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Rezensionen verfasst von
H. Barbara
(REAL NAME)   

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Snuff - Roman
Snuff - Roman
von Chuck Palahniuk
  Taschenbuch

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Romantiker?, 15. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Snuff - Roman (Taschenbuch)
Palahniuk sagt: Ja, das sei er. Ein wahrer Romantiker. Und wissen Sie, was? Ich glaube es ihm. Aber nicht Snuff hat das geschafft, sondern Chucks andere Romane. Die Geschichte von Tender und Fertility, von Tyler und Marla. Denn das sind die wahren Liebesgeschichten, wie sie das Leben schreiben würde, wenn es nur dazu da wäre, uns zu unterhalten.
Mit Snuff schafft er es leider nicht, mir das zu beweisen. Würde ich ihn, meinen persönlichen Meister der zuckenden Feder, nicht bereits kennen, hätte er mich mit diesem Buch nicht vollends überzeugt. Die Charaktere sind gewohnt überzeichnet, jedoch fehlen ihnen die übersinnlich menschlichen Noten, die sie zu Traumwesen machen.

Zur Handlung wurde bereits genug gesagt.
Was jedoch in diesem Buch wirklich hervor zu heben ist, ist Palahniuks Stil. Sein Können, mit kurzen, treffenden Bemerkungen genau den Grat zu treffen, zwischen Irrsinn, Wahnsinn und Gefühl, ist meiner Meinung nach einzigartig. Doch auch hier muss ich sagen, dass seine anderen Bücher besser sind.

Fazit: Das Buch IST lesenswert, jedoch kein Meisterwerk.


Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend
Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend
von Charles Bukowski
  Taschenbuch

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie das Leben - kompromisslos, 6. Juli 2006
Das Schlimmste kommt noch war mein erster Roman von Bukowski. Es wurde mir von einem befreundeten Hobbyschriftsteller empfohlen, mit den Worten »Ich weiß aber nicht, ob Mädchen so etwas gefällt.«

Nun, es hat gefallen.

Was Bukowski ausmacht lässt sich nicht leicht in Worte fassen.

Zu Anfangs dachte ich, es läge an der wirklich gut gelungen Charakterisierung Henrys. Am Ende des Romans wurde mir jedoch klar: Es liegt daran, dass Bukowski vom Leben geschrieben wird. Seine Romane zeigen das, was wir so gut ignorieren können ' die schlechte Seite. Dass es immer etwas gibt, was noch schlimmer ist. Auch wenn man es in diesem Augenblick nicht glauben möchte.

Bukowski schreibt hart und unfair und kompromisslos 'und genau das ist es, was ihn von anderen Schriftstellern unterscheidet.

Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von Bukowski.


Zwischen Image und Gewohnheit
Zwischen Image und Gewohnheit
Wird angeboten von Social Discount
Preis: EUR 17,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen lachen und weinen, 23. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Zwischen Image und Gewohnheit (Audio CD)
Wie freute ich mich, als ich von dieser CD erfuhr, hatte ich doch niemals die Ehre, die Kinder live sehen zu können - und werde sie wohl auch nicht mehr haben. Ein Doppelalbum, gespickt mit vielen ihrer besten Songs, mitgeschnitten von verschiedenen Konzerten. Nicht alle Highlights, aber die hätten weder auf zwei noch auf drei CDs Platz gefunden.
Der Beginn: Ein Schauer, der dir über den Rücken läuft.
Am Ende nichts, gesungen von hunderten von Fans, deren Eifer zu erkennen nicht schwer ist. Du kannst es dir vorstellen, wie sie dort stehen, aneinandergepfercht, schwitzend, aufschauend. Du wünscht dich als einen von ihnen, inmitten Traurigkeit und Glück, zwischen lachen und weinen.
Wir sollten fröhlich sein in Anbetracht einer solchen CD, doch sind wir es nicht, ist dies doch der endgültige Abschied einer der wohl besten und hingebungsvollsten Bands, die Deutschland je hervor gebracht hat.
Wir werden euch vermissen.


You Could Have It So Much Better (Limited Edition)
You Could Have It So Much Better (Limited Edition)
Preis: EUR 13,26

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So much better, 2. Oktober 2005
als das Vorgänger-Album ist es zwar nicht, aber auf alle Fälle auf gleicher Höhe.
Der regelrechte Hype, der um ihre erste Single »Take Me Out« entstanden war, verlor Recht bald wieder seine Attraktivität - in meinem Bekanntenkreis hört mittlerweile nur noch eine Person Franz Ferdinand, die anderen können bis auf »Take Me Out« mit diesem Namen überhaupt nichts anfangen. Seltsam, aber wahr.
Ich kaufte mir diese Cd, warf sie in den CD-Player meines Autos ein, war überrascht, dass dieser sie lesen konnte, was ja heutzutage nicht mehr normal ist, und es war unverkennbar FF. Die kantigen Gitarrenklänge, die tiefe Stimme des Sängers.
Trotzdem, sie haben sich verändert. Der erste Song »The Fallen«, momentan wohl auf Platz eins meiner Play-Again's, klingt gleich um so vieles abgedrehter, fröhlicher als z. B. »Fire« oder »Michael« des Vorgängers.
Worüber sich viele bei dem Album »Franz Ferdinand« beschwert haben, gilt jetzt nicht mehr als Grund, dieses Album im Regal verstauben zu lassen: Abwechslung.
Von üblichen FF Songs, wie »Do You Want To« (der ersten Single-Abcopplung) oder »Well That Was Easy«, gibt es etwas langsamere Stücke, ja, fast schon romantische, wie z. B. »Eleanor Put Your Boots On«, bis zu durchgeknallten Stücken, wie »This Boy«.
Alles in allem eines der Alben, die mich fast schon davon überzeugen könnten, dass nicht alles, was heutzutage von der Pop-Musik-Industrie produziert wurde, zum Scheitern verurteilt ist.
Franz Ferdinand erfinden den Brit-Rock mit Sicherheit nicht neu, aber sie bringen in all ihre Songs ihren eigenen, unverkennbaren Stil. Vielleicht ist es ja gerade das, was FF so unglaublich innovativ wirken lässt.
Über die DVD der Limited Edition obliegt mir leider noch kein Urteil, da sich in meiner Packung statt einer CD und einer DVD zwei identische CDs befanden. Tja, alles kann an einem Album wohl nicht perfekt sein.


Zoot Suit Riot:Swingin'hits
Zoot Suit Riot:Swingin'hits
Wird angeboten von hang-loose-records
Preis: EUR 14,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch Ehrlichkeit hat ihre Grenzen, 16. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Zoot Suit Riot:Swingin'hits (Audio CD)
Sein wir ehrlich: Der Swing wird heutzutage nur noch als Stiefkind der Musik angesehen. »Frank Sinatra ist tot - und Swing mit ihm«, ist eine Reaktion auf meine Antwort auf meine musikalischen Interessen, die ich nicht selten höre.
Es ist schön mit meinen neunzehn Jahren zu erleben, wie einige wenige Bands sich selbst wieder freischaufeln!
Auf die Cherry Poppin Daddys kam ich durch puren Zufall. Ich höre und liebe Ska oder Blues - jegliche Form eines Blasintrumentes zieht mich magisch an.
Auf eine Empfehlung hin (und der Tatsache, das wirklich gute Ska-Bands nur noch sehr spärlich gesät sind in der heutigen Musikindustrie), hörte ich so den Titelsong »Zoot Suit Riot« - und alles, was ich an Gedanken im Kopf hatte, wurde fortgeschwemmt.
Die Songs sind quirlig, swingend, spaßig und am besten laut zu genißen. Steve Perrys Stimme ist markant, ist eigenwillig, ist der Wahnsinn.
Die Pallette der Songs reich von swingenden Blues (»Here Comes The Snake«) bis hin zu echtem Neo-Swing (»Mister White Keys«).
Ich kann jedem diese CD nur empfehlen, der Wert auf einen klasse Sound legt.
Mit dieser CD fing vor wenigen Monaten eine Sucht an, der ich nur zu gern verfalle. Mittlerweile haben fast zwanzig CDs verschiedener Neo-Swing-Bands ein zuhause bei mir gefunden.
Jedem, der diese CD bereits besitzt und liebt, kann ich nur alle anderen Alben dieser Band empfehlen, selbst wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass viele ihrer anderen Songs eher in die Richtung Ska gehen.
Andere Bands, dieser ähnlich, wären z. B. Big Bad Voodoo Daddy, The Squirrel Nut Zippers oder das wohl bekannteste Brian Setzer Orchestra.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 20, 2007 10:23 AM CET


We're Not Happy 'til You're Not Happy
We're Not Happy 'til You're Not Happy
Wird angeboten von MirMedia
Preis: EUR 11,40

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seien wir einfach mal wir selbst, 16. Juli 2005
Lange dauerte es, eine Durststrecke für Fans, qualvoll wie nie. Kleine Tropfen wurde auf unsere Stirn gesprüht, unerträglich. Aaron gründete die Forces Of Evil, spielte Ska-Punk der punkigsten Sorte. Scott gründete The Littlest Man Band, widmete seiner wundervollen Stimme endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdient hat.
Und jetzt sind sie wieder da!
Ja, es ist Reel Big Fish. Ja, es ist Aaron Barrett, verzerrt und hinter Elektronik versteckt. Und, ebenfalls ja, mit »Cheer Up!« hat dieses Album nicht mehr viel gemeinsam.
Seit Jahren ist wohl Reel Big Fish die (für mich, selbstredend) beste Band, die der Bereich Ska-Punk zu bieten hat. Egal ob Bosstones, Five Iron Frenzy oder Hippos, den meisten Reiz übt noch immer diese doch relativ kleine Gruppe auf mich aus.
Wir haben die markante Stimme mit Aaron Barrett und Bläser, die ihr Handwerk verstehen. Nichts ist aufmunternder als ein »Everything Sucks« aus Aarons Mund.
Schon zu Beginn (Album: »Everything Sucks«) hatte man das Gefühl, dass Reel Big Fish nicht des Erfolges, des Geldes oder gar des Popkult wegens Musik machen. Eher im Gegenteil: Man hat das Gefühl, sie nehmen sich selbst manchmal nicht ganz ernst!
Mit dem damaligen Erscheinen von »Cheer Up!« war ich kurz selbst nicht mehr von meiner Meinung überzeugt. Mehr Pop, weniger Punk, weniger Ska. Aber, ganz ehrlich, die Texte, sie blieben bisher immer Reel-Big-Fish-Treu.
Aber zu »We're Not Happy Till You're Not Happy«:
Wohl kein Album hätte die Wurzeln zu Reel Big Fish mehr zurückführen können.
Die Pallette geht über spaßige Texter, ala »Drinkin'« über Sarkasmus der besten Art, »Don't Start A Band« bis zum etwas langsameren RBF-Klassiker, »One Hit Wonderful«.
Was ich damit sagen will: Jede Revolution führt einen irendwann zum Beginn. Und RBFs Anfänge waren grandios!
Diese CD steht jeder anderen von RBF in nichts nach.
I hate to ruin the magic, I hate to kill the dream... aber dieses Album ist RBF pur, ist Aaron pur, ist Ska-Punk der allerbesten Sorte!
Ich hoffe, dies ist eine der wenigen Bands, die uns Ska-Hörern noch lange erhalten bleibt.


Der Simulant: Roman
Der Simulant: Roman
von Chuck Palahniuk
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Palahniuk ..., 27. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Simulant: Roman (Taschenbuch)
Genial ist nicht das richtige Wort, aber es ist das erste, das mir dazu einfällt.
Victor Mancini ist der Protagonist, der Ich-Erzähler des Buches und der Simulant. Ein Mann, Anfang der 30er und ein Sexsüchtiger, der seiner Sucht bei den Treffen eben genau dieser frönt. Er ist, sowie die anderen Protagonisten von Palahniuks Romanen, ein Schwarzseher, jemand, der weiß, dass die Welt seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts nichts Positives mehr bringt.
Ida Mancini ist seine Mutter, und seit einigen Jahren ist sie in einer Anstalt, einer Klapsmühle würde Victor sagen. Im Geheimen gibt Victor seiner Mutter die Schuld, dass aus seinem Leben nichts wurde. Dass ihre Versprechungen von der Welt und der Macht für ihn nicht wahr geworden sind.
Victor ist ein wahrhaftiger Simulant. Er arbeitet in einer geschichtlichen Lern- und Denkmalstätte, lebt tagsüber im achtzehnten Jahrhundert, während er abends sein Geld verdient, in dem er andere Menschen zu Helden macht. Er täuscht Ertickungen vor, einzig und allein in der Absicht, den Menschen zu helfen, die ebenfalls von ihrem Leben enttäuscht wurden. Dass dabei Geld in seine Tasche fließt, kann ihm nur recht sein. Während der Besuche bei seiner Mutter ist er nicht Victor, er ist ihr Anwalt, baut genau das Leben um sich, das seine Mutter für ihn vorgesehen hatte.
Und eigentlich ist er nichts von alledem.
Bei einem Palahniuk sollte man wissen, worauf man sich einlässt. Man sollte wissen, dass keines seiner Bücher lebensbejahend ist, dass es bei ihm keinen schöne heile Welt gibt, kein Glück, kein wundervolles Leben. Seine Bücher sind härter als die Realität, und so ist es auch bei dem Simulanten.
Was mich am meisten bei Palahniuk begeistert, ist seine stilistische Begabung. Er schreibt hart und trocken, und trotzdem ist seine Sprache beinah poetisch.
Ich denke, man sollte dieses Buch nicht grundlegend empfehlen. Dieser satirische Faustschlag ist nicht jedermanns Geschmack.
Doch wer Fight Club kennt (und welcher junge Mensch tut das heutzutage nicht), kann sich vorstellen, worauf er sich einlässt.
Der Simulant ist ein großartiges Buch voller versteckter Botschaften. Es reicht nicht an Flug 2039 oder Fight Club heran, ist jedoch trotzdem ein Roman, den ich nie mehr vergessen werde.
Tiefgründig ist nicht das richtige Wort, aber es ist erste, das mir dazu einfällt.


Die Bücher des Blutes I-III
Die Bücher des Blutes I-III
von Clive Barker
  Gebundene Ausgabe

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachtmenü in Barkers Diner, 29. Januar 2005
Wenn es Sie eher nach einem blutigen Filet Mignon gelüstet, nach einer Geschmacksexplosion in Ihrem literarischen Gaumen, als nach einem trivialen Hamburger, dann, und ausschließlich dann, sind Sie bei Clive Barker richtig. Schwer auf der Zunge, aber leicht im Magen.
Seine Geschichten sind brutal, wollüstig und mit Sicherheit nichts für schwache Gemüter. Sein Land ist das Land, in dem Blut, Speichel und andere Körperflüssigkeiten statt Milch und Honig fließen. Doch nichtsdestotrotz ist es ein Freudenfest für jeden, der einen wundervoll detailreichen und trotzdem nicht schweifenden Stil liebt.
Aber, ich weiche ab, hier, bitteschön, die Karte:
Das 1. Buch des Blutes:
Nach einer kleinen Vorspeise und der Erläuterung dieser Bücher (und woraus sie entstanden sind), beginnt Barker mit einer wahrhaft blutigen Geschichte, dessen Titel hält, was sie verspricht: Der Mitternachts-Fleischzug. Leon Kaufmann glaubte, New York zu lieben, in ihr eine Stadt zu sehen, in der das Unmögliche möglich werden konnte. Doch diese Stadt wird von einem Blutvergießen überschwemmt, genau so wie jede andere Großstadt der Welt, vielleicht sogar noch schlimmer. Menschen werden wie Vieh geschlachtet und zum Ausbluten in einer U-Bahn aufgehängt.
Leon glaubt nicht, dass er diesem U-Bahn-Schlächter je über den Weg laufen wird, zu sehr ist er mit dem Bejammern seiner sich als falsch herausgestellten New-Yorkschen Liebe beschäftigt. Doch das Schicksal bringt ihn und den Schlächter zusammen.
Eine Geschichte, die selbst mir (als jahrelange Horror-Leserin) den Speichel zum Trocken gebracht hat. Sehr brutal, blutig und voller Eingeweide. Meiner Meinung nach die schockierendste Kurzgeschichte aller sechs Bücher. Trotzdem: Clive Barker bleibt seinem Stil treu und somit niveauvoll.
Nach diesem Erlebnis kann einen nichts mehr schocken.
Im zweiten Buch des Blutes, ist mir besonders "Das Höllenrennen" im Gedächtnis geblieben.
Clive Barker setzt sich hier mit einem seiner Lieblingsthemen auseinander: Der Kampf zwischen Menschen und Ausgeburten der Hölle um die Erde.
„Die Hölle stieg herauf zu Londons Straßen und Plätzen, diesen September, eisbehaucht von den Orkustiefen des Neunten Kreises, so klamm durchfrostet, dass selbst die spätsommerliche Schwüle sie nicht erwärmen konnte." Joel ist Langläufer und er ist gut, sogar sehr gut. Er kann dieses Rennen gewinnen, ein Rennen, das im ersten Moment wie jedes andere wirkt. Doch irgendwann weiß Joel, dass er sich nicht umdrehen darf, dass er sein Äußerstes geben muss, um die Erde vor dem Verfall zu retten.
Im dritten Buch des Blutes findet sich nun endlich die Geschichte, die ich von allen am Meisten liebe: Bekenntnisse eines (Pornographen-)Leichentuchs.
„Er war einmal Fleisch gewesen. Fleisch und Bein und heißes Streben. Aber das war eine Ewigkeit her, zumindest schien es so, und die Erinnerung an jenes selige Stadium verblasste schnell." Ronnie war Buchhalter und er war habgierig. Wäre er es nicht gewesen, hätte er diesen Job nicht angenommen, einer Firma Seriosität zu verleihen. Doch als er bemerkt um welche Firma es sich handelt, gewinnt seine Religiosität wieder die Oberhand. Die Besitzer dieser Firma glauben jedoch, dass sie in Ronnie jemanden gefunden haben, der ihre Machenschaften auffliegen lassen würde. Sie räumen ihn mit einem Kopfschuss aus dem Weg. Doch Ronnie bekommt trotzdem die Chance, sich zu rächen.
Die ersten drei (sowie die letzten ebenfalls) Bücher sind voller einfallsreicher Geschichten, die über die normalen menschlichen Vorstellungen hinausgehen. Reinkarnation, Städterkämpfe, Macht, dem Auf-Dem-Grund-Gehen von Angst und vieles mehr verbindet sich und bildet einen Sammelband, der an Finesse und Einzigartigkeit kaum zu übertreffen ist.
Jeder, der im Restaurant der Alpträume dinieren möchte, ist hier richtig.
Aber Vorsicht: Niemand weiß, wer Ihr Filet zubereitet hat und niemand weiß, oder möchte sich vorstellen, aus welchem Fleisch es gewonnen wurde.
Aber vertrauen Sie mir und, bitte, kosten Sie!
Vielleicht speisen Sie von einem Dodo, dem letzten seiner Art.


Der Talisman: Roman
Der Talisman: Roman
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,99

47 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise in ein anderes Universum!, 31. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Talisman: Roman (Taschenbuch)
Auch dem ungekrönten Meisterwerk "Der Talisman" stand ich anfangs genauso skeptisch gegenüber, wie der Saga um den dunklen Turm. Dachte, wär nicht meine Kragenweite.
Doch als ich hörten, dass Steven Spielberg vorhat, diesen Roman von zwei der besten Horrorautoren zu verfilmen, dachte ich, da muss doch was dran sein.
Und ich war mehr als begeistert: "Der Talisman" ist eines der besten Bücher in dieser Welt!
Zur Geschichte:
Zu Beginn erfahren wir zuerst etwas über unseren Helden Jack Sawyer: ein 12-jähriger Junge, der vor fünf Jahren seinen Vater verlor und vor kurzem seinen homosexuellen Onkel. Vom Schicksal gebeutelt ist er reifer und erwachsener als es Jungen in seinem Alter sein sollten.
Mit seiner Mutter macht er Urlaub an der Ost-Küste in einem Hotel namens Alhambra. Doch eigentlich ist dies nur ein Fluchtversuch seiner Mutter vor seinem Onkel Morgan Sloat; es handelt sich dabei nicht wirklich um seinen Onkel, nur einen alten Freundes seines Vaters und dem Vater seines besten Freundes Richard.
Morgan möchte Jacks Mutter Lily, die bekannteste B-Movie Schauspielerin, dazu überreden, ihm ihre Anteile an der Firma zu verkaufen, die zur Hälfte Sloat und zur anderen Hälfte Jacks Vater Phil gehörte. Doch diese weigert sich.
Doch nicht nur Onkel Morgan macht Jack das Leben schwer. Er hat Visionen und hört Stimmen, die ihm sagen, dass seine Mutter bald sterben wird. Er selbst hatte schon seit einiger Zeit, den Gedanken, dass seine Mutter krank wäre.
In einem alten Vergnügungspark lernt Jack dann Speedy Parker kenen, einen alten schwarzen Mann, der ihm ebenfalls erzählt, seine Mutter ist schwer krank, doch sterben muss sie nicht. Doch nur wenn Jack es schaffen kann den Talisman zu besorgen. Dazu muss er in eine andere Welt "flippen".
Und nicht nur unsere Welt ist gefährlich für ihn, sondern auch die Region, eine Parallel-Welt von unserer.
So macht sich Jack auf dem Weg, mit nur einem Ziel reist er vollkommen allein zur Westküste um seine Mutter zu retten und dafür den Talisman zu holen...
Was der Talisman ist? Das werdet ihr hoffentlich noch bald genug erfahren.
Charaktere:
Nur selten gab es Darsteller eines Buches, denen man sich so nahe fühlt, wie in der Talisman.
Man empfindet Jack gegenüber Mitgefühl und hofft, dass er schafft, was er sich so sehr wünscht.
Für Jacks Gegenspieler jedoch spürt man gegenüber Hass und Abscheu.
Schreibstil:
Vor allem spürt man Kings Schreibstil. Wenn man schon einige Bücher vom King des Horrors gelesen hat, hat man ab der ersten Seite ein Gefühl des Zu Hause Seins.
Ich will damit nicht sagen, dass das ein absolutes King-Buch ist. Schließlich hat Peter Straub den zweiten Teil dazu geleistet. Leider habe ich von ihm noch nichts gelesen, werde es aber sicherlich bald nachholen.
Fazit:
Ein wundervoller Fantasy-Roman für erwachsene.
Begebt euch zusammen mit Jack auf die Suche nach dem Talisman. Ihr werdet es nicht bereuen....


The Delicious Wolves
The Delicious Wolves
Preis: EUR 24,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vollkommen anders..., 25. März 2004
Rezension bezieht sich auf: The Delicious Wolves (Audio CD)
als alles, was ich bisher gehört habe.
Hawksley Workman ist ein absoluter Entertainer. Er spielt auf seinen CDs alle seine Instrumente selbst und hat eine wahnsinns Stimme.
Normalerweise höre ich eher Ska-Punk, doch seit ich Jalous of your cigarete auf einen vollkommen bei uns unbekannten polnischen Musiksender gesehen habe, liebe ich diesen Kerl.
Seine CDs sind immer sehr facettenreich - von Balladen, wie "You and me and the weather", übere härtere Songs, wie "Striptease", zu sonnigen Titeln, z. B. "Your beauty must be rubbing off".
Für mich gibt es nichts schöneres, als zu Hawksley Workmans wundervoller Musik zu entspannen oder zu tanzen.
Doch keine Angst, in seinen Songs hört man nichts von der üblichen Pop-Musik.
Einer der besten Musiker unserer Zeit!


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