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Rezensionen verfasst von
HG (Dresden)
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   

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Grohe 23322001  Eurosmart Einhand-Waschtischbatterie / mittelhohe Ausführung
Grohe 23322001 Eurosmart Einhand-Waschtischbatterie / mittelhohe Ausführung
Preis: EUR 73,96

5.0 von 5 Sternen Die Jahre mit Billig-Hahn sind vorbei..., 17. November 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Produkte aus dem Hause Grohe überzeugen schon immer durch elegante Gestaltung und beste Fertigung. Seit über 70 Jahren setzt das Unternehmen Standards in Qualität und Technik, Funktion und Design. So kann auch die Einhand-Waschtischbatterie Erurosmart 23322001 durch eine äußerst ästhetische Formensprache und eine sehr solide Verarbeitung punkten. Alle Teile sind aus Metall, die sichtbaren zusätzlich hochglanzverchromt.

Die Ware ist aufwändig verpackt, alle notwendigen Einzelteile (komplett alle Zubehörteile wie Dichtungen, Abflussgarnitur, Panzerschläuche) sind einzeln in Tütchen verschweißt, eine verständliche und ausführliche Montage- und Bedienungsanleitung liegt der Lieferung bei. So bereiten Einbau und Wechsel der alten Batterie auch für den Laien keinerlei Schwierigkeiten.

Meine Bewertung:
+ erstklassige Verarbeitung mit qualitativ hochwertigen Materialien
+ bestens verpackt, inkl. allen notwendigen Teilen
+ alle notwendigen Hinweise für Montage vorhanden
+ leichte Montage, so nicht mit Technik auf Kriegsfuß
+ über alle Schwenk- und Kippbereiche sehr leichtgängiger Mischhebel
+ gleichmäßig durchsetzte Mischung
+ keinerlei (Nach-)Tropfen
+ geräuscharm
+ flexible Panzerschläuche (35 cm lang)
+ EcoJoy Funktion zum Wassersparen: statt der herkömmlichen Wasserdurchflussmenge von 13 l/min, rauschen nur noch 5,4 l/min durch die Leitung und reichen immer noch vollkommen für diverse "Reinigungsrituale" aus

Fazit: Auch wenn der zunächst relativ hoch erscheinende Preis irritiert, aber wie heißt es so schön: Wer billig kauft, kauft zwei Mal. Mit Grohe dürfte man die nächsten Jahre eine solide gegenseitig fruchtbare "Bad-Beziehung" eingehen, ohne ständig den Partner wechseln zu müssen ;-).


Die Flecken des Leoparden: Oder Wer kann schon aus seiner Haut
Die Flecken des Leoparden: Oder Wer kann schon aus seiner Haut
von Kristopher Jansma
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.", 15. November 2013
"Die besten Romanciers lassen einen beim Lesen glauben, ihre Geschichten seien wirklich. Man hält den Atem an, wenn Raskolnikow sich seiner Nachbarin mit gezückter Axt nähert. Man weint, wenn niemand zu Gatsbys Beerdigung kommt. Und wenn man erkennt, wie geschickt man reingelegt wurde, liebt man den Autor umso mehr." Schriftsteller verzaubern, begeistern, entführen den Leser in andere Welten oder enttäuschen. Es gibt einfache Texte und komplizierte. Manche sagen in einem Satz alles, wieder andere gestalten ihre Erzählung ausufernd-opulent. Der eine Roman quillt über "von in den Text gewobenen postmodernen Rätseln, die die Intellektuellen bei der Stange hielten", ein anderer wiederum punktet mit "herzerwärmenden Albernheiten für die einfachen Leser". Und dann gibt es die ganz besonderen Bücher, die all dies geschickt miteinander verweben, wo man "ab der ersten Zeile (...) sein Herz anders schlagen [spürt], und wenn es ausgelesen ist, möchte man von vorn beginnen." Doch von den Beweggründen, den Belangen und Antriebsfedern des Autors, seinen "Wort-Kämpfen" und schlaflosen Nächten, seinen Ängsten und Schreibblockaden, dem schweren und steinigen Weg bis zur erfolgreichen Geburt seines geistigen Kindes, davon bekommt der Leser nichts mit. Bestenfalls kann er es nur vage erahnen.

Kristopher Jansma, hat in seinem Debütwerk den Versuch unternommen, dies auf ungewöhnliche Art und Weise darzustellen. Die amerikanische Lyrikerin Emily Dickinson hat dies vielleicht in ihrer unnachahmlichen Art perfekt interpretiert: "Im Umweg liegt Gewinn: Zu licht ist unsrer trüben Sicht der Wahrheit Wundersinn. Wie Blitz, durch mildes Wort erklärt, vertrauter wird dem Kind, muss Wahrheit blenden nach und nach, sonst würde jeder blind." Schon mit seinem ersten Satz nimmt er den Leser gefangen und lässt ihn doch stets auf eine gewisse Art im Vagen: "Wenn Sie glauben, dass Sie der Autor dieses Buches sind, nehmen Sie bitte schnellstmöglich Kontakt auf mit dem Verlag Haslett & Grouse, New York, New York". Und weiter: "Ich habe jedes Buch verloren, das ich je geschrieben habe." Jansma erweist sich über reichlich 300 Seiten als "perfekter Lieferant des Scheins". Irgendwo im leeren Raum zwischen den Erfindungen seiner Protagonisten liegt das wahre Wesen des Autors verborgen, der Konstrukt seiner Gedanken und Empfindungen: sein Ich.

Was erwartet den Leser? Der Text, geschrieben in der Ich-Form, erzählt von einem jungen Mann auf seinem Werdegang zum Schriftsteller. Man begegnet ihm das erste Mal als vaterlosen, kleinen Jungen einer Stewardess in Terminal B eines Flughafens, verwöhnt von den Kolleginnen seiner Mutter: "Es war eine wunderbare Zeit in meinem Leben - bevor ich Schriftsteller wurde." Bereits damals verfasst er seine erste Geschichte. Im Folgenden begleitet der Leser Jansmas Protagonisten in größeren Sprüngen durch sein unstetes Leben als werdender Autor. Er zieht mit Julian, seinem Zimmergenossen aus Studienzeiten, nach Manhattan und verliert allmählich alles: "Sein epischer erster Roman versinkt in einem See; seine einzige wahre Liebe heiratet einen indischen Prinzen; Julian boxt ihm am Grand Canyon ins Gesicht und so weiter und so fort." Die Handlungsschauplätze sind in unterschiedlichsten Regionen der Welt angesiedelt. New York, Dubai, ein Panoramawaggon im damals noch bürgerkriegsgepeitschten Sri Lanka, eine stickige Bar in Afrika, um letztendlich wieder an den Ausgangsort des Geschehens, den Flughafenterminal, zurückführen. "Zehn Jahre lang wollte ich ein anderer sein, bin durch die Welt gereist, habe die Liebe einer guten Frau verloren und bin fast gestorben - und hatte gedacht, nach all dem sei ich irgendwo angekommen."

"Die Flecken des Leoparden" erweist sich als Buch wie "ein Garten sich verzweigender Wege." Kristopher Jansma überrascht mit einer äußerst unkonventionellen Erzählkunst. Sie ist fiktional, anspruchsvoll, herausfordernd, intelligent und interessant und hat der Andreas Heckmann einen kongenialen Übersetzer gefunden. Er erzählt nicht linear, sondern wechselt Ebenen und Personen. Der Amerikaner setzt an vielen Stellen des Romans gezielt und in voller Absicht Kunstgriffe ein. Ob das, was er erlebt wahr ist oder einfach nur erfunden, weiß wohl nicht einmal sein Autor so ganz wirklich. Denn wie stellt sein Protagonist treffend fest: "Was ist das einzig Nützliche auf der Welt? Die Fähigkeit zu lügen. (...) Unser Wertempfinden legt uns noch nahe, allzu offensichtliche Lügen zu verurteilen, aber der Wahrheit gehen wir genauso leidenschaftlich aus dem Weg. Am liebsten halten wir uns im grauen Zwischenreich des Halbglaubens auf." Oder frei nach dem Motto: "Sag alles wahr, doch sag es schräg." Jansmas Charaktere sind dabei nicht immer die allersympathischsten. Vielleicht auch, weil sie sie sich selbst kaum trauen und mitunter als die Umkehrversion ihrer selbst daherkommen. Aber immerhin faszinieren sie derart, dass man ihnen auf ihrer weltumspannenden Reise folgen wird. Auf eine Reise in den Kreißsaal der Literaten.

Fazit: "Er fürchtet, falsche Worte verwendet zu haben, und das auch noch in der falschen Reihenfolge. Und diejenigen, die sie lesen, werden nicht in der Lage sein, zu erkennen, was sie erkennen sollen.", teilt der Ich-Erzähler seine Bedenken mit. Doch auch hier kann als Einschätzung ein Satz Kristopher Jansmas herangezogen werden: In "jedem Wort, an jedem Ort spürte ich ein sich entfaltendes Universum von Geschichten, die nur darauf warteten, dass ich sie Wirklichkeit werden ließ." Kein einfaches Buch und sicher auch nicht eben mal so nebenher zu konsumieren, wenn man die "wahren" Schichten tatsächlich ausschürfen möchte. Jansmas Roman ist elegant, modern, stilisiert und auch witzig. Er ist einfallsreich, mitunter exzentrisch, ausgeklügelt und komplex. Ein äußerst einfallsreiches, kluges und interessantes Buch, auch wenn es mir persönlich zuweilen doch einen Tick zu konstruiert erscheint.


Ultrasport Fahrradhandschuh Race mit Touchscreen-Funktion, Schwarz/silber, S, 48000
Ultrasport Fahrradhandschuh Race mit Touchscreen-Funktion, Schwarz/silber, S, 48000
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide, robust, für den Übergangsbereich gut geeignet, 14. November 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Fahrradhandschuhe sind vor allem in der kalten Jahreszeit ein unabdingbares Muss. Als passionierter "Arbeitswegradler" tat es bei mir bis dato eine mehr als einfache Vliesvariante, die jedoch weder wind-, noch regenresistent und auch vom Grip her eher als untauglich einzustufen waren. Der Fahrradhandschuh von Ultrasport sollte daher ein deutliches Plus in puncto Tragekomfort, Sicherheit und Rundumschutz darstellen. Ist dem so? Mein Test kurz und knapp:

Verarbeitung/Design:
- robuste und solide Nahtstellen
- funktionell-schlichtes, sportliches Design

Passform/Tragekomfort:
- Bestellte Größe S "schlabbert" ein wenig, aber kleiner gibt es die Handschuhe leider nicht. Daher ist bei mir ein recht ordentlicher Wärmestauraum vorhanden.
- Die Griffigkeit beeinträchtigt die nicht optimale Passform allerdings nicht entscheidend, da mittels des Klettverschlusses am Handgelenk ein solider Sitz erzeugt wird.
- Durch das doch relative dicke Material und die nicht optimale Passform kommt es vor allem im Fingerspitzennahtbereich zu unerwünschten, aber unwesentlichen und sehr geringen Berührungsempfindlichkeiten und kratzt auch nicht.

Nässeschutz:
- leichter Regen wird abgehalten, allerdings keine Stark- oder Dauerregenresistenz

Winddichtheit:
- keine absolute Winddichtheit, somit im tiefen Temperatursegment (unter Null) kein absoluter Kälteschutz

Atmungsaktivität/Temperaturverhalten:
- gute Isolation bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt bis ca. 12...14 °C
- noch keine "Unter-Null-Erfahrung"  wird nachgereicht, sofern ich dann nicht doch die örtlichen öffentlichen Fahrgelegenheiten nutze ;-)
- gute Atmungsaktivität, da auch im höheren Temperaturbereich keine feuchten Hände durch Schweißansammlung im Innenbereich
- EDIT (18.02.14): für Temperaturen um die Null und darunter kein ausreichender Wärmeschutz, die Fingerspitzen werden empfindlich kalt, daher als Winterhandschuh nicht zu empfehlen!

Grip:
- durch die Gelpolsterung der Handinnenflächen und auch die gummiverstärkten Fingerkuppen wird ein recht guter Grip erreicht

Touchscreen-Funktion:
Warum man um Himmels Willen auch noch bei Radeln sein Handy bedienen muss, erschließt sich mir zwar nicht so recht, aber die eingewebten Silberfäden garantieren ein Bedienen des Handys auch mit Handschuhen. Allerdings gerät die etwas globige und im Fingerspitzenbereich nicht optimale Passform dahingehend zum Fisako, dass ein Bedienen des Handys nur im grobmotorischen Bereich gewährleistet werden kann. SMS schreiben oder Feinjustierung: Fehlanzeige

Fazit: Guter, solider und robuster Übergangshandschuh mit zufriedenstellendem Tragekomfort. Das Anbieten der Größe XS wäre sehr zu empfehlen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 14, 2013 3:20 PM CET


Der Mann, die Frau, das Schaf, das Kind
Der Mann, die Frau, das Schaf, das Kind
von Galsan Tschinag
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das Leben ist eine Wuseltasche mit mehr Falten als der Blättermagen des größten Ochsen.", 11. November 2013
"Die ganze Kunst lebt von Übertreibung, wie alle Lebewesen vom Sauerstoff leben!" Übertreibung steht für den Überschuss an Kraft und Leidenschaft eines Künstlers. Damit stellt selbiger zugleich die Seele der Menschheit dar. Einen eindrucksvollen Beleg von der Richtigkeit dieser Aussage bietet der auf deutsch schreibende mongolische Autor Galsan Tschinag mit seinem neuesten Roman. Schon allein der Titel seines jüngsten Werkes klingt alles andere als herkömmlich. Aber auch der Inhalt weist Zuspitzungen und Superlativen auf. Indirekt könnte man die Handlung gar als Hyperbel bezeichnen, obwohl der Großteil durchaus im Glaubwürdigen angesiedelt ist. Allerdings bleibt für hiesige Verhältnisse aller Wahrscheinlichkeit einiges schwer nachvollziehbar. Doch schon bei ein wenig Vertrautheit mit der Lebensweise des zentral- bzw. südostasiatischen Raums erscheint der Großteil der Handlung ganz und gar nicht übersteigert.

Schon der Einstieg in den Plot gestaltet sich alles andere als gewöhnlich. Da steht eine junge, "blütenzarte, zerbrechliche Frau, (...) deren ganze Erscheinung an ein hauchdünnes, schneeweißes Porzellanstück denken ließ, das eher zum Glasschrank in der guten Stube angeberischer Städter gehörte und als Alltagsgeschirr ganz und gar ungeeignet war", völlig hilflos mit einem herzerweichend blökenden Hammel im Treppenhaus eines Hochhauses der mongolischen Hauptstadt. Als Retter in der Not erweist sich ein alter Mann, "mit schütterem, grauen Haar und zerfurcht schwitzigem Gesicht, das alle Erschöpfung der Welt auszustrahlen schien." Während die junge Frau Hilfe zu holen verspricht, nimmt er sich der "gepeinigten Kreatur mit den harngelben Augen" an und bugsiert den Hammel in seine kleine Paterre-Wohnung. Als er dort stundenlang weiterblökt, schlachtet, zerlegt und portioniert ihn kurzerhand säuberlich und verspeist ihn nach Rückkehr der Dame genüsslich mit jener. Danach erzählt man sich gegenseitig seine Lebens- und Leidensgeschichten, die mancherlei Überraschungen bereithalten. Letztendlich kumulieren die Freuden und Kümmernisse der zwei, auf den ersten Blick so ungleichen, bei näherem Kennenlernen doch ziemlich ähnlichen, hoffenden und wartenden, gequälten Seelen in einem versöhnenden Finale Grande.

Das hört sich nach einem sauber gestrickten Plot an, der vielleicht recht gut ins Genre Parodie und Slapstick passen würde. Doch damit würde man dem Werk des mongolischen Autors keinesfalls gerecht werden. Denn wie er das Schicksal von Nüüdül und Dsajaa darstellt, ist erstaunlich, lesenswert und literarisch überaus bereichernd. In blumigen, zuweilen recht interessant-kreativen Wortgestaden erzählt Galsan Tschinag anhand der Schicksale seiner beiden Protagonisten zugleich die zuweilen recht erschreckende Entwicklung seines Heimatlandes. Er berichtet von Korruption und Gewalt, von der Kluft zwischen arm und reich, vom Höhenhimmel, der Steppenerde, viel Windsturm, Nomaden und Traditionen versus Stadt, Moderne und seelenloser Spaßgesellschaft. Glück und Nichtglück stehen genauso im Wechselspiel wie Schicksal und Höllenparadies. Das Buch liest sich zuweilen wie ein feinmaschiger Tagtraum, in dem man Bildern begegnet, "die lebensecht wirken und einander rasch ablösen", zuweilen jedoch einen ungeheuren Windsturm über die gequälten Seelenlandschaften der beiden Hauptdarsteller brausen lassen. Zudem gelingt es Tschinag beim Verknüpfen der Schicksalsfäden mittels literarischer Stilmittel eine unglaubliche Intensität an beinahe realen Gerüchen und Düften zu erzeugen.

Fazit: "Schon der erste Satz packt und nötigt die Augen schon zum nächsten, der sie samt anderen Sinnen auf den wiederum nächsten zieht. So ergeht es ihm mit jedem weiteren Satz, und schnell ist er von einem Sog erfasst, der seinen Geist immer tiefer hineinführt in eine andere, lichterlohe Welt und ihm immer neue, immer köstlichere Nahrung vorsetzt." So wie Nüüdül das Lesen eines Buches mit dem Titel "Die Erde ist eine Weinende, am Ende ihrer Kräfte" empfindet, gestaltet sich gleichermaßen auch DIE Neuentdeckung des Herbstes 2013 des mongolischen Autors. Ein ungewöhnliches, ein außergewöhnliches Buch, ein "Zauberlicht der Wortkunst" aus einem Land, das durch seine geografischen wie politischen Gegensätze geprägt ist. Ganz nach dem Motto: "Das Leben ist eine Wuseltasche mit mehr Falten als der Blättermagen des größten Ochsen." Doch: "Lebt euren Träumen nach, holt sie ein und macht sie zu euren Dienern!" Aber: "Euer Hauptberuf sei der Mensch!"
Ein unterhaltsam-nachdenkliches Buch voll Lebensweisheit und Wärme.


Max Factor Wild Shadow Pot 101 Pale Pebble, 1er Pack (1 x 2 ml)
Max Factor Wild Shadow Pot 101 Pale Pebble, 1er Pack (1 x 2 ml)
Preis: EUR 5,05

2.0 von 5 Sternen Eher ein dezent-schales Ergebnis als ein wildes "Tiger-Gefühl", 12. Oktober 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
"Kreiere wilde Blicke die fesseln mit den Wild Shadow Pot von Max Factor. Die ausdrucksstarken und hochpigmentierten Farben sorgen für ein unglaubliches Farbergebnis.", so wird der neue Lidschatten umworben. Ausdrucksstark wurden hier bestenfalls die werbewirksamen Worte gewählt. Denn wie bitte schön soll man den Tiger rauslassen, wenn der Farbton "pale pebble", was übersetzt in etwa einen hellen, blassen Kieselton bezeichnet, einfach nur "bäbbsch" ist, um es mal in meinem Landesdialekt auszudrücken. Will sagen: Man schaut mit aufgetragenem Lidschatten genauso aus wie ohne. Denn nicht ein wie auf dem Produkfoto abgebildetes Elfenbeinweiß lässt die Augen leuchten, sondern ein eher neutraler Hautton ("käsig" bietet der Translator auch noch für "pale" an). Auch feucht aufgetragen werden der Effekt und die vollmundig umworbenen hochpigmentierten Farben keineswegs intensiver. Bestenfalls könnte man den Lidschatten als Highlighter unter dem Auge oder unter den Augenbrauen einsetzen.

Zweiter Kritikpunkt ist, dass das Puder derart kompakt in die Dose gepresst wurde, dass man seine liebe Mühe hat, es überhaupt zu lösen. Ich bevorzuge normalerweise den "Farbauftrag" mit dem Finger, bestenfalls noch mit einem kleinen Pinselchen. Doch weder bei ersterem noch bei zweiterem bleibt genug Puder haften. Erst das Aufrauen mit einem scharfkantigen Gegenstand löste ein paar Pigmente heraus.

Fazit: Für mich erfüllt dieser Lidschatten seine Funktion nicht in dem Maße wie ich es von anderen gewohnt bin, auch wenn die Haftbarkeitsdauer auf dem Augenlid durchaus im akzeptablen Bereich liegt.


James Joyce  Dubliner
James Joyce Dubliner
von Albert Bolliger
  Audio CD
Preis: EUR 79,80

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen James Joyce und seine Stimmenspieler, 10. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: James Joyce Dubliner (Audio CD)
"Und zuallererst lese man die Dubliner. Es ist die einzige Möglichkeit, das Werk eines der größten Schriftsteller zu verstehen.", beurteilt T.S. Elliot das erste Prosawerk des irischen Dichters und Schriftstellers James Joyce. Zweifelsohne gelten die fünfzehn Erzählungen heute als bester Zugang zum Gesamtwerk von Joyce. Zudem verweisen sie thematisch auf seinen "Ulysses", der ursprünglich "nur" als eine weitere Geschichte der "Dubliner" geplant war. Nun kann man sich neben dem geschriebenen Wort auch akustisch an den Schauplatz der Handlung begeben. Denn der Sinus-Verlag hat die erzählte Hassliebe von Joyce zu seiner Heimatstadt Dublin als großartig vertonte, ungekürzte Version auf den Markt gebracht. Obwohl der kleine Verlag aus der Schweiz vor allem für die exzellente Präsentation von historischen Orgeln steht, lässt er auch immer wieder in Sachen "Weltliteratur in Buch und Hörbuch" aufhorchen. Die vorliegende Auflage offenbart unzweifelhaft ein weiteres Kleinod.

"Dubliner" stellen in Gänze einen großen Lebenszyklus dar: beginnend in der Kindheit, über die Jugend bis hin zu Alter bzw. diversen Aspekten des öffentlichen Lebens und schlussendlich dem Tod. Dabei legt der große irische Autor seine Handlung in die Welt des kleinen bis mittleren Bürgertums, motivisch geprägt von Versuchen des Aufbruchs. Joyce wirft einen sensiblen Blick auf Gescheiterte und Betrogene, Arbeitslose und Trinker, gelangweilte Angestellte oder bevormundete Töchter. Seine Protagonisten sind zwar voll von Träumen und Ambitionen, doch gelingt es letztendlich keinem, aus seiner Lethargie und Benommenheit auszubrechen. Erstarrt in Konventionen betäuben sie ihre Enttäuschungen zumeist mit gehörigen Mengen Whisky und Bier. Motive der unerreichbaren Liebe und unglückliche Hingebung, männliche Prostitution oder Entehrung sind genauso Gegenstand wie jugendliches Aufbegehren, beruflicher Erfolg, Schriftstellerträume oder Politik und Intrigen.

Bereits in diesen frühen Texten offenbart James Joyce einen relativ armen äußeren Handlungsrahmen, der im "Ulysses" später seine Vollendung findet. Dieser tritt zugunsten der sensiblen Innensicht auf seine Figuren in den Hintergrund. Zudem brechen fast alle Erzählungen am Ende relativ abrupt ab und offenbaren ein Gespinst an immer wiederkehrenden, miteinander verflochtenen Motiven (finanzielle Sorgen, Alkohol, die Selbstbestimmung Irlands, Kunst und Selbstverwirklichung, Kirche, Konventionen und gesellschaftliches Auftreten). Joyce experimentiert mit dem Prinzip der Andeutung und der indirekten Mitteilung. Dies alles lässt den Hörer in einer Art Schwebezustand zurück und gestattet ihm eine Vielzahl von Interpretationsmöglichkeiten.

Sein Augenmerk sollte man vor allem auf die erlebte Rede (ein Vorläufer des inneren Monologs) richten, welche die Erzählungen dominieren. Joyce versteht es virtuos, seine Erzählsprache den wechselnden Figuren anzupassen und feinste Nuancen verschiedener Sprechweisen abzubilden. Und dabei kann die Hörbuchfassung ihre Vorteile ausspielen. Denn mit Ulrich Matthes, Eva Mattes, Christian Brückner, Dagmar Manzel, Stefan Kaminski und Gerd Wameling wurden exzellente Sprecher und Meister ihres Fachs gewonnen, die allein schon durch ihre Stimme und Intonation ein Erlebnis darstellen. Alle sechs eröffnen dem Hörer mit ihren unverwechselbaren Timbres und einer Unmenge von Zwischentönen einen ganz neuen, äußerst intensiven Zugang zu dem frühen Werk des Iren. Sie wissen sich in jede Person intensiv hineinzuversetzen und verleihen ihr dadurch einen spezifischen, beinahe physisch fühlbaren Akzent. Allen Sprechern gelingt es wunderbar, Nuancen herausarbeiten, die sich beim stillen Lesen oft gar nicht erschlossen hätten.

Fazit: Wem der Ulysses zu gewichtig, zu schwierig oder zu überladen erscheint, dem sei hiermit empfohlen, die Kurzgeschichten von James Joyces zu hören und gleichzeitig mit oder nachzulesen, denn alle Erzählungen liegen gleichfalls in gedruckter Form als Booklet bei. Ein kurzer Abriss der Lebensdaten von James Joyce, ein Essay von Fritz Senn und ien historischer Stadtplan von Dublin ergänzen diesen wunderbaren, akustisch sehr gelungenen Einstieg in das frühe Meisterwerk des irischen Autors.


Sharp DKKP95PH All-in-One HiFi System mit Airplay (direkte Verbindung ohne zusätzlichen Router) und DLNA (WiFi-Ready) schwarz/silber
Sharp DKKP95PH All-in-One HiFi System mit Airplay (direkte Verbindung ohne zusätzlichen Router) und DLNA (WiFi-Ready) schwarz/silber
Wird angeboten von ELECTRONIS
Preis: EUR 127,72

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielseitiger schlanker Kraftzwerg im Bonsai-Format, 9. Oktober 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Ein schmuckes "Kästlein" (475 mm breit, 191 mm hoch und 83 mm tief) steht da auf meinem Tisch, bei dem es designtechnisch absolut nichts zu meckern und auszusetzen gibt. Kabelloses Audiostreaming via Airplay und DLNA (ist vor allem dann von Vorteil, wenn man keinen Router besitzt) unterstützt es und bietet zudem das nützliche WIFi Direct (was natürlich nur dann von Nutzen ist, wenn auch die Musikquelle - Computer, Tablet oder Smartphone - über selbiges verfügt). Bis dato gestaltete sich meine Suche im Bereich derartiger Mini-Compact-Anlagen meist als klangtechnische Fehlanzeige. Vielleicht lag es aber auch nur an meinen zu hoch gesetzten Anforderungen? Doch meine Ohren verlangen nun mal eine gewisse Qualitätsakustik und deren Sensorik verhält sich diametral zu "schepperndem Blecheimer" und Mittenverwaschung. Wie schaut es also mit Sharps neuestem "Musikwunder" aus? Hier mein Test:

Funktionsumfang:
- traditionelles, durch eine kleine Schiebetür abgedecktes CD-Laufwerk, das auch selbst gebrannte CD-Rs und CD-RWs mit MP3- und WMA-Dateien abspielt
- Dockingport für iPhone, iPod und iPad mit Ladefunktion (incl.- iPad-Ständer)
- USB-Eingang für Massenspeicher
- RDS-Radiotuner mit 40 Sender-Speicher
- kabelloses Netzwerk (Zugriff entweder über DLNA auf den eigenen Medienserver oder via Airplay streamen)
- eigener kabelloser Netzwerkaufbau über WiFi Direct möglich
- zwei Breitbandchassis von jeweils 25 W Leistung
- Antennenanschluss (incl. UKW-Außenantennenkabel + AM-Ringantenne)
- Audioeingang zum Anschluss eines MP3-Players
- Wecker und Sleep Timer für alle Arten der Musikwiedergabe
- Fernbedienung incl. Batterie
- Display Helligkeitsregler
- Automatische Ausschaltfunktion (nach 15 min im Stand-By-Modus)
- gut nachvollziehbare Bedienungsanleitung mit ein paar klitzekleinen Fehlerchen im Text, die man jedoch bei einigermaßen klarem Verstand selbst umschiffen kann

Inbetriebnahme/Einrichtung von Airplay / DLNA:
- WiFi Direct-Installation erfolgt ausschließlich, jedoch gut nachvollziehbar, über das integrierte Display, entweder:
... a: mittels einem Tastendruck bei Vorhandensein eines modernen Routers, der die komfortable automatisierte Setup-Funktion WPS besitzt oder
... b: via SSID, bei dem man in wenigen (manchmal bei eigenen technischen Ausfallerscheinungen auch mehreren) Schritten über eine sehr einfach gehaltene Setup-Seite, die man am Computer aufruft, zum Erfolg kommt.

Bedienung:
- entweder mit im Lieferumfang enthaltener Fernbedienung oder zumindest für die allermeisten Funktionen direkt am Gerät
- eine durchaus sehr nette und angenehme Angelegenheit ist dabei die "vollautomatisierte" Wiedergabe von Musik, wenn ich am Computer bzw. iPad Airplay ausgewählt habe, ohne dass ich noch diverse Knöpfchen an der Anlage bzw. auf der Fernbedienung drücken muss, d. h.: das Gerät schaltet sich komplett allein ein und streamt meine akustischen Favoriten in den Raum
- man kann natürlich auch das iPad ganz normal mit einem USB-Kabel anschließen (ein netter und praktischer iPad-Ständer ist gleichfalls im Lieferumfang enthalten) oder sein iPhone in die integrierte Docking-Station stecken

Klang/Lautstärke:
- Zugegeben: die Physik lässt sich nicht überlisten. Zur Wiedergabe von extrem tiefen Tönen bei hoher Lautstärke sind tatsächlich ein möglichst großer Lautsprecher und ausreichend Verstärkerleistung nötig. Doch wer hört schon ein AC-DC-Konzert in der eigenen Wohnung in originaler Live-Lautstärke? Für moderate Pegel und leichte Abstriche beim Tiefbass können Lautsprecher in Zusammenarbeit mit einem kleinen, feinen Verstärker tatsächlich sehr kompakt ausfallen. Das trifft natürlich auch auf diese Anlage zu. Man kann bei dieser Größe kein Lautstärkewunder erwarten, aber für einen ganz normalen Wohnraum (o.k., was bezeichnet man als normal.... gehen wir mal von einen ca. 30 m2 Zimmer aus) stellt sie diese tatsächlich recht ordentlich auf die Beine.
- Höhen und Tiefen lassen sich manuell anheben oder absenken, die Taste xBass betont zudem die Tiefen besonders. Ich bevorzuge allerdings und empfehle dies auch eindringlich, eine manuelle Regelung mittels Equalizer, egal ob über iTunes am PC oder mittels diverser Apps für iPhone oder iPad. Damit wird den zwei 25W-Breitbandchassis doch ein erstaunlich sauberer und voluminöser Klang mit einem recht ordentlichen Tieftonfundament entlockt. Ohne Equalizer wirkt er doch etwas flach auf der Brust. Ein Vergleich lohnt auf jeden Fall und man wird sehr angenehm überrascht sein. Vor allem im oberen Höhen- und unteren Tiefensegment wird Erstaunliches herausgeholt.

Fazit: Auf engstem Raum findet sich in der Sharp DK-KP95PH wirklich alles an modernen Ausstattungsfeatures, was man von einem HiFi-System erwartet, bis hin zu WLan, Airplay und solch netter Dreingaben wie einer Network-Standby-Funktion. Zudem überzeugt die Anlage neben ihrer formschönen, eleganten Schlichtheit auch klanglich auf ganzer Schiene. Man darf bei dieser Größe und dem angebotenen Preis sicherlich kein Akustikwunder erwarten, aber das, was die DK-KP95PH bietet, überzeugt mich zu 100%. Ich bin sehr zufrieden!


Philips HD7688/50 Avance Collection Kaffeeautomat (Glaskanne, 12 Tassen) schwarz
Philips HD7688/50 Avance Collection Kaffeeautomat (Glaskanne, 12 Tassen) schwarz
Preis: EUR 69,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Kaffeemaschine = Kaffeemaschine" oder doch "Kaffeemaschine im Quadrat"?, 8. Oktober 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Nach dem Ersten Weltkrieg gab es für Architekten und Designer einen neuen Auftraggeber: die Industrie. Funktionelle Aspekte traten beim Entwurf von Gebäuden, Möbeln und Gebrauchsgegenständen in den Vordergrund, gleichzeitig sollten sie ansprechend und ästhetisch sein, also gute Proportionen und Formen aufweisen. Der Geist der Zeit lautete: "Neu anfangen", und das brachte einen Bruch mit den Gepflogenheiten des Historismus mit sich, nämlich Dekore und Formen vergangener Zeiten zu zitieren und zu imitieren. Logisch und ehrlich sollten die Entwürfe sein, auf das Material abgestimmt und die Form sollte der Funktion folgen. Neben dem deutschen Werkbund war vor allem das Bauhaus an der Entwicklung und Verbreitung dieser neuen Sachlichkeit beteiligt. Möbel im Bauhausstil zeichnen sich dadurch aus, das sie praktisch und formschön sind und auf Zierrat weitgehend verzichten. Gerade Linien und klare Formen sind ihre typischen Merkmale.

Was hat dies nun alles mit einer Kaffeemaschine zu tun? Ganz einfach: Die neue HD7688/50 von Philips zeichnet sich genau durch dieses schnörkellose, aber trotzdem formschöne, innovative Design, durch eine ästhetische Sachlichkeit aus. In folgenden Punkten sticht die HD7688/50 hervor:

- Design -
Neben dem zuvor erwähnten zeitlosen Design offenbart sich das Maschinchen mit seiner 18 cm Tiefe (mit eingesetztem Wasserbehälter 20 cm) auch noch als kleines Raumsparwunder, das mit seinen rutschfesten Gummifüßen zudem noch einen sicheren Stand garantiert. Die Glaskanne ist schnörkellos und mit ihrer nach unten auslaufenden, leicht konischen Form klassisch modern.

- 2-in-1 -
Wasserfilter und Wassertank stellen eine Einheit dar. Mit einem Griff versehen, lässt sich dieser Kombibehälter problemlos aus der Maschine nehmen und somit völlig komplikationslos mit Kaffeepulver bzw. unter dem Wasserhahn befüllen (Was gab es bei meiner alten Maschine ständig für Kleckerprozeduren und "Überschwemmungen" bei Selbigem). Mit 1,2 Liter Füllvermögen fällt der Tank genauso groß aus wie bei den meisten herkömmlichen Filter-Kaffeemaschinen für einen Durchschnittshaushalt. Beim Einsetzen rastet das System mit einem leichten Klick, gefühlt wie ein kleiner Magnet, ein. Das Herausnehmen sollte allerdings unbedingt mit zwei Händen erfolgen. Eine hält den Rahmen fest, die andere entklickt. Ansonsten droht akute Kippgefahr.

- Wasserstandsanzeige -
Ein Blick ins Innere des Wassertanks verrät ein geniales System: 8 kleine, durchsichtige Kunststoffröhrchen (Anzeige für 3 bis 10 Tassen), angeordnet wie Orgelpfeifen, ragen unterschiedlich tief in den Tank hinein. Füllt sich dieser nun mit Wasser verändert sich an der Oberfläche die ansonsten silberne Farbe des Röhrchens in ein dunkles Grau, das sich deutlich von seinen noch leuchtenden Nachbarn abhebt. Die Füllstandsanzeige "arbeitet" absolut korrekt. Angezeigte 8 Tassen Wasser ergeben auch 8 Tassen in der Glaskanne (analog natürlich auch andere Füllstandsmengen).

- automatische Abschaltung -
Nach 120 Minuten, ein Merkmal, über das nicht gerade viele Kaffeemaschinen verfügen, schaltet die Maschine automatisch ab.

- Tropfschutz -
Kein einziger Tropfen entwich dem Filterbehälter, wenn die Glaskanne noch vor dem kompletten Durchlauf entnommen wurde.

- Kabellänge -
Das Kabel mit seinen 80 cm Länge fällt zwar nicht sehr üppig aus, aber auch das schmälert die Leistung und das Design des Geräts nicht.

Fazit: Zeitlos schön, funktional durch einige kleine Feinheiten top. Der Kaffeeautomat HD7688/50 von Philips garantiert eine schnelle, unkomplizierte und saubere Zubereitung des "schwarzen Goldes". Ganz klar zu empfehlen!


Der neue Fischer Weltalmanach 2014 mit CD-Rom: Zahlen Daten Fakten
Der neue Fischer Weltalmanach 2014 mit CD-Rom: Zahlen Daten Fakten
von Redaktion Weltalmanach
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Horizonterweiterung durch den enzyklopädischen Tausendsassa mit Online-Datenbank, 8. Oktober 2013
Es gibt ihn für Schäferhunde, für Fußball, als kulinarische oder Kräuter-Ausgabe. Wer die Adresse eines Musikverbands oder eine Musikschule ausfindig machen will, sich einen Überblick über die Mitgliederstruktur des Deutschen Musikrats verschaffen muss oder dringend Angaben zur Höhe der öffentlichen Ausgaben für Musik benötigt, greift zu ihm. Für Slow Food ist er erhältlich, genauso wie für die Werbe- und Kommunikationsbranche oder die Ruhrtriennale. Jahrbücher aller Couleur tummeln sich auf dem Markt. Und ebenso der jährlich neu aufgelegte Fischer Weltalmanach, der bereits zu den Klassiker unter den enzyklopädischen dieser Art im deutschen Sprachraum gehört.

Seit 1959 liefert das Buch alljährlich überarbeitet die wichtigsten Fakten und Hintergründe zu Politik, Wirtschaft, Umwelt und Kultur. Sämtliche Länder der Erde werden in Zahlen und Daten zu Staat und Regierung, Geographie, Demographie und Wirtschaft kurz dargestellt. Eine Jahreschronik fasst zudem die jeweils wichtigsten Ereignisse der vergangenen zwölf Monate der jeweiligen Nation zusammen. Neben den gewohnten Länderportraits und diversen Basisdaten zu Bevölkerung, Bildung und Gesundheit, Wirtschaft und Umwelt, einem eigenen Kapitel zur Europäischen Union, den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen sind vor allem die beiden letzten Register "Wirtschaft" und "Umwelt" ob ihrer Brisanz von allerhöchstem Interesse. Deren Texte legen ihren Schwerpunkt dieses Mal auf Rohstoffe. Behandelt werden sowohl ökonomische und politische als auch soziale und ökologische Dimensionen im Wettlauf um Ressourcen, Territorien und Abbaurechte. "Wie versuchen Anrainerstaaten sich ihren Anteil auf die bislang unzugänglichen Rohstoffvorkommen in der Arktis zu sichern? Welche Folgen ergeben sich für die Umwelt z. B. durch die Förderung von Erdgas mithilfe der umstrittenen Fracking-Methode in Polen oder Deutschland oder durch die Erdölförderung im Regenwald von Ecuador?" Was bedeutet der Aufkauf von fruchtbarem Land in Schwellen- und Entwicklungsländern durch ausländische Investoren wie Saudi-Arabien, die dort Nahrungsmittel zur eigenen Versorgung oder für den Export herstellen? (Liberia z. Bsp. hat bereits für 30 % seiner Fläche Konzessionen vergeben)? Welche Risiken ergeben sich aus dem spekulativen Börsenhandel mit landwirtschaftlichen Rohstoffen? Dies sind nur einige, durchaus besorgniserregende Fragen, die gestellt werden.

Über 1.000 Karten, Grafiken, Tabellen und Fotos ergänzen die geballten Informationen und gestalten sie auch optisch sehr ansprechend. I-Tüpfelchen wären vielleicht noch geografische Übersichtskarten zu JEDEM Land. Diese sind leider nur sporadisch abgebildet. Dem Buch beigefügt ist gleichfalls eine CD-Rom, die das aktuelle Wissen im Datenbankformat bereithält, allerdings nur für Windows-Nutzer. Zudem kann auf mehr als 250.000 Daten aus Demografie, Wirtschaft und Umwelt über das Online-Portal zugegriffen werden. In jedem Buch ist ein Zugangscode enthalten, der individuelles Recherchieren von zuverlässigen Zahlen möglich macht: Tabellen, Weltranglisten und Grafiken erstellen, exportieren und ausdrucken. Länderinformationen inkl. Wahlergebnisse und Regierungswechsel werden täglich auf den neuesten Stand gebracht.

Fazit: Aufschlussreich, wissenswert, aktuell und übersichtlich gestaltet, ist der aktuelle Fischer Weltalmanach 2014 eine beinahe unerschöpfliche Informationsquelle und ein Nachschlagewerk, in dem man immer wieder "schmökern" kann. Aufgelockert durch farbige Abbildungen, Tabellen, Statistiken oder Karten hält man keinen leblosen statistischen "Papierstapel" in der Hand, sondern eine geballte Ladung hochinformatives Wissen in äußerst ansprechender optischer Gestaltung. Ein Buch, das keineswegs ob der Fülle an Informationen erschlägt, sondern ausgenommen gut unterhält und gleichzeitig den eigenen Horizont erweitert.


Der Klassenkampf nach dem Klassenkampf
Der Klassenkampf nach dem Klassenkampf
von Luciano Gallino
  Broschiert
Preis: EUR 14,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wenn ich von sozialen Klassen auch nur reden höre, wird mir speiübel.", 6. Oktober 2013
"Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus." Mit diesem Satz beginnt die Einleitung im von Karl Marx und Friedrich Engels 1847 geschriebenen und 1848 veröffentlichten "Manifest der Kommunistischen Partei".
Ein Gespenst ist ein Wesen, das spukt und gefährlich erscheint, ein kaum zu fassender Geist, der gewöhnlich keinen fest umrissenen, greifbaren Körper hat. Marx und Engels wollten mit der Aussage auf die schon vorhandene Existenz einer gesellschaftlichen Bewegung, die den Kommunismus als Ziel hat, hinweisen. Für die Mächtigen der damals bestehenden Herrschaftsverhältnisse in Europa fürwahr ein Schreckgespenst, dessen spukhafte Erscheinung hinter jeder Opposition gewittert wurde. In Anlehnung an Marx und Engels könnte deren Aussage in eine andere Richtung gelenkt werden: "Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Klassenkampfs."

Luciano Gallino, Soziologe, emeritierter Professur an der Universität Turin und langjähriger Präsident des italienischen Soziologenverbandes hat sich gemeinsam mit Paola Borgna dem Thema "soziale Klassen und Klassenkonflikt" angenommen. Ein Aspekt, der heutzutage vielfach als weniger wichtig und kaum noch existent abgetan wird, um die globalen Umwälzungen in Arbeit, Produktion und Technologie, in allen Lebensbedingungen und in Kultur und Politik zu beschreiben. Die titelgebende Aussage eines nicht benannten, aber lt. Gallino "ziemlich bekannten italienischen Politikers" der Partito Democratico (Nachfolger der KPI) zeigt, dass sogar stark linksgerichtete Fraktionen von sozialen Klassen nichts mehr hören möchten und das Klassenkonzept als ein Überbleibsel des 19. Jahrhunderts bezeichnen. Schnell wird jemandem, der von solchen redet, vor allem von populistisch medialer Seite Neid auf die Reichen und Mächtigen angelastet. Soziologen und Wirtschaftswissenschaftler wiederum sprechen eher von einem "Flechtwerk von neuen Kulturen und Lebensstilen, von völlig neuen Technologien und Berufen, von schrankenlosen Informations-, Dienstleistungs- und Warenflüssen, auf der Suche nach persönlicher Identität in der Individualisierung bei gleichzeitiger Sozialisierung durch das Internet."

Der italienische Autor ist jedoch völlig anderer Meinung. Für ihn macht es durchaus Sinn, noch über Klassen und Klassenkampf zu diskutieren. Trotz des allgemeinen "Sperrfeuers transkultureller und trans-politischer Einwände gegen die Idee von Klasse und Klassenkampf" unternimmt er den auf den ersten Blick kontroversen Versuch aufzuzeigen, "dass beiden weiterhin eine gewisse Bedeutung innewohnt". Aufgebaut als Frage-Antwort-Konzept zeigt Gallino in seinen hochinteressanten Ausführungen, dass - grob skizziert - die heutigen Strukturen denen einer feudalen Gesellschaft gar nicht so unähnlich sind. Man könnte sie auch vielleicht besser als eine "High-Tech-Re-Feudalisierung auf Basis des Kapitalismus" bezeichnen. Auf der einen Seite die scharf eingegrenzte Klasse der Super-Reichen und Super-Mächtigen und auf der anderen die eine oder auch endlos großen Klassen, "die in Gefahr sind, das bisschen an wirtschaftlichen Ressourcen und an politischer Macht wieder zu verlieren, das sie in der Nahkriegszeit erlangt hatten".

In zehn Kapiteln erläutert Gallino das diffizile und beziehungsreich verflochtene Thema mit großartig ausdrucksstarker Einfachheit und Logik. Auch wenn das Buch für einen Nichtexperten sicherlich nicht einfach zu lesen und zu konsumieren ist, gelingt es ihm hervorragend (irrelevant ob man mit ihm übereinstimmt oder nicht), einen Blick auf die Welt zu werfen, der mit Klarheit, Unität und einem überaus soliden Fundament überzeugt. Neben dem Begriff der sozialen Klasse und des Klassenkampfes befasst er sich mit den umfassenden Themen der wirtschaftlichen Globalisierung, der Umverteilung des Einkommens von unten nach oben, dem Sparregime bei den öffentlichen Klassen, flexibler Arbeit in einer starren Gesellschaft bis hin zum Klassenkampf im Alltag, wie den Schwierigkeiten, in der eigenen Arbeit irgendeinen Sinn zu erkennen, dem Billiglohnsektor oder den Auswirkungen auf die Familie. Der Autor zeigt die unterschiedlichsten latenten Formen des immer noch vorhandenen Klassenkampfs auf, der heute zumeist mittels Gesetzen, allen voran Steuergesetze, geführt wird. Er spricht Lobbyismus genauso an wie die zunehmende "Finanzialisierung" der Welt: die verbissene "Jagd nach jedem nur vorstellbaren Winkel der Natur, der Gesellschaft und des Menschen, der sich in Geldwert übersetzen ließe, in Münzen; zur Schaffung von Geldeinkommen durch den Einsatz von Geld."

Fazit: "Der Klassenkampf nach dem Klassenkampf" erweist sich als hochkomplexes und umfassendes Thema, welches von Luciano Gallino äußerst tiefgründig, kompetent und verständlich dargebracht wird. Der italienische Soziologe wirft einen zuweilen erschreckend aufrüttelnden Blick auf die Welt mit ihren immer noch vorhandenen Klassen und deren derzeitig durchaus gefährlicher Unsichtbarkeit im Alltag ("während ihre Präsenz in der Wirtschaft und in der Produktion doch tief geht und weitreichender ist denn je"). Denn diese, so der Autor, "hat einen Niedergang des Gemeinschaftsgefühls mit sich gebracht, und es schwindet auch die Wahrnehmung davon, dass man zu einer bestimmten Gemeinschaft gehört, was ja eine Art von Verpflichtung anderen gegenüber bedeutet, von denen man wiederum gesellschaftliche Anerkennung und Solidarität erfährt." Eine Stimme, die es unbedingt verdient hat, gehört und gelesen zu werden.


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