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Rezensionen verfasst von
Katja Kaygin (Oberhausen, Germany)

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Zürich (Merian live)
Zürich (Merian live)
von Eva Gerberding
  Broschiert

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbst erprobt und für gut befunden, 24. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Zürich (Merian live) (Broschiert)
Für meinen Kurzurlaub in Zürich hatte ich mir diesen Reiseführer von Merian gekauft, der mir sehr gute Dienste geleistet hat. Das Wichtigste für mich war die allerletzte Karte, nämlich die Straßenbahnkarte von Zürich, die ich wirklich andauernd brauchte, denn Straßenbahnfahren ist in Zürich einfach eine Wucht. Den herausnehmbaren Stadtplan, der auch hinten eingesteckt war, hab ich fast gar nicht benötigt, da es einen Kartenatlas auf den Seiten 141 - 152 gab, welchen ich wiederum permanent benötigt habe, da hier auch spezielle Spaziergänge eingezeichnet waren, die auf den Seiten 102 -112 dargestellt werden. Ich habe alle vier Spaziergänge ausprobiert und fand es sehr spannend, was ich durch den Reiseführer alles über Zürich gelernt hab. Zum einen gab es eine Spaziergang in der Altstadt (mit der berühmten Bahnhofstraße, der Shopping-Meile überhaupt), dann folgte ein Spaziergang in Ober- und Niederdorf, der als literarischer Rundgang tituliert wurde. Spaziergang Nummer drei war direkt am Züricher See entlang auf der "Freiluft" Kunstmeile, der wirklich spannend war. Leider war es an dem Tag (es war Winter) nur klirrend kalt. Den Abschluß bildet dann der Spaziergang durch das "andere" Zürich, wo die Züricher Sozialdemokratie entstand und der Rotlichtbezirk vorzufinden ist. Zudem gibt es auch noch schöne Ausflüge in die Umgebung: Nach Küsnacht, auf den Zürich- und Adlisberg, auf den Uetliberg, zum Kloster Fahr und nach Winterthur.

Die Tips im Reiseführer waren oft Gold wert und ich war froh, dass ich ihn dabei hatte. Anstatt allerdings der Kronenhalle (Top Tip 3) einen Besuch abzustatten und dort, wie der Reiseführer vorschlägt einen Kaffee zu trinken oder eine (teure) Wurst zu essen, empfehle ich folgendes: Eine hervorragende Kalbswurst in Papier eingewickelt mit einem Brötli gibt es im Kultimbiss um die Ecke namens "Vorderer Stern", der von Außen kein bißchen so aussieht, wie ein Imbiß. Der Senf ist dort übrigens hervorragend scharf (lecker!!!) und erinnert mich an den extra scharfen Senf aus Düsseldorf, dem ich schon seit Lebzeiten verfallen bin. Und einen Kaffee trinkt man besser in einen der vielen Cafés oder Bars, die es in Zürich gibt. Unbedingt besucht haben sollte man das Café Odeon, das immer gerammelt voll ist und schon früher ein beliebter Treffpunkt von Reformatoren, Schriftstellern und Künstlern war, wie z.B. JamesJoyce, Stefan Zweig, Thomas Mann und Albert Einstein. Empfehlen kann ich auch das Café Schober (günstig, viele Studenten, super Schoggi), Café Sprüngli (immer voll, man muss unbedingt die Luxemburgerli probieren, die sind eine Wucht), Teecafé Schwarzenbach (leider auch immer voll, aber wirklich süß gemacht). Gut und preiswert essen kann man in der Spaghetti Factory im Stadtteil Niederdorf oder in einem der vielen kleinen Restaurants dort (u.a. hervorragende Tapas Bars). Finger weg dagegen gilt es vom Zeughauskeller, es sei denn man möchte sich in ein Ambiente eines Münchener Hofbräuhaus begeben; zumal die Preise dort extrem hoch sind. Ansonsten ist das Essen und Einkaufen gehen in Zürich eine wahre Pracht, wenn auch manchmal eben etwas teurer.

Ganz andächtig habe ich übrigens vor den Chagall Fenstern im Frauenmünster gestanden. Ich habe selten so etwas Wunderschönes gesehen. Wunderschön ist auch die Schipfe, ein Uferweg direkt am Wasser zwischen Rathaus und Rudolf-Brun-Brücke, der wirklich ein besonderes Flair hat. Gleiches gilt für die Augustinergasse, die vielen anderen kleinen Gassen in der Altstadt und den Lindenhof, von dem aus man eine wunderbare Sicht über Zürich hat. Für Kunst- und Theaterliebhaber gibt es auch einiges zu entdecken und Nightlife gibt es auch genug. Alles in allem ist Zürich eine wunderschöne Stadt, die man immer wieder auf's Neue entdecken kann und zwar insbesondere mit Hilfe dieses Reiseführers. Einziges Manko an dem Reiseführer: Der Verkehrslinienplan ist leider veraltet. Die Straßenbahn der Linie 10, wo auch mein Hotel in der Nähe war, und die direkt zum Flughafen fährt, endet auf dem Plan am Bahnhof Oerlikon, was jedesmal wieder bei mir zur Verwirrung führte.


Qi Gong - Das Übungsbuch: Innere Ruhe und Energie für den Alltag
Qi Gong - Das Übungsbuch: Innere Ruhe und Energie für den Alltag
von Siegbert Engel
  Taschenbuch

43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Enthält alles Wichtige, um Qi Gong durchführen zu können, 7. Dezember 2008
Ich hatte mir dieses Buch gekauft, nachdem ich einen Qi Gong Kursus an der Mosel mitgemacht hatte, um meine dort gewonnen Kenntnisse zu vertiefen und die Übungen nochmals nachlesen zu können, denn oftmals vergißt man die Übungen auch schnell wieder, wenn man keine Gelegenheit hat, diese immer wieder anzuwenden.

Zuerst einmal gefällt mir die Aufmachung des Buches sehr gut, weil es optisch sehr ansprechend und mit schönem Text- und Bildmaterial gefüllt ist. Zunächst einmal wird ein wenig über Qi Gong erzählt, wie es entstanden ist und was es mit den "drei Schätzen" (Jing, Qi, Shen) auf sich hat. Weiter geht es mit den fünf Wandlungsphasen im Makro- (Natur) und im Mikrokosmos (Mensch) und den Meridianen und Vitalpunkten. Bevor es dann wirklich zu den Übungen geht, wird noch Wichtiges zum Üben dargestellt, wie z.B. die richtige Grundhaltung oder Ausgangsposition, wie man richtig atmen soll und wie man den Körper über die Füße, Knie, das Becken, den Brustkorb, die Arme und den Kopf in die richtige Qi Grundhaltung bringt. Insbesondere den Themen Atmung und zur Ruhe kommen wird dann nochmals ein Kapitel gewidmet. Sehr wichtig ist im Qi Gong auch ein inneres Lächeln und dabei fällt mir immer wieder die Stimme meiner Kursleiterin ein, die dann immer sagte "Bißchen lächeln" und da habe ich gemerkt, es stimmt wirklich: Schon ein kleines Lächeln erzeugt ein Glücksgefühl. Um zur richtigen Entspannung zu gelangen wird dann Fang Song Gong (die Drei-Wege-Entspannung) dargestellt, für die man sich eine halbe Stunde Zeit einplanen sollte.

Danach geht es an die Übungen: Stehen wie ein Pfahl oder den Baum umarmen, den Himmel stützen, Arme schwingen, das Tor des Lebens öffnen, die Wolken bewegen, einen großen Kreis beschreiben, sowie Übungen um den Qi-Fluss anzuregen und ihm zu folgen oder den Gürtelmeridian zu stärken, sowie den Dan Tian zu öffnen und zu schließen, um hier nur einige der Übungen zu nennen. Die Übungen werden dabei in großen, sehr ansprechenden Fotos, die in der freien Natur vor einem See aufgenommen wurden, abgebildet. Die Texte sind leicht nachzuvollziehen und die Übungen kann man entsprechend schnell durchführen. Natürlich hilft es, wenn man sich mit Qi Gong vorher schon einmal auseinander gesetzt hat. Zum Schluß folgt noch eine Anleitung zur Selbstmassage, wie Gesicht waschen, Haare kämmen, Stirn reiben, Ohren reiben und meine Lieblingsübung "den großen Wirbel reiben" und viele weitere Übungen. Mir war sehr wichtig, dass Anleitungen zur Selbstmassage auch in diesem Buch zu finden sind, weil ich die Wirkungsweise in meinem Kursus schätzen gelernt habe und dies unbedingt vertiefen wollte. Zum Schluß gibt es noch Hinweise zu Adressen, Fachzeitschriften und Literaturempfehlungen. Mir gefällt das Buch sehr gut und ich empfehle es gerne weiter.


Obendrüber da schneit es: Eine Weihnachtsgeschichte
Obendrüber da schneit es: Eine Weihnachtsgeschichte
von Astrid Ruppert
  Gebundene Ausgabe

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Insbesondere für Alleinlebende eine mutmachende Weihnachtsgeschichte, 7. Dezember 2008
Zuerst hatte ich mich gar nicht so richtig an den Roman heran getraut, weil ich dachte, dass ich mit lieblich-verklärten Weihnachtsgeschichten momentan nicht gut zurecht komme. Aber die Bewohner des Mietshauses über die die Autorin Astrid Ruppert schreibt, haben auch alle ihre Probleme, die durch die Weihnachtszeit noch deutlicher werden:

Da ist Rosa Wagner, die Rentnerin, die ihren Mann Albert und ihre Tochter Lissi verloren hat und die eigentlich nicht mehr weiter leben will. Aber zuvor hat sie noch einen Wunsch, nämlich dem alten griesgrämigen Herrn Eberling von oben, der auch Witwer ist, aber noch eine Tochter hat, mal ordentlich die Meinung zu sagen, dass er sich an Weihnachten gefälligst um seine noch lebende Tochter kümmern soll. Dann wäre da noch Miriam, die mit ihrer kleinen Tochter Jule neu in das Mietshaus eingezogen ist und die ihr erstes Weihnachtsfest alleine mit ihrer Tochter erleben wird, weil ihr Mann Jan sich in seine blonde Assistentin verliebt hatte und mit ihr nach New York geflogen ist. Und die mit ihrem Schicksal hadert, dass ihre Ehe zerbrochen ist und sich noch im Trennungsschmerz befindet, zu welchem natürlich Weihnachten nicht sonderlich gut paßt, denn dieser Tag fühlt sich, laut der Autorin, dann ungefähr so an: "So voll kann dieser Tag sein. Und so leer, wenn etwas fehlt. Wenn die schönsten Düfte eine erloschene Liebe umwirbeln, genau dann ist man verloren. Wenn es nach Weihnachten riecht, lauert die Einsamkeit in schön geschmückten Zimmern, direkt neben dem Verlust und dem Schmerz und dem Weihnachtsbaum, vor dessen Funkeln man sich fürchtet, weil es alles noch schlimmer macht."

Herzhaft lachen mußte ich über Waltraud (genannt Waldi) Henning und ihren Mann Achim, sowie den Kindern Phillip und Sanne. Während Waltraud an Weihnachten, wie viele Frauen, wie verrückt im Haus umherwirbelt, um ein opulentes Weihnachtsmahl zu kochen und gleichzeitig noch den Baum zu schmücken, wird dadurch der Raum für Spontanes und Gemütlichkeit genommen, weil immer alles so perfekt ist. Was vom Lieblingssohn Phillip nie kritisiert wird, ihr aber von Sanne immer Genörgel einbringt. Bis auf dieses Weihnachten, weil Waldi plötzlich beschließt in den Streik zu treten, nicht das Essen vorzubereiten und sich statt dessen im Badezimmer einschließt, um sich was Gutes zu tun und eben mal nicht mehr so perfekt zu sein. Und bei den Worten "Weihnachten, hoppla, das hab ich ja ganz vergessen! Ich dachte noch, irgend etwas ist doch diese Woche..." mußte ich schrecklich lachen.

Und dann gibt es da noch mehr Protagonisten, wie das junge Paar Nick und Isabell, die sich um das Aufstellen des Tannenbaums streiten, als würde es nichts Wichtigeres an Weihnachten geben. Oder Sabrina, die ihrem großen Schwarm einem Dirigenten unbedingt zu Weihnachten etwas schenken will und erst dann feststellt, dass sie von ihm gar nicht wahrgenommen wird. Oder der junge Pastor, der Angst hat, die richtige Predigt an Weihnachten zu halten, die alle anspricht; auch die, die sonst nicht zur Kirche kommen und der sich zudem auch einsam fühlt und auf der Suche nach einer Frau ist. Und natürlich ist da auch noch die kleine Jule, die es schafft, alle Schicksale an einem Abend auf eine kindlich naive Weise miteinander zu verbinden.

Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herzen legen, der in irgendeiner Art und Weise nicht mehr an Weihnachten glauben mag, weil man dafür zu traurig ist, oder zu einsam, oder sich zu alt fühlt oder aus irgendwelchen Gründen von lieben Menschen getrennt fühlt. Es ist ein schönes Buch, das Hoffnung macht, dass es irgendwann besser wird, egal, wie schlecht es einem jetzt gerade geht und es ist genau das richtige Buch für die Adventszeit oder zu Weihnachten, denn es macht einfach glücklich. Unbedingte Kaufempfehlung.


Psychische Belastungen am Arbeitsplatz: Ursachen - Auswirkungen - Handlungsmöglichkeiten
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz: Ursachen - Auswirkungen - Handlungsmöglichkeiten
von Dipl.-Psychologe Dr. Stefan Poppelreuter
  Taschenbuch

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Rahmen der Fürsorgepflicht von Unternemen ist dies ein wichtiges Buch, 5. Dezember 2008
Durch veränderte Rahmenbedingungen in Unternehmen treten körperliche Belastungen immer weiter in den Hintergrund, während die psychischen Belastungen immer stärker zunehmen. Daher wird es für Arbeitgeber und deren Führungskräfte immer wichtiger, sich, insbesondere im Rahmen der Fürsorgepflicht, mit dem Thema der psychischen Belastungen zu beschäftigen.

Zunächst einmal wird, mittels zweier Fallbeispiele (Druckerei und Call-Center), auf die Themen Beanspruchung und Über- und Unterforderung eingegangen. Danach folgen apersonale Belastungsfaktoren, die durch Einflüsse im äußeren Arbeitsumfeld ausgelöst werden. Dazu zählen das Sick-Building-Syndrom (SBS), welches auch anhand von Fallbeispielen erläutert wird, sowie Klima, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Beleuchtung und Lärm.

Im nachfolgenden Kapitel "Interpersonale Belastungsfaktoren" geht es dann um viele interessante Themen, denn am Arbeitsplatz ist die zwischenmenschliche Situation dadurch geprägt, dass dort auch Personen miteinander zurecht kommen müssen, die sich privat eher aus dem Wege gehen würden. Zudem kommt es häufig auch zu einer starken Konkurrenz um Ressourcen, Anerkennung und Aufstiegschancen, die Konflikte begünstigen. So leiden z.B. Führungskräfte häufig unter Rollenkonflikten, da sie eine "Sandwichposition" einnehmen. Weitere Konflikte, die betrachtet werden sind: Entscheidungs-, Verteilungs-, Wert- und Ziel-, Sach- und Beziehungskonflikte. Aber es bleibt nicht einfach beim Aufzählen der unterschiedlichen Konflikte, sondern man bekommt konkrete Hilfe zur Konfliktanalyse und zum sachgerechten Verhalten in solchen Situationen mittels den Harvard-Grundsätzen der Verhandlungen.

Natürlich darf auch nicht das Thema Mobbing fehlen. So wird, anhand von Fallbeispielen, genau dargestellt, was Mobbing eigentlich ist. Mehr als bedenklich stimmen dann die Informationen aus diversen Mobbingstudien: Fast alle Mobbingaktivitäten hielten über ein Jahr an und die Opfer hielten dies ebenso lange aus. Studien zeigen, dass über 50 Prozent der Mobbingfälle von Vorgesetzten ausgehen oder sie unter ihrer Mitwirkung stattfinden. Erschreckend ist, dass von Mobbing am stärksten die unter 25-jährigen betroffen sind und Frauen hierbei ein größeres Risiko haben, als Männer. Allerdings wird im Buch auch eins deutlich: Mobbing kann jeden treffen. Dieser Abschnitt geht weiterhin auf die klassischen Phasen eines Mobbing-Verlaufs ein. Er deckt die Ursachen auf, stellt die Auswirkungen (körperliche und psychische Probleme) von Mobbing dar und zeigt Ansätze für Hilfen und Präventionen auf.

Sehr wichtig fand ich auch das Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, weil auch hier wieder die Abgrenzung (was ist ein Flirt und was ist eine Belästigung) schwierig ist und dem Opfer oftmals Halluzination oder Wunschdenken (Die hätte das wohl gerne") oder fehlender Humor (Die versteht ja keinen Spaß") unterstellt wird. Erschreckt hat mich das Ergebnis einer Studie, dass 72 Prozent aller befragten Teilnehmerinnen sexuelle Erfahrungen und Belästigungen am Arbeitsplatz erlebt haben. Auch hier sind wieder, wie beim Mobbing, die ganz jungen Frauen, nämlich 49 Prozent der 18-19 jährigen betroffen. Typische Opfer sind somit junge Frauen, die neu im Betrieb und leicht zu verunsichern sind. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Machtdemonstration der Täter, die meist zwischen 40 und 50 Jahren alt, verheiratet sind und Kinder haben (!). Es folgt eine Darstellung von Lösungen, die man als Betroffene/r ergreifen kann und es ermuntert auch alle anderen, sich mit der Thematik auseinander zu setzen.

Es folgt eine Darstellung zum Thema "Kritische Lebensereignisse und ihre Stressrelevanz" und wie man diesen Problemen begegnen kann. Danach geht es um das Thema Burnout. Hier werden wieder die unterschiedlichen Stadien (inklusive Fallbeispiel) und Ursachen des Burnouts aufgezeigt und es gibt einen Fragebogen zur Erkennung eines Burnouts. Das nächste Thema ist die Arbeitssucht, wo erstmals genau geklärt wird, was Arbeitssucht ist und was nicht, weil auch hier wieder die Grenzen fließend sind. Zudem gibt es unterschiedliche Typen von Arbeitssüchtigen, was die Einteilung nicht leichter macht. Anhand eines Fragebogens kann man erkennen, ob man bereits arbeitssüchtig ist oder nicht. Da Arbeitssucht in den meisten Fällen von den Unternehmen nicht erkannt, sondern sogar geduldet wird, wird auch noch einmal auf die betriebswirtschaftlichen Risiken für das Unternehmen hingewiesen und auf die Wichtigkeit, eine Work-Life-Balance zu fördern.

In den nachfolgenden Kapiteln geht es dann darum, wie die Arbeitssituation aufgrund von Tests oder Beobachtungen analysiert werden kann und wie Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS) in den Betrieb integriert werden können. Auch die Rolle der Führungskraft wird beleuchtet. Es geht hierbei um Themen wie Motivation, Demotivation, Feedback, Anreizsysteme, Kommunikation, Delegation, Zeit- und Selbstmanagement.

Alles in allem ein sehr interessantes Buch, welches übrigens von zwei Diplom-Psychologen geschrieben wurde und somit eher die psychologischen, als die betriebswirtschaftlichen Aspekte in den Vordergrund stellt.


Ab Sechzig leb ich anders, als ihr denkt: Wie wir Frauen ein neues Jahrzehnt entdecken
Ab Sechzig leb ich anders, als ihr denkt: Wie wir Frauen ein neues Jahrzehnt entdecken
von Ursula Richter
  Gebundene Ausgabe

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, was meinen Blickwinkel völlig verändert und mir Mut für die Zukunft macht, 26. Oktober 2008
Ich bin glücklich, dass ich dieses Buch von Ursula Richter jetzt mit Vierzig entdeckt habe, denn es macht mir Mut für meine Zukunft und es ist unheimlich interessant zu lesen. Wie war das eigentlich damals, in den 60ern und 70ern als die Autorin jung war, mit den Studentenunruhen, der wilden Musik, den Eltern, die fast alle aus dem Krieg von irgendwoher vertrieben worden sind? Ich fand es unheimlich interessant diese Abschnitte in dem Buch zu lesen und in diese Zeit abzutauchen. Sie helfen mir auch, besser zu verstehen, wie meine Eltern aufgewachsen sind oder warum meine eigene Mutter sich in der Rolle befindet, in der sie heute lebt.

Aber es geht noch um viel mehr in dem Buch, denn es werden Antworten auf viele Fragen gegeben: Wie ist es einen alternden Körper zu haben, was macht das mit einem und wie wird man von der Gesellschaft gesehen? Schickt es sich als alterndes Paar noch wie ein verliebtes Paar miteinander umzugehen oder darf man solche Gefühle dann nicht mehr zeigen? Wird das von anderen als peinlich empfunden? Zu dem Statement in dem Buch habe ich als vierzig Jahre alte Frau übrigens ein ganz anderes Bild: Ich freue mich, wenn ich noch ältere Paare sehe, bei denen man merkt, dass sie noch verliebt sind. Ich finde das nicht peinlich, sondern unheimlich anrührend und genauso möchte ich mit einem Mann zusammen alt werden.

Wie ist das, wenn man nicht mehr so viel kämpfen mag, wie in der Jugend, weil man altert und ruhiger wird und sich der Blickwinkel verändert? Wie ist es, eine alte Frau zu sein? Was wird von einer alten Frau erwartet? Darf man noch selbständig sein oder nicht mehr? Wie geht man mit dem Tod um oder damit im Alter nicht mehr selbstbestimmt leben zu können? Und wie geht man damit um, dass mit zunehmendem Alter die Zeit immer schneller vergeht? Wie ist es mit der Liebe und mit Sex im Alter? Geht man mit den Enkelkindern anders um, als mit den eigenen Kindern? Wie lange darf man in seinem Beruf arbeiten, wie sehen Frauen den Ruhestand und was macht man dann noch? Engagiert man sich dann auch noch und wenn ja, wofür? Und wie fühlt sich das an, wenn es keinen Anspruch mehr auf Vergütung der Leistung gibt, weil man voraussetzt, dass die Rentnerinnen trotz ihrer Kenntnissen und der Erfahrung, ehrenamtlich für gewisse Organisationen arbeiten. In wieweit greift da die objektive Wertschätzung noch?

Schön fand ich auch, dass Musik für Frau Richter immer noch wichtig ist und das sie, auch in ihrem Alter, immer noch auf Pop- und Rockkonzerte geht. Ich finde das macht Mut und auch man selber sollte Musiker oder Besucher eines Konzertes nicht mehr nach dem Alter beurteilen. Mir wird nach dem Lesen dieses Buches nie wieder über die Lippen kommen, wann irgendwelche Musiker denn nun mal meinen, endlich mal von der Bühne zu treten, weil sie doch langsam zu alt wären. Man sollte wirklich lernen, mit dem Alter anders umzugehen und genau das lehrt uns dieses Buch. Berührt haben mich auch die vielen Geschichten von anderen Menschen in ihrem Buch, wie z.B. der Frau, die mit 60 Jahren noch heiratet oder der Frau, die plötzlich Witwe geworden ist, ihren Mann zwar über alles geliebt hat, aber dennoch nicht verzweifelt und das Leben weiterhin liebt. Auch das Kapitel über die Freundschaft hat mich sehr berührt. So schreibt die Autorin z.B.: "Freundschaft ist nicht zuletzt eine freiwillige Gemeinschaft, die nicht die Pflicht zur Solidarität prägt, wie dies beispielsweise auf die Familie zutrifft. Sie ist eine wechselseitige Anerkennung und Gleichwertigkeit. Und auch wenn unsere Lebenseinstellungen nicht immer deckungsgleich sind, hegen wir Verständnis und Respekt füreinander und haben das Gefühl, für unsere Ansichten und unsere Person Wertschätzung zu erfahren."

Dieses Buch hat meinen Blickwinkel verändert und mir gezeigt, was eigentlich wirklich wichtig ist im Leben und vor allem, dass es immer möglich ist, und zwar völlig los gelöst vom Alter, sich seine Träume zu verwirklichen. Ich kann dieses Buch allen Frauen und Männern aller Altersstufen empfehlen und ich würde mir wünschen, in zwanzig Jahren nochmal ein Buch von Frau Richter über die achtzig jährigen Frauen zu lesen.


TraumTouren / Schöneres Wandern Pocket. Die schönsten Rund-Wanderwege an Rhein, Mosel und in der Eifel mit den ersten 11 Traumpfaden und dem Wanderweg des Jahres 2008!
TraumTouren / Schöneres Wandern Pocket. Die schönsten Rund-Wanderwege an Rhein, Mosel und in der Eifel mit den ersten 11 Traumpfaden und dem Wanderweg des Jahres 2008!
von Uwe Schöllkopf
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,95

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Enthält tolle Touren entlang des Rheins und in der Eifel, 26. Oktober 2008
Ich hatte mir dieses kleine Buch gekauft, um bei meinem letzten Moselaufenthalt einige Wandertouren zu unternehmen. Allerdings gibt es direkt an der Mosel nur zwei Touren von insgesamt 15 Wandertouren, die in diesem Buch vorgestellt werden. Die eine Tour nennt sich Buchsbaumweg und läuft an der Burg Eltz entlang. Der Wanderweg war super beschrieben und hörte sich toll an, da ich aber die Burg Eltz schon kannte und nicht ein zweites Mal wieder dorthin wollte, habe ich die Tour nicht durchgeführt. Die zweite Tour an der Mosel nennt sich Zeitreise und wird zwischen den Orten Oberfell und Alken (inklusive Burg Thurant) durchgeführt. Auch die klang interessant, war aber zu weit von mir entfernt, wie fast alle anderen Touren auch. Leider, denn ich hätte gerne einige der Wandertouren mitgemacht.

Die vorgestellten Touren verlaufen meist am Rhein, wie z.B. der Märchenweg (Bad Breisig), der Quellenweg (Lützing), Saynsteig (Sayn), Waldschluchtenweg (Vallendar), Wolfsdelle und Rheingoldbogen (Rhens und Spay) und dann gibt es noch sieben Touren in der Eifel zwischen Adenau, Mayen und Mendig, die super spannend klingen. Eine genaue Übersicht über die Touren bekommt man durch die Karte, die hinten in dem sehr handlichen kleinen Taschenbuch, welches man dadurch gut in die Jackentasche oder den Rucksack stecken kann, enthalten ist. Die Einteilung der Touren erfolgt in Traumpfade, Traumtouren und Kurztouren, die farblich markiert sind. Kurztouren sind in diesem Buch allerdings keine zu finden. Die nächste Einteilung erfolgt in einfach, mittel und anspruchsvoll. Die Routen können übrigens auf GPS, PC und Pocket PC gedownloaded werden. Eine Anleitung hierfür befindet sich im Buch. Die Touren beginnen mit einem kurzen Ausschnitt aus der jeweiligen Karte, einer Graphik, die die Höhenunterschiede darstellt, und weiteren Infos zu Start und Ziel, Länge, Gehzeit, Höchstem Punkt, sowie Steigung. Die Beschreibungen der Tour sind sehr interessant und mit schönen Fotos versehen, was wirklich Lust auf das Wandern macht. Das Buch scheint auch relativ neu auf dem Markt zu sein, denn man sieht wirklich aktuelle, ansprechende Fotos.

Die Quellenweg-Tour ist z.B. eine Zweitagestour und am Ende erhält man noch einen Tipp für Bad Breisig und die Thermalquellen. Deshalb mag ich auch solche Wanderführer, weil man Tips erhält und dadurch Dinge sieht, die man sonst nie mitbekommen hätte. Gereizt hat mich z.B. der Wacholderweg, der durch die Heide und den Wald führt, die Booser Doppelmaartour, weil ich noch nie eine Lavabombe oder einen Doppelmaar gesehen habe und die Fotos im Buch imposant aussahen und der Vulkanpfad, weil die Bilder von den Vulkanfelsen gigantisch aussahen. Alles in allem ein tolles Buch und bei meinem nächsten Urlaub an Rhein und Mosel werde ich garantiert einige Touren aus dem Buch ausprobieren. Ich kann das Buch in jedem Fall weiter empfehlen.


Südtiroler Bäuerinnen decken den Weihnachtstisch. Über 200 Rezepte aus allen Teilen Südtirols
Südtiroler Bäuerinnen decken den Weihnachtstisch. Über 200 Rezepte aus allen Teilen Südtirols
von Maria Haller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und jedes Jahr steht wieder Weihnachten vor der Tür, 24. Oktober 2008
Und mit der Weihnachtszeit stellt sich dann auch gleich wieder die ewige Frage nach dem Essen, welches dieses Kochbuch ziemlich gut beantwortet. Dabei handelt es sich weniger um schwierige exquisite Gerichte, sondern um Speisen, die von jedem relativ einfach zubereitet werden können. Liebevoll gemacht ist dieses Kochbuch wieder einmal, da neun Bäuerinnen mit ihren jeweiligen Rezepten vorgestellt werden. Toll fand ich, dass die Frauen (auch die jüngeren) den Mut hatten, in alten Trachten fotografiert zu werden. Ich fand das irgendwie ganz süß, weil man so etwas heute nur noch selten sieht.

Aufgefallen ist mir in diesem österreichischen Kochbuch, dass einige italienische Rezepte auftauchen, wie z.B. Polentapizza, Tiramisu, Limoncello, Risotto mit Scampi und Curry (super Idee), Orecchiette mit Tomaten-Topfen-Sauce, Baci di Dama usw. Mir gefällt die Mischung zwischen den diversen weihnachtlichen Gerichten und den Weihnachtskeksen, denn beides gehört ja auch zum Fest dazu. Natürlich gibt es wieder diverse leckere Knödel und Nocken bzw. Nockerl, die ich nur deswegen explizit erwähne, weil ich die so gerne mag. Aber auch Suppen, Nachspeisen, Gemüse, Hauptspeisen werden aufgeführt. Nicht immer sind die Gerichte dabei so opulent wie sie bei uns in Deutschland oftmals traditionell zum ersten und zweiten Weihnachtstag gereicht werden. Heiligabend wird in den meisten Familien ja auch immer etwas spartanischer gekocht. Was ich absolut toll fand, war die zweiseitige Info für ein opulentes Fleisch-Fondue mit diversen leckeren Saucen. Danke für die tollen Tips. Und dazu gab es auch gleich noch die Info, wie man Omas Weihnachtspunch zubereitet. Da kann man Weihnachten ja kaum noch erwarten.

Meine persönlichen Favoriten sind die Polentapizza, Topfenknödel mit Mohnfülle, Baci di Dama, Grüne Topfennocken mit Gorgonzolasauce, Pflaumenkonfekt, Johannisbeer-Sorbet, Eierlikör-Halbgefrorenes, Kokoswürfel, Preiselbeerschnitten, Margarethen-Schnitten, Klosterkipferl (schön fand ich den Zusatz, dass man die doppelte Masse vom Rezept machen sollte, weil diese Kipferl immer wie ein Magnet auf jedem Keksteller wirken und sofort weg sind), Nuss- und Kokosecken, Hausfreunde, Eisacktaler Weinsuppe, Schlutzkrapfen, Windbeutel mit Vanillecreme, Preiselbeer-Nuss-Schnitten. Zum Schluß gibt es noch ein wenig Weihnachtsdeko, die niedlich, aber einfach gehalten ist.

Vor den Rezepten braucht keiner Angst zu haben. Alle Rezepte lassen sich gut und einfach umsetzen und schmecken hervorragend. Ich kann das Buch also mit bestem Gewissen empfehlen.


Die gute Tiroler Küche: über 400 traditionelle und zeitgemäße Rezepte aus Nord-, Ost- und Südtirol
Die gute Tiroler Küche: über 400 traditionelle und zeitgemäße Rezepte aus Nord-, Ost- und Südtirol
von Gertraud Sigwart
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein erstklassiges Kochbuch, welches sich auch hervorragend als Geschenk eignet, 24. Oktober 2008
Beim ersten Durchblättern des Kochbuches hatten es mir zunächst die Fotos mit den liebevoll und elegant angerichteten Speisen angetan. Hier kommt man auf ganz neue und kreative Ideen, um kulinarische Genüsse anzurichten. Die Tiroler Rezepte dieses Bandes stammen aus drei Restaurants, die zu Anfang des Kochbuches vorgestellt werden. Über diverse Nahrungsmittel oder Tiroler Spezialitäten, wie die Bozner Sauce, Weinsuppe, Bier, Maroni, Knödel, Graukäse usw. kann man in diesem Kochbuch sehr viel lernen. Oft mußte ich auch über die Anekdoten schmunzeln. Es macht einfach Spaß, sich hier durchzulesen.

So richtig einfach sind die Rezepte natürlich nicht, wenn man sich bei den Vorspeisen z.B. mal den Ronensalat im Strudelteigkörbchen auf Balsamicoreduktion heraus pickt. Aber fairer Weise muß man saen, dass es auch Rezepte gibt, die man schnell erledigen kann, wie z.B. "Verenas Lieblingssalat", der auch bei den Vorspeisen aufgeführt wird. Sehr interessant fand ich bei den Vorspeisen z.B. die Knusprigen Mozzarella-Cannelloni auf Ofentomaten mit Ruccolapesto, die Ziegenfrischkäseröllchen mit Wallnussbröseln auf Ronen, Tomaten-Kren-Mousse mit Honigbrioche und mariniertem Mangold, Südtiroler Spargelmousse mit Bozner Sauce, die Lachsröllchen mit grünem Spargel auf Frühlingssalaten, Speckhechtwürfel in Brombeersauce und das Feigencarpaccio mit luftgetrocknetem Rückenspeck und Melonendrink (Letzteres sieht übrigens unglaublich exquisit auf dem Foto aus, so dass mir gleich das perfekte Dinner in den Kopf kam). Da läuft einem schon beim Durchlesen allein das Wasser im Munde zusammen und diese Vorspeisen sind auch ein wenig anders, als die Vorspeisen, die man sonst immer so sieht.

Bei den Suppen fand ich die Abbildung mit den Graukas-Pressknödel in klarer Zwiebelsuppe irgendwie höchst interessant. So etwas hab ich hier im Norden noch nie gesehen, zumal ich bisher keine gepreßten Knödel kannte. Lecker klang auch die Ronensuppe mit Ziegentopfen. Höchst interessant fand ich die Zirbenbaum-Limonen-Suppe und die Wiesenkräuterschaumsuppe. Aber es gibt auch relativ normale Suppen, mit Sellerie (allerdings mit Zimtäpfeln), Spinat oder Bärlauch. Richtig spannend fand ich die Sylvaner-Weinsuppe mit Zimtgebäck oder dieTerlaner Weinsuppe. Für die Biertrinker gab es dann auch eine Unterinntaler Biersuppe. Kürbissuppenrezepte hab ich mittlerweile einige, aber in diesem Buch wurde noch ein Rezept mit einer Haube aus Blätterteig aufgeführt, was auch interessant klang. Ganz toll war auch das Kohlrabischaumsüppchen mit pochiertem Bachsaibling, weil der ausgehöhlte Kohlrabi als Suppentasse fungiert. Tolle Idee, wie ich fand.

Bei den Zwischengerichten kam ich dann voll auf meine Kosten: Knödel über Knödel und Nocken über Nocken. Als etwas ganz Besonderes empfand ich die Rote-Rüben-Nockerl mit Almkäse-Fonduta und schwarzen Trüffeln. Lecker! Wer denkt, dass er schon alles gesehen und gegessen hat, wird hier eines Besseren belehrt. Lecker fand ich auch die Schlutzkrapfen und diverse Gröstl dürfen natürlich auch nicht fehlen. Bei den leichten Zwischengerichten finde ich besonders die Pilz-Schichttorte mit Madeirasauce, die Kastanienbandnudeln mit Graukas und gebratenen Jakobsmuscheln und zwei Lasagnerezepte (Wildfleischlasagne mit Eierschwammerl und Melanzanilasagne) erwähnenswert. Danach folgen diverse Fisch-, Fleisch-, Wild- und Geflügelgerichte. Ganz toll sah das Türmchen vom Zillertaler Jungstierrücken mit Gemüse und Erdäpfeln aus, welches im Buch mit einem ganzseitigem Foto aufgeführt wird. Absolut verführerisch.

Noch verführerischer aber waren die Nachspeisen, insbesondere die Mousse wie z.B. weiße Schokoladenmousse mit Kirschen, Lebkuchen- oder Topfenmousse, Schokolade-Chili-Mousse mit Lavendelmangos und Schokoladegitter, Espressomousse mit Mandel-Crostoli, Vanillekipferlmousse im Baumkuchenring mit Punschparfait und Kumquatkompott (ein Rezept an dem man sich total auslassen kann), geeiste Ribiselmousse auf Crème brûlée mit gratinierer Scheehaube. Und dann gab es noch die traditionellen Süßspeisen wie Kaiserschmarren, diverse Palatschinken, Topfenknödel oder -nockerl, Südtiroler Apfelküchl, Hunknidei usw. Zum Schluß gibt es noch diverse Rezepte für Brot, Eingelegtes und Eingemachtes, ein paar Soßenrezepte, ein kleines Kapitel über den Tiroler Wein und dann gibt es noch eine kleine Übersetzungshilfe, die Erläuterung zu einigen Küchenfachausdrücken und (sehr wichtig) eine Liste der Gasthöfe und diverser Produzenten und Lieferanten, die in diesem Buch erwähnt werden.

Alles in allem ein absolut phantastisches und hoch interessantes Kochbuch, welches ich jedem, der richtig gerne kocht oder den Liebhabern der österreichischen Küche wärmstens empfehlen kann.


Der träumende Delphin: Eine magische Reise zu dir selbst
Der träumende Delphin: Eine magische Reise zu dir selbst
von Sergio Bambaren
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Eine wunderschöne Fabel, um an das Träumen erinnert zu werden, 23. Oktober 2008
Da ich das Meer und Delphine liebe und gespannt war, was dieses Buch zu bieten hat, hab ich es mir gekauft. Ja, es ist eine Fabel und es mag sicherlich an die Möwe Jonathan oder den kleinen Prinzen erinnern, aber ich versuche diese Bücher nicht miteinander zu vergleichen. Wenn man sich von diesen Vergleichen frei machen kann, dann kann man auch diesem Buch einige schöne Seiten abgewinnen und durch die Reise von Daniel Delphin, der auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und der perfekten Welle ist, wieder anfangen darüber nachzudenken, welche Träume man sich selber eigentlich noch erfüllen möchte oder warum man bestimmte Träume einfach aufgegeben hat.

Besonders gut gefallen haben mir diese Sprüche, die zwischendurch in die Geschichte einfließen. Entweder als Stimme des Meeres oder einfach so als Einschub, wie z.B. "Neue Welten zu entdecken wird dir nicht nur Glück und Erkenntnis, sondern auch Angst und Kummer bringen. Wie willst du das Glück wertschätzen, wenn du nicht weißt, was Kummer ist? Wie willst du Erkenntnis gewinnen, wenn du dich deinen Ängsten nicht stellst? Letztlich liegt die große Herausforderung des Lebens darin, die Grenzen in dir selbst zu überwinden und so weit zu gehen, wie du dir es niemals hättest träumen lassen." Allein schon für diesen Spruch hat es sich absolut gelohnt, das Buch zu kaufen.


Wandern und Einkehren, Bd.31, Moselland
Wandern und Einkehren, Bd.31, Moselland
von Georg Blitz
  Taschenbuch

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswertes Buch, wenn man etwas mehr von der Mosellandschaft sehen will, 23. September 2008
Die Aufmachung dieses Wanderführers ist rein optisch nicht wirklich schön: Die Fotos wirken wie aus den 70er oder 80er Jahren und auch das Schriftbild und der Text waren in anderen Wanderführern schon wesentlich besser. Aber was mir hieran gefiel, waren die Wanderungen an sich. Zum Beispiel war ich bereits zwei Mal in Cochem, aber ich wußte nicht, dass es ein Stückchen von der Moselbrücke entfernt, eine Sesselbahn gibt, die auf den 255m hohen Pinnerberg führt. Der Blick von dort oben ist einfach nur traumhaft und auch das Terassen-Café ist gerade bei gutem Wetter unbedingt zu empfehlen. Wer allerdings weiß schon, dass sich zudem noch oben auf dem Pinnerberg ein Wild- und Freizeitpark für Kinder befindet, in der auch eine (weithin hörbare) Freizeitanlage mit Trampolin, Riesenrutschen usw. vorzufinden ist? Die beschriebene Route führte zudem über den Moselhöhenweg und über den Bergkamm des Cochemer Krampen nach Klotten.

Sehr interessant fand ich auch eine Wanderung in Cochem-Cond, die oberhalb der Weinberge durch Naturschutzgebiet führt und wo man an steilen Felshängen entlang wandern kann, die anstelle der Moselloreley die Brauselay beherbergt. Diese Tour steht in jedem Fall bei meinem nächsten Besuch an, denn ich liebe Wanderungen in den Weinbergen, zumal wenn in den Wanderführern immer wieder das Wort "Panoramablick" auftaucht. Diesen Blick hat man dann auch tatsächlich. Und leider hatte ich für diese Tour an dem Tag nicht mehr genug Zeit.

Auch die Orte und Städte an der Mosel werden einem mit sogenannten historischen Stadtrundgängen etwas näher gebracht, wie z.B. bei Cochem, Traben-Tarbach, Bernkastel-Kues, Zell, Bad Bertrich, Treis-Karden, Saarburg und Trier. Dann gibt es noch 3 Wanderwege um Burgen herum: Burg Eltz, Burg Pyrmont und Burg Arras. Über manche Beschreibungen mußte ich auch schmunzeln, wie z.B. bei Beilstein, dem "Dornröschen an der Mosel", welches für ein halbes Dutzend volkstümlicher Spielfilme (z.B. Moselfahrt aus Liebeskummer mit Heinz Rühmann) als Kulisse herhalten mußte. Zudem gibt es hier die Ruine der Reichsburg Metternich, dessen letzter Inhaber der österreichische Staatskanzler Fürst von Metternich war und die 1689 von den Franzosen zerstört wurde. Süß fand ich auch die Geschichte zur Ruine der Starkenburg: Im Jahr 1328 nahm Gräfin Loretta den Erzbischof Balduin von Trier bei einer Moselfahrt gefangen und ließ ihn erst 9 Monate später gegen Zahlung eines hohen Lösegeldes frei. Die beiden Herrschaften wurden damals vom Papst in Acht und Bann gesetzt, weil sich zwischen ihnen eine Liebesgeschichte angebahnt haben sollte.

Einen tollen Blick hat man auch von Neumagen-Dhron bzw. Piesport aus und zwar vom sogenannten Großen Moselblick oder (sofern man sie denn findet) von der Drachenfliegerschanze aus. Ich war zwar laut Wanderführer in der richtigen Ecke, aber da mir der Weg durch den Steinbruch alleine zu einsam war, bin ich irgendwie nicht auf das Plateau gekommen. Aber ich hab die Drachenflieger wenigstens gesehen.

Die Wanderungen sind mit km- und Stunden-Angaben, sowie diversen Symbolen (wie z.B. eindrucksvolle Landschaft, Weinberge, mittlere Steigung, schöner See usw.) versehen, die am Anfang des Buches beschrieben werden. Die Wege sind gut beschrieben, über die Einkehrmöglichkeiten kann man sich bei der Vielfalt in den jeweiligen Orten natürlich streiten, aber man bekommt so einige Anhaltspunkte, an denen man sich orientieren kann.

Bei meiner nächsten Reise an die Mosel nehme ich den Wanderführer in jedem Fall wieder mit, denn ich habe noch lange nicht alles gesehen und die Tips dort drinnen waren Gold wert.


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