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Rezensionen verfasst von
Rocker
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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Live at Life
Live at Life
Wird angeboten von groovetemplemusic
Preis: EUR 39,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Live im Life, 11. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Live at Life (Audio CD)
Ian McNabb ist ein hervorragender Komponist und Texter. Er hat ein feines Gespür für Harmonien und Melodien und er besitzt einen speziellen Humor. Außerdem verfügt er offenbar über eine sehr gute Beobachtungsgabe, denn seine Texte bedienen sich einer sehr bildhaften Sprache.

Schon Anfang der 80er war das festzustellen, als er mit seiner Band The Icicle Works erste bescheidene Erfolge feiern konnte und mal eben kurz als Zaungast den Popgipfel streifte. Seit Anfang der 90er arbeitet er solo, nur ab und an tritt er zu bestimmten Anlässen noch unter dem alten Bandnamen auf, ohne dass seine früheren beiden Kollegen involviert werden.

Dies ist seine erste Live-CD, aufgenommen am 13. und 14.12.1999 im Voodoo Room des Life Cafe in seiner Heimatstadt Liverpool. Ja, als Liverpooler ist Ian McNabb irgendwie vorbelastet. Seine Solokarriere ist weitestgehend unbeachtet verlaufen und seine Auftritte beschränken sich vornehmlich auf sein Heimatland.

McNabb konnte nicht widerstehen, ein Livealbum aufzunehmen, weil der Name des Lokals Life Cafe ihn auf den (seiner Meinung nach) brillanten Titel Live at Life gebracht hatte.

Ian McNabb spielt nur mit Akustikgitarre ein intimes Set aus 15 Songs, die aus seiner gesamten Karriere stammen. Von alten Icicle Works Nummern bis zum damals aktuellen Album Merceybeast. Ab und an bläst noch in die mitgeführte Mundharmonika.
Aber überwiegend lebt die Aufnahme von dem stimmlichen Vortrag und der Gitarrenbegleitung. Simpel, reduziert, teilweise auch schroff und sozusagen unplugged...

Mit über 70 Minuten Spielzeit ist die CD ziemlich lang und das reine Geklampfe ist über so lange Zeit nicht unbedingt jedermanns Sache. Mich strengt es auch manchmal zu sehr an, aber leider reicht es für McNabb selten zu Konzerten mit Band und er hat auch zeitweise viele kleine Konzerte in privaten Wohnzimmern gespielt, begleitet nur von einem Freund, der das Auto fahren musste.

Wen das hier trotzdem neugierig gemacht hat, dem kann ich die ersten beiden McNabb-Studioalben Truth And Beauty und Head Like A Rock empfehlen. Auf letzterem hat McNabb sich den Traum erfüllen können, bei 4 Songs von Crazy Horse begleitet zu werden.

Und auf Head Like A Rock befindet sich auch mein persönlicher Lieblingssong von ihm:
Fire Inside My Soul - eine musikalische Kurzbiografie, in der McNabb als 33-Jähriger sein Leben erzählt. Ein großartiger Song, zu dem Crazy Horse genau den passenden Sound beisteuern.


Eine Einfache Lösung
Eine Einfache Lösung
Wird angeboten von M U S I K B O E R S E
Preis: EUR 49,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutscher Beat in den 90ern, 10. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Eine Einfache Lösung (Audio CD)
Bernd Begemanns Plattenkarriere geht mittlerweile ins 26. Jahr. 20 Alben, einige EPs und mehr als ein Duzend Singles gibt es von ihm, aber trotzdem ist sein Bekanntheitsgrad eher gering.

Diese CD mit dem Titel "Eine einfache Lösung" fasst die ersten beiden Alben der Formation Die Antwort zusammen. Das allererste Album war zwar schon 1987 heraus gekommen, doch damals noch als Trio und unter dem Namen Bernd Begemann & Die Antwort.

1991 hieß es dann nur noch Die Antwort und das Album nannte sich schlicht #1. Ein Jahr später kam dann noch Hier hinterher. Seltsamerweise beginnt diese CD mit Hier und ab Track Nr. 15 startet dann #1. Ein Gag, den ich nicht recht verstehe, aber es ist auch eigentlich unwichtig.

Beide Platten erschienen eh kurz hintereinander und die weitere Gemeinsamkeit ist, dass die Songs im Studio live eingespielt wurden. Es wurde nachträglich nichts verändert, soll heißen, es gibt keine Overdubs und keinen gedoppelten Chor.

Besonderes Merkmal von Die Antwort in dieser Zeit war weiterhin die Mitwirkung von Karl "Brutal" Allaut als Gitarrist und Produzent. Dadurch entsteht dieser 50ies/60ies-Sound, der auch teilweise Einflüsse von The Shadows und The Beatles enthält.

Trotzdem ist dies keine Oldiemusik und nur ansatzweise nostalgisch. Bernd Begemanns Texte verleihen dem Ganzen Ironie und Witz. Seine Themen drehen um Alltägliches bis Banales, aber er versteht es gekonnt, kurze, schlagzeilenartige Zeilen in einen teilweise grotesken Zusammenhang zu stellen. Und das ist auch lustig-unterhaltsam...

Aber kleine Liebeslieder hat Begemann genauso gut drauf, die von romantisch bis bitter-böse reichen und manchmal auch überraschend als Trennungslieder enden, sodass Die Antwort eine kurzweilige und sehr abwechslungsreiche Musik abliefert, die gute Laune verströmt, aber unter der Oberfläche kann auch immer mal die eine oder andere kleine Gemeinheit lauern.

Da diese Scheibe hier nur mehr teuer (wenn überhaupt noch) zu haben ist und die Originalalben wahrscheinlich eh vergriffen sind, kann man sich zum Kennenlernen mit der 2012er Compi "Der brennende Junge" behelfen. Da kann man von Begemanns gefühlt 300 Liedern mal 26 antesten...

Auf Bernd Begemanns Website heißt es u.a.:
-Bernd Begemann hat sämtliche Leutnant-Blueberry-Hefte.
-Er kann alle Lieder der Shangri-Las auswendig.
-(...) wenn Du was über die Popkultur der letzten 60 Jahre wissen willst: Frag Bernd!
-Bernd Begemann ist so eine Art Renaissancemensch.
-Die Antwort war für eine ganze Musikergeneration so etwas wie die deutsche Version der "Smiths", mit Begemann als Morrissey/Marr in Personalunion.

Noch Fragen !?


Temple of Rock - Live in Europe
Temple of Rock - Live in Europe
Preis: EUR 14,82

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Live in Europe, 10. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Temple of Rock - Live in Europe (Audio CD)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Michael Schenker, oft mit dem platten Etikett Wunderkind versehen, ist natürlich eine echte Gitarrenlegende. Und neben seinem älteren Bruder Rudolf eine der Institutionen unter den deutschen Rockgitarristen schlechthin.

Während Rudolf allerdings immer seine Scorpions hatte, ging Michael einen etwas anderen Weg, denn er hat auch einen vollkommen anderen Stil. Schon als Teenager erspielte er sich internationales Renommee und nahm in den 70ern u.a. an Vorspielterminen der Rolling Stones und Aerosmith teil.

Als Leadgitarrist fehlte ihm dazu stets die übliche Exzentrik nicht und mit weit verbreiteten Rockstarproblemen (z.B. Alkohol) war er auch konfrontiert, was dazu führte, dass seine Karriere trotz weltweiter Anerkennung wiederholt von karrierebremsenden Unterbrechungen betroffen war. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab eine umfangreiche Diskographie aufzubauen, auch wenn Qualität und Erfolgsquote dabei schwankend war.

Der Zufall will es, dass ich diese Rezension ausgerechnet an Schenkers 58. Geburtstag schreibe (10. Januar). Michael Schenker hat nach eigener Aussage seit über 40 Jahren am Palast des Hardrock/Heavy Metal mit gebaut und ist nun dabei den Temple Of Rock zu vervollständigen.

Auf dem Studioalbum ist ihm das schon ganz gut bis sehr gut gelungen, wenn auch seine Songwriterkünste nicht mehr auf dem ganz hohen Niveau sind, wie noch zu seiner Zeit bei UFO, deren zeitlose Klassiker eng mit seinem Namen verbunden sind.

Dennoch sind seine Songs immer noch hörenswert und zum Prinzip von Temple Of Rock gehört eben auch, dass er seine Vergangenheit mit einfließen lässt, wodurch ein All-Star-Projekt entstanden ist, dessen Besetzung mit weiteren Rocklegenden gespickt ist. Dazu braucht man nur einen Blick auf die Liste der beteiligten Musiker zu werfen.

Jetzt hat Schenker Ende 2012 die Liveversion von Temple Of Rock nachgeschoben. Kernstück bildet der Mitschnitt vom Sommer 2012 aus dem niederländischen Tilburg. Ergänzend hat man CD Nr.2 mit Ausschnitten vom High Voltage Festival 2011 sinnvoll aufgefüllt.

Die Setliste umfasst Schenkers lange Karriere und bietet Songs vom aktuellen Album, sowie viele Klassiker von MSG, den Scorpions und UFO. Das hat einerseits mit Schenkers Verständnis des Temple-Of-Rock-Konzepts zu tun und andererseits auch mit der Bandbesetzung.

Wenn Francis Buchholz und Herman Rarebell schon zum Mitmachen bewogen werden können, dürfen natürlich Songs vom Scorpions-Album Lovedrive nicht fehlen, das die Schnittstelle des Trios Schenker/Rarebell/Buchholz bildet. Da Michael Voss aufgrund von Terminüberschneidungen die Tour nicht mitmachen konnte, springt Doogie White für ihn ein.

Diese Herren tauschen hier quasi ihre Rollen als Haupt- und Gastsänger. Über die stimmliche Qualität von Voss und White wird bisweilen relativ kontrovers diskutiert. Meine Meinung dazu ist: ich finde beide recht gut, wobei mir jedoch vielfach der ganz markante Wiedererkennungswert fehlt.

Aus meiner Sicht hat Doogie White bei den schnellen Songs zu Beginn doch ziemliche Probleme. Dem Tempo von Lovedrive und Another Piece Of Meat kann er nach meinem Eindruck leider oft nicht folgen und wirkt auf mich hier doch sehr kurzatmig.

Erst bei den gemäßigteren Titeln Cry For The Nations und Let Sleeping Dogs Lie wird es dann besser. Ansonsten gibt es für mich musikalisch nichts auszusetzen. Das Zusammenspiel der Band scheint fehlerlos zu sein und Michael Schenkers Gitarrenspiel klingt dynamisch wie in alten Zeiten.

Soundtechnisch ist diese Aufnahme nach meinem Empfinden völlig ok. Sicher gibt es in diesem Segment Referenzplatten, deren Qualität hier nicht erreicht wird, vor allem was die Liveatmosphäre betrifft, aber alles in allem ist mir diese Doppel-CD 4 Sterne wert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 10, 2013 6:57 PM CET


Ultrasport Sonnenbrille Aviator, verdunkelt, 33130000111
Ultrasport Sonnenbrille Aviator, verdunkelt, 33130000111

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ultrasport Aviator, verdunkelt, 10. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Ultrasport Sonnenbrille Aviator (Ausrüstung)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Auch wenn das jetzt nicht gerade die ideale Jahreszeit für Sonnenbrillen ist, will ich doch meine bisherigen Erfahrungen hier kurz zusammen fassen. Als ich dieses Modell mit abgedunkelten Gläsen bekam (es gibt das Modell auch mit verspiegelten Gläsern), lag draußen Schnee.

Ich habe die Brille zu der Zeit sowohl bei bewölktem Himmel als auch während der kurzen sonnigen Phasen getragen und bin zufrieden. Die relativ großen Gläser decken die Augenpartie gut ab, sodass kaum störender Lichteinfall von der Seite oder von oben statt findet. Die grau-blauen Gläser sind dunkler, als die Abbildung vermuten lassen könnte, somit ist auch gegen das Sonnenlicht eine überraschend gute Sicht festzustellen.

Nachdem der Schnee erstmal wieder weg war, konnte ich die Brille nur bei allenfalls wolkigem Wetter mit nur wenig direktem Sonnenlicht testen, aber auch damit bin ich bis jetzt zufrieden. Ich benutze diese Brille als Zweitbrille und sie liegt mittlerweile hauptsächlich im Auto, wo ich immer noch am ehesten von plötzlicher Sonneneinstrahlung überrascht werde.

Durch ihr Metallgestell ist die Brille relativ schwer, aber ich mag das eigentlich ganz gerne, solange es nicht drückt. Das Gestell ist allerdings etwas groß und daher habe ich sie mir ein bisschen zurecht biegen müssen, damit die Brille auf der Nase und hinter den Ohren angenehm sitzt.

Das Pilotendesign ist dabei zeitlos und universell tragbar. Anscheinend hat sich diese Brillenform in der Praxis bewährt und ist offenbar auch als Modeaccessoir für Damen und Herren gleichermaßen tragbar und als solches anerkannt.

Die Brille wird in einem stabilen Kunstlederetui inkl. Putztuch geliefert und der UV-Schutz ist mit Faktor 400 angegeben, was aber eh Standard sein dürfte. Auch wenn man der Brille ansehen kann, dass es sich nicht um ein kostspieliges Modell einer Topmarke handelt, finde ich diese Sonnenbrille für meinen genannten Verwendungszweck sehr gut.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2013 12:01 PM CET


Technoline WD 4920 WetterDirekt Station inklusiv Außensender, alu-schwarz
Technoline WD 4920 WetterDirekt Station inklusiv Außensender, alu-schwarz
Preis: EUR 76,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gute Funkwetterstation, 2. Januar 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Diese Wetterstation von Technoline ist ein nützliches Gerät. Die Abmessungen der Basisstation sind zwar relativ groß, dafür sind aber die Symbole und Informationen gut ablesbar, auch wenn das Gerät nicht über eine eingebaute Beleuchtungsfunktion verfügt.

Weiterhin verfügt das Gerät über einen kleineren Sender, der im Außenbereich angebracht wird und die Basisstation per Funk mit Datum, Uhrzeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit versorgt. Sowohl Sender als auch Basisstation werden mit den mitgelieferten Batterien in Betrieb genommen und damit unabhängig von Netzstrom betrieben.

Es empfiehlt sich, die Bedienungsanleitung vorher zu lesen. Dort ist präzise erklärt, wie man bei der Inbetriebnahme vorzugehen hat und dort erfährt man auch, dass bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft einige Stunden vergehen können. Ansonsten ist die Einstellung der ortsgebundenen Daten total einfach und schnell zu erledigen.

Anschließend braucht man im Prinzip nur noch auf den Empfang der Daten des Deutschen Wetterdienstes zu warten, die die Wetterstation via Satellit empfangen soll. Obwohl in der Anleitung steht, dass hierfür ca. 6 Stunden benötigt werden, dauerte dieser Vorgang in meinem Fall eine ganze Nacht.

Aber am nächsten Morgen waren alle Daten ables- bzw. abrufbar. Nach meinen Beobachtungen waren die Prognosen, die per Satellit übermittelt wurden, bisher sehr verlässlich. Es ist möglich, die Station so einzustellen, dass man sich entweder den Tagesverlauf des aktuellen Tages anzeigen lassen kann oder die Prognose für den aktuellen Tag und die darauf folgenden 3 Tage.

Zudem lassen sich Windstärke und -richtung und Regenwahrscheinlichkeit anzeigen und ein wichtiger Helfer kann auch die abrufbare Unwetterwarnung sein. Diese Information könnte zukünftig den Blick ins Internet ersparen. Ich kann zur Funktion auflaufender Unwetterwarnungen leider keine Aussage machen, denn meine Region war seit Inbetriebnahme keinen extremen Wettersituationen ausgesetzt.

Man soll aber eine optische und aktustische Warnung erhalten und dann die entsprechende Mitteilung als Fliesstext ablesen können. Die akustische Warnung ist optional, d.h. man kann diese deaktivieren, falls man kein Interesse daran haben sollte, von dem Warnton des Nächtens im Schlaf gestört zu werden. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es Personen geben kann, die von so einem Warnton zu jeder Tagesszeit profitieren könnten.

Einzig die Abdeckung des Batteriefaches des Senders macht nicht den stabilsten Eindruck, scheint (zumindest bei meinem Sender) ziemlich locker zu sitzen und ist auch gegen Feuchtigkeit offensichtlich nicht besonders geschützt. Es ist demnach darauf zu achten, dass der Sender im Außenbereich an einer Stelle aufgestellt oder befestigt wird, an dem er möglichst wenig naß werden kann.

Lt. Bedienungsanleitung soll er keiner direkten Sonneneinstrahlung und direktem Niederschlag ausgesetzt werden. Ersteres versteht sich von selbst, um eine korrekte Temperaturanzeige zu gewährleisten. Zweiteres machte bei mir einige Überlegungen nach dem am besten geeigneten Standort erforderlich.

Ich habe mich ziemlich schnell an dieses Gerät gewöhnt und möchte auf die bequeme Ablesbarkeit der nützlichen Wetterprognosen und -daten eigentlich nicht mehr verzichten.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 4, 2013 5:23 PM CET


In Session (Deluxe Edt.)
In Session (Deluxe Edt.)
Preis: EUR 5,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vater und Sohn..., 21. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In Session (Deluxe Edt.) (Audio CD)
Die Überschrift stimmt zwar so nicht, aber auf dieser CD/DVD Kombination treffen sich der damals 60-Jährige Bluesveteran Albert King und der gerade am Begin seiner Karriere stehende Stevie Ray Vaughan zu einer Session, die sowohl in Ton als auch in bewegten Bildern festgehalten wurde.

Albert King gehörte zu den größten Vorbildern Stevie Ray Vaughans und es ist zu lesen, dass Vaughan sein Vorbild Daddy genannt hat. Damit ist vieles gesagt über die Beziehung dieser beiden sehr unterschiedlichen Männer.

King war schon durch viele Berge und Täler des Musikgeschäfts gewandert, während Vaughan 1983 zuerst auf Bowies LP Let's Dance für Aufmerksamkeit gesorgt hatte und im Juli des Jahres war mit Texas Flood dessen erstes eigenes Album erschienen.

In Session wurde am 6. Dezember 1983 in den Studios von CHCH aufgezeichnet, einer kleinen unabhängigen Fernsehstation in Hamilton, Ontario, Kanada. Albert King wusste zunächst gar nicht mit wem er da jammen sollte, und er wollte ursprünglich schon deshalb absagen, bis er aufgeklärt wurde, dass er den jungen Stevie Ray Vaughan 10 Jahre zuvor in Austin, TX bei einem seiner eigenen Auftritte schon mal erlaubt hatte mit ihm zu spielen.

Freunde des elektrischen Blues und speziell dieser beiden Musiker kommen an dieser Scheibe eigentlich nicht vorbei. Normalerweise ist ja eher die DVD die Beigabe zur CD, aber hier ist das ausnahmsweise mal ein bisschen anders.

Beide Scheiben bieten zunächst mal eine weitgehend unterschiedliche Liste an Songs. Damit ergänzen sich beide Tonträger sehr gut. Die CD macht alleine schon Spaß, aber ein noch größeres Vergnügen ist es, wenn man beide Musiker auch im Bild sehen kann. Beide sitzen auf einer Art Barhocker nebeneinander und bleiben dabei stets in Blickkontakt. Ihre 3 Begleiter bleiben optisch weitgehend unbeachtet, tragen aber wesentlich zum Erfolg der beiden Hauptdarsteller bei.

Die Bildqualität ist zwar altmodisch, aber sehr gut. Würde man solche Sessions heute vermutlich mit der Handkamera filmen oder den Filmapparat mindestens per fern gesteuertem Kran hin und her und auf und ab wirbeln lassen, ist die etwas unbeholfen und starr wirkende Bildführung fast ein Segen.

Dem Zuseher entgeht keine Handbewegung und man kann in allen Einzelheiten mitverfolgen, wie der linkshändige Albert King seine Flying V bespielt und man sieht sehr gut dabei, dass seine Gitarre wie eine Rechtshänder-Gitarre bespannt ist. Gleiches gilt auch für die Close-ups auf Stevie Ray Vaughan, wobei der natürlich sein Instrument normal als Rechtshänder spielt.

Das ganze Teil wird dann hier auch noch dem Käufer geradezu nachgeschmissen und ist damit wie bereits erwähnt für Bluesfreunde quasi Pflicht.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 2, 2013 10:50 AM CET


Alive On Arrival
Alive On Arrival

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen starkes Debüt, 21. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Alive On Arrival (Vinyl)
Im Laufe der Popmusikhistorie wurde in der Presse immer wieder nach einem Dylan-Nachfolger gesucht. Jedes Mal, wenn man glaubte, dass Bob Dylan in der Krise stecken würde und nichts Vernünftiges mehr auf die Beine stellte könnte, war schnell potentieller Ersatz zur Hand.

Mit Alive On Arrival war der damals 23-Jährige Steve Forbert auserkoren worden, der neue Dylan zu sein. Die Rahmenbedingungen stimmten zwar, aber letztlich war Forbert nicht der richtige Mann für diese Rolle. Später bezeichnete er all das Gerede als Klischee und dass er diese Kategorisierung nie ernst nehmen konnte. Er fühlte sich nicht berufen, um schlauer zu sein als alle anderen und auf alles und jedes eine Antwort haben zu können, wie Dylan es aus Forberts Sicht offenbar konnte.

Diese Bescheidenheit ist zwar charakterlich ehrenvoll, aber kommerziell zu brav. Das macht sich bis heute bemerkbar, denn seine Plattenveröffentlichungen gehen mehr oder weniger an größerer Aufmerksamkeit vorbei, obwohl er durchschnittlich alle 2 bis 4 Jahre neue Alben produziert.

Trotzdem spielt Steve Forbert feinste Singer-Songwriter Songs, die ich immer hörenswert finde. Dass er mit Akustikgitarre und Mundharmonika der Assoziation zu Dylan selbst Nahrung gab, war ihm dabei vielleicht gar nicht so klar.

Auch wenn Forberts größter Erfolg, Romeo's Tune, erst auf dem zweiten Album erschien, liefert er schon auf seinem Debüt wunderbare Songperlen ab. Alleine Going Down To Laurel und What Kinda Guy ? hatten mit ihrem poppigen Arrangement schon Hitpotential. Alive On Arrival ist ein zeitloses Album, dass man in einem Zug durchhören kann und dass mit It Isn't Gonna Be That Way und You Can Not Win If You Do Not Play zwei der schönsten Forbert-Balladen enthält, die es bis heute gibt.

Ich besitze die UK Epic Pressung auf Vinyl und die ist klanglich und verarbeitungstechnisch absolut zu empfehlen. Und die kriegt man im Gebrauchthandel offenbar viel leichter und günstiger als die später veröffentlichte Version auf CD.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 2, 2013 12:17 PM CET


Blues Funeral [Vinyl LP]
Blues Funeral [Vinyl LP]
Preis: EUR 21,98

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen elektronischer Totengesang, 18. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Blues Funeral [Vinyl LP] (Vinyl)
Bei der Rekapitulation des Musikjahres 2012 darf in meiner Playlist Blues Funeral auf keinen Fall fehlen. Mark Lanegan ist seit dem Ende der Screaming Trees in viele Projekte involviert. Außer seinem eigenen Namen tauchen immer wieder auch andere Bezeichnungen auf. Die Bezeichnung Mark Lanegan Band (diesmal ohne das &) steht in diesem Fall auch nicht für eine Band im eigentlichen Sinn, sondern dafür, dass Lanegan diese Arbeit von seinen bisherigen Projekten abgrenzen wollte.

Musikalisch macht sich das hauptsächlich durch eine andere Herangehensweise an die Kompositionen bemerkbar. An die Stelle der Gitarre als bevorzugtes Instrument, traten für Blues Funeral Keyboards, Sequenzer und Drumcomputer. Lt. Lanegan wurden die meisten Songs kurz vor, oder auch erst während der Aufnahmen komponiert und geschrieben.

Eine Reihe von alten Weggefährten steuern als Gäste (Band) die sonst üblichen Instrumente bei. Hauptsächlich besteht diese Unterstützung aus dem Produzenten Alain Johannes. Außerdem sind aus dem Dunstkreis der Queens of the Stone Age Josh Homme, Chris Goss und David Catching dabei und ein paar echte Drums steuert der langjährige Johannes-Kollege und ehemalige Red Hot Chilli Peppers und Pearl Jam Schlagzeuger Jack Irons bei.

Durch diese Konstellation entsteht ein geradezu elegischer und auch melodiöser Sound, zu dem dann die Texte ins Spiel kommen. Um sich thematisch ein Bild zu machen, braucht man sich eigentlich nur die Titel der Songs anzusehen. Die Namen The Gravedigger's Song, Gray Goes Black, Ode To Sad Disco, Harborview Hospital und Deep Black Vanishing Train sagen dazu schon fast alles. Schlusspunkt und besonderer Höhepunkt der Trostlosigkeit ist dann noch das 7:07 Min lange Tiny Grain of Truth.

Und Mark Lanegans markant kratziger Bariton macht aus dieser Mischung von Bluesrock, Trauerliedern und Elektroniksounds ein Album, dass ohne Pause (außer Platte umdrehen) durchgehört werden kann. Ein beigelegter Downloadgutschein kann aber hier Abhilfe schaffen und für eine ununterbrochene Wiedergabemöglichkeit sorgen.

Der Punktabzug kommt dadurch zu Stande, dass diese Platte sich auch in die des modernen Produktionsmissstandes der übermäßigen Komprimierung einreiht. Ich habe hin und her überlegt, wie viel man hierfür abziehen darf, aber -ehrlich-, so einer atmosphärisch hochwertigen Platte derart die Dynamik zu entziehen, ist ein Frevel.

Und ich verstehe das auch nicht wirklich, denn die LP ist zudem sehr schon konzipiert und die dunkelgrün-marmorierten Scheiben sind äußerlich super sauber verarbeitet und drehen auf dem Teller 1a. Ich halte mich mit dem Sterneabzug nur aus Sympathie für den Künstler Mark Lanegan einigermaßen zurück, und, weil ich diese Platte so mag.


Banga [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Banga [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Preis: EUR 19,52

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen jeden Cent wert...., 17. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Banga [Vinyl LP] [Vinyl LP] (Vinyl)
Für diese Platte habe ich genau so viel hingeblättert, wie für die ersten 8 Alben von Patti Smith auf CD zusammen. Dass dieser Ausverkauf irgendwie ungerechtfertigt ist, wenn man es in Beziehung zu dem setzt was man dafür bekommt, empfinde ich fast als peinlich und ich schäme mich auch ein wenig dafür.

Banga ist nun erst das 11. Album von Patti Smith in 38 Jahren seit 1974 ihre erste Platte erschien. Eine beispiellose Karriere für eine Sängerin folgte in einer von Männern dominierten Musikwelt. Nach dem kometenhaften Aufstieg kamen auch die unweigerlichen Abstürze, verstörende Auftritte und private Tragödien. So entstanden immer wieder große zeitliche Abstände zwischen den Veröffentlichungen von Patti Smith.

Die LP Banga erschien mit großer Verspätung im Vergleich zur CD und als ich diese Platte bekam, da waren die meisten Rezensionen längst durch. Ich habe die Platte angehört und war danach zuerst mäßig begeistert. Aber die Scheiben drehen sich immer wieder auf meinem Dreher und im Laufe der Zeit ist die LP ein guter Freund geworden.

Ich finde, Banga ist eines der abwechslungreichsten Alben von Patti Smith überhaupt. Beim CD Kauf der alten Platten stand für mich eigentlich mehr das historische Interesse im Vordergrund. Obwohl viele Musiker, die ich in den 90ern gehört habe, immer wieder Patti Smith als Vorbild nannten, blieb es zunächst beim Vorsatz.

Musikalisch beginnt Banga recht flott. Die Single April Fool klingt sogar ziemlich poppig. Fuji-san ist dann ein waschechter Rocksong. Aber so bleibt es nicht. Ab Seite 2 wird es ruhiger und nachdenklicher, obwohl auch die schnelleren Songs inhaltlich alles andere als belanglos sind.

Geschrieben wurden die Songs zum großem Teil auf einer Reise mit der Costa Concordia. Als die Platte heraus kam, lag dieses Schiff bereits mit 30 Grad Schlagseite halb abgesoffen auf Felsen gesetzt in der Adria auf Grund und markiert eines der skandalösesten Kapitel moderner Kreuzfahrttouristik.

Dazwischen lagen die Aufnahmesessions in den Electric Lady Studios in New York. Thematisch bewegt sich Patti Smith zwischen 15. Jahrhundert und Gegenwart. Aktuelle Ereignisse wie die Katastrophe von Fukushima fließen ebenso in das Songwriting ein, wie literarische Verweise zu den russischen Schriftstellern Nikolai Gogol und Michail Bolgakow. Desweiteren singt Smith einen Geburtagssong für Johnny Depp und Erinnerungen an die kurz nacheinander verstorbenen Maria Schneider und Amy Winehouse finden sich auf dieser Platte ebenfalls.

Auch wenn ich einige Zeit gebraucht habe, um es zu kapieren:
Banga ist eine große Platte geworden, die mit künstlerischer Tragweite aufwarten kann und die mit außergewöhnlichem Engagement und viel Inspriration entstanden sein muss. Patti Smiths Gesang hörte sich für mich noch nie so ausgeglichen und kraftvoll zugleich an.

Die Vinylscheiben sind in dem Zustand, den man für den gewissen Mehrpreis gegenüber der CD auch erwartet. Die Aufnahme ist klar und transparent und es macht ungeheuren Spaß der Platte vom Hörplatz aus beim Abspielen zuzusehen.


Perfect Night
Perfect Night
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 21,95

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The King of Sprechgesang, 17. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Perfect Night (Audio CD)
Über Lou Reed ist vor einem guten Jahr allerlei Häme ausgeschüttet worden, als er mit Metallica als Begleitband das ambitionierte Kunstprodukt Lulu unter die Leute brachte. Das Ergebnis dieser Kollaboration konnte mich allerdings auch nicht restlos davon überzeugen, dass Reed + Metallica eine tragfähige Kombination gewesen sein soll. Ich fand es ein interessantes Experiment, das einigermaßen anstrengend und wenig nachhaltig zu sein schien.

Die Kritik, dass Reeds Sprechgesang mit dem (in diesem Fall) unterrepräsentierten Spiel einer Metalkapelle wenig harmonieren würde, war sicher auch zutreffend. Vielleicht war es ja auch genauso, wie beide Parteien sich ihr gemeinsames Projekt vorgestellt hatten und sie fanden/finden es ganz toll, so wie es war/ist.

Mich hat die teilweise einseitige Empörung über Lulu sehr amüsiert, und gleichzeitig habe ich mich gefragt, wie das wohl geworden wäre, wenn Lou Reed dieses Album mit seinen eigenen Spezis aufgenommen hätte.

Bei diesen Überlegungen kramte ich diese CD wieder hervor. Ein Konzertmitschnitt aus der Royal Festival Hall, im Rahmen des Meltdown Festivals 1997 mitgeschnitten, das in jenem Jahr unter der Leitung von Lou Reeds damaliger Freundin und heutiger Ehefrau Laurie Anderson stand.

Lou Reed schwärmt im Klappentext über den Sound seiner Gitarre an diesem bestimmten Abend, was ihn auch zum Titel dieses Albums inspirierte. Und Lou Reed lässt uns mit seinem Co-Produzenten Mike Rathke an diesem Klangerlebnis einigermaßen teilhaben.

Die Betonung liegt auf Reeds Gitarre und seinem Gesang. Beides ist sehr in den Vordergrund gemischt. Das stört aber gar nicht, denn seine Freunde Rathke an der 2. Gitarre, Fernando Saunders am Bass und Drummer Tony "Thunder" Smith setzten nur gelegentliche, aber sehr effektvolle Akzente und nölen herrlich im Chorus mit. Man beachte wie gut und akzentuiert Reed hier sprech-singt und wie präzise und variabel die Band ihn dabei unerstützt.

Der Pegel für Applaus und Jubel der Zuhörer ist ziemlich runter gedreht. Aber auch das ist kein Manko, denn die Aufnahme ist so gut, dass man glauben könnte, man befände sich am Bühnenrand, hätte das übrige Publikum weit hinter sich gelassen und Reed + Freunde würden nur für uns CD Hörer, die vor der Musikmaschine hocken, spielen.

Reed hat hörbar Spaß an seiner eigenen Performance und er bietet ein Karriere umfassendes Set aus alten Klassikern von I'll Be Your Mirror, Perfect Day oder Coney Island Baby, Abstechern in die 80er (New Sensations/The Original Wrapper), 2 Songs vom Album New York bis zu Sex With Your Parents und Riptide vom damals aktuellen Album Set The Twilight Reeling.

Dazu bringt Reed eine tolle Version von Talking Book und weiterhin eher selten gehörtes wie Visions, Kicks, Into The Divine oder Why Do You Talk. Die Stimmung des Vortrages reicht hier instrumental von intim bis brachial und stimmlich von sanft bis wütend.

Unter den vielen Livealben von Lou Reed ist diese Scheibe auf jeden Fall ein Highlight. Und wenn man noch nicht allzu viel von Herrn Reed kennt: bevor man sich eine der unzähligen Best-Of Scheiben nach Hause holt, sollte man hier mal rein hören. Denn hier gibt es zwar nicht die ganz großen Hits, aber dafür praktisch Classic Hits, Rarities und eine hervorragende Liveperformance im Komplettpaket.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 1, 2013 11:51 PM CET


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