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Rezensionen verfasst von
Oliver Naumann (Ebersbach an der Fils)
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Das Schwarze Auge - Memoria - [PC]
Das Schwarze Auge - Memoria - [PC]
Preis: EUR 19,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Rückkehr nach Aventurien, 8. September 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Mit Memoria bringen die Adventure-Großmeister von Daedalic ihr zweites Spiel aus der Reihe "Das Schwarze Auge" heraus. Der direkte Nachfolter von "Satinavs Ketten" bügelt einige der Schwächen aus dem Vorgänger aus und überzeugt mit einer großartigen Geschichte, wundervollen Hintergründen und interessanten Charakteren.

Story:
Seit Geron und Nuri in "Satinavs Ketten" den Seher besiegen konnten, ist Fee Nuri im Körper eines Raben gefangen. Vogelfänger Geron setzt nun alles daran, ihr ihren alten Körper zurück zu geben. Dabei helfen soll der Tulamide Fahi, der Geron einen Tausch anbietet: Die Lösung seines Rätsels gegen eine Transformation Nuris in ihr ursprüngliches Selbst. Was als harmloses Spruchrätsel beginnt, entwickelt sich schnell zu einem immer größeren Mysterium. Denn die Wurzeln dieses Rätsels reichen Jahrhunderte zurück, bis kurz vor die Entscheidungsschlacht gegen den Dämonenmeister Borbarad.
In dieser Zeit folgt die tulamidische Prinzessin Sadja ihrem Drang, sich zu beweisen, und findet zusammen mit ihren Gefährten in einem unterirdischen Magiergrab eine magische Maske und einen Stab, der nicht nur unbekannte Kräfte, sondern auch eine Seele besitzt. Mit beidem im Schlepptau macht Sadja sich auf den Weg in den Raschtulswall, um sich der Schlacht gegen Borbarad anzuschließen.
Es ist nur logisch, dass beide Fäden trotz des gewaltigen Zeitunterschieds zusammen laufen. Dabei entfaltet die Geschichte schnell eine größere Komplexität, als Satinavs Ketten sie an irgendeinem Punkt vorzuweisen hatte: Zahlreiche Wendungen halten die Story interessant und sorgen zeitweilig gar für Verwirrung. Nicht alle Stränge und Zusammenhänge zwischen den beiden Zeitebenen sind sofort zu durchschauen, für die Auflösung einiger Aspekte müssen wir uns sogar bis zum Ende gedulden.
Stichwort Ende: Was Daedalic hier gelungen ist, grenzt an ein kleines Meisterwerk. War die Geschichte in Satinavs Ketten noch beinahe belanglos, das Ende enttäuschend und unbefriedigend und schlecht inszeniert, wartet hier ein grandioses Finale auf, das für gleich mehrere Aha-Momente sorgt, sehr emotional und dabei gleichermaßen befriedigend ist, wie es Raum für eine Fortsetzung schafft - großartig!

Charaktere und Hintergrund:
Zu Geron und seiner Feenfreundin Nuri gesellen sich in diesem Abenteuer zwei weitere Hauptcharaktere: Prinzessin Sadja und ihr sprechender Stab. Das neue Duo ist dabei mindestens genauso unterhaltsam wie das alte, denn Sadja und ihr hölzerner Freund haben allerlei teils witzige, teils tiefgründige Dialoge spendiert bekommen, die sehr zur Atmosphäre beitragen. Um Geron und Nuri ist es dabei etwas stiller geworden: Oft ist Geron allein unterwegs und selbst wenn Nuri bei ihm ist, trägt sie weniger bei als noch im Vorgänger - was durchaus positiv auffällt, denn der Umschwung von der nervigen naiven Fee zu einem melancholischen Wesen, das zu vergessen droht, wer es selbst ist, weiß durchweg zu überzeugen und sorgt für bittersüße Spielmomente.
Da ist es umso trauriger, dass fast alle Nebencharaktere flach und farblos bleiben. Das betrifft ebenso Gerons und Sadjas Gegenspieler, die zwar Persönlichkeit haben aber dafür wenig Tiefe. Trotzdem bleiben einige davon aufgrund ihrer schön geschriebenen Dialoge und guten Sprecher im Gedächtnis.
Da das Spiel im Universum von "Das Schwarze Auge" angesetzt ist, möchte ich als langjähriger Pen&Paper-Rollenspieler auch hierzu noch einige Worte verlieren: In Satinavs Ketten wirkte das Spiel noch recht schlecht in die Fantasiewelt Aventurien eingebunden. Die Story war ersetzbar und bot kaum Anknüpfungspunkte an die bekannte Welt; in ihrer Form hätte sie in jedes beliebige Fantasy-Universum gepasst. Memoria macht das besser: Nicht nur werden spannende Teile des aventurischen Hintergrunds (Magiergräber, Borbarad, ...) ins Spiel eingebracht, auch bekannte Örtlichkeiten dürfen besucht werden (Drakonia, Wüste Gor, Raschtulswall, ...) und auch bei Kleinigkeiten gibt es immer wieder Verweise zum DSA-Lore: In Rätseln suchen wir magische Kraftspeicher, untersuchen magische Ströme mit einem Odem Arcanum, finden allerlei Artefakte, lernen einige Wörter der tulamidischen Sprache und erkennen Zauber wie den "Hartes Schmelze" oder den "Blick in die Gedanken" wieder. So gehört sich das für ein DSA-Spiel!

Rätsel:
Die Rätsel sind allesamt gut in den Spielverlauf eingebunden. Sie bremsen das Spiel kaum auf, sind motivierend, nicht zu leicht aber auch fast immer logisch. Zwar ist die Balance nicht gut gelungen (einige der meiner Meinung nach schwersten Rätsel kommen zu Beginn, während der Mittelteil und das Ende zu einfach werden), aber kaum ein Rätsel hält einen für länger als eine halbe Stunde auf. Ebenfalls positiv hervor zu heben sind die kurzen Laufwege, die durch schnelle Sprünge zwischen einzelnen Bildschirmen noch weiter verkürzt werden können.
Für wirklich dicke Brocken gibt es das "Questlog", das auf Wunsch auch Hinweise zu Lösungen anbietet. Diese schwanken jedoch zwischen nutzlos und dem kompletten Aufdecken der Lösung, sollten also mit Vorsicht genossen werden. Wenige Rätsel, wie zum Beispiel das Durchqueren eines Labyrinths im Raschtulswall, sind auf Wunsch auch überspringbar.
Schön eingebunden sind die zahlreichen Zauber, die beide Hauptcharaktere über das Spiel hinweg lernen. Sie bieten interessante Mechaniken, zum Beispiel müssen wir Personen durch Gedankenbilder beeinflussen oder kleine Tiere und Pflanzen in Stein verwandeln. Alle Fähigkeiten sind sinnvoll und werden im Spielverlauf häufig genutzt.
Dialogrätsel kommen dagegen kaum vor: Dialoge treiben zu 99% die Geschichte voran. Wir bekommen zwar oft Auswahlmöglichkeiten, bestimmen damit aber meist nur die Reihenfolge der Themen. Die Alternativen haben so gut wie nie eine Konsequenz auf die Geschichte, die damit sehr linear verläuft und wenig Wiederspielwert bietet.

Technik:
Die Hintergründe sind, wie von Daedalic gewohnt, wunderschön gezeichnen und zeigen Aventurien äußerst stimmig. Auch die Charaktere sind hübsch gezeichnet, die Animationen wirken aber manchmal etwas befremdlich.
Auch die Musikuntermalung weiß zu überzeugen, kommt aber leider zu selten zum Einsatz. Zudem sind einzelne Stücke wenig eingängig - positiv hervor sticht jedoch das sehr kraftvolle Intro- und Credits-Theme, das Gänsehaut-Feeling verursacht.
Die deutschen Sprecher leisten gute bis hervorragende Arbeit und bringen Emotionen meist sehr passend herüber. Leider wirken die Dialoge manchmal ein wenig hölzern, da sich Stimmen nicht überschneiden. Manch ein Lacher der Charaktere oder eine hitzige Diskussion wirken dadurch gekünstelt und entfalten nicht die volle Wirkung.

Fazit:
Trotz einiger spielerischer und geringer technischer Mängel vergebe ich für Memoria volle fünf Sterne. Das liegt zum größten Teil an der fantastischen Geschichte, die bis zum Ende motiviert und im Kopf bleibt, sowie an der tollen Dynamik zwischen Sadja und ihrem Stab. Eine so komplexe Story kommt nach Satinavs Ketten doch unerwartet und macht Lust auf mehr. Das Ende ist eines der besten im Adventure-Genre und kann locker mit dem von Perlen wie "The Whispered World" mithalten.
Leider ist Memoria für seinen Preis zu kurz. Adventure-Veteranen können dem Spiel beim erstmaligen Durchlauf in guten 7-9 Stunden den Garaus machen. Mit weniger Erfahrung und ohne die Nutzung von Hinweisen kann es auch etwas länger dauern. Trotzdem füllt es diese Zeit sehr unterhaltsam und ist damit für Adventure- wie DSA-Fans ein Muss.


Sagas
Sagas
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Episch, 29. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Sagas (Audio CD)
Nachdem ich damals über das erste Album "Turis Fratyr" mehr oder weniger zufällig gestolpert bin, habe ich mir das zweite Album von Equilibrium ebenfalls zugelegt, wenn auch erst einige Zeit nach Erscheinung.

Und was soll man dazu sagen? - Es ist der Hammer!
Nach dem grandiosen Debüt mit ihrem ersten Album, dachte ich bereits, es sei schwer, diese Leistung noch zu toppen. "Sagas" belehrt mich jedoch eines besseren.

Vorab: Trotz Wechsel zu Nuclear Blast ist die Band ihrem Stil treu geblieben. Weiterhin begleiten uns bombastische instrumentale Einlagen udn Untermalungen durch jedes einzelne Stück. Diese klingen im zweiten Album sogar noch deutlich schöner und jagen einem mehrmals einen Schauer über den Rücken. Nahezu weggelassen wurden dabei die Balladen: "Sagas" ist laut, schnell und episch, und das durchgängig.

Ebenfalls lobenswert: Die Lyrics. Diese sind teilweise ausgesprochen tiefgründig, mystisch und abwechslungsreich, genauso wie der Aufbau vieler Songs, die immer wieder überraschen. Wie schon in einigen anderen Rezensionen geschrieben kann ich mich dabei aber einem anschließen: Die volle Faszination packt einen erst beim mehrmaligen Durchhören.

Nach so viel Lob möchte ich aber dennoch einige Dinge ansprechen, die nicht ganz perfekt sind:

Zum einen ist es das Booklet: Die Lyrics sind dort leider nahezu unbrauchbar, da sie teilweise Auszüge oder Ausdrücke der Songs darstellen und somit kein Text komplett abgedruckt ist. Stattdessen ist er Tintenflecken, Bildern und Grüßen der Bandmitglieder überdeckt - das ist zwar schön, aber völlig unpraktisch. Die Lyrics gibt es stattdessen auf der Website von Equilibrium.

Der zweite Punkt, der mich leider ein wenig enttäuscht hat, ist der Instrumentalsong "Mana", der den letzten Song des Albums darstellt. Hier wollte man wohl ein episches Ende für das Album schaffen, stattdessen zieht sich das Stück aber ewig hin, jede einzelne der 16 Minuten scheint sich irgendwie gleich anzuhören. Vielleicht Geschmackssache, ich konnte mich dafür aber überhaupt nicht begeistern.

Das macht Equilibrium dennoch schnell wieder wett: Songs wie "Wurzelbert", "Heimwärts" und "Ruf in den Wind" packen den Hörer und lassen ihn nicht mehr los. Die Melodien brennen sich geradezu ein und man kann sie immer und immer wieder hören.
Absoluter Höhepunkt des Albums bildet für mich das bombastische "Unbesiegt".

Alles in allem sind die Mängel schnell vergessen - "Sagas" ist ein großartiges Album, das sogar seinen schon tollen Vorgänger noch in den Schatten stellt. Was Equilibrium hier abliefert, ist einen Muss für jeden Pagan-Metal-Fan.


BenQ DVD-1650S DVD-ROM-Laufwerk 16xDVD / 50xCD-ROM (Retail)
BenQ DVD-1650S DVD-ROM-Laufwerk 16xDVD / 50xCD-ROM (Retail)

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur Top!, 13. September 2004
Das DVD1650S von BenQ ist einfach nur toll. Es ist sehr schnell und kommt sowohl mit DVDs als auch mit CDs tadellos zurecht.
Die Fehlerkorrektur ist derzeit unübertroffen.
Die Anleitung ist sehr ausführlich und auch alle wichtigen Dinge, wie die Schrauben sind dabei.
Außerdem gibts die Vollversion von WinDVD 4 mit drauf.


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