemann natürlich gerade recht. Und die Kommentarschlacht bei den gemischt ausgefallenen Online-Rezensionen war auch vorprogammiert. Von "Das Ding ist super, und wer was anderes sagt, hat einfach keine Ahnung" bis hin zu "Wer diesen anspruchslosen Schrott namens 'Skills in Pills' abfeiert, kauft auch Musik von Helene Fischer" ist alles dabei.

Schade, denn rein musikalsch kann "Skills in Pills" großteils überzeugen. Klar, ausgefeilt und originell ist da nix, dafür aber immerhin catchy. Wenn ich jedoch lese, dass einige Hörer "Album des Jahres!" jubeln, gucke ich schon ein bisschen ratlos und frage mich, ob die ansonsten gar keine anderen neuen Alben gehört haben. Na ja, jeder nach seiner Fasson. Allein der große Name des Projekts wird das Ding schon an die Spitze der Charts wuchten. Funktioniert ja immer, so was.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 22, 2015 9:13 AM MEST


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