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Chandler Bing (Frankfurt)

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Canon EOS 700D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Touchscreen, Full HD, Live-View) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM
Canon EOS 700D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Touchscreen, Full HD, Live-View) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM
Preis: EUR 565,14

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend schwache Weiterentwicklung der Bildqualität - hier fehlt der WOW!-Effekt..., 6. September 2014
Diese Bewertung bezieht sich nur auf die (relative) Bildqualität.

Nur 2 Sterne für so eine allgemein als gut bis sehr gut bewertete Kamera? Eigentlich viel zu wenig. Denn sie ist nicht schlecht. Sie ist eigentlich sehr gut. Sie ist nur vergleichsweise schlecht. Und zwar nicht im Vergleich mit den Canon-Modellen der gehobenen Mittelklasse oder Profiklasse, sondern vielmehr im Vergleich zu älteren Modellen und Einsteigerklassen.

Ich bin beim Fotografieren eher konservativ und der Ansicht, daß ein gutes Foto nicht in erster Linie von der Kamera abhängt, sondern vom Fotografen, der Wahl des Motivs und der Bildkomposition, der Belichtung und der Blende, sodann vom Objektiv und erst ganz zuletzt von der Kamera. Ferner bin ich kein Freund von Bildmanipulationen, die über die vorgenannten Einstellungen hinaus gehen. Zwar ist gute" Fotografie, die mit Belichtung, Blende und Brennweite spielt, immer mehr Manipulation als Abbildung der Wirklichkeit. Aber der Einsatz von Filtern und Nachbearbeitungen durch Software (kameraintern oder am Computer) kommt bei mir nur in Ausnahmefällen in Betracht. Das Bild soll vor Ort, mit möglichst wenigen Hilfsmitteln, gut werden und nicht später am Computer.

Ich habe daher zwar viele Objektive, aber bislang nur das Einsteigermodell EOS 1000D gehabt, das bereits 2008 eingeführt worden war. Mit den Fotos war ich immer zufrieden. Vor allem mit besseren Objektiven erhält man auch mit der 1000D und "nur" 10 Megapixeln mehr oder weniger "knackscharfe" Fotos. Ich hechele somit nicht jeder Neuentwicklung hinterher und schaffe mir nicht jedes Jahr eine neue oder bessere Kamera an.

Nachdem die Bildqualität der EOS 700D in Tests allgemein sehr gelobt worden war (wenn sie auch irritierenderweise teilweise minimal schlechter abschnitt als die 600D oder die 650D), an die Modelle der oberen Mittelklasse heranreichen, diese zum Teil sogar übertrumpfen sollte, war ich nach fünf Jahren der Auffassung, es sei wieder Zeit für eine neue Kamera. Schließlich sollte man meinen, daß sich in fünf Jahren Entwicklungszeit einiges getan hat.

Ich habe die 1000D und die 700D also ausgiebig mit fünf verschiedenen Objektiven unter jeweils gleichen Bedingungen (gleiche Motive, gleiche Lichtverhältnisse, exakt gleiche Einstellungen - auch in den Individualmenüs) getestet. Das Ergebnis war dann doch eher ernüchternd. Ein entscheidender Qualitätssprung, das erwartete WOW!-Erlebnis, blieb aus. Natürlich ist ein Fortschritt festzustellen. Die Bilder sind etwas schärfer, die Farben ein wenig kräftiger und natürlicher und - was aus meiner Sicht am wichtigsten ist - der Kontrastumfang größer, so daß in hellen Bereichen weniger Überstrahlungen auszumachen sind und in dunklen Bereichen weniger Details "absaufen". Z.B. bei einem blauen Himmel mit weißen Wolken und einer dunklen Wiese im Schatten liefert die 700D eindeutig die besseren Ergebnisse, wenngleich auch hier kein WOW!, sondern nur ein "o.k."... Die fast verdoppelte Pixelzahl von 18 MP im Vergleich zur 1000D macht sich hingegen kaum bemerkbar, nur wenn man stark in das Bild hereinzoomt. Der Gesamteindruck eines Fotos wird durch die hohe Pixelzahl kaum berührt. Auch hier hatte ich mir einen deutlicheren Effekt versprochen.

Sicher: die 700D fokussiert wesentlich schneller, bietet weit höhere ISO-Werte (bis 25.600 im Vergleich zu 1600 bei der 1000D) und den ganzen technischen Schnickschnack einer modernen Kamera, den ich zu 80% für nicht zwingend erforderlich halte. Aber bei der Bildqualität ist in den fünf Jahren, die zwischen den Veröffentlichungen der beiden Kameras liegen, aus meiner Sicht kein wirklich entscheidender Fortschritt erzielt worden (vielleicht eher im Labortest), und auf die Bildqualität sollte es bei einer Kamera doch in erster Linie ankommen.

Der Vergleich hat mich wieder in der Meinung bestärkt, daß es vollkommen ausreichend ist, nur alle sechs bis acht Jahre eine neue Kamera anzuschaffen, wenn das übrige Equipment stimmt.

Das neue Kit-Objektiv, das der Kamera beigefügt ist, überrascht allerdings positiv. Für ein Objektiv seiner Klasse bietet es recht gute Ergebnisse und fokussiert überraschend schnell. Beim ersten Versuch dachte ich, es sei kaputt, da ich gar keine Geräusche oder eine zeitliche Verzögerung bei der Scharfstellung wahrnehmen konnte. Es sitzt augenblicklich auf den Punkt, egal, ob man schnell von 18 auf 55 mm Brennweite oder von Naheinstellungen auf "unendlich" wechselt.

Die Möglichkeit der HDR-Aufnahme ist zwar ganz witzig, aber nur eingeschränkt zu empfehlen. In schneller Folge werden drei Bilder (im Nachtmodus vier Bilder) geschossen und sogleich in der Kamera zu einem HDR-Bild kombiniert. Das wird allerdings durch einen erheblichen Schärfe- und Detailverlust erkauft und ist wirklich nur eine Notlösung, falls man spontan in einer sehr schwierigen Lichtsituation ein Foto machen möchte, aber keine Gelegenheit für eine perfekte Belichtung oder mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen hat.

Wer allein von einem Kamera-Upgrade eine erhebliche Verbesserung der Bildqualität erwartet, wird daher wahrscheinlich etwas enttäuscht werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 16, 2014 2:03 PM MEST


Star Trek - Next Generation/Season 6 [Blu-ray]
Star Trek - Next Generation/Season 6 [Blu-ray]
Preis: EUR 64,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überwiegend knackscharfe Bilder und kinomäßiger Look, 11. Juli 2014
Inhaltlich gilt vielen die 6. Staffel als die beste. Hierzu ist bereits alles geschrieben worden, weshalb ich mich auf das wesentliche Kaufkriterium bei einer Bluray beschränken möchte: die Bildqualität. Ich setze voraus, daß man über ein einigermaßen aktuelles TV-Gerät mit guten Bildeigenschaften und perfekten individuellen Einstellungen verfügt. Es wäre unfair, das Bild mit einem sechs Jahre altem Billiggerät mit unmöglicher Konfiguration zu beurteilen (nach dem Motto: "Ich mag das Bild am liebsten 'lefthaft' oder "kalt" , mit dynamischen Kontrast, Truemotion, Schärfe: 100 und Kontrast 18"). Redlicherweise sollte man die Bluray also mit einem entsprechend gutem Equipment und optimalen Einstellungen testen.

CBS hat nicht zuviel versprochen, als sie zu Beginn der Veröffentlichung der Blurays eine sich von Staffel zu Staffel verbessernde Bildqualität ankündigten. In der sechsten Staffel ist nunmehr eine für eine über 20 Jahre alte TV-Serie praktisch perfekte Bildqualität erreicht. Das Bild ist noch schärfer und - im Gegensatz zu den vorherigen Staffeln - in den allermeisten Szenen gänzlich frei von Filmkorn. Im direkten Vergleich mit den früheren Staffeln mag es daher vielleicht sogar zu "glattgebügelt" daherkommen oder den Eindruck vermitteln, man habe einen Rauschfilter eingesetzt. Das scheint mir jedoch nicht der Fall zu sein. Ein "Wachsfiguren-Effekt", wie er diesfalls zu erwarten wäre, stellt sich nicht ein. Nur vereinzelt, z.B. in einigen Szenen der stark effektlastigen, mit vielen Bildkompositionen versehenen Folge "Phantasie oder Wahrheit", ist ein etwas körnigeres Bild festzustellen.

Das Bild hat, sogar im Vergleich mit Kinoproduktionen dieser Zeit, fast Referenzqualität. Selbst aktuelle Kinofilme habe ich schon in schlechterer Bildqualität auf Bluray gesehen. Die Setausleuchtung und die Farben kommen in der 6. Staffel in manchen Episoden bereits an den ersten Kinofilm "Star Trek: Generations" heran. Insbesondere werden die Brücke und die übrigen Räumlichkeiten des Schiffs zumeist nicht mehr so hell oder farbstichig ausgeleuchtet wie in früheren Staffeln, so daß vielfach ein recht kinomäßiger Look erzielt wird.

Wenn das Bild, insbesondere bei Nahaufnahmen, gelegentlich nicht 100%ig scharf wirkt, liegt das an Fokussierungsfehlern der Kamera. Hier hat zum Teil mit starken Teleobjektiven oder offener Blende gearbeitet, denn die hierdurch bedingte Tiefenschärfe (oder Schärfentiefe) setzt den Brennpunkt gelegentlich an die falsche Stelle. Wenn also etwa Picard mit seinem infolge großer Nase und länglichen Schädel sehr "tiefen" Kopf in Nahaufnahme gezeigt wird, kommt es vor, daß das Bild nicht von der Nasenspitze bis zum hinteren Rand des Ohres scharf ist, sondern beispielsweise der Focus auf dem Ohr liegt, dort jedes kleine Härchen auf der Ohrmuschel erkennbar ist, dafür Pupillen, Gesichtsporen und Nase etwas unscharf wirken. Hier würde man sich unter fotografischen Aspekten den Fokus eher auf Pupille und Wimpern wünschen, auf die das Auge des Betrachters sich automatisch ausrichtet. Patrick Stewarts Ohrbehaarung interessiert mich weniger...

Aber diese winzigen Details sind kein Problem der Bluray sondern der ursprünglichen Kameraeinstellungen. Selbst diese kleinen "Makel" sind nur bei genauem Hinsehen aus großer Nähe zum Bildschirm zu erkennen und fallen aus einem normalen Sitzabstand zum Bildschirm kaum auf.

Demgegenüber sind Aufnahmen, die mit Normalobjektiv bzw. größerer Blende gefertigt worden sind, über jeden Zweifel erhaben. Eine Szene ist mir in ihrer Klarheit besonders aufgefallen - leider ist mir der Name der Episode spontan nicht erinnerlich (vielleicht: "Besuch von der alten Enterprise"?). Jedenfalls schaut die Kamera von der Eingangstür des Transporterraums zu Chief O'Brien, der im Hintergrund an der Transporterkonsole steht. In ihrem Detailreichtum und ihrer Klarheit hat die Aufnahme Referenzqualität. Das sieht man auch bei aktuellen Kinoproduktionen kaum besser. Kein Korn, kein "Bildmatsch", kein Banding, kein Pixeltanz, keine Unschärfen, schlicht perfekt.

Die nunmehr erstmals in Stereo präsentierte deutsche Tonspur wirkt sauberer als der bis dahin vorliegende Mono-Ton und der unsägliche 5.1-Upmix der DVD-Veröffentlichung. Der englische 7.1-Ton bietet naturgemäß mehr Surroundeffekte. In Anbetracht dieser eher dialoglastigen Serie fällt das meines Erachtens jedoch nicht entscheidend ins Gewicht. Ob die seltenen Phaserschüsse oder Explosionen statt von vorn nach hinten lediglich von links nach rechts durch den Raum wandern, ist mir relativ gleichgültig, zumal es gute Fernsehgeräte oder gute Surroundanlagen heutzutage vermögen, einen 2.0-Ton gleichsam auf die Seiten- und Rückwände des Raumes zu "projezieren", so daß eine Surroundatmosphäre vermittelt wird. Eigentlich wirken die Dialoge der deutschen Synchronfassung - wie zumeist - sogar klarer und dynamischer als der Originalton, da sie unter den optimalen Bedingungen eines Tonstudios aufgenommen wurden. Bei der englischen Tonspur muß man wesentlich mehr Lautstärke auf die Boxen geben, um ein gleiches Lautstärkeniveau zu erhalten.

Auch wenn TELE5 seit vergangener Woche die restaurierte Fassung im Free-TV ausstrahlt, ist das meines Erachtens noch "Lichtjahre" von der Qualität entfernt, die die Blurays bieten, zumal im reinen Free-TV natürlich nur eine Standard-Auflösung des HD-Materials wiedergegeben wird. Ob die HD-Ausstrahlung an die Bluray herankommt, vermag ich mangels entsprechendem Abo nicht zu beurteilen.

Ich möchte die sechste Staffel auch in Sachen Bildqualität uneingeschränkt empfehlen, nachdem ich in den früheren Staffeln noch nicht 100% mit der Bildqualität zufrieden war. Angesichts der demgegenüber unterirdischen Bildqualität der Serien "Deep Space Nine" und "VOYAGER" würde man sich im Anschluß an die siebte TNG-Staffel eine Restauration dieser Serien wünschen. Aber ich fürchte, dort stehen Aufwand und Ertrag für CBS in einem ungünstigen Verhältnis. Schon bei "Star Trek: Enterprise" auf Bluray hat man sich ja aus Kostengründen bei der Bildqualität kein Bein ausgerissen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 29, 2014 10:46 PM MEST


Extras - Statisten: Die Komplette Serie (inkl. Weihnachtsspecial mit Clive Owen, George Michael uvm.) [5 DVDs]
Extras - Statisten: Die Komplette Serie (inkl. Weihnachtsspecial mit Clive Owen, George Michael uvm.) [5 DVDs]
DVD ~ Ricky Gervais
Preis: EUR 30,99

5.0 von 5 Sternen Hervorragende deutsche Synchron-Fassung - leider nicht im Weihnachtsspecial, 31. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Entgegen der Auffassung anderer Rezensenten ist meiner Meinung nach die Synchronfassung in diesem Fall der Originalfassung vorzuziehen; und zwar aus zwei Gründen:

1. Die meisten Darsteller sprechen einen ganz üblen englischen Slang, in den man sich lange hineinhören muß, bevor man etwas versteht. Selbst mit einiger Erfahrung und guten Englischkenntnissen dürfte es schwer fallen, alles mitzubekommen. Darüber hinaus werden häufig britische Insidergags und nicht allgemein geläufige umgangssprachliche englische Ausdrücke verwendet. Für den Durchschnittszuschauer ist die Originalfassung ungeeignet, zumal nur das Weihnachtsspecial, nicht aber die beiden Staffeln über deutsche Untertitel verfügen.

2. Die deutsche Synchro lohnt sich schon deshalb, weil alle hierzulande bekannten Gastdarsteller mit ihrer deutschen Standardstimmen sprechen:

Ben Stiller: Oliver Rohrbeck
Kate Winslet: Ulrike Stürzbecher
Samuel L. Jackson: Engelbert von Nordhausen
Patrick Stewart: Ernst Meincke (2. Standardstimme neben Rolf Schult)
Orlando Bloom: Philipp Moog
David Bowie: Frank Glaubrecht
Daniel Radcliffe: Nico Sablik
Ian McKellen: Jürgen Thormann (Standardstimme in der X-Men-Reihe)
Robert de Niro: Christian Brückner

Das Weihnachtsspecial wurde leider nicht synchronisiert und liegt nur als Original mit deutschen Untertiteln vor.

Die erste Staffel ist meiner Ansicht nach stärker als die zweite und das Weihnachtsspecial. Die Idee, daß die Hauptdarsteller der Serie als Statisten nur unwichtiges Beiwerk" der großen Stars sind, gefällt mir besser als die zum Teil zu Cameos degradierten Auftritte der Gaststars in den späteren Folgen. Allen Episoden ist aber der herrlich schmerzhafte, britische Fremdschämfaktor gemein.

Die Bildqualität ist für eine schon ältere TV-Produktion auf DVD sehr zufriedenstellend. Wegen der vielen Hollywood-Gaststars und deren zum Teil in Kinoqualität inszenierten Auftritten hätte ich mir sogar eine Bluray-Fassung gewünscht.


Acer P1500 3D Full HD DLP-Projektor (direkt 3D-fähig über HDMI 1.4a, 3.000 ANSI Lumen, Kontrast 10.000:1, Full HD 1920 x 1080 Pixel) schwarz
Acer P1500 3D Full HD DLP-Projektor (direkt 3D-fähig über HDMI 1.4a, 3.000 ANSI Lumen, Kontrast 10.000:1, Full HD 1920 x 1080 Pixel) schwarz
Preis: EUR 546,91

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichneter Heimkino-Projektor, 20. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als großer Filmfreund verwende ich den Beamer ausschließlich, um mir am Wochenende 1-2 Kinoabende zu gönnen, nachdem die echten Kinobesuche nachwuchsbedingt für die nächsten Jahre rar werden.

Die Anforderungen waren daher recht bescheiden. Der Beamer soll bei Dunkelheit ein gutes HD-Bild liefern, das ihm von einem Bluray-Player zugespielt wird. Die Eigenschaften bei Tageslicht, in Verbindung mit einem PC, etc., interessierten mich deshalb nicht.

Der Sound wird über eine entsprechende Anlage abgespielt, weshalb für mich auch die Qualität des kleinen internen Lautsprechers keine Rolle spielt.

Als reiner Kinoprojektor erfüllt der Beamer meine Erwartungen voll und ganz. Die Leinwand mit einer Breite und Höhe von jeweils 2,50 Meter ist in einer Sichtentfernung von etwa 4,5 Meter aufgebaut. Den Beamer positioniere ich einfach auf dem Wohnzimmertisch vor dem Sofa, in etwa 3,5 Meter Entfernung von der Leinwand. Da ich in meinem Haus keinen eigenen "Kinosaal" freiräumen wollte und mich ein dauerhaft installierter Beamer nebst Leinwand im Wohnzimmer stören würde, war es mir wichtig, das "Kino" in wenigen Minuten aufbauen zu können.

Das funktioniert problemlos. Der erstaunlich kleine Beamer, der während der Zeit seiner Nichtnutzung in der mitgelieferten Tasche im Schrank verstaut wird, ist mit wenigen Handgriffen betriebsfertig. Einfach das HDMI-Kabel vom Bluray-Player in die Soundanlage und von der Soundanlage in den Beamer. Die Geräte (Bluray-Player von Sony, Soundanlage von Panasonic) kommunizieren ohne Probleme miteinander. Zu Beginn muß man manchmal die Geräte noch einmal aus- und wieder einschalten, weil Beamer und/oder Player die Soundanlage nicht gleich erkennen. Spätestens nach 5 Minuten sind die Geräte jedoch ohne zusätzliche Konfiguration aufeinander eingestellt und korrespondieren den ganzen Film über störungsfrei miteinander.

Etwas Sorge hatte ich im Hinblick auf die manuelle Scharfstellung der Linse. Ich hatte Zweifel, ob man das Bild problemlos per Hand optimal scharfstellen kann. Diese Sorge war jedoch unbegründet. Mit einem Dreher an der Linse ist das Bild sofort knackscharf. Zur Kontrolle kann man sich noch einmal direkt an die Projektionsfläche begeben, ob wirklich jeder einzelne Pixel zu sehen ist. Die Linse ist da aber sehr tolerant, man muß sie also nicht auf den Zehntelmillimeter in die richtige Position bewegen. Etwaige winzige Unschärfen sind schon nicht mehr erkennbar, wenn man einen Schritt zurückgeht und ohnehin nicht aus einem üblichen Sitzabstand von 3-5 Metern oder mehr. Mit einem weiteren Rad an der Linse läßt sich die Projektionsgröße ebenso einfach einstellen.

Ein Nachteil ist sicher, daß die Linse nicht bewegt werden kann. Der Beamer muß also vertikal der Mitte der Leinwand genau gegenüber stehen. Es ist nicht möglich, den Beamer seitlich in einem Regal aufzustellen und die Verzerrung zu korrigieren. Die leichte Verzerrung des Bildes, die dadurch bedingt ist, daß der Beamer regelmäßig nicht genau dem Mittelpunkt der Leinwand gegenüber positioniert werden kann, sondern entweder etwas über der Leinwand hängt oder etwas unterhalb der Leinwand auf einem Tisch o.ä. steht, läßt sich mittels der softwareseitigen Trapezkorrektur mit der Fernbedienung korrigieren. Sichtbare Beeinträchtigungen des Bildes treten hierdurch nicht auf. Ohnehin ist die Linse im Gerät schon so positioniert, daß der notwenige Höhenausgleich zu 90% schon berücksichtigt ist und nur noch minimal angepaßt werden muß. Mit einer zu hohen Standfläche (z.B. Esstisch, Dia-Projektor-Tisch, Fensterbank, o.ä.), wirft man das Bild allerdings weitgehend an die Zimmerdecke. Sofern der Projektor nicht an die Decke gehängt, sondern irgendwo hingestellt werden soll, muß er relativ niedrig stehen (z.B. flacher Wohnzimmertisch). Einen Mangel an Höhe kann man durch das Unterlegen von Büchern ausgleichen, zuviel Höhe wäre aber nur durch das Absägen der Tischbeine oder ähnliche bauliche Maßnahmen zu korrigieren... Der Versuch, den Beamer auf einer hohen Fläche abzustellen und nur hinten "aufzubocken", um die Projektion nach unten zu korrigieren, wird mit Bildunschärfen und Verzerrungen bestraft.

Mittels der zwei höhenverstellbaren Füße (vorne und hinten rechts) läßt sich das Bild problemlos horizontal auf die Leinwand ausrichten. Weshalb allerdings der dritte Fuß (hinten links) nicht ebenfalls höhenverstellbar ist, erscheint wenig nachvollziehbar. Es klappt aber auch so (vielleicht deshalb). Einmal richtig ausgerichtet, muß man bei künftigen Einsätzen allenfalls noch einmal Feinabstimmungen vornehmen, wenn man Beamer und Leinwand (sofern, wie bei mir, mobil) an der gleichen Stelle neu aufstellt. Bei einer Festinstallation von Beamer und Leinwand wird man weitgehend auf ein Nachjustieren verzichten können.

Schärfe und Leuchtkraft des Bildes erzeugen schon im Eco-Modus echtes Kinofeeling. Nun ja, nicht das Gefühl der großen Blockbuster-Leinwand im Premierensaal, aber mit den kleinen Leinwänden der Programmkinos (gerne mit den Bezeichnungen "Kammer" oder "Studio") kann der Eindruck locker mithalten. Da ich moderne Blockbuster à la Avengers, Hobbit, Avatar, o.ä., allenfalls pflichtschuldig schaue, um filmgeschichtlich auf dem Laufenden zu bleiben, mich im übrigen eher Dramen, Komödien, Thriller, Klassiker, usw., interessieren, ist das in Ordnung. Ganz ersetzen kann ein Heimkino das echte Kinoerlebnis ohnehin nicht.

Interessant ist es, ältere Serien, die erstmals auf Bluray erschienen sind (z.B. Star Trek) einmal auf der großen Leinwand zu schauen. Ein ganz neues Erlebnis.

Mit DVDs sollte man es lieber nicht versuchen. Eine gut gemasterte DVD ist in Verbindung mit einem in Sachen Upscaling leistungsfähigen Player zwar noch erträglich, ein echtes Vergnügen ist die DVD-Auflösung auf der großen Leinwand jedoch nicht. Man hat ständig das Gefühl, man benötige eine Brille.

Die angeblich störende Lautstärke des Lüfters konnte ich nicht feststellen. Nach wenigen Minuten, und diese Zeit benötigt man zumeist ohnehin für die Feineinstellungen und übrigen Vorbereitungen (Film-, Getränke- und Snack-Auswahl...), ist das Gerät auf Betriebstemperatur. Der Lüfter hat nicht einmal Flüsterton. Selbst ein ruhiges Kinopublikum ist lauter und störender als dieser Lüfter. Ach, wäre es doch einmal im Kino so ruhig! Selbst in ruhigen Filmmomenten nimmt man den Lüfter allenfalls wahr, wenn man die Aufmerksamkeit vom Film auf den Projektor lenkt. Entweder die Lautstärke ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich bzw. hängt von der Umgebungstemperatur ab oder andere Leute sind extrem empfindlich. Mich stört da nichts. Vielleicht kann ich auch altersbedingt die Frequenzen schon nicht mehr wahrnehmen...

Die Hitzeentwicklung ist allerdings beachtlich. In meinem nicht gerade kleinen Wohnzimmer kann ich selbst im Winter die Heizung ausschalten und mich eines Pullovers entledigen. Der Beamer heizt den ganzen Raum. Das stelle ich mir im Sommer eher störend vor. Aber das ist ja auch nicht die klassische Heimkinozeit.

Die übrigen Bedienung ist kinderleicht. Mit einem Druck auf die Taste "Menu" auf der Fernbedienung werden alle Konfigurationsmöglichkeiten auf die Leinwand gezaubert. Diese sind denkbar einfach und erklären sich von selbst. In die Bedienungsanleitung muß man wirklich nicht schauen. Obwohl dies mein erster Beamer ist, hatte ich ihn schon beim ersten Mal binnen weniger Minuten ohne Anleitung angeschlossen und eingestellt. Genauso schnell sind Gerät und Leinwand nach der Vorführung wieder verschwunden.

Die 3D-Funktion konnte ich leider noch nicht testen. Ich bin kein 3D-Fan und habe auch nicht die benötigten Shutterbrillen, sondern nur Polarisationsbrillen. Ich besitze zwar einen 3D-Bluray-Player und einen 3D-TV. Sämtliche Filme, die ich bislang in 3D im Kino gesehen habe, fand ich jedoch kein bißchen beeindruckend, sondern eher störend. 20-30 Euro für eine 3D-Bluray sind mir deshalb doch etwas zu viel.

Den zum Teil angesprochenen Regenbogeneffekt bemerke ich nur in den ersten Sekunden, wenn sich die Geräte aufeinander abstimmen. Während des laufenden Films habe ich noch keine derartigen Fehler festgestellt.

Ich bin nach vierwöchigem Einsatz und etwa 8-10 Filmen sehr zufrieden mit dem Gerät. Bildschärfe, Leuchtkraft und Kinofeeling haben meine Erwartungen übertroffen. Wie haltbar und fehleranfällig das Gerät im Langzeittest ist, muß sich freilich noch zeigen.

Für Filmfans eine gute Wahl zu einem günstigen Preis. Ich habe das Gerät für 499,00 Euro erworben, derzeit ist er wieder etwas teurer.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 22, 2014 6:00 PM CET


Sony BDP-S790 Blu-ray Player (4k UltraHD Upscaling / 3D / W-LAN, 2x HDMI, USB)
Sony BDP-S790 Blu-ray Player (4k UltraHD Upscaling / 3D / W-LAN, 2x HDMI, USB)

39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes DVD-Upscaling (?) - Update, 6. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Beim Kauf eines Abspielgerätes gibt es für mich eigentlich nur ein entscheidendes Kriterium: das Bild. Alles andere halte ich für überflüssigen Schnickschnack. Mich interessiert nicht, ob ein Bluray-Player Youtube-Videos abspielen oder den Zugang zu anderen Mediatheken herstellen kann. Das können im Zweifel schon fünf andere Geräte im Haushalt. Wer sich einen Bluray-Player anschafft, der über diese Möglichkeiten verfügt, wird in der Regel schon einen Fernseher besitzen, der das gleiche kann.

Ferner ist mir relativ gleichgültig, ob ein Player 25 oder 40 Sekunden benötigt, um eine Disc einzulesen. Ich bin ja nicht auf der Flucht. Diskussionen über die vermeintlichen Arbeitsgeräusche mancher Geräte (unerträglich laut! [10 Dezibel]) kann ich auch nur bedingt nachvollziehen.

Für mich ist sowohl bei TV-Geräten wie auch bei Projektoren und Bluray-Playern entscheidend, daß sie in ihrer Kernkompetenz einen guten Eindruck machen: der Bildwiedergabe. Man bewertet ja auch nicht einen Fotoapparat danach, ob man mit ihm gleichzeitig telefonieren kann.

Obschon ich auf ein gutes Bild wert lege, muß ich zugeben, daß ich bislang eher "Billig-Abspielgeräte" hatte. Es handelte sich zwar um Markenware, überwiegend Philips, aber jeweils immer nur relativ günstige Modelle der Produktpalette, zuletzt ein Philips BDP-3200. Das lag daran, daß es in großen Testreihen meist heißt, bei den Bildleistungen bestehe zwischen den Geräten kaum ein Unterschied. Die Spitzenmodelle erhalten 99 oder 100 Punkte, aber selbst "schlechtere" Geräte liegen selten bei weniger als 95 Zählern. Wie, so meinte ich, soll man da mit bloßem Auge einen Unterschied ausmachen? Ich war der Ansicht, die Qualität des Bildes hänge in erster Linie von der jeweiligen Quelle, mithin der DVD oder Bluray bzw. vom TV-Gerät und dessen Kalibrierung ab.

In der Tat kann ich beim Bluray-Bild keinen erkennbaren Unterschied zwischen meinem "alten" Philips und dem Sony ausmachen, weder auf einem 47"-TV-Gerät (optimal kalibriert) noch auf der großen Leinwand. Erstaunlich sind jedoch die Unterschiede im DVD-Upscaling. Einen solchen Unterschied hätte ich nicht für möglich gehalten. Der Sony BDP-S790 verspricht nicht zuviel, wenn er für das DVD-Upscaling "annähernd" ein HD-Bild zusagt. Natürlich kann auch dieser Player aus einer schlecht gemasterten DVD aus dem Jahr 2002 kein kristallklares HD-Referenzbild zaubern, aber eine deutliche Verbesserung gegenüber anderen Playern, die ich bislang hatte, ist festzustellen.

Dies beginnt zunächst mit den kontrastreichen Schrifteinblendungen zu Beginn jeder DVD (Sprachauswahl, FSK-Hinweise, etc.). Während meine bisherigen Abspielgeräte hier deutliche Treppchenbildungen und Artefakte zeigten, die Schrift bei Betrachtung aus der Nähe irgendwie verschwommen aussah, vermag es der S790 tatsächlich, ein Schriftbild zu errechnen, das nah an ein HD-Bild herankommt, selbst aus der Nähe betrachtet.

Keine erkennbaren Unterschiede sind bei statischen DVD-Hauptmenüs festzustellen. Hier bleibt es bei den zumeist recht grobkörnigen Darstellungen. Ganz anders jedoch das laufende Bild im Film. Der S790 "bügelt" das Bild völlig glatt und befreit es - zumindest im Vordergrund - von allen Pixeln, Treppchen, Banding, usw. Bei kleineren Personen und Objekten im Hintergrund bleibt es natürlich nicht aus, daß diese, aus großer Nähe betrachtet, weiterhin grobkörnig wirken; aber das Gerät kann schließlich keine Bildinformation aus dem Nichts errechnen.

Mit der Funktion "Options" auf der Fernbedienung, läßt sich die Videodarstellung mit zahlreichen weiteren Einstellungsmöglichkeiten (z.B. Texturen, Auflösung, Farbe, Kontrast, Glättung, etc.) individuell gestalten. Die Standardeinstellung "Auto" ist allerdings alles andere als optimal. DVD-Bilder wirken, als seien sie mit einem starken Rauschfilter bearbeitet, die Gesichter wirken wachsfigurenartig, unbelebte Gegenstände posterisiert. Dem läßt sich mit individuellen Einstellungen aber gut abhelfen.

Um überzogenen Erwartungen entgegenzuwirken: aus großer Nähe oder mit üblichen Sitzabstand auf einem (sehr) großen TV-Gerät oder auf der großen Leinwand sind die Unterschiede zwischen Bluray- und DVD natürlich weiterhin immens. Das soll auch so sein und liegt in der Natur der Sache. Selbst eine schlecht gemasterte Bluray sieht immer noch detailreicher aus als eine gut gemasterte und hochskalierte DVD einer neuen Kinoproduktion. Gleichwohl ist anzuerkennen, daß der Sony BDP-S790 die DVD-Wiedergabe gegenüber anderen mir bekannten Bluray-Playern deutlich aufwertet. Diesbezüglich hat das Gerät meine Erwartungen übertroffen.

Die hier vielfach beklagten Firmware-Probleme konnte ich nicht feststellen; offenbar sind sie zwischenzeitlich behoben oder treten bei den von mir verwendeten Funktionen nicht auf. Die Netzwerk- und Internetfähigkeit des Gerätes habe ich bislang nur sporadisch getestet, Softwareprobleme sind dabei nicht aufgetreten. Das gelieferte Gerät enthielt bereits die zweijüngste Firmware-Version, benötigte also nur ein Miniupdate, was problemlos per WLAN funktionierte.

Positiv hervorzuheben sind die weiteren im Hauptmenü des Players vorhandenen individuellen Konfigurationsmöglichkeiten, insbesondere für Bild und Ton. Fernseher (oder anderes Ausgabegerät) und Bluray-Spieler lassen sich so optimal aufeinander abstimmen.

Über die Soundeigenschaften des Gerätes traue ich mir allein aufgrund der sinnlichen Wahrnehmung kein Urteil zu. Über meine Surround-Anlage klingt - je nach Quelle - alles bestens. Ich kann allerdings keinen klanglichen Unterschied zu meinen früheren Abspielgeräten feststellen. Vermutlich sind die Qualität der Quelle und der Lautsprecheranlage entscheidender als die Fähigkeiten des Abspielgerätes.

UPDATE vom 16.04.2014:

Nachdem ich den Bluray-Player jetzt ein halbes Jahr eingehend testen konnte, habe ich mich noch einmal intensiver mit den Upscaling-Leistungen des Geräts beschäftigt. Stellt man in den Einstellungen das Videoausgabeformat auf "Auto", übernimmt der Player das Upscaling der DVDs auf 1080p. Wählt man hingegen die Option "Originalauflösung", werden die DVD-Videodaten nur in 576i an den Fernseher weitergegeben. Dies wird durch die Geräte bestätigt, wenn man auf der Fernbedienung des Players bzw. des TV-Gerätes die Tasten "Info", "Display", o.ä., betätigt und sich den Status der aktuellen Bildwiedergabe einblenden läßt.

Der Player wird z.Zt. (noch) an einem TV-Gerät des Typs LG 47LM669S betrieben. Ich wollte wissen, ob es sichtbare Unterschiede zwischen den beiden o.g. Optionen gibt. Ist das Bild also besser, wenn ich das Upscaling dem Bluray-Player oder dem TV-Gerät überlasse? Wobei ich mir nicht sicher bin, ob und inwieweit das TV-Gerät überhaupt ein Upscaling vornimmt. Das Ergebnis war überraschend. Stelle ich das Videoausgabeformat am Bluray-Player auf "Auto" und gibt dieser eine 1080p-Auflösung an das TV-Gerät weiter, ist das Bild sogar minimal schlechter als wenn man "Originalauflösung" wählt und lediglich eine 576i-Auflösung an das TV-Gerät liefert. Ich habe eingehend mehrere DVDs getestet und dabei kontrast- und konturenstarke Bilder verglichen, einerseits SciFi-Filme mit vorbeiziehenden Sternen, andererseits Großaufnahmen von Gesichtern bei Tageslicht (im Film), ferner Schrifteinblendungen. In allen Fällen war das Bild schärfer und detailreicher, wenn man die Option "Originalauflösung" wählte.

Ich habe dafür keine Erklärung, bin ich doch bislang davon ausgegangen, daß der Bluray-Player ein ausgezeichnetes Upscaling liefert. Die Unterschiede sind freilich minimal und nur aus allernächster Nähe wahrnehmbar. Schon aus 1,5 Meter Abstand vom TV-Gerät kann man die Unterschiede mit bloßem Auge nicht mehr ausmachen. Da ich über keine Vergleichsmöglichkeit mehr verfüge, also keinen SD-Fernseher und keinen DVD-Player mehr habe, bei denen jedes Upscaling ausgeschlossen wäre, kann ich zudem nicht beurteilen, ob und inwieweit tatsächlich eine Verbesserung des Original-DVD-Bildes stattfindet.

Das Ergebnis ist für mich einigermaßen verwirrend. Weshalb also ein Upscaling der DVD-Auflösung auf 1080p, wenn keine sichtbare Verbesserung des Bildes gegenüber der Originalauflösung erkennbar ist, vielmehr sogar eine geringfügige Verschlechterung? Das Problem dürfte ja nicht lediglich die Kombination meiner beiden Geräte betreffen, sondern möglicherweise generell die Upscaling-Leistungen von Bluray-Playern in Kombination mit Full-HD/UHD-TV-Geräten. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder einen Lösungsansatz zu bieten?

Mit der Qualität der Bluray-Wiedergabe bin ich hingegen uneingeschränkt zufrieden. Sofern ein hochwertiges Quellmaterial vorliegt, liefert der Player glasklare ruckelfreie Bilder sowohl an das TV-Gerät als auch an einen Full-HD-Beamer.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 18, 2014 10:19 PM MEST


Star Trek: Deep Space Nine - The Full Journey [46 DVDs]
Star Trek: Deep Space Nine - The Full Journey [46 DVDs]
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Wird angeboten von playhouseclub
Preis: EUR 89,99

26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unfassbar schlechte Qualität der DVDs, 19. Juni 2013
Ein Großteil der Auflage scheint die bereits vielfach beschriebenen Probleme zu haben, so auch meine Lieferung, die bereits die zweite ist, nachdem ich die erste umgetauscht habe.

Jeweils die zweite Folge auf jeder einzelnen der 46 DVDs läßt sich nicht vollständig abspielen. In den letzten 5-10 Minuten friert plötzlich das Bild ein, das Abspielgerät fängt an zu "ruckeln" und kehrt in das Hauptmenü zurück. Manchmal ist auch der Anfang der jeweils dritten Episode auf den DVDs betroffen. An meiner Hardware liegt es nicht. Zum einen hat der Bluray-Spieler noch mit keiner anderen DVD oder Bluray Probleme gehabt, gleich ob käuflich erworben oder selbst gebrannt. Zum anderen habe ich die DVDs auf verschiedenen Abspielgeräten ausprobiert. Das Problem ist immer das gleiche.

Wie es der Zufall will, handelt es sich bei den jeweils zweiten Folgen auf den DVDs häufig um die herausragenden Episoden der Serie oder um Cliffhanger, die man gerne vollständig sähe, während sich die eher langweiligen Episoden an den nicht betroffenen Stellen der DVDs befinden.

Aber auch im übrigen ist die Bild- und Tonqualität unbefriedigend. Das Bild ist selbst für DVD-Verhältnisse ungewöhnlich grobpixelig und verwaschen, kaum besser als VHS-Niveau (wobei im TV und VHS wenigstens keine Pixel zu sehen sind). Der deutsche 5.1 Ton ist unausgewogen und dröhnend, aber auch der englische Originalton meilenweit von Referenzwerten entfernt.

Meiner Meinung nach beschädigen Paramount/CBS die Marke Star Trek, wenn sie solche Veröffentlichungen befördern und dulden. Da Deep Space Nine voraussichtlich nicht oder nicht in absehbarer Zeit überarbeitet und auf Bluray veröffentlicht werden kann, hätte die Serie zumindest eine bessere DVD-Auflage verdient, die sicher problemlos möglich wäre. Die aktuelle Veröffentlichung ist eine Beleidigung der Fans.

Update vom 13.12.2013:

Ich habe zwischenzeitlich einen neuen Bluray-Player. Statt eines Philips BDP-3200, der an den DVDs gescheitert ist, habe ich nun einen Sony BDP-S790. Dieser verfügt nicht nur über ein beeindruckendes DVD-Upscaling (siehe meine dortigen Rezension), sondern schien zunächst auch die Schwierigkeiten mit den "Hängern" zu überwinden. Bei der ersten DVD der 6. Staffel konnte er die zweite Folge noch bis zum Ende lesen, wenn auch mit einem kleinen Ruckler an der üblichen Stelle. Leider hat sich die Hoffnung bei den weiteren DVDs nicht bestätigt. Die jeweils 2. Folge jeder DVD bringt den Bluray-Player fünf Minuten vor Schluß zum Absturz. Seltsamerweise funktioniert es jedoch problemlos mit DVD- bzw. Bluray-Playern in PC und Laptop.

Trotz der guten Upscaling-Leistung des Sony BDP-S790 bleibt das Bild der DVDs mehr als bescheiden. Bei meinem 47"-TV-Gerät muß ich mich mindestens 4 Meter weg- und die Brille absetzen, damit mir der Bildmatsch nicht direkt ins Auge fällt. Seit ich die TOS- und TNG-Blurays kenne, ist DS9 unter optischen Gesichtspunkten kaum noch zu ertragen. Und das nannte sich vor wenigen Jahren noch "brilliante Bild und Tonqualität".
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 6, 2014 8:20 PM MEST


Der unsichtbare Dritte [Blu-ray]
Der unsichtbare Dritte [Blu-ray]
DVD ~ Cary Grant
Preis: EUR 7,97

4 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen GÄHN! Gute Bluray-Umsetzung, langatmige und unspektakuläre Geschichte, 26. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der unsichtbare Dritte [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin mir bewußt, daß ich mit meiner schlechten Bewertung des Films angesichts der vielen positiven Kritiken ziemlich allein dastehe. Aber mich hat der Film nicht angesprochen. Ich lege an ältere Filmwerke nicht heutige Maßstäbe an und erwarte von einem 50 Jahre alten Thriller keinen Actionfilm im heutigen Stil (über deren Qualität man sich trefflich streiten kann). Ich sehe die Filme im Kontext ihrer Zeit. Auch wenn heutzutage manches eher langweilig oder skurril erscheint, versuche ich zu verstehen, weshalb die Geschichte, die Inszenierung, die Kameraführung, der Schnitt, usw., den Film heraushebt. Viele Filme aus den 40er bis 70er Jahren zählen zu meinen Lieblingsstreifen oder lassen es jedenfalls ohne weiteres nachvollziehbar erscheinen, weshalb ihnen Kultcharakter zugeschrieben wird.

Den ein oder anderen Klassiker gibt es jedoch immer wieder, den man über die Jahrzehnte aus irgendwelchen Gründen nie gesehen hat. Hierzu zählte bis gestern für mich "Der unsichtbare Dritte". Ich freute mich auf einen spannenden Filmabend, denn es gibt kaum eine Filmkritik, die das Werk nicht überschwenglich für seine Spannung lobt, auch nach mehr als 50 Jahren. Meine Erwartung an Tempo und Spannung einer 50er-Jahre Produktion waren gleichwohl nicht besonders hoch.

In der Tat bietet der Film einen rasanten Einstieg, indem der Hauptdarsteller nach wenigen Minuten aus ihm und dem Zuschauer unbekannten Gründen entführt wird. Diese Spannung hält durchaus bis zur Mitte des Films, wenngleich mir das vielfach verwendete Wort Jagd" ob des eher behäbigen Ablaufs zu keinem Zeitpunkt in den Sinn kam. Indessen fällt der Spannungsbogen in der zweiten Hälfte des Films steil ab und man fragt sich mit zunehmender Spieldauer, weshalb Hitchcock die nach 80 Minuten ziemlich tote Geschichte noch weitere 56 Minuten ziehen mußte. Der letzte Akt rund um Mount Rushmore hat ganz erhebliche Längen, gestelzte (und vielfach überflüssige) Dialoge sowie einen selbst nach damaligen Maßstäben todlangweiligen Endkampf, dem mit eintönigen Paukensoli auf ebenso plumpe wie schon seinerzeit altmodische Art so etwas wie Spannung eingehaucht werden soll. Mit Ausnahme der beiden Hauptfiguren Robert Thornhill und Eve Kendall scheint keiner der weiteren Protagonisten ein nachvollziehbares Motiv zu haben. Die schauspielerischen Leistungen der "Bösen"-Darsteller wirken peinlich aufgesetzt, die hitchcocktypischen Spannungsmomente fehlen völlig. Jede Szene wird zeitlich auf das doppelte der notwendigen Länge gestreckt. Heutzutage würde man die Geschichte in 75 Minuten erzählen und käme dabei nicht einmal ins Hetzen. Geradezu lächerlich wurde es, als die abschließende Flucht mit dem Auto nach wenigen Metern vor dem verschlossenen Gartentor endete, das man mit einem schweren amerikanischen 50er-Jahre Straßenkreuzer keinesfalls durchbrechen konnte. Also flüchtet man zu Fuß und in Absatzschuhen Richtung Denkmal und liefert sich einen mies inszenierten Kletterwettstreit mit den Bösewichtern, in der der bedauernswerten Hauptdarstellerin die Rolle zufiel, fortwährend zu jammern oder hysterisch zu kreischen, was so gar nicht zu dem Bild der selbstbewußten Geheimagentin passen wollte, das zuvor vermittelt worden war. Wer nach dieser dramaturgischen Zumutung auf ein versöhnliches Ende hofft, wird enttäuscht. Eben noch hängen Cary Grant und Eva Marie Saint am Abgrund, da folgt ein harter Schnitt (genial?) in das Schlafwagenabteil eines Zuges, wo sich die Geretteten mit der Schlußblende in die Arme sinken. Viel doofer ging es auch 1959 nicht. Fehlte nur noch, daß Eva Marie Saint einen warmen Apfelkuchen an Cary Grant übergibt, den ihr Doris Day durch die Tür reicht. Dabei gibt es zahlreiche Filme aus den 50er und frühen 60er Jahren, die wesentlich moderner und flotter daherkommen als diese hausbackene Komposition aus unzusammenhängenden Einzel-"Abenteuern". Sicher waren einige Stilmittel zu jener Zeit neu, aber dieser Umstand allein macht den Streifen in meinen Augen noch nicht zu einem Kultfilm.

Zusätzlich getrübt wird der Gesamteindruck, durch die schwache deutsche Synchronisation. Sowohl die Sprecherauswahl (Erik Ode auf Cary Crant!) als auch das Dialogbuch waren eher suboptimal und lassen den Film in Verbindung mit dem blechernen Monosound im Wochenschaustil reichlich verstaubt wirken. Ich bin zwar kein Freund von Neusynchronisationen, aber diesem Film könnte es nur gut tun. Wesentlich besser ist zwar der neu abgemixte O-Ton, der die viel zu langgezogene Story aber auch nicht zu retten vermag. Einziger Lichtblick ist die Bildqualität der Bluray, die zwar keine Referenzwerte aufweist und einen etwas zu starken Kontrast hat, aber solide HD-Qualität für einen 50 Jahre alten Film bietet.

Der Aussagewert der vielen positiven Bewertungen hier auf Amazon.de bedarf einer Relativierung. Bei älteren Werken wirkt es sich aus, daß diese überwiegend von Leuten erworben werden, die den Film bereits kennen und ohnehin Fan des Streifens sind. Da nimmt es nicht Wunder, daß die Kritiken entsprechend gut ausfallen.


Star Trek: Enterprise - Die erste Season [Blu-ray]
Star Trek: Enterprise - Die erste Season [Blu-ray]
DVD ~ Scott Bakula
Preis: EUR 62,99

19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Noch schlechter als nach den teils negativen Kritiken befürchtet..., 9. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorab möchte ich bemerken, daß ich lediglich die Bild- und Tonqualität bewerte. Diese sind für mich bei einer Bluray-Rezension ausschlaggebend. Der Inhalt der Serie ist in den letzten 10 Jahren bereits hinreichend erörtert worden und kann für meine Begriffe im Rahmen einer Bluray-Besprechung nicht zu einer positiven oder negativen Beeinflussung des Ergebnisses führen. Ebenso halte ich es im Rahmen einer Bluray-Bewertung nicht für sinnvoll, die Qualität der Verpackung oder der Extras in das Ergebnis mit einfließen zu lassen.

Die Marke Bluray steht für derzeit besten Bild- und Tonstandard. Daher sind für mich alle Veröffentlichungen indiskutabel, die lediglich auf einem schlechten DVD-Master oder augenscheinlich sogar auf VHS-Bändern zu beruhen scheinen. Die Veröffentlichung auf Bluray suggeriert dem Kunden, echtes High-Definition-Feeling zu erwerben, das auf hervorragendem Ausgangsmaterial und dessen sorgsamer Aufbereitung beruht. Hochgerechnetes Ausgangsmaterial, das ursprünglich nicht 1080 Zeilen - oder entsprechend gutes Filmmaterial – aufweist, kann aus meiner Sicht nicht ohne Täuschung als 1080p beworben werden.

Nun gibt es dennoch Bluray-Veröffentlichungen, die mit HD-Qualität und 1080p-Auflösung werben, obgleich weder eine Neuabtastung des Filmmaterials in entsprechender Auflösung stattgefunden hat, noch das Endergebnis auch nur ansatzweise den Eindruck vermittelt, man sehe dort originäre 1920 x 1080 Bildpunkte. Weshalb dies von Verbraucherschutzverbänden und Wettbewerbern klaglos hingenommen wird, erschließt sich mir nicht.

Wendet man diese Prämissen auf die vorliegende erste ENT-Staffel an, ist das Ergebnis mindestens als enttäuschend zu bezeichnen. Es wurde verschiedentlich schon darauf hingewiesen, daß die Bildqualität nicht wesentlich besser sei als die der DVD. Nun, sie ist fraglos besser als die DVD-Auflösung und dennoch Lichtjahre von Referenzwerten entfernt. Das Bild wirkt wenig detail- und kontrastreich, „matschig“ und vor allem unscharf. Die Farbpalette war zwar schon immer stilmittelbedingt etwas blass und eintönig. Gleichwohl wäre eine Farbauffrischung – wie bei den TNG-Blurays – wünschenswert gewesen. Hierdurch hätte die mangelhafte Auflösung vielleicht etwas kompensiert werden können. Als befriedigend sie nur einige Großaufnahmen zu bewerten, in der Totalen bleibt das Bild durchgängig unter den Möglichkeiten einer Bluray, wobei ich unterstelle, daß das Ausgangsmaterial nicht so schlecht ist, wie es hier präsentiert wird.

Unbedingt hätte es des ausdrücklichen Hinweises auf der Verpackung bedurft, daß das Filmmaterial zumindest teilweise hochskaliert ist (Special Effects, Pilotfilm). Durchgängig mit 1080p-Qualität zu werben hat in meinen Augen mindestens ein „Geschmäckle“, wenn dies offenbar tatsächlich nicht der Fall ist. Eine Empfehlung für CBS Home Entertainment ist ein solches Vorgehen jedenfalls nicht. Ich halte es auch nicht für eine hinreichende Entschuldigung, daß der Unterschied zwischen 720p oder 1080p kaum wahrnehmbar sei oder man sich nur hinreichend weit weg von seinem TV-Gerät setzen müsse, um den Unterschied nicht zu bemerken. Frei nach dem Motto: stellen Sie sich doch weit genug weg von Ihrem Auto, dann sehen Sie die Beulen und Kratzer nicht.... Das kann doch keine ernsthafte Empfehlung sein, um unzureichende Bildqualität zu rechtfertigen, zumal die üblichen Bildschirmdiagonalen immer größer werden und ein Sitzabstand von mehr als sechs oder sieben Metern in vielen Haushalten auf architektonische Probleme stoßen könnte.

Nachträglich muß man der DVD-Veröffentlichung ein Kompliment machen, denn der Vorsprung der Bluray vor den 2005er DVDs ist zu gering, als daß man für die Bluray eine Kaufempfehlung aussprechen könnte. In der Tat sind hier schon ab einer geringen Sitzentfernung kaum Unterschiede auszumachen. Doch dies gilt keinesfalls für alle Bluray-Veröffentlichungen. Auch wenn das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges begrenzt ist, erscheint eine gut gemasterte Bluray selbst auf die Entfernung schärfer und detailreicher als die entsprechende DVD, erst recht natürlich aus geringem Abstand. Erhebliche Detailverbesserungen wie einzelne Gesichtsfalten, Haare oder Beschriftungen, wie sie die TNG-Blurays bieten (obgleich auch diese keine Referenzqualität aufweisen) sucht man jedoch auf der Enterprise-Bluray vergebens. Ich habe den Eindruck gewonnen, als sei das Material durchgängig von einer niedrigeren Auflösung auf 1080p hochgerechnet.

Das Alter der Serie ist ebenfalls keine Entschuldigung. Zum einen ist TNG 14 Jahre älter und dennoch qualitativ höher, zum anderen gibt es TV-Projekte aus dem Jahr 2001, die bildtechnisch weitaus besser abschneiden (z. B. Band of Brothers).

Führt man sich vor Augen, daß für TNG ein umfassender Restaurationsprozeß durchgeführt wurde, für ENT jedoch augenscheinlich nicht, ist es in Ansehung der dürftigen Bildqualität schon recht kühn, für eine Staffel rund 60,00 Euro zu verlangen, zumal die komplette Serie auf der nicht wesentlich schlechteren DVD für etwa den gleichen Preis zu haben ist.

Ich möchte mir auch nicht entgegenhalten lassen, der schlechte Eindruck beruhe womöglich auf unzureichender Technik oder schlechten TV-Einstellungen. Ich habe die Bluray auf einem Philips BDP3200 in Verbindung mit einem LG47LM669S (47 Zoll) getestet. Das TV-Gerät ist optimal eingestellt und liefert sowohl von der Auflösung als auch von den Farben bei entsprechend gutem Ausgangsmaterial durchgehend hervorragende Ergebnisse.

Ein Wort noch zum deutschen Ton. Ich habe, wie andere Käufer, den Eindruck, daß die deutsche Tonspur nach der Verlangsamung auf 24 Bilder/Sek. der Höhe nach nicht angepaßt worden ist. Insbesondere T’Pol (Susanne von Medvey) und Archer (Gudo Hoegel) klingeln seltsam tief und einschläfernd. Ich habe dies bei anderen Produktionen, die mir nicht so vertraut sind, nie derart nachteilig wahrgenommen, handelt es sich schließlich nur um eine Verlangsamung von 4%. Hier ist es mir jedoch sofort negativ aufgefallen.

Insgesamt ist die Qualitätssicherung bei CBS Home Entertainment als unzureichend zu bezeichnen. Schon die TNG-DVDs wiesen eine unterirdisch schlechte Bildqualität auf. Die Erstveröffentlichung der TNG-Teaser Bluray glänzte durch einen asynchronen deutschen Ton in der Folge „Die Sünden des Vaters“ und zog eine Umtauschaktion nach sich. Die erste TNG-Staffel auf Bluray zeichnete sich durch einen fehlerhaften englischen Ton und eine beschädigte Steelbook-Edition aus und führte zu weiteren Umtauschaktionen. Die zweite TNG-Staffel sah sich dem – berechtigten – Vorwurf ausgesetzt, wiederum keine optimale Bildqualität zu liefern. Nunmehr erweist sich auch die ENT-Umsetzung auf Bluray als enttäuschend.

Fazit: Da ich die erste Staffel noch nicht auf DVD hatte, werde ich sie behalten. Die folgenden Staffeln werde ich jedoch nicht erwerben, sollte sich die Bildqualität nicht ganz erheblich verbessern und der Preis deutlich sinken.


Star Trek: Next Generation - Season 2 [Blu-ray]
Star Trek: Next Generation - Season 2 [Blu-ray]
DVD ~ Michael Dorn
Preis: EUR 58,99

34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel besser als nach den negativen Vorabkritiken erwartet - aber trotzdem leichte Qualiftätsabstriche, 7. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Vorfeld der Veröffentlichung gab es massive Kritik an der Ausführung der 2. Staffel, die sich an zahlreichen Standbildern entzündete, die eine vermeintliche schlechte Qualität der Special-Effect-Aufnahmen, insbesondere der Planeten beweisen sollten. Zum Teil wurde zum Boykott der 2. Staffel aufgerufen, bis CBS Home Entertainment die Fehler durch eine nochmalige Umarbeitung beseitigt habe.

Auch ich habe mich durch diese Kritik zunächst verunsichern lassen. Nach Durchsicht der zweiten Staffel erscheint sie mir jedoch überzogen und wenig nachvollziehbar. Tatsächlich sehen einige Planeten zwar nicht so detailliert und natürlich aus, wie wir dies aus der 1. Bluray-Staffel zum Teil kennen. Solche "Ausfälle" gab es jedoch auch bereits in der ersten Staffel, z.B. in der Folge "Der Ehrenkodex", um nur eine zu nennen, in der der Planet eher wie eine schwache Fortentwicklung der 60er-Jahre-Effekte der Originalserie wirkte, nämlich wie ein abgefilmter Globus, den man um einige Wolken angereichert hat, unter denen sich der Planet auch noch hinwegbewegte. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn man sich in allen Folgen und bei allen Special-Effects die gleiche Mühe gegeben hätte, die Special-Effects vielleicht sogar noch weiter fortentwickelt und an die heutigen technischen Standards angepaßt hätte. Aber es soll eine künstlerische Entscheidung gewesen sein, in der 2. Staffel mehr den ursprünglichen Look zu imitieren. Ich kann damit gut leben, zumal die Special-Effect-Aufnahmen, vor allem die Planetenaufnahmen, in jeder Folge nur einige Sekunden ausmachen und 95% einer Folge reale Aufnahmen ohne VFX sind. Auf deren Qualität kommt es aus meiner Sicht entscheidend an.

Die realen Aufnahmen sind qualitativ mit jenen der ersten Staffel vergleichbar. Einen Qualitätssprung nach vorne, wie man ihn im Vorfeld in Aussicht gestellt hat, kann ich allerdings nicht erkennen. Insgesamt scheint mir die Qualität alles in allem sogar etwas schlechter als in der ersten Staffel zu sein. Wie bereits dort, zeigt sich das Bild, aus nächster Nähe betrachtet (ca. 30-100 Zentimeter Entfernung von einem 46 Zoll Gerät), zum Teil sehr körnig, verrauscht und verwaschen. Selbstverständlich ist dies keine übliche Sitzentfernung vom TV-Gerät, sondern erlaubt lediglich einen Vergleich mit anderen Bluray-Bearbeitungen, die von ähnlich altem (oder sogar älterem) Filmmaterial erstellt worden sind. Zieht man bespielsweise den 30 Jahre alten "E.T.", den ebenso alten "Blade Runner", den 50 Jahre alten "Lawrence von Arabien" oder den sogar 53 Jahre alten "Ben Hur" als Vergleich heran, die glasklar erscheinen und allenfalls leichte Körnung aufweisen, kann das TNG-Bild nicht im Ansatz mithalten. Der Vergleich ist freilich etwas unfair, handelt es sich bei den genannten Filmen schließlich um hochwertige Kinoproduktionen, die zum Teil auf 70-mm-Film gedreht und einem sehr aufwändigen Restaurierungsprozeß, Aufnahme für Aufnahme, unterzogen worden sind. Demgegenüber dürfte das für eine TV-Produktion verwendete Filmmaterial qualitativ schlechter gewesen sein. Eine Bild-für-Bild-Restaurierung vermag ich CBS auch nicht zu attestieren. Dies wäre bei der Fülle des Materials und der knappen zeitlichen Vorgaben vermutlich nicht zu leisten und für die Kunden nicht bezahlbar.

Gemessen an solchen Referenzwerten - und erst recht im Vergleich mit aktuellen Produktionen - ist das Bild, aus der Nähe betracht, also eher dürftig. Aus einer üblichen Sitzentfernung vom TV-Gerät - bei größeren Geräten also mindestens 2 Meter - sind die erwähnten Unzulänglichkeiten mit bloßem Auge jedoch kaum auszumachen und das Bild erscheint sauber, klar und so gut wie nie zuvor. Lediglich einzelne Szenen, z.B. die Aufnahme in der Folge "Zeitsprung mit Q", kurz bevor Worf im Maschinenraum auf den Borg feuert, sind extrem verrauscht und körnig, was auch aus der Entfernung negativ auffällt. Dies dürfte jedoch auf Fehler im Ausgangsmaterial zurückzuführen sein. Ob hier eine aufwändigere Bearbeitung hätte Abhilfe schaffen können, vermag ich nicht zu beurteilen.

Insgesamt erscheint die Farbgebung aus stilistischen Gründen nicht mehr so schön knallig bunt wie noch in der ersten Staffel. Gerade die Uniformen wirken mitunter recht matt und nicht hinreichend farbgesättigt. In der ersten Staffel konnte man erstmals sehen, was später erst in den Kinofilmen auffiel, nämlich, daß Data leuchtende orange-gelbe Augen hat. Im TV und auf DVD kann man hier allenfalls ein schwaches Gelb erahnen, weshalb mir Datas Augen in den Kinofilmen stets seltsam fremd vorkamen. In der zweiten Staffel erscheinen seine Augen aufgrund der schwächeren Farbgebung zum Teil wiederum weniger leuchtend und matt. Mitunter fällt - rein farbtechnisch beurteilt - der Vorsprung vor den DVDs und der TV-Ausstrahlung kaum ins Gewicht. Mag es auch eine künstlerische Entscheidung des jeweiligen Regisseurs gewesen sein, die Ausleuchtung und Farbgebung etwas weniger "knallig" zu gestalten, hätte ich mir doch gewünscht, daß man für die Bluray-Veröffentlichung ein wenig nachjustiert, um die Farben mehr zur Geltung zu bringen.

Ich vermute, man könnte mit mehr Aufwand (aber auch mehr Kosten) noch deutlich mehr aus dem Bild herausholen. Ich glaube nicht, daß wir hier den Endpunkt einer Entwicklung sehen und das "für alle Zeiten beste Bild". Das wäre dann doch eher traurig für zukünftige Generationen. Es ist lediglich das beste Bild, das wir bis jetzt gesehen haben - mit einigem Verbesserungspotential. Und in 20 Jahren möchte man die Serie sicher auch noch einmal verkaufen.

Ein Teil des Qualitätsverlustes könnte möglicherweise auch auf die Kompression zurückzuführen sein. Erneut hat man auf jeder Disc 4 bis 5 Folgen zzgl. Bonusmaterial untergebracht, insgesamt also 4 bis 5 Stunden Laufzeit pro Bluray-Disc. Zum Vergleich: der bereits erwähnte "Ben Hur", mit knapp vier Stunden Laufzeit zzgl. Bonusmaterial, ist auf zwei Blurays aufgeteilt, so daß pro Disc nur zwei bis zweieinhalb Stunden Spielzeit untergebracht sind. Ob sich dies bei TNG nachteilig auf die Qualität ausgewirkt hat, vermag ich - schon mangels Kenntnis des unkomprimierten Originalmaterials - nicht zu beurteilen. Etwas mehr Speicherplatz pro Folge wäre jedoch sicher nicht von Nachteil gewesen.

Hinsichtlich des englischen 7.1-Sounds und der deutschen Monofassung gilt das, was bereits zur ersten Staffel ausführlich in den Kritiken herausgestellt wurde, weshalb ich auf die Audioqualitäten nicht noch einmal eingehen möchte. Soundfehler konnte ich bislang nicht ausmachen.

Einige Kritikpunkte in der äußeren Gestaltung hat CBS aufgenommen: zwar gibt es noch immer kein Booklet mit kurzen Inhaltsangaben, aber die erste Bluray liegt nun nicht mehr auf der Innenseite des Deckels, so daß man sie nicht mehr herausnehmen muß, um nachzuschauen, auf welcher Disc sich welche Folge befindet. Auch die Menüführung hat man entscheidend verbessert. In der ersten Staffel war die Schrift viel zu klein geraten, so daß sie aus einiger Entfernung kaum lesbar war. Auf der Mitte des Bildschirms herrschte weitgehende Leere. Nunmehr präsentiert man eine angenehme Schriftgröße und zahlreiche Animationen in den Menüs - ein klarer Pluspunkt.

Ein Lob gilt auch der internationalen Umsetzung. Die Vielzahl der Dialoge aus den Episoden und dem Bonusmaterial (fast) druckfehlerfrei in der Kürze der Zeit zu erstellen, dürfte eine ziemlich aufwendige und nervige Arbeit gewesen sein. Inhaltlich ist die Untertitelung allerdings nicht immer vollständig und korrekt. Typische Star-Trek-Redewendungen, wie sie sich in der deutschen Synchronisation der letzten 40 Jahre etabliert haben, werden meistens durch etwas holprige wörtliche Übersetzungen ersetzt. Mancher Insider-Hinweis geht so verloren. Hier merkt man, daß die für die Untertitel verantwortlichen vermutlich keine eingefleischten Trekkies sind - das dürfte aber auch zuviel verlangt sein. Sehr viel Mühe hat man sich dafür bei den Extended Cuts der Folge "Wem gehört Data?" gegeben: hier erfolgt vor der Episode in blauer TNG-Schriftart vor schwarzem Sternenhimmel eine umfassende Einleitung in deutscher Sprache - eher ungewöhnlich für "Special Features". Wie abzusehen war, ist der Extended Cut aber leider nicht nachsynchronisiert worden, also nur im O-Ton vorhanden. Obgleich mein Bluray-Player drei Sprachspuren zu identifizieren glaubt, läßt sich nicht auf eine andere Tonspur umschalten.

Etwas enttäuschend ist aus meiner Sicht die langerwartete Gesprächsrunde mit den Schauspielern der TNG-Crew. Diese plätschert 60 Minuten lang etwas unmotiviert vor sich hin, ohne daß man wirklich Neues erfährt. Marina Sirtis spielt sich ziemlich in den Vordergrund, bricht mehrmals von sich selbst gerührt in Tränen aus, während der Rest der Gruppe peinlich berührt wegblickt - das nervt. Der Gesprächsanteil des sonst so unterhaltsamen Jonathan Frakes tendiert gegen Null. Ein echtes Gespräch und das vielbeschworene Gemeinschaftsgefühl wollen nicht aufkommen. Die Darsteller sind zwar Profi genug, um den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen (obgleich wohl einige Schnitte gesetzt worden sind), insgesamt wirkt es aber wie das lang erwartete Wiedersehen alter Freunde, das aus Mangel an aktuellen Gemeinsamkeiten schnell im Sande verläuft. Und so verwundert es nicht, daß es Patrick Stewart ist, der das Gespräch mit dem Hinweis abbricht, man habe noch andere Sachen zu tun. Irgendwie hat die Runde den Esprit eines mißlungenenen Klassentreffens, auf dem jeder langweilige Geschichten erzählt, an die sich die anderen nicht erinnern können.

Insgesamt jedoch ein "must have" für jeden Star-Trek-Fan. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Aber die aufgezeigten Defizite rechtfertigen aus meiner Sicht einen Punkt Abzug.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 24, 2013 11:16 PM CET


Star Trek: The Next Generation - Season 1 [Blu-ray]
Star Trek: The Next Generation - Season 1 [Blu-ray]
DVD ~ Patrick Stewart
Preis: EUR 58,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut, aber nicht perfekt, 29. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum Bild:

Zwei Vorbemerkungen: 1. Das Bild ist schärfer, farbenfroher und kontrastreicher als alles, was man bislang von TNG und den Nachfolgeserien auf dem Bildschirm gesehen hat. 2. Ja, mein TV-Gerät ist optimal und entsprechend dem sog. Rec 709 Standard kalibriert. Dies vorausgeschickt, kann die Bildqualität die hohen Erwartungshaltungen aus meiner Sicht nicht ganz erfüllen.

Das Bild sieht großartig detailreich aus bei Special Effects und Nahaufnahmen und läßt von Zeit zu Zeit Kinogefühl aufkommen. Gelegentliche leichte Unschärfen sind, wie bereits bei der Originalserie, kameratechnisch bedingt. Mitunter sitzt der Focus nicht 100%ig, so daß das etwa Details in Gesichtern (Pupillen, Haare, Falten) leicht verwaschen und unscharf wirken. Der Effekt tritt jedoch weniger häufig und deutlich zutage als in TOS und ist nicht der Bluray-Umsetzung anzulasten. Unzureichend ist die Qualität jedoch im Bildhintergrund (z.B. Wände, Decken oder andere große Flächen). Diese sind in einigen Folgen erheblich verrauscht, was sich sich selbst bei einem 42 Zoll Gerät noch aus mehr als 2 Meter Sitzentfernung störend bemerkbar macht. Erst recht dürfte dies bei noch größeren Bildschirmen auffallen. Der Effekt kann durch Reduzierung der Schärfe in den TV-Geräteinstellungen etwa abgemildert, aber nicht völlig behoben werden, ohne daß dies auf Kosten der Gesamtschärfe des Bildes geht. Es handelt sich hier auch nicht, wie anläßlich der Veröffentlichung der Teaser-Bluray im Januar 2012 teilweise behauptet wurde, um wünschenswertes "Filmkorn". Das ist technisch etwas völlig anderes. Die Ursache für das teils starke Rauschen im Bildhintergrund dürfte ferner nicht in Mängeln des Ausgangsmaterials, also in Unzulänglichkeiten auf dem analogen 35 mm Film, zu finden sein. Denn bei der noch einmal 20 Jahre älteren Originalserie, die bereits vor 3 Jahren auf Bluray-Disc veröffentlicht wurde, ist der Bildhintergrund völlig rauschfrei. Auch andere ältere Filmproduktionen, die für Bluray restauriert wurden, zeigen dieses starke Bildrauschen nicht.

Es handelt sich offensichtlich nicht um einen analogen Effekt, vielmehr dürfte die Ursache auf Fehler beim Digitalisieren oder bei der Komprimierung zurückzuführen sein. Ferner drängt sich der Eindruck auf, daß die Filmnegative vor dem Scannen nicht sorgfältig und einzeln Bild für Bild restauriert worden sind, denn mitunter sind leichte - wenn auch zu vernachlässigende - Verschmutzungen auszumachen.

In der auf der Bluray enthaltenen Dokumentation werden die neue Bildqualität über den grünen Klee gelobt und Vergleiche mit der bisherigen SD-Auflösung präsentiert. Um das neue Bild noch besser erscheinen zu lassen, scheint man die Qualität der ursprünglichen SD-Fassung noch einmal verschlechtert zu haben. Denn so grokörnig und verwaschen, wie in der Dokumentation dargestellt, waren weder die DVD-Veröffentlichung noch die TV-Fassung.

Bildtechnisch wäre sicher noch etwas mehr drin gewesen. So hinterläßt das Bild den Eindruck, als habe man sich die optimale Bildqualität für künftige Veröffentlichungen auf Bluray-Nachfolgemedien aufgehoben. Schließlich müssen für zukünftige Käufergenerationen ebenfalls noch Kaufanreize vorhanden sein. Wer sollte in 10-20 Jahren TNG noch einmal erwerben wollen, wenn die heutige Bluray-Veröffentlichung schon eine nicht mehr zu übertreffende Qualität lieferte? Dieser Verdacht wird dadurch genährt, daß die Qualität der Bildausschnitte in der Dokumentation besser zu sein scheint. Aufgrund der Kürze der jeweiligen Ausschnitte mag dies jedoch eine unrichtige Wahrnehmung sein.

Dagegen sind die Farben und der Kontrast über jeden Zweifel erhaben. Die Hauttöne und Schwarzwerte sind wunderschön und wohl kaum verbesserungsfähig.

Bildqualität gegenüber dem DVD-/TV-Bild: 10/10
Bildqualität gegenüber vergleichbaren Bluray-Veröffentlichungen: 7/10

Der Ton:

Über Fehler bei der Zuordnung der Kanäle im englischen Originalton wurde bereits berichtet. In der deutschen Fassung ist zumindest der Ton in der Folge "Gedankengift" szenenweise leicht asynchron. Allerdings wiegt der Fehler weniger schwer als auf der Teaser-Disc in der Folge "Die Sünden des Vaters". Im übrigen konnte ich noch keine Asynchronitäten feststellen.

Der englische 7.1 Mix kommt klarer und mit mehr Druck herüber als die Synchronfassungen, wenngleich ein echtes Surroundfeeling wie in aktuellen Produktionen nicht aufkommt. Hierfür sind die Handlungen zu dialoglastig und zuwenig von Special-Effects bestimmt. Der Subwoofer hat zwar einiges zu tun. Dies wirkt im Hinblick auf das Alter der Serie und den bislang bekannten Stereoton mitunter jedoch eher befremdlich. Das recht laute und tiefe Hintergrundrauschen des Warpantriebs wirkt mehr störend als stimmungsfördernd. Musik und Special-Effekts sind mir persönlich im 7.1-Mix etwas zu voluminös. Der deutsche Ton liegt bekanntlich nur in Mono und Stereo auf einer einheitlichen Spur vor, d.h., Sprache, Musik und Geräusche sind zusammengemischt, eine Trennung nicht möglich, soweit sie sich überlagern. Moderne Surroundanlagen erzeugen aber zumindest die Illusion eines besseren und räumlichen Tons (z.B. beim Vorbeiflug von Raumschiffen). Auch der Subwoofer wird beschäftigt, die Stimmen und Specialeffekts sind klar und deutlich. Mir persönlich ist die Qualität des deutschen Tons völlig ausreichend, wenngleich man sicher mit einigen Aufwand noch etwas mehr hätte herausholen können. Dort, wo nur Musik und Specialeffect-Sounds zu hören sind, z.B. bei Außenaufnahmen von Raumschiffen, hätte man die deutsche Tonspur durch den englischen 7.1 Mix ersetzen können, so auch bei der Titelmelodie. Auch die Dialoge, soweit sie nicht von lauten Geräuschen unterlegt waren, hätte man separieren und somit einen Stereoeffekt herstellen können. Das bereits genannte Hintergrundrauschen des Warpantriebs bei Aufnahmen innerhalb der Enterprise hätte man dem deutschen Ton auf einem separaten Kanal ebenfalls hinzufügen können, da er auf der deutschen Tonspur kaum wahrnehmbar ist. Diesem technischen und kostenintensiven Aufwand, der die Veröffentlichung in Deutschland und anderen Synchronländern womöglich verzögert hätte, wollte man sich aber offenbar nicht stellen.

Alles im allem eine gelungene und erfreuliche Neuveröffentlichung mit einem völlig neuen Sehgefühl, aber bei weitem keine perfekte und referenzwürdige Fassung.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2012 2:38 PM MEST


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