Profil für Pygar > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Pygar
Top-Rezensenten Rang: 443.943
Hilfreiche Bewertungen: 86

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Pygar

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Vapor Trails-Remixed
Vapor Trails-Remixed
Preis: EUR 9,99

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohltat für arg strapazierte Ohren, 29. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Vapor Trails-Remixed (Audio CD)
Die erste Veröffentlichung aus dem Jahr 2002 ist ja als leuchtendes Beispiel in die jüngere Musikgeschichte eingegangen, aber leider nur negativ, denn der unsägliche "Loudness War" wurde hier auf die Spitze getrieben. Lautheit um jeden Preis, egal wie es zum Schluss klingt. Und es klang eigentlich fürchterlich. Das Album war immer nur in kleinen Portionen zu genießen. Ein kompletter Durchlauf war einfach zu anstrengend.

Nun aber liegt endlich eine neue Version von "Vapor Trails" vor und ich muss sagen, ich finde diese absolut gelungen. Alles klingt schön luftig und transparent. Viele Details kommen zum Vorschein, egal ob in Gesang, Bass, Gitarre oder Drums. Man kann überall was Neues entdecken. Manche Stellen klingen jetzt sogar richtig akustisch. Ganz dezent wurden vereinzelt auch neue Effekte eingesetzt, aber nur punktuell, nie durchgängig. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das vielleicht für manchen jetzt ein bisschen zu viel das Guten in die andere Richtung ist, aber allen kann man es sowieso nicht recht machen. VT hat mir schon immer sehr gut gefallen. Es war halt nur zu anstrenged und nie als Ganzes zu genießen. Jetzt kann man sogar bedenkenlos auf Repeat schalten, und zwar für das ganze Album.

Ich kann diesen Remix bedenkenlos empfehlen. Vielleicht finden nun auch diejenigen Zugang zu diesem Brocken, die bisher nicht so viel damit anfangen konnten.

Nebenbei noch bemerkt: Für "Clockwork Angels" würde ich mir einen ähnlichen Remix wünschen. CA ist zwar nicht ganz so verhunst wie VT, aber immer noch ein ziemlicher Soundbrei ohne allzuviel Details. Ich habe mir schon die Vinylversion besorgt, die schon etwas besser ist als die CD, aber da ist immmer noch deutlich Luft nach oben, wie dieser Remix von VT jetzt beweist.
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 3, 2014 8:59 PM MEST


Original Album Series
Original Album Series
Preis: EUR 13,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Spaßbox, 26. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Original Album Series (Audio CD)
Bisher hatte ich von den LHS nur die Best-Of-CD "Mama Loo", mit der ich sehr zufrieden und glücklich war. Sind doch auf ihr alle Hits, die mir noch aus meinen Kindertagen vertraut waren, und das auch noch in einer sehr ordentlichen Soundqualität. Als ich dann eines Tages diese kleine schmucke 5er Box gesehen habe, musste ich natürlich gleich zuschlagen. Der äußerst attraktive Preis zwang mich regelrecht dazu. Außerdem war ich sehr gespannt darauf, was die LHS abseits der bekannten Hitparadenware so zu bieten hatten, wenngleich meine Erwartungen diesbezüglich nicht allzu hoch angesiedelt waren.

Als ich dann die einzelnen Exemplare der 5er Box entnommen habe, war ich sofort begeistert von den kleinen putzigen Papphüllen, die die alten Plattencover natürlich verkleinert aber vom Inhalt her 1:1 wiedergeben. Zudem sorgt das typische 70er Jahre Design für zusätzlichen Augenspaß. Herrlich! Ich kann mich gar nicht daran sattsehen. Natürlich sind die spärlichen Infos darauf nur mit der Lupe zu lesen, aber der Flair kommt trotzdem super rüber.

Der erste Durchlauf der CDs bestätigte dann aber meine musikalischen Befürchtungen, obwohl ich das ein oder andere zunächst als unbekannt geglaubte Lied doch auch kannte. Trotzdem habe ich die Teile dann noch ein paar Mal im Hintergrund laufen lassen und muss nun sagen, dass sie musikalisch doch überzeugen können. Scheinbar musste ich mich erst einmal mit dieser Musik (und dieser Zeit) wieder synchronisieren. Manches klingt aus dem Stand heraus betrachtet schon etwas komisch oder merkwürdig, aber im Kontext passt es dann schon. Man muss sich auch einfach darauf einlassen können, wobei ich schon sagen muss, dass mir die ersten drei Alben (dieser Box) besser gefallen als die letzten beiden. "Mama Loo" fällt da schon spürbar ab. Mein momentanes Lieblingsalbum ist "We Are Goin' Down Jordan" mit dem absoluten Oberhammersong "Marshal Wright", den ich bisher überhaupt nicht kannte. Aber es gibt noch genügend weitere kleine Perlen über die 5 CDs verteilt.

Also, insgesamt ist das Teil eine absolute Spaßbox, aktustisch und optisch! Die Darlegungsform in der praktischen 5er Box geradezu ideal für die LHS, da es bisher keines dieser Alben auf CD gab und man somit keine Doppelinvestierung eingehen muss. Die rein musikalische Bewertung ist meiner Meinung nach (wenn man es objektiv betrachten will ;-) ) sicherlich keine 5 Sterne wert, aber hier muss einfach das attraktive Gesamtpaket (Preis/Optik) betrachtet werden, und das ist einfach unschlagbar. Vom Nostalgiewert (obwohl CD!) ganz zu schweigen.


American Soldier
American Soldier
Wird angeboten von Movie4U
Preis: EUR 16,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tarnkappenalbum, 10. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: American Soldier (Audio CD)
Queensryche hatten ihren Karrierehöhepunkt für meinen Geschmack zwischen 1986 und 1994 mit den Werken "Rage For Order", "Operation: Mindcrime", "Empire" und "Promised Land". Diese vier Alben sehe ich in ihrer musikalischen Qualität ziemlich gleichranging an, obwohl sie teilweise auch schon recht unterschiedliche Stile beinhalten. Alles, was danach kam, habe ich nicht mehr richtig mitbekommen. Es hat mich aber auch nicht weiter interessiert, nachdem ich mal kurze Bekanntschaft damit gemacht hatte. Ist alles eher dünn und mager. Vor allem OM2 ist soundmäßig so dermaßen schlecht, dass sich für mich allein deshalb schon keinerlei weitere Betrachtung der Musik alleine ergeben kann.

Zufällig hat es sich nun ergeben, dass ich in den Besitz des aktuellen Werkes "American Soldier" kam. Was heißt hier zufällig, ich habe es halt einfach mal bei Amazon bestellt. Ich will damit vielmehr sagen, dass mich dieses Album von Anfang interessiert hat und ich es deshalb unbedingt kaufen wollte. Nun aber endlich zur Musik:

Einige haben hier ja schon erwähnt, dass dieses Album ziemlich gleichförmig, um nicht zu sagen langweilig daherkommt. Diesen Eindruck hatte ich anfangs auch. Alles ist schön brav, ohne Akzente, ohne Höhepunkte. Durchschnittsware von der Stange sozusagen. Wie gesagt, diesen Eindruck hatte ich auch und ich war so nach ca. fünf Hördurchläufen schon bei meinem Abschlussurteil "Mittelmaß" angelangt, aber in Ermangelung aktueller musikalischer Alternativen habe ich dieser CD trotzdem noch weitere Runden im Player zukommen lassen ... und siehe da, auf einmal tut sich doch noch was. Was ist denn beispielsweise auf einmal aus Lied Nummer 5, "A Dead Man's Words" geworden? Das ist doch nicht etwa Gänsehaut, die mir da gerade über den Rücken läuft? Doch, ist es! Und so ergeht es mir noch an einigen anderen Stellen, die ich vorher einfach nicht so wahrgenommen habe. Die anfängliche Gleichförmigkeit ist plötzlich völlig verschwunden. Ich kann nun durchaus viele Ecken und Kanten erkennen. Allein die Stellen um die Saxophoneinlagen sind einfach wunderbar. Als eins der wenigen Lieder, die von Anfang an richtig zünden, ist "Killer" mit seinem tollen klöppelnden Schlagzeug. Sehr schön. "Unafraid" erinnert von der Machart und seinem Groove an "Disconnected". Ebenso lässig, ja fast hypnotisch wirkt auf mich "Middle Of Hell". Außerdem finde ich die beiden Lieder "Silver" und "The Voice" in ihrer Funktion als Albumanfang und Albumende absolut gelungen. "Hundred Mile Stare" und "If I Were King" sind weitere absolute Höhepunkte.

Insgesamt kann ich also absolut keinen Schwachpunkt mehr auf diesem Album erkennen, bis auf den Refrain von "Man Down!" vielleicht, den auch schon ein Anderer hier moniert hat und mit "umständlich" meiner Meinung nach vortrefflich beschrieben hat. Die wirklich ausgezeichnete, Gänsehaut erzeugende Einleitung und Strophe geht leider in einen etwas dümmlichen und umständlichen Refrain über. Aber das ist auch schon der einzige Kritikpunkt, mit dem ich ganz ausgezeichnet leben kann.

Es wurden hier auch häufig die vielen Samples mit den Zitaten von Soldaten (toller Reim!) bemängelt. Dass das einfach zu viel sei und mit der Zeit einfach nur nervt. Das kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Sie kommen schon sehr häufig vor, das stimmt schon, aber sie sind nicht sooo dominant und ablenkend oder störend. Teilweise sind sie sogar richtig in das Lied als Melodieelement, also songdienend eingebunden, wie etwa bei "A Dead Man's Words". Da finde ich einige Samples auf dem Klassiker "Operation: Mindcrime" übertriebener und nerviger. Wenn ich das jetzt mal etwas provokant formulieren darf.

Warum ich das jetzt so ausführlich erzählt habe? Es muss halt einfach auch der Augenblick stimmen, indem man auf ein bestimmtes Werk trifft. Und da gibt es eben günstige (wie bei mir) und eben weniger günstige. Wenn ich dieses Album zum ersten Mal gehört hätte, während mich gerade eine andere CD fasziniert, wäre es wahrscheinlich chancenlos geblieben. Leider! Oder erst Jahre später mal zufällig wiederentdeckt worden ...


Tardigrade
Tardigrade
Preis: EUR 16,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Etwas fürs zweite Hinhören, 10. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Tardigrade (Audio CD)
Ein etwas seltsamer Musikbrocken ist das schon, der sich nun seit einiger Zeit in meinem CD-Spieler breitmacht. Retro-Progrock könnte man das merkwürdige Durcheinander vielleicht nennen, denn die Anleihen an Genesis, Yes und ELP sind kaum zu überhören. Dieses musikalische Nachäffen der altehrwürdigen Prog-Dinos mag einigen vielleicht etwas zu weit gehen, mir gefällt es jedoch ausgesprochen gut. Zugegeben, an manchen Stellen wird schon extrem von den Originalen "abgekupfert", doch beschränken sich diese "Zitate" auf nur wenige Sequenzen (die dann aber schon extrem!). Bei ca. 75 Minuten Gesamtlaufzeit bleibt also noch genügend Spielraum für eigene Kreativität und der wird auch reichlich genutzt. Ich muss zugeben, dass mich der erste Hördurchlauf, abgesehen vom gleich ins Ohr gehenden Opener "Suddenly the rain", nicht gerade begeistert hat. Alles dümpelt doch etwas wahllos aneinandergereiht und ohne rechtes Ziel vor sich hin. Aber man muss sich das Ganze schon auch etwas schönhören, wenn man das will, und dann wird man auch reichlich belohnt. Allein das fast 27 minütige "Brother where' you bound" bietet da einiges an Schnörkeln und Schlenkern und bleibt trotz der langen Spielzeit sehr kurzweilig. Aber auch die anderen Stücke bieten ausreichend Abwechslung. Da wird beispielsweise musikalische Verspieltheit mit akustischer Gitarre geboten, aber auch elektronische Verfremdung mit Vocoder und Samplereffekten finden ihren Platz.

Einziger Schwachpunkt ist für mich ausgerechnet das Titelstück "Tardigrade", von dem man sich ja immer etwas Besonderes erwartet. Etwas Besonderes ist es dann auch, aber leider nur im negativen Sinne. "Nerviges Bolzgedudel" ist die einzige Bezeichnung, die mir dazu kopfschüttelnd einfällt. Absolut ärgerlich und überflüssig. Wenigstens ist dieser Ausfall nur knapp 4 Minuten lang, weshalb ich dann auch von einer Abwertung auf 4 Sterne gerade noch absehen kann.

Ich hab an verschiedenen Stellen hier im Internet schon gelesen, dass die Soundqualität dieser CD nicht so berauschend sein soll. Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Mein Exemplar klingt absolut klar, frisch und druckvoll. Ich bin soundmäßig schon auch sehr empfindlich, aber hier kann ich absolut keine mindere Qualität feststellen.

Insgesamt also ein schönes Werk für jeden, der auf klassischen Progrock steht. In der Bewertung schwanke ich zwischen 4 und 5 Sternen, und weil man die Dinge immer eher positiv und optimistisch sehen soll, gebe ich natürlich 5 Sterne. Ich kann aber jeden verstehen, der mit dieser Art von Musik nichts anfangen kann. Jedem eben das Seine.


North
North
Wird angeboten von MLG Merch
Preis: EUR 14,49

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reife Leistung, 3. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: North (Audio CD)
Im Vergleich zu seinen unmittelbaren Vorgängern "Bridge" und "Flesh" mag "North" aufs erste Hinhören vielleicht etwas zahmer und braver klingen, aber keinesfalls harmloser. Denn schon bald entpuppt sich diese scheinbare Zurückhaltung als nichts anderes als musikalische Reife. Und zwar richtig fette, satte Reife! Die etwas verschobene Gewichtung in der Instrumentierung hin zu mehr Pianoanteilen (bzw. akustische Gitarre und Cello) gefällt mir persönlich sehr gut. Trotzdem kommt aber die diesmal breiter und voller klingende Rock- bzw. Metalgitarre nicht zu kurz. Aber über all diesen instrumentalen Betrachtungen stehen einfach die fantastischen Melodien und Liedideen. Immer wieder wird praktisch aus dem Nichts ein Melodiebogen aufgerissen, der von der Machart her oft an die alten Fish-Marillion erinnert. Einfach nur zum Schwelgen schön.

Insgesamt wirkt dieses Werk auf mich sehr geschlossen und abwechslungsreich. Da sind flotte Stücke wie der Opener "Hands", das elektronisch verspielte "South Of London" oder der Closer "Running", epische Brocken wie "Brief Encounter" und "Wasn't It Good", oder auch die sehr stimmungsvollen Titel wie "From Where I Stand" und das Titelstück "North" (geniales Mittelteil!). Dazwischen mal das heiter flockige Instrumental "Woodworks" und die sehr gefühlvolle Ballade "Islanders", die von Gastsängerin Judith Stüber dargeboten wird. Lediglich "Test Of Time" finde ich trotz der sehr schönen und langen Eingangsstrophe aufgrund des holprigen Refrains etwas weniger gelungen.

Wer also auf zeitlose Rockmusik mit leichten Proganteilen steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Ich genieße dieses Album nun schon über eine Woche fast pausenlos und bin es immer noch nicht leid. Schon lange nicht mehr hat mich ein Album so sehr angesprochen und vereinnahmt.


For the Beauty of Wynona
For the Beauty of Wynona
Preis: EUR 10,99

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Gänsehaut garantiert (aber nicht aus Horror!!!), 14. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: For the Beauty of Wynona (Audio CD)
Ich glaube, der hier aufgeführte "Horror"-Rezendent scheint da wohl erhebliche musikalische Wahrnehmungsdefizite zu haben oder er hat schlicht und einfach was verwechselt (kann ja auch mal passieren). Anders kann ich mir seine absolute Fehlinterpretation nicht erklären. Wie auch immer, der geneigte Musikliebhaber wird die Nichtkompetenz (was die Beurteilung dieses Werkes betrifft!) aus seinen Zeilen sicher herausgelesen haben. Mit Geschmachssache hat das weniger zu tun.

Also, den meisten wird Daniel Lanois auf Anhieb wahrscheinlich nichts sagen. Aber vielen ist er ganz bestimmt schon unbewusst untergekommen. Er hat nämlich als Produzent und Musiker maßgeblichen Anteil an einigen Millionensellern von U2 (Achtung Baby) und Peter Gabriel (So, Us). Diese Werke tragen eindeutig seine charakteristische Handschrift, die sich hauptsächlich in einem atmosphärisch dichten und oft auch etwas düsteren Klangbild zeigt. So ist auch dieses zweite Solowerk von ihm gehalten. Es gibt überwiegend gigantische Gefühlsbrecher wie "The Messenger", "Still Learning How To Crawl", "Death of a Train" oder auch den Titelsong "For The Beauty Of Wynona". Daneben sorgen aber auch eingängigere Rocknummern wie "The Unbreakable Chain" oder "Lotta Love To Give" für die nötige Abwechslung. Insgesamt ergibt sich so eine interessante Mischung einzigartiger Songperlen.

Ich kann jedem der an tiefgründiger Musik mit Langzeitwirkung interessiert ist, dieses Meisterwerk nur empfehlen. Bei mir hat diese CD jedenfalls einen festen Stammplatz in meinen All-Time-Top-CDs.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 29, 2013 8:24 AM CET


Voices
Voices
Preis: EUR 19,98

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unverhoffter Hörgenuss, 9. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Voices (Audio CD)
Als ich neulich im Gebraucht-CD-Laden meines Vertrauens zufällig auf dieses Teil stieß, war ich zunächst sehr erfreut, dass es ein aktuelles Lebenszeichen dieser von mir sehr geschätzten Band aus den Siebzigern gibt. Trotzdem zögerte ich mit dem Kauf, denn oft ist es ja so, dass Spätwerke früherer Helden doch eher einen etwas zweifelhaften Charakter haben. Erst mal bei Amazon schlau machen ...
und prompt lese ich hier die besten Empfehlungen!!! Also habe ich mir das Teil dann doch noch gesichert ... und, was soll ich sagen, bereits nach den ersten Sekunden lief mir ein süßer Wiedererkennungsschauer über den Rücken. WOW! Das sind wirklich unverkennbar meine alten Jane, und zwar in bester Manier! Ich mag einfach diese (im besten Sinne!) einfachen Liedstrukturen. Da ist, wie schon immer bei Jane, keine komplizierte Vertraktheit, sondern einfach nur Atmosphäre und Groove. Zugegeben, den "Krauts-Gesang" muss man schon mögen, aber genau das tue ich! Alle Stücke sind ziemlich eingängig, aber nicht platt. Diese Befürchtung hatte ich zwar so nach dem dritten Durchhören, aber irgendwie haben es die Lieder dann doch geschafft, sich richtig bei mir einzunisten und trotz dieser Einfachheit sich richtig zu setzen.
Also, für den, der mit dieser Musikrichtung (Krautrock) was anfangen kann, ist diese CD absolut empfehlenswert. Für die anderen zumindest ein Hörversuch wert. Für meinen Geschmack jedenfalls ... Ach ja, löblich erwähnen muss ich noch die hervorragende Produktion. Klingt richtig voll und satt!


Snakes & Arrows (Limited Edition Digipack)
Snakes & Arrows (Limited Edition Digipack)
Preis: EUR 14,99

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gelungene Über-RUSH-ung, 31. Mai 2007
Als eingefleischter RUSH-Fan fiebere ich natürlich jedem neuen Lebenszeichen meiner Lieblinge ungeduldig entgegen. Zur Orientierung sei gesagt, dass ich vor allem die Phase zwischen 1976 und 1982, also von "2112" bis "Signals" bevorzuge und hier auch mein absolutes Lieblingsalbum "Hemispheres" zu finden ist.

Ich bin jedes Mal aufs Neue verblüfft, wie grausam sich der erste Durchlauf eines neuen RUSH-Albums anhört. Deshalb habe ich auch großes Verständnis für jeden, der absolut keinen Zugang zu dieser Musik findet. Bei einem mir unbekannten Interpreten würde es jedenfalls keinen weiteren Durchlauf mehr geben. Aber ich weiß es ja Gott sei Dank besser und so beginnt sich dann ab dem vierten/fünften Durchgang so allmählich der Nebel zu lichten. Die einzelnen Lieder haben ihre Schale abgestreift und der anfangs eher monotone und gleichförmige Gesamteindruck löst sich in Wohlgefallen auf. Viele Details, Wendungen und Betonungen treten hervor. Alles ist auf einmal völlig klar erkennbar und wirkt federleicht. Jedes einzelne Lied macht auf seine ganz spezielle Art auf sich aufmerksam: Das schmissige "Far Cry", das schwerfällig walzende "Armor and Sword", das flockige "The Larger Bowl", das düstere "Spindrift", das zirpende "Main Monkey Business", das geschmeidige "Faithless", das lockere "We Hold On", usw.

Das Album macht mir inzwischen so viel Spaß, dass ich nach ewigen Zeiten erstmals wieder ein komplettes Rush-Album mit allen Titeln auswendig benennen kann. Das will bei mir schon was heißen! Die gefühlte Spielzeit der CD schätze ich mal auf ca. 45 Minuten. Bei ca. 62 Minuten Echtzeit kann man somit durchaus von einem kurzweiligen Album sprechen. Da ist wirklich kein Schwachpunkt, kein Lückenfüller zu finden. Höchstens mal ein Stück, das vielleicht nicht absolut top ist, wie etwa "The Way the Wind Blows". Aber beim nächsten Anhören gefällt mir dieses wieder besser und ein anderes weniger, wie "Working' Them Angels". Komisch, irgendwie scheinen sich die Lieder untereinander zu bewegen ...

Das Werk nun schon endgültig qualitativ in der Rush-Historie einzuordnen fällt schwer. Dazu braucht es schon noch einige Langzeiterfahrung. Momentan kann ich aber sicher sagen: Das beste Rush-Album seit langer langer Zeit!

Aktualisierung am 09.04.2015:
Leider muss ich dieses anfangs von mir recht gelobte Werk in seiner Langzeitwirkung deutlich abwerten. Da bleibt nach der verflogenen Anfangseuphorie doch nur Mittelmaß übrig. Es ist einfach dieser zähe, klebrige Gesamtcharakter, den ich anfangs überhaupt nicht wahrgenommen habe, der mich jetzt aber ganz gewaltig stört. Ein weiteres Ärgernis sind die vielen absolut überflüssigen jämmerlichen "Ouhuuhuuus" im Gesang von Geddy Lee. Das hat er vorher nie gemacht und Gott sei Dank nachher auf "Clockwork Angels" auch nicht mehr. Also, die Highlights dieses Albums bleiben für mich trotzdem bestehen (Far Cry, Hope, Faithless, Main Monkey Business, Malignant Narcissism), aber der Rest ist bestenfalls dann noch Mittelmaß. Leider.
Das Nachfolgealbum "Clockwork Angels" dagegen kann ich uneingeschränkt (auch in seiner Langzeitwirkung!) empfehlen. Ist deutlich rockiger und schmissiger, nicht so schwerfällig.


Seite: 1