Profil für Rocker > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Rocker
Top-Rezensenten Rang: 707
Hilfreiche Bewertungen: 1445

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Rocker
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Same (1990) [Vinyl LP]
Same (1990) [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Buck-Mills-Berry-Zevon-Bluesrockalbum, 6. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Same (1990) [Vinyl LP] (Vinyl)
Die Hindu Love Gods waren ein Nebenprojekt der Herren Buck, Mills, Berry von REM, die gemeinsam mit Warren Zevon bei einige lokalen Veranstaltungen auftraten und hauptsächlich Coverversionen von bekannten Blues- und Rocksongs spielten. Dieses lief so rund um 1984 ab und in dieser Zeit nahm man lediglich eine Single (Gonna Have A Good Time Tonight/Narrator) auf.

Manchmal gesellte sich auch Michael Stipe dazu und es soll auch vorgekommen sein, dass die Gruppe REM quasi unter Pseudonym spielte, wenn Warren Zevon nicht dabei sein konnte. Offenbar keine ernste Sache, nur so zum Spaß.

Als Warren Zevon 1987 mit den Aufnahmen seines Albums Sentimental Hygiene beschäftigt war, waren auch Buck-Mills-Berry wieder mit beteiligt. Nebenbei bemerkt, sind auf Sentimental Hygiene eine ganze Armada an Stars beteiligt gewesen, die als Gäste manchmal zwar nur kleine Beiträge ablieferten, aber die Liste der Musiker ist beeindruckend.

Etwas übrig gebliebene Studiozeit nutzend, und angeblich in feucht-fröhlicher Stimmung, fand schließlich eine Nachtsession statt, während der man zu viert 10 Coversongs aufnahm, die man in den Jahren zuvor schon oft bei den Auftritten gespielt hatte.

So entstand das einzige Album der Hindu Love Gods, obwohl eine Veröffentlichung zunächst wohl gar nicht beabsichtigt war. Schließlich kam die Platte 1990 doch noch heraus, fand aber eher geringe Beachtung. Man hört irgendwie, dass das ganze ein Spaß war, und kaum ernst gemeint gewesen sein konnte.

Auch diese Platte hole immer wieder mal hervor und sie gefällt mir auch nach all den Jahren immer noch sehr gut. Die Rockversionen der Bluesstandards haben richtig Schmackes und das macht Spaß. Bester und originellster Track ist dabei das Prince-Cover von Raspberry Beret, das auch ein kleiner Erfolg wurde, während das Album irgendwo zwischen Platz 150 und 200 vor sich hin dümpelte.

4 Sterne finde ich wohlwollend, aber doch verdient - 5 Sterne wären übertrieben.
Auch wenn das handwerklich gut gemacht ist, hat man doch die meisten Songs schon einige Male zu oft gehört und das Teil ist ja wie gesagt auch nicht mit Veröffentlichungsabsicht entstanden.

Der Vollständigkeit halbe füge ich hier noch schnell die Trackliste an:
1. Walkin' Blues (Robert Johnson) - 4:12
2. Travelin' Riverside Blues (Robert Johnson) - 4:02
3. Raspberry Beret (Prince Rogers Nelson) - 3:53
4. Crosscut Saw (Fred Ingrahm, Bill Sanders) - 3:06
5. Junko Pardner (Bob Shad) - 2:39
6. Mannish Boy (Bo Diddley, Melvin London, Muddy Waters) - 6:57
7. Wang Dang Doodle (Willie Dixon) - 3:51
8. Battleship Chains (Terry Anderson) - 3:06
9. I'm a One-Woman Man (Tillman Franks, Johnny Horton) - 2:16
10.Vigilante Man (Woody Guthrie) - 2:56


Athens Andover
Athens Andover

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reg Presley, RIP, 5. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Athens Andover (Audio CD)
Am Montag, 4. Februar 2013, verstarb Reg Presley im Alter von 71 Jahren. Aus diesem Grund sei hier mal an dieses tolle Album erinnert, dass The Troggs gemeinsam mit Peter Buck, Mike Mills, Bill Berry und Peter Holsapple 1991 eingespielten. Der Albumtitel ist ein Wortspiel, bestehend aus den Heimatstädten von REM und The Troggs. Ein wenig später wurden The Troggs zudem ein bisschen wiederentdeckt, da die Gruppe Wet Wet Wet mit einem Cover von Love Is All Around den Soundtrack des Films Vier Hochzeiten und ein Todesfall in etwas Erinnerungswürdiges verwandelt hatte.

Reg Presleys Song hatte auch dafür gesorgt, dass es zu dieser Zusammenarbeit kam, denn REM hatte Love Is All Around auch auf der Setlist ihrer Konzerte und eine Version davon taucht zudem als "B-Seite" der REM-Single Radio Song auf. Als Reg Presley davon erfuhr, hörte er sich einige Alben von REM an, und befand, dass es einige Parallelen zwischen den frühen Troggs und REM geben würde. REM, gerade selber an der Schwelle zwischen Geheimtipp und Superstars, luden Presley und Chris Britton für eine Woche zu Jams nach Athens ein.

REM, vom Collegeradiorock kommend, hatten gerade mit Out Of Time einen Stilwechsel vollzogen, der sie etwas vom Gitarrenrock entfernt hatte. Sie schwammen mit den Singles Shiny Happy People und Losing My Religion auf einer nie dagewesenen Erfolgswelle und das Album wurde ein Megaseller. So trifft der raue Beatsound von The Troggs auf eine damals eher folkorientierte amerikanische Rockband. Aber es funktioniert. Das Album Athens Andover verbindet beide Stile sehr effektiv und die aufkommende (oder schon Bestand habende) Beliebtheit von REM brachte zudem die nötige Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, damit überhaupt jemand diese Platte zur Kenntnis nahm.

Nun ist diese CD aber weit davon entfernt, um nur ein Kollaborationsmodell mit dem Werbetrick zu sein, wonach eine angesagte amerikanische Band mit ihrem Namen der mehr oder weniger in der Versenkung verschwundenen Beatgruppe aus Großbritannien auf die Sprünge hilft. Erstmal sei da nochmals and die schottische Band aus dem ersten Absatz erinnert und zum anderen waren Reg Presleys Songs qualitativ stark genug, um diesem Album den Troggs-Sound zu belassen. Nur zwei Titel stammen von den Musikern von REM, die hier quasi als Unterstützer fungierten und gleichzeitig in ihrem Studio für die wohltemperierte Arbeitsatmosphäre sorgten, die Reg Presley und seine Kollegen während dieser Zusammenarbeit so geschätzt haben.

Manager Larry Page (The Kinks/The Troggs) reaktivierte für dieses Album sein Page One Label und trat im Duo mit Daniel Boone auch zusätzlich noch als Songschreiber in Erscheinung. Auch Chip Taylor kommt hier wieder zu ein paar Tantiemen, indem man das Album mit seiner Komposition Crazy Annie eröffnet. Die Reg Presley Songs klingen hier immer noch kratzig wie zu Zeiten von With A Girl Like You, aber trotzdem ohrwurmig und melodisch.

Eine wunderbare Platte, die ich über die Jahre immer wieder gehört habe, und auch weiterhin immer wieder hören werde. In Zukunft allerdings wohl mit einem gehörigen Touch an Wehmut. In memoriam Ronnie Bond, Dave Wright und nun auch Reg Presley sozusagen...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 8, 2013 2:51 PM CET


White Chocolate
White Chocolate
Preis: EUR 49,44

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lässig und souverän, 23. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: White Chocolate (Audio CD)
Al Kooper, geboren 1944 als Alan Peter Kuperschmidt, ist schon ein unglaublicher Typ. Im Alter von 14 Jahren begann er seine musikalische Laufbahn. Er war Sessionmusiker, Produzent, hat eigene Bands geleitet, war Wegbereiter bekannter Gruppen wie Lynryd Skynryd oder The Tubes und hat auch nebenbei immer wieder Soloalben heraus gebracht.

Wer sich dafür interessiert, was Al Kopper alles gemacht hat, dem kann ich auch sein Buch empfehlen. Dessen Grundgerüst von 1977 ist zwar eigentlich zeitlich nicht mehr aktuell, aber Kooper hat seine Biografie inzwischen zweimal aktualisiert, zuletzt 2008.

Nachdem Kooper jahrzehntelang kein eigenes Album mit neuem Material mehr veröffentlicht hatte, erfreute er seine Anhänger in den 00er-Jahren gleich mit zwei neuen Alben. Das neuere erschien 2008 und heißt White Chocolate.

Wie schon auf dem Vorgänger Black Coffee von 2005 liefert Kopper ein Soloalbum ab, dass im Prinzip alles vereinigt, was er in den 50 Jahren seiner Karriere geschaffen hat. Popsongs, die klingen wie aus dem Ärmel geschüttelt, mit fast allem gewürzt, was man sich vorstellen kann.

Zu Beginn der CD hab ich glatt geglaubt, dass ich versehentlich eine Gary Moore Bluesplatte in den Player gesteckt hätte, so geht nach wenigen Sekunden das Gitarrensolo des Eröffnungssongs Love Time ab. Al Kopper beherrscht alles. Vom Rock und Pop über R&B und Blues, Soul und Jazz, bis zur zuckersüßen Ballade hat er alles drauf. Und man bekommt das auf dieser Scheibe auch alles.

Das Schöne bei Al Kooper ist für mich einfach, dass nichts von dem was er tut planlos oder aufgesetzt wirkt. Jede Note, jedes Instrument, jeder Bläsersatz und jedes Streicherarrangement hat genau seinen Platz. Die Songs sind ausgelassen und besinnlich, ernst und humorvoll, fröhlich und nachdenklich. Und am Ende des letzten Songs (I Don't Know When But) I Know That I'll Be There Soon sagt Kooper: "Let's go and get some more white chocolate."

Dann hört man die Tür ins Schloss fallen - und Tschüß, weg ist der Al !

Warum man für dieses Album überall so viel berappen muss, ist mir unverständlich. Hemmt das doch eigentlich eher den Kaufreiz. Und das ist angesichts des Gebotenen irgendwie ziemlich schade. Über Koopers Internetseite gibt es die CD noch immer um erheblich weniger als den hier verlangten Obolus.

Der Versand aus den USA dauert zwar einige Zeit, aber dafür ist die CD von Kooper signiert, die Downloadberechtigung inkl. pdf-booklet kriegt man sofort bei Bestellung und das Album enthält zusätzlich 7 der auf dem regulären Album enthaltenen Songs als Demoversionen. Bei dieser scheinbar überflüssigen Zugabe treten aber eigentlich die Qualitäten der Lieder noch besser zu Tage, da die Demos die Songs quasi im stripped-down Zustand zeigen.

Sehr lohnend, hab's nicht bereut...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 28, 2013 11:18 AM CET


Let It All in
Let It All in
Preis: EUR 14,48

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Musikjahr beginnt vielversprechend..., 18. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Let It All in (Audio CD)
Es war immer irgendwie lustig. Meine niederländischen Kollegen lachen sich immer schlapp, wenn es heißt, dass wir I Am Kloot hören. Kloot ist dort nämlich nicht unbedingt ein freundliches Wort.

Aber egal: Das Trio aus Manchester hat die Messlatte für die noch zu erwartenden Singer/Songwriter Alben des jungen Jahres 2013 mit dieser Platte hoch gelegt. 10 wunderbare Lieder sind für das neue Album zusammen gekommen, erneut produziert wurde das Ganze von Guy Garvey und Craig Potter.

Die Musik auf diesem Album ist im Vergleich zum Vorgänger reduzierter und die Band spielt ihre Songs überwiegend eher im Stil ihres Debütalbums. Doch trotzdem verzichten sie nicht ganz auf die kleinen Farbtupfer, die der überwiegend melancholischen Stimmung Impulse hinzufügen.

Bullets wird mit einer kratzigen Gitarre aufgewertet, im Titelsong taucht eine unerwartete Posaune auf und Hold Back The Night endet in einer intensiven Streicherekstase. Bei Some Better Day ragt die Trompete heraus und These Days Are Mine ist eine wunderbare, dicht arrangierte Up-Tempo Nummer geworden, die mich an die späten Beatles erinnert.

John Bramwell singt die Songs von leicht lakonisch bis dramatisch und gibt den Liedern zusätzlich Charakter. Zunächst werden dem Hörer "tales of glory" versprochen, doch bei Shoeless wirft er dann doch einfach nur Steine ins Wasser. Bramwell trifft aber bei allem immer den richtigen Ton.

Mir geht diese Platte derzeit nicht mehr aus dem Kopf und bohrt sich mit jedem Durchlauf noch fester und tiefer ins Hirn.
Tolle Scheibe, fette Empfehlung !
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 13, 2013 4:01 PM CET


The American in Me
The American in Me
Wird angeboten von redroserecords
Preis: EUR 19,75

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Forbert's wahres Comeback..., 15. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: The American in Me (Audio CD)
Nachdem Steve Forbert zu Begin seiner Karriere angehängt wurde, der neue Dylan zu sein und er diese Rolle nicht haben wollte, verlor sich nach und nach seine Spur. Jackrabbit Slim fand noch einige Beachtung und enthielt mit Romeo's Tune auch noch einen respektablen Hit, aber die folgenden 2 Alben gingen unter.

Wie sooft in solchen Fällen führte dies 1984 zum Verlust des Plattenvertrages bei Nemperor, aber da war seine letzte Veröffentlichung auch schon 2 Jahre alt. 1988 kehrte er mit einem neuen Vertrag bei Geffen und dem Album Streets Of This Town auf die Bildfläche zurück.

Obwohl diese Platte wieder an die Qualität seiner ersten Alben heran reichte, litt das Album doch sehr unter der Produktion. Zu sehr Achtziger und instrumental irgendwie überfrachtet, hört sich Streets Of This Town trotz sehr guter Songs heute teilweise merkwürdig an.

Aber 1992, da gab es dann wieder eine echte Forbert Sternstunde. The American In Me gehört für mich zum Besten, was Forbert bis heute auf Platte gebannt hat. Entstaubte Produktion, reduzierte Instrumentierung und Songs, die aus meiner Sicht noch ein Stück dringlicher sind, als noch auf Streets Of This Town.

Schon der erste Song, Born Too Late, reißt echt mit. Die knackige Snare gibt das Tempo vor und treibt den Song ordentlich an. Trotzdem lebt dieses Lied auch davon, dass zu den Textstrophen immer wieder Tempo heraus genommen wird, um dann urplötzlich wieder durchzustarten.

Steve Forbert verdichtet hier seine Songschreiberfähigkeiten in 10 Lieder ohne Ausfall oder Füller. Dieses Album kann man in einem Rutsch durchhören und die knapp 34 Minuten vergehen wie im Flug. Auch Forberts Balladen sind hier vom Feinsten. Das romantische When The Sun Shines treibt einem die Tränen der Rührung bis unter den Scheitel und der anschließende Titelsong punktet mit seiner folkigen und leidenschaftlich geblasenen Mundharmonika und der wabernden Orgel.

Zwischendurch gibt es immer wieder schnellere Lieder, wie Responsibility oder Baby Don't, die Forbert mit unwiderstehlichen Melodien versehen hat. Change In The Weather überrascht mit einem stakkato-artigen Gitarrenriff und bei You Cannot Win 'em All legt Forbert noch mal alles an Sentimentalität hinein, was er aufbringen kann.

Teilweise gibt Steve Forbert tatsächlich mit dieser Platte nachträglich der Klassifizierung einer von Bob Dylan's Erben zu sein wieder Nahrung, aber Forbert schafft mit dem eigenständigen Stil dieser Scheibe einen wackelfreien Balanceakt zwischen Rockalbum und akustischem Folk. Außerdem ist der Erblasser auch über 20 Jahre nach The American In Me immer noch lebendiger als manche seiner voreilig gekürten Kronprinzen und schon von daher verbietet sich dieser Vergleich ohnehin.

Ich korrigiere mich dahingehend, dass dieses Album nicht zum Besten gehört, was Steve Forbert je gemacht. Gemeinsam mit seinem Debüt ist dieses Album seine Referenzplatte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 16, 2013 4:44 PM CET


Live at Life
Live at Life
Wird angeboten von 5-Sterne-Verkauf
Preis: EUR 16,97

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Live im Life, 11. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Live at Life (Audio CD)
Ian McNabb ist ein hervorragender Komponist und Texter. Er hat ein feines Gespür für Harmonien und Melodien und er besitzt einen speziellen Humor. Außerdem verfügt er offenbar über eine sehr gute Beobachtungsgabe, denn seine Texte bedienen sich einer sehr bildhaften Sprache.

Schon Anfang der 80er war das festzustellen, als er mit seiner Band The Icicle Works erste bescheidene Erfolge feiern konnte und mal eben kurz als Zaungast den Popgipfel streifte. Seit Anfang der 90er arbeitet er solo, nur ab und an tritt er zu bestimmten Anlässen noch unter dem alten Bandnamen auf, ohne dass seine früheren beiden Kollegen involviert werden.

Dies ist seine erste Live-CD, aufgenommen am 13. und 14.12.1999 im Voodoo Room des Life Cafe in seiner Heimatstadt Liverpool. Ja, als Liverpooler ist Ian McNabb irgendwie vorbelastet. Seine Solokarriere ist weitestgehend unbeachtet verlaufen und seine Auftritte beschränken sich vornehmlich auf sein Heimatland.

McNabb konnte nicht widerstehen, ein Livealbum aufzunehmen, weil der Name des Lokals Life Cafe ihn auf den (seiner Meinung nach) brillanten Titel Live at Life gebracht hatte.

Ian McNabb spielt nur mit Akustikgitarre ein intimes Set aus 15 Songs, die aus seiner gesamten Karriere stammen. Von alten Icicle Works Nummern bis zum damals aktuellen Album Merceybeast. Ab und an bläst noch in die mitgeführte Mundharmonika.
Aber überwiegend lebt die Aufnahme von dem stimmlichen Vortrag und der Gitarrenbegleitung. Simpel, reduziert, teilweise auch schroff und sozusagen unplugged...

Mit über 70 Minuten Spielzeit ist die CD ziemlich lang und das reine Geklampfe ist über so lange Zeit nicht unbedingt jedermanns Sache. Mich strengt es auch manchmal zu sehr an, aber leider reicht es für McNabb selten zu Konzerten mit Band und er hat auch zeitweise viele kleine Konzerte in privaten Wohnzimmern gespielt, begleitet nur von einem Freund, der das Auto fahren musste.

Wen das hier trotzdem neugierig gemacht hat, dem kann ich die ersten beiden McNabb-Studioalben Truth And Beauty und Head Like A Rock empfehlen. Auf letzterem hat McNabb sich den Traum erfüllen können, bei 4 Songs von Crazy Horse begleitet zu werden.

Und auf Head Like A Rock befindet sich auch mein persönlicher Lieblingssong von ihm:
Fire Inside My Soul - eine musikalische Kurzbiografie, in der McNabb als 33-Jähriger sein Leben erzählt. Ein großartiger Song, zu dem Crazy Horse genau den passenden Sound beisteuern.


Eine Einfache Lösung
Eine Einfache Lösung
Wird angeboten von M U S I K B O E R S E
Preis: EUR 49,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutscher Beat in den 90ern, 10. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Eine Einfache Lösung (Audio CD)
Bernd Begemanns Plattenkarriere geht mittlerweile ins 26. Jahr. 20 Alben, einige EPs und mehr als ein Duzend Singles gibt es von ihm, aber trotzdem ist sein Bekanntheitsgrad eher gering.

Diese CD mit dem Titel "Eine einfache Lösung" fasst die ersten beiden Alben der Formation Die Antwort zusammen. Das allererste Album war zwar schon 1987 heraus gekommen, doch damals noch als Trio und unter dem Namen Bernd Begemann & Die Antwort.

1991 hieß es dann nur noch Die Antwort und das Album nannte sich schlicht #1. Ein Jahr später kam dann noch Hier hinterher. Seltsamerweise beginnt diese CD mit Hier und ab Track Nr. 15 startet dann #1. Ein Gag, den ich nicht recht verstehe, aber es ist auch eigentlich unwichtig.

Beide Platten erschienen eh kurz hintereinander und die weitere Gemeinsamkeit ist, dass die Songs im Studio live eingespielt wurden. Es wurde nachträglich nichts verändert, soll heißen, es gibt keine Overdubs und keinen gedoppelten Chor.

Besonderes Merkmal von Die Antwort in dieser Zeit war weiterhin die Mitwirkung von Karl "Brutal" Allaut als Gitarrist und Produzent. Dadurch entsteht dieser 50ies/60ies-Sound, der auch teilweise Einflüsse von The Shadows und The Beatles enthält.

Trotzdem ist dies keine Oldiemusik und nur ansatzweise nostalgisch. Bernd Begemanns Texte verleihen dem Ganzen Ironie und Witz. Seine Themen drehen um Alltägliches bis Banales, aber er versteht es gekonnt, kurze, schlagzeilenartige Zeilen in einen teilweise grotesken Zusammenhang zu stellen. Und das ist auch lustig-unterhaltsam...

Aber kleine Liebeslieder hat Begemann genauso gut drauf, die von romantisch bis bitter-böse reichen und manchmal auch überraschend als Trennungslieder enden, sodass Die Antwort eine kurzweilige und sehr abwechslungsreiche Musik abliefert, die gute Laune verströmt, aber unter der Oberfläche kann auch immer mal die eine oder andere kleine Gemeinheit lauern.

Da diese Scheibe hier nur mehr teuer (wenn überhaupt noch) zu haben ist und die Originalalben wahrscheinlich eh vergriffen sind, kann man sich zum Kennenlernen mit der 2012er Compi "Der brennende Junge" behelfen. Da kann man von Begemanns gefühlt 300 Liedern mal 26 antesten...

Auf Bernd Begemanns Website heißt es u.a.:
-Bernd Begemann hat sämtliche Leutnant-Blueberry-Hefte.
-Er kann alle Lieder der Shangri-Las auswendig.
-(...) wenn Du was über die Popkultur der letzten 60 Jahre wissen willst: Frag Bernd!
-Bernd Begemann ist so eine Art Renaissancemensch.
-Die Antwort war für eine ganze Musikergeneration so etwas wie die deutsche Version der "Smiths", mit Begemann als Morrissey/Marr in Personalunion.

Noch Fragen !?


Temple of Rock - Live in Europe
Temple of Rock - Live in Europe
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Live in Europe, 10. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Temple of Rock - Live in Europe (Audio CD)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Michael Schenker, oft mit dem platten Etikett Wunderkind versehen, ist natürlich eine echte Gitarrenlegende. Und neben seinem älteren Bruder Rudolf eine der Institutionen unter den deutschen Rockgitarristen schlechthin.

Während Rudolf allerdings immer seine Scorpions hatte, ging Michael einen etwas anderen Weg, denn er hat auch einen vollkommen anderen Stil. Schon als Teenager erspielte er sich internationales Renommee und nahm in den 70ern u.a. an Vorspielterminen der Rolling Stones und Aerosmith teil.

Als Leadgitarrist fehlte ihm dazu stets die übliche Exzentrik nicht und mit weit verbreiteten Rockstarproblemen (z.B. Alkohol) war er auch konfrontiert, was dazu führte, dass seine Karriere trotz weltweiter Anerkennung wiederholt von karrierebremsenden Unterbrechungen betroffen war. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab eine umfangreiche Diskographie aufzubauen, auch wenn Qualität und Erfolgsquote dabei schwankend war.

Der Zufall will es, dass ich diese Rezension ausgerechnet an Schenkers 58. Geburtstag schreibe (10. Januar). Michael Schenker hat nach eigener Aussage seit über 40 Jahren am Palast des Hardrock/Heavy Metal mit gebaut und ist nun dabei den Temple Of Rock zu vervollständigen.

Auf dem Studioalbum ist ihm das schon ganz gut bis sehr gut gelungen, wenn auch seine Songwriterkünste nicht mehr auf dem ganz hohen Niveau sind, wie noch zu seiner Zeit bei UFO, deren zeitlose Klassiker eng mit seinem Namen verbunden sind.

Dennoch sind seine Songs immer noch hörenswert und zum Prinzip von Temple Of Rock gehört eben auch, dass er seine Vergangenheit mit einfließen lässt, wodurch ein All-Star-Projekt entstanden ist, dessen Besetzung mit weiteren Rocklegenden gespickt ist. Dazu braucht man nur einen Blick auf die Liste der beteiligten Musiker zu werfen.

Jetzt hat Schenker Ende 2012 die Liveversion von Temple Of Rock nachgeschoben. Kernstück bildet der Mitschnitt vom Sommer 2012 aus dem niederländischen Tilburg. Ergänzend hat man CD Nr.2 mit Ausschnitten vom High Voltage Festival 2011 sinnvoll aufgefüllt.

Die Setliste umfasst Schenkers lange Karriere und bietet Songs vom aktuellen Album, sowie viele Klassiker von MSG, den Scorpions und UFO. Das hat einerseits mit Schenkers Verständnis des Temple-Of-Rock-Konzepts zu tun und andererseits auch mit der Bandbesetzung.

Wenn Francis Buchholz und Herman Rarebell schon zum Mitmachen bewogen werden können, dürfen natürlich Songs vom Scorpions-Album Lovedrive nicht fehlen, das die Schnittstelle des Trios Schenker/Rarebell/Buchholz bildet. Da Michael Voss aufgrund von Terminüberschneidungen die Tour nicht mitmachen konnte, springt Doogie White für ihn ein.

Diese Herren tauschen hier quasi ihre Rollen als Haupt- und Gastsänger. Über die stimmliche Qualität von Voss und White wird bisweilen relativ kontrovers diskutiert. Meine Meinung dazu ist: ich finde beide recht gut, wobei mir jedoch vielfach der ganz markante Wiedererkennungswert fehlt.

Aus meiner Sicht hat Doogie White bei den schnellen Songs zu Beginn doch ziemliche Probleme. Dem Tempo von Lovedrive und Another Piece Of Meat kann er nach meinem Eindruck leider oft nicht folgen und wirkt auf mich hier doch sehr kurzatmig.

Erst bei den gemäßigteren Titeln Cry For The Nations und Let Sleeping Dogs Lie wird es dann besser. Ansonsten gibt es für mich musikalisch nichts auszusetzen. Das Zusammenspiel der Band scheint fehlerlos zu sein und Michael Schenkers Gitarrenspiel klingt dynamisch wie in alten Zeiten.

Soundtechnisch ist diese Aufnahme nach meinem Empfinden völlig ok. Sicher gibt es in diesem Segment Referenzplatten, deren Qualität hier nicht erreicht wird, vor allem was die Liveatmosphäre betrifft, aber alles in allem ist mir diese Doppel-CD 4 Sterne wert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 10, 2013 6:57 PM CET


Ultrasport Sonnenbrille Aviator, verdunkelt, 33130000111
Ultrasport Sonnenbrille Aviator, verdunkelt, 33130000111
Preis: EUR 9,89

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ultrasport Aviator, verdunkelt, 10. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Ultrasport Sonnenbrille Aviator (Ausrüstung)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Auch wenn das jetzt nicht gerade die ideale Jahreszeit für Sonnenbrillen ist, will ich doch meine bisherigen Erfahrungen hier kurz zusammen fassen. Als ich dieses Modell mit abgedunkelten Gläsen bekam (es gibt das Modell auch mit verspiegelten Gläsern), lag draußen Schnee.

Ich habe die Brille zu der Zeit sowohl bei bewölktem Himmel als auch während der kurzen sonnigen Phasen getragen und bin zufrieden. Die relativ großen Gläser decken die Augenpartie gut ab, sodass kaum störender Lichteinfall von der Seite oder von oben statt findet. Die grau-blauen Gläser sind dunkler, als die Abbildung vermuten lassen könnte, somit ist auch gegen das Sonnenlicht eine überraschend gute Sicht festzustellen.

Nachdem der Schnee erstmal wieder weg war, konnte ich die Brille nur bei allenfalls wolkigem Wetter mit nur wenig direktem Sonnenlicht testen, aber auch damit bin ich bis jetzt zufrieden. Ich benutze diese Brille als Zweitbrille und sie liegt mittlerweile hauptsächlich im Auto, wo ich immer noch am ehesten von plötzlicher Sonneneinstrahlung überrascht werde.

Durch ihr Metallgestell ist die Brille relativ schwer, aber ich mag das eigentlich ganz gerne, solange es nicht drückt. Das Gestell ist allerdings etwas groß und daher habe ich sie mir ein bisschen zurecht biegen müssen, damit die Brille auf der Nase und hinter den Ohren angenehm sitzt.

Das Pilotendesign ist dabei zeitlos und universell tragbar. Anscheinend hat sich diese Brillenform in der Praxis bewährt und ist offenbar auch als Modeaccessoir für Damen und Herren gleichermaßen tragbar und als solches anerkannt.

Die Brille wird in einem stabilen Kunstlederetui inkl. Putztuch geliefert und der UV-Schutz ist mit Faktor 400 angegeben, was aber eh Standard sein dürfte. Auch wenn man der Brille ansehen kann, dass es sich nicht um ein kostspieliges Modell einer Topmarke handelt, finde ich diese Sonnenbrille für meinen genannten Verwendungszweck sehr gut.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2013 12:01 PM CET


Technoline WD 4920 WetterDirekt Station inklusiv Außensender, alu-schwarz
Technoline WD 4920 WetterDirekt Station inklusiv Außensender, alu-schwarz
Preis: EUR 74,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gute Funkwetterstation, 2. Januar 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Diese Wetterstation von Technoline ist ein nützliches Gerät. Die Abmessungen der Basisstation sind zwar relativ groß, dafür sind aber die Symbole und Informationen gut ablesbar, auch wenn das Gerät nicht über eine eingebaute Beleuchtungsfunktion verfügt.

Weiterhin verfügt das Gerät über einen kleineren Sender, der im Außenbereich angebracht wird und die Basisstation per Funk mit Datum, Uhrzeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit versorgt. Sowohl Sender als auch Basisstation werden mit den mitgelieferten Batterien in Betrieb genommen und damit unabhängig von Netzstrom betrieben.

Es empfiehlt sich, die Bedienungsanleitung vorher zu lesen. Dort ist präzise erklärt, wie man bei der Inbetriebnahme vorzugehen hat und dort erfährt man auch, dass bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft einige Stunden vergehen können. Ansonsten ist die Einstellung der ortsgebundenen Daten total einfach und schnell zu erledigen.

Anschließend braucht man im Prinzip nur noch auf den Empfang der Daten des Deutschen Wetterdienstes zu warten, die die Wetterstation via Satellit empfangen soll. Obwohl in der Anleitung steht, dass hierfür ca. 6 Stunden benötigt werden, dauerte dieser Vorgang in meinem Fall eine ganze Nacht.

Aber am nächsten Morgen waren alle Daten ables- bzw. abrufbar. Nach meinen Beobachtungen waren die Prognosen, die per Satellit übermittelt wurden, bisher sehr verlässlich. Es ist möglich, die Station so einzustellen, dass man sich entweder den Tagesverlauf des aktuellen Tages anzeigen lassen kann oder die Prognose für den aktuellen Tag und die darauf folgenden 3 Tage.

Zudem lassen sich Windstärke und -richtung und Regenwahrscheinlichkeit anzeigen und ein wichtiger Helfer kann auch die abrufbare Unwetterwarnung sein. Diese Information könnte zukünftig den Blick ins Internet ersparen. Ich kann zur Funktion auflaufender Unwetterwarnungen leider keine Aussage machen, denn meine Region war seit Inbetriebnahme keinen extremen Wettersituationen ausgesetzt.

Man soll aber eine optische und aktustische Warnung erhalten und dann die entsprechende Mitteilung als Fliesstext ablesen können. Die akustische Warnung ist optional, d.h. man kann diese deaktivieren, falls man kein Interesse daran haben sollte, von dem Warnton des Nächtens im Schlaf gestört zu werden. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es Personen geben kann, die von so einem Warnton zu jeder Tagesszeit profitieren könnten.

Einzig die Abdeckung des Batteriefaches des Senders macht nicht den stabilsten Eindruck, scheint (zumindest bei meinem Sender) ziemlich locker zu sitzen und ist auch gegen Feuchtigkeit offensichtlich nicht besonders geschützt. Es ist demnach darauf zu achten, dass der Sender im Außenbereich an einer Stelle aufgestellt oder befestigt wird, an dem er möglichst wenig naß werden kann.

Lt. Bedienungsanleitung soll er keiner direkten Sonneneinstrahlung und direktem Niederschlag ausgesetzt werden. Ersteres versteht sich von selbst, um eine korrekte Temperaturanzeige zu gewährleisten. Zweiteres machte bei mir einige Überlegungen nach dem am besten geeigneten Standort erforderlich.

Ich habe mich ziemlich schnell an dieses Gerät gewöhnt und möchte auf die bequeme Ablesbarkeit der nützlichen Wetterprognosen und -daten eigentlich nicht mehr verzichten.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 4, 2013 5:23 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20