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Rezensionen verfasst von
Don Pedro

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Black Widow
Black Widow
Preis: EUR 1,79

5.0 von 5 Sternen Mitreissender Retropop aus Frankreich, 28. Oktober 2013
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Rezension bezieht sich auf: Black Widow (MP3-Download)
Mélanie Pain hat der Singleauskopplung des englischsprachigen Stücks „Black Widow“ aus ihrem aktuellen hervorragenden Album „Bye Bye Manchester“ zusätzlich zwei Songperlen in französischer Sprache hinzugefügt. Mélanie's Stimme ist überhaupt wie geschaffen für die französische Sprache. Aber ihr französischer Akzent bei englischen Texten hat auch seinen Charme. Mélanie's Stimme als verführerisch zu bezeichnen, ist stark untertrieben. Es braucht nur ein paar Takte, dann hat sie schon gewonnen und man ist gefangen im Netz der „schwarzen Witwe“.

Das Titelstück beginnt im herrlichen Retrostyle alter knisternder Schallplatten. Unterstützt wird Mélanie dabei von dem britischen Songwriter Ed Harcourt. Bei Liveauftritten kündigt Mélanie dieses Lied als „macabre“ an. Wenn man sich den Songtext anguckt, weiß man warum:
Don't you worry about your funeral, baby!
I've got a coffin with your name in flowers.
Na, da kann man sich aber beruhigt im Sarg zurücklehnen, wenn der eigene Name darauf schön in Blumenform gelegt ist und die „schwarze Witwe“ so niedlich süß dazu singt!

Bei „La Couleur“ zelebriert Mélanie ein hinreißendes Duett im Chansonstil mit dem französischen Sänger Florent Marchet. Frankreich pur! Hier enthält die Interpretenbeschreibung offensichtlich einen kleinen Fehler, denn angegeben ist Florence, dies ist eindeutig ein Frauenname, es singt aber ein Mann mit.

Das dritte Stück „Redis Moi“ ist der Knaller schlechthin und bei ihren Liveauftritten ein absoluter Höhepunkt. Die flotte Nummer ist von einem kraftvollen Elektrobeat getrieben und der Refrain, den Mélanie trällert und stöhnt, ist ein richtiggehender Ohrwurm, auch ohne große Französischkenntnisse.

Fazit: für mich zählt Mélanie Pain zum Besten in Sachen Musik, was Frankreich momentan zu bieten hat.


Fire Within (Deluxe)
Fire Within (Deluxe)
Preis: EUR 9,99

34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht der ganz große Wurf, 6. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Fire Within (Deluxe) (MP3-Download)
Dem nahezu einhelligen Jubelchor über das neue Birdy-Album kann ich mich leider nicht anschließen, auch auf die Gefahr hin, hier gewaltig Prügel zu beziehen und Dislikes zu erhalten. Aber als Birdy-Fan der ersten Stunde bin ich doch eher enttäuscht von ihrem zweiten Album. Ich bin schon vor 2 Jahren auf ihr überragendes „Skinny Love“ Cover gestoßen und bei ihrem ersten Konzert außerhalb Großbritanniens hat mich Birdy mit ihrer Band restlos begeistert, ebenso wie das erste Album, auf dem sie überwiegend Coverversionen gespielt hat. Aber die Magie dieses grandiosen Startalbums, die ist jetzt leider bei vielen Stücken des neuen Albums nicht mehr zu spüren.

Was hat die Magie ihrer bisherigen Lieder ausgemacht? Überragend ist Birdy immer bei den langsamen Balladen, wenn sie bei leisen Passagen ihre zarte, leicht brüchige Stimme ertönen lässt und am Piano so gefühlvoll die richtigen Töne dazusteuert – sie ist wirklich eine hervorragende Klavierspielerin! Um dann im nächsten Moment mit kraftvoller Stimme und Klavierakkorden fortzusetzen. All ihre Stärken sind meiner Ansicht nach am besten in „Skinny Love“ zu beobachten. Der grandiose Cellospieler, der sie bei den Studioaufnahmen und auch Live begleitet hat, hat maßgeblich zu dieser warmen atmosphärischen Musik beigetragen.

Auf dem neuen Album hingegen ist so vieles glattgeschliffen worden hin zum Mainstreampop, bis auf wenige Ausnahmen. Dynamik in den Songs: meist Fehlanzeige. Statt dem tollen Cello (bis auf „Words As Weapons“) gibt es häufig Streichereinsätze und Synthiepassagen aus dem Computer.

Der erste Song „Wings“ ist etwas überproduziert in Richtung Bombast, wird aber vermutlich deswegen todsicher in den Charts landen. Bei „Light Me Up“ versucht sich Birdy mit mäßigem Erfolg an einer Elektropopnummer. Die gleichaltrige Lorde aus Neuseeland beherrscht dieses Metier aber um Klassen besser. Und überhaupt, für die schnellen Stücke auf dem neuen Album ist ihre Stimme eher nur mittelmäßig geeignet. Warum konzentriert sich Birdy denn nicht auf die Fähigkeiten, die sie herausragen lassen aus allen anderen? Im Bereich der Popmusik habe ich noch keine 15-jährige so gut Klavierspielen hören, wie Birdy auf ihrem ersten Album. Solche Stücke wie „Skinny Love“ und „Shelter“, bei denen Birdy sich alleine am Klavier begleitet, und die für mich die absoluten Gänsehautnummern gewesen sind, vermisse ich hier bis auf wenige Ausnahmen.

Die Highlights auf „Fire Within“ sind für mich: „No Angel“, „Shine“, „Dream“ und „Words As Weapons“. Bei diesen Nummern hat der Produzent mit seiner ganzen Studiotechnik mal zurückstecken müssen und schon gelingen die besten Stücke im vorliegenden Album. Dies beweist: Birdy kann es also doch noch - auch mit ihren Eigenkompositionen. Hätte sie ein Album herausgebracht mit diesen 4 Stücken und „Wings“, sowie einer Handvoll weiterer Coversongs, dann wäre es wieder ein überragendes Album geworden, mit dem alle glücklich geworden wären. Aber sie und ihr Produzent haben wohl zuviel auf einmal gewollt.

Wer Birdy beim Klavierspiel in die Augen schaut, sieht diese Leidenschaft für Musik in ihr brennen. Deswegen glaube ich noch immer fest daran, daß sie in den kommenden Jahren das ganz große eigene Ding schafft, welches uns alle wieder komplett weghauen wird, wie es bei Birdy I der Fall gewesen ist. Also vergebe ich als Note eine 3+. Ein Totalverriß ihres neuen Albums wäre unfair gegenüber diesem sympathischen Ausnahmetalent.
Kommentar Kommentare (17) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2014 10:44 AM CET


Don't Stop
Don't Stop

5.0 von 5 Sternen Erfrischendes Cover des Fleetwood Mac Klassikers, 26. September 2013
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Rezension bezieht sich auf: Don't Stop (MP3-Download)
Don't Stop hat Nina Nesbitt für einen Werbespot in Großbritannien aufgenommen und herausgekommen ist eine herrlich frisch klingende Version des alten Fleetwood Mac Klassikers. Während im Original Lindsey Buckingham und Christine McVie im Duett singen, prägt im vorliegenden Cover Nina alleine mit ihrer wunderbar angenehmen Stimme ihren eigenständigen Stil auf. Die positive Botschaft dieses Songs bringt sie voll überzeugend rüber zum Zuhörer:
Don’t stop thinking about tomorrow
Don’t stop, it’ll soon be here
It’ll be better than before
Yesterday’s gone


Way In The World E.P.
Way In The World E.P.

5.0 von 5 Sternen Brit Summer with Folk Queen Nina, 15. September 2013
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Rezension bezieht sich auf: Way In The World E.P. (MP3-Download)
Fleißig produziert das schottische Riesentalent Nina Nesbitt ein EP-Album nach dem anderen. Ihr Indiefolk begeistert mich dabei jedesmal wieder aufs Neue.
Im Titelstück „Way In The World“ legt sie gleich flott los und mit einem einprägsamen Refrain beschreibt sie voller Zuversicht ihre momentane Gefühlslage: „I'm not lost, I'm just finding my way in the world“.
„Brit Summer“ ist ein Lied im Britpopstil, welches mächtig Laune zum Mitsingen macht und die Erinnerung an den Sommer wiederaufleben lässt: „It’s like the first sign of sun, since the universe began“,
Mit „Not Me“ folgt die nächste Uptempo-Nummer.
Und dann gibt es da wieder, wie auf allen ihrer Minialben, diesmal mit „Spiders“ die Hammmerballade, welche Nina so wunderbar gefühlvoll singen kann. Sehr beeindruckend !
Zusammen mit Birdy, Gabrielle Aplin und Kyla La Grange gehört die bildhübsche Nina Nesbitt aus meiner Sicht zu den talentiertesten weiblichen Newcomern jenseits des Mainstreams in Großbritannien.


Shadows
Shadows
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Sehr ruhige Liedsammlung, 15. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Shadows (MP3-Download)
Auch ich war zuerst enttäuscht vom neuen Lenka-Album, da die mitreißenden Songperlen ihrer ersten zwei Alben fehlen, wie „The Show“, „Trouble Is A Friend“ etc. So maximal 2-3 Sterne hätte ich anfangs wohl nur gegeben.
Aber mit einigem zeitlichen Abstand und spätestens, seit ich sie jetzt Live gehört habe, muß ich meine erste Einschätzung doch noch nach oben korrigieren. Auf dem Konzert hat sie selbst erzählt, daß das Shadows-Album eine Sammlung von Lullabies, also Schlafliedern ist. Als frischgebackene Mutter ist diese Art von Musik offensichtlich eine Zwischenstation in Lenka's künstlerischem Schaffen. Unter diesem Aspekt ist Shadows eben ein Musikalbum, welches man nur zum Relaxen, bevorzugt am späten Abend, hören kann. Einige Songs sind aber schon eindeutig zu ruhig und zu monoton ausgefallen. Ein paar flottere Nummern hätten dem Album sicherlich gut getan.

Gut gefallen mir folgende Stücke:
Heart To The Party, Nothing, The Top Of Memory Lane, After The Winter, Two Heartbeats, Nothing Here But Love
Und dann ist da noch das grandiose „Monsters“, weswegen ich doch noch 4 Sterne für Shadows vergebe. So faszinierend düster hat man Lenka bisher noch nie gehört:
Don't be afraid of what's under the bed ...
Don't be afraid of what's behind the curtain ...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 17, 2013 1:42 AM MEST


Rosie EP [Explicit]
Rosie EP [Explicit]
Preis: EUR 7,74

5.0 von 5 Sternen Erfrischender Indiefolk aus Australien, 23. Juli 2013
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Rezension bezieht sich auf: Rosie EP [Explicit] (MP3-Download)
Tolles Erstlingswerk der 18-jährigen Thelma Plum aus Australien. Mit herzerfrischender Leichtigkeit singt und spielt sie ihren Indiefolk, der sofort ins Ohr geht. Alle Stücke auf diesem Minialbum sind ausgesprochen hörenswert. Vier wunderschöne einfühlsame Balladen wechseln sich ab mit den beiden flotteren und unheimlich ausdrucksstarken Nummern 'Dollar' und 'Around Here'. Eine wahrhaft eindrucksvolle neue Stimme aus 'Down Under'.


Tennis Court EP [Explicit]
Tennis Court EP [Explicit]
Preis: EUR 2,99

5.0 von 5 Sternen Erstaunlich reife Musik für eine 16-jährige, 22. Juli 2013
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Rezension bezieht sich auf: Tennis Court EP [Explicit] (MP3-Download)
Es ist wirklich erstaunlich, daß hinter diesem erstklassigen Musikalbum ein erst 16-jähriges Mädchen aus Neuseeland mit dem Künstlernamen Lorde steckt. Musik und Texte ihrer selbstgeschriebenen Lieder weisen eine Reife aus, die man eher in einer anderen Altersklasse vermuten würde. In Neuseeland ist sie auf alle Fälle schon eine große Nummer, ihre vorherige Single Royals (bei uns in D leider nicht veröffentlicht) war lange auf Platz 1 der dortigen Charts.

Der Sound ist geprägt von leicht düster klingenden elektronischen Klängen und die Bassdrum spielt meist eine tragende Rolle. Die 2 besten Stücke auf dieser EP sind für mich das Titelstück 'Tennis Court' und 'Biting Down'. Beide setzen sich auch vor allem wegen der eindrucksvollen Stimme Lorde's unheimlich in den Gehörgängen fest. Tolle Leistung!

Das Albumcover ist wohl gedacht als witzige Anspielung auf die Royals, welche sich gerne mit ihren Tieren – üblicherweise Hunde, Pferde, Falken etc. - porträtieren lassen. Lorde nimmt hierfür Schlange und Ratte, cool!


Oh,Monsters!
Oh,Monsters!

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sweet Monsters ?, 20. Juni 2013
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Rezension bezieht sich auf: Oh,Monsters! (MP3-Download)
Auch auf ihrem zweiten Album pflegt Anni B Sweet ihren feinen Indiepop, hat sich künstlerisch aber nochmals weiterentwickelt. Außer Folk und Songwriterpop gibt es auch rockige Passagen in einigen Stücken zu hören. Die Texte ihrer selbstkomponierten Lieder sind jetzt oftmals düsterer als auf dem Erstlingswerk „Start Restart Undo“, inhaltlich weisen sie eine durchgehend hohe Qualität auf und es lohnt sich, hier reinzuhören. Anni's Stimme ist von einer eindringlichen Schönheit und macht ihrem Künstlernamen alle Ehre.

Anspieltipps:
At Home, ist eine leicht melancholische Ballade, in der Anni erklärt, wie „Frau“ tickt und dabei den Mann immer im Griff hat: „Under the influence of wine and jazz, I'll say I love you every time, and you, you will believe me“

Getting Older, unheimlich starke rockige Nummer! Eindrucksvoll, wie die sonst so liebliche Stimme am Schluß immer wieder ihr „getting older“ herausbrüllt, da läuft es mir eiskalt den Rücken runter!

Ridiculous Games 2060, ein eindrucksvoller Appell, wieder etwas von der allgemein verlorengegangenen Romantik zurückzuholen: „feed your mind with dreams before it gets too dark“

Remember Today, tolle atmosphärische Steigerung zum Schluß hin und Anni gibt ihre musikalischen Vorlieben preis:
I see an old man singing blues and rock 'n roll!
I see an old man singing blues and sixties songs!
Loving you!

Good Bye Child, gefühlvoll und doch mitreißend besingt Anni den Abschied von der Kindheit

Someone Else, wunderschöne einprägsame Melodie. Das Stück startet leise und steigert sich dann bis zum Ende immer mehr. Bekommt man so schnell nicht mehr aus dem Kopf. Klarer Fall für den Replay-Button

Hole In My Room, das letzte Stück auf dem Album ist sehr intim und sparsam instrumentiert. Unheimlich gefühlvoll gesungen erzählt Anni von ihren persönlichen „Nightmares“, die sie bedrücken


Start Restart Undo (exklusiv bei Amazon.de)
Start Restart Undo (exklusiv bei Amazon.de)
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entspannter Indiepop aus Spanien, 20. Juni 2013
Ein herausragendes Debütalbum kommt aus Spanien von der jungen Musikerin Ana López Rodriguez. Ihr Künstlername Anni B Sweet passt ausgezeichnet zur Musik und zur Person. Ihre Lieder singt Anni überwiegend auf Englisch – bis auf eine spanischsprachige Nummer - und das mit einer schönen glasklaren Stimme, welche das gewisse Etwas besitzt, was sie so dauerhaft hörenswert macht. Außerdem begleitet sie sich oft selbst auf der Gitarre, die Folkeinflüsse sind deutlich herauszuhören. Die Musik kommt immer herrlich entspannt rüber mit einer absoluten unbeschwerten Leichtigkeit.

Anspieltipps:
Shiny Days, To Roll Like A Ball, Capturing Images
Take On Me, der aha-Klassiker in einer bezaubernden countrymäßigen Coverversion
Motorway, die absolute Übernummer! Könnte ich stundenlang hören. Hört sich an, als ob man auf dem Highway immer der Sonne entgegenfährt, im Text allerdings geht es mehr um fehlende Freiheiten innerhalb einer Beziehung:

Oh oh, I'm driving on a motorway
Chaos is the name of the road
And I'm following the signs of the road
Because I can't go on my own


English Rain
English Rain
Preis: EUR 9,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Englische Regen bereitet viel Freude, 1. Juni 2013
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Rezension bezieht sich auf: English Rain (MP3-Download)
Diesem englischen Regen setzt man sich gerne aus! Die junge englische Musikerin Gabrielle Aplin hat schon einige sehr bemerkenswerte Minalben herausgebracht und war im vergangenen Jahr die meistgesehenste Musikkünstlerin auf YouTube ohne Plattenvertrag. Diesen hat sie nun von Parlophone bekommen, der ehemaligen Beatles-Plattenfirma, und dort hat sie jetzt auch ihr erstes komplettes Album herausgebracht.

Äußerst positiv finde ich, daß Gabrielle Aplin auf “English Rain” ihrem bisherigen Stil treu geblieben ist, bzw. ihn dezent weiterentwickelt hat. Die Magie ihrer Stimme steht im Vordergrund und es werden überwiegend akustische Instrumente gespielt auf ihren fast ausschließlich selbstgeschriebenen Stücken. Dem Produzenten deshalb ein großer Dank, daß kein überproduzierter Mainstreampop herausgekommen ist, wie es leider so oft der Fall ist bei jungen vielversprechenden Künstlern.

Auf der DeLuxe-Ausgabe von “English Rain” sind gleich 19 Songs zu finden. Drei davon hat Gabrielle schon auf früheren EP's herausgebracht (Home, The Power Of Love, Please Don't Say You Love Me). Zwei weitere Nummern hat sie in einer neuen Fassung aufgenommen (Panic Cord, Evaporate) und vier Stücke sind in einer Live Session aufgenommen worden. Aber insgesamt zehn neue Lieder hat Gabrielle für dieses Album eingespielt und diese sind wahrlich vom Allerfeinsten!

Hier die Einzelkritiken:
Panic Cord - die Reißleine wird gleich am Anfang des Albums gezogen. Schwungvolle Neuaufnahme ihres bekannten Stückes vom “Never Fade”-Album.

Keep On Walking - flottes Stück mit einprägsamen mehrstimmigen Refrain “On your way, go on your way”.

Please Don't Say You Love Me - eine tolle Ballade. Die überragende Pianoversion auf der gleichnamigen EP ist allerdings durch die beiden Versionen auf diesem Album nicht mehr zu toppen!

How Do You Feel Today? - fühle mich gut, denn dieses Lied ist einfach nur schön!

Home - hier wird einem richtig warm ums Herz, tolle Gesangsleistung.

Salvation - schöne Pianoballade mit furiosem Orchestereinsatz zum Schluß hin.

Ready To Question - “Is there anyone listening? I don't know” singt sie. Oh ja, Gabrielle, wir hören dir alle gerne zu.

The Power Of Love - das balladenhafte Cover des “Franky Goes To Hollywood”-Klassikers war letzten Dezember die Nr. 1 in den britischen Charts, das alleine spricht schon für sich.

Alive – Gabrielle's Stimme harmoniert ausgezeichnet mit dem Begleitorchester.

Human - eine Hymne an das Menschliche: “Show me that you’re human, you won’t break. Oh love your flaws and live for your mistakes”. Stimmungsvolle Trompeteneinlage in der Songmitte.

November - der Monat November wurde wohl selten schöner besungen als hier. “I always used to love November. But now it always floods with rain”. Ja, wenn der Regen halt nicht wäre.

Start Of Time - Unglaublich atmosphärisches Stück. “When you walked into the room just then, it's like the sun came out”. Ja, da geht die Sonne aber gewaltig auf!

Take Me Away - schöne klassische Folknummer nur mit Akustikgitarre begleitet.

Evaporate - die bisher nur auf YouTube veröffentlichte Nummer wird hier gewaltig aufgepeppt. Mir gefallen beide Varianten sehr gut.

Wake Up With Me - sehr stimmungsvolle Melancholie.

Fazit:
Meine hohen Erwartungen wurden locker erfüllt. Für mich eines der musikalischen Highlights in 2013. So, und jetzt freue ich mich schon auf Gabrielle's Konzert nächste Woche in Berlin.


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