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Rezensent aus NRW

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Mythos und Moderne: 125 Jahre Künstlerkolonie Worpswede
Mythos und Moderne: 125 Jahre Künstlerkolonie Worpswede
von Katharina Groth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Bildband über die berühmte Künstlerkolonie, 6. Juni 2014
Vor 125 Jahren beschlossen Fritz Mackensen (1866-1953) und Otto Modersohn (1865-1943) sich in dem kleinen Moordorf Worpswede (bei Bremen) anzusiedeln. In den folgenden Jahren wuchs das kleine Dorf schnell zu einem Zentrum von Künstlern und Intellektuellen. Neben Mackensen und Modersohn schlossen sich in den folgenden Jahren auch Hans am Ende (1864-1918), Fritz Overbeck (1869-1909), Heinrich Vogeler (1872-1942) und noch einige weitere Künstler der Gemeinschaft an. Berühmt wurden später auch die Malerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und die Bildhauerin Clara Rilke-Westhoff (1878-1954), Ehefrau des Dichters Rainer Maria Rilke (1875-1926), der selbst zwischen 1900 und 1902 in Worpswede weilte. Bilder der Künstler finden sich u. a. in Worpsweder Museen, in der Kunsthalle Bremen (kürzlich erneuert und vergrößert, sehr zu empfehlen), im Paula-Modersohn-Becker-Museum (in Bremen in der Böttcher-Straße) und in Fischerhude (bei Bremen, späterer Wohnort Modersohns).

Die Maler wandten sich damals bewusst von der als zu trocken und staubig empfundenen Kunstakademie Düsseldorf ab, wo sie zuvor vor allem Gipsbüsten abzeichneten oder historische Landschaftsstudien im akademischen Stil anfertigten. Nach Worpswede gelangten sie dabei eher zufällig, da eine Kommilitonin an der Akademie aus Worpswede stammte und sie dort zunächst die Sommerferien gemeinsam verbrachten. In Worpswede wollten sie rein nach der Natur arbeiten, lebendiger und realistischer oder wie Otto Modersohn es ausdrückte: "Ich will ein Stimmungsmaler von naturalistischer Kraft und Tiefe werden". Vorbild der Worpsweder Kolonie war die "Schule von Barbizon", französische Landschaftsmaler, die sich schon 50 Jahre zuvor von der Metropole Paris abkehrten und aufs Land zogen. Neben der Worpsweder Kolonie gründeten sich um die Jahrhundertwende europaweit noch etwa 60 Künstlerkolonien, in Deutschland ist Worpswede vielleicht die berühmteste.

Der vorliegende Bildband bietet einen hervorragenden Überblick über die Gründergeneration der Worpsweder Maler, die Blüte um die Jahrhundertwende, die schwierigen Jahre des ersten und zweiten Weltkriegs, aber auch die weitere Entwicklung in Worpswede, der Neubeginn nach 1945 bis in die Jetzt-Zeit. Sehr schön auch, dass die heutigen Museen in Worpswede vorgestellt werden (Haus im Schluh etwa oder der berühmte Barkenhoff, damals Wohnsitz von Heinrich Vogeler und kultureller Treffpunkt der Gruppe) sowie kurz auf heutige Kunsthandwerker und Worpsweder Gegenwartskunst und Fotografie eingegangen wird. Der Band bietet vielfältige Abbildungen von Kunstwerken und historische Fotografien der Künstler, daneben gute einführende Texte in den kunstgeschichtlichen Zusammenhang. Empfehlung, deshalb 5 Sterne.


Kunst und schöpferisches Unbewusstes
Kunst und schöpferisches Unbewusstes
von Erich Neumann
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen 3 interessante Aufsätze, 12. April 2014
"Kunst und schöpferisches Unbewusstes" von Erich Neumann (1905-1960) behandelt auf tiefenpsychologischer Basis die Beziehung des Künstlers zur Gesellschaft. Erich Neumann war ein deutsch-israelischer Psychoanalytiker und Kulturtheoretiker und zugleich bedeutender Schüler C. G. Jungs, bevor er nach Palästina auswanderte. Er gehörte auch zum Freundeskreis Hannah Ahrends und schrieb mit "Ursprungsgeschichte des Bewusstseins" 1949 einen Klassiker tiefenpsychologischer Literatur.

Im vorliegenden Buch geht es um das Thema Kunst und Unbewusstes. Die drei Aufsätze lauten:
1) Leonardo da Vinci und der Mutterarchetyp (77 Seiten)
2) Kunst und Zeit (64 Seiten)
3) Bemerkung zu Marc Chagall (17 Seiten)
Außerdem gibt es acht schwarz-weiße Abbildungen (Kunstwerke, bzw. Schemata zu Kultur im Ausgleich/Kanonzerfall)

Erich Neumann zeigt am Beispiel Leonardo da Vincis den Zusammenhang des schöpferischen Menschen mit dem kollektiven Unbewussten, insbesondere dem Archetyp der großen Mutter. Leonardo wurde von zentralen Problemen ergriffen, die später das Kollektivbewusstsein des modernen Menschen bestimmt haben. Das Verhältnis des schöpferischen Menschen zu seiner Zeit ist Thema des zweiten Aufsatzes. Neumann zeigt hier, wie das Unbewusste gerade die Inhalte in Bewegung setzt, welche in der Zeit des Künstlers fehlen, für die Zukunft der Menschheit aber von entscheidender Bedeutung sind. Im dritten Aufsatz beleuchtet Neumann, wie eine Fehldeutung Chagalls als "folkloristischer" oder "naiver" Künstler wesentliche Aussagen seiner Kunst übersieht. 5 Sterne.


Fernwanderwege in Europa
Fernwanderwege in Europa
von Michael Vogeley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 32,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Wanderideen für Europa, 12. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Fernwanderwege in Europa (Gebundene Ausgabe)
"Fernwanderwege in Europa" von Michael Vogeley stellt 20 tolle Wanderungen aus ganz Europa zusammen. Der Begriff "Fernwanderweg" meint hier die Tatsache, dass es sich um mindestens ein- bis mehrwöchige Wanderungen aus den verschiedensten Gegenden Europas handelt, nicht zu verwechseln mit den offiziellen Europäischen Fernwanderwegen (E1 bis E11). Letztere werden in einer kurzen Übersicht am Ende des Buches vorgestellt. Die hier präsentierten Wanderungen sind ausgesprochen abwechslungsreich und durchqueren eine Vielzahl von Landschaftsformen, darunter Küstenwanderungen, Inseln, Gebirge, Seen, Nationalparks. Einige zählen zu den Top-Wanderwegen Europas und der Welt.

Hier eine kurze Übersicht der Wanderungen im Buch:
1) Island: durch Vulkanlandschaften, 6 Tage; 2) Nordschweden: Königswege, 6 Tage; 3) Norwegen: Jotunheimen-Nationalpark, 7 Tage; 4) Südwest-England: Küstenweg, 45-56 Tage; 5) Deutschland: Ostseeküsten-Wanderweg (E9), 18 Tage; 6) Frankreich: Bretagnen-Küstenweg, 52 Tage; 7) Deutschland: Rennsteig in Thüringen, 8 Tage; 8) Frankreich: Cevennen (GR70), 12 Tage; 9) Südfrankreich: Teil des Jakobsweges, 30 Tage; 10) Pyrenäenweg CR10, 54 Tage; 11) Südfrankreich: Sentier Cathare, 12 Tage; 12) Portugal: Algarve; 14 Tage; 13) Andalusien: GR7 (Teil des E4); 55 Tage; 14) Mallorca: Serra de Tramuntana, 8 Tage; 15) Italien: Abruzzen; 6 Tage; 16) Westalpendurchquerung; 55-65 Tage; 17) Alpendurchquerung: Oberstorf-Meran, 9 Tage; 18) Ostalpen: Dreiländertour A,I,Slo; 40 Tage; 19) Korsika: Bergweg GR20; 15 Tage; 20) Corfu: Inseldurchquerung, 8 Tage

Die tollen Fotos und Tourbeschreibungen machen Lust, neue Gegenden zu entdecken und aufzubrechen. Man muss ja nicht immer alle Etappen laufen, wenn man keine 40 Tage Urlaub hat. Dann läuft man halt einen Teilabschnitt. Meine Favoriten: Südfrankreich und Pyrenäen. Für die gelungene Tourauswahl des Autors und die wunderbaren Fotos: 5 Sterne.


Lebendige Skizzen: Grundlagen des figürlichen Zeichnens
Lebendige Skizzen: Grundlagen des figürlichen Zeichnens
von Jeff Mellem
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Anleitung zum figürlichen Zeichnen, 12. April 2014
"Lebendige Skizzen" von Jeff Mellem ist eine tolle Anleitung zum Skizzieren der menschlichen Figur. Mellem studierte Fine Arts an der California State University und am American Animation Institute in Hollywood. Wer bei letzterer Schule an amerikanische Zeichentrickfilme denkt, liegt nicht so falsch, denn das Animation Institute wurde von der American Animation Guild, einer Vereinigung von Trickfilmzeichnern gegründet. Das Denken an bewegte Figuren merkt man dem Buch an, denn es gibt gute Hinweise, wie man Figuren mit verdrehten Oberkörpern aus Grundkörpern, verdrehten Quadern oder verformten Kugeln, entwickeln kann.

Diese Übungen führen zu lebendigen Skizzen, die im Buch in verschiedenen Materialien (Bleistift, blaue und rote Buntstifte, Tinte, Rötel) ausgeführt werden. Manchmal laviert Mellem die Schatten leicht (mit Aquarell oder Tinte) wie auf den Coverzeichnungen zu sehen. Ein einfacher, aber effektiver Weg, etwas Tiefe in die Skizze zu bekommen und die Form herauszuarbeiten. Folgende Kapitel gibt es im Buch: Zeichnen nach der Beobachtung; Gestisches Zeichnen; Grundformen; Faltenwurf; Gesichtsausdruck; Körpersprache; Staging-In Szene gesetzt und Tonwert.

Das Buch wechselt zwischen stärker ausgearbeiteten Zeichnungen, schnelleren Skizzen und Übungen mit Grundformen und spielerischem Finden der Linie. Auch Details wie Hände oder der Kopf mit verschiedenen Gesichtsausdrücken wird geübt, niemals aber zu pedantisch. Im Vordergrund steht die gesamte Figur in verschiedenen Haltungen und Bewegungen. Wer gerne Menschen skizziert, liegt mit diesem Buch goldrichtig. Deshalb 5 Sterne.


Matisse und die Fauves
Matisse und die Fauves
von Klaus Albrecht Schröder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöner Kunstband über die Wegbereiter der Moderne, 12. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Matisse und die Fauves (Gebundene Ausgabe)
Dieser wunderbare Kunstband "Matisse und die Fauves" (Hrsg. Hans Widauer und Claudine Grammont) zeigt in einer seltenen Zusammenschau die wichtigsten Künstler dieses einflussreichen Stils. "Fauves", das bedeutet wörtlich: "Wilde Tiere". So nannte diese Künstler der konservative Kunstkritiker Louis Vauxcelles und drückte damit 1905 seine Geringschätzung aus, als die Künstler auf dem dritten Pariser Herbstsalon im Salon d'Automne ausstellten. Die Künstler selbst akzeptierten diese Bezeichnung jedoch zunächst nicht und verstanden sich auch nicht als geschlossene Gruppe mit einer bestimmten Theorie.

Inzwischen sind die Künstler um Matisse (1869-1954) längst anerkannt und wurden zu Wegbereitern der Moderne. Die Fauves waren die erste und entscheidene Avantgardebewegung des 20. Jahrhunderts. Vor allem ihre Farbigkeit und der lebendige Pinselstrich zeichnen diese Künstler aus, die einerseits im Impressionismus wurzeln, andererseits aber auch Gemeinsamkeiten mit dem Expressionismus aufweisen und die Maler der Brücke und des Blauen Reiters beeinflussten. Folgende Künstler werden im Buch vorgestellt:
Henri Matisse, Georges Braque, Robert Delaunay, André Derain, Kees van Dongen, Raoul Dufy, Othon Friesz, Henri Manguin, Albert Maquette, Georges Rouault und Maurice de Vlaminck.

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf Matisse, aber es ist schön zu sehen, wie die anderen Künstler ähnlich lebendige und farblich beeindruckende Werke schufen. Das Buch gliedert die Fauves in einige Untergruppen wie etwa die Schüler von Gustave Moreau (Matisse, Marquet, Manguin), die Chatou-Gruppe (Derain, de Vlaminck) oder die Le-Havre-Gruppe (Dufy, Braque, Friesz) und gibt in wissenschaftlichen Essays wertvolle Zusatzinformationen. Abgebildet sind etwa 120 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle, daneben Bronzen, Keramiken, Holzobjekte und einige afrikanische Masken aus dem Besitz der Künstler. Ausgesprochen wertvoll, deshalb 5 Sterne.


Jazz im New York der Wilden Zwanziger
Jazz im New York der Wilden Zwanziger
von Robert Nippoldt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Jazzbuch mit CD, 12. April 2014
"Jazz im New York der wilden Zwanziger" ist eine tolle Zusammenstellung über die Musiker dieser Epoche, die am Beginn dessen stehen, was man Jazz nennt. Dabei ist es keine detailversessene Jazzgeschichte, eher ein optisch-akustischer Lese- und Hörgenuss, denn das Buch ist durchgehend, z. T. großformatig, illustriert und es liegt eine hervorragend zusammengestellte CD bei, die man idealerweise beim Lesen und Betrachten der Bilder hört.

Folgende 20 Musiker und Bands werden im Buch vorgestellt und sind auf der CD:
Jelly Roll Morton, Fats Waller und Alberta Hunter, James P. Johnson, Georgia Strutters, Original Dixieland Jass Band, Fletcher Henderson, Mound City Blowers, Bessie Smith und Louis Armstrong, Jean Goldkette and his Orchestra, Joe Venuti und Eddi Lang, Wolverine Orchestra, Paul Whiteman, Benny Goodman, The Jungle Band, Duke Ellington, Ethel Waters, Bill Robonson und Irving Mills Hotsy Totsy Gang, Clarence Williams und Cab Calloway.

Die Musikauswahl besticht durch ihre Qualität und Vielfältigkeit. Einige seltene Perlen sind darunter, so die welterste Jazzaufnahme überhaupt, der "Livery Stable Blues" von der Original Dixieland Jass (!) Band von 1917, einige wunderschöne frühe Bluesaufnahmen (Bessie Smith, Ethel Waters), ein atemberaubendes Violin-Gitarren-Duo (Joe Venuti und Eddie Lang), sowie eine Nummer mit genialen Tapdance-Improvisationen (Bill Robinson). Im Buch gibt es noch einige illustrierte Plattencover, schöne doppelseitige Illustrationen von Shows oder Musikbands, ein Schaubild, wer mit wem gespielt hat und andere liebevolle Details. Das Buch ist großformatig im bedruckten Leineneinband gehalten und wertvoll mit beigefarbenen Seiten ausgestattet. Die schönen Illustrationen von Robert Nippolt fangen die Stimmung der Epoche bestens ein. Die Texte von Hans-Jürgen Schaal sind kurz und unterhaltsam, vermitteln dabei anschaulich die Lebensituation der Musiker. Eine tolles Buch-CD-Gesamtpaket, deshalb 5 Sterne.


Der Farbstern: Kunst und Gestaltung
Der Farbstern: Kunst und Gestaltung
von Johannes Itten
  Geschenkartikel
Preis: EUR 29,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Vorlage um Farbklänge auszuprobieren, 5. April 2014
Der Farbstern ist eine Entwicklung von Johannes Itten (1888-1967), der Maler und Kunstpädagoge (u.a. am Bauhaus in Weimar) war. Der Stern entstammt seinem berühmten Werk "Kunst der Farbe", einem Klassiker der Kunsttheorie, indem Itten Farbkontraste, aber auch Möglichkeiten der Farbharmonien demonstriert. Der Farbstern besteht aus einem dicken weißen Pappkarton (22x22cm), auf dem genau der Stern abgebildet ist, den das Cover zeigt. Zusammen mit dem Stern werden acht Farbscheiben (aus Papier) geliefert, die man sowohl mit der schwarzen als auch der weißen Seite über den Stern legen kann. In den Scheiben sind jeweils Löcher in Rautenform ausgespart, sodass man immer nur die Farbklänge zusammen sieht, die nach der Theorie harmonieren.

Die Farbscheiben zeigen Zweiklänge, Dreiklänge, Vierklänge, Fünfklänge oder Sechsklänge in einzelnen Farben oder als Doppelfarben (beim Dreiklang je zwei Farben nebeneinander). Indem man die Farbscheiben abwechselnd auf dem Stern rotieren lässt, lassen sich viele verschiedene Farbharmonien ausprobieren. Der Vorteil ist vor allem eine Zeitersparnis im Vergleich zum Malen. Hat man einen Farbklang gefunden, der einem gefällt, kann man mit diesen Farben aus seinem Farbkasten oder Tuben experimentieren, bzw. feinere Abstufungen oder Varianten ausprobieren.

Ich finde die Idee prima. Der Stern lässt sich auf dem Pappkarton leichter handhaben als in einem Buch. Und man kann sich natürlich noch weitere Farbscheiben basteln, um individuelle Farbklänge zu finden. Übrigens gibt es noch eine kleine 6-seitige Anleitung dazu, die beim Finden der Farbklänge hilft. Wer das Buch nicht kennt, kann also trotzdem direkt loslegen. Für alle Künstler, Gestalter, Grafiker, die mit Farbe arbeiten, ein hilfreiches Werkzeug. 5 Sterne


Malmaterial und seine Verwendung im Bilde
Malmaterial und seine Verwendung im Bilde
von Max Doerner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Klassiker zu Malmaterialien, 5. April 2014
Das Buch von Max Doerner (1870-1939) erschien zuerst 1921, wurde fortlaufend aktualisiert und von seinen Nachfolgern überarbeitet. Die aktuelle Ausgabe (2011) wurde von Thomas Hoppe herausgegeben, Restaurator, Gutachter und Maltechniker aus Hamburg, welcher das Werk seit 1994 betreut. Für die aktuelle Ausgabe wurde der Abschnitt über "Vergolden und Bronzieren" erweitert und zu einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Auch die Maltechniken früherer Meister wurden aktualisiert, dagegen ältere Kapitel zur Restaurierung und Konservierung ausgelassen.

Das Buch behandelt alle Materialien und Maltechniken, die sich in folgende Kapitel auffächern:
1. Maltechnische Grundlagen: Fachausdrücke, Farbstoffe und Pigmente und ihre Erscheinung, Malemulsion und Kunststoffdispersion, Anorganische und organische Farbmittel, Eigenschaften der Pigmente, Echtheit und Beständigkeit
2. Malmaterial und Gesundheitsschutz: Gesundheitliche Gefahren, Pigmente (weiße, gelbe, rote, blaue, violette, grüne, braune, schwarze), direkt hergestellte und Effektpigmente
3. Bindemittel und Lösemittel: Nichtwässrige und wässrige Techniken, Löse- und Verdünnungsmittel
4. Malgründe: Textile Gewebe, Holz, Papiere, weitere Malgründe
5. Grundierungen: Rezepte und Grundieren
6. Maltechniken: Ölmalerei, Temperamalerei, Pastellmalerei, Gouachefarbe, Acrylmalerei, Wandmalerei, Hinterglasmalerei, Chinesische Tuschemalerei, Vergolden und Bronzieren, Malzubehör
7. Maltechnisch-historische Beiträge zu etwa 30 Künstlern wie Mantegna, da Vinci, Rubens, ..., bis Cézanne, Braque und Beckmann

Am Ende folgen noch Hinweise zu Klima und Licht. Es gibt eine ausführliche Literaturliste (7 doppelspaltige Seiten), ein Namenregister, ein Sachregister und etwa 20 Seiten Farbtafeln mit Abbildungen vor allem klassischer Gemälde. Aufgrund seiner Detailfülle und dem Anspruch alle Aspekte der Malerei abzudecken ist das Buch zurecht ein Standardwerk für Künstler, Kunststudenten und Lehrende. Gründliche Sachkenntnisse über die verwendeten Materialien sind für alle Künstler Voraussetzung, gerade wenn man die Haltbarkeit seines Werkes berücksichtigen möchte. Das Buch selbst ist fest gebunden, fadengeheftet und hat einen sehr stabilen Einband, ist also dementsprechend lange verwendbar. Uneingeschränkt empfehlenswert, deshalb 5 Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 22, 2015 2:23 PM CET


Gesichter zeichnen: Klassische Porträts aus goldenen Tagen
Gesichter zeichnen: Klassische Porträts aus goldenen Tagen
von Walter Foster
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Gute Schritt-für-Schritt-Anleitung für Porträts, 5. April 2014
Das Buch ist eine gelungene Anleitung zum Porträtzeichnen, die neben einer Einführung in die Grundtechniken und Proportionen von Kopf und Gesicht vor allem Schritt-für-Schritt-Anleitungen zeigt. Der Untertitel "Klassische Porträts aus goldenen Tagen" bezieht sich auf die Tatsache, dass die Vorlagen (meiner Einschätzung nach) aus den 20er bis etwa 50er Jahren des 20. Jahrhunderts stammen. Dies ist vor allem an den Frisuren der Porträtierten erkennbar und an einigen Kopfbedeckungen, Hüten, etc. Die Vorlagen stammen aus dem Amerikanischen, entsprechend vielfältig sind die Porträts.

Das Buch besteht aus folgenden 6 Kapiteln:
1. Einführung. Materialien, Form, Tonwert, Grundtechniken, Perspektive, Proportionen
2. Männer und Frauen, Profil-, Frontal-, Dreiviertelansichten, Flächen und Augen
3. Kinder und Jugendliche, Profil-, Dreiviertel-, Seitenansichten
4. Reife Gesichter, Hände, Falten, Schattierung
5. Einzigartige Porträts, Renaissance-Künstler, Abraham Lincoln, Indianerin
6. Vorlagen und Galerie

Das Buch eignet sich als direkte Vorlage zum Abzeichnen, da alle Porträts in 3 bis 6 Schritten aufgebaut werden (in etwa: Vorzeichnung; Augen, Nase, Mund platzieren; mehr Details einfügen; schattieren). Es gibt eher wenig Text, was aber auch nicht nötig ist, da die Zeichnungen selbsterklärend sind. Wenn man die Gesichter auf diese Weise geübt hat, kann man sich an lebende Vorbilder und Modelle heranwagen. Ich finde das Buch gut zum Einstieg geeignet, deshalb 5 Sterne.


Das Buch. Eine illustrierte Geschichte
Das Buch. Eine illustrierte Geschichte
von Martyn Lyons
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen Tolles Sachbuch zur Buchgeschichte, 27. Dezember 2013
Das Buch mit dem witzigen Titel "das Buch" behandelt auf anschauliche Weise die Geschichte dieses Mediums. Wohl keine andere Erfindung hat für die Entwicklung des modernen Menschen eine vergleichbare Bedeutung. Martin Lyons als Experte für Buchgeschichte hat hier eine gut lesbare und schön illustrierte Einführung in das spannende Thema geschrieben.

Die 5 Kapitel führen durch die verschiedenen Epochen des Buches. Ausgehend von der Antike in Mesopotamien, dem alten China, den ersten Materialien (Papyrus und Pergament) folgt die Geschichte ins antike Griechenland, ins alte Rom, über japanische Faltbücher, frühe buddhistische Texte, Schriftrollen und Klosterbibliotheken hin zur Bücherwelt des Mittelalters, die in der Erfindung Gutenbergs (Druck mit gegossenen Lettern) ihren Höhepunkt fand. Der Frühzeit des Buchdrucks ist ein eigenes Kapitel gewidmet, ebenso der Aufklärung und der Mechanisierung im 19. Jahrhundert mit den Themen Verleger, Illustratoren, Urheberrecht, Romane u.v.m.

Mir gefällt die Vielfältigkeit des Zugangs, die vielen herrlichen Abbildungen (insgesamt 266) und Illustrationen zu antiken Büchern und den Prozess der Herstellung, als auch der informative Text, der auch auf Massenliteratur oder Mangas eingeht und die Buchkultur weltweit unter die Lupe nimmt. Zum Glück ist das Buch selbst handlich geblieben, mit etwa 220 Seiten nicht zu lang und nicht zu schwer. Deshalb unbedingt eine Empfehlung. 5 Sterne


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