weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos HP Spectre Learn More Samsung AddWash Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16
Profil für Jo Dist > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Jo Dist
Top-Rezensenten Rang: 3.769.646
Hilfreiche Bewertungen: 1

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Jo Dist

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Wen die Götter lieben - Schicksale von elf Extrembergsteigern
Wen die Götter lieben - Schicksale von elf Extrembergsteigern
von Ulrich Remanofsky
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extremes Erleben am Berg, 19. August 2013
Ein Autor, der fabelhaft schreibt. Ein Buch voller Spannung und Emotionen.
Ulrich Remanofsky verzichtet auf jeglichen Alpenkitsch. Trotzdem - oder gerade deswegen - sind seine Schilderungen anschaulich und einprägsam. Er schreibt prägnant und sachlich. Das Geschehen am Berg ist stets auch für den Laien nachvollziehbar. Sicher auch, weil der Autor die Berge kennt und selbst schon dramatische Situationen erlebt hat. Auf Hochglanz und Vierfarben-Druck kann das Buch deshalb ohne weiteres verzichten. Das Geschehen wird so eindringlich erzählt, dass man stets das Gefühl hat, dabei zu sein.
Als besonderen Gewinn empfand ich die Schilderung der sozialen Umstände, unter denen die elf Extrembergsteiger aufwuchsen. Nicht wenige kannten bittere Armut. Vielleicht ist auch darin einer der Gründe zu finden, weshalb sie diese unglaubliche Härte gegen sich selbst aufbringen konnten, ohne die man zu solchen Höchstleistungen nicht in der Lage wäre.
Ich bewundere die Gabe des Autors, die Bereitschaft der jungen Extremsportler zum lebensbedrohenden Risiko, ihre Leiden am Berg, die Stürze, Erfrierungen, aber eben auch die Beglückung ohne übertriebene Dramatisierung zu schildern. Dennoch stockt einem immer wieder der Atem, wenn man von den oft nahezu selbstmörderischen Unternehmungen der elf jungen Alpinisten liest. Manchmal bewegt einen doch die Frage, ob es einen Punkt gibt, ab dem die Bereitschaft zu solch extremem Risiko unverantwortlich sein kann. Unverantwortlich der Familie gegenüber, oder - im Fall von Alison Hargreaves - dem ungeborenen Kind gegenüber. Die britische Bergsteigerin war im sechsten Monat schwanger, als sie die Eiger-Nordwand durchstieg. Remanofsky wirft sich dabei nicht zum Richter auf. Er überlässt es dem Leser, die Antwort zu finden. Wenn es überhaupt eine geben kann.
Auch dies ist ein Grund, weshalb das Buch einen um den Schlaf bringen kann.
Jo Dist


Seite: 1