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Das Mittelalter: Ritter, Kreuzzüge und Königreiche
Das Mittelalter: Ritter, Kreuzzüge und Königreiche
von Ulrike Bischoff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener und reich bebilderter Einstieg ins Mittelalter, 4. April 2012
Das Mittelalter weckt immer wieder die Phantasien des modernen Menschen. Vom "dunklen Zeitalter" ist zuweilen die Rede, von Mönchen, Klöstern und Stadtgründungen, von Ritterburgen und Minnesängern ebenso wie von den Fahrten der Wikinger oder den Kreuzzügen in den Vorderen Orient. Zweifellos umfasst das Mittelalter eine Fülle von Ereignissen und Lebensformen. Auch wenn man sich wie der vorliegende Band auf die 500 Jahre von 1000 bis 1500 beschränkt und sich auf Europa als Schauplatz begrenzt, so bleibt doch eine unübersehbar große Zahl an Königen, Reichen, Vorkommnissen und kulturellen Veränderungen, so dass notgedrungen eine Auswahl getroffen werden muss, um einen Einstieg ins Thema zu finden.

Das Buch "Das Mittelalter" von Hywel Williams schafft dies meiner Meinung nach auf beeindruckende Weise. Neben den Ottonen und Kapetingern zeigt er wie die Normannen England und Sizilien eroberten, wie die Städte entstanden, und erläutert Investiturstreit, Staufer-Dynastie und das Angevinische Reich. Zwei Kreuzzüge werden geschildert (der dritte und der Albigenser Kreuzzug), das muslimische Spanien (immerhin waren die Araber fast 800 Jahre auf der Iberischen Halbinsel) findet seine Berücksichtigung, aber auch der Hundertjährige Krieg, Avignon und das Abendländische Schisma, sowie der Aufstieg von Florenz.

Besonders gut gefallen hat mir, dass nicht nur Könige und Reiche aufgeführt werden, sondern dass auch kulturelle Aspekte berücksichtigt wurden. In den hinteren Kapiteln werden Heilige, Reliquien und Ketzer behandelt, die mittelalterliche Gesellschaft und die mittelalterliche Kultur. Die vielfältigen, prächtigen Farbabbildungen (Malereien, Architekturfotografien, Skulpturen, einige Karten) tun ihr Übriges, um sich ins Mittelalter hineinzudenken und die Atmosphäre nachzuspüren. Als Einstieg ins Thema eignet sich der Band sehr gut, die essayartig verfassten Artikel (8-10 Seiten lang) sind gut lesbar und machen Lust, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. 5 Sterne.


50 Klassiker Romane vor 1900: Große Romane aus vier Jahrhunderten
50 Klassiker Romane vor 1900: Große Romane aus vier Jahrhunderten
von Barbara Sichtermann
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerte Zusammenschau der Weltliteratur vor 1900, 4. April 2012
Um ein Klassiker zu werden, braucht es Zeit. Nur im Abstand von Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten zeigt sich die wirkliche (und damit zeitlose) Qualität eines Werkes. Mehr als auf andere Werke trifft damit die Bezeichnung "Klassiker" auf solche Romane zu, die, wie in diesem Band versammelt, vor 1900 geschrieben wurden und die immer noch gelesen werden. Hier sind sie versammelt, berühmte Werke, die ohne jeden Zweifel zur Weltliteratur zählen, vielfach bekannte Geschichten, die zwar auch verfilmt, als Comic gezeichnet oder als Kinderbuch vereinfacht wurden, in ihrem Original aber immer noch äußerst lesenswert sind.

Der hervorragend zusammengestellte Band von Barbara Sichtermann und Joachim Scholl versammelt die 50 wichtigsten Romane vor 1900. Dass jeder einzelne davon zum allgemeinen Bildungsgut zählt, braucht kaum hervorgehoben zu werden: Don Quijote von Cervantes gehört selbstverständlich dazu, Defoes Robinson Crusoe, Gullivers Reisen von Jonathan Swift, der Tristram Shandy von Sterne, Stolz und Vorurteil von Jane Austen, Ivanhoe von Walter Scott, auch Frankenstein von Mary Shelly fehlt nicht. Rot und Schwarz von Stendhal wird aufgeführt, Der Glöckner von Notre Dame von Victor Hugo, Balzacs Verlorene Illusionen, der Graf von Monte Christo (Dumas), Moby Dick (Melville), Onkel Toms Hütte (Beecher Stowe), Madame Bovary (Flaubert), Schuld und Sühne (Dostojewski), Krieg und Frieden (Tolstoi), Jules Verne mit Reise um die Welt in 80 Tagen, Tom Sawyer und Huck Finn (Twain), die Schatzinsel (Stevenson) und die Dschungelbücher (Kipling).

Es ist nicht nur das Wiederentdecken von alten Bekannten, das die Freude an diesem Band ausmacht. Wie gewohnt gibt es zu jedem Titel vielfältige Abbildungen und Hintergrunderläuterungen zum Werk und zu den Autoren. Es regt auch an, das eine oder andere Werk vielleicht mal im Original zu lesen (zumindest die englischen Werke könnte man mal versuchen), sie wieder zu lesen (denn sie lohnen auch mehrfache Lektüre im Abstand von einigen Jahren) oder überhaupt erstmals zu lesen, denn Weltliteratur wird an Schulen doch nur sehr bruchstückhaft vermittelt (gerade wer kein Russisch oder Französisch hat, kommt mit Dostojewski oder Balzac nicht mehr ohne Weiteres in Kontakt). So ist dieses Buch uneingeschränkt empfehlenswert. Ein Kompendium des Weltliteratur-Schatzes, in dem man immer stöbern kann. 5 Sterne.


Kunst. Die ganze Geschichte
Kunst. Die ganze Geschichte
von Stephen Farthing
  Broschiert
Preis: EUR 29,95

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überaus ansprechender Einstieg in die Welt-Kunst, 2. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Kunst. Die ganze Geschichte (Broschiert)
Es gibt wenige Kunstgeschichten in einem Band, die gleichermaßen übergreifende Darstellungen zu Epochen oder Künstlergruppen behandeln, als auch ausführlich Einzelwerke darstellen, die jeweils repräsentativ für eine Richtung oder eine Epoche sind. Stephen Farthings Buch "Kunst, die ganze Geschichte", 2011 im Dumont Verlag erschienen, versteht dies auf ausgezeichnete Weise. Auf 576 reich bebilderten Seiten macht er das fast Unmögliche möglich. Dabei spricht sowohl die Art der Darstellung (durchgehend hochwertige farbige Abbildungen mit vielen Detailausschnitten) als auch der sehr lesbare Text an. Die Überblicksartikel (z. B. zur Altägyptischen Kunst, zur Griechischen Kunst oder zum Symbolismus) sind meist 2 bis 4 Seiten lang, die Darstellung von Einzelwerken erfolgt meist auf einer Doppelseite mit Bild, Text und Detailauschnitten des Werkes.

Es ist dieser Aufbau des Buches aus kurzen, aber prägnanten Einzelessays, der das Lesen zum Vergnügen macht. Sehr schnell liest man sich an einer Stelle fest, blättert dann etwas weiter und findet ein weiteres interessantes Werk zur gleichen Epoche, nur um schließlich nach und nach alle benachbarten Seiten auch noch verschlungen zu haben. Diese Kunstgeschichte braucht definitiv nicht der Reihe nach von vorne bis hinten durchgelesen zu werden. Es findet sich an jeder Stelle ein spannender und interessanter Einstieg. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Zugang zur Kunst weit gefasst ist und auch außereuropäische Kunst und Kunst der Steinzeit, der Sumerer, Präkolumbianische Kunst oder Chinesische Kunst beinhaltet. Alte Buchkunst (Book of Lindisfarne, der blaue Koran) kommt genauso vor wie Teppichkunst, Vasenkunst und Skulpturen, alte römische Theater genauso wie Gemälde aller Art.

Natürlich sieht man hier auch viele berühmte Gemälde wieder, die "Mona Lisa" etwa von Leonardo da Vinci, "Las Meninas" von Velázquez oder "Caféterrasse am Abend" von Van Gogh, aber es sind gearde die etwas unbekannteren, exotischeren und nicht minder wertvollen Werke, die das Stöbern in Farthings Buch so anregend machen. Wer weiß schon etwas über koreanische Kunst, die Kunst der Tang, Song und Yuan, über hinduistische Kunst oder hat schon mal das "Sioux-Gewand der Großen Krieger" aus dem frühen 19. Jahrhundert gesehen, eine kunstvoll bemalte indianische Büffelhaut? Es gibt eben mehr auf der Welt als europäische Kunst. Deshalb trägt das Buch den Titel zurecht: "Die ganze Geschichte" schließt eben auch die außereuropäische Kunst mit ein. Dafür und für die ansprechende Darstellung: 5 Sterne.


Menschen zeichnen: Grundlagen zum Aktzeichnen
Menschen zeichnen: Grundlagen zum Aktzeichnen
von Gottfried Bammes
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grundlagenwerk zur künstlerischen Anatomie, 2. April 2012
Es gibt nicht viele Autoren, die sich die künstlerische Anatomie bei Mensch und Tier zur Lebensaufgabe gemacht haben. Der 2007 verstorbene Professor für künstlerische Anatomie Gottfried Bammes war an der Hochschule für Bildende Künste Dresden tätig und verfasste mehrere Standardwerke zum Thema. Der Band "Menschen Zeichnen", der 2010 im Englisch-Verlag neu aufgelegt wurde, ist vielleicht so etwas wie eine Quintessenz seines Schaffens zur menschlichen Anatomie auf insgesamt 312 Seiten. Anhand vielfältiger Beispiele, Schaubilder, Lehrtafeln, Detailzeichnungen und Gesamtansichten wird auf jeden Aspekt der Anatomie eingegangen. Der Begleittext ist recht knapp gehalten, aber die vielen Zeichnungen sprechen eigentlich auch für sich und sind instruktiv genug. Das Buch setzt gute Zeichentechniken voraus, denn Grundformen, Perspektive, Licht und Schattensetzung oder andere Zeichentechniken sind nicht Thema des Buches, sondern allein die künstlerische Anatomie des Menschen.

Besonders ausführlich geht Bammes zu Beginn auf die Proportionen der menschlichen Figur ein (etwa 60 Seiten) und wer diese Tafeln ausgiebig studiert und die verwendeten Techniken nachempfindet, wird sicher profitieren. Das folgende Kapitel (etwa 30 Seiten) zeigt Menschen in "Ruhehaltung und Bewegung", sitzende, stehende, laufende und Sport treibende Menschendarstellungen, vereinfachend in Rötel, schwarzer Kreide oder Tusche dargestellt. Die folgenden Kapitel gehen danach mehr und mehr ins Detail: Bein und Fuß werden ausführlich samt Knochen und Muskelstrukturen behandelt (30 Seiten), ebenso Rumpf und Schultergürtel (etwa 30 Seiten), Arm und Hand (34 Seiten) sowie Kopf und Hals (etwa 50 Seiten). Neben den didaktischen Tafeln sind immer wieder künstlerische Arbeiten eingestreut, vom Autor selbst, teilweise aber auch von berühmten Künstlern (Michelangelo, Kollwitz, Raffael u. a.), was die Lektüre sehr interessant macht.

Nach den Detailstudien geht der Autor im letzten Kapitel wieder zum Aufbau der Gestalt als Ganzes über. Auf den letzten 60 Seiten zeigt er den Menschen als Ganzes in den verschiedensten Haltungen, stehend, liegend oder sitzend, mal als einfache Skizze in Bleistift, Rötel oder Kohle, mal stärker durchgezeichnet mit mehr Details. Die Stärke des Buches liegt meiner Meinung nach in dem Zusammenspiel von Studien zur Proportion mit solchen zu den Details des Körpers. Die eher konstruktiven Zeichnungen helfen, sich in die unregelmäßigen, dreidimensionalen Formen des Körpers besser hineinzudenken. Für fortgeschrittene (Hobby-) Künstler oder Kunststudenten sehr empfehlenswert. 5 Sterne


PraxisWissen Aquarellmalerei
PraxisWissen Aquarellmalerei
von Bernd Klimmer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Einführung in die Aquarellmalerei, 2. April 2012
Aquarellmalerei ist aufgrund der leuchtenden Farben eine beliebte Maltechnik, die jedoch für Anfänger einige Tücken bereit hält. Diese Schwierigkeiten zu umschiffen, ist das Hauptanliegen von Bernd Klimmers "Praxiswissen Aquarellmalerei" aus dem Frechverlag. Ausführlich werden in diesem Buch die relevanten Techniken im Umgang mit dem Material und den Werkzeugen aufgeführt, dazu Tipps und Tricks zum Aquarellieren und vielfältige Beispiele von Aquarellen in einer Galerie.

Das Buch behandelt die unterschiedlichen Aspekte der Aquarellmalerei auf etwa 190 Seiten in 7 Kapiteln. Nach einer kurzen Übersicht zur Geschichte der Aquarellmalerei auf 4 Seiten behandelt das zweite Kapitel auf etwa 15 Seiten ausführlich die verschiedenen Farben und Papiere, sowie das Zusammenspiel von beiden. Das dritte Kapitel erläutert auf 8 Seiten die Werkzeuge der Aquarellmalerei, vor allem, worauf man bei Pinseln acht geben soll. Die Hauptkapitel des Buches sind die folgenden 3, die sich auf etwa 120 Seiten mit den unterschiedlichen Maltechniken beschäftigen. Zunächst werden im Kapitel "Grundtechniken" der Umgang mit Farben erläutert, über Farbenlehre, Farbkontraste, Mischtechniken, Lasieren und Lavieren, Umgang mit Pinseln, Farbe abnehmen und Zeichnen (hierbei auch mit Bleistift, Rohrfeder, Aquarell- und Pastellstiften). Außerdem werden Tipps zur Motivsuche und zum Malen im Freien gegeben.

Im Kapitel "Spezialtechniken" wird auf weitere Feinheiten eingegangen, wie etwa das Malen mit dem Malmesser, das Malen von Gräsern oder Wattenmeer, der Umgang mit Rubbelkrepp, Schwamm, Salzen und Wachs, das Abkratzen von Farben, die Verwendung von Folien und vieles mehr. Alles wird anhand von vielfältigen Bildbeispielen erläutert, etwa Pflanzen, Landschaften oder Häuser. Für Fortgeschrittene gibt es noch einige Tipps und Tricks zum Bildaufbau, zur Rahmung von Bildern oder zur Bearbeitung am Computer und schließlich am Ende des Buches ein Galerie-Kapitel mit Bildbeispielen des Autors. Insgesamt eine gelungene Einführung ins Thema, die vielerlei Tipps und Tricks bereithält, von der Materialbeschaffung bis hin zu ausführlichen Maltechniken. 5 Sterne.


Wie zeichne ich Menschen
Wie zeichne ich Menschen
von José M Parramón
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Einführung ins Thema, 2. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Wie zeichne ich Menschen (Taschenbuch)
Das Zeichnen des Menschen bleibt die größte Herausforderung für Künstler. Der vorliegende Band "Wie zeichne ich Menschen" aus der Reihe "Die Lehrmethode Parramón" bietet hierzu auf 112 Seiten eine praxisnahe Einführung ins Thema, die etwas Zeichenkenntnisse voraussetzt und daher vielleicht eher für (Leicht-) Fortgeschrittene geeignet erscheint. Der Band ist grob in zwei Teile gegliedert: Der Schwerpunkt des ersten Teiles liegt auf Proportions- und Anatomiestudien, der Schwerpunkt des zweiten Teiles eher auf der zeichnerischen Darstellung des gesamten Menschen.

Das Buch beginnt mit der Untersuchung der Proportionen des Körpers, wie sie schon Leonardo da Vinci und Michelangelo vorgenommen haben. Parramón demonstriert an verschiedenen Studien eine Einteilung des erwachsenen Körpers in siebeneinhalb bis achteinhalb Kopflängen. Anschließend wird der Körper schemaartig in seine Hauptmassen aufgeteilt: Kopf, Brustkorb, Hüfte, Beine und Arme. Hierzu gibt es einige Schemazeichnungen, auch für Figuren in Bewegung (Strichmännchen oder Skizzen von Holzpuppen). Es wird auch gezeigt, wie man sich eine Gliederpuppe aus Papier selber basteln und für Proportionsstudien einsetzen kann. Ein wichtiger Abschnitt behandelt die menschliche Figur in der Perspektive (sowohl als Einzelgestalt als auch in Gruppen) und bringt eine angenehm kurze Übersicht über die wichtigsten Muskelgruppen.

Der zweite Teil (ab Seite 62) beschäftigt sich mit der Umsetzung des zuvor Gelernten in der zeichnerischen Darstellung. Zunächst wird auf Licht- und Schattenverteilung eingegangen, an Skulpturen und an echten Menschen. Beispiele aus der Kunstgeschichte stehen dabei neben Zeichnungen des Autors. Figuren in verschiedenen Positionen (sitzend, stehend, liegend) werden mit verschiedenen Zeichenmitteln (Pastell, Rötel, Tusche) dargestellt. Es gibt einige kurze Arm-, Bein-, und Handstudien (der Kopf fehlt allerdings. Dazu gibt es einen eigenen Band bei Parramón: "Wie zeichne ich einen Kopf und ein Porträt"). Auch auf Kleider-und Faltenwurf wird eingegangen. Am Ende werden vier Schritt-für-Schritt-Zeichnungen des ganzen Menschen demonstriert, die letzte sehr ausführlich über 8 Seiten. Insgesamt eine gute Einführung ins Thema, die - wie gesagt - etwas Vorkenntnisse voraussetzt. Die Abbildungen sind gelungen, das Buch ist nicht überladen mit Theorie und alles Wichtige wird erwähnt und demonstriert. 5 Sterne.


Wie zeichne und male ich Tiere
Wie zeichne und male ich Tiere
von José M Parramón
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Tiermal- und Zeichenschule, 2. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Wie zeichne und male ich Tiere (Taschenbuch)
Neben dem Menschen sind Tiere eines der beliebtesten Motive für Zeichnungen und Gemälde. Die Zeichen- und Malschule "Wie zeichne und male ich Tiere" von J. M. Parramón und V. Ballestar bietet hierzu eine äußerst gelungene Einführung. Vor allem die Zeichnungen, Aquarelle und Pastellbilder des Künstlers Vicenc Ballestar stechen über die übliche Qualität in anderen Zeichen- und Malschulen deutlich heraus. Die Abbildungen wirken lebendig, sind anatomisch korrekt ohne pedantisch zu sein und die Kolorierungen sind absolut gelungen. Der Aquarell-Künstler Ballestar aus Barcelona beweist hier eindeutig seine hohe Könnerschaft.

Die 112 Seiten des Bandes sind folgendermaßen aufgebaut: Es gibt eine 11-seitige, informative Einführung in die Geschichte der Tiermalerei mit vielen Abbildungen von Meistern aus der Kunstgeschichte (japanische Künstler, Dürer, Rembrandt, Rubens, etc.). Anschließend wird in die anatomischen Grundlagen der Tierzeichnung eingeführt, z. B. Tierschädel mit entsprechenden Zeichnungen des jeweiligen Tieres, Skelett und Muskelstruktur von Pferd, Hund und Löwe sowie eine knappe vergleichende Anatomie Tier-Mensch. Der praktische Teil beginnt ab Seite 35 mit Vorstudien zu den Grundformen (Zylinder, Kreis, etc.) und die sich darauf aufbauenden Tierkörper (bis hierhin als blaue Strichskizzen, bzw. fertige Schwarz-Weiß-Zeichnungen).

In den folgenden Kapiteln (insbesondere ab S. 64) kommt mehr und mehr Farbe zum Einsatz und die Zeichnungen werden zu Aquarell-Studien oder Pastell-Gemälden erweitert (auch Wachsmalkreiden oder wasservermalbarer Graphitstift kommen zum Einsatz, allerdings keine Öl- oder Acryltechnik). Viele dieser Tierstudien werden in Schritt-für-Schritt-Zeichenfolgen anschaulich demonstriert, z.B. Hunde, Katzen, Papagei, Pferdekopf, Ente, Rind, Schwein, Huhn, Hahn, Giraffe, Tiger, Leopard, Zebra, Eisbär, Dromedar und Elefant. Es ist nicht nur diese gelungene Mischung aus Haus- und typischen Zootieren, die das Buch empfehlenswert machen, sondern die besonders gelungene Darstellung der Tiere. Sehr gutes Buch für Tiermalerei, deshalb 5 Sterne.


Franklin BDS-6100 Language Learning Library Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch PONS Wörterbücher für Schule und Studium
Franklin BDS-6100 Language Learning Library Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch PONS Wörterbücher für Schule und Studium
Preis: EUR 166,24

47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elektronisches Wörterbuch in hoher Qualität, 19. Januar 2012
Das Franklin BDS-6100 ist so etwas wie der große Bruder des LLS-2160. Das Gerät ist bei etwa gleicher Breite und Dicke gut 4 Zentimeter länger (insgesamt 14 x 8,3 x 1,9 cm) und somit etwas schwerer (insgesamt knapp 200 Gramm), allerdings auch hochwertiger verarbeitet. Die schwarze Kunststoffschale kommt edel daher, die silbernen Tasten sind größer (und flacher angelegt) als beim anderen Gerät, die Menüführung vergleichbar einfach, doch gibt es einige wichtige Unterschiede. Der vielleicht größte Unterschied: Dieses Gerät beinhaltet keine Langenscheidt-, sondern Pons-Wörterbücher (für Schule und Studium; jeweils in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch). Der Umfang scheint vergleichbar zu sein (jeweils 250.000 bis über 300.000 Einträge), doch benutzt Pons einen etwas anderen Wortschatz-Korpus. Ein Beispiel, das mir zufällig auffiel: Das englische Wort "Bagel" (weiches, ringförmiges Brötchen) findet sich bei Pons, im Langenscheidt jedoch nicht. Beim BDS-6100 gibt es zusätzlich noch 2 Englisch-Englisch-sprachige Lexika (Oxford Advanced Learner's und Oxford Thesaurus), einen Pons Sprachführer Business Englisch (der sich unter dem Menü-Punkt "Lernen" verbirgt) sowie einen deutschen Rechtschreib-Duden (plus die kleinen Grammatik-Leitfäden zu jeder Sprache). Besonders praktisch: Das Gerät erkennt in allen Sprachen auch konjugierte Formen (Tippt man z. B. auf Spanisch "pongamos" ein, wird man automatisch zum Verb "poner" geleitet).

Die Bedienung ist sehr komfortabel. Über der QWERTZ-Tastatur (die angenehm bedienbar ist) befinden sich Tasten zum direkten Umschalten zwischen den Sprachen. Es gibt auch eine Beleuchtungstaste, mit der die Hintergrundbeleuchtung direkt an- und abgeschaltet werden kann und eine Taste zum direkten Vergrößern oder Verkleinern der Schrift (man muss sich dazu also nicht mühsam zu den Einstellungen durchklicken). Das Gerät hat auch eine Sprachausgabe über einen eingebauten Lautsprecher (dazu markiert man zuvor das gewünschte Wort mit der Eingabetaste). Die Aussprache funktioniert weitgehend gut, wenn auch keine deklinierten Formen ausgesprochen werden (um ein Beispiel zu geben: "zoologisch" wird ausgesprochen; "zoologischer" wie in "zoologischer Garten" jedoch nicht).

Eine wichtige Funktion des BDS-6100 ist seine Erweiterbarkeit. Es gibt eine USB-Schnittstelle und man kann sich von der Franklin-Webseite gegen Gebühr weitere Nachschlagewerke runterladen (z. B. Larousse, bzw. Merriam-Webster-Wörterbücher). Diese Funktion scheint allerdings im Moment (Januar 2012) noch nicht freigeschaltet zu sein, auf der entsprechenden Webseite heißt es aber: "In Kürze". Laut Herstellerangaben gibt es für das BDS 6100 auch einen kostenlosen Download für ein Pons Wörterbuch Latein-Deutsch. Weitere Funktionen beinhalten einen MP3-Player und einen Micro-SD-Kartenslot, über den man den MP3-Player bestücken kann. Es gibt eine Kopfhörerbuchse, damit man niemanden mit der Sprachausgabe oder beim Musikhören nervt. Komfortabel auch der fest eingebaute Akku, den man bequem über Ladekabel aufladen kann. Vielleicht sei noch erwähnt, dass in den Einstellungen die Abschaltautomatik (zum Akku-Sparen) hier viele Optionen bereithält: Man kann wählen, ob sich das Gerät nach 1 Minute, 3, 5, 10, 30 oder 60 Minuten ausschaltet oder man wählt 'niemals abschalten' , so dass jeder seine persönliche Vorliebe programmieren kann.

Insgesamt gefällt mir das Gerät sehr gut. Die leichte Bedienbarkeit über große Tasten, das direkte Umschalten zwischen den Sprachen und die vielen, großen Pons-Wörterbücher machen die Wörterbuch-Arbeit zu einem Vergnügen. Das Gerät wirkt erwachsen und edel und ersetzt viele dicke Papierwälzer im Regal. Fazit: 5 Sterne.


LLS-2160 Language Learning Studio Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Sprachausgabe
LLS-2160 Language Learning Studio Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Sprachausgabe
Wird angeboten von Doro GmbH
Preis: EUR 145,95

71 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes elektronisches Wörterbuch, 19. Januar 2012
Elektronische Wörterbücher sind in den letzten Jahren immer leistungsfähiger und kleiner geworden. Das Franklin LLS-2160 verfügt über den Inhalt von erstaunlichen 7 großen Wörterbüchern, darunter die 4 Handwörterbücher von Langenscheidt in den häufigsten Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch mit jeweils 215.000 bis 270.000 Einträgen), zwei weiteren Englisch-Englisch-sprachigen Lexika (Oxford Advanced Learner's und Oxford Thesaurus) sowie einem deutschen Rechtschreib-Duden. Dabei ist das Gerät nur etwa so groß wie ein Handy (ca. 10,2 x 7,6 x 1,9 cm), wiegt nur 140 Gramm und verfügt über eine übliche (etwas reduzierte) QWERTZ-Tastatur (Buchstaben-Anordnung wie bei einer Computertastatur ohne die Umlaute, die man hier mit einer kleinen Extra-Taste unten links eintippt).

Die geringe Größe, das geringe Gewicht und der Umfang an Wörterbüchern sind zugleich die Hauptqualitätsmerkmale dieses Gerätes. Es ist praktisch und leicht, einfach mitzunehmen, ideal für Unterricht, Urlaubsreise und Sprachkurse aller Art. Es wird mit einer ausführlichen Bedienungsanleitung geliefert, die man jedoch nach kurzer Zeit nicht mehr benötigt, da die Bedienung intuitiv und leicht verständlich ist. Die Tasten sind, trotz der geringen Größe, gut zu bedienen, sie haben einen deutlichen Druckpunkt (ein leichtes Knacken beim Tippen). Schaltet man das Gerät ein, erscheint immer die Seite, die man zuletzt benutzte (vor dem Ausschalten). Vom Hauptmenüpunkt "Bücher" (auch erreichbar über die Taste "Menü") navigiert man mit den Navigationstasten leicht in jedes Wörterbuch (mit der Funktionstaste 5 lässt sich zwischen Deutsch und Fremdsprache hin- und herwechseln).

Wichtige weitere Funktionen sind meiner Meinung nach die Hintergrundbeleuchtung (bessere Lesbarkeit) und dass sich die Schrift in drei Größen einstellen lässt. Sehr praktisch für Anfänger oder Mittelstufenlerner ist auch die Tatsache, dass Konjugationsformen erkannt werden (tippt man im Englischen z. B. "taught" ein, wird einem das Verb "teach" vorgeschlagen. Gleichzeitig kann man zu jedem Verb über die Taste F4 einige Konjugationsformen aufrufen (man erhält dann Vergangenheits- oder Perfektformen). Weitere Zeiten findet man im Grammatikleitfaden unter dem Menüpunkt "Lernen". Schließlich gibt es noch eine Sprachausgabe, die in der Mehrzahl der Fälle recht ordentliche Ergebnisse produziert (der Lautsprecher befindet sich an der Rückseite und es gibt auch einen Kopfhöreranschluss, wenn man andere nicht stören will). Praktisch auch das automatische Abschalten (nach wahlweise 1, 3 oder 5 Minuten), das spart Batterie (es werden 2 normale, kleine AAA-Batterien verwendet, Akku natürlich auch möglich).

Mir erscheint das Gerät für Schüler, Studenten und erwachsene Benutzer gleichermaßen geeignet. Viele Schüler bevorzugen kleine Computer wie diesen, da die Eingabe mittels Tastatur gegenüber dem Suchen in einem herkömmlichen Papier-Wörterbuch schneller geht. Für mich persönlich ist die geringe Größe der Haupt-Vorteil. Da ich meist Englisch und Spanisch unterwegs verwende, hätte ich mit Papierlexika viel zu schleppen. Da ist dieses Gerät eine große Erleichterung. Neben den Lexika gibt es auch noch einige Extras wie Sprachführer und Lernspiele. Das geringe Gewicht, der umfangreiche Inhalt mit guten Lexika und die leichte Bedienbarkeit sind für mich die Hauptvorteile dieses Gerätes. Fazit: 5 Sterne.


Mallorca
Mallorca
von Ralf Nestmeyer
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prächtiger Fotobildband zu Mallorca, 5. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Mallorca (Gebundene Ausgabe)
Mallorca ist eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Wie viel diese landschaftlich reizvolle und im Innern ursprünglich gebliebene Insel fernab der Bettenburgen von S'Arenal zu bieten hat, zeigt dieser hervorragend ausgestattete Fotobildband aus dem Stürtz-Verlag. Fotograf Jürgen Richter, Spanien-Spezialist, und Reisejournalist Ralf Nestmayer nehmen die Leser mit auf eine beeindruckende Rundfahrt durch die Naturschönheiten und kulturellen Höhepunkte der Insel. Wer noch nicht dort war, bekommt schnell Lust, den nächsten Urlaub dort zu planen.

Einmal dort wäre es schade, würde man nur am Strand verweilen. Stattdessen zeigen uns die Autoren in 11 Kapiteln die Vielfalt dieser großen Insel. Neben der Hauptstadt Palma mit der einmaligen Altstadt (einer der besterhaltenen Stadtkerne des Mittelmeerraumes) und der Kathedrale La Seu nehmen uns die hochwertigen Fotografien mit in die schroffen Gebirgszüge des Nordwestens (Serra de Tramuntana, mit herrlichen Ausblicken aufs Meer für die, die sich das Wandern nicht nehmen lassen), in die lieblichen weiten Ebenen in der Mitte (mit zahlreichen Windrädern) und in die zahlreichen malerischen Buchten mit türkisblauem Wasser. Die alte Eisenbahn von 1912, die wunderschön restauriert wurde und gemütlich von Palma durch die Berge bis Soller zuckelt, ist nur eine der vielen Attraktionen der Insel.

Unterwegs gibt es reichlich weitere Eindrücke zu sammeln. Prächtige Fassaden in der Altstadt von Palma wechseln ab mit üppig ausgestatteten Marktständen, Besuchen bei Handwerkern und Spaziergängen in alten, arabischen Gartenanlagen oder im Bergkloster von Valldemossa, wo George Sand und Frédéric Chopin einst einen Winter verbrachten. Bilder von der Mandelblüte im Frühjahr, mallorquinischen Fincas und immer wieder schroffen Klippen und weiten Ausblicken von alten Gemäuern machen Lust auf eigene Erkundungen auf der Insel. Kulturelle Höhepunkte, wie die Prozessionen der Karwoche werden ebenso gezeigt wie die farbenprächtigen Kunstwerke des Malers Joan Miró, der viele Jahre auf der Insel sein Atelier betrieb. Die Vielfalt der Fotografien und die hohe Qualität von Bildern und Texten überzeugen. Genauso muss ein guter Reisebildband sein. Fazit: 5 Sterne.


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