Profil für MyandMar > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von MyandMar
Top-Rezensenten Rang: 59
Hilfreiche Bewertungen: 7541

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
MyandMar
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Das Flirren am Horizont: Roman
Das Flirren am Horizont: Roman
von Roland Buti
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Wirklichkeit, "in der alles im Stillstand verharrt, abgetrennt vom Vorher und abgetrennt vom Nachher", 24. September 2014
"Schlechte Nachrichten aus dem Westen: Es herrscht Ruhe rund um die Azoren - Europas Wetterküche ist außer Betrieb. Das Thermometer steigt seit Wochen, die Stimmung sinkt täglich: drückende Hitze lastet auf allen Ländern, die Sonne, sonst als Kraftspender des irdischen Daseins besungen, versengt das Leben, erstickt Hoffnungen, knickt Erwartungen, die Landschaft glüht rot gelb und braun, der Boden liegt staubig und furztrocken, saftlose Wiesen welken dahin. Ausgemergelt Flussläufe winden sich aufgerissen durch flimmernde Täler, Staubfahnen wehen über knisternde Getreidefelder, erbarmungslos werden die Kulturen gegrillt. Ein dreifaches Tief, Tief, Tief auf die Azoren..." Dieser Auszug aus einem Artikel der "Weltwoche" vom 30. Juli 1976 beschreibt sehr prosaisch die als "große Dürre" bezeichnete Situation Europas. Mit niedrigen Pegelständen und schweren Schäden in Land- und Viehwirtschaft ging sie in die Geschichte ein.

Auch die Felder der Familie Sutter - Roland Butis Protagonisten -, die in der dörflichen Abgeschiedenheit des Schweizer Waadtlandes einen Bauernbetrieb führt, geraten unter der gleißenden Sonne des wolkenlosen Himmels zu verdorren: "Der Wassermangel hatte die Landschaft ausgewrungen, die Natur bis ins Mark ausgelaugt." Mehr noch: deren menschliche Existenz gerät in Gefahr. Was unter der Landharmonie lange im Verborgenen schwelte, beginnt nun in der Hitze zu lodern. Aufgestautes bricht sich durch ewig geglaubte Strukturen und Ordnungen seine unaufhaltsame Bahn. Zugleich macht sich eine große Hilflosigkeit breit, angesichts all dessen, was sich um sie herum unwiederbringlich auflöst.

Erzählt wird in der Ich-Form aus der Sicht des dreizehnjährigen Auguste Sutter, genannt Gus. "Ich war Teil dieses zerbrechlichen Hauses. Ich war Teil dieses Hauses, in dem jeder in seinem eigenen Winkel kämpfte. Ich lag mit dem Rücken auf der warmen Erde, die Augen zum Himmel gerichtet, und sagte mir, dass unsere Träume wie ein Zug waren, der in den Bahnhof einfuhr, ein Zug, den man von weitem in blendend hellem, staubigen Licht herannahen und deutlicher werden sieht, der langsam vor unseren Augen vorbeifährt und den wir lange beobachten, ohne zu wissen, ob er wirklich anhalten wird und wir je werden einsteigen können." Er steht an einem Wendepunkt: dem Ende seiner Kindheit. Doch diese wird ihm ziemlich rigoros und plötzlich weggerissen. Die Wetterkapriolen stellen dabei nur ein äußeres Zeichen dar. Die schwerwiegendere Zersetzung findet im Inneren der Familie statt.

Da ist zum einen der stille und ruhige Vater, der tagein tagaus mit nahezu stoischem Gleichmut seinen Hof versorgt. Als Gehilfe steht ihm der "schwachsinnige" Rudy zur Seite. Fast ebenso schweigsam und kaum zu mütterlich-liebevollen Regungen fähig - Gus' Mutter. Lea wiederum, seine Geige spielende, schöne Schwester, "die zwischen Kultur und Natur eine glasklare Trennlinie zog", wirkt wie ein Fremdkörper in der häuslichen "Idylle". Denn alles auf dem Hof scheint schwerfällig und in der Vergangenheit verharrt: sei es das alte Pferd Bagatelle oder Sheriff, der Hund, der zuweilen wie vom Schlag getroffen umfällt. Als Gus eines Tages eine flugunfähige weiße Taube findet und diese fortan jeden seiner Wege auf seiner Schulter sitzend begleitet, scheint das Unheil seinen unaufhaltsamen Lauf zu nehmen. Die plötzlich auf der Bildfläche erscheinende Cécile, in die sich Gus' Mutter verliebt und daraufhin Hof und Familie Knall auf Fall für die Frau verlässt, ist dabei nur das Zünglein an der Waage. Doch mit ihr verschwindet auch das letzte Stück Stabilität und fragile Verlässlichkeit. Der Untergang ist nicht mehr aufzuhalten.

Fazit: "Man müsste anhalten, um die unsichtbare Aktivität zu entdecken, genau wie ein Beobachter der Fauna eine Weile still im Verborgenen ausharren muss, bevor er beobachten kann, wie um ihn herum die kleinen Geschöpfe des Waldes den Gang ihres Daseins wiederaufnehmen, in dem sie von einem Störenfried unterbrochen worden waren." In wunderschöner, auf der einen Seite sehr bildhafter, auf der anderen auch nüchterner, aber immer kraftvoller Sprache, hat der 1964 in Lausanne geborene Autor einen kleinen, aber feinen Familien- und Entwicklungsroman geschrieben, bei dem Figuren und Landschaft nahezu miteinander verschmelzen. Gleichzeitig ist das beinahe sensitiv erlebbare Buch, jedoch auch ein Zeitzeugnis des zunehmenden Bauernsterbens in der Schweiz. "Ich sagte mir, dass er sich wohl in diesem Augenblick wünschte, langsam von der Erde aufgenommen und sanft in die Tiefe gezogen zu werden, um sich endlich mit den Überresten all der Männer und Frauen zu verbinden, die von diesen ehemals fruchtbaren Böden genährt wurden." Den Namen des Autors sollte man sich unbedingt merken.


ADE  KE 874 Denise, Digitale Küchenwaage edelstahl
ADE KE 874 Denise, Digitale Küchenwaage edelstahl
Preis: EUR 27,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Handvoll Mehl, zwei Tassen Milch..., 24. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Egal ob beim Kochen oder beim Backen: Manchmal müssen Zutaten einfach ganz genau abgewogen werden. Wer sich da nicht mit herkömmlichen, manuellen Waagen herumplagen möchte, setzt am besten auf eine digitale Küchenwaage, die das Gewicht der zu wiegenden Zutaten auf das Gramm genau sowie klar und ohne Missverständnisse anzeigen. Dank einer integrierten Tara- und Zuwiegefunktion können die einzelnen Zutaten auch ganz bequem in nur einer Schüssel abgewogen werden.

Die digitale Küchenwaage Denise im kurzen und knappen Test:

Abmessungen/Gewicht:
- 15 x 21 x 1,05 cm
- Displaygröße: 5,5 x 2,0 cm, 1,4 cm vom unteren Rand angeordnet
- Zahlengröße 12 mm
- reine Wiegefläche ca. 17,4 x 15 cm
- Gewicht: 263 g

Design:
- formschönes, zeitloses Design
- edle Optik durch gebürstete, geschliffene Edelstahloberfläche
- Unterseite aus metallfarbenem Kunststoff

Funktionalität:
- Mess-Modi: Gewicht in g oder ####
- auf der Unterseite befindet sich das Batteriefach
- Anschalten mit entsprechendem Knopf rechts neben Display
- relativ hohe Messgenauigkeit ( +\- 1...2 Gramm Toleranz)
- Abschaltautomatik nach 2 min
- Fingerabdrücke sind auf der gebürsteten Edelstahloberfläche doch recht deutlich zu sehen, erfolgreiche Reinigung nur mit feuchtem Tuch
- Zuwiegefunktion

Fazit: Alles in allem eine formschöne, genaue Waage und minimalen Abstrichen bei der Pflegeleichtheit.


Sie dreht sich um: Roman
Sie dreht sich um: Roman
von Angelika Overath
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seitensprünge oder: "Alles könnte normal sein.", 21. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Sie dreht sich um: Roman (Gebundene Ausgabe)
Um nur wenige Meisterwerke der Kunstgeschichte rankt sich so viel Unerklärliches und Mysteriöses. Das Lächeln der Mona Lisa gilt als Inbegriff des Weiblich-Rätselhaften, ihr Porträt als Symbol des Geheimnisvoll-Distanzierten. Die einen behaupten, es stelle die namensgebende florentinische Kaufmannsgattin Lisa Giocondo dar (im Italienischen heißt das Bild "La Gioconda" im Französischen "Joconda"), andere sehen in ihr die aus Neapel stammende Edel-Kurtisane Isabelle Gualandi. Auch eine Mätresse von Charles d'Amboise oder Isabella d'Este, die Marquise von Mantua sowie die Mutter Da Vincis werden in die Waagschale geworfen. Allerjüngste Versuche, die Identität der Dame mit dem Silberblick herauszufinden, gehen sogar soweit, den auf Chateau Clos Lucé vermuteten Leichnam von Leonardo Da Vinci zu exhumieren und durch eine Gesichtsrekonstruktion herauszufinden, ob es sich bei der Mona Lisa tatsächlich um ein Selbstporträt des Renaissance-Künstlers und Erfinders handelt.

In Angelika Overaths Roman geht es gleichfalls um mehr oder weniger bekannte Gemälde von ebensolchen mehr oder weniger bekannten Malern, unter ihnen Gauguin, Vilhelm Hammershøi, Gustave Caillebotte, Edward Hopper oder Jean-Auguste-Dominique Ingres. Allerdings wenden sich in ihnen die abgebildeten Personen dem Betrachter nicht zu oder lächeln ihn geheimnisvoll an. Ihre Rückenansicht, allenfalls ihren Nacken zeigen sie Anna, einer fünfzig Jahre alten Journalistin, "frischverlassen, sich wie fünf fühlend. Wie fünf, oder fünfzehn. Ein Alter, in dem man gerade schreiben lernt. Oder lieben. Frisch verlassen, mit einem flatternden Ich." Um Erdung in ihrer Lebenskrise zu finden (ihr Mann offenbart ihr eine jüngere Geliebte zu haben, die sich ein Kind von ihm wünscht), begibt sie sich auf eine Reise ins Ungewisse, in Städte, die sie nicht kennt und in denen sie zum ersten Mal ist. Eine Art Treibenlassen, um ihre verletzte Seele zu betäuben.

Erster Anlaufpunkt ihres diffusen, schemenhaften Parcours sind dabei stets die Gemäldegalerien der Stadt. "Museen waren sichere Orte. Tarnkappen. In ihren Räumen musste man sich nicht verhalten. Im Grunde war man gar nicht da. Die Bilder waren da, und man selbst konnte untergehen in ihrem Muster oder sich wegschauen in das Leben anderer. (...) Bilder hatten eine einladende Überzeugungskraft. Sie waren versöhnlich, gesammelte Zeit. Schon geleistete Erfahrung." Doch diese Gemälde verlassen ihren Status eines künstlerischen Betrachtungselements: Sie sprechen mit Anna. "Ihr Hinschauen war kaum merklich in ein Hinhören übergegangen. Nun war es wieder still. Aber genau in dieser Stille hallte nach: das Bild sprach." Die abgebildeten Frauen auf ihnen erzählen ihrer Betrachterin mit leiser Stimme etwas über deren Seelenleben, über ihre Erschaffer und diverse Hintergründe. Und sie geben Anna stets einen vagen Hinweis auf ihr nächstes Ziel, ihren nächsten akustisch-visuellen Aufenthaltsort. Anna geht deren Spuren nach: "Sie spürte, dass ein Spiel beginnen könnte, ein kleines Überlebensspiel in Etappen, dessen Regeln sich ja erst nach und nach erschließen würden." Sie reist von Edinburgh über Kopenhagen nach Boston und weiter nach St. Moritz im Engadin, nach Paris und schlussendlich bis an die Nordspitze Dänemarks, nach Skagen. Am Ende findet sie so etwas wie Erdung für sich. "Und wenn sie jetzt zurückdachte, dann hatte sie durch die Bilder, die sie jeweils sah, doch einiges verstanden von der fremden Stadt, die sie nur flüchtig besuchte. Und konnte dort auf ihre Weise zu Hause sein."

"Sie dreht sich um" ist alles andere als laut und geräuschvoll, sondern die Erzählung fungiert beinahe wie eine stille Insel der Ruhe. Der Leser wird in einen autarken Raum der Lautlosigkeit, des Loslassens mitgenommen und nimmt nur verschwommen die Unruhe der Umgebung wahr. Mit klaren, präzisen, fast stakkatoartigen Sätzen ohne Tand und Schnörkel, aber unglaublich sensibler Beobachtungsgabe, nähert sich die Autorin zart, behutsam und beinahe lautlos dieser künstlerischen Fata Morgana an. Sie öffnet über ihre Protagonistin dem Leser die vermeintlich geräuschlose Welt der Bilder. Mit nur wenigen Worten gelingt es ihr, eine immense Fülle bildhaften Beschreibens opulenter Szenerien oder Landschaften zu erzeugen. Ihr kluges Buch sollte man intuitiv lesen, sich dabei fallen lassen und ihre Semantik in sich hineinfließen und dort wirken lassen. Overath vermittelt eine grazile, aber gerade deshalb intensive Nachdenklichkeit.

Fazit: "Vieles ist möglich, was man nicht für möglich hält." Vielleicht, weil Malerei "im Rücken des verständigen Sehens gemalt" wird. "Sie dreht sich um" ist ein Buch "quer durch die Zeiten, über die unsicheren Aggregate der Realität hinweg." Angelika Overath zeigt, dass alles mit allem zusammenhängt und dies mit einer fein abgestimmten Balance aus Einsamkeit und Bewegung. Denn es "gibt Augenblicke, auf die muss man sich einlassen. Erst dann kann man weiter." Ein wundervolles Buch in Farben und Formen.


Twentyfour Herren Daunen Jacke Seven Warme in Vielen Farben
Twentyfour Herren Daunen Jacke Seven Warme in Vielen Farben
Preis: EUR 131,99 - EUR 239,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Winter kann kommen, 21. September 2014
Der Herbst steht in den Startlöchern und der Winter ist auch nicht mehr weit. Die richtige Jacke zu finden ist nicht immer einfach. Sie soll leicht sein, bequem, warm und kompakt, dass man sie beim Tragen kaum spürt. All das vereint die Daunenjacke von Twentyfour. Das Outdoorlabel ist übrigens seit vielen Jahren in Norwegen etabliert und gehört dort zu den führenden Anbietern von Sport-, Freizeit- und Outdoorbekleidung und ist für seine hochwertige Funktionskleidung bekannt.

- Die Jacke im Detail -

---> Passform/Schnitt/Design:
Der Träger der Jacke ist 1,84 m groß und sehr schlank (Konfektionsgröße 48). Ihm passt die Jacke sehr gut. Sie hat noch etwas Luft, so dass man im Winter gut und gerne dickere Pullover oder Sweatshirts darunter tragen kann und reicht ihm bis knapp über das Gesäß.
Der gerade Schnitt mit den wenigen Steppnähten ist unspektakulär und dezent. Sie bauscht zudem nicht zu sehr in Richtung Michelin-Männchen auf ;-).

---> Gewicht:
- reichlich 1 kg

--->diverse Maße:
- Ärmellänge: 65 cm (von der Achselnaht bis zum Bündchen gemessen)
- Jacken-/Rückenlänge: 75 cm (von der Schulter bis zum unteren Saumrand gemessen)
- Kragenhöhe: 11 cm, innen mit weichem schwarzen Stoff abgefüttert

---> Funktionsdetails:
- stabile "Panzer"-Reißverschlüsse aus weißem Kunststoff (Hauptreißverschluss unter einer 5 cm Paspel verlaufend, zusätzlich mit 5 Druckknöpfen)
- Kapuze mittels Druckknöpfen abnehmbar + integriertem Gummizug
- Gummizug am unteren Jackenabschluss, kann von innen festgezurrt werden
- 2 Seiteneingrifftaschen: 19 cm hoch und 16 cm tief, mit Reißverschluss zu schließen und mit einer 2 cm Paspel verdeckt,
- Auf der linken Innenseite befindet sich eine 16x16 cm breite Brusttasche mit oberem Klettverschluss
- Ärmel innen mit Gummizug-Manschette + 11,5 cm langer schwarzer Ärmelverlängerung inklusive Daumenloch

---> Der persönliche Eindruck:
- Der Kragen schließt gut und dichtet sehr gut am Hals ab.
- Es gibt im Kragenbereich keine harten oder kratzigen Kanten. Der Reißverschluss ist im Kinnbereich sehr gut abgepolstert, stört nicht und kratzt nicht.
- Die Kapuze ist sehr groß geschnitten und geht ziemlich weit ins Gesicht, bis fast über die Augen.
- Sehr leichtgängige Reißverschlüsse, die nicht hakeln oder klemmen.
- Die Jacke trägt sich sehr leicht und angenehm.
- Sie ist tatsächlich enorm winddicht.
- Die Heizkraft im Inneren ist spürbar. Bereits nach kurzer Zeit in der Wohnung getragen, entwickelt sie ein wahres Backofenklima. Für den abschließenden Härtetest bei kalten Minustemperaturen ist es momentan noch etwas zu früh ;-).

---> Fillpower:
Die Jacke hat eine Fill-Power von 550 Cuin.
Dazu vielleicht ein paar ergänzende Erläuterungen:
Das wichtigste Qualitätsmerkmal für Winterjacken aus Daunen ist die Fillpower", welche die Ausdehnung der Daunen angibt - auch Bauschkraft genannt. Sie ermittelt man auf folgende Weise: Eine Unze (28 g, bei neuen Messverfahren: 30 g) Daunen in einem Zylinder wird 24 Stunden lang mit einem festgelegten Gewicht komprimiert. Wenn das Gewicht entfernt ist, wird das Volumen gemessen, auf das sich die Daunen wieder ausgedehnt haben. Die Einheit hierfür ist Kubik-Inches (ein Kubik-Inch entspricht 15,62 Kubikzentimeter). Werte von 550 gelten als gut, 650 als Spitzenklasse, und 800 und mehr sind Traumwerte. Kurz: Je mehr Volumen die Füllmenge erzeugt, desto besser ihr Isolationswert. Allerdings sollte man nicht allzu großen Wert darauf legen, da die Messgenauigkeiten sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Es wird empfohlen die Cuin-Angaben als grobe Richtwerte zu nehmen, sie aber nicht überzubewerten.

---> Pflegehinweise:
- stärker verschmutzte Stellen, wie z. B. Kragen, Saum und Ärmelbund, mit einem Daunen- oder Wollwaschmittel vorwaschen
- Waschmaschinenwäsche im Schonwaschgang bei 30 °C: Eine Daunenjacke benötigt im Wasser Platz, daher keine weiteren Textilien mitwaschen
- Handwäsche: in ausreichend großer Wanne, z. B. eine Badewanne, mit reichlich Wasser
- spezielles "Daunenwaschmittel" verwenden, denn Daunen vertragen keinen Weichspüler und leider ist vielen normalgängigen Waschmitteln ein Weichspüleranteil zugesetz
- bereits dem Waschgang in der Waschmaschine zwei bis drei Tennisbälle (oder spezielle Waschbälle zugeben) zugeben, um die Daunen so locker wie möglich zu erhalten
- nach dem Waschen darauf achten, dass die Daunenjacke von jeglichem Waschmittelrest gut ausgespült wird und anschließend das Spülwasser gut ausgedrückt wird. Achtung: Nicht wringen!!! Nur gut auszudrücken! (Daunen verkleben recht schnell)
- schonende und gleichmäßige Trocknung wichtig, damit sich alle Daunen wieder lockern und aufplustern können
- Trocknen im Trockner: nicht heißer als 40 °C einstellen, keine weiteren Textilien hinzugeben, drei bis vier trockene Tennisbälle in die Trommel geben (Die Tennisbälle stoßen die Daunen während des Trockenvorgangs immer wieder an. Dadurch können sie sich nicht verkleben und werden wieder schön bauschig).
- Lufttrocknung: Daunenjacke auf dem Wäscheständer ausbreiten und regelmäßig zwischenzeitlich gut aufschütteln. Das zwischenzeitliche Aufschütteln ist äußerst wichtig und sollte in nicht zu langen Zeitabständen immer wieder wiederholt werden.

Fazit: Ob bei einer Skitour, bei kaltem Wind an der Nordsee oder Minusgraden auf der Tribüne eines Fußballstadions - der Einsatzbereich ist riesig. Die Daunenjacke von Twentyfour erweist sich als leichte, dezente, modisch neutrale wärmende Jacke in einer angenehmen Farbe.


Meine wundervolle Buchhandlung
Meine wundervolle Buchhandlung
von Petra Hartlieb
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Scheiße, wir haben eine Buchhandlung gekauft!" (P. Hartlieb), 20. September 2014
"Smoke" - ein Independent-Episodenfilm nach Paul Auster, der eine seiner Kurzgeschichten zum Drehbuch umschrieb und der 1995 auf der Berlinale den Silbernen Bären erhielt -, handelt von einem altmodischen Tabakladen in Brooklyn. Dessen Besitzer Auggie (gespielt von Harvey Keitel) schließt diesen jeden Morgen auf, kehrt den Gehweg und macht ein Foto von der Straße. "So haben wir uns das damals vorgestellt in den langen Hamburger Spätsommernächten, in denen wir uns unsere Entscheidung schöngetrunken haben: jeden Tag die Sonnenmarkise ausfahren, das Geschäft aufsperren und einmal die Straße rauf, einmal die Straße runter fotografieren. Anlässlich unseres zehnten Jubiläums würden wie dann eine kleine Ausstellung organisieren: ' Unsere Straße im Wandel der Zeit' oder so ähnlich."

Was zunächst als Schnapsidee geboren scheint, wird Knall auf Fall ernste Wahrheit. Petra Hartlieb und ihr Mann Oliver, zwei Kinder, wohnhaft in Hamburg und in gut bezahlten Jobs zu Hause, ersteigern 2004 eine aufgegebene Buchhandlung in Wien, um sich fortan in einem Metier zu bewegen, das seit Jahren totgesagt wird und mit dem man wohl weder "eine müde Mark" verdienen kann, geschweige denn den Lebensunterhalt einer kompletten Familie. Doch schon bald könnten die Hartliebs ihre damalige Ausstellungsidee umsetzen. Denn am 4 . November 2014 jährt sich die Neueröffnung ihrer Buchhandlung in der Währinger Straße, im 18. Wiener Gemeindebezirk zum zehnten Mal. Ihr Konzept scheint aufgegangen zu sein, trotz aller Unkenrufe und dem immer wieder aufs Neue angekündigten Sterben des kleinen Buchhandels.

Über ihren Wechsel vom "Latte-Macchiato-Leben in Hamburg", weg von schicker Wohnung und freier Zeiteinteilung und hin zum morbiden Charme der österreichischen Hauptstadt, nebst Arbeit Tag und Nacht sowie Schulden, berichtet die Autorin in herzerfrischender und amüsanter Art und Weise. Sie erzählt von Höhen und Tiefen, von Freunden, die helfen wo und wie es nur geht, von Rückschlägen, Erschöpfungszuständen, Überforderung, schlechtem Gewissen den Kindern gegenüber, Tränen und Glück in ihrem "Bergwerk", wie sie den Ort, an dem sie sich mitunter mehr als sechzig Stunden die Woche aufhält, nennt. Das im Kopf geborene, beschauliche Konzept einer "kleinen, feinen Buchhandlung" erklären die beiden Hartliebs zwar schon nach kurzer Zeit für gescheitert, auch wenn sich "der Laden" im zehnten Jahr seines Bestehens als solcher durchaus noch bezeichnen darf, "aber mit beschaulich hat es wenig zu tun, zumindest nicht für uns, die wir hier arbeiten.", wie Petra Hartlieb ungeschminkt feststellt.

Trotz alledem leben Petra Hartlieb und ihr Mann weiterhin für ihre Buchhandlung. Sogar eine zweite ist mittlerweile hinzugekommen. Eines wird zudem beim Lesen dieses kleinen, feinen Buches ersichtlich: "Hartliebs Bücher" ist noch viel mehr als ein Laden, in dem Bücher verkauft werden. Er ist ebenfalls ein Ort, in dem Beziehungen oder ihre Elementeketten kleine Knoten bilden, die - jeder und jede für sich - ein narratives Universum hervorbringen. Denn es reicht "längst nicht mehr, eine gute Buchhändlerin zu sein. Da musst du dir schon ein bisschen mehr einfallen lassen: Marketingexpertin, Werbefrau, Grafikerin, Controllerin, Webdesignerin, Veranstaltungsprofi, Verpackungskünstlerin, Psychotherapeutin. Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Und eigentlich ist es auch gerade das, was uns antreibt, einfach weiterzumachen, alles andere wäre langweilig. Weiterzumachen in Zeiten, in denen so anachronistische Läden wie unserer einmal pro Woche totgesagt werden. Weiter machen, weil und nichts anderes übrig bleibt. Weil wir nichts besser können. Weil wir nichts lieber tun."

Fazit: "Meine wundervolle Buchhandlung" offenbart sich - genau wie der eingangs erwähnte Film - als kleine Perle: Ein Buch, das mit viel Esprit, Leidenschaft und völlig schnörkellos überzeugen kann und dem man viele, viele Leser wünschen darf. Denn - und jetzt soll noch einmal die Autorin zu Wort kommen, auch wenn sie in ihrer Aussage einen anderen Titel meint -, "solche Bücher sind es dann, die einen vergessen lassen, dass man viel zu viel arbeitet und viel zu wenig dabei verdient, denn wir verkaufen das schönste Produkt, das es gibt. Wir verkaufen Geschichten."


Zwei Herren am Strand: Roman
Zwei Herren am Strand: Roman
von Michael Köhlmeier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Duck-Walk-Talks" oder: Die Methode des Clowns, 19. September 2014
Clowns verfügen über vielfältige Fähigkeiten: Schauspieltalent, Beweglichkeit, Musikalität, psychologisches Einfühlungsvermögen, ein reiches Innenleben und noch über vieles mehr. Wenn sie vor ihrem Publikum stehen, machen sie ihre einstudierten Späße und tapsigen Bewegungen, tollen herum und lachen über sich. Doch wie schwer es ist, lustig, witzig und pointiert Szenen darzustellen, auch wenn das Herz traurig ist, danach fragt niemand. Die Kinder und Erwachsenen kennen nur ihre lustigen Gesichter. Es ist ihr Beruf, Menschen zum Lachen zu bringen. Man erwartet von ihnen nichts anderes. Keiner denkt in dem Moment daran, dass auch ein Clown nur ein Mensch ist, der wie jeder andere seine Hochs und Tiefs im Leben erlebt.

Auch der Ich-Erzähler in Michael Köhlmeiers Roman tritt als Pierrot auf. Sein mittlerweile verstorbener Vater hat ihn zur Clownerie gebracht und dieser wiederum kam durch ein denkwürdiges Erlebnis als Kind dazu: eine persönliche Begegnung mit dem großen Charlie Chaplin, der in seiner Heimatstadt 1931 ein Gastseminar in der "Schule der Clowns" gab. Mit unter dem begeisterten Publikum: "ein kleiner dicker, schon etwas älterer, laut schnaufender Mann im schwarzen Anzug mit einer schweren Uhrkette an der Weste". Es darf vermutet werden, dass es sich um Winston Churchill handelte.

Diese beiden großen Persönlichkeiten, die eine lebenslange Freundschaft verband, sind die zwei Herren am Strand, über den sie scheinbar unbeschwert und gemütlich schlendern. Doch weit gefehlt. Ihr vermutliches Plauderthema stellt sich als sehr ernsthaft heraus. Es geht um den Tod im Allgemeinen sowie den durch die eigenen Hand herbeigeführten im Besonderen. Beide werden von Zeit zu Zeit vom "schwarzen Hund" heimgesucht - einer schweren Depression - die jeder auf seine ganz eigene Art zu beherrschen sucht. Auch wenn sie ansonsten beide wenig gemeinsame Interessen und geradezu trennende Ansichten aufwiesen, richten sie sich in langen Gesprächen, über die sie absolutes Stillschweigen vereinbaren, gegenseitig mehr oder weniger wieder auf. Nun wird das Schweigen gebrochen. Im Nachlass seines Vaters findet Köhlmeiers Ich-Erzähler brisantes Briefmaterial.

Chaplin - Churchill, der Erzähler und sein Vater, Hitler - Churchill, Chaplin - Hitler... Paare und diverse Duplikate durchziehen das gesamte Buch Köhlmeiers. Wie schon in seinem letzten Werk "Die Abenteuer des Joel Spazierers" darf man auch bei "Zwei Herren am Strand" vieles nicht für bare Münze nehmen. Der österreichische Autor ist zweifelsohne ein Meister der "literarischen Manipulation" der scheinbaren Dualität. Erfundenes vermischt sich mit Wahrem, Belegbares mit Imaginärem. Viel erfährt man über Winston Churchill und Charlie Chaplin, über ihr Privat- und auch ihr Berufsleben. Wunderbar gelingt es Köhlmeier, die beiden Einzelschicksale in einen großen gesellschaftlichen Zusammenhang zu setzen. Ein Name wird dabei erklärtes Feindbild beider: Adolf Hitler. Der eine bekämpft ihn als Premierminister, der andere als Parodie in seinem großen Film "Der letzte Diktator". Hinzu kommt wie auch schon in "Abendland" viel historisches Material, aus der Filmgeschichte, über den Ersten und Zweiten Weltkrieg, auch philosophische Abhandlungen über das Komische, von Bergson bis Adorno.

Erneut lässt der Autor das Wesen der Dinge sichtbar werden, würdigt deren unendliche Erscheinungsformen und bringt sie in eine gewisse Ordnung, auch wenn er dies immer mit der "Methode des Clowns" an den Leser bringt. Doch so leicht wie der Tramp mit seinem Stöckchen und der Melone dahertrippelt, so leicht ist Michael Köhlmeiers Text dann doch nicht. Auch wenn er sich leicht und flüssig liest, so liegt doch vieles nicht nur zwischen den Zeilen, sondern mitunter auch recht versteckt darunter. Ein wenig kommt man sich wie in Chaplins "Goldrush" vor: Man muss zunächst das Edle vom diffusen Staub befreien, um es letztendlich zum Strahlen zu bringen. Ein Text, der eine gehörige Portion nachträgliche "Leseaufbereitung" erfordert, ein ständiges Hinterfragen und Analysieren. Oder aber man liest ihn so wie er daherkommt. Aber dann sollte man um Himmels Willen nicht dem Trugschluss unterliegen, alles für bare Münze zu nehmen. Weder den ominöse Mr. William Knott, des Premierministers "privatester Privatsekretär", noch die geheimen Briefe oder ein ominöses Gesprächsbuch, die als Hauptquelle aller Belege angegeben werden, existier(t)en. Belegtes und Fiktives fließen nahtlos ineinander und werden vom Autor nicht gekennzeichnet.

Trotz alledem: "Zwei Herren am Strand" ist ein fantastisches Buch... im wahrsten Sinne des Wortes. Oder sollte ich eher "ernsthaft clownesk" sagen? Denn wie Clowns verfügt auch Köhlmeier in seinem literarischen Schaffen über deren vielfältige Fähigkeiten: Schauspieltalent, Beweglichkeit, Musikalität, psychologisches Einfühlungsvermögen, ein reiches Innenleben. Lustig, ernsthaft und pointiert stellt er Szenen da. Die Inspiration dafür bietet sich ihm im alltäglichen Leben.


Pinzon Schlaufenschals, Voile, transparent, 152 x 213 cm, gebrochenes Weiß, 2er-Set
Pinzon Schlaufenschals, Voile, transparent, 152 x 213 cm, gebrochenes Weiß, 2er-Set
Preis: EUR 14,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stilvolles Arrangement, 19. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Hinter dem Namen "Pinzon", fast schon eine Art Indoor-Pendant zu Strathwood, verbirgt sich keineswegs der ehemalige Kapitän der Niña - Vicente Yáñez Pinzón -, der 1492 mit Christoph Columbus segelte, um den Seeweg nach Asien zu finden, stattdessen jedoch die "neue Welt" - sprich Amerika - entdeckte bzw. der später als Entdecker und Erforscher des Amazonas berühmt wurde, sondern es handelt sich um eine im Oktober 2005 gegründete Eigenmarke von Amazon. Sieht so aus, als säße da jemand mit Kultur und Humor im Management des Verkaufsgiganten ;-).

Derzeit im Katalog: Hunderte von Waren vom Handtuch bis zum Sideboard... und diese stilvollen Schlaufenschals. Es handelt sich um sogenannte Voiles (fr.: Schleier). Dahinter verbirgt sich ein transparenter, feinfädiger und leinwandbindiggewebter Stoff (leinwandbindig = eine enge Verkreuzung von Kett- und Schussfäden, so dass das Gewebe von beiden Seiten gleich ausschaut). Gespinst und Zwirn werden hierbei in die gleiche Richtung gedreht, was einen sehr harten Zwirn ergibt und einen wunderbar weichen Faltenfall ergibt. Im Umkehrschluss ist er dafür schlecht drapierbar (Faltenwurf).

Die tatsächlichen Maße:
- Höhe: 216,5 cm
- Breite: 151 cm
- oberer Abschluss: keine Schlaufen, sondern bei 12 cm durchgängige breite Trennnaht zur Aufnahme der Gardinenstange
- unterer Saum: 7,5 cm, wobei bei 4 cm eine Trennnaht verläuft. damit könnte man im Bedarfsfall die Gardine noch um ca. 11 cm auf eine Gesamthöhe von 2,27 m verlängern

Der Anblick:
- dichter und fein gewebter Stoff
- Farbton eher elfenbeinfarben (bei Beige denke ich immer an eine ins Braun tendierende Färbung)
- Leider gehen die durch die Verpackung herrührenden Knitter auch nach einer ersten Handwäsche und Nassaufhängung nicht heraus. Ein leichtes Bügeln ist daher unumgänglich.

Fazit:
Die beiden Schals strahlen eine dezente Eleganz aus und sehen am Fenster sehr edel und gut aus. Mir persönlich gefällt der dezente Elfenbeinton hervorragend, da er zu meinen weißen Wänden natürlich harmoniert und unaufdringlich changiert. Sie erweisen sich als sehr pflegeleicht und nass aufgehangen als äußerst schnelltrocknend.


Leifheit 72586 Bügeltisch AirBoard Compact M Plus
Leifheit 72586 Bügeltisch AirBoard Compact M Plus
Preis: EUR 44,99

4.0 von 5 Sternen Das Bügeleisen findet's nett, sein Leben auf dem Bügelbrett ;-), 18. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Bügelbretter tragen ebenso zum Bügelergebnis bei, wie es das Bügeleisen selbst tut. Ohne ein gutes Bügelbrett, hilft auch das beste Bügeleisen nicht. Wie schaut es mit dem Leifheit 72586 Bügeltisch AirBoard Compact M aus?

Abmessungen/Gewicht:
- Gewicht: 4,2 kg
- Abmessungen Bügeltisch (L x B): 1,20 x 0,38 m
- Höhe in 7 ca. 2 cm-Schritten verstellbar: von 75 cm bis 91 cm
- Ablagefläche für Bügeleisen: 17 x 25 cm
- zusammengeklappt nimmt er 12 cm in der Tiefe ein
- Kabellänge: 1,87 m

Das gefällt mir:
- sehr leicht
- sehr große Bügelfläche
- Kabelhalterung für Bügeleisen
- Steckdose mit Netzkabel am Bügeltisch
- atmungsaktiver und dampfdurchlässiger Bezug und Tisch
- gute Gleitwirkung des Bügeleisens auf dem Stoff
- Unebenheiten wie z. B. Teppichkanten gleicht der Tisch erfreulich gut aus, ohne dass er kippelt

Das ist verbesserungswürdig:
- Der Hebel zur Höhenverstellung ist etwas schwergängig, wenn der Tisch steht. Sobald der Tisch angehoben, also entlastet wird, funktioniert der Mechanismus reibungslos.
- Eine integrierte oder separat anzubringende Vorrichtung zum Bügeln von Schultern (Schulterecken) oder Ärmeln, wie sie mein 20 Jahre altes "Plättbrett" noch hat, fehlt hier ebenfalls.

Fazit: Solider Bügeltisch mit einigen kleinen, aber nicht wertmindernden Funktions"mängeln". Alles in Allem ein trotzdem gutes Testergebnis. Jetzt macht sogar Bügeln wieder Spaß... zumindest ein bisschen ;-).


fleuresse 113296 Fb. 5 Mako-Satin-Bettwäsche, 135 x 200 cm, terra-grün
fleuresse 113296 Fb. 5 Mako-Satin-Bettwäsche, 135 x 200 cm, terra-grün
Preis: EUR 36,37

5.0 von 5 Sternen Traumzeit, 16. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Fleuresse GmbH gehört wie das Textilunternehmen Kaeppel der Unternehmensgruppe Dierig mit Sitz in Augsburg an. Die Bettwäsche aus dem Haus wird allerdings schon lange nicht mehr vor Ort gefertigt. Dazu muss man "ein wenig" weiter gen Osten schauen. Nichtsdestotrotz zeichnet sie sich durch eine hochwertige Verarbeitung aus. Die vorliegende wurde aus Mako-Satin gefertigt, ein Gewebe aus ägyptischer Makobaumwolle. Durch die Webart Atlasbindung entsteht ein Satin, der eine glänzende Oberseite und eine matt Unterseite aufweist.

Der 1. Kontakt:
- angenehm kühle, glatte Haptik
- Maße vor dem ersten Waschgang (Breite x Länge):
... Kopfkissen 81,5 x 81,5 cm
... Bettbezug: 136 x 203 cm
... ca. 2 cm innenliegender Kunststoff-Reißverschluss mit metallenem Schieber
- Geruch beim Auspacken leicht chemisch, aber nicht zu intensiv
- dicht gewebte Stoffqualität
- 100 % Baumwolle

Die 1. Wäsche (bei 50°C und 800er Schleuderzahl):
- Bei einem ersten Abfärbtest im Waschbecken mit ca. 40°C heißem Wasser kann absolut kein Abfärben/Ausbluten des Stoffes festgestellt werden
- Wäsche läuft nicht ein
- kaum Knitter, was Bügeln eigentlich erübrigt, aber auch dieses gestaltet sich sehr einfach und angenehm
- Farben bleiben frisch und leuchtend

Der Gebrauchsfaktor:
- verzieht sich nicht und "zippelt" auch nicht aus
- atmungsaktiv und saugfähig --> selbst an wärmeren Tagen und wenn man leicht schwitzt, bekommt man nicht das Gefühl, in Frischhaltefolie gewickelt zu sein
- nicht zu kühl, sondern angenehm frisch
- weich, glatt und sorgt für ein angenehmes Hautgefühl
- Gewebe glänzt nur ganz dezent, nicht zu verwechseln mit Satinwäsche
- dezentes mediterran-florales Design
- harmonierende Farben
- behält auch nach mehreren Wäschen ihr gutes Aussehen

Fazit: Eine zugleich farblich frische und dennoch zurückhaltende, für mich jahreszeitunabhängige und fühlbar angenehme Bettwäsche, die sich vor allem durch eine qualitativ hochwertige Verarbeitung und sehr angenehme Gebrauchseigenschaften auszeichnet.


Trio Leuchten LED-Deckenleuchte TOKYO in Chrom mit Acryl in weiß 628915001
Trio Leuchten LED-Deckenleuchte TOKYO in Chrom mit Acryl in weiß 628915001
Preis: EUR 177,12

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es werde Licht!, 15. September 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Den quecksilberhaltigen Energiesparlampen geht es an den Kragen: LED-Leuchten drängen auf den Markt. Sie sind momentan zwar das Teuerste, was man zur Heim-Erleuchtung kaufen kann, aber dafür haben sie eindeutige Vorteile: Sie sind haltbar, langlebig, effizient und schadstoffarm. Während die gute alte 60-Watt-Glühbirne mit jedem Watt, das sie aus dem Stromnetz zieht, lediglich 12 Lumen an Licht erzeugt, bieten LEDs mit rund 60 Lumen pro Watt die fünffache Lichtausbeute. Ihr Manko: Sie haben ein sehr kaltes Licht, das keine "Kuschelstimmung" aufkommen lässt. Doch mittlerweile hat man auch hier Abhilfe geschaffen. Mit der vorliegenden Leuchte kann man ein wunderbar warmes Licht erzeugen.

Abmessungen/Gewicht:
- Leuchtendurchmesser: 60 cm
- Bauteilhöhe: 6,5 cm
- Gewicht: 2,8 kg

Design:
Obwohl die Deckenleuchte komplett aus Kunststoff besteht (auch die Montageplatte und die große Befestigungsmutter), wirkt sie nicht billig. Das Design ist schlicht, eher unspektakulär-zeitlos, aber trotzdem modisch und elegant. Die satinierte, kreisrunde Lichtaustrittschale mit dem silberfarben wirkenden Gehäuserand (in Wirklichkeit ist es ein durchsichtiger Kunststoffrahmen) kommt in kleinen Wohnräumen genauso gut zur Geltung wie in einem großen. Sie wirkt nicht überladen und wuchtig, auch wenn sie beim Auspacken zunächst einen gigantischen, beinahe erdrückenden ersten Eindruck hinterlässt. Durch ihre flache Bauform fügt sie sich nahtlos in vielfältiges Interieur ein.

Zubehör:
- Montagematerial (6 Dübel + Schrauben, tatsächlich benötigt werden 4)
- Fernbedienung mit zwei Batterien (AAA-Mikrozelle)

Leuchtenmontage:
Auch wenn sämtliches Montagematerial enthalten ist, so erwies sich dieses in meinem Fall als beinahe nutzlos. Die Decke meines Wohnraumes hat für jedes Kabel eingelassene Betondeckendosen mit einem Durchmesser von ca. 7 cm. Der Durchmesser der Montageplatte der Deckenleuchte ist um wenige Millimeter kleiner. Daher ist eine zentrierte Montage über der Dose mittels Dübel und Schraube nicht möglich. Sehr hilfreich fand ich den Montagetrick des Mitrezensenten "dr. rer. imp.", den ich leider zu spät las. Ich persönlich habe die Montageplatte etwas versetzt über der Dose angebracht, konnte sie dadurch allerdings nur mit zwei nebeneinanderliegenden Schrauben befestigen (vier gleichmäßig und kreisrund verteilte Löcher sind in der Montageplatte vorbereitet). Da die Leuchte mit ihren knapp 3 kg jedoch sehr leicht ist, war diese reduzierte Variante völlig ausreichend. Sogar das Befestigen mit nur einer Schraube erweist sich als absolut stabil. Das dadurch leichte Kippen der Montageplatte in die Befestigungsrichtung habe ich mit einem kleinen Pappstreifen, den ich unter die Montageplatte klemmte, wieder ausgeglichen.

Elektroanschluss:
Die Installation der Elektrokabel gestaltet sich ebenfalls absolut einfach und simpel. Das Hinzuziehen eines Fachmannes - wie auf dem beiliegenden Sicherheitsfaltblatt "gefordert" - ist absolut unnötig. Die Leuchte hat 3 Anschlüsse, die mit "N - Erde - I" gekennzeichnet sind. In "I" kommt das stromführende Kabel (meist braun oder schwarz, aber kann leicht mit einem Phasenprüfer ermittelt werden), in "N" der Nullleiter (blau) und das gelb-grüne Kabel wird an das "Erde"-Symbol angeschlossen. Hier ist kein Schraubendreher vonnöten. Die kleinen, integrierten Klippschalter fixieren die Kabel (die ausreichend lang abisoliert sein sollten: ca. 1 cm) hervorragend.

Funktionalität:
Die Lampe kann mittels der beiliegenden Fernbedienung auf die jeweiligen Lichtbedürfnisse stufenlos geregelt werden. Leider liegt dem Produkt keine Bedienungsanleitung bei, so dass ich bis heute nicht herausgefunden habe, wozu die "Mode"-Taste dient. Ansonsten sind die Tasten jedoch selbsterklärend. Zwei regulieren die Helligkeit (jeweils "+" und "-) und zwei die "Lichtwärme". Ein 100%-Knopf stellt die Leuchtintensität und Helligkeit mit einem Druck auf den Maximalwert. Damit hat man dann fast das Gefühl, in einem OP-Saal zu stehen: ein sehr kaltes und extrem helles Licht. Doch mittels eigener Abstimmung und Dimmbarkeit der LEDs kann man sich problemlos seine ganz persönliche Wohlfühlhelligkeit regulieren. Das Gute: Die zuletzt eingestellte "Skalierung" bleibt gespeichert und wird bei Anschalten der Leuchte über den "normalen" Lichtschalter aktiviert. Das weniger Gute: Diese Merkfunktion gilt nicht für die Fernbedienung. Dort "startet" die Leuchte beim Einschalten nicht mit der letzten abgespeicherten Einstellung, sondern im "OP-Modus", also mit voller Leuchtkraft.
Die Leuchte besitzt außerdem ein integriertes, ca. 3 cm großes, schwach leuchtendes Nachtlicht.

Zusammenfassung kurz und knapp:

---> (++) Das finde ich gut (++)
- sehr leichte Leuchte
- zeitloses, unspektakuläres Design
- einfache Montage und Elektroinstalltion (wenn man keine integrierten Deckendosen hat)
- sehr breites Lichtspektrum
- stufenlos dimmbar und daher vielfältige Anpassungsmöglichkeiten für Lichtintensität und -wärme
- Nachtlichtfunktion

---> (+ -) Das ist verbesserungswürdig (- +):
- zu kleine Montageplatte (ungeeignet für Befestigung bei eingelassenen Betondeckendosen)
- keinerlei Erläuterungen für Fernbedienung
- Fernbedienung merkt sich nicht die zuletzt eingestellten Helligkeits- und Wärmewerte (es sei denn es gibt einen Trick, den ich aber ohne Bedienungsanleitung noch nicht herausgefunden habe)

Fazit: Von ihrer Funktionalität und dem Design bekommt die Deckenleuchte Tokyo ohne Abstriche die volle Punktzahl: Eine unauffällig-elegante Beleuchtungsvariante, deren Lichtintensität ein unglaublich großes Spektrum umfasst und an nahezu jedes individuelles Bedürfnis angepasst werden kann. Als Manko erweisen sich die fehlende Bedienungsanleitung der Fernbedienung und die unzureichend durchdachte Deckenbefestigungsmöglichkeit.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20