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Rezensionen verfasst von
Mara "lahorla"

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Clan of the Nakagamis
Clan of the Nakagamis
von Homerun Ken
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,76

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Clan of the Nakagamis, 14. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Clan of the Nakagamis (Taschenbuch)
Und wieder einmal haben sich Lehrer und Schüler verliebt und sind diesmal bereits zu Anfang des Mangas ein Paar, denn hauptsächlich geht es hier schließlich nicht um die Liebenden, sondern um die Familie des jugendlich wirkenden Mathematiklehrers Tokio Nakagami. Der ist zurückhaltend, wenn es darum geht, seinen Lover, den Schüler Haruka Iijima, seiner Familie vorzustellen. Und die ist wahrlich eigenartig. Im streng übertraditional aussehenden Prachtbau lebend, sieht die Mutter wie ein kleines Kind aus, der Vater wie ein Jüngling, der jüngere Bruder flirtet selber gerne mit Tokio (und wird von Mitschülern angehimmelt) und der ältere Bruder (von Beruf Mangaka) ist meist als Transvestit unterwegs. Von Tokio überredet, spielt Haruka erstmal den rebellischen Schüler, der Nachhilfe braucht (und von den Nakagamis kurzerhand erstmal gefesselt wird) - dabei ist seinem Clan eh schon klar, was läuft.

Schwere Zeiten brechen nun hauptsächlich für Haruka an und werden in diversen Geschichten gezeigt. Dabei hilft es Haruka auch nicht, dass Tokio immer auf der Hut ist, falls jemand dem Paar auf die Schliche kommen sollte, immerhin geht es nicht nur um eine homosexuelle Beziehung, sondern auch um eine (verbotene) Lehrer-Schüler-Liebe. So unterbricht Tokio durchaus eine Knutscherei mal mit einem Kinnhaken oder anderen Albernheiten, wenn er glaubt, jemanden zu hören. Wir erfahren also, was passiert, als drei Mitglieder des Clans in der Schule auftauchen (inklusive gespielter Todesszenen), weshalb beim Kennenlernen von Haruka und Tokio ein verzweifelter Alligator eine Rolle spielte oder der Mangakabruder dieses Kennenlernen als Vorlage für einen Manga nutzt, wie Silvesterfeiern im Hause Nakagami ablaufen und warum man den trinkfesten Großvater Nakagami (ja, er sieht wie ein Kind aus!) niemals aufwecken sollte.

Krisen ergeben sich vielfältig, sei es nun, dass Haruka trotz all der Nachhilfe in Mathe ein Versager bleibt oder Tokio ihn mit einem Mädchen sieht und so seine (falschen) Schlüsse zieht oder aber der jüngere Bruder auf der Flucht vor seinen Verehrerinnen die traute Zweisamkeit stört (Man beachte hier die Kochkünste der betreffenden Damen "'bioweapon'" ist da wirklich eine gute Beschreibung).

Zwei Zusatzgeschichten spielen in der Vergangenheit. Eine zeigt den jungen Akihito, der sich bei einer Detektei einmietet und statt Miete zu zahlen als Hilfsdetektiv arbeitet. In der anderen liefern sich die Meisterdetektive Red (oder Bat) Baron und Robin ein Stehlduell. In der letzten, wieder in der modernen Zeit spielenden, Zusatzgeschichte fürchtet der junge Junnosuke, dass sein Freund Oikawa über das Küssen hinaus gehen will, erweist sich aber als recht wehrhaft.

Als weitere Extras finden sich Zeichenstudien der einzelnen Charaktere, die sowohl die Entwicklung der Zeichnungen von der ersten Idee zeigen, als auch nähere Informationen zu diesen geben. Außerdem findet sich am Ende des Mangas ein gezeichnetes Nachwort.

Gleich mal klargestellt, ein Yaoi Manga ist das wieder einmal nicht. Zwar sieht man hin und wieder mal etwas nackte Haut und Ansätze zu etwas mehr, aber die Nakagamis oder ähnliches stoppen alles Weitergehende. Was bleibt ist ein skurriler Manga, in dem Übertreibungen, absurde Situationen und Heldengesten in ganz normalen Situationen den gesamten Manga durchziehen. Wer sich mal die Umschlagzeichnung ansieht, darf sowohl die Nakagamis im Hintergrund als auch die Kunst der Übertreibung (siehe zentrale Zeichnung) bewundern. Ich bin insgesamt etwas unschlüssig, wie ich bewerten soll. Einerseits finde ich die Geschichte schon sehr lustig und würde stabile 4 Sterne geben, andererseits ist die Yaoi-Bezeichnung mal wieder völlig daneben. Da es keine 3,5 Sterne gibt, entscheide ich mich für 3 Sterne für einen Manga, der durchaus schrägen Unterhaltungswert hat.


Loveholic Volume 1
Loveholic Volume 1
von Toko Kawai
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,60

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Loveholic, 14. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Loveholic Volume 1 (Taschenbuch)
Der populäre jungenhafte Modefotograf Nishioka und der Werbefachmann Daisuke Matsukawa sind enge Freunde und arbeiten oft sehr erfolgreich zusammen, obwohl sie sich ständig gegenseitig ärgern. Doch Nishioka, der eine oft aufbrausende Persönlichkeit hat, macht heimliche Fotos von Matsukawa, wovon nur seine süße Assistentin Kumi zufällig erfahren hat. Derweil muss sich Matsukawa mit Neidern herumschlagen, die sich übergangen fühlen. Also verschwinden Memos, gehen Apparate plötzlich kaputt, sodass wichtige Projekte bedroht sind. Der freundliche Matsukawa will nichts von dem Mobbing sagen, doch bittet er Nishioka immer mal wieder um Hilfe. Obwohl der von den Hintergründen nichts ahnt, hilft er Matsukawa mittels harter Nachtschichten, sein Gesicht nicht zu verlieren. Doch auch Nishioka muss sich mit einem Neider herumschlagen, seinem früheren Lehrer Tayama, einem renommierten Fotografen, der sich seit Jahren öffentlich abfällig über die Arbeit seines früheren Schülers äußert. Eine Krise entsteht, als Matsukawa die Hilfe seines Kumpels in dem Moment braucht, in dem dieser ein wichtiges Treffen mit seinem Feind hat. Was soll er nun tun? Plötzlich plagen Nishioka die Erinnerungen an einen Vorfall in der Schule, als ihn sein damals bester Freund hinterging. Als Matsukawa dann die Freundschaft einen Schritt weiter führt und Nishioka küsst, verändert sich die Beziehung völlig und lässt Nishioka einigermaßen verwirrt und mit einer Tendenz zum Weglaufen zurück. Als er eifersüchtig auf die Avancen eines verwöhnten Models gegenüber Matsukawa reagiert, kann er seine eigenen Gefühle gar nicht mehr einschätzen. Erst als er eines Abends seine heimlich aufgenommen Fotos Matsukawas ansieht, kann es zu einer Auflösung kommen.

Zusatzgeschichte 'Cold Person': Der 19-jährige Matsukawa trifft Sei Morishita, mit dem er sofort eine heftige sexuelle Beziehung beginnt, obwohl Morishita verlobt ist. In dieser doch schon tragischeren Geschichte erfahren wir, dass der junge Matsukawa vor seiner Wandlung in den kühlen Geschäftsmann ziemlich rebellisch war und woher sein Tattoo am Arm stammt. Offenbar hat ihn seine traurige erste Liebe doch ziemlich verändert.

Als Extras gibt es noch drei überwiegend gezeichnete Seiten mit Anmerkungen Toko Kawais und die kurze Extrageschichte 'Rainy Day'.

Insgesamt ein recht schön gezeichneter Manga mit ausdrucksstarken Charakteren und einer klaren Strukturierung. Der Geschäftshintergrund ist glaubhaft erzählt, auch wenn man sich eine stärkere Aufklärung der Mobbing-Nebengeschichte wünscht. Vielleicht ist das aber ein Thema für eventuell folgende Teile.

Als Nebenfiguren fallen nicht viele Charaktere auf. Die Mobbingkollegen bleiben doch recht verwaschen und das exzentrische Model dient hauptsächlich als Vehikel für die Eifersucht Nishiokas. Deutlich ist vor allem die goldige Assistentin Nishiokas, Kumi, die auch schon mal so Sachen sagen darf wie: "What's wrong? Do you have diarrhea again?'" und deren vertraute Beziehung zu ihrem Chef sehr schön geschildert wird. Sehr überzeugend auch die Verzweiflung Matsukawas, wenn das Mobbing seine Karriere zu zerstören droht oder die Verwirrung Nishiokas, wenn sein Freund beginnt, seine dornige Fassade einzureißen.

Was den Yaoi-Gehalt angeht, so ist doch eher wenig zu finden. In der Hauptgeschichte geht es von flüchtigen Berührungen über leidenschaftliche Küsse bis zu einer (vermutlich) leidenschaftlichen Nacht, die dann doch ausgeblendet wird. Etwas eindeutiger geht es dann schon in der Nebenschichte 'Cold Person 'zu. Sehr negativ ist mir aufgefallen, dass Matsukawa den widerlichen Neider seines Freundes erpresst, u. a. mit Kenntnissen darüber, dass dieser Steuern hinterzieht, besticht und pädophil ist. Hallo? '- Der gehört eindeutig angezeigt und nicht erpresst!!!!!!!

Ansonsten gebe ich stabile 4 Sterne.


Die Rotkäppchen-Verschwörung
Die Rotkäppchen-Verschwörung
DVD ~ Anne Hathaway
Preis: EUR 11,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rotkäppchen-Verschwörung, 27. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Rotkäppchen-Verschwörung (DVD)
Viel wird von den Kritikern an diesem Film bemängelt. Die nicht ganz so perfekte Zeichenqualität. Die Geschichte. Die Songs. Da kann ich ja gleich am Anfang klarmachen, dass ich rein gar nichts an diesem Film auszusetzen habe. Klar könnte man das alles viel perfekter und glatter hinkriegen, klar könnte man Rotkäppchens Hosen den Schlag nehmen und zeigen, dass sie wirklich Füße darunter hat. Aber wäre dem Film damit denn gedient? Nein, meiner Ansicht nach passt das alles sehr gut zu diesem etwas schrägeren Märchen.

Ein Dieb geht um im Märchenreich, der die kostbaren Rezepte der Bewohner stiehlt. Was hat dies zu tun mit der Szene eines augenscheinlichen Verbrechens, in das Rotkäppchen und Wolf, Großmutter und Holzfäller verstrickt zu sein scheinen? So viel zum Inhalt, der ja schon anderswo gut beschrieben wurde.

Der Film ist deutlich eingeteilt in die Zeugenbefragung in vier Versionen und danach einen actionlastigen Kampf mit dem Bösewicht. Der gesamte Film sprüht nur so von Einfällen und wirkt niemals überladen, auch wenn er u. a. kriminaltechnische Untersuchungen, Intrigen, Großmutter-Enkelin-Konflikt, Kapitalismuskritik und eine Menge Lieder enthält.

Wer genau aufpasst, wird dabei viele Kleinigkeiten sehen. So kann man in den Zeugenbefragungen manchmal pfeilschnell Ereignisse aus anderen Befragungen im Hintergrund erkennen. So hat der Privatdetektiv einen Hund, der die Befragungen mit stenographiert. So taucht der Wolf auch mal im Schafspelz auf. So reagiert eines der kleinen Polizistenschweinchen (das ist buchstäblich und nicht beleidigend gemeint) sofort, wenn auch nur metaphorisch etwas Essbares genannt wird. So hat der Bösewicht in seiner Zentrale 'Lair Sweet Lair' statt 'Home Sweet Home' an der Wand stehen. Und die Version des Treffens zwischen unserem Rotkäppchen und dem Wolf sieht '- bei gleichem Wortlaut - 'bis in die Lichtverhältnisse hinein sehr unterschiedlich aus -' bis hin zu dem drohenden Gebrüll des Wolfes, das in seiner eigenen Version doch eher ein schmerzhaftes Quicken ist.

Im Original ist das Ganze noch eine ganze Ecke lustiger als in der deutschen Synchronfassung, vor allem, weil diverse Wortwitze verschenkt werden. Schade, dass es keine englischen Untertitel gibt und die deutschen Untertitel manchmal etwas daneben liegen. Dafür gibt es neben den normalen deutschen Untertiteln auch noch eine deutsche Hörfilmfassung, in der erklärt wird, was man gerade sehen kann. Die Übersetzungen sind sowohl im Film als auch in den Specials mal mehr, mal weniger gelungen. So wird z. B. aus dem Hochbegabtenklub Mensa in der Synchronisation kurzerhand Harvard (in den Untertiteln immerhin der Hochbegabtenkreis). So wird aus dem Buchtitel ''Chopping for actors'' im Untertitel ''Fällen wie ein Schauspieler'' (Nein: 'Fällen für Schauspieler'). Und warum wird aus dem 'Holzfäller/Mimen/Schnitzellieferanten Kirk im Deutschen plötzlich der Schorsch???? Unfreiwillig komisch wurde in den Specials (bei den herausgeschnittenen Szenen) aus ''The Village People mauls'' in der Untertitelung ''die Dorfbewohner, die Maulwürfe''. Kann man hier auf ein jugendlicheres Alter des Übersetzers schließen?? Denn natürlich sind die Kleidung und die Bewegungen der flippigen, leider geschnittenen Maulwürfe der Gruppe ''The Village People'' nachempfunden. Witz verschenkt.

Die DVD glänzt außerdem noch durch eine Menge Bonusmaterial. Neben den Trailern zum Film auf Deutsch und Englisch gibt es einen Audiokommentar (Cory Edwards, Tony Lesch, Todd Edwards), der neben einigen Albernheiten auch ganz interessante Details aufzeigt. So war mir beim Sehen des Films z. B. nicht bewusst, dass die Süßwaren die Währung des Waldes sind. Oder es wird erklärt, dass die Kamerabewegungen an der Szene des Verbrechens Krimiserien nachempfunden sind.

Weitere Specials: Steckbrief zu Rotkäppchen, Großmutter und Wolf (zu den Märchenfiguren und Interviews mit den deutschen Synchronsprechern), dazu noch Interviews mit anderen Beteiligten. Da erfährt man neben einigen Oberflächlichkeiten manche nette Kleinigkeiten, z. B. dass Smudo kein guter Sänger ist und deshalb eben Rap macht ^_^. Oder dass Max Raabe glaubt, dass Frosch Nicky Flippers nach dem Charakter Hercule Poirots kreiert wurde, obwohl doch recht deutlich ist (und auch im Kommentar erwähnt wird), dass hier Nick Charles aus den 'Dünne Mann'-Filmen Pate stand. Neben noch diversen Kurzfilmen und Infos sind relativ sinnfrei ein paar leichte Spiele zu finden, die man spielen kann, um dann einige Sachen zu sehen, die man so schon woanders gesehen hatte.

Insgesamt also ein wirklich lustiger Film mit vielen schönen Kleinigkeiten, z. B. ein Taxi, das während einer Verfolgungsjagd natürlich mitten im Wald sofort erscheint oder die Raupen, die versehentlich vom Wolf abgehört werden. Schön auch die kleinen Erinnerungsbilder, die hin und wieder mal erscheinen, z. B. von Nicky Flippers oder dem Wolf ('I was raised by wolves') oder der immer wieder auftauchende Fischer. Ganz toll ist das im Eiltempo sprechende Reporterhörnchen. Und wer glaubt, man braucht für Action fliegende Kugeln muss neidlos zugeben, dass Schneebälle durchaus ausreichend sind. Wer also Zeichentrick der etwas anderen Art mag, nicht völlig abhängig von der möglichst perfekten Art der Computerbearbeitung ist und herausfinden will, wer denn eigentlich Triple G ist, der kann bei diesem Film nichts falsch machen.


Alcohol, Shirt and Kiss (Yaoi)
Alcohol, Shirt and Kiss (Yaoi)
von Kuwabara Yuko
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alcohol, Shirt and Kiss, 9. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Alcohol, Shirt and Kiss (Yaoi) (Taschenbuch)
Dass Alkohol nicht gerade das beste Mittel dazu ist, eine Trennung von der Freundin zu verarbeiten, muss der jungenhafte Polizist Naru erkennen, als er morgens im Bett seines Kollegen Kita aufwacht. Der versichert, dass nichts passiert sei, auch wenn sich Naru an nichts erinnern kann. Wer jetzt denkt, dass Naru daraus etwas lernt, irrt sich (natürlich), denn weiterhin ertränkt er jeden Abend seinen Kummer in Hochprozentigem, um dann mit einem Blackout in Kitas Bett aufzuwachen. Bis Kita ihn denken lässt, es sei mehr passiert und ab diesem Moment auch deutliche Annäherungsversuche unternimmt. Sein Projekt 'Naru' hat begonnen.

Im Laufe des Mangas erfährt man, dass der ernste Kita seine Gefühle immer verneint hat, sie jedoch Naru gegenüber entdeckt. So bewegen sich die beiden vorsichtig umeinander herum und kommen sich dabei immer näher, wobei Kita gerne mal die Initiative ergreift und fast schon automatisch kurz danach von den Kollegen gefragt wird, wer ihn denn geschlagen habe. Naru ist dabei unsicher. Dient er Kita nur als Bettwärmer (denn die beiden teilen relativ unschuldig nach einiger Zeit das Bett miteinander) oder sind dessen Gefühle echt?

Zur Seite stehen Kollege Kazama (auf Kitas Seite) und Kollegin Goto (auf Narus Seite), die faszinierte Beobachter und hin und wieder auch Eingreifende bei dieser Beziehung sind. In kleineren Episoden dürfen wir nun verfolgen, wie Naru und Kita sich annähern, erfahren, dass Kita ohne Narus Nähe massive Schlafprobleme hat oder dass beide recht eifersüchtig auf potentielle Rivalen reagieren. Ganz deutlich wird aber auch, dass Kita erst durch Naru lernt, Gefühle zu zeigen, was noch durch eine kurze Rückschau auf Kitas Verhältnis zu seinen Eltern als Kind verdeutlicht wird.

Schön ist dabei, dass auch die Nebenfiguren bei aller Kürze des Auftritts nicht nur als Staffage dienen. Da tritt kurz der über-besorgte Vater Narus auf, ein gefangener Serienmörder macht Naru deutliche Avancen, Kitas alte Bekannte Taeko gibt Naru Anlass zu Besorgnis und der geschiedene Kollege Harutoshi ist mit dem goldigen und auch nicht gerade trinkfesten Buchhändler Sou liiert.

Als kurze Zusatzgeschichte gibt es noch die Geschichte Moon Kiss, in der die Kindheitsliebe Harus sich nicht nur als Mann, sondern auch als nicht ganz irdisch herausstellt. Haru wird dabei von Shimei einfach mitgerissen und muss sich kurzfristig sogar als Frau verkleiden (was ihm ungeheuer peinlich ist).

Die Bilder sind schön gezeichnet mit ausdrucksstarker Mimik und sympathischen Charakteren und hin und wieder mit etwas intensiverem Hintergrund. Dabei wird der Berufsalltag der Polizisten nicht vergessen, obwohl es sich hier wohl eher um eine uniformfreie Spezialeinheit zu handeln scheint. Naru darf dabei mit seiner Waffe sogar gefährlich aussehen, wurde er doch hauptsächlich wegen seiner Schießkünste in die Abteilung geholt.

Negativ fällt hier aber mal wieder auf, dass sich hier Yaoi nennt, was nicht Yaoi ist. Rechtfertigen da einige kurze Seiten wirklich die Altersfreigabe von 18+, die laut Umschlag in den USA besteht? Ich schwanke hier zwischen 3 und 4 Sternen, gebe hier nur 3 Sterne, weil neben dem geringen Yaoi-Anteil die Geschichte zwar nett, aber nicht sehr tiefgreifend und manchmal auch etwas unkoordiniert ist.


Das grüne Leuchten
Das grüne Leuchten
DVD ~ Marie Rivière

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das grüne Leuchten, 23. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Das grüne Leuchten (DVD)
Langsam, mit viel Zeit, Dialog und scheinbar unwichtigen Geschehnissen, so verlaufen Filme von Eric Rohmer. Auch ''Das Grüne Leuchten'' bildet hier keine Ausnahme. Doch was sicher viele Zuschauer als langweilig empfinden, hat einen ganz eigenen Rhythmus und lässt denjenigen, der sich darauf einlässt, fast dokumentarisch an dem Leben eines anderen teilnehmen.

Geschildert wird der Sommerurlaub der Sekretärin Delphine aus Paris, die in letzter Sekunde alle ihre Pläne ändern muss, als ihre Freundin den geplanten Griechenlandurlaub absagt. Dabei möchte sie auf keinen Fall allein in Urlaub fahren, aber richtig Anschluss findet sie auch nicht. Doch in ruhigen und alltäglichen Situationen erfährt man, dass schon länger nichts mehr richtig läuft in Delphines Leben. Ihr Ex-Freund ist immer noch ein telefonischer Ansprechpartner, erscheint aber nie im Bild, ihre Verwandten und Freunde -' sie alle bieten hilfreich Ratschläge und sogar Urlaubsalternativen im Lande an, sodass Delphine von nun an hin und her pendelt zwischen verschiedenen Zielen und Paris und nach und nach immer mehr verzweifelt. Denn Delphine hat den Anschluss an das Leben völlig verloren, und gerade jetzt, im Urlaub, wird ihr klar, dass sie die anderen Menschen nur noch trifft, aber nicht mehr so recht an ihrem Leben teilhat. Heute würde man wahrscheinlich eine Depression vermuten.

Doch da gibt es noch eine andere Ebene, die des Märchenhaften, denn der Titel ''Das grüne Leuchten'' ist auch der Titel eines Buches von Jules Verne, von dem Delphine im Laufe des Films erfährt, als sie dem Gespräch einer Gruppe zuhört. So wird für sie das ziellose Umherirren zu einer Suche aus ihrer Einsamkeit und Orientierungslosigkeit heraus.

Der Inhalt lässt sich also einigermaßen klar umreißen, aber viel wichtiger ist das Psychogramm einer Frau, die sich selber verloren hat. Da helfen die gutgemeinten, manchmal recht aggressiven Ratschläge und Kommentare von verständnislosen Freunden und Bekannten herzlich wenig und verstärken die Problematik nur noch mehr. Delphine versteht ihre Situation selber kaum, muss sich aber stetig rechtfertigen. So wird sie z. B. bei einem Essen im Garten in eine heftige Diskussion darüber gezogen, warum sie Vegetarierin ist. Oder sie wird immer wieder zu Gruppenausflügen genötigt, die sie als belastend empfindet. Ob in den Bergen, in Paris oder am Meer, Delphine bleibt allein. Oder wird sie das grüne Leuchten noch sehen und eine Perspektive finden?

Wer den Film wirklich genießen will, sollte sich unbedingt das Original anhören, vor allem da die Untertitel völlig ausreichend sind. In der Synchronisation, die sicher sehr bemüht ist, hemmen viele Kleinigkeiten den Rhythmus des Films. Vor allem trägt dazu die Synchronstimme Delphines bei, die von vornherein angegriffen und melancholisch klingt. Da trifft es viel mehr, wenn Delphines normale Stimme im Original plötzlich bricht. Und wo sind in der Synchronisation die vielen Nebengeräusche wie Vogelgezwitscher und Verkehrslärm geblieben? Durch deren Verschwinden wirkt der Film viel schwerer und nörgeliger als das luftige Original.

Wirklich schade ist wieder einmal die Dürftigkeit der Extras. Sehr interessant ist dabei das Radiointerview mit Rohmer, das '- lobenswert - hin und wieder auch mit Material aus Rohmers Filmen unterlegt ist. Zu bemängeln sind aber außerdem noch ein nicht ganz so scharfes Bild und ein nicht so ganz klarer Ton. Vor allem wegen der DVD-Ausstattung gibt es nur drei Sterne für einen Rohmer-Film, der sicher eine etwas liebevollere DVD-Behandlung verdient hätte.


Do Not Adjust Your Set - Die frühen Jahre von Monty Python (OmU, 2 DVDs)
Do Not Adjust Your Set - Die frühen Jahre von Monty Python (OmU, 2 DVDs)
DVD ~ Eric Idle
Preis: EUR 16,84

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Zirkus in den Kinderschuhen, 7. Juli 2007
Ja, es ist eine Schwarz-Weiß-Sendung, die schon etwas vom Zahn der Zeit angenagt wurde. Ja, die Sketche wirken manchmal etwas unbeholfen. Ja, die Sendung war als Kindersendung konzipiert. Aber man muss auch bedenken, dass das Fernsehen die Ausstrahlung damals in den frühen Abend verschob, weil so viele Erwachsene diese Sendung unbedingt sehen wollten. Und natürlich findet sich hier auch ein deutlicher Vorläufer von Monty Python.

Wer also ein Python-Fan ist und an den Vorläufern interessiert ist, kann hier durchaus seinen Spaß haben. Da kann man bei näherem Hinsehen den Vorläufer des Python-Bösewichts 'The Bishop' erkennen, wenn er auch nur in einem Sketch erwähnt wird. Oder den Spaß an Verkleidungen erkennen. Oder den abstrusen Humor, der die Pythons so auszeichnete, hin und wieder aufblitzen sehen.

Trotzdem ist die Qualität von Bild und Ton, und eben leider auch Inhalt, nicht unbedingt das Beste vom Besten. Da bewegen sich die Komiker dann auch hin und wieder recht ziellos durch die Gegend und man merkt sehr deutlich, dass alles etwas sehr einfach gehalten ist.

Es gibt nur die englische Tonspur mit wahlweise einzublendenden deutschen Untertiteln. Wer auf die Untertitel angewiesen ist, kann damit rechnen, ganz gute Übersetzungen zu erhalten, aber hier muss man auch deutliche Abstriche machen. Sprachwitze werden praktisch überhaupt nicht übernommen (zugegeben, das ist nicht so leicht, z. B. wenn "Gravity" mit "G-r-a-v-y" buchstabiert wird. Aber wenn "Head" als "E-d-d" buchstabiert wird, kann man es doch mal mit "K-o-b-b-v" versuchen ^-^). Hin und wieder gibt es auch ein paar dicke Fehler. So gibt es am Ende von Folge 3 ein witziges Vorstellungslied, bei dem eine ganz Zeile vollständig falsch übersetzt ist. Und am Anfang von Folge 9 gibt es einen ganzen Auslasser bei dem rückwärts geführten Gespräch, so wird nämlich aus "I missed the train, honestly, sir" auf die danach folgende Frage "What's your excuse?" ein "Ehrlich, sir." ???? Da hat der Übersetzer wohl nicht begriffen, dass das Gespräch rückwärts geführt wird und damit den Sinn entstellt. (Die Szene ist trotzdem sehr witzig und auch im Original gut zu verstehen.)

Auf den 2 DVDs gibt es zu den 9 Folgen noch Specials. 1. Ein Interview mit Tim Brooke-Taylor, das die Verbindung zu den zeitgleich erschienen DVDs von "At Last the 1948 Show" verdeutlichen, denn mit "Do Not Adjust Your Set" hat das wirklich nur am Rande zu tun und ist außerdem doch recht durcheinander. 2. Ein Interview mit Terry Jones, das einiges Interessantes zutage fördert. Hm, und ist das sein echtes Haar oder eine Perücke aus dem Python-Fundus? Hier ist übrigens auch wieder ein Übersetzungsfehler zu finden, denn wenn Jones von "series" spricht, meint er natürlich die verschiedenen Staffeln, nicht - wie in den Untertiteln zu finden - einzelne Folgen. 3./4. US- bzw. UK-Trailer der DVDs "Do Not Adjust Your Set" und "At Last the 1948 Show". 5. Trailershow.

Wer also Monty Python mag und den Zirkus mal in den Kinderschuhen erleben will, kann hier durchaus fündig werden. Mit Denise Coffey hat hier auch mal eine Frau tragende Rollen spielen, z. B. als böse Gegenspieler des Helden Captain Fantastic. Außerdem kann man die Bonzo Dog Doo Dah Band bewundern, denen in ihren musikalischen Einlagen nichts zu peinlich ist. Trotzdem sind es eben nur Kinderschuhe, und auch die Specials sind nicht gerade überzeugend. Ich gebe also 3 Sterne für die Gelegenheit, diese Show auch mal in Deutschland zu sehen.


Gay Sex In The 70s (OmU)
Gay Sex In The 70s (OmU)
DVD ~ Michael Sean Kaminsky
Preis: EUR 16,52

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gay Sex in the 70s, 3. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Gay Sex In The 70s (OmU) (DVD)
Heiß ging es her in der amerikanischen Schwulenszene nach Stonewall und vor AIDS. Dieser Film beschäftigt sich mit genau dieser Phase, als das schwule Leben in diversen amerikanischen Großstädten eine einzige Party war ' oder soll man es lieber Orgie nennen. Konsequent werden die Zeiten vor bzw. nach dieser Zeit weitestgehend ausgeklammert. Sicher erhält man Berichte aus der konservativen Zeit des Versteckens vor Stonewall, und natürlich besteht auch hier der heftige Einschnitt, als plötzlich eine mysteriöse Krankheit ihre Opfer fordert. Trotzdem kommen diese Zeitabschnitte eher am Rande vor, und der Film bleibt bei seinem Titelthema.

Ja, und wie gesagt, es ging heiß her. Ausschnitte aus privaten Videofilmen, eine Menge Fotos und natürlich viele Interviews mit Menschen aus der Szene beleuchten eine Zeit, in der schwule Pornos kaum Erfolg hatten, weil man ohne Probleme vielfach sozusagen reale Pornos erleben konnte. Deutlich merkt man den gealterten Zeitzeugen an, wie sie von dieser Zeit schwärmen, in der man sich in Saunen, Lastwagen, Darkrooms, an besonderen Stränden, Docks und wo auch immer sexuell völlig ausleben konnte. Dabei gibt es aber auch einige Stimmen, die durchaus darauf hinweisen, dass es schon vor AIDS Infektionskrankheiten gab, und auch der hohe Drogenverbrauch wird nicht ausgeklammert, aber auch nicht sehr hinterfragt.

Alles in allem ein sehr interessanter Zeitzeugenbericht, der Einblicke in eine Welt verschafft, die es so wohl nicht mehr geben wird. So ist es dann auch ganz witzig, wenn während des Abspanns junge Leute von heute befragt werden und die gute alte Zeit neidisch mit heute vergleichen. Das ist auch das Problem des Films für mich. Diese Zeitspanne wird nostalgisch beleuchtet und glorifiziert. Der Film beschränkt sich darauf, unkommentiert Filmmaterial, Bilder und Interviews zu zeigen, die ein Gefühl heraufbeschwören, als ob das Leben damals eine einzige Party gewesen wäre '- und für die schwule Szene in einigen amerikanischen Großstädten war es,' neben den negativen Seiten von Drogenkonsum und Infektionskrankheiten, sicherlich genau das. Aber das galt ganz bestimmt nicht für die ganzen 70er Jahre, für den gesamten amerikanischen Kontinent, nicht einmal für die gesamten betreffenden Städte. Nein, die Party fand nur für bestimmte Leute statt in örtlich begrenzten Bereichen, während die politische Schwulen- und Lesbenbewegung in den Kinderschuhen steckte und gegen die sehr realen Diskriminierungen zu kämpfen begann.

Trotzdem ist der Film spannend anzusehen und vermittelt ein ganz besonderes Lebensgefühl. Wer sich also nicht an den zu engen Klamotten, zeitweise eindeutigen Bildmaterial und deutlichen Worten stört und gleichzeitig interessiert ist an dem Mythos dieser Zeit, kann sich ein Bild machen von der Zeit, bevor die Party plötzlich vorbei war.

Der Film ist im Original mit Untertiteln zu sehen, aber nur spärlich mit Extras ausgerüstet (Trailer, Bildergalerie).


The Wyvern Mystery
The Wyvern Mystery
DVD ~ Naomi Watts
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 11,64

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Blasse Geheimnisgeschichte, 10. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: The Wyvern Mystery (DVD)
Unheilvoll dräut die Musik, und zwar nicht nur, wenn die Heldin Alice sich dem nächsten Problem stellen muss, sondern den gesamten Film durch. Schon die Schauermusik teilt uns mit, wo wir uns befinden: in einer viktorianischen Schauergeschichte.

Der Begriff 'Mystery' wird heute meist mit übernatürlichen Phänomen in Verbindung gebracht, bedeutet aber eigentlich nichts anderes als 'Geheimnis' oder 'Rätsel'. Und so findet sich in dem Film (aus dem Jahr 2000) nach einer Geschichte des englischen Schriftstellers Joseph Sheridan Le Fanu (aus dem Jahre 1869) außer den wiederkehrenden Albträumen der Heldin nichts vor, das man übernatürlich nennen könnte; Unheilvolles hingegen findet sich vielfach', wie in Schauergeschichten dieser Zeit üblich.

Zum Inhalt soll hier nicht viel erzählt werden, denn Freunde des Schauerfilms wollen sich ja schließlich überraschen lassen. Nachdem der Vater der kleinen Alice gestorben ist, wird diese von dem älteren Großgrundbesitzer Fairfield auf seinem Besitz aufgenommen und wächst dort mit dessen 2 Söhnen heran. Es kommt, wie es in diesem Genre kommen muss: Der alte tyrannische Fairfield wirft ein Auge auf Alice und fängt an, sie recht intensiv zu bedrängen, während sie sich schon längst in den ältesten Sohn Charles verliebt hat. Mithilfe des jüngeren Bruders, dem leichtlebigen Harry, flüchten die beiden auf den Landsitz Wyvern Manor und erwarten auch bald ein Kind. Doch Alice muss mit vielen Problemen leben. Wird der gefürchtete alte Fairfield sie finden? Wieso soll sie das Anwesen nicht verlassen? Was befindet sich in den mysteriösen oberen Etagen von Wyvern Manor? Was verschweigt ihr Charles? Die Geschehnisse spitzen sich um den Geburtstermin ihres Kindes dramatisch zu, bis... Ja, hier will ich nicht mehr viel sagen, nur dass Alice nach 5 Jahren ziemlich alleine da steht und sich nach einigen erneuten mysteriösen Ereignissen auf den Weg macht, die alten Rätsel endlich zu lösen und damit so einige Überraschungen zu erleben.

Deutlich merkt man dem Film an, dass er für das Fernsehen gedreht wurde. Das muss ja nicht gleich schlecht sein, aber trotz der guten Darstellerleistungen wirkt die Angelegenheit seltsam blass, die Atmosphäre prickelt nicht gerade vor Spannung. Sogar, wenn Alice die schwersten aller Verluste erfährt, fühlt man nicht wirklich mit; es bleibt eine starke Distanz. Zudem ist die Geschichte nicht sehr einheitlich erzählt. So werden manchmal ganz neue Erzählstränge eingeführt, wichtige Personen verlieren sich lange Zeit aus dem Blick, manches wird nicht oder auch zu lange gezeigt, ein wirklicher Erzählstrang fehlt.

So wirklich verdammen will ich den Film aber ganz bestimmt nicht, denn wenn auch alles etwas altbacken wirkt, entspricht es doch in vielem der Literatur der Zeit Le Fanus, in der es eben keinen Fernseher gab und man sich beim Vorlesen und Lesen bei Kerzenlicht wohlig schaudern konnte. So richtig gut ist der Film aber auch nicht; etwas zeitgemäßer und weniger dräuende Musik hätte nicht geschadet.

Was ich aber wirklich verdamme, ist die Ausstattung der DVD. Was bitte findet sich auf dieser DVD? 1. Der Film in englischer und deutscher Sprache, 2. Kurze schriftliche Informationen zu Naomi Watts, Derec Jacobi und Le Fanu, 3. DVD-Vorstellungen für 9 DVDs. Nein, keine Untertitel. Nein, kein Audiokommentar. Nein, keine Informationen zum Film. Dafür ein ganzer Punkt Abzug für diese DVD und deshalb nur 2 Punkte für einen recht durchschnittlichen Film, der aber Genrefans gut gefallen könnte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 29, 2008 12:00 PM CET


Rin! Volume 1 (Yaoi)
Rin! Volume 1 (Yaoi)
von Satoru Kannagi
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,60

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rin! 1, 10. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Rin! Volume 1 (Yaoi) (Taschenbuch)
Panik bei Katsura. Immer wenn er nervös oder unsicher ist, hat er schwere Angstanfälle und benötigt ganz dringend eine feste Umarmung, und zwar ausschließlich von seinem Kindheitsfreund Sou, dem besten Freund von Katsuras älterem Bruder Yamato. Alle drei sind aktive Bogenschützen, die für ihre Schule auch Wettbewerbe austragen. Auslöser für die Angstanfälle war ein schwerer Unfall des Vaters vor 12 Jahren, an dem der 5-jährige Katsura die Schuld trug. In der völligen Verzweiflung tröstete ihn damals Sou mit seiner Umarmung. Aber wie ist es heute? Kann Katsura die Abhängigkeit von Sou überwinden, die seinen älteren Bruder furchtbar ärgert und seinen Vater wundert? Und tröstet Sou wirklich so ungern, wie er behauptet? Als Katsura sich seinem besten Freund Kouichi anvertraut, muss er auch noch damit klar kommen, dass dieser ihm gleich deutlich näher kommen will. Noch schlimmer wird seine Gefühlsverwirrung, als Sou ihn plötzlich nicht mehr umarmen will. Als er es doch wieder tut, wirkt das Allheilmittel nicht mehr -' alles hat sich verändert. Dies führt dazu, dass Katsura beim Bogenschießen versagt. Aber auch Sou bietet keine gute Leistung mehr, obwohl ein wichtiger Wettkampf immer näher rückt. Schließlich organsiert Yamato eine Aussprache am Strand, wobei endlich auch Sous Motive und Gefühle ans Tageslicht kommen. Nun muss Katsura sein Gleichgewicht wieder finden, um zu sehen, ob er auf eigenen Füßen stehen kann, denn erst dann wird er in der Lage sein, seinem Herzen zu folgen und die Beziehungen zu Sou, Yamato und Kouichi zu klären.

Nur in der kurzen Nebengeschichte kommen Sou und Katsura sich näher als auf Kussnähe, wenn Sou seinem Freund bei den Ferienhausaufgaben nicht so ganz ernsthaft hilft.
Etwa nach der Hälfte des Mangas gibt es eine geschriebene Seite (genannt 'Nonsensical Talk'), auf der Persönliches über das Bogenschießen erzählt wird, und am Schluss findet sich noch ein Nachwort über den Manga.

Rin! 1 ist ein sehr ruhiger Manga, hauptsächlich aus der Sicht Katsuras erzählt. Mir gefällt es sehr, dass das Bogenschießen so stark eingebracht wird. Nicht nur die ausführlichen Zeichnungen sind schön anzusehen, sondern auch die Idee hinter dem Bogenschießen findet sich in der Geschichte wieder. Wer die innere Harmonie verliert, kann auch nicht die ausgeglichene Haltung finden, die so wichtig ist. Einfach goldig sind die Rückblicke auf die Umarmungen von Sou und Katsura, als Katsura klein war. Die Hintergründe sind sehr sparsam gestaltet, dafür sind Mimik und Gestik der Handelnden sehr gut getroffen. Insgesamt ein sehr schöner Manga (wenn auch nicht Yaoi) in der gewohnt schönen Ausführung von DMP mit ausdrucksstarken Zeichnungen und glaubwürdiger, romantischer Geschichte.


Skizzen der Liebe 01
Skizzen der Liebe 01
von Hinako Takanaga
  Broschiert
Preis: EUR 6,95

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Skizzen der Liebe, 9. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Skizzen der Liebe 01 (Broschiert)
Der sehr feminin wirkende Nagi Sasahara möchte sich zur Frau umoperieren lassen und arbeitet deshalb in einem Nachtclub. Als er zusätzlich noch Kunsthochschule als Modell jobbt, fällt ihm auf, dass einer der Kunststudenten ihn nicht nur malt, sondern auch sehr genau mustert. Shinji Kaji mag Nagi sofort und als sie sich etwas näher kennen lernen, bittet er ihn, auch privat Modell zu stehen. Es kommt, wie es kommen muss, beide verlieben sich ineinander. Nach vier Monaten sind sie aber immer noch nicht über das Küssen hinaus gekommen, und als Nagi auch noch glaubt, dass Shinji ihn als Mädchen gemalt hat, glaubt er den Grund zu kennen und steuert wieder auf die verschobene Operation zu. Aber mit dem Bild ist alles ganz anders und Shinjis körperliche Zurückhaltung liegt daran, dass er ein heftiges Knutschfleck-Problem hat (als Verursacher). Erst nach einigen weiteren Unsicherheiten, einer Prügelei Nagis (nicht mit Shinji!) und einem folgenden blauen Auge kommt es endlich zur ersten Liebesnacht. Aber auch danach gibt es immer wieder Alltagsprobleme, die die junge Liebe belasten.

Es gibt zusätzlich noch 3 Nebengeschichten. In '"Über meine erste Liebe 1"' verknallt sich der zurückhaltende Schüler Tori in den ausgelassenen Mitschüler Kamota, gesteht dies aber nie. Im letzten Sommercamp an der High School scheint Kamota sich in ein Mädchen zu verlieben. Erst bei einem Klassentreffen Jahre später treffen sich die Freunde wieder und Tori erfährt, dass eigentlich alles ganz anders war.

In der zweiten Geschichte '"Wünsche an die Sterne'" hasst Sei die Sterne, weil ihm die Sternschnuppen seinen wichtigsten Wunsch nicht erfüllen wollen. Doch da sein Sandkastenfreund Daiki die Sterne liebt und in der Astronomie-AG ist, kann man dort auch Sei immer wieder finden. Als Sei erfährt, dass Daiki an einer weit entfernten Uni studieren will, kommt es zur Konfrontation, denn eigentlich hat sich Sei von den Sternen immer nur Daiki gewünscht, aber staunend erfährt er nun von Daikis wahren Wünschen.

Ach ja, wenn in Nebengeschichte 1 und 3 doch auch mal klare Worte gefallen wären, denn Nebengeschichte 3 '"Über meine erste Liebe 2"' beschreibt die Freundschaft zu Tori aus Kamotas Sicht. Und, überrascht sind wir nicht wirklich: Auch Kamota war immer in Tori verliebt und hat ihm dies nie gesagt. Diese beiden Geschichten sind bittersüß, da die Wahrheit bis zum Schluss nie ausgesprochen wird.

Im Nachwort gibt es noch einige Informationen Hinako Takanagas zu den Geschichten.

Ganz klar, dass es sich hier um die Zeichnungen der Autorin von '"Kleiner Schmetterling"' handelt. Die zuckersüßen Zeichnungen unterstützen die Geschichten, in denen es nicht nur lustig zugeht. Auch die Nebenfiguren sind klar und eindringlich gezeichnet, wobei mir besonders die Nachtclub-Transvestiten gefallen, die Nagi entweder bedauern oder aber eifersüchtig reagieren, wenn er glücklich ist. Schade, dass hier der Begriff 'Transvestit' völlig falsch benutzt wird. Transvestiten sind nicht zwangsläufig homosexuell oder wollen das Geschlecht wechseln, sie lieben es lediglich, sich in Kleidung des anderen Geschlechts zu kleiden. In '"Skizzen der Liebe'" handelt es sich aber um Transsexuelle, die eine Geschlechtsumwandlung anstreben. Schade, hier werden durch die fehlerhafte Wahl des Wortes Vorurteile bestätigt. Andererseits wird der Wunsch Nagis nach einer Operation durchaus hinterfragt, denn seine Motivation ist der Wunsch, geliebt zu werden. Und nein, das reicht einfach nicht. Gut, dass er seine große Liebe noch rechtzeitig findet.

Insgesamt ein sehr netter Manga, dem ich 4 Sterne gebe.


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