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Rezensionen verfasst von
MartyJo (Berlin)

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Anvil Unisex Baseballkappe mit niedrigem Profil (One Size) (Schwarz)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für den Preis unschlagbar, 13. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kann mich nur den positiven Besprechungen hier anschließen. Das Anvil Logo ist innen und damit unsichtbar, der Stoff ist leicht und auch für den Sommer brauchbar und vor allem passt sie auch für kleinere Köpfe (andere versprechen das zwar auch, aber one-size-fits-all ist nicht immer one-size-fits-all). 100%ige Kaufempfehlung.


Original Album Series
Original Album Series
Preis: EUR 15,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cockney Rebel - nicht ganz komplett, aber komplett preiswert, 14. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Original Album Series (Audio CD)
Auch wenn Stephen Nice als Steve Harley immer noch - und mittlerweile seit 42 Jahren - in der Musiklandschaft aktiv ist, sind es in erster Linie die vier Jahre von 1973 - 76, die für Fans und Kritiker relevant sind. Um die ersten fünf Alben, die in dieser Phase unter dem Banner "Glam-Rock" und dem Gruppennamen "Cockney Rebel" erschienen sind, geht es in dieser preiswerten Box.

Als Cockney Rebel im November 1973 mit "The Human Menagerie" debütierten war der eigentliche Glam-Rock schon am faden: David Bowie coverte sich mit den bald aufgelösten "Spiders From Mars" durch die britischen 60s ("Pin-Ups"), Brian Eno hatte Roxy Music verlassen, die im November mit seinem Nachfolger Eddie Jobson "strandeten" (und die Glam-Kostüme gegen Anzüge tauschten) und T.Rex begannen den Auszug aus den Top 20 (das Level von "Electric Warrior" und "The Slider" war da sowieso schon längst Geschichte). Andere Glam Acts, die Sparks mal ausgenommen, glitzerten danach eh nur noch als musizierende Kleiderständer. Steve Harley (auf dem ersten Album noch im Gruppenverband) hatte es auf Anhieb geschafft, sich auf Augenhöhe mit Bryan Ferry und David Bowie zu begeben und dem Glam-Rock noch ein paar neue Facetten zu spendieren.

"Human Menagerie" ist zwar noch nicht ganz ohne Schwächen, aber Tracks wie "Hideaway", "Mirror Frak", "Death Trip" und die erste Single "Sebastian" heben das Debüt, für mich jedenfalls, auf Rang zwei unter den Harley Alben der Cockney Rebel Ära. Den Sound dominieren im wesentlichen Akustikgitarren, Jean-Paul Crockers Violine und Andrew Powells Orchester, sowie ein E-Piano, gespielt von Milton Reame-James.
Mit Alan Parsons als Produzent perfektionierten Cockney Rebel im März 74 mit der Non-Album Single "Judy Teen" ihren Sound. (Sowohl die ehemalige A-, als auch die B-Seite "Spaced Out" und die "Sebastian" Flipside "Rock And Roll Parade" fehlen leider in dieser Box.)

Album Nr. 2 "Psychomodo" (Juni 1974) gehört, wohl nicht nur für mich, zu den größten Alben aller Zeiten. Niemand, auch Harley selbst, hat jemals etwas vergleichbares aufgenommen, "Ritz", "Cavaliers", "Tumbling Down", "Mr. Soft" ... das Album enthält eigentlich nur Klassiker. Der Sound ist nicht weit vom Vorgänger-Album, wirkt nur wesentlich geschlossener. Für Alan Parsons ist es, nach "Abbey Road" und "Dark Side Of The Moon", das dritte Meisterwerk, vor Gründung des Alan Parsons Project. Eine 6 Sterne Platte.
Unglücklicherweise trennte sich die Band wenige Wochen danach. Ich denke, die Band hatte einen wesentlich größeren Anteil an der musikalischen Ausgestaltung als Steve Harley zugeben mochte. Man trennte sich nicht im Guten. Eine Versöhnung mit den noch lebenden Ex-Cockney Rebels fand nie statt. Steve Harleys Folgesingle "Big Big Deal" unter eigenem Namen und ohne Alan Parsons Produzentenkompetenz eingespielt ging gnadenlos unter. (Auch diese, wie alle Non-Album Tracks, sind nicht hier enthalten. Keine Bonus Tracks!).

Album Nr. 3 dokumentiert die Auferstehung, erneut mit Alan Parsons und mit neuer Band, die er wieder "Cockney Rebel" nennt (nur der Drummer Stuart Elliot bleibt mit einigen Unterbrechungen bis heute an seiner Seite). Auf "The Best Years Of Our Lives" (März 1975) "glamt" nicht mehr viel, nur "Back To The Farm" und "It Wasn't Me" erinnern noch ein wenig an den früheren Sound. Den damaligen großen kommerziellen Erfolg hatte das Album im wesentlichen durch die vorab veröffentlichte Single "Make Me Smile (Come Up And See Me)" (mit einem grandiosen Akustikgitarrensolo von Jim Cregan). Die zweite Single "Mr Raffles" und "Best Years ..." gehören zu den Klassikern, mit "Panorama" enthält "Best Years" leider auch eine Anbiederung an den amerikanischen Mittsiebziger Rock. Auch sonst wirkt das Album im Vergleich zu "Psychomodo" heute eher konventioneller und ist erscheint mir nicht so gut gealtert. Für mich die viertbeste Cockney Rebel Produktion.

"Timeless Flight", das vierte Album, kommt gänzlich ohne Hits aus. Die Single "Black Or White" geht mit seinen Orchestersounds wieder zurück zu den Anfängen, konnte jedoch nicht charten, warum auch immer. "Red Is A Mean, Mean Colour", "All Men Are Hungry" oder "Nothing Is Sacred" gehören zu den besten Songs, die Harley je geschrieben hat. Mit "White, White Dove" bewegt sich die Band sogar auf Funkgebiet ohne dabei peinlich zu wirken. "Throw Your Soul Down Here", vielleicht der gewagteste Beitrag zu "Timeless Flight" ist quasi "Bob Dylan goes Jazz". Insgesamt wirkt dieses Album unglaublich unverkrampft, entspannt und mit viel Spielfreude eingespielt. Harley selbst agiert hier fast gänzlich ohne seine üblichen Manierismen und lässt die Texte allein durch ihre eigene Poetik wirken. Leider wirken "Don't Go ..." und "Everything Changes" ob seiner Keyboardsounds nicht mehr zeitgemäß. Für mich jedenfalls mindestens das drittbeste Album, gaaanz knapp hinter "Human Menagerie" ... ganz bestimmt aber das sympathischste von allen.

Das letzte Steve Harley & Cockney Rebel (Studio) Album hinterlässt mich etwas ratlos. Die Hit-Single "Here Comes The Sun" ist zwar ein inspiriertes Cover, aber irgendwie auch überflüssig und fügt sich so gar nicht ins Konzept von "Love's A Prima Donna". Die sonst so poetischen Texte weichen hier meist one-liners ("Finally A Card Game", "Is It True What They Say" etc.), der musikalische Gehalt der Versatzstücke besteht im wesentlichen aus auf ProgRock hochgezüchteten Rock And Roll und Doo Wop Strukturen mit extensiven, heute billig wirkenden Studio-Gimmicks. Gespielt ist das alles makellos, nur wozu? MIR zumindest erschließt sich nicht der Sinn dieses ... tja: Konzeptalbums (?). "Carry Me Again" und "(Love) Compared With You" sind für mich die einsamen Song-Perlen, die wesentlich besser auf "Timeless Flight" aufgehoben gewesen wären. Das Titelstück erinnert ein wenig an "Make Me Smile" und klingt, herausgerissen aus dem Konzept gar nicht mal sooo übel. Dennoch: "Love's A Prima Donna" ist für mich, positiv formuliert, das fünftbeste Album dieser Box. Als Beigabe jedoch völlig OK.

Auch wenn Steve Harley das Markenzeichen "Cockney Rebel" später hin und wieder verwendet hat, mit den beiden Bands die in dieser Box zu hören sind hat das nichts mehr zu tun. Im Herbst 2015 wird es jedoch für eine kurze Tour eine Live-Reunion der Mark II Besetzung zum 40sten Jubiläum des Erscheinens von "Best Years Of Our Lives" geben.

Fazit: Beim aktuellen Verkaufspreis bekommt man, abgesehen von etwa einem Dutzend Non-Album Tracks und dem Live-Album "Face To Face", den kompletten Backkatalog von Cockney Rebel, bzw. Steve Harley & Cockney Rebel. Mindestens drei Alben davon halte ich für Klassiker, aber auch auf dem Rest befinden sich noch sehr gute Songs. Angesichts des Preis/Leistungsverhältnisses eine klare Kaufempfehlung!


Further Deeper
Further Deeper
Wird angeboten von marvelio-germany
Preis: EUR 9,23

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiter/Tiefer/Innovativer/Komplexer, 9. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Further Deeper (Audio CD)
15 Rezensionen bei Amazon.com und hier nur eine EINE (?!?). The Church waren nie eine große Nummer in Deutschland, nun ist "Further/Deeper" hierzulande sogar nur noch als Import erhältlich. Schade eigentlich, denn es ist meiner Meinung nach das beste Album seit "After Everything". Alles dazwischen war in meinen Ohren zwar inspiriert geschrieben, meisterhaft arrangiert und sehr gut produziert - nur leider nie durchgängig großartig wie beispielsweise "Blurred Crusade", "Heyday", "Starfish", "Priest=Aura" oder "Hologram Of Baal".

Die erste "Single" (wenn man das heute noch so nennen kann) "Pride Before A Fall", knüpf noch fast nahtlos an "Untitled #23" an, eine dieser typischen Wie-in-Zeitlupe-Balladen, von denen Steve Kilbey wahrscheinlich täglich ein Dutzend schreiben könnte, nur nicht in dieser Intensität wie hier. Dafür hat er diesmal seine Stimme etwas höher gelegt, was "Pride" in eine andere Dimension hebt. Klassiker.
Das Album selbst beginnt wie eine Canabisschwaden umnebelte Dampflock. "Vanishing Man" stapft unaufhaltsam vorwärts und erinnert dabei ein wenig an die 80er - Simple Minds, Killing Joke oder Echo & The Bunnymen.
Der zweite Song ("Delirious") hat noch ein wenig mehr Tempo. Auch das ein Novum auf diesem Album. Die wahren Perlen kommen jedoch erst noch.
"Toy Head" könnte auch von "Seance" stammen, was für mich ein Kompliment ist.
Song Nr. 5 ist dann einer meiner absoluten Favoriten, das Akustikgitarrengestützte "Laurel Canyon". Man beachte z.B. die Klaviersprengsel (bei 2:44 etwa). Grandios.
"Love Philtre" setzt den Reigen fort. Kaum fassbar was dort alles an Einflüssen zu hören ist, Brian Wilson, Radiohead ... Dann der plötzliche Wechsel bei 3:19. Pink Floyd? Zwischen 3:52 und 4:10 klingt es dann plötzlich nach .... äh ... Mike Oldfield?? Eine weibliche Stimme, dann Oktavdoppelungen bei Steve Kilbey ... Bei etwa 5:00 setzten The Church kontrapunktisch gesetzte Gitarrenlinien ein. Das ist, sprechen wir es ruhig aus, eigentlich schon ProgRock.
Kaum ist der letzte Ton verklungen geht es schon weiter, diesmal mit einem an XTC erinnernden Intro. Nach 20 Sekunden kommt dann jedoch die eigentliche Überraschung: düstere Electrobeats umweht von Gitarrenfetzen und einem Tomorrow Never Knows Schlagzeug. Das Ganze nennt sich "Globe Spinning".
"Old Coast Road" ist dann eher wieder der traditionelle Church Song, wie er auf fast jedem Album seit 1998 hätte sein können. Gesanglich wagt Kilbey wieder einmal höhere Tonlagen.
Die Backwards Gitarrenarbeit bei "Lightning White" (ab etwa 3:20) weiß ebenfalls zu überzeugen. So deutlich sind Beatles Einflüsse selten bei The Church zu hören gewesen, speziell Harrisons Solo von "Rain" lässt grüßen.
"Volkano" hinterlässt keinen besonderen Eindruck, ist aber auch kein Ausfall.
Und dann - der Song, der schon jetzt ein Live Klassiker geworden ist: Miami. Eigentlich klingt er live auch wesentlich besser als auf dem Album, was übrigens für fast alle Songs gilt. Die Mundharmonika von Peter Koppes, die im Konzert Szenenapplaus bekommen hat geht hier beinahe unter. Auf der aktuellen Tour spielen The Church mittlerweile drei Songs aus "Blurred Crusade", ein Album das viele Fans kaum noch auf dem Schirm haben. "Miami" klingt zu Teilen wie eine Rückbesinnung auf diese Phase.

Irgendwie schließt sich der Kreis mit "Further/Deeper". So gut wie alles was The Church beeinflusst haben ist in diesem Album zu hören, inklusive ihrer eigenen Vergangenheit. Diesmal allerdings strukturierter als zuletzt. Endlos ausufernde Jams sucht man vergeblich. Ich persönlich begrüße das sehr. Das Fehlen von Marty Willson-Piper scheint Kilbey, Koppes & Powels eher motiviert zu haben.

Fazit: Das neue Album ist nicht nur "Weiter/Tiefer", sondern schneller, strukturierter, gewagter und vielseitiger geworden. Nicht nur die Gitarrenarbeit von Ian Haug ist neu, auch gesanglich gibt es einiges so bisher ungehörtes. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist für mich die Abmischung. Mit Hall und Echo ist die Band noch nie besonders sparsam umgegangen, diesmal ist es definitiv zu viel. Der Sound schwimmt streckenweise nur noch, was durch die schnelleren Tempi erst recht störend wirkt. Vielleicht sollte man die Platte diesmal "ent"mixen, statt remixen.
Die Substanz selbst jedoch stimmt- Die Songs, Arrangements und Performance von "Further/Deeper gehören mit zum besten was The Church je gemacht haben. Welche Band kann nach 35 Jahren Existenz noch so ein Album abliefern?
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 10, 2015 10:48 PM CET


Down for the Count - the Best of the 1950s
Down for the Count - the Best of the 1950s
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 17,97

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Labelübergreifende Low Budget Box mit 17 kompletten Alben, 5. März 2015
Keine Frage, 17 Count Basie Alben auf 10 CDs für weniger als 20 Euro, da darf man eigentlich nicht meckern, muss ich aber trotzdem. Zunächst zum Konzept dieser Low Budget Box. Drauf steht "The Best Of The 1950s", drin sind Aufnahmen aus den 50ern, aber auch aus den Vierzigern und Sechziger Jahren. Die Box enthält 3 Alben aus der Clef Ära, 6 Verve Longplayer (darunter eine Zusammenstellung und ein Live-Album), eine Columbia Compilation (aus den Jahren '42, '46, '50 und '51) und sieben Roulette Produktionen. Nun zu den Minuspunkten:
1. Die CDs 1-7 enthalten jeweils 2 Alben, die anderen drei je nur eins, obwohl genug Platz gewesen wäre.
2. Das Verve-Album "King Of Swing" (auf CD1) ist eine Zusammenstellung der beiden "Dance Session"-Alben (auf CD2). Da sich beides in der Box befindet sind diese Tracks doppelt.
3. Auf CD 4 befinden sich zwei Alben mit dem Namen "One O'Clock Jump", ein Original-Album von Verve aus dem Jahre 1957 und eine Columbia Compilation, die weitestgehend Aufnahmen aus den 40ern enthält, in dieser Form aber auch 1957 erschienen ist. Dieses Album (mit der Old Testament Besetzung) wirkt wie ein Fremdkörper unter den anderen Aufnahmen, bei denen ja die "New Testament" Band spielt.
4. Die Paarung der Alben ist in den meisten Fällen völlig unsinnig. Es wäre ein leichtes gewesen die CDs durchhörbar zu machen: z.B. Atomic Mr. Basie + Basie Plays Hefti, One O'Clock Jump + Sing Along With Basie oder die beiden Joe Williams Alben in der richtigen Reihenfolge.
5. Die Besetzungsangaben (immerhin gibt es welche!) stimmen teilweise nicht.
Dass die CDs in Papphüllen stecken und keine Bonustracks enthalten - geschenkt.
Auf die Knie fallen vor Dankbarkeit über diesen Niedrigpreis braucht niemand, denn die Rechte für diese Aufnahmen sind längst abgelaufen. Kein Künstler (oder ihre Nachfahren) bekommt dafür auch nur einen Cent.

Einige der enthaltenen Alben sind einzeln kaum oder nur sehr schwer erhältlich. Darin liegt der eigentliche Gewinn dieser Box.
Für Basie Neueinsteiger zum Kennenlernen der (mindestens zweit)besten Phase dieses Ausnahme Big Band Orchesters ist diese Box allerdings eine wahre Fundgrube.
Hier noch einmal im Überblick was drin ist:

CD 1: Basie Jazz (Clef Album) / King Of Swing (Verve Zusammenstellung aus den Dance Sessions 1+2),
CD 2: Dance Session Vol. 1, Dance Session Vol. 2 (beide Clef),
CD 3: April In Paris (Verve) / At Newport (Verve Live Album mit Special Guests wie Lester Young, Joe Jones u.a.)
CD 4: One O'Clock Jump (Verve Album mit Ella Fitzgerald + Joe Williams) / One O'Clock Jump (Columbia Compilation)
CD 5: The Greatest!! Count Basie Plays, Joe Williams Sings / Count Basie Swings, Joe Williams Sings (beide Verve)
CD 6: Atomic Mr. Basie (Basie & Neal Hefti) / Not Now, I'll Tell You When (beide Roulette)
CD 7: Basie Plays Hefti / Sing Along With Basie (with Ross, Lambert & Hendricks + Joe Williams) (beide Roulette)
CD 8: Basie And Eckstine Incorporated (Roulette)
CD 9: Chairman Of The Board (Basie & Sammy Nestico) (Roulette)
CD10: Kansas City Suite (Basie & Benny Carter) (Roulette)

Die entscheidende Frage ist natürlich der Sound. Ich habe die Aufnahmen mit denen der Verve Box, des FreshSound Labels und den RealGoneJazz Veröffentlichungen verglichen. Ergebnis: Es lohnt sich eben leider doch ein paar Euro mehr zu investieren. Die vorliegende Box klingt mit Abstand am schlechtesten. Ich vermute mal, dass jemand mit billigsten Mitteln einfach Vinylplatten digitalisiert hat. Es rauscht, knistert und zirpt, die Tracks sind nicht sauber voneinander getrennt, und manchmal scheint bei den Monotracks (die Aufnahmen bis einschl. des Atomic Basie Albums) eine Stereoverbreiterung eingesetzt worden zu sein. Billig ist eben manchmal doch teurer, denn wer diese Alben lieben gelernt hat, wird irgendwann gut klingende Masters haben wollen. Kurioserweise schafft es das RealGoneJazz Label (s. meine Rezensionen der beiden Count Basie Boxen 8, bzw. 7 Classic Albums). Dort bekommt man zumindest 15 der Roulette Alben - 6 die auch hier enthalten sind - für etwas mehr als 20 Euro und das in sehr guter Tonqualität. Die Verve Aufnahmen fehlen dort allerdings. Leider sind die Boxen "The Complete Clef/Verve Fifties Studio Recordings" und die "Complete Roulette Studio Recordings" auf CD noch nicht wieder aufgelegt worden.
Vielleicht geschieht das bald und dann hoffentlich zu einem moderaten Preis. Dann bräuchten wir uns mit solchen lieblos zusammengeschusterten Zusammenstellungen nicht mehr beschäftigen.

Jedes einzelne enthaltende Album hat natürlich mindestens fünf Sterne verdient.


Tonight
Tonight
Preis: EUR 9,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bowies kreativer Tiefpunkt, 26. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Tonight (Audio CD)
"Never Let Me Down" gilt allgemein als qualitativ unterster Punkt in Bowies Werdegang. So schlecht wie jene Platte aber auch sein mag, diese Ehre gebührt "Tonight".
Nach meinem Informationsstand hatte Bowie gerade einmal zwei Songs für dieses Album: "Loving The Alien" und "Blue Jean". Zuwenig, wie er selber sah, um dem Erfolg von "Let's Dance" nachzueifern. Mal abgesehen von "Pin Ups", das ja als Cover-Album konzipiert war, hatte er noch nie so wenig Material für ein Album. Selbst in die Produktion vom Labyrinth Soundtrack ging er mit 5 Demos. Bowie hat selbst immer wieder betont, dass "Alien" der einzige Song war an dem ihm etwas lag, der aber auch nicht zum Rest des Albums passte; und dann noch falsch produziert wurde. Originalton: "You should hear "Loving the Alien" on demo. It's wonderful on demo. I promise you! (laughs). But on the album, it's ... not as wonderful." (David Bowie, 1989).
Immerhin verhindert "Loving The Alien", den ich für einer seiner besten 80er Songs halte, eine 1 Punkt Wertung.

Die Produktion besorgte Hugh Padgham, den man vor allem als Produzent von Phil Collins, Genesis & Co. kennt und der zuletzt mit Police und "Every Breath You Take" einen Riesenhit hatte. Wahrscheinlich war sein langjähriger Produzent, Freund und (streckenweise) Mitmusiker Tony Visconti immer noch verärgert (Er ist erst wieder seit "Heathen" (2002) dabei) oder Bowie dachte Padgham würde eher für einen verkaufsfördernden Sound sorgen.
Tatsächlich schoss "Tonight" in England auf den ersten Platz, aber was heißt das schon? Kann sich noch jemand erinnern, was in den 80ern so alles in den Charts war? ... ganz oben?? Es war gru - se - lig! (Mal abgesehen von The Smiths. Von den deutschen Charts wollen wir gnädigerweise gar nicht erst reden).
Jedenfalls passte Padgham so gar nicht zu Bowie. Mindestens genausowenig wie der Queenproduzent David Richards bei "Never Let Me Down". Bis 1980 war Bowie mit Ken Scott oder Tony Visconti meist VOR dem Trend, mit Nile Rodgers 1983 IM Trend, aber nun hechelte er ihm hinterher. Die Arrangements klingen mal nach uninspiriertem Reggae, mal nach Simply Red Plastiksoul ... wahrlich keine Freude. Vorallem aber mangelt es, wie schon gesagt, an SONGS.
"Don't Look Down"? Iggy Pop, 1979, New Values.
"Tonight"? Iggy Pop, 1977, Lust For Life.
"Neighborhood Threat"?, Iggy Pop, 1977, Lust For Life.
"Tumble And Twirl"? Zwar eine noch nicht vorher aufgenommene 50/50 Gemeinschaftskomposition, klingt aber eher nach "lag-noch-irgendwo-rum" als "wurde-direkt-für-das-Album-geschrieben.
Alle Iggy Pop Songs klingen auf den Originalplatten deutlich inspirierter. Ich hab so ein bisschen den Eindruck, Bowie wollte seinem Busenfreund nach "China Girl" noch ein wenig mehr Tantiemen zukommen lassen. Sehr nett von ihm. Schön, wenn man so einen Freund hat.

Dann ist da noch "Dancing With The Big Boys", ein Song, der für mich schon die Nervigkeit von "Never Let Me Down" vorwegnimmt. Der Text ist einfach nur hohl und der Song ... ich meine, welcher Song??? Es klingt für mich so, als ob Bowie, Iggy Pop und Carlos Alamar nach dem Mittagessen ein bisschen rumgejammt haben. Wahrscheinlich meinte Padgham "wir brauchen noch mindestens einen Song". "Big Boys" führt nirgendwo hin, ein harmonisches, literarisches und rhythmisches Vakuum, dessen Leere mit viel Hall und satten Bläsern gefüllt wurde (ja, ja ... ich weiss, Vakuum ist nicht leer. Es gibt in den Sprachen die ich kann leider einfach kein Wort für dieses Nichts).

"I Keep Forgettin'" klingt für mich wie ein Elvis Presley Song und ist auch tatsächlich von Leiber und Stoller, wurde aber nicht von Elvis, sondern 1962 von einem gewissen Chuck Jackson zuerst aufgenommen. Seitdem ist er unzählige Male gecovert worden. Ich schreib's nur ungern, selbst die Originalversion klingt innovativer, als das was Bowie daraus macht. Es gibt sogar eine Version von Ringo Starr, die ... Lassen wir das. Es ist sooo traurig. Vieles auf diesem Album klingt einfach so, als ob er keine Lust hatte, denn das er es besser konnte, beweisen die vielen Soundtrackbeiträge, die in den 80ern erschienen.

Kommen wir zu "God Only Knows". Auf Pin Ups hatte Bowie viele seiner Vorbilder und Freunde gecovert, nur Brain Wilson (Beach Boys) und Frank Sinatra ließ er damals aus. Man muss vielleicht wissen, dass sich Wilson und viele andere Songschreiber der 60er nichts sehnlicher wünschten, als von Franky Boy interpretiert zu werden. Stevie Wonder, Joni Mitchell, Jim Croce, Lennon/McCartney, George Harrison und andere schafften das sogar. Sinatra ließ Brian Wilson aber immer wieder abblitzen. Hier nun sang Bowie "God Only Knows" im Sinatra Style. Eine wunderschöne Geste, die nur leider kaum jemand verstand und die natürlich auch seltsam klingt, nicht wirklich innovativ, aber wenigstens warmherzig und originell.
Leider reisst das "Tonight" nicht aus dem Sumpf der mittelmäßigen Durschnittlichkeit.
Genausowenig wie "Blue Jean", das als Single (in seiner Zeit) ganz gut funktionierte, aber als Albumtrack nicht wirklich zu den anderen passt. Eine EP mit "Alien", "Blue Jean" und "God Only Knows" hätte von mir 1984 5 Punkte bekommen. 1984! Denn heute klingen Bowies 80er antiquitierter als seine Werke davor. Nach '87 hat er das auch immer wieder selbst betont. Um das zu erkennen musste er allerdings noch einmal ein Album in den Sand setzen, diesmal mit viel Getöse und anschließender "Glass Spider Tour".

Wie ich eingangs schon erwähnte, hat das Scheitern von "Never Let Me Down"/"Glass Spider" ganz andere Ursachen. Während "Tonight" an einer Lust- und Teilnahmslosigkeit litt, die man so von ihm kaum kannte, krankte der Nachfolger eher an einer gnadenlos nervigen Hyperaktivität und einem Zuviel von allem plus NOCH schlechterer Produktion (noch mehr Hall! Zu viel künstliche Drumsounds) und einem NOCH unpassenderen Produzenten. Dafür hatte Bowie zumindest ein paar ganz gute Songideen geschrieben, die ich gerne mal - befreit von dem ganzen Studioschmonz, Gefrickel und Gedöns - hören würde. Die meisten hätten dann eine ganz andere Meinung von Never Let Me Down.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2016 3:29 PM CET


Nothing Has Changed (the Best of David Bowie)
Nothing Has Changed (the Best of David Bowie)
Preis: EUR 15,99

36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Betrifft 3CD Edition, 19. November 2014
Was auf den ersten Blick wie "einfach noch ein Best Of Album zum Weihnachtsgeschäft raushauen, weil's der Markt her gibt" oder wie "der endgültige Abschied in die Rente" erscheint, ist in Wahrheit eine nicht ganz so offensichtliche Tatsache: Bowie blickt tatsächlich auf eine 50jährige Karriere in der Musikindustrie zurück, am 5. Juni 1964 erschien seine erste Single "Liza Jane" (noch als Davie Jones). Freilich ließ der Durchbruch bekanntlich noch ein wenig warten. Zum Vergleich: Am 3. Juli des gleichen Jahres erschien die erste Single der Who (damals noch als The High Numbers). Die wiederum legen zwei Wochen vor "Nothing Has Changed" ihr 50 Jahre Best Of Album vor. Pete Townshend ist knapp eineinhalb Jahre älter als Bowie. Zwei parallele Karrieren, die letztlich dann ganz anders liefen, aber wie heißt es so schön: Steinböcke sind Spätzünder; denn während The Who 1973 mit Quadrophrenia den Zenit ihrer Schaffenskraft erreichten, ging es bei Bowie erst richtig los. Dabei war David Jones, wie er wirklich heißt, am Anfang seines Schaffens auch ein Mod (und Who, Kinks und Syd Barrett/Pink Floyd Fan, wie zahllose Coverversionen beweisen). Nun, die Metamorphosen des mittlerweile 67jährigen Künstlers sind mehr oder weniger bekannt, sein Wirken VOR den Siebzigern, also während seine Altersgenossen wie die Beach Boys, Beatles, Kinks oder Rolling Stones ihre größten kommerziellen Erfolge absolvierten, eher weniger. Daran ändert auch diese Zusammenstellung nicht viel. Die 2CD Ausgabe, sowie die Vinyl Version klammern sie einfach aus. Auf der 3CD Compilation ist diese Phase mit immerhin fünf Songs vertreten ... zum ersten Mal überhaupt. Das ist immerhin EINE Sache, die aus "Nothing Has Changed" ein bisschen was besonderes macht. Alles fünf waren übrigens auch auf dem fast unveröffentlichtem Album "Toys" enthalten, freilich in Neudeutungen. Hier sind sie in den Originalversionen. Dazu sind die 3CDs wie eine Bewerbung mit amerik. Lebenslauf angeordnet: von jetzt nach damals, also rückwärts. "Let Me Sleep Beside You", auch ein Song aus den Sechzigern, ist eine von diesen "Toys" Aufnahmen und befindet sich mit zwei weiteren auf der ersten CD (weil Anfang dieses Jahrhunderts aufgenommen). Mit anderen Worten: 8 von den für "Toys" vorgesehenen 14 Songs befinden sich eh schon auf "Nothing Has Changed". Wäre es nicht eine schöne Geste gewesen dieses unveröffentlichte Album, auf dessen Erscheinen Legionen von Fans seit vielen Jahren warten als Jubiläumsbeilage als vierte CD dazuzupacken?? Warum lässt man MICH nicht einfach mal eine Compilation machen? Diese "Very Best Of" hat nämlich noch einige andere Schönheitsfehler.

Zunächst zu den verschiedenen Darreichungsformen dieser Zusammenstellung:
Die Vinylversion enthält 20 Songs auf zwei Platten. ... 20 (!) Ein Witz! Nun bin ich kein Vinyl-Junkie und ich weiß auch nicht wie gut oder schlecht diese Ausgabe klingt, aber das finde ich in diesem Zusammenhang auch völlig belanglos. Die Auswahl der Tracks ist einfach zu knapp. Sie entspricht übrigens der Single Disc Japan-Edition. Die anvisierte Zielgruppe wären höchstens Menschen, die noch nie etwas von Bowie gehört haben ... oder Ausserirdische, die die Kultur unseres Planeten kennenlernen möchten und sich aus Zeitgründen nur auf 20 Songs pro Künstler beschränken möchten.
Zudem reduziert die Vinyl Version das Konto um etwa 30 Euro, die Japan 1CD Version gibt's derzeit für schlappe 40 Euro. Für jemanden, der für sein Geld möglichst wenig Gegenwert haben möchte genau das Richtige. Ach ja, dann gibt es noch eine südamerikanische Version, die statt "Lady Stardust" "Golden Years" enthält. Das erinnert schon wieder an die "Best Of Bowie" aus dem Jahre 2002, die es in gefühlt 3744 Länderversionen gab (von denen höchstens die UK-Ausgabe halbwegs vernünftig zusammengestellt war).

Für alle anderen gibt es die 2CD und die 3CD Version.
Die Double Disc Edition kommt chronologisch daher, sprich: der älteste Song ist vorne. Also genau anders herum als die Triple Ausgabe. Dafür fehlt dann die eingangs erwähnte frühe Phase vor 1969. Sie beginnt also genau da, wo so gut wie alle Best Of Varianten der Vergangenheit begannen. Auch der Rest unterscheidet sich nicht groß von dem gängigen Best Of Angebot. Die UK Version der 2002er Best Of Bowie ist von der Auswahl her ziemlich ähnlich. Nun gut, die letzten vier Songs gab's damals noch nicht, dafür fehlen nur wieder ein paar andere. Hier gibt's nun "Moonage Daydream" statt "Suffragette City", "All The Young Dudes" statt "John, I'm Only Dancing", "Thursday's Child" und "Everyone" statt "Diamond Dogs" und "TVC 15".
Diese paar Songs machen nun also den Unterschied aus zwischen "Best Of" und "Very Best Of"??? Von der Klangqualität her gefällt mir das 2014er Paket allerdings deutlich besser.

Etwa 20 Songs mehr bietet die Triple Edition:

The Stars Are Out Tonight
Slow Burn
Let Me Sleep Beside You (die Toys Version)
You Turn To Drive
Shadow Man
Seven
Survive
Heart's Filthy Lesson
Strangers When We Meet
Buddha Of Suburbia
Time Will Crawl
Absolute Beginners
Loving The Alien
Scary Monsters
Wild Is The Wind
Diamond Dogs
In The Heat Of The Morning
Silly Boy Blue
Can't Help Thinking About Me
You've Got A Habit Of Leaving
Liza Jane

(Alle Angaben ohne Gewähr).
Ganz offensichtlich ist das Fehlen von "John, I'm Only Dancing", das sonst auf vielen Compilations zu finden ist. Eine der Singles, die meistens fehlt, fehlt leider auch wieder hier: "Real Cool World". Von den beiden Tin Machine Alben gibt's auch nix. Das Who Cover "Pictures Of Lily", das Lennon Cover "Mother" oder "Waterloo Sunset" von den Kinks ... Sie alle glänzen durch Abwesenheit, ebenso "When The Wind Blows", "Underground" undundund ....
Eine vierte CD wär's gewesen (sonst hätte man anderes weglassen müssen). Und dann noch ein letzter Kritikpunkt: einige, der nur in dieser Version vorhandenen Tracks liegen in Mixen vor, die ... nun ja ... zumindest unvorteilhaft klingen. Ich persönlich will Originalversionen. Zumindest "Time Will Crawl", "Seven" und "Survive" hätte ich gerne richtig und nicht im "Marius De Vries Mix". Gerade "Seven" ist aus dem Zusammenhang des Ursprungsalbums "Hours" herausgelöst ein vergessener Klassiker.

Sieht man einmal von diesen Kritikpunkten ab, ist die Songauswahl durchaus brauchbar. Besser ist nur noch die Platinum Collection. Die besteht auch aus 3 CDs, hat ungefähr genausoviel Tracks, deckt aber nur die Zeit von 1969-1987 ab.

Klanglich finde ich die 2014 remasterten Titel auf Nothing Has Changed besser als alles was ich bis jetzt von Bowie kenne. Manche Sachen (meist Gitarrenparts) hab ich so noch nicht gehört. Ich bin selber Musiker. Aufnahmen aus 50 Jahren so zu mastern, dass sie zusammenpassen ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Das ist hier besser gelungen, als bei manch anderem 50 Jahre Jubiläumspaket. Respekt.

Neben den 59 Tracks der 3CD Edition (und nur DIE würde ich empfehlen) gibt es noch einen 60ten: 'Tis A Pity She Was A Whore", die B-Seite der neuen Single "Sue (Or In A Season Of Crime)". Beide Songs gefallen mir persönlich sehr gut. Bowie demontiert sich mal wieder selbst, bei "Sue" diesmal mit starken Jazzanteilen. Wer nur seine 80er Phase liebt wird es hassen.
Er ist nun wieder da, wo er keine Erwartungen erfüllt.
Und das ist sehr gut so.

Fazit: Eine brauchbare, gut klingende Zusammenstellung, die als einzige den kompletten Backkatalog einbezieht.
Wirkliche Raritäten gibt es wenig und da wo sie in Form von neuen Mixen daher kommen, nerven sie eher.
Irgendjemand schrieb hier, man hätte lieber die Platinum Collection um die fehlenden Zeiträume erweitern sollen. Das seh ich auch so. Eine richtig gute Compilation hab ich allerdings noch nie in der Hand gehabt. Wahrscheinlich gibt es bei den Plattenfirmen extra einen Mitarbeiter, der dafür sorgt, dass "Very Best Ofs" nicht zu attraktiv werden, in dem im letzten Moment ein paar essentielle Tracks gekippt werden oder wasauchimmer. Schließlich sollen die Kunden auch noch die regulären Alben kaufen - oder beispielsweise die "Sound + Vision" 4CD Box, die einige Raritäten enthält und "zufällig" parallel zu "Nothing ..." wiederveröffentlicht wurde ...


There's No Place Like America Today
There's No Place Like America Today
Preis: EUR 12,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kronjuwelen des Soul, 18. November 2014
In den Siebzigern gab es vier Soulgrößen, die sowohl als Sänger als auch als Writer stilbildend waren: Stevie Wonder, Marvin Gaye, Al Green und eben Curtis Mayfield. Letzterer ist in Deutschland jedoch kurioserweise nie so populär gewesen wie in seiner Heimat oder in Great Britain. Sieben Jahre nach seinem tragischen Unfall 1990 nahm er querschnittsgelähmt noch eine Platte auf, die er nur noch im Liegen einsingen konnte: "New World Order". Dann folgten Operationen, Amputationen und schließlich am zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 das Ende seines Leidens. Beklagt hat er sich nie über seinen Zustand. Seine Songs wurden eher noch lebensbejahender, noch liebevoller als sie vorher ohnehin schon waren. Sein Engagement für soziale Gerechtigkeit war tiefdurchdrungen von einer niemals belehrenden Spiritualität, die man heute kaum noch findet - im gegenwärtigen Musikbusiness schon gar nicht.
Leider hab ich seine Musik erst mit "New World Order" und der posthum erschienenen Single "Astounded" von Bran Van 3000 kennengelernt. Die wurde dann auch in Deutschland im Radio rauf und runter gedudelt. Mit dem Kauf von "There's No Place ..." hab ich meine Sammlung nun endlich komplettiert.
Schlechte Curtis Mayfield Alben gibt es nicht. Heute sind sie ALLE Klassiker. Wie sagt man doch so schön: "Um eine Genie zu erkennen, muss man ein Genie sein." Da ist was dran. Auch dieses Album wurde lange Zeit unterbewertet, dabei ist es eins der drei/vier besten (neben "Curtis", "Super Fly" und dem erwähnten "New World Order").
"There's No Place" enthält zwei der Kronjuwelen der Soulgeschichte, das überirdisch schöne "So In Love" und das lässig, aber unglaublich zwingend groovende "Billy Jack". Den wahren Wert dieses Albums, die Kraft der Songs hab ich jedoch erst erfahren als ich selbst schwer erkrankte. Songs wie "Jesus", "When Seasons Change" oder "Blue Monday People" sind wie Freunde, die immer wieder vorbeischauen, dich in den Arme nehmen und im Geiste bei dir bleiben.
Im Grunde kann man diese Musik nicht "bewerten", das ist so als ob man Vitaminen Sterne zuordnen würde ... oder Trinkwasser.
Diese Musik ist DA um von uns vernommen zu werden. Wir können dankbar sein, dass es sie gibt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 14, 2014 10:28 AM CET


Bärenbrüder
Bärenbrüder
DVD ~ Daniel Brühl
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielleicht einer der besten Disneyfilme, 18. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Bärenbrüder (DVD)
Als Bärenbrüder 2003 in die Kinos kam ist er von den Kritikern völlig zerrissen worden. Ein Grund mehr Kritiken nicht besonders ernst zu nehmen. Zugegeben, der Film enthält keine einzige Explosion, keine Schlachtszenen und ist genau das Gegenteil von düster. Das war selbst einigen Disneyfreunden nach Mulan, Atlantis und dem Schatzplaneten zu harmlos, zumindest in Deutschland. Da half auch der Phil Collins Soundtrack nicht. Heute sieht das ganz anders aus. Inzwischen wird er manchmal als der letzte gute Zeichentrickfilm betrachtet (er war der vorletzte ... vor Home On The Range (in Deutschland: Die Kühe sind los)).
Ich persönlich halte ihn für einen der besten. Wie gut der Film sein muss sieht man allein schon daran, dass die Grundidee in Merida recycelt wurde. Bärenbrüder ist jedoch anders - noch ganz anders als viele Filme aus dem Hause Disney: es gibt kein klassisches s/w Denken, keinen Bösewicht und (thank God) keine Prinzessin. Kenai kämpft ganz allein mit und gegen sich selbst, und seine eigene Schuld (wenn man so will). Der Film hat viele spirituelle Momente und es werden Werte vermittelt. Wie die meisten Disneyfilme ist es daher kein reiner Kinderfilm, sondern eher ein Film für wirklich jeden. Disneyfilme waren schon immer Filme für die ganze Familie. (Damit meine ich natürlich die Klassiker, die heute als "Meisterwerke" verkauft werden und nicht sowas wie Tinkerbell). Dass sie heute bei MediaMarkt & Co. im Regal neben "Bob der Baumeister" und anderem unter "Kinder" stehen finde ich persönlich schon äußerst merkwürdig. Zumal "ab 0 Jahre" ein Witz ist. Klar, man muss schon geboren sein um diesen Film überhaupt sehen zu können (aus dem Mutterleib wird das schwierig), aber ob Kinder vor dem Grundschulalter den Transformationsprozess Kenais nachvollziehen können wage ich zu bezweifeln. Neben Toleranz und Freundschaft geht es eben auch um Schuld, Vergebung, Glaube, Tod und Wiedergeburt. Dass Bärenbrüder dennoch ein äußerst unterhaltsamer und humorvoller Film bleibt ist vielleicht die wahre Meisterleistung dieses Streifens, wobei die beiden Elche Björn & Benny dabei auch eine wichtige Rolle spielen ...
Übrigens:
Die Fortsetzung Bärenbrüder 2 gehört neben Cinderella 3 und König der Löwen 2 (und vielleicht noch Aladdins König der Diebe) sogar zu den ganz wenigen Sequels, die es sich wirklich lohnt ansehen. Nicht nur, dass die Qualität der Animation dort vergleichbar ist, es macht von der Geschichte her auch wirklich Sinn und rundet Bärenbrüder erst wirklich ab. Da lohnt sich eigentlich gleich die Doppelpackung.


There's No Place Like America.
There's No Place Like America.
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 36,95

5.0 von 5 Sternen Kronjuwelen des Soul, 21. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: There's No Place Like America. (Audio CD)
In den Siebzigern gab es vier Soulgrößen, die sowohl als Sänger als auch als Writer stilbildend waren: Stevie Wonder, Marvin Gaye, Al Green und eben Curtis Mayfield. Letzterer ist in Deutschland jedoch kurioserweise nie so populär gewesen wie in seiner Heimat oder in Great Britain. Sieben Jahre nach seinem tragischen Unfall 1990 nahm er querschnittsgelähmt noch eine Platte auf, die er nur noch im Liegen einsingen konnte: "New World Order". Dann folgten Operationen, Amputationen und schließlich am zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 das Ende seines Leidens. Beklagt hat er sich nie über seinen Zustand. Seine Songs wurden eher noch lebensbejahender, noch liebevoller als sie vorher ohnehin schon waren. Sein Engagement für soziale Gerechtigkeit war tiefdurchdrungen von einer niemals belehrenden Spiritualität, die man heute kaum noch findet - im gegenwärtigen Musikbusiness schon gar nicht.
Leider hab ich seine Musik erst mit "New World Order" und der posthum erschienenen Single "Astounded" von Bran Van 3000 kennengelernt. Die wurde dann auch in Deutschland im Radio rauf und runter gedudelt. Mit dem Kauf von "There's No Place ..." hab ich meine Sammlung nun endlich komplettiert.
Schlechte Curtis Mayfield Alben gibt es nicht. Heute sind sie ALLE Klassiker. Wie sagt man doch so schön: "Um eine Genie zu erkennen, muss man ein Genie sein." Da ist was dran. Auch dieses Album wurde lange Zeit unterbewertet, dabei ist es eins der drei/vier besten (neben "Curtis", "Super Fly" und dem erwähnten "New World Order").
"There's No Place" enthält zwei der Kronjuwelen der Soulgeschichte, das überirdisch schöne "So In Love" und das lässig, aber unglaublich zwingend groovende "Billy Jack". Den wahren Wert dieses Albums, die Kraft der Songs hab ich jedoch erst erfahren als ich selbst schwer erkrankte. Songs wie "Jesus", "When Seasons Change" oder "Blue Monday People" sind wie Freunde, die immer wieder vorbeischauen, dich in den Arme nehmen und im Geiste bei dir bleiben.
Im Grunde kann man diese Musik nicht "bewerten", das ist so als ob man Vitaminen Sterne zuordnen würde ... oder Trinkwasser.
Diese Musik ist DA um von uns vernommen zu werden. Wir können dankbar sein, dass es sie gibt.


Kein Titel verfügbar

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes Gerät, 21. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gutes Design, hochwertige Bauteile (Edelstahl, echtes Glas), einfache Bedienung und preiswert (ich hab noch 39 Euro dafür bezahlt) ... Zudem ist der Kundendienst äußerst kulant. Also aus meiner Sicht eine klare Kaufempfehlung.


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