Profil für Rocker > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Rocker
Top-Rezensenten Rang: 695
Hilfreiche Bewertungen: 1501

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Rocker
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1-10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21-29
pixel
Delta Time
Delta Time
Preis: EUR 20,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Edelblues, 13. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Delta Time (Audio CD)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Hans Theessink, Niederländer mit Wohnsitz in Wien, war mir nur unwesentlich bekannt. Terry Evans kannte ich ein bisschen mehr, ich besitze zwei Alben von 1988 und 1990, die er seinerzeit gemeinsam mit seinem Kollegen Bobby King eingespielt hatte. Damals hat er auf dem Cover Seidenhemd, Lackschuhe und senfgelbe Hosen getragen, die unfassbar unmodern aussahen. Aber er (und King natürlich auch) singt, wie ein Engel...

Dieses Album ist nicht das erste gemeinsame Projekt von Theessink und Evans und optisch hat zumindest Evans sich sehr verändert, denn er trägt hier schlichtes schwarz.
Das passt nicht nur besser zum ihm, sondern gehört auch so, wenn man Delta Blues spielt.

Evans singt hier herrlichen gospel-gefärbten Edelblues und spielt dazu E-Gitarre. Hans Theesink liefert ebenfalls seine Stimme, und dazu akustische Gitarren, Harmonika, Mandoline und Banjo. Die Percussion besteht aus Theessinks linkem Fuß. Der Duettgesang der beiden Herren wird weiterhin durch zwei Kollegen von Terry Evans ergänzt: Arnold McCuller und Willie Greene Jr., letztgenannter steuert zusätzlich noch etwas Bassspiel bei.

Auf Anregung von Hans Theessink holte Terry Evans dann auch noch seinen Freund Ry Cooder hinzu, der schließlich auf drei Songs auch noch mitspielt.

Das Repertoire besteht teils aus klassischen Bluesstandards, die man schon öfter gehört haben dürfte, und einigen von Hans Theessink geschriebenen Songs. Das bekannteste Lied dürfte hierbei The Birds And The Bees sein, das deshalb hier mit drauf ist, weil Terry Evans auf der Originalaufnahme mitgesungen hat, und damit mal sein erstes Geld als professioneller Sänger verdient hatte.

Die Aufnahmen fanden in Grandma's Warehouse in Echo Park, Los Angeles statt.
Wer den staubigen, eher dreckigen Blues bevorzugt, dem wird das vermutlich zu viel Schönklang sein, aber wer auch gerne akustischen Deltablues hört, ist hier sicher gut aufgehoben.

Der Sound ist vorzüglich. Die akustischen Instrumente sind hier im Zusammenspiel mit der E-Gitarre sehr gut abgebildet. Die Stimmen sind klar und räumlich. Das ist einfach nur schön bis manchmal großartig, kann man auch gerne etwas lauter hören.

Eine sehr gute CD, die als Vinyl-LP vielleicht noch mehr bieten könnte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 14, 2012 1:56 PM MEST


Sleepless
Sleepless
Preis: EUR 16,98

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lange darauf gewartet, 12. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sleepless (Audio CD)
Nach der famosen Midnight Souvenirs CD vor zwei Jahren, habe ich lange darauf gewartet, dass der absolut gleichwertige Vorgänger Sleepless endlich wieder erhältlich werden würde. Nun ist es soweit....

Es handelt sich um einen US Import, anscheinend ein Re-Issue aus dem Erscheinungsjahr des Vorgängers 2010. Die Erstveröffentlichung ist aus dem Jahr 2002.

Sleepless wirkt insgesamt introvertierter als Midnight Souvenirs. Ich habe ein bisschen das Problem, dass ich die beiden Alben nun in der falschen Reihenfolge hören musste. Nichtsdestotrotz ist Sleepless eine ebenso runde Sache, eingespielt von durchweg hervorragenden Musikern und genauso hervorragend produziert.

Wer Peter Wolf solo kennt, dem erzähle ich eh nichts Neues. Falls noch nicht geschehen, sollten vielleicht diejenigen, die sämtliche Mark Knopfler Alben hier abfeiern, auch mal Peter Wolf anhören und sich von den Qualitäten seiner Musik überzeugen lassen....nur mal als Idee...

Sein Duett mit Mick Jagger ist bemerkenswert, denn der hört sich auf Nothing But The Wheel so an, als ob es nichts Entspannenderes für ihn gäbe, als mit Peter Wolf zusammen zu singen. Auch die Kooperation mit Steve Earle ist ein Höhepunkt dieser CD und Larry Campbell fiedelt so großartig dazu und zupft auch die Mandoline. Und mit Keith Richards spielt Wolf Too Close Together als ausgelassene Blues-Honkytonk-Nummer, bei der man auch ein bisschen Richards Vorliebe für Chuck Berry heraus hören kann.

Die Lässigkeit, die mich schon auf Midnight Souvenirs beeindruckt hat, findet man auch hier. Run Silent, Run Deep und Five O'Clock Angel...was für herrliche Songs. Aber nur diese zu erwähnen ist ungerecht, denn es gibt keinen Ausfall auf diesem Album.

Sehr zu empfehlen...für mich klar 5 Sterne.
Ein guter Freund würde vielleicht noch ergänzen: in anbetracht des Gebotenen zahlt man hier keinen Cent zuviel...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 18, 2012 5:41 PM MEST


Tempest (2 LPs + Bonus CD)  [Vinyl LP]
Tempest (2 LPs + Bonus CD) [Vinyl LP]
Preis: EUR 19,99

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konsequenter Weg..., 12. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tempest (2 LPs + Bonus CD) [Vinyl LP] (Vinyl)
Als Bob Dylan 50 wurde, da gab's den Grammy fürs Lebenswerk. Etwas voreilig hatte man bei der Academy wohl Angst, dass Herr Dylan seine besten Zeiten schon längst hinter sich gehabt hätte. Motto: ehrt ihn schnell, bevor es zu spät sein könnte...
Welch grandioser Irrtum.

Bob Dylans Weg in die Gegenwart von Tempest begann für mich rückblickend schon in dieser Zeit. Auf seinen beiden akustischen Alben bekannte er sich offen zu seinen eigenen musikalischen Wurzeln und diesen Weg ist er konsequent mit Time Out Of Mind ff. weiter gegangen.

Ja, Dylan wandelt durch vergangene Epochen und er tut immer noch das gleiche. Er bedient sich im unerschöpflichen Fundus der Musik der 20er bis 50er Jahre genauso wie er sämtliche Musikstile aufsammelt, neu verarbeitet und mit seiner Lyrik verbindet, um Neues daraus entstehen zu lassen. Der Lordsiegelbewahrer amerikanischer Musikkultur sozusagen.

Ich finde Tempest auch grandios. Die Platte hört man ein paar Tage lang, legt sie erstmal weg, aber lange währt das nicht. Je tiefer man eintaucht, desto spannender wird es. Die Magie dieser Lieder entfaltet sich bei mir dadurch, dass ich die Platte zuerst höre, ohne auf die Worte sonderlich zu achten. Nicht was Dylan singt, sondern wie er es tut, das steht für mich erstmal im Vordergrund. Jedes Knirschen und Knarzen, jeder Atemzug ist so gewollt und beabsichtigt und alles andere als Zufall.

Der Shuffle zu Beginn, der erst nach 40 Sekunden überhaupt erst richtig anfängt, geht nach kurzer Zeit direkt ins Blut. Für Dylan Verhältnisse ein heiterer Song. Vielleicht ist das der Grund, warum es zu Duquesne Whistle ein vergleichsweise gewalttätiges Video gibt, das nebenbei bemerkt exzellent inszeniert wurde. Aber danach kommt Soon After Midnight und Bob Dylan singt mit einer Sanftheit, die man selten bei ihm hört. Allein wie er die letzte Zeile singt, das ist ganz groß:
it's soon after midnight, and I don't want nobody but you...

Überrascht hat mich, wie viele sehr lange Songs Dylan diesmal bringt. Und wie gut die auch noch sind. Wenn auch die Mördereifersuchtsverlustballade Tin Angel, das Titanic-Epos Tempest oder die Verneigung vor dem toten Kollegen musikalisch unspektakulär erscheinen mögen, sie entwickeln Tiefe und gehören deshalb auch keine Sekunde kürzer als hier dargeboten.

Dylans Tourband spielt das alles mit einer lässigen Sicherheit, da ist kein Ton zu viel und keiner zu wenig. David Hidalgo unterstützt das Ganze erneut mit Akkordeon und Fiedel, auf Tempest weniger vordergründig als auf Together Through Life, aber dafür nach meiner Meinung viel effektvoller.

Die Dylanologen dieser Welt mögen gerne darüber philosophieren, ob Tempest nun nach dem Vorbild Shakespeares ein Abschiedsalbum sein soll oder auch nicht. Wenn's nach mir ginge, sollten sie sich lieber an dieser Platte erfreuen. Aber vermutlich ist Dylans Lyrik nicht mehr subtil genug, als das man da noch genug Analysierungswürdiges vorfände. Seine Geschichten sprechen mittlerweile für sich.

Aus meiner Sicht ist die Deluxe Edition von Tempest verzichtbar. Das lückenhafte Büchlein mit Postkarte gibt eigentlich nichts her. Eine Bonus CD mit was auch immer drauf sucht man diesmal vergebens. Wer auch nur halbwegs einen brauchbaren Vinyldreher hat, sollte zur LP greifen. Die ist sehr schön gemacht, 2 saubere Scheiben, zentriertes Mittelloch, glatte Ränder....und die CD ist sowieso auch noch dabei...

Bei meiner Kaufentscheidung entschied die Haptik. Der Klang von LP und CD unterscheidet sich für mich nicht. Offen gesagt, hatte ich auch nicht unbedingt erwartet, dass Sony für das Vinyl ein eigenes Master erstellen würde. Ein Anfangsverdacht, der sich offenbar zu bestätigen scheint...
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 26, 2012 6:12 PM MEST


traces of
traces of
Preis: EUR 20,99

3.0 von 5 Sternen Patchwork, 12. September 2012
Rezension bezieht sich auf: traces of (Audio CD)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Band Museum aus Berlin hat kürzlich ihr erstes Album heraus gebracht. Die Musiker selber stammen offenbar aus dem Raum Hannover/Hildesheim. So weit so gut. Viel mehr ist über diese Band auch nicht zu erfahren, außer, dass sie mit selbst produzierten EPs im Internet einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen konnten.

Das Album traces of enthält 11 Songs, die schon bereits auf den EPs enthalten waren. Wer die EPs also schon kennt, findet hier demnach bereits Bekanntes in Albumversion wieder.

Die Musik besteht aus schrammelndem Indierock, drängelnden Gitarren und Elektronika.
Woher kommt das ? Es erinnert mich an Interpol oder Bauhaus, irgendwie diese Richtung. Der Name Placebo fällt als Referenz auch immer wieder mal. Vor einiger Zeit spielte mir ein Bekannter das Album einer Band vor, die sich Steaming Satellites nennt und aus Salzburg stammt. Das fiel mir beim Hören von Museum wieder ein und ich habe mir daraufhin die CD der Österreicher noch mal angehört. Das finde ich sehr verwandt miteinander...

Die ersten beiden Songs der Museum CD klingen recht ähnlich und ich fand das erstmal nur mäßig originell. With love ist der erste Song, der mir gut gefällt. Sehr gelungen finde ich noch the law, and now sowie die Nr. 10 midwinter.

Dazwischen zerrt mir das zu sehr an den Ketten, die Songintros klingen oft gleich oder sehr ähnlich, auch wenn dabei mal Gitarre und ein andermal Piano zu hören ist. Es sind gute Ansätze vorhanden, die vielversprechend sein können, aber insgesamt werden mir die groben Rhythmen auch schnell lästig.

Man merkt dem Album an, dass es sich im Prinzip um eine Zusammenfassung der bisherigen EPs handelt. Es fehlt der Flow, die Lieder reihen sich aneinander, wirkliche Höhepunkte sind (noch) Mangelware.

Ein ehrliches Lob möchte ich dafür der Covergestaltung aussprechen. Das kühl angeleuchtete Schrottauto vorne und die Portraits der Musiker im Innern gefallen mir sehr. Wenn Museum jetzt am Songwriting noch etwas feilen und sie ein weiteres Album hinkriegen, das weniger bruchstückhaft wirkt, dann wird man von dieser Band vielleicht auch außerhalb des www mal begegnen.

Es wäre wünschenswert, denn angepasste Langweiler gibt es in Deutschland schon genug.


Gold
Gold
Preis: EUR 11,98

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historisch bedingt..., 14. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gold (Audio CD)
komme ich an dieser Stelle nochmals auf die GOLD-Serie zurück.
Beim Stöbern in der Rubrik, wo's 3 für 15 Eier gibt, stieß ich auf einige Sachen, die mich länger schon angeguckt haben. Die GOLD-Serie hat mich manchen Künstlern schon näher gebracht, als ursprünglich gedacht.

Die Hank-Williams-DOCD habe ich mir einfach mal spontan mit bestellt. Immer wieder liest man über den Einfluss, den dieser Sänger auf spätere Musikergenerationen hatte. Die von Bob Dylan vor einigen Monaten iniziierte Veröffentlichung von The Lost Notebooks of Hank Williams ist purer Countrysound, für mich gerade noch vor der Grenze des Aushaltbaren. Aber ich spüre, dass diese Lieder anders sind, als vieles, was ich bisher an Countrymusik gehört habe.

Selbst eine Band wie Social Distortion spielen auf ihrem letzten Album Alone And Forsaken nach.
Was ist nun dran an diesem Mythos des Hank Williams, dessen kurze Karriere schon nach 6 Jahren mit dem einsamen Tod im Fond seines Cadillacs zu Ende ging ?

Zunächst fällt auf, dass Hank Williams ein richtig gutaussehender junger Mann war. Auf seinen Promotionfotos sieht er immer wie aus dem Ei gepellt aus, er trug stets adrette Anzüge, Westernboots, den unvermeidliche Stetson und war zudem immer glattrasiert. Kaum zu glauben, dass es sich um dieselbe Person handelt, wenn man dagegen Bilder sieht, die Willams nach durchzechten Nächten zeigen, wenn er aus der Ausnüchterungszelle kam, nachdem man ihn wegen Trunkenheit eingelocht hatte.

Wenn im Booklet dieser CD zu lesen ist, "he battled common temptations - alcohol and women" dann ist das offenbar eine wohlwollend beschönigende Formulierung. Williams' Trunksucht rührte auch teilweise daher, dass er unter Rückenschmerzen litt, die auf einen vorgeburtlichen Rückenwirbelschaden zurückzuführen waren. Diese Schmerzen hat Hank Williams über Jahre mit Alkohol und Schmerzmitteln (die auch Morphium enthielten) zu bekämpfen versucht.

Seine Lebensumstände in Armut und mit seinen gesundheitlichen Problemen, zu denen schließlich auch Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit gehörte, spiegeln sich in seiner Musik wider. Seine Texte über Einsamkeit und Tod, Depression und Trauer als Hauptthemen seiner Musik machten ihn ganz plötzlich zum Topstar und müssen für Williams wie ein Flug ins All gewesen sein. Thematisch steht er eigentlich dem Blues näher, aber gekleidet ist das mit Hilfe seiner Band The Drifting Cowbows in Countrysongs, aber auch -viel wichtiger- die Stilrichtung des Honky Tonk.

Hank Williams hat vieles vorweg genommen, was später die populäre Musik so nachhaltig verändern sollte. Ein Song wie Move It On Over hätte auch gut von Bill Haley stammen können, der mit einem ähnlichen Stil kurz nach Hank Willams' Ableben rund um den Globus ein kulturgesellschaftliches Erdbeben auslöste. Alle großen Stars der Ära des Rockabilly und Rock'n'Roll der 50er beriefen sich dabei auf den Einfluß, den Hank Williams auf sie hatte und Zitate dieser Art durchziehen die Jahrzehnte danach bis in die Gegenwart wie ein roter Faden.

42 Songs findet man auf diesen beiden CDs und es sind praktisch alle Titel und Charthits hier enthalten, die in Abhandlungen zum Thema Hank Williams Erwähnung finden, ohne dass ich selber einen Anspruch auf absolute Vollständigkeit erhebe. Immerhin ist Alone And Forsaken hier zu finden, auf vielen anderen Zusammenstellung fehlt dieser Song.

Der Sound ist der GOLD-Serie absolut würdig. Das Remastering auf diesen CDs ist in der Regel vorbildlich und selbst bei so betagten Aufnahmen, wie von Hank Williams hat man sich offenbar genauso viel Mühe gegeben, wie bei um Jahrzehnte jüngerer Musik. Will sagen: die Aufnahmen sind altersbedingt alle in Mono, aber klingen entstaubt, sauber und durchaus klar.

Mich hat Hank Williams als historsiche Figur der jüngeren Musikgeschichte interessiert und vor diesem Hintergrund ist diese Zusammenstellung für meine Bedürfnisse eine perfekte Anschaffung. Und das nicht zum ersten Mal...
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 5, 2012 5:31 PM MEST


Echo Ono
Echo Ono
Preis: EUR 19,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Minimalismus mit Haken und Ösen, 9. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Echo Ono (Audio CD)
Minimalistische Rockformationen haben ja immer wieder Konjunktur. The White Stripes, frühe Kings Of Leon, The Kills oder The Black Keys...plötzlich landet man beim Stöbern in den Lo-Fi Gefilden bei Pontiak. Witzig auch, dass die Typen tatsächlich Carney heißen.

Die Brüder Jennings, Lain und Van Carney reisen getrennt voneinander mit verschiedenen Bands durch die USA und Europa und treffen sich schließlich 2005 in Baltimore, um ihre eigene Band zu gründen und nennen sich fortan Pontiak. Ihre erste EP nehmen sie auf der heimischen Farm in Virginia auf.

Das Rezept (oder Konzept ?): donnernde Trommeln, dröhnender Bass, kratzige Gitarre. Songwriting ist hier eher Nebensache. Der Gesang ist auch nicht richtig einprägsam. Die drei Brüder finden sich vielfach in mit viel Hall überlagertem Harmoniegesang wieder. Vieles hört sich improvisiert an, wie eine Jamsession ohne rechtes Ziel.

Warum funktioniert das trotzdem ?
Nun, aus meiner Sicht hauptsächlich deshalb, weil die Band sich offenbar um nichts weiter kümmert, als nur ums Musik machen. Alternative, Indie, Stoner, Folk, Psychedelic...alle Sorten von Rock werden auf eine Platte gepackt. Nicht nur von Song zu Song ändert sich der Stil, selbst innerhalb der Songs wird das Genre abrupt gewechselt. Man muss auf alles gefasst sein, man weiß nie so recht was als nächstes passieren wird. Auf nahezu jeder Scheibe, die ich inzwischen habe, ist zudem auch immer ein vollkommen verstörendes Stück enthalten, indem es offenbar nur darum geht, gemeinsam einen Lärm zu veranstalten, Rückkopplungen zu zelebrieren und sich in den eigenen Noiserockwellen davon spülen zu lassen. Und das macht den Jungs anscheinend Spaß.

Und das Erstaunliche für mich ist, dass die Platten von Pontiak tatsächlich einen Flow entwickeln. Hört man sich das mehrmals an, stellt man fest, dass das, was zunächst nach reichlich Chaos klingt, doch einen Sinn ergibt. Mir geht es dabei so, dass ich denke: ja, diese Platte gehört so - es gibt keinen anderen Weg.

Wer sich den Vorgänger Living mit seinem teilweise antonalen Getöse anhören kann, dem wird auffallen, wie nahezu eingängig die aktuelle Platte Echo Ono dagegen ausgefallen ist. Dabei ist Echo Ono weit von anderem perfekt produzierten und steril klingenem Hardrockzeugs entfernt. Das hat Ecken und Kanten, es ist von vorne bis hinten gelebt.

Braucht man das ?
Nein, sicher nicht. Aber Spaß macht das trotzdem.
Pontiak, die Nischenband, bleibt bei mir auf dem Schirm. Mal sehen, was nocht von denen kommen wird...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 10, 2012 8:21 PM MEST


The Crossing
The Crossing
Wird angeboten von Side Two
Preis: EUR 8,82

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen anspruchsvoll, mit leichten Schwächen, 8. August 2012
Rezension bezieht sich auf: The Crossing (Audio CD)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
The Crossing ist erst das 5. Studioalbum von Sophie B. Hawkins in 20 Jahren. Ihr erstes Album erschien 1992 und sorgte für Aufmerksamkeit. Ihr gefühlvoller Auftritt beim Bobfest machte Sophie B. Hawkins dann noch bekannter. Spätestens ab Ende der 90er ließ das große Interesse allerdings dann wieder nach.

Seit dem Vorgänger sind nun auch schon wieder 8 Jahre vergangen. The Crossing ist ein anspruchsvolles, ambitioniertes Album geworden. Die Platte beginnt schwungvoll und poppig und kann begeistern. Betcha Got A Cure For Me ist ein toller Song. Sinnerman nervt mich ein bisschen, aber gesanglich ist das trotzdem hervorragend.

Die erste Hälfte der Platte ist abwechslungsreich und unterhaltsam. Im Mittelteil wird es dann merklich ruhig. Die Musik entwickelt sich weg von den Elementen des Pop und wendet sich mehr dem Jazz zu. Bis zu Titel Nr. 8 funktioniert das auch ganz gut. Aber dann lässt der Spannungsbogen doch spürbar nach. Die Songs werden nicht durchweg schlechter, aber kompositorisch nicht mehr so interessant.

Ich habe die CD diverse Male komplett gehört und muss doch sagen, dass die zweite Hälfte den guten Anfangseindruck nicht bestätigen kann. Wie gesagt, schlecht ist das keineswegs und Sophie B. Hawkins' musikalische Fähigkeiten stehen immer noch außer Frage. Aber von der Dramaturgie her offenbart die CD insgesamt leider einige Längen.

13 neue Songs enthält das Album. Das hätte meiner Meinung nach auch ausgereicht. Die Titel 14 bis 17 sind aus meiner Sicht entbehrlich. Erstens wird damit die Laufzeit auf knapp 70 Minuten gestreckt, was ich auch zu lange finde, und zweitens bringt mir jetzt eine Alternativversion von Betcha... und ein Demo von Missing nicht allzu viel. Zumal ich gerade Missing in der Albumversion sehr gelungen finde.

Die beiden frühen Singles Damn I Wish I Was Your Lover und As I Lay Me Down gibt es als Titel 15 und 17 nochmals. In Akustikversionen, nur Stimme und Klavier, beim letzten Titel zusätzlich mit Orgelbegleitung. Was vermutlich als nette Zugabe gedacht war, offenbart aber für mich eher schmerzlich, dass unter den neuen Songs keiner vom Kaliber dieser frühen Erfolgssongs dabei ist.

Wenn man die modernen Mechanismen des Musikmarktes so betrachtet, dann ist The Crossing kein Album für den breiten Massengeschmack und es geht auch gezielt an Formatradiobedürfnissen vorbei, was mir diese Platte wiederum sympatisch macht. Auch deshalb 4 Sterne allemal.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 9, 2012 10:12 AM MEST


Gold
Gold
Preis: EUR 7,97

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wieder sehr gute Compilation, 8. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Gold (Audio CD)
Die Serie mit Doppel-CDs unter der Rubrik GOLD zeichnen sich immer wieder durch zweierlei aus:
1. gelungene Songauswahl, die meist auch sehr reichhaltig ausfällt
2. hervorragende Klangqualität durch sehr gutes Remastering

So auch hier. 36 J.J. Cale Songs, die sich über die ersten 8 Alben erstrecken, auf 2 CDs verteilt. Da gibt es kaum Grund zum Meckern. Leider bleibt J.J. Cale selber oft im Hintergrund, geniesst er doch als einer der meist gecoverten Musiker und Komponisten allgemein hohes Ansehen.

Ich persönlich finde seine eigenen Versionen gelungener als z.B. die viel bekannteren Interpretationen von Eric Clapton oder auch von Lynryd Skynryd. Cales oft als "laid back" bezeichneter Stil erzeugt zwar tatsächlich einen entspannten Sound, doch wenn man auf die Texte achtet schlummert darunter wesentlich mehr. Eher wirkt Cales lakonischer Vortrag manchmal fast gleichgültig und bildet dadurch einen Kontrast zu vielen seiner Songs.

Diese DoCD taugt sowohl für Einsteiger, um auf den Geschmack gebracht zu werden und den frühen J.J. Cale kennen zu lernen, als auch für Faullenzer wie mich, die nicht alle Platten von der Pike auf nachkaufen wollen. Ich habe diese CD vor kurzem geschenkt bekommen und bin regelrecht in diese Musik rein gekippt.

P.S.:
leider enthält das ansonsten gute Booklet die weit verbreitete Fehlinformation, dass J.J. Cales Geburtsname Jean Jacques sein soll. Sein richtige bürgericher Name lautet allerdings John Weldon Cale.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 9, 2012 11:57 AM MEST


VAUDE Herren Jacke Gravit
VAUDE Herren Jacke Gravit
Preis: EUR 99,95 - EUR 112,98

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen super !, 4. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: VAUDE Herren Jacke Gravit (Sports Apparel)
Ich kann mich kurz fassen:
Diese Softshell-Jacke ist ultradünn und damit superleicht. Die Jacke ist für mich ideal, da ich viel mit dem Fahrrad unterwegs bin. Sie ist wind- und auch wasserabweisend und hält dadurch angenehm warm. Damit ist die Jacke auch angenehm zu tragen, wenn man nur ein T-Shirt trägt.

Die Jacke ist schmal und körperbetont geschnitten und von daher wäre auftragende Bekleidung (z.B. Baumwollpulli) eher hinderlich. Die Ärmel der Jacke sind im Stehen so lang, dass sie in nach vorn gebeugter Körperhaltung auf dem Fahrrad nicht die Unterarme frei geben, sondern trotzdem noch gut die Handgelenke bedecken.

Die Ärmelbunde lassen sich durch Klettverschlüsse einstellen.
Im Bund und an der Kapuze besitzt die Jacke jeweils einen Gummizug und auf der Vorderseite 2 Taschen mit Reißverschlüssen.

Das atmungsaktive Material führt zu dem Effekt, dass die Jacke nicht unangenhem auf der Haut klebt, wenn man ins Schwitzen gerät. Die leuchtenden Farben in Grün und Gelb sind außerdem weithin sichtbar und damit erfüllt dieses Kleidungsstück auch noch einen Sicherheitsaspekt.

Dies ist die beste Windjacke für Sport und Freizeit, die ich bisher besessen habe.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 5, 2012 2:14 PM MEST


Endlich Zeit für Englisch Premium-Ausgabe: Für Anfänger und Fortgeschrittene / Paket
Endlich Zeit für Englisch Premium-Ausgabe: Für Anfänger und Fortgeschrittene / Paket
von Stephen Fox
  Broschiert
Preis: EUR 29,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zielgruppe 50+ ? ..., 4. Juli 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich möchte hier nicht über mögliche Zielgruppen spekulieren, sondern einfach meine Erfahrungen mit diesem Englischkurs kund tun. Warum dieser Kurs nur für Senioren geeignet sein soll, will mir nicht einleuchten. Allein anhand der äußeren Gestaltung darauf zu schliessen greift mir zu kurz.

Da ich beruflich täglich Englisch sprechen muss, kann ich schon sagen, dass ich diese Sprache fliessend sprechen kann und der jahrelange Kontakt mit Muttersprachlern hat diese Routine im Umgang mit Englisch natürlich sehr gefördert.

Es ging also darum, dass meine Familie eigene Defiztite aufarbeiten möchte.
Sowohl meine Ehefrau als auch meine Kinder in den Klassenstufen 8 bzw. 10 arbeiten mit diesem Englischkurs. Sie machen es teilweise gemeinsam, sodass schon Seiten kopiert werden mussten, um gleichzeit üben zu können.

Alle sind mit diesem Kurs sehr zufrieden und es macht sogar Spaß die Übungen durchzuführen und anhand der CDs auch Aussprachehilfen zu erhalten. Teenager zum Englisch üben zu bewegen ist eine Sache für sich. Hiermit ist das ganz gut gelungen, denn das Ziel war vorerst, den Willen und den Spaß daran zu wecken, sich mit der englischen Sprache über den Alltag hinaus zu beschäftigen. Es hat sich sogar ein gewisser Ehrgeiz entwickelt, den ersten Band zügig zu bearbeiten, um sich an den anspruchsvolleren Fortschrittkurs zu wagen

Ich denke nicht, dass man erwárten kann, mit einem derartigen Buch auf sich allein gestellt perfekt Englisch zu lernen. Aber man kann einen ersten Schritt tun, um sich an die Sprache zu gewöhnen. Die Übungen sind zwar schon teilweise etwas sehr theoretisch und die Dialogbeispiele etwas gestelzt. Da muss man mit leben.
Vielleicht kann man dies bei einer späteren Auflage irgendwann mal verbessern.

Unsere Erfahrungen sind bisher jedenfalls durchaus positiv.


Seite: 1-10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21-29