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Rezensionen verfasst von
Pace "gpalermitano"

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Elixir 14077 Electric Bass Saiten 4 Medium Long Scale Nanoweb Coating
Elixir 14077 Electric Bass Saiten 4 Medium Long Scale Nanoweb Coating
Preis: EUR 40,00

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Halbsaitenlähmung erst nach über einem halben Jahr., 20. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir im Oktober 2013 einen neuen Bass gekauft. Bei 2600 Öre war ich sehr angetan, dass ein Elixir-Satz drauf war.
Nun, wir haben jetzt bald Juli und ich ziehe nun nur deswegen einen neuen Satz auf, weil ich mich darüber wundere, dass die Saiten noch so viele Höhenanteile haben. Ich brauche jetzt mal den Vergleichswert mit einem neuen Satz.
Aber das spricht ja schon eine eigenen Sprache finde ich.
Es ist wirklich so, dass diese Nanoweb-Ummantelung ein anderes Spielgefühl macht. Die Saiten fühlen sich weniger spröde an und gerade bei Glissandi merkt man einen Unterschied. Ich will jetzt aber nicht behaupten, dass gerade das so wichtig für mich ist. Ich bin auch mit anderen Saiten gut klar gekommen. Aber die Halbwertszeit der Saiten ist schon erstaunlich. In der Zeit von 8 Monaten hätte ich vermutlich aus klangästhetischen Gründen 3 Sätze anderer Marken verballert. Man kämme dann vermutlich über den Preis der Elixirsaiten und muss die vielleicht als unliebsam empfundene Aufgabe des Saitenwechsels öfter vornehmen. Also der Preis ist für mein Empfinden okay.
Es gibt selbstredend auch andere Hersteller die Coated-Strings zu geringeren Preisen anbieten. D'Addario und sogar Ghs wenn ich mich nicht irre. Es wäre bestimmt lohnenswert einfach mal mehr auszuprobieren.
Aber die Elixir sind top. Kann ich guten Gewissens empfehlen.


Der Hobbit: Eine unerwartete Reise - Extended Edition (5 Discs)
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise - Extended Edition (5 Discs)
DVD ~ Sir Ian McKellen
Preis: EUR 13,97

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Emotion?, 5. März 2014
Erinnert ihr euch noch an Tränen vor dem Bildschirm. An diesen schweren Kloß im Hals, an das Engegefühl hinter der Brust, diese aufsteigende Energie die man emotionale Rührung nennen könnte und die sich meistens nur durch weinen entläd?
Ich hatte dieses Gefühl bei der Rückkehr des Königs 4 Mal. Ich kann es benennen:

1. Der Ritt der Rohirrim und vor allen Dingen Theodens Tod
2. "Komm Herr Frodo, ich kann ihn nicht für dich tragen,...aber ich kann dich tragen" am Schicksalsberg
3. "Nein meine Freunde,...ihr Verbeugt euch vor niemandem" Aragorns Krönung
4. Die grauen Anfurten

Da saß ich schon im Kino und habe vergeblich versucht mir das Wasser zurückzuhalten. Das ist für mich ein Indiz für einen ausgewogenen Film. Ausgewogen, weil technische Perfektion und emotionale Tiefgründigkeit in einem guten Ebenmaß vorhanden sind.

Nun zu der Hobbit.

Ich finde die Schluss-Szene am Carrock (ja, der Name wird gar nicht im Film erwähnt), ihn der sich Thorin bei Bilbo entschuldigt schon anrührend, aber irgendwie lässt mich die Szene auch etwas kalt, vielleicht weil pathetisch überladen ist. Das ist halt meine Wahrnehmung.
Und generell muss ich feststellen, dass die zusätzlichen und erweiterten Szenen mich nichtmal ansatzweise so packen wie bei DHDR.
Ich finde fast schon, dass man es sich hätte sparen können.

Nackte Zwerge in Bruchtal, die im Brunnen baden finde ich zwar ein bisschen Witzig, aber in einer Parodie zu der Hobbit, hätte das eher gepasst. Die "Eigenkomposition" des Goblin King unterstreicht zwar die Vorlage des Buches aber gibt dem Film auch nicht mehr Tiefe und bleibt somit auch reine Geschmackssache.

Das Gespräch mit Gandalf und Elrond über Thorins Vorfahren und die Gefahr der leichten Verführbarkeit der Zwerge durch Reichtum finde ich hingegen sehr sinnvoll um Thorin als Charakter und seine Sippe nochmal deutlicher zu umranden. Das ist auch ein Stilelement, dass mir an DHDR schon immer sehr gefallen hat.

Dann gibt es einige Szenen, die "okay" sind: Eine Erinnerung von Bilbo an seine Kindheit mit einem tänzelnden Gandalf bei einer Gartenfeier in Hobbingen ist fast schon niedlich und unterstreicht nochmal, das Gandalf genau weiß, warum er 50 Jahre später in Hobbingen seinen Meisterdieb sucht. Er kennt Bilbos Familie und weiß, was man von ihnen erwarten kann.

Der Weiße Rat in Bruchtal ist ähnlich "okay" auch diese Erweiterung gibt dem Film mehr Gewicht.

Dann die Szenen, die ich misslungen finde: Dieser Zwergenaufstand in Bruchtal. Zwerge, die sich mit Essen bewerfen, ihre Gastgeber beleidigen in dem auf Tischen herumgestiefelt wird. Zwerge sind im Buch nicht weniger ehrbar und kultiviert als die Elben, lediglich weniger weise und insgesamt etwas grobschlächtiger. Aber doch keine Tölpel.

Das fällt natürlich nicht unangenehm auf, wenn einem die Bücher unbekannt sind, und somit ist es für manche sicherlich eine passende humoristische Einlage. Ich finde es peinlich.

Die zusätzlichen DVD's über die Entstehung sind nicht halb so informativ und packend wie bei DHDR. Etwas lieblos und knapp.

Ich kann diese Extended Edition leider nicht wirklich weiterempfehlen, wenn man schon die normale DVD daheim hat. Das lohnt kaum.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 1, 2014 1:38 PM MEST


Dream Theater (Deluxe Edition)
Dream Theater (Deluxe Edition)
Preis: EUR 11,49

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Persönliche Abnabelung?, 26. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Dream Theater (Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich hatte bei ADTOE doch positive Aspekte gefunden, die ich heute noch für gültig anerkenne. Ich lese mir meine eigene Rezension durch und denke, dass ich genau das aussagen wollte. Ich sprach damals noch von Awake-Anleihen und warb in wohlwollenden Metaphern für ein Album, dass sooo besonders nicht war. Und ich muss retrospektive erkennen, dass ich natürlich auch eine gewisse Verpflichtung gespürt habe mir ADTOE zu kaufen. Schließlich ist man und bleibt man Dream Theater Fan...,oder vielleicht doch nicht? Das Neue Album hat es nicht in meine CD-Schublade geschafft. Bereits alle lautmalerischen Ankündigungen des Albums waren mir suspekt und ich hatte schon so eine Ahnung. Ein "netter" Typ hatte kurz nach Veröffentlichung das ganze neue Album auf Youtube hochgeladen.

Tja, ich so ganz allein mit Kopfhörer auf meiner Chaiselongue unter musikalischer Hochspannung. Dream Theater rauscht an mir vorbei und hat mich null berührt,...noch nicht mal ein Streifschuss oder ein unangenehmer Kopfschmerz Schmerz durch anhaltendes Stirnrunzeln. Es hat mich einfach nicht gepackt. Und ich möchte am liebsten dieses Album gar nicht mit dem gängigen Punktesystm bewerten, weil ich glaube, eine persönliche Entwicklung durchgemacht zu haben, die mich für DT nicht mehr empfänglich macht. Und ich gebe halt doch mal 3 Punkte. Natürlich ist es schon so, dass man kompositorisch und technisch nichts vorwerfen kann. Alle die Rezensenten hier, von denen die meisten selber Musiker sind, würden sich ein zweites Loch in ihren Verdauungsapparat freuen, wenn sie mit ihrer Band solche Songs komponieren könnten. Ich spreche nicht mal von spielen, nein ich meine komponieren. Hieße John Petrucci Gerhard und würde mir bei einem Familienbesuch mit Kindern seinen neuen Songs zeigen und mir eröffnen er suche noch einen Bassisten,...also ihr wisst schon, gell?

Also, da gibt es nicht zu meckern. Die Lyrics sind seit 6°OIT bei Dream Theater Füllmasse geworden. Tja,...wenn man kein Weißbrot hat nimmt man halt Paniermehl für die Kloppse, die werden dann zwar hartleibig und zäh, aber egal. Und so ist dieses Album halt auch wieder,... es ist ein schwerfälliger kantiger Klopps, der zu lange in einer Soße aus wohlbekannten Klischees und den üblichen Rezitationen geschwommen hat.
Wenn man das mag, kann man diesem Album gerne 4 oder 5 Punkte geben, weil es nicht bedeutend schlechter ist als das letzte.

Aber wenn man damals noch gerührt war von der erschütternden Story auf Metropolis Pt.2 und ergriffen von einem gut ausbalanciertem Gitarren-Solo alla Voices, paralysiert von einem bitteren Tod eines geliebten Menschen wie bei Disappear, dann muss ich mich jetzt fragen, welcher Indikator kann noch für eine gutes Album sprechen, wenn ich keine Träne vergieße, keine Gänsehaut bekomme, keine Identifikation spüre?

Das ist bei DT Anno 2013 leider nicht mehr drin. Ich ich will nicht sagen "schade" oder mit künstlicher Aufregung irgendwelche Floskeln raushauen. Nein, denn vielleicht liegt es zu sehr an meiner eigenen Abnabelung von dieser Band.

Ich habe jetzt noch inhaltlich gar nichts zur neuen Platte gesagt, deswegen ist diese Rezension genau genommen ziemlich schlecht...aber irgendwie auch wieder nicht.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2014 7:32 AM CET


For All We Know
For All We Know

4.0 von 5 Sternen Ein Irrtum mit gutem Ausgang, 17. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: For All We Know (Audio CD)
Ich geb's ja zu..., ich habe die Platte gekauft (immerhin wirklich legal erworben *g*), weil ich ein großer Pain of Salvation Fan bin. Ich las in einer Kurzbeschreibung die Namen, der beiden Gildenlöw-Brüder und hatte somit grundlegend etwas Mißverstanden. Als Klangbeispiel hörte ich auch ausgerechnet "Keep breathing" welcher von Daniel gesungen wird und das Mißverständnis wuchs zu einem peinlichen Irrtum heran, genährt von der Hoffnung, eine versteckte Pain of Salvation Platte vorgesetzt zu bekommen. Wie dämlich kann man sein. Aber Dummheit wird nicht immer bestraft.

"Verdammt" denke ich beim Auspacken der CD und dann im Auto (als junger Familienvater, hört man Musik meistens auf den Weg zur Arbeit und im Übrigen ist dies der einzig Positive Effekt wenn man durch die ganze Stadt tingeln muss)besitze ich plötzlich noch weniger Empathie für das Album als ohnehin schon. Von Neutralität kann man hier nicht sprechen.

ABER NUN WIRKLICH MAL ZUM ALBUM.

Leute, 1 Monat läuft das Teil mit Unterbrechungen auf der Autoanlage und letztens ist mir dann doch noch die musikalische Sicherung durchgeknallt. Keine Angst, Allest gut. Der Knoten ist nur endlich geplatzt.
Wir sind uns einig, dass diese Art der Musik einen neuen Frühling braucht um wirklich jemanden umzuhauen. Und in der Tat ist die Platte auch nicht komplett ohne beispielhafte Rezitationen aus den 90ern und teilweise auch 80ern ausgekommen. Aber dennoch durchweg modern kommt sie daher. Die Sounds klingen ausgewogen, nicht so sehr nach Konserven-Sound (und vermutlich sind es dennoch Sounds aus der Büchse) und ich habe das angenehme Gefühl, dass sich hier jemand wirklich sehr viel Mühe gegeben hat. Ich komme allmählich dann doch noch auf meine Kosten, da Ähnlichkeiten zu Pain of Salvation immer mehr in den Vordergrund treten ohne den Eindruck zu vermitteln, dass sie Pate für das Album standen.
Mich macht es sehr froh, dass auf Prog-Schnulzen verzichtet worden ist und eher auf emotionale Tiefgründigkeit gesetzt worden ist, die nie kitschig klingt. Positiv zu erwähnen ist, dass die Songs ein schönes Ebenmaß haben, also teilweise auch Popstrukturen erkennen lassen und dennoch auch extravagante Ausflüge erlauben und träumerische Zustände bei mir auslösen, welche unter die Haut gehen und mich auch bei Zeiten zu Freudentränen rühren (soviel Ehrlichkeit darf auch mal sein*g*)
Die Metal-Elemente sind vorhanden aber weichen einer eher Rock orientierten Ausrichtung. Die vielen ruhigen und teilweise auch melancholischen Passagen etablieren sich auch mühelos und klingen nicht erzwungen. Das Album hat auch Lückenfüller. Das Album wäre auch mit 2 Songs weniger ausgekommen und dennoch spannend geblieben.
Ich hatte mir von Kristoffer Gildenlöw etwas mehr "bassistische Extravertiertheit" erhofft. Aber auf der anderen Seite gewinnen die Songs dadurch mehr Musikalität.
Die Platte ist für mich kein Prog-Meilenstein, aber eine schöner Ausgleich zwischendurch

Ich komme zum Schluss, dass dieses Album sich gelohnt hat und ich mir daher die oben Erwähnte Dummheit durchaus verzeien kann. Mehr solcher Patzer kann man sich fast gar nicht erhoffen.
Liebe Grüße und viel Spaß beim hören.


Road Salt Two (Limited Edition)
Road Salt Two (Limited Edition)
Preis: EUR 22,44

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wo ist POS bei POS?, 4. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Road Salt Two (Limited Edition) (Audio CD)
Ich musste im Laufe der Jahre feststellen, dass von allen Bands, die mir emotional am wichtigsten sind und die mich durch verschiedenste Lebensphasen begleitet haben die meisten an einem bestimmten Punkt in ihrer Karriere eine einschlägige Veränderung durchmachen. Dream Theater wurden mit Train Of Thought härter und behielten vieles davon auf nachfolgenden Alben bei. Sieges Even veröffentlichen zwei Alben, die ihre Hörerschaft immens erweitert, da sie sich 2 Schritte vom "Frickel-Prog" entfernt haben und 2 Schritte mehr in Richtung "Musikalität" gegangen sind. Ähnlich verhält es sich mit Enchant und Porcupine Tree.

POS hat mich bereits mit RS Pt.1 schwer getroffen. Ich war mehr als nur enttäuscht.
Bevor der Eindruck entsteht, dass ich einer der Fans bin, die glauben am besten zu wissen, wie eine Band sich entwickeln sollte, möchte ich anhand der Platte "BE" das Gegenteil behaupten. Nach Remedy Lane erwartete ich eine logische Weiterentwicklung der Band. Und was machen sie? Sie veröffentlichen ein Album, das alles andere als erwartungsgemäß ist. Ja sie übergehen einfach die Erwartungen ihrer Fans scheint es fast. Und dennoch: "BE" war für mich so etwas wie Pink Floyds "The Wall". Ein Musikalischer Umbruch! Und ich habe die Scheibe geliebt. Dabei hat sie überhaupt keine Ähnlichkeiten mit allem was POS jemals davor gemacht haben.

Und nun haben wir hier RS Pt.2 vorliegen. Ich verreiße keine Platte einfach so, gänzlich unreflektiert und polemisch in der Luft. Es ist musikalisch gesehen eine interessante Platte und ich kann Gildenlöw verstehen, wenn er sich einem ursprünglichen" (ich will nicht sagen archaischen) Sound zuwendet. Dennoch klingt die Platte modern und zeitgemäß. Außerdem ist sie ausgewogen und emotional auch anrührend (zumindest an einigen Stellen).
Auch die progressiven Elemente sind nicht komplett verschwunden. Aber sie sind auch nicht mehr wirklich im Vordergrund. Nicht falsch verstehen. POS waren nie Griffbrett-Egomanen oder die Sorte Progressiv Band, die einem Trend folgt. Sie verstanden es immer technisch, emotional tiefgründig und musikalisch zu bleiben.
Bei RS Pt.2 habe ich einfach kein heimeliges" Gefühl mehr. Die Songs plätschern in MEINEM Ohr ein bisschen dahin und mögen mich nicht mehr fesseln. Zu oft verspüre ich den Drang die Skip-Taste betätigen zu müssen.

Wem die neue Ausrichtung gefällt, der mag hier zufrieden sein. Ich bin total erschöpft, weil ich ein Stück POS in POS suche, das nicht mehr zurück kommt. Und das enttäuscht mich einfach nur.

Viel Spaß beim reinhorchen
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 21, 2014 6:08 PM MEST


A Dramatic Turn of Events (Deluxe Edition)
A Dramatic Turn of Events (Deluxe Edition)
Preis: EUR 17,99

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Härte nicht mehr erzwungen., 6. Oktober 2011
Platte aus, Anlage aus, PC an! Ich vertrete wie so viele die Meinung, dass man sich ein Album zu Gemüte führen und es nicht einfach konsumieren muss. Manche Platten zünden bekanntlich erst nach mehreren Durchläufen.
Aber bislang habe ich meine Meinung zu einem Album nur selten drastisch geändert.

Deswegen möchte ich gleich zu Beginn eine Sache loswerden: Gut das Mike Portnoy gegangen ist. Nicht weil ich DT dadurch einen zweiten Frühling attestieren möchte. Nein. Der beliebte Ex-Drummer von DT hat ein Schiff verlassen, das vielleicht nicht gerade kurz vor dem Sinken stand, aber schon ordentlich auf Grund gelaufen ist. Damit meine ich, dass man von DT keinen Tiefgang und juvenile Frische mehr erwarten kann und auch schon lange nicht mehr konnte. Zumindest dann nicht, wenn Platten wie Metropolis, Awake und Images and Words die Referenz sind. Die neue Platte hat 'wie viele Rezensenten schon treffend angemerkt haben- sehr viele Momente die durchaus auch auf Awake hätten glänzen können. Das stimmt. Und ich bin dankbar, keine schlimme Schnulzballade wie 'Wither' überspringen zu müssen.
Ich begrüße sehr die teilweise neuen Klangfarben und Soundgewänder. Überhaupt habe ich das Gefühl das Jordan Rudess auch mal tiefer in die Keyboard-Kiste greift und Gott sei Dank sind die neuen Lieder weniger pathetisch dadurch geworden.
Was mich am meisten freut: Diese Alkoholiker Suite von M.Portnoy ist endlich vorüber. Keine ständigen Reprisen und Rezitationen aus vorherigen Alben (entgegen aller Meinungen finde ich persönlich 'the shattered fortress' vom Vorgänger wirklich schlimm). Dream Theater trauen sich auch mal wieder etwas sphärischer zu werden ohne dabei wie ihr eigener Abklatsch zu klingen. Eine gute Entscheidung ist auch die - auf vergangenen Alben erzwungen scheinende - Härte auszudünnen.

Ich will zum Ende kommen. Das neue Album kann man sich kaufen. Wirklich. Dream Theater erfinden sich nicht neu und es ist alles vertraut, aber seltsamerweise habe ich den Eindruck, dass Portnoys Abgang (und damit begründe ich nun endlich meine Aussage vom Anfang der Rezension) eine Nische hat frei werden lassen für Ideen und Entwürfe, die vielleicht schon lange drauf warteten ausgearbeitet zu werden.
Warum nur 3 Punkte?
Weil ich einer Band die schon seit Jahren im Geschäft ist, keine 5 Punkte gebe, nur weil sie auf hohem Niveau spielt. Dream Theater Fans werden hier jedenfalls nicht enttäuscht, aber auch nicht sonderlich überrascht. Man könnte es so beschreiben: Wer die Platte hört hat das Gefühl, einem alten Freund zuzuhorchen der einem eine Geschichte erzählt, die ähnlich und vorhersehbar klingt wie viele zuvor. Würdest du einem alten Freund zuhören? Ich schon.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 23, 2013 9:33 AM MEST


Six Degrees of Inner Turbulence
Six Degrees of Inner Turbulence
Preis: EUR 5,49

4.0 von 5 Sternen Don't be frightend of the shadow light creates, 9. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Six Degrees of Inner Turbulence (Audio CD)
Was hatten die Leute denn nach Scenes from a memory erwartet? Metropolis III? Scenes of a scene from a memory?
Ich finde sie haben das gemacht was sie immer gemacht haben: Sie bringen einen Meilenstein und das erste Album danach distanziert sich dann gebührend davon. So gewinnt man einen professionellen Abstand zu seinem Meisterwerk und verhindert sich zu wiederholen. Scenes from a memory ist schon ein wirklicher Meilenstein und verdient diesen Titel auch. Aber man muss auch sagen, dass das Album sehr davon profitiert, dass sein Vorgänger "Falling into infinity" ein Progpop Album war und lang nicht diesen Tiefgang hatte.
Ich glaube, wenn man von Scenes versucht Distanz zu halten (was bei solchen Alben immer schwer ist), dann hat man auch einen besseren Zugang zu 6°o-i-t. Ich finde das Album vor allem sehr ausgewogen.
The glass prison fängt wie ein Gewitter an (thematisch ja auch) und der folgende Titel "Blind Faith" beginnt sphärisch und verträumt. "Misunderstood" hat was sehr verstörtes und auch auwühlend disonantes. "The great debate" ist für mich persönlich vom Aufbau, den hooklines und den Melodien der tollste Song. "Disappear" sollte man erst gar nicht mit "The spirit carries on" vergleichen. Dieser Song klingt melancholisch ungewohnt düster, keine Mitsing Atmosphäre. Auch hier leicht verstört. Das Thema der augenscheinlichen Sterbebegleitung kann gar nicht treffender vertont werden.
Der Titelsong ist einfach musikalisch so abwechslungsreich, dass man DT gar keine Vorwürfe machen könnte, dass sie sich von ihren Wurzeln distanzieren. Orchestrale Arrangements, harte Riffs, cheesige fast auch schon schnulzige Balladen, veträumte Akustik-Teile. Und das schöne: Spieltechnik an der absolut richtigen Stelle. Keine Note deplaziert,...okay wenige Noten! Der Gesang leidet stellenweise wirklich. Ich vermag nicht zu sagen weshalb. Aber ich finde James auf dieser Platte trotzdem gut. Das ist zumindest die Art von Gesang die ihm am leichtesten fällt. Ich muss auf späteren Werken bemerken, dass er ja hier und dort gezwungene Metal-Shouts zum besten gibt, die teilweise fast schon etwas ungestüm klingen.

Was mir auch an der Atmosphäre gefällt: Das Album thematisiert oft schwierige Lebensphasen und Ereignisse, aber hat im großen und ganzen sehr viele durchweg positive Momente. Vielleicht ist es dies, was vielen misfällt DT klingen manchmal einfach sehr cheesy und haben manchmal sogar leicht naive Momente (kommt bei den Herren ja sogut wie nie vor)

Ich persönlich gebe dem Album 4 Punkte. Ich finde es ist das beste nach "Scenes from a memory". Train of Thought hin, Octavarium her.
Ein wirklich schönes Album.
Horch rein


At the Edge of Time (Limited Digi Pak + enhanced CD + Download Coupon)
At the Edge of Time (Limited Digi Pak + enhanced CD + Download Coupon)
Preis: EUR 16,49

4.0 von 5 Sternen Ganz viel wirklich,..., 27. Januar 2011
Die eigentliche Rezension fängt ab dem Sternchen (*) an. Wer lust hat, liest ab hier:

Okay, ich habe ohnehin nicht vor mich mit Einzeilheiten zur Platte aufzuhalten aber zunächst muss ich, bevor ich mehr zu dieser Platte sage, gleich zu Beginn klar machen, dass Blind Guardien ihr Genre damals ein bisschen mitgegründet haben. Wir kennen alle Helloween, Gamma Ray, wir kennen Iron Savior Running Wild und Konsorten. Aber Blind Guardian, obgleich erst viel später angemessen erfolgreich, klangen immer anders als diese Bands, auch wenn sie nicht leugnen können zumindest von Helloween sehr stark beeinflusst worden zu sein. Und die Gastspiele von Kai Hansen auf diversen Platten machen diesen Verdacht plausibel.
Aber dennoch. BG klangen immer anders. Und das war auch der Grund warum ich heute keine einzige Helloween oder Gamma Ray Platte mehr höre, aber immer wieder eine Guardian Scheibe etwas Nostalgie-Feeling bei mir aufkommen lässt.

So und nun haben wir hier den Neuling vorliegen. Sie haben sich vom Barden-Image etwas getrennt und sind wieder etwas härter geworden. Es gab ja Zeiten in denen man sich die Frage stellen musste, ob wegen Blind-Guardian das erste 500-Spuren-Mischpult erfinden werden muss. "One night at the opera" war schon wirklich ein "hartes" Bröckchen. Zu überladen zu viel von allem. Das Rock'n Roll Element,...zu weit im Hintergrund zu Gunsten von leider teilweise auch nervenden zweitklassigen Konserven-Sounds. Aber BG haben trotzdem immer versucht den besten Kompromiss zu machen.
Danach "A twist in the Myth". Gott sei dank wieder wirklich griffig und reifer. Der Weggang von Thomen Stauch hat zwar die Fangemeinde erschüttert, aber sein Nachfolger ist einfach wirklch ein Multiinstrumentalist. Dies hilft, auf Keyboards weitgehend zu verzichten. Blind Guardian klingen seit ²Imaginations from the other side² erstmals wieder nach Heavy Metal.

* (Sternchen) Und jetzt das neue Album

Ja, es ist ein wirklich gutes und schmuckes Album geworden. Ich bin schon lange kein großer Guardian Verkoster mehr, aber ich habe noch grandiose Erinnerungen an eine Band, die immer versuchte gute Platten zu machen. Das neue Album ist da keine Ausnahme. Blind Guardian haben eine wirlich sehr ausgewogene Mischung kreiert. Sie haben unzählige Alben aufnehmen müssen um Band und Computer oder Keyboards wirklich in Einklang bringen zu können. Ich vermute das Album würde auch ohne Keys ganz annehmbar klingen und auch vielleicht dadurch mehr rocken. Aber für das orchestrale Element haben BG hier wirklich gute Arbeit geleistet.
Verstehen wir uns nicht falsch. Dieses Album erfindet den Power-Metal nicht neu und ich glaube ich habe mich an BG schon ein bisschen satt gehört,...seit Jahren schon. Aber dieses Album würde ich mir vermutlich gerne schenken lassen... Obwohl ich wirklich dem Power-Metal abgeschworen habe.
Ich muss auch sagen, dass Blind Guardian es wirklich schwer haben, ihre eigenen Hits der 90er zu toppen. Aber das ist auch wirklich unmöglich. Neue Klassiker haben sie nicht kreiert, aber sich wirklich hervorragend weiter entwickelt. Schön anzusehen und anzuhören.

Danke


Beautiful & Monstrous
Beautiful & Monstrous
Preis: EUR 14,98

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teilweise zu "Sub" und obendrein ein schwaches "Signal", 7. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Beautiful & Monstrous (Audio CD)
Ja, es ist leider so. Niemand vermag eine Rezension über diese Platte zu schreiben ohne die Referenzwerke "Paramount" und " The art of navigating by the stars" (für Nichtkundige: die letzten Beiden Scheiben von Sieges Even)gegenüberzustellen.

Dies ist objektiv gesehen natürlich nicht korrekt, aber Markus Steffen und Arno Menses sind eben, diejenigen, die Sieges Even damals für ein breites Publikum zugänglich gemacht haben, ohne jetzt die herausragenden Qualitäten der Holzwarth-Brüder untergraben zu wollen (bin selber großer O.Holzwarth-Fan). Und somit erwartet man natürlich ein Album, welches den beiden letzten SE-PLatten ähnelt.
Und ja, das tut es auch. Es gibt einige Passagen auf "Beautiful & Monstrous", die ich mir gut bei SE hätten vorstellen können.
Allerdings muss man sagen, dass B&M auch etwas "80er-infiltriert" daher kommt. Ich denke, das könnte vielen, die dieser Art von Musik mögen auch Freudentränen in die Augen treiben. Ich muss leider über weite Strecken feststellen, das zahlreiche Stellen des Albums mir persönlich etwas zu "ausgelutscht" erscheinen. Ich fand bei Sieges Even, sehr schön, dass man auf den Gebrauch von Keyboards verzichtet hat und dafür mehr Gitarren eingefügt hat, was Live zwar für eklatante Klanglöcher sorgte, aber dem gemeinen Progfan der wohlwollend vor der heimischen Stereoanlage sitzt, Endorphinschübe bereitet.

Subsignal haben -und das kann ich mir leider nicht schönhören- einen ausgedehnten Keyboardteppich ausgelegt, der hier und da auch ganz annehmbar ist, aber aufgrund der bekannten 80er-Jahre-Sounds auch etwas nerven KANN.
Was mir persönlich ganz gut gefällt, ist das Hr. Steffen auch als Sologitarrist mehr in den Vordergrund rückt. Dies habe ich bei den "Paramount" und dem Vorgänger ein bisschen vermisst. Aber irgendwie kommen die Soli auch ein bisschen unspektakulär (obwohl sehr fein und sauber gespielt) bei mir an.
Was mir ebenso an der Platte recht gut gefällt ist das Spiel mit klanglichen Kontrasten, was auch bei Sieges Even sehr stark herausstach.

Arnos Stimme finde ich nach wie vor sehr charismatisch und charmant auch wenn man ihr nicht attestieren kann super markant zu sein. Er hat halt eine gewisse Tonlage in der seine Stimme sehr gut Funken springen lassen kann.

Also was soll ich sagen.

Es ist ein mäßig gutes Album finde ich persönlich. Meine arrogante und selbstbezogene Hoffnung war, den Nachfolger für "Paramount" und "Taonbts" beschert zu bekommen.
Aber...
1.kann man dies von einer neu formierten Band nicht erwarten
2.wäre das auch musikalisch unfair
3.sollten wir die toten Sieges Even mal ruhen lassen

Ach ja,...ich hatte gelesen, dass diese Platte überall so tolle Kritiken bei namenhafte Magazinen bekommen hat,...
Also wenn ich mir eines abgewöhnt habe, dann ist es, solche Kritiken für bare Münze zu nehmen. Ganz gleich wie gut oder schlecht eine Platte wirklich ist.

Ich wünsche trotzdem viel Spaß beim reinhorchen und freue mich über anregende Kommentare zu meiner Rezension.

Ciao
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2012 10:48 PM CET


Road Salt One-Ltd.
Road Salt One-Ltd.
Preis: EUR 27,15

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The unperfect element part 2, 27. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One-Ltd. (Audio CD)
Ich kann mir jetzt schon vorstellen, dass diese Rezension manchen Puristen aufstoßen wird und ich habe mittlerweile die Erfahrung machen müssen, dass schlechte Rezensionen von großen Bands, egal wie realistisch und objektive sie sein mögen, auch immer schlecht aufgenommen werden. Der Überbringer schlechter Nachrichten hat oftmals mit dem Ärger derer zu kämpfen, die gewisse Tatsachen nicht wahrhaben wollen. Aber mit diesem Bewusstsein im Hinterkopf habe ich ja nichts mehr zu verlieren.

Die neue Pain Of Salvation enttäuscht mich leider sehr. Nicht weil die Musik schlecht ist. Ich will mich auch nicht hinstellen und bestimmen oder urteilen wollen, wie eine Band zu klingen hat und wie sie sich zu entwickeln hat. Aber wenn ich ganz ehrlich sein soll, muss ich einfach gestehen, dass ich mir die neue Platte echt nicht anhören kann ohne mich zu langweilen. Wo sind die dramatischen, tiefgründigen, atmosphärischen Songs geblieben; die unter die Haut gehen und deren Melodien sich in die Hirnrinde einbrennen, einen mitreißen vermögen. Sie sind auf Road Salt einfach nicht zu finden. Es gibt an Road Salt wenig zu meckern, wenn man den Trend von Scarsick und der EP Linoleum gutheißen mag. Ich persönlich war bereits bei Scarsick überrascht. Ich kann nicht sagen ob positiv oder negativ. Aber zumindest konnte ich sagen, dass die Band trotzdem originell klang.

Road Salt hingegen hat gar nichts mehr mit der mittleren Schaffensperiode von POS zu tun und schon gar nichts mit dem Erstling Entropia und dem etwas gewöhnungsbedürftigen aber interessantem "One our by the concrete lake".

Mir fehlt bei Road Salt die typische Finesse, die schönen Nuancen, die Detailverliebtheit. "Remedy Lane" war eine Platte die schon eine eigene Atmosphäre hatte, aber dennoch sehr abwechslungsreich klang. Von "Be" wollen wir mal gar nicht reden. "Road Salt" klingt über weite strecken, meiner Meinung nach, ziemlich flach und Gildenlöw scheint seine kraftvolle, perkussive und dramatische Stimme eingetauscht zu haben, gegen einen meist melancholischen und teils auch faden Gesang. Die Instrumentalisten haben ihre Eigenständigkeit verloren und sind mittlerweile schmückendes Beiwerk für Gildenlöws Stimme. Ich vermute, ich käme besser mit dieser Platte zurecht, wenn sie " Daniel Gildenlöw-Road Salt" hieße. Irgendwie kommt das Gefühl auf, die anderen hätten kaum mehr was zu sagen. Und man hat den Verdacht, dass der Abgang von Johan Langell und Kristoffer Gildenlöw auch einen gewissen Drive genommen haben. Was nicht bedeutet, dass Leo Margit ein schlechter Drummer wäre. Im Gegenteil.

Aber was soll ich sagen. Ich finde es Mühseelig, hier jetzt jeden einzelnen Song auseinanderzunehmen. Ihr entscheidet selbst.

Aber dennoch abschließend:

Dieser musikalische Trend bei POS misfällt mir zu tiefst und ich will es niemanden vermiesen, aber die Jungs haben ihren Glanz verloren. Und das obwohl sie so tolle geistreiche Musiker sind...

Sehr sehr schade.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2014 1:57 PM CET


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