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Rezensionen verfasst von
Sten (Köln)

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Four Roses Kentucky Straight Bourbon Whiskey - 0.70 l
Four Roses Kentucky Straight Bourbon Whiskey - 0.70 l
Wird angeboten von 1aWhisky
Preis: EUR 13,99

5.0 von 5 Sternen Schmeckt superb!, 14. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Probiere mich derzeit durch diverse Sorten und kann diesen Bourbon sehr empfehlen. Bin absolut kein Scotch Fan und kann diesen feinen Tropfen auch ausschließlich Bourbon Genießern ans Herz legen. Relativ samtig und weich warm im Abgang. Kein übermäßiges Brennen im Hals oder Bauch. Leichte Vanille, holzig. So sollte ein Bourbon standardmäßig schmecken.


Frank Millers RoboCop
Frank Millers RoboCop
von Frank Miller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Immerhin!, 24. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frank Millers RoboCop (Gebundene Ausgabe)
Sehr gut, dass man versucht hat, Frank Millers Drehbuch zu "RoboCop 2" als Comic umzusetzen. So kann man wunderbar seinen Stil wieder erkennen, der im Film doch sehr verwässert wurde. Wenn man genauer vergleicht, fällt allerdings auf, dass die Filmproduzenten tatsächlich das beste rausgezogen haben. Der Film mag seine Schwächen haben, ist allerdings story technisch meine Meinung nach besser gelungen.
Die Droge Nuke fehlt komplett, ebenso der jüngste bad guy der Filmgeschichte. Die Verhandlungen des Bürgermeisters mit dem Drogenboss. All das fehlt in Millers Originaldrehbuch.
Dafür wird eine brutale Spezialeinheit vorgestellt, die Rehabs. Diese haben filmisch dann einen eher schwachen Auftritt in Teil 3 spendiert bekommen. Hier im Comic gehen Sie sehr derbe zu Werke und sind skrupellose Mörder. Ist auch eine gute Idee, allerdings sind die Drogengang und speziell Cain diesem Kong und seiner Einheit an Boshaftigkeit überlegen.

Zu den Zeichnungen sei gesagt, dass sie sehr detailliert und ausladend sind. Meinen Geschmack trifft es nicht, mir hätte etwas "weniger ist mehr" auch gereicht. Die sexy Darstellungen von Lewis und der Entwicklerin des Robo 2 Fans ich irgendwie unpassend. Speziell Lewis ist ständig mit sichtbarem String und dicken Titten gezeichnet. Die haben den ersten Film gesehen, ja? Am seltsamsten fand ich allerdings einen Kuss, der absolut out of character und unnötig war. Wem das Millers RoboCop 2 war, bin ich ehrlich gesagt froh mit dem, was wir bekommen haben. Danke, Irvin Kershner!


Catching Rays on Giant
Catching Rays on Giant
Preis: EUR 6,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schon wieder 80er..., 25. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Catching Rays on Giant (Audio CD)
...aber diesmal in echt. 20 Jahre komplett verschwunden und mit einem Schlag ein Album, das klingt, als ob "Apoptygma Berzerk" endlich wüssten, wo es wirklich langgeht. Natürlich auch der ein oder andere Klassiker in neuem Gewand ("Forever Young" hätte keine Neubearbeitung gebraucht...), aber gut. Inzwischen machen ja selbst "Linkin Park" und "Take That" auf 80's/90's-Electro, also warum nicht einfach nochmal die gleiche Soße nochmal selbst aufkochen? "Madonna" hat mit dem Album "Confessions on the Dancefloor" gezeigt, dass 80's mit 90er-Dancefloorbeats cool klingen kann; die "Pet Shop Boys" haben nahtlos gezeigt, wie gut diese Musik immer noch ist (alles von den echten 80ern bis heute, als einzige Fahnenträger immer vorne weg...); selbst eine anerkannte Indie-Ikone wie die "Killers" haben mit ihrem dritten Album den Zug bestiegen ("INXS" hätten sich für "Losing Touch" herzlich bedankt). Bei "Arcade Fire" ("Sprawl II" klingt so echt, als wäre wirklich eine hohle Sängerin für eine kurzlebige Hit-Single engagiert worden...) und "Marina & the Diamonds" (alles vom ersten Album, da ist Kate Bush sogar in den 70ern neidisch gewesen...) kann man hier und da die 80er durchschimmern hören, ebenso wie bei angesagten Geheimtips wie "Deichkind" (bei "Luftbahn" möchte man mit Oma in die Hände klatschen"), "Ken" ("I Ran" war nie aktueller) und "Goldfrapp" ("Believer" atmet so viel 80er wie nichts anderes aus dem Jahr 2010) oder alten Recken wie Ben Folds ("Your Dogs" zeigt, wie stark er vom Soundtrack zu "Zurück in die Zukunft" beeinflusst ist!). Auch die "Editors" haben ihr drittes Album "Depeche Mode" sagen wir mal gewidmet ("Papillon" und "The Boxer" klingen allein schon besser als alles, was die echten "DM" in den letzten Jahren veröffentlicht haben...). "Lady Gaga" macht den 80's-Trash sowieso gerade Mainstream-tauglich, wenn auch als Trittbrettfahrer (schon mal von Gwen Stefani oder Björk gehört?). Besser sind da "MGMT" und "Empire of the Sun" (komplette erste Alben). Das ist wenigstens voller Zitate und trotzdem originär.

Und nun kommen "Alphaville" zurück und klingen, als ob nichts gewesen wäre. Hopefully ein Zeichen für alle anderen. "OMD" sind ja schon wieder da, "Depeche Mode" machen mit zwar langweiliger Musik, aber immerhin, immer noch die größte Halle in Köln voll, "MUSE" zitieren "Queen", "Lady Gaga" benennt sich gleich nach deren "Radio Gaga". Weiter geht die Fahrt: ich will "Yello" und "Eurythmics" und "Trio" im neuen Jahrtausend hören. Wenn nicht jetzt, wann dann? Nur logisch, wenn Michael Jackson inzwischen von Justin Timberlake oder Beyonce (je nach Präferenz...) ohne Ende beklaut wird. Und der Charts-Hip-Hop/R'n'B/Soul langsam an Relevanz verliert. Stuart Price ist der Produzent unserer Tage (siehe von Madonna bis "Take That"), nicht länger "Timbaland" oder der selige Rick Rubin. Gottlob, jetzt kommen wir auch mal zum Zug...

Für das Album volle Punktzahl, für die Neubearbeitungen und Wiederholungen einen Punkt Abzug. Sehr zu empfehlen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 26, 2010 7:57 PM CET


S/T
S/T
Preis: EUR 9,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialisch, infernalisch, poppig. Kurzum: Geniestreich!, 10. September 2010
Rezension bezieht sich auf: S/T (MP3-Download)
Habt ihr schon mal eine Elektrostimme gehört, die echt ist? Willkommen bei Roman! Das Verhältnis klassische Instrumente und Elektronik, analoge Gefühle und digitale Technik auszutarieren, ist schwierig genug und gelingt selten. Hier kann man sich anhören, wie das Ideal klingen könnte. Ambivalenz ist das Stichwort.

Claphands-Elektro, schon mal gehört? "Futura" - bitte sehr. Digitaler Klassik-Rock in Slow Motion: "Goodbye Bunny", der größte Grower des Albums. "Traffic" ist eine Trance-Ballade (!?!). Filmorchestraler Beat-Pop hört sich an wie "Monsters in Suburbia". Bob Dylan mag diesen Song, wenn er ihn hört: "Bones & Barks". Rock'n'Roll auf Elektro, unterbrochen durch Clap-Beats. Wie Punk heute klingt, zeigt "R.I.P. Music". Mit "Shoot Me" gibt es auch die unvermeidlich gelungene Orchester-Ballade, allerdings die Minimal-Version davon (wie auch immer man ein Orchester klein zu klingen kriegt - hier geht das!).
Die leider übersehenen beiden ersten Alben fasst übrigens "Despair When Young" passend zusammen. In diesem Sinne klingt auch das angenehm 70s-groovende "Blow". Da gibt es noch einiges zu entdecken und viel zu hoffen.

Aus lichtem Elektro-Herz-Kerzenschein wird durch den Einsatz einer klassischen Bandkonstellation ein knisterndes Kaminfeuer. Roman heiser und hauchend, kongenial begleitet, klassisch singend und immer inspiriert intonierend. Die Songs funktionieren allesamt, ein größeres Kompliment kann ich nicht machen.

Als Satzzeichen klingt Roman übrigens so: ..-?..-?..!..!...??...!!-.-?-!!!


Yes We Ken
Yes We Ken
Preis: EUR 8,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Tüte voll Screamo-Electro-Rock-Pop bitte!, 17. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Yes We Ken (Audio CD)
Auf Albumlänge haben mich KEN bislang nie gepackt, bislang. Ein paar gute Songs gab es immer, aber dieses Mal haben sich Abay und Konsorten selbst übertroffen. Das Album überzeugt, fast jeder Track ist eingängig, ein bisschen schräg und schön rockig. Zwei absolute Popknaller sind drauf ("Get A Life" und "Polecats") und hinter einigen wirklich seltsamen oder überlangen Titeln verbergen sich teils geniale Nummern. Die Electro-Parts sind perfekt eingesetzt und schaffen eine wunderbare Atmosphäre ("Dead As A Dodo" und "Women Who Love Men Who Take Drugs To Make Music To Take Drugs To"), auch gerne mal sieben Minuten lang. Die Vocal-Effekte sind sehr grandios eingesetzt ("21-21=21" und vor allem "Quitting Smoking Is Much Easier Than Quitting Talking"), ebenso wie die Screamo-Parts in "Y.K.I.W.G.T.T.End.O.T.W.W.Y." und wieder "21-21=21". Dazwischen geht es auch auch etwas fluffiger und poppiger zu ("Reminder D" und "I'll Sleep When You're Dead"), wie ich es eigentlich auf dem kompletten Album erwartet hatte. Die Überraschung ist also groß und die Freude darüber ebenso.

Auf diesem Weg weiter und es wird schon! Lässt BLACKMAIL fast schon vergessen.
Die Remixe und Extras sind sicher eine nette Dreingabe, habe aber lediglich reinhören können und den Eindruck gewonnen, dass es sehr Elektro-lastig geworden ist.


Horsemen [Steelbook - Limited Edition]
Horsemen [Steelbook - Limited Edition]
DVD ~ Dennis Quaid
Wird angeboten von berlinius
Preis: EUR 7,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die vier apokalyptischen Reiter..., 25. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Horsemen [Steelbook - Limited Edition] (DVD)
...ziehen im Schnellschnittverfahren an einem vorbei.

Erstmal vorweg: Serienkiller-Thriller gibt es einige wenige, die wirklich grandios sind. Der Rest ist meist nur durch die Variante interessant. Den Schlusspunkt, die Pointe, die Darsteller. So ist es hier Dennis Quaid, der sich durch eine durchschnittlich spannende, viel zu schnell erzählte Handlung quälen muss. Da er ein absoluter Sympathieträger ist, gelingt es ihm auch hier, den Zuschauer mitzureissen. Sein kaputter Cop ist gut dargestellt, der allein erziehende Vater wirkt dagegen etwas schwach und scheinbar sinnlos für die Handlung. Ich wähnte mich schon im Pilotfilm einer neuen Fernsehserie. Cop mit Kindern, das wäre ein gutes Sujet für eine neue Crime-Serie gewesen. Wer den Schluß kennt, weiß allerdings, dass daraus nun nichts mehr wird...

Womit wir beim Hauptproblem sind: der Story. Hoch gegriffenes Thema (die Bibel - wieder mal...) und eine junge Serienkiller-Gruppe, die über Chatrooms zusammen findet. Nun ja, immerhin reicht es für eine interessante Schlußpointe, die allerdings irgendwie vorhersehbar ist. Und schwach gelöst obendrein. Eine Anklage an die Alleinerziehenden... wow! Die blutigen Details sind glasklar bei "Hellraiser" und "Uhrwerk Orange" zusammen geklaut, das ganze wird in einem Tempo präsentiert, dass man Mühe hat, der Story zu folgen. Während sich "Sieben" mit seinen Bildern fest ins kollektive Gedächtnis gebrannt hat, die Langsamkeit zum Stil erhoben hat und dadurch zum Klassiker wurde, wird man hier regelrecht durch den Film geschossen. Das Schnellschnittverfahren, dass bei den Machern zu erwarten war, sorgt dafür, dass man den Film schnell wieder vergisst. Der Regisseur kommt aus dem Videoclip-Genre, der Produzent ist jener Michael Bay, der uns "The Rock", "Armageddon" und zuletzt die "Transformers" gebracht hat. Na dann.

Schade eigentlich. Für kurzweilige Unterhaltung durchaus zu empfehlen, Tiefe vermisst man aber dennoch.


39,90
39,90
DVD ~ Jean Dujardin
Preis: EUR 11,90

10 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ihr wollt Konsumkritik?, 23. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: 39,90 (DVD)
Vielleicht sogar Gesellschaftskritik? Ihr wollt weggeblasen werden von einer versierten Regie, die alle visuellen UND plottechnischen Register ziehen kann? Ihr wollt vor den Kopf gestoßen werden? Provoziert? Mit erstklassigen Schauspielern? Eine Buchverfilmung allererster Güte? Etwas, das nachhaltig zum Nachdenken anregt?

Schaut "Fight Club" - vergesst dieses naive Kokser-Filmchen. Jan Kounen ist ein Blender, David Fincher ist ein Könner.

P.S.: Jean Dujardin spielt die Hauptrolle superb, die Inszenierung ist poppig und erinnert stellenweise an Oliver Stones "Natural Born Killers", leider ohne ein gutes Drehbuch dahinter. Für die Leser unter euch: "The Cocka-Hola Company" von Matias Faldbakken. Oder den bereis erwähnten "Fight Club" von Chuck Palahniuk. Etwas milder, aber dennoch superbe Unterhaltung: "Thank You For Smoking" (Buch und Film empfehlenswert).

Wem dieser Film oder das dazugehörige Buch gefallen haben, wem das bisschen Provokation und die reißerische Aufmachung gefallen haben: "Kill Your Friends" von John Niven ist ähnlich schwach, aber auch von einem Insider geschrieben. Dieselbe Geschichte, nur in der Musikbranche. Wow. Hat mein Leben verändert. Ach nein, doch nicht...
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 25, 2013 11:29 PM CET


The Seduction Of Ingmar Bergman (Swedish Version)
The Seduction Of Ingmar Bergman (Swedish Version)

5.0 von 5 Sternen Die Pet Shop Boys in Avantgarde, 19. Januar 2010
Dass die Sparks schon seit den 60ern Musik machen, u.a. Queen, David Bowie und eine ganze Reihe bekannter Künstler (zuletzt etwa Mika) nachhaltig beeinflusst haben setze ich jetzt mal als Grundwissen voraus.
Die Brüder Mael sind zweimal im Mainstream gelandet, dabei allerdings eher versehentlich. Zu avantgardistisch ist ihr musikalischer Ansatz. Manchmal nerven sie beinahe, in jedem Fall erfrischen sie jegliche Pop-Richtung, die es so gibt. Mit Falsettstimme, Orchester, Rock, mehrstimmigen Chören und schmissigen Beats werfen sie so ziemlich alles in die Waagschale, was es an Pop gibt. So auch diesmal, allerdings nicht in einem klassischen Albumkontext wie noch zuletzt auf ihren Meisterstücken "Lil' Beethoven", "Hello Young Lovers" und "Exotic Creatures of the Night". Diesmal ist es eine Auftragsarbeit für das schwedische Radio. Ein Hörspiel im Musical-Style.

Auch hier hört man ihre Brillanz in jeder Sekunde Laufzeit heraus. Allerdings fehlt ihnen wie zumeist der Pop-Appeal der Pet Shop Boys, die eine ähnliche technische Brillanz an den Tag legen, dabei aber den besten Radiopop produzieren, den es seit 25 Jahren gibt. Das ist und war zwar nie der Anspruch der Sparks, dennoch wäre ihnen grösserer Erfolg dennoch gegönnt. Schließlich haben sie die Musikgeschichte ebenso stark beeinflusst wie bspw. die Beatles, nur eben mehr im avantgardistischen Sinne. So wie es in den letzten Dekaden vielleicht noch Björk oder Laibach getan haben.

In diesem Sinne: unbedingte Empfehlung.


Lil' Beethoven (Special Edit.)
Lil' Beethoven (Special Edit.)

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Avantgarde-Version der Pet Shop Boys, 8. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Lil' Beethoven (Special Edit.) (Audio CD)
Die Sparks sind seit Ende der 60er bis heute musikalisch aktiv und flexibel. So viele Wandlungen wie ihre Musik haben auch der Erfolg und die Wahrnehmung der beiden hinter sich. Mit "When Do I Get To Sing My Way" hatten sie in den 90ern einen kurzlebigen TopTen-Hit.

Mit diesem Album haben sie allerdings ihren Stil gefunden. Man könnte es als Hofnarren-Synthie-Pop-Acapella-Rock bezeichnen. Die bissigen Texte in Verbindung mit der erstaunlich altmodisch-zeitlosen Musik und Russell Maels Falsett-Stimme ergeben eine süchtigmachende Mischung. Wenn man das Gehirn angeregt bekommen möchte. Wer berieselt werden möchte und nebenbei noch Tiefe transportiert, ohne es zu merken (oder merken zu müssen), der bleibe bei den wesentlich erfolgreicheren Pet Shop Boys. Womit wir schon beim einzigen Nachteil der Sparks wären: manchmal nervt der Anspruch denn doch. Andererseits: einer muss ja die Avantgarde besetzen. In diesem Sinne: entdeckenswert.


The Illusionist
The Illusionist
DVD ~ Edward Norton
Preis: EUR 9,06

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und ärgerlich zugleich, 6. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: The Illusionist (DVD)
Edward Norton ist eine sichere Bank. Seine Filmauswahl ist nicht immer genial ("Hulk"), aber er spielt in der Regel doch immer mindestens bemerkenswert. Man erinere nur an "Fight Club", "American History X" oder "The Score". Sein Eisenheim ist ein undurchsichtiger Charakter, der fesselt. Mit seinen Gesten und der Handhabung der Tricks erinnert er schon an einen erstklassigen Illusionisten. Auch bei der Liebesgeschichte spielt Norton dem Charakter verpflichtet. Allerdings sticht in diesem Film besonders Paul Giamatti hervor, der den Film stellenweise an sich reisst. Wie er sich zähneknirschend benutzen lässt, dann doch bemüht ist, selbständig zu handeln, nur um festzustellen, wieder nur benutzt worden zu sein, das ist Charakterentwicklung par excellence. Sein Polizeiinspektor Uhl ist mit der Aufklärung der Tricks und schließlich mit dem Mordfall betraut. Bis zu diesem Mord ist es immer wieder überraschend, in welche Richtung der Film läuft. Wie Eisenhem sich mit dem Kronprinzen anlegt, ihn durch seine Tricks auf offener Bühne anklagt, das hat Klasse. Weniger Klasse sind ebendiese Zaubertricks. Leider sind diese so übertrieben und CGI-gestützt, dass eine logische Erklärung dafür nur ausbleiben kann. Dem ist schlußendlich auch so. Bis auf eine völlig unrealistische Zeichnung des Orangenbaum-Tricks gibt es keine Blicke hinter die Kulissen. Nun kann man sagen, dass Zaubertricks nicht immer erklärt werden müssen, allerdings sind die in diesem Film verwendeten so hanebüchen unrealistisch, dass ich mich wirklich geärgert habe. Das ist in "The Prestige", der ansonsten eine ganz andere Geschichte erzählt und deshalb nicht als Vergleich herhalten kann, sehr viel besser gelöst. Schade.

Der Regisseur ist mir bisher unbekannt, und das hat wohl auch seinen Grund, denn nichts an der Inszenierung ist irgendwie besonders oder anders als in den unzähligen Hollywood-Streifen, die die Kinos verstopfen. Als Arthouse-Film mag das Werk also nicht durchgehen, zu durchschnittlich ist die handwerklich saubere Inszenierung. Die Liebesgeschichte ist sehr platt erzählt und mit den üblichen, erwartbaren Szenen untermalt (Weichzeichner-Optik, Geigenmusik, Kitsch as Kitsch can). Die Krimihandlung ist dann zwar spannend gemacht, aber dennoch vorhersehbar, ebenso das Ende. Und die Idee, einen Ausschnitt aus dem Finale an den Anfang des Films zu setzen und dann einen Protagonisten die Vorgeschichte erzählen zu lassen ist auch nicht gerade weltbewegend neu.

Ansonsten eine gut erzählte, teils sehr spannende, teils dann doch vorhersehbare Handlung mit tollen Schauspielern, guter Milieuschilderung und einem bei "Convoy" geklauten Schluß. Sogar das "Lachen der Erkenntnis" ob des genial falschen Spiels, das gespielt wurde, ist 1:1 von diesem Truckerfilm-Klassiker geklaut. Andere szenische Verweise spare ich mir, denn die Auswahl der filmischen Vorbilder ist zu groß, um sie eindeutig zuzuordnen. Da ist kaum originäres Kintopp dabei. Schade. Unterhaltsam und ärgerlich zugleich.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 15, 2013 10:44 PM MEST


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