Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren calendarGirl Prime Photos Sony Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für Caspari > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Caspari
Top-Rezensenten Rang: 3.816.248
Hilfreiche Bewertungen: 13

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Caspari

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Manon Lescaut von Turdej: Roman. Aus dem Russischen von Daniel Jurjew. Mit einem Kommentar von Olga Martynova und einem Nachwort von Oleg Jurjew.
Manon Lescaut von Turdej: Roman. Aus dem Russischen von Daniel Jurjew. Mit einem Kommentar von Olga Martynova und einem Nachwort von Oleg Jurjew.
von Wsewolod Petrow
  Broschiert
Preis: EUR 16,90

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Nicht verflogen ist der Zauber ..." (Schukowski), 8. Dezember 2012
Der französische Schriftsteller Louis Aragon hat den Titel für "die schönste Liebesgeschichte der Welt" gegen Goethes "Werther" und Shakespears "Romeo und Julia" bereits in den 60er Jahren an Tschingis Aitmatows kleine Erzählung "Dshamilja" vergeben. Sollte die russische Literatur tatsächlich auch noch die "zweitschönste" für sich verbuchen können? Petrows "Manon Lescaut von Turdej", man staune, wie "Dshamilja" in der unendlichen russischen Kulisse des Zweiten Weltkriegs angesiedelt (ist denn tatsächlich so ein Weltkrieg der beste Schauplatz für die tiefsten Liebeshändel der Welt?), darf das Prädikat für sich in Anspruch nehmen. Dabei verrät der ungewöhnlich düstere Umschlag des kleinen Bandes (alle Werbefachleute werden vermutlich dringend davon abgeraten haben, der verwöhnte Leser mag ihn gar für einen Cover-Druckunfall halten!) nichts von der unendlich süßen wie unendlich bitteren Leidenschaft, der der russische Offizier in seinem Verhältnis zur ebenso unberechenbaren wie reizvollen Femme fatale eines Güterwaggons zum lustvollen Opfer gefallen ist. Nein, sie ist keine Schwester von Aitmatows "Dshamilja", wenn auch durchaus große weibliche Verwandtschaft festzustellen ist. Und vielleicht muss Vera, die Geliebte des von Liebe hilflosen Offiziers, zum Schluss auch deshalb bei einem Bombenvolltreffer gänzlich ausgelöscht werden, während Aitmatows Dshamilja und ihr vom Krieg verwundeter Danijar aneinandergeschmiegt in eine ungewisse Zukunft aufbrechen. Wie schön, wie wunderschön, dass die Weltliteratur wieder um eine unsterbliche Liebesgeschichte reicher ist.


Wie im Morgenglanze - Weimarer Morgenspaziergänge: Literarische, musikalische und theologische Spaziergänge durch Weimar
Wie im Morgenglanze - Weimarer Morgenspaziergänge: Literarische, musikalische und theologische Spaziergänge durch Weimar
von Karl Koch
  Broschiert
Preis: EUR 8,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weimar ganz neu von ganz innen, 11. August 2011
Ein ganz neuer, so ungewöhnlicher wie schöner Blick auf das alte und junge Weimar. Man rechnete gar nicht damit, dass ein solcher Blick überhaupt möglich ist. Durch den Untertitel verführt (aber durchaus noch in Erwartung der üblichen "von Museum zu Museum"-Aufklärung plus gelegentlicher Extravaganz), kommt der Leser aus dem Staunen nicht heraus. Mit so viel Liebe (und Sachkenntnis) ist Weimar schon lange nicht mehr geehrt worden. Allein die Kapitelüberschriften sind ein Genuss für sich. So firmiert der ungewöhnliche Gang durchs ja immer noch frappierende Goethehaus "mit respektvollem Besuch seiner Schlafzimmer" unter der merkwürdigen Überschrift "Von der Weisheit des Doppelbettes". Hat je jemand in aller Würde daran gedacht, wo und wie der Olympier im dreiundzwanzigjährigen (und mehrfach reparierten) Doppelbett am Frauenplan "residierte", bevor er ins spätere und jährlich tausendfach bestaunte Sterbezimmer umzog? Oder ist die deutsch-deutsche Problematik im Nachhinein in jüngerer Zeit jemals sensibler behandelt worden als in dem Kapitel über den "Göttermissbrauch an der sozialistischen Denkmalsmeile"? Und welcher Weimar-Reiseführer sonst besucht "die schlafenden Kinder Israels an der Schlossbrücke", um mit ihnen den alten, bis heute nicht entschiedenen jüdischen Streit über die Frage einer "Auferstehung der Toten" zu bedenken? Und alles in einer Sprache, deren bewusste Ansiedlung zwischen Thomas Mann und Alfred Kerr besticht, ja oft verzaubert, weil sie ganz frei ist von den üblichen "Bild"-, PC- und sonstigen S-P-O-Schrumpfsätzen, die der SMS-Praxis zwischen Frühstück und U-Bahn geschuldet sind. Eine Schatzinsel und eine Lesegenuss für sich die umfangreichen Anmerkungen, unter denen die "Juwelen" (es gibt deren einige) gleich sinnvoll mit einem "Sternchen" gekennzeichnet sind. Selbst langjährige Weimarer entdecken ihre Stadt mit Kochs "Morgenspaziergängen" (die übrigens am Abend genau so schön sind!) mit neuen Augen.


Seite: 1