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Rezensionen verfasst von
Nico Schmitz

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Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis [Blu-ray]
Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis [Blu-ray]
DVD ~ Jake Gyllenhaal
Preis: EUR 16,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Total geflasht!, 4. Dezember 2014
Das Jahr 2014 neigt sich so langsam dem Ende zu und man muss ehrlich zugeben:
Was für ein hammermäßiges Kino-Jahr! Natürlich war es daher unabdinglich sich auch nach über 20 Kinobesuchen dieses Jahr "Nightcrawler" entgehen zu lassen, welcher in Deutschland einen eher bescheidenen Erfolg feiern durfte, was ich persönlich nur schwer nachvollziehen kann.

"Nightcrawler" ist nach langem endlich mal wieder ein Film, bei dem Wert auf eine anständige, realitätsnahe Story mit Aussage, tiefgründige Charaktere, einen umwerfenden Cast, tolle Musik und eine düstere, zeitweise beklemmende Atmosphäre gesetzt wird.
Worauf es Regisseur und Drehbuchautor Dan Gilroy nämlich abgesehen hat, ist eine sehr realistische, auf den ersten Blick surreal erscheinende Geschichte, die darüber hinaus noch sehr vielschichtige Charaktere bietet, über die man alle jeweils ein ganzes Buch verfassen könnte.

So versucht Gilroy so echt und glaubwürdig wie möglich das Leben eines Nightcrawlers darzustellen, der sich durch ganz und gar schmutzige und widerwertige Taten bis ganz nach oben durchbeißt und visualisiert damit, wie unsere heutiges System aussieht:
"Egal wie viel Blut fließen muss, egal wie viele Opfer gebracht werden müssen, alleine dass man selbst überlebt zählt."
Diese eher verstörende Message brennt sich tief ins Herz des Zuschauers und hat mich persönlich auch noch tagelang beschäftigt. Meinen vollsten Respekt für diese Tat.

Eine weitere große Stärke des Films, die vermutlich Größte, ist Jake Gyllenhaal. Es bedarf nicht vieler Worte, allerdings lassen sich folgende Dinge festhalten:
Gyllenhaal ist auf der Leinwand nicht mehr einfach nur ein Schauspieler. Er verschmilzt mit seinem Charakter und vermutlich wird es schwierig, bei einem anderen Film mit ihm, nicht sofort an "Nightcrawler" zu denken.
Er kam mir zeitweise wie eine noch authentischere Version von Norman Bates vor, und das ist das größte Lob meinerseits, als absoluter Hitchcock-Fan, das ich jemals ausgesprochen habe - die beste schauspielerische Leistung die ich jemals gesehen habe.

Fazit:
"Nightcrawler" ist weniger ein Film, noch weniger ein Erlebnis - viel mehr eine Botschaft:
Was Gilroy hier geschaffen hat ist einfach atemberaubend, dazu noch mit Gyllenhaals Schauspielerei einfach unglaublich. Sobald der Abspann beginnt ist man einfach nur noch geflasht und kann kaum glauben was man da gesehen hat, jedoch nicht weil sich Dan Gilroy hier irgendwas zusammenspinnt, sondern wegen einer Aussage, die schon lange überfällig ist und mal aufgeführt werden musste.
Es fällt mir immernoch schwer dieses Werk in Worte zu fassen, schaut euch "Nighcrawler" aufjedenfall mal an, es wird sich lohnen.

5 von 5 Oscars, an Gilroy und Gyllenhaal, die diese hoffentlich absahnen werden.


Resident Evil: Retribution
Resident Evil: Retribution
DVD ~ Milla Jovovich
Preis: EUR 7,99

1.0 von 5 Sternen Eine Schande für jedes Resident Evil Spiel..., 2. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Resident Evil: Retribution (DVD)
Als Paul W. Anderson, unter anderem verantwortlich für diverse Videospiel-Verfilmungen, sich nun nach dem vierten Teil der Reihe wieder auf den Resident Evil-Regiestuhl schmiss, hat er damit vermutlich vielen Fans der Videospielreihe endgültig die Suppe versalzen:

Die Regie Andersons verläuft an sich recht solide und er erfindet "effekt-technisch" zwar nicht das Rad neu, schafft es aber durch tolle Settings und gut ausgeleuchtete Schauplätze eine an sich brauchbare Grundstimmung zu erzeugen. Das ist man bereits von den vorigen Teilen gewohnt und Anderson stellt hier nur nochmal unter Beweis, das er sowas einfach drauf hat.

Leider, leider kann aber auch die an sich gelungene Regie den Film nicht retten, da sowohl Schauspieler, als auch ganz besonders das Drehbuch, den kompletten Streifen versauen und er so mehr einschläfert als zu unterhalten:

Die Schauspieler (ja auch Milla Jovovich) gefielen mir schon in den anderen Teilen nicht besonders, was aber nie besonders schlimm war, da vor allem die Action im Vordergrund stand und alles mehr in einem großen Knall geendet hat, als das jemand sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellen musste.
Dieser Teil allerdings legt den Fokus zu stark auf Jovovich, was "Resident Evil: Retribution" mehr schadet als wirklich zu funktionieren. Ihre Mimik ist auch nicht besser als die einer Megan Fox, da sie zwischen erschrockenem oder entschlossenem Blick, kein besonderes Talent unter Beweis stellen kann und somit dem ohnehin schon seelenlosen fünften Teil, noch das letzte bisschen Glaubwürdigkeit raubt.

Was aber der nervigste aller Negativ-Faktoren ist, betrifft vor allem das unfassbar einfältige Drehbuch:

Man merkt bereits nach nicht einmal 20 Minuten, dass Anderson langsam aber sich die Ideen ausgehen, wodurch sich die Story teilweise wie ein Kaugummi in unermessliche Längen zieht, obwohl man die Geschichte in höchstens 10 Sekunden zusammenfassen kann. Er macht hier viel Wirbel um Nichts und schlachtet "Retribution" so lange aus, bis weniger ein toller Film, sondern mehr ein großes Durcheinander entsteht.

Fazit:
"Resident Evil" hat schon bessere Tage gesehen, das muss man, falls man diesen und andere Teile schon gesehen hat, einfach so sagen.
Das Ärgerliche hierbei ist einfach, dass er nicht nur Fans damit sehr enttäuscht, sondern auch die Videospiel-Reihe damit in ein schlechtes Licht rückt, was diese Reihe einfach nicht verdient hat.
Ich hoffe einfach nur, dass der 2016 erscheinende "Resident Evil: The Final Chapter", in Sachen "Fokus auf einige Charaktere", besonders aber in Sachen "Drehbuch" eine deutliche Steigerung zeigt.
Empfehlen kann ich diesen Film also niemandem, da Fans der Filme die vielen Schwächen sehen werden, Fans der Videospiele äußerst enttäuscht sein werden und denjenigen, denen die Vorgänger sowieso nicht gefallen haben, werden "Resident Evil" hiernach endgültig verdammen.

1 von 5 Überlebende, die einen hoffungslosen Kampf gegen ein miserables Drehbuch und fehlendes schauspielerisches Talent führen.


Dead Snow - Red vs. Dead [Blu-ray]
Dead Snow - Red vs. Dead [Blu-ray]
DVD ~ Jocelyn DeBoer
Preis: EUR 19,86

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann die Euphorie nicht so ganz nachvollziehen..., 29. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Dead Snow - Red vs. Dead [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin absoluter Fan des ersten Teils und konnte es daher kaum erwarten wie der zweite Teil wird. Leider Gottes kann ich die Euphorie, die sich hier in den Rezensionen widerspiegelt, nicht so ganz nachvollziehen, muss aber dennoch in einigen Punkten hier zustimmen:

Positives:
"Red vs. Dead" hält viele, kleine Lacher für den Zuschauer bereit, besonders die ersten 20 Minuten lag ich bestimmt 3 mal mit Dauerlachkrämpfen auf dem Boden. Humor hat der Film also genug, das muss man ihm lassen.
Genau so verhält es sich auch mit den Splatter-Effekten und den vielen verschieden "Sterbens-Arten":
Hier haben sich die Macher echt wieder was einfallen lassen und dem ersten Teil gleich noch eins draufgesetzt, womit Splatter-Fans hier aufjedenfall auf ihre Kosten kommen werden.
Die Idee für die Story, besonders in Hinblick auf den "neuen Zombie-Arm", fand ich auch äußerst originell und unglaublich komisch.

Leider aber gab es auch negative Dinge, die mich dann doch arg gestört haben...

Negatives:
Die an sich gute und humorvolle Idee für die Story, ist eben nur das einzige was toll an der Story ist, da die Umsetzung und der weitere Verlauf in meinen Augen bei weitem nicht so gut sind wie der erste Teil es vormachte:
Wo Teil 1 noch mit einer recht unterhaltsamen Story punkten konnte, ist diese Geschichte hier so banal, eintönig und einfach nur beknackt, dass "Red vs. Dead" für den ein oder anderen Gähn-Moment sorgt, zumindest gegen Mitte und Ende des Films.
Auch hatte man im Vorgänger noch eine gewisse Sympathie für die Hauptcharaktere entwickeln können, davon fehlt nun beinahe jede Spur:
Den schwulen Museumswärter fand ich noch recht amüsant, als dann aber irgendwelche Wissenschaftler daherkamen, genannt "Zombie Squad", denen selbst für einen solchen Film jegliches schauspielerisches Talent fehlte, wurde mir das ehrlich gesagt etwas zu blöd was schon bei so minimalen Anforderungen echt was heißen muss.
Nicht ganz so schlimm, aber auch die Settings kamen für meinen Geschmack etwas eintönig rüber und waren noch lange nicht so stimmungsvoll, wie die blutgetränkte Schneelandschaft des Vorgängers.

Fazit:
"Red vs. Dead" steht meiner Ansicht nach dem Vorgänger in so einigen Dingen nach, kann ihn aber auch in so mancher Hinsicht toppen:
So wirkt die Story größtenteils nur so dahingeschmiert und vielen Darstellern fehlt es offensichtlich an Talent, dagegen sind die Splatter-Effekte und Tötungen noch spaßiger mit anzusehen als im ersten Teil.
Mir ist durchaus bewusst, dass vielen Leuten meine Rezension sehr negativ aufstoßen wird, allerdings bleibt es mir persönlich schleierhaft, wieso man, in Hinblick auf den Vorgänger, den Nachfolger so in den Himmel wiegen kann - aber wie heißt es so schön:
"Geschmäcker sind verschieden!"

Deshalb:
2,5 von 5 zerfetzte Leichen, die man nicht unbedingt von den Toten auferstehen lassen muss.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 15, 2014 6:11 PM CET


Excision
Excision
DVD ~ AnnaLynne McCord
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 15,84

4.0 von 5 Sternen Der Feind im eigenen Haus..., 29. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Excision (DVD)
Ich bin vor ein paar Stunden ganz zufällig auf "Excision" gestoßen - als ich dann mehr über die Story erfuhr, war es für mich als eingefleischter Horror-Fan unumgänglich diesen Film zu schauen.
So viel vorab kann man schon mal sagen:
"Excision" wird nicht jedem gefallen.

Richard Bates zerrt den Zuschauer in eine komplett neue, aber zugleich sehr vertraute Welt, die das tragische Dasein der Teenagerin Pauline schildert, welche zunehmend von abstrusen und kranken Gedanken getrieben wird. Obwohl man sich eher vom Hauptcharakter distanzieren möchte, gelingt es Bates ein hohes Identifikationspotenzial mit selbigem zu schaffen, und man, zumindest bis zum Ende, eine ungewöhnliche Sympathie für Pauline entwickelt.

Die Geschichte rund um Paulines Leben, mag sie noch so bizarr und abartig sein, ist trotz allem ergreifend und wirkt so "alltäglich", dass man sich nur schwer davon abwenden kann. Es ist seit langem endlich mal wieder ein waschechter Horror-Streifen, bei dem vor allem Wert auf eine packende Story gelegt wird, die tief unter die Haut geht. Alleine dadurch hebt sich "Excision" sehr stark vom Genre-Durschnitt ab und verdient für dieses Wagnis meinen vollsten Respekt.
Durch aussagekräftige und symbolisch geprägte Bilder wird "Excision" dazu noch äußerst stimmig untermalt und verpasst sich hiermit einen hohen Wiedererkennungswert, was viele der heutigen Filme oft vermissen lassen.

Schauspielerisch sticht hier natürlich die Hauptdarstellerin AnnaLynne McCord besonders heraus, die so authentisch und so echt spielt, dass man gleichzeitig Angst und Mitgefühl gegenüber dem Charakter entwickelt, was ich persönlich noch nie erlebt habe.
Leider ist die Charakterzeichnung genau die eine Variable, die die größte Stärke aber auch die größte Schwäche des Films ist:

Man erfährt nahezu nichts über die Vorgeschichte von Pauline - eine Antwort auf das "warum, wieso, weshalb" gibt es nicht und man muss sich den Hintergrund der Geschichte größtenteils selbst zusammenreimen, da man nur kleine Brotkrümel hingelegt, aber keine Offenbarung geboten bekommt.
Ob das nun gut oder schlecht für die Story ist, sei hingestellt, ich habe mir da trotzdem etwas mehr Hintergrundinformation gewünscht und man hätte die 10 Minuten, die der Film defintiv zu lang ist, damit wunderbar ausfüllen können.

Fazit:
"Excision" ist meiner Meinung nach ein absoluter Geheimtipp für Genre-Fans und weht endlich mal wieder frischen Wind in die Horror-Gemeinde. Hier wird vor allem Wert drauf gelegt, eine surreale Geschichte zu erzählen, die einem auf erschreckende Art und Weise sehr vertraut vorkommt.
Damit hebt sich der Film ungemein vom Einheitsbrei ab und setzt nicht auf billige Jumpscares oder andere Horror-Klischees, sondern viel mehr auf eine Geschichte die unter die Haut geht und den Zuschauer wie ein Vorschlaghammer mitten ins Gesicht trifft.
Alle Leute die sich mit der Materie und neuartigen Aufmachung, die "Excision" bietet, anfreunden und auseinandersetzen wollen, kann ich nur raten sich diesen Film anzusehen, allerdings sei gesagt, dass dieses Werk, welches "außerhalb der Norm" ist, nicht jedem gefallen wird.

4 von 5 blutrünstige Teenager, die einem das Tor in eine neue Welt des Horrors eröffnen.


Vegan in Topform: Der vegane Ernährungsratgeber für Höchstleistungen in Sport und Alltag - Die Thrive-Diät des berühmten kanadischen Triathleten
Vegan in Topform: Der vegane Ernährungsratgeber für Höchstleistungen in Sport und Alltag - Die Thrive-Diät des berühmten kanadischen Triathleten
von Brendan Brazier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ratgeber, wie man ihn nur sehr selten findet..., 23. November 2014
Da ich vor ein paar Monaten auf vegane Ernährung umgestiegen bin, hauptsächlich aus gesundheitlich orientierten Gründen, brauchte ich schnell ein vertrauenswürdiges Buch, dass mir die Grundlagen einer solchen Ernährungweise nahelegt. Es dauerte nicht allzu lange, bis ich auf "Vegan in Topform" gestoßen bin...
Ich will gar nicht groß um den heißen Brei herumreden, sondern kann mich nur meinen Vorrezensenten anschließen:
Dieses Buch ist einfach DER WAHNSINN.

Ich habe schon viele Bücher über Sport und Ernährung gelesen, aber keines war so gut strukturiert, so kompakt und zugleich so umfangreich wie dieses hier.

Das Buch lässt von der ersten bis zur letzten Seite keine Fragen offen, da Brendan Brazier seine Position sehr klar macht und somit immer eine Antwort auf das "Wieso, Weshalb, Warum" gibt. Brazier hat, meiner Auffassung nach, ein geschicktes Händchen dafür, dem Leser eher unbekannte Themen, plausibel zu erklären und gleichzeitig Fragen die dabei aufkommen könnten, vorwegzunehmen. Aus diesem Grund ist das Buch auch ziemlich schnell durchgelesen, obwohl es mit seinen 352 Seiten auf den ersten Blick nicht gerade kurz erscheint.

Zur Thrive-Diät, um die es schließlich hier geht, kann ich zumindestens so viel sagen:
Mir persönlich gefällt diese Ernährungsweise, sehr gut sogar, da man schnell merkt wie positiv es sich auf das Wohlbefinden, den Verstand und die Leistung auswirkt. Hier wurden wirklich keine leeren Versprechungen gemacht - Hut ab!
Allerdings ist diese Diät vermutlich nicht jedermann, da man zum einen viel herumfahren muss um alle Lebensmittel zu finden (war jedenfalls bei mir so), und zum anderen ist das Zubereiten der Gerichte nicht immer ganz einfach. Weil ich leidenschaftlich gerne koche hat mich das wenig gestört, allerdings werden auch die weniger leidenschaftlichen Köche durch die über 200, im Buch entahltenen, Rezepte entschädigt.
Von Snacks, über Desserts, bis hin zu unglaublich einfallsreichen Hauptgängen:
Hier ist wirklich für jeden was dabei.

Der starke Bezug zum Sport, aber auch zur Regeneration des Körpers und zum Schutz der Umwelt erfreute mich besonders, da Brazier damit die vegane Ernährungsweise noch einmal unterstreicht und jedem spätestens mit diesem Buch bewusst werden sollte, wie man sich am Besten ernährt.

Fazit:
Falls es Leser unter euch geben sollte, die Braziers Methode anzweifeln:
Testet die Diät für einen Monat lang. Ich lege meine Hände dafür ins Feuer, dass jeder, der sich mit dieser Ernährungsweise auseinandersetzt und sie so auslebt, wie Brazier es vormacht, sich geistig ausgeglichener, gesundheitlich besser und körperlich fitter fühlen wird.
Wie es schon Professor Colin Campbell wunderbar auf den Punkt gebracht hat:
"Vegan in Topform ist ein Muss!".
Ich sehe das genau so, besonders Veganern kann ich das nur wärmstens empfehlen.

5 von 5 Sterne, die sich Brazier sauer verdient hat.


Assassin's Creed Unity - [PlayStation 4]
Assassin's Creed Unity - [PlayStation 4]
Preis: EUR 57,52

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es gibt Gründe dieses Spiel zu lieben, aber auch Gründe es zu hassen..., 16. November 2014
Ich will mich ganz kurz fassen:
"Unity" wird nicht jedem gefallen. Sowohl Neueinsteigern, als auch eingefleischten Assassins-Creed Fans (so wie meine Wenigkeit).
Zeitweise kommt das Spiel gar nicht wie eine vollendete Version, sondern mehr wie ein Prototyp rüber, was die an sich gelungene Atmosphäre oft zerstört:

Zum Beispiel ist das "freie Klettern" zwar recht innovativ und mir persönlich hat Klettern in einem AC noch nie so viel Spaß gemacht, aber man möchte ebenso oft seinen Controller gegen den Fernseher schmeißen, wenn man 5 Anläufe braucht um in ein Fenster einzusteigen oder man unfreiwillig an Stellen klettert, die so nicht beabsichtigt waren. Das ist einfach nervig und wirkt wenig attraktiv.

Das Kampfsystem ist wie gewohnt recht spaßig und einfallsreich, wodurch man dutzende Möglichkeiten hat seine Widersacher zur Strecke zu bringen. Aber auch hier tauchen Ungereimtheiten auf:
So wird man hin und wieder getötet, obwohl man den Angriff eigentlich abgeblockt hat oder man wird von einem Gegner erschossen und kann nichts dagegen unternehmen, da man sich mit einem zweiten Gegner gerade einen Schwertkampf liefert.
Außerdem ist das Kampfsystem für Neueinsteiger sehr gewöhnungsbedürftig und der Schwierigkeitsgrad ist gerade für diese Leute zu hoch angesetzt.
Solche Dinge sind sehr störend und hätten ohne Probleme beseitigt werden können, wäre das Game ein paar Wochen später released worden.

Es gibt dagegen aber auch viel Positives zu erwähnen:

So ist die Story sehr fesselnd und sorgt für eine geniale, ungewöhnlich ernste Atmosphäre, die begleitende Musik macht das Zocken zeitweise zu einem echten Spielerlebnis und die kleinen Features, wie der Coop-Modus, ein großes Waffen- und Ausrüstungs-Arsenal oder aber die allseits bekannten Nebenmissionen, sorgen für ein solides Ausmaß an spielerischer Abwechslung.

Fazit:
Auch wenn die negativen Aspekte etwas ausführlicher anbesprochen wurden, überwiegen die positiven Dinge im Endeffekt. Jeder negative Aspekt bringt schließlich auch etwas Positives mit sich und das ist doch auch schon mal was. Jedoch hätte man das Potenzial von "Unity" viel größer ausschöpfen können, hätte man sich mehr Zeit für die Entwicklung gelassen.
Somit ist dies hier ein gutes Assassins-Creed und ein würdiger Nachfolger, was nicht unbedingt voraussetzt, dass jeder Gamer hiermit zufrieden sein wird.

4 von 5 Sterne für ein spaßiges, wenn nicht auch unvollständiges Spiel.


Black Christmas - Stille Nacht, tödliche Nacht
Black Christmas - Stille Nacht, tödliche Nacht
DVD ~ Mary Elizabeth Winstead

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was war das denn bitte?, 9. November 2014
Bald ist ja wieder Weihnachten und da fiel mir zufällig ein, dass ich vor Jahren mal einen Trailer zu "Black Christmas" gesehen hatte und der Film zwar einen weniger originellen, aber recht unterhaltsamen Eindruck machte.
Also schmiss ich mich aufs Sofa, an einem Sonntag-Morgen, hatte alle Zeit der Welt und wusste nicht was mich dann erwarten würde:

Die Grundidee der Story, auch der Versuch wie die Story Stück für Stück aufgebaut werden soll, ist ganz nett, aber das bringt einem absolut nichts wenn das Drehbuch so brauchbar ist wie ein benutztes Taschentuch.

Abgesehen davon, dass alle Darsteller vollkommen unlogisch und unauthentisch reagieren, ist die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird sehr unbeholfen. So lässt der Film sich am Anfang extrem viel Zeit um eine an sich brauchbare Grundstimmung aufzubauen, beeilt sich dann jedoch gegen Ende total und man hat als Zuschauer das Gefühl, der Autor des Drehbuchs wollte selbst einfach nur fertig werden.

Was ebenso auf die Rechnung des miserablen Drehbuchs geht, aber auch an einer unausgereiften Regie liegt, ist dass man oft nicht so recht weiß was eigentlich vor sich geht. Viele Charaktere sehen beinahe vollkommen identisch aus und man kommt oft gar nicht mit, wer denn jetzt eigentlich schon ins Gras gebissen hat und wer nicht. Einmal habe ich sogar Opfer und Killer verwechselt und das versalzt dann den ohnehin schon nicht schmackhaften "Black Christmas" komplett.

Womit der Film aber vollkommen den Rahmen sprengt, ist die grauenerregende Kameraführung. Man hat mehr das Gefühl die Kameraleute experimentieren rum, als wirklich professionelle Bilder einzufangen. Ungefähr 60 Prozent des gesamten Films besteht nur aus Überkopf- und Bodenperspektive, was sehr schnell langweilig wird und den Film noch eintöniger wirken lassen, was in Anbetracht der oben genannten Punkte beinahe unmöglich ist. Offensichtlich wurde ich eines besseren belehrt.

Fazit:
0815-Genre-Movie wäre noch zu nett ausgedrückt. Um es einfach zu sagen:
Spart euch den Film. Abgesehen davon dass hier absolut nichts neues geboten wird, ist "Black Christmas" berechenbar, verwirrend und die halbwegs gute Grundstimmung am Anfang wird vollkommen zerstört, weil der Verlauf der Geschichte sehr schlecht ausbalanciert ist und die Kameraführung ein Desaster ist.
Der einzige Horror der hierbei besteht, ist womöglich die Fernbedienung zu verlieren und sich den Film bis zum Ende anschauen zu müssen. Wer darauf aus ist, kann hier unbedacht zugreifen.
Allen anderen rate ich hier einen großen Bogen drum zu machen.

1 von 5 Sternschnuppen, die leider mehr Wünsche offen lassen, als einen zu erfüllen.


Hannibal - Die komplette 2. Staffel [4 DVDs]
Hannibal - Die komplette 2. Staffel [4 DVDs]
DVD ~ Laurence Fishburne
Preis: EUR 24,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die bessere erste Staffel!, 3. November 2014
Bereits die erste Staffel der neuen Hit-Serie "Hannibal", über den allseits bekannten, kannibalistischen Psychopathen Dr. Hannibal Lecter, konnte viele von sich überzeugen und das wohl aus gutem Grund:
Eine plausible und zugleich spannende Geschichte, mit unglaublich viele Tiefe und schauriger Grundstimmung, ein Cast der seinen Charakteren verblüffend viel Seele einhaucht, obwohl viele der Schauspieler relativ unbekannt sind und eine dazu begleitende musikalische Untermalung, wie es kaum atmosphärischer sein könnte.
Staffel 2 kann wunderbar an dieses Konzept anschließen und schafft es darüber hinaus, den guten Ruf der Serie noch fester im Genre zu verankern. Oder um es einfacher auszudrücken - mit Staffel 2 übertrifft sich die Serie selbst:

Auch die zweite Staffel kommt mit einer unglaublich spannenden, abwechslungsreichen und verrückten Geschichte daher, die man so noch nicht kennt, jedoch ohne dabei kitschig zu wirken. Die Erzählweise verschiedener, miteinander verworrener Handlunsgsstränge ist stets schön anzusehen und sollte den Bedürfnissen eines jeden Thriller- und Horror-Fans gerecht werden.
Was einigen Fans möglicherweise negativ aufstoßen könnte, an für sich aber nicht wirklich stört, ist der recht hohe Abstraktionsgrad gegenüber dem Film und Roman "Roter Drache", auf dem die Serie schließlich beruht.

Was jedoch vielen Leuten ein Dorn im Auge war, betraf die zu unausgereifte Charakterisierung des Hannibal Lecter, der in seiner eigenen Serie, zumindest in der ersten Staffel, etwas zu kurz kam. Das ändert sich jedoch schlagartig in der zweiten Staffel:
Lecter wird hier eine viel enormere Wichtigkeit zugemessen, wodurch er um einiges ernster, vielschichtiger und vor allem angsteinflößender daherkommt - was den Spaß an der Serie um einiges steigern dürfte, da man einen viel tieferen Einblick hinter die dunklen Fassetten des mörderischen Therapeuten gewinnt.

Ein ohnehin schon begnadeter Schauspieler wie Mads Mikkelsen, läuft hier zur absoluten Höchstform auf und spielt einen Hannibal Lecter beinahe so weltklasse wie es einst Sir Anthony Hopkins tat. Auch ein recht unscheinbarer Kerl wie Hugh Dancy, manifestiert sich spätestens mit dieser Staffel im Film-Geschäft als ernstzunehmender Schauspieler.

Horror, Thriller, Drama und auch ein klein wenig Humor - all dies sind Komponenten die besonders in der zweiten Staffel herausstehen und dabei ein melodisches Zusammenspiel aus verschiedenen Genres ergeben, ohne zu irgendeinem Zeitpunkt aufgesetzt zu wirken. Die visuelle Gestaltung, besonders in Bezug auf die äußerst stimmungsvoll ausgeleuchteten und aufgebauten Settings, die immer eine gewissen Grundtonus anschlagen, ist einfach meisterhaft inszeniert.

Fazit:
Mit allem was diese Serie hat, und das ist eine Menge, steigt sie als ein Sinnbild erfüllter Träume für Filmliebhaber empor, ganz besonders für Fans des kaltblütigen Killers, und beweist auch mit der zweiten Staffel einmal mehr, sich einen Platz im Horror-Thriller-Genre für die Ewigkeit reserviert zu haben.
Die zweite Staffel punktet vor allem damit, Hannibal Lecter eine viel größere Bedeutung zuzumessen, im Gegensatz zur ersten Staffel, und seiner Person noch mehr Inhalt zu verleihen, als nur die äußeren Fassetten zu zeigen.
Eine absolute Kaufempfehlung, ganz besonders für Fans der Bücher und Filme, aber auch für die Leute, die sich bereits an Staffel 1 erfreuen konnten.

5 von 5 kannibalische Häppchen, die allemal nicht genug sind, um diese Serie für ihre Einzigartigkeit zu huldigen.


Unbekannter Anrufer
Unbekannter Anrufer
DVD ~ Camilla Belle
Preis: EUR 6,97

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Du meine Fresse..., 1. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Unbekannter Anrufer (DVD)
Normalerweise schreibe ich gerne explizit ausformulierte Rezensionen, aber dieser Film ist solch eine Mühe definitiv nicht wert, um mal einen Verweis hinlänglich dessen zu geben, was man von "Unbekannte Anrufer" so geboten bekommt. Auf gut Deutsch gesagt:
Nichts.

"Unbekannter Anrufer" ist ein geeignetes Porträt für die heutige Zeit, in der schlechte Filme zu noch schlechteren Remakes, mit strunzdummen Modepüppchen, sinnfreien Handlungen und einen klischeeüberladenen Plot, umdekoriert werden.

Was man hier vorgesetzt bekommt ist allemal Horror, doch wohl eher für Augen, Ohren und ganz besonders für Horror-Fans.
Eine sterotypische Umsetzung, wie es kaum noch schlimmer geht, verliert man sich in einem Sumpf voll gähnender Langeweile, aus dem man nur wieder herauskommen kann, wenn der Abspann einschneidet.

Womit "Unbekannter Anrufer" dann komplett den Rahmen sprengt, ist das, um es nett auszudrücken, nichts aussagende Ende. Nach der vermeintlich bedeutungsschwangeren, jedoch im Endeffekt inhaltsleeren "Enthüllung" des Täters ist man genau so schlau wie vorher, womit Drehbuchautor Jake Wall es nicht einmal in Erwägung zieht, den vom Sekundenschlaf geplagten Filmliebhaber für seine verschwendete Lebenszeit zu entschädigen.

Das hier war alles, aber weder besonders, noch Horror oder gar spannend.

Fazit:
"Bekannter Stereotyp" wäre der perfekte Titel für diese Schlaftablette gewesen. Alles, aber auch alles, wirkt zusammengeklaut und anschließend in einem Mixer gut durchgerührt, wobei dann dieser, selbst für seine kurzen 90 Minuten in die Länge gezogene, Film herauskam, der jedes Gefühl von Unterhaltung vermissen lässt.
Hinter seiner falschen Fassade hat "Unbekannter Anrufer" nur noch heiße Luft zu bieten und punktet eher damit, den Zuschauer sanft ins Reich der Träume zu wiegen.

Es macht mich schon beinahe traurig, dass ich eine so lieblose Rezension geschrieben habe, aber mehr ist dieser Film nicht wert.

1 von 5 Mobil-Telefone, die lieber im Stand-By Modus der ganz untersten Schublade unbenutzt bleiben sollten.


Enemy [Blu-ray] [Limited Collector's Edition] [Limited Edition]
Enemy [Blu-ray] [Limited Collector's Edition] [Limited Edition]
DVD ~ Jake Gyllenhaal
Preis: EUR 17,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weitverzweigter und komplizierter, wenn nicht doch auch sehr gelungener Thriller, 19. Oktober 2014
Spätestens seit dem 2013 erschienen Mega-Hit Prisoners, dürfte jedem klar sein, dass der kanadische Filmregisseur Denis Villeneuve ein sehr einzigartiges Talent dafür hat, eine beklemmende und besonders dichte Atmosphäre zu schaffen. Eben selbiger hat sich nun mit seinem neuesten und gewagten Werk "Enemy" dazu bereiterklärt, das im Jahre 2002 publizierte Bestseller-Buch "Der Doppelgänger", von José Saramago, zu verfilmen.
Aber ob er mit diesem Filmchen wieder so einen Hit landet beim Zuschauer?

Auch in diesem Film stellt Villeneuve wieder einmal unter Beweis, dass er als Regisseur im Thriller-Genre richtig aufgehoben ist. Gleich schon zu Beginn erschafft er eine sehr düstere Grundstimmung, welche die 90 Minuten Laufzeit konstant aufrecht gehalten werden kann und den Spannungspegel von Anfang bis Ende hoch ansetzt.
Sein außerordentliches Talent dafür, Szenen kraftvoll und packend zu inszenieren, auch wenn gar nicht so viel auf der Leindwand stattfindet, ist einfach einmalig.
Die Stilmittel auf die Villeneuve hier zurückgreift, wie die Spinne oder aber die leicht vernebelte und drückende Luft die über der Stadt liegt, geben diesem Streifen eine ungemeine Originalität und das Klima des Films geht damit voll und ganz auf den Zuschauer über.

Jake Gyllenhaal, der hier gleich eine Doppelrolle spielt, konnte bereits in Prisoners zeigen, ein ernst zu nehmender und authentischer Darsteller zu sein. Gyllenhaal verleiht beiden Hauptfiguren so viele unterschiedliche Eigenschaften, dass, obwohl sich beide Charaktere so sehr ähneln, sie doch wie zwei vollkommen gegensätzliche Menschen wirken.
Für mich die beste Leistung seiner noch recht jungen Karriere.

Die Filmmusik, welche "Enemy" stilvoll untermalt, ist kennzeichnendes Merkmal und trägt auch zum düsteren Grundtonus bei, den der Film gleich zu Anfang anschlägt. Gemeinsam mit Villeneuves atmosphärischer, visueller Umsetzung, gibt das alles ein sehr harmonisches Zusammenspiel.

Dennoch muss man hier die Auflösung oder besser gesagt die zunächst unschlüssige Interpretation der Geschichte bemängeln, die sich durch die sehr stark symbolisierte Erzählweise nicht sofort nachvollziehen lässt und der Zuschauer so für eine gewisse Zeit im Dunkeln tappt.
Hier wäre zu empfehlen, im Internet nach einer aufschlussreichen Erklärung zu suchen, um auch den Ausgang vollends zu verstehen.

Fazit:
Ein visuell und musikalisch unglaublich stimmungsvoll umgesetztes, beinahe schon oscarverdächtiges Meisterwerk, dass durch tolle Darsteller und einen hohen, nie abfallenden Spannungsbogen punkten kann. Einzig dass "Enemy" etwas zu symbol-überhäuft daherkommt und die Enthüllung mehr Ratespiel als wirkliche Erkenntnis beim Zuschauer hervorbringt, ist doch ein klein wenig ärgerlich und macht das schöne Gesamtkonstrukt etwas instabil.
Wer sich dennoch auf einen atmosphärischen Streifen, mit vielen Mystery- und Thrillerelementen, wobei man sich doch stark mit der Materie des Films auseinander setzen muss, einlassen will, der ist hiermit bestens beraten.

3,5 Doppelgänger, die etwas zu mysteriös, aber durchwegs unterhaltsam daherkommen.


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