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hannifunny (Jüchen)

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Organize for Complexity: How to Get Life Back Into Work to Build the High-Performance Organization
Organize for Complexity: How to Get Life Back Into Work to Build the High-Performance Organization
von Niels Pfläging
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,73

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A new format with substantial content, 9. April 2014
The new book is simply brilliant. Despite knowing his former books well, many aspects of the BetaCodex become clearer due to the well done illustrations and additional comments.

This book is highly recommended to people who want to know where organizational burnout comes from and why we we need a complete new mindset to face the challenges of a complex business world.


Neustart: Das Ende der Wirtschaft, wie wir sie kennen. Ab jetzt zählt der Mensch!
Neustart: Das Ende der Wirtschaft, wie wir sie kennen. Ab jetzt zählt der Mensch!
von Patrick D. Cowden
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neustart für einen echten Kulturwandel, 11. Oktober 2013
Patrick D. Cowdens neues Buch hat mich sehr beeindruckt. Ich hatte während der Lektüre schon leichte Nackenschmerzen vom vielen Kopfnicken. Es kam mir vor, als hätte ein langjähriger Kollege einen Erfahrungsbericht geschrieben, was alles schief läuft und warum.

Respekt, Vertrauen, Fairness, Achtsamkeit, Toleranz, Empathie und Wertschätzung sind die Determinanten einer Unternehmenskultur, die nachhaltiges Wirtschaften erst ermöglicht.

Das klingt banal, ist es aber keineswegs. Diese soft facts sind uns nicht ganz geheuer. Wir vertrauen da lieber auf management by numbers. Die Illusion einer Unternehmenssteuerung durch starre Vorgaben von oben nach unten an die Mitarbeiter, hat in Zeiten dynamischer und komplexer Marktbedingungen ausgedient. Sie funktioniert einfach nicht mehr. Das zu begreifen, fällt vielen Managern schwer.

Man begegnet dieser neuen Welt, wo kaum noch ein Unternehmen weiß, ob seine heutigen Marktvorteile morgen noch bestehen, mit einem religiösen Glauben an veralteten Management-Tools. Wir haben es halt an den Business Schools nicht anders gelernt. Der Mensch kam da nur am Rande vor. Das muss sich dringend ändern.

Aus vielen persönlichen Erfahrungen in leitender Funktion bei internationalen Unternehmen, macht der Autor deutlich, dass ein Umdenken unumgänglich ist, wenn Nachhaltigkeit keine Worthülse sein soll. Neustart bedeutet eine radikale Abkehr von einem überholten Verständnis von Unternehmenskultur und Führung.

Der Mitarbeiter, heute eher als Kostenfaktor verstanden, muss Mitunternehmer werden, sonst werden seine Potenziale verschenkt oder in andere Kanäle umgeleitet (privates Engagement in Vereinen). Wenn uns das nicht gelingt, brauchen wir uns customer relationship management keine Gedanken zu machen. Employee first, customer second! Kundenbeziehungen müssen gepflegt werden, dazu braucht man Menschen mit hoher fachlicher und sozialer Kompetenz, keine standardisierten, technischen Lösungen von der Stange.

Damit hochmotivierte Teams Kundenbedürfnisse erkennen und befriedigen können, müssen wir unsere Command-And-Control Organisationen umbauen. Weg von bevormundenden Konzernzentralen, hin zu autonomer Gestaltungsfreiheit für die Peripherie des Unternehmens.

Das kennen wir aus den Werken von Niels Pfläging, der in seinen Büchern aufzeigt, dass das in der Praxis auch erfolgreich umsetzbar ist. Entscheidend wird sein, ob wir die wichtigste Ressource für menschliche Beziehungen in- und außerhalb des Unternehmens nutzbar machen: Vertrauen!

Wer nicht vertraut, und das ist leider immer noch die Regel, baut stattdessen auf einen allumfassenden Kontrollapparat:
Compliance, Planungs- und Reportingschleifen , Budgets, IKS, Jahresgespräche über Ziele und Boni und so weiter. Der organisierte Selbstbetrug mit fatalen Folgen.

Wir perfektionieren diese Artefakte der Misstrauenskultur technisch perfekt und ignorieren deren Wirkungslosigkeit und Schädlichkeit. Werden wir dafür vom Kunden bezahlt? Nein, es ist eine gigantische Verschwendung, die in keinem Controlling-Bericht auftaucht.

Wir müssen die Zusammenarbeit aller Mitunternehmer, das gemeinsame Lernen und die interne und externe Kommunikation mit den Stakeholdern auf dem oben genannten Wertekanon aufbauen. Nur wenn dieser Kulturwandel gelingt, bleiben wir zukunfts- und überlebensfähig.

Das ist die zentrale Botschaft dieses sehr flüssig geschriebenen Buches, das mich sehr zum Nachdenken über einen zentralen Bereich unseres Lebens - der Arbeit - gebracht hat.

Der Sinn unserer täglichen Kooperation mit Menschen muss in den Unternehmen wieder in den Vordergrund rücken. Ohne diese Sinnkopplung kann intrinsische Motivation nicht gedeihen, sie vertrocknet sonst im Staube der bürokratischen, entmündigenden Tretmühlen und macht auf Dauer krank.

Der Personalbereich ist der wichtigste Markt der Zukunft, oder schon jetzt? Wer keine attraktiven Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten kann, der wird die digital natives bestimmt nicht zu Gesicht bekommen. Sie werden dort arbeiten, wo der Neustart geglückt ist!


Kaputtoptimieren und Totverbessern: Eine kurze Geschichte des Managements als Schalatanerie
Kaputtoptimieren und Totverbessern: Eine kurze Geschichte des Managements als Schalatanerie
Preis: EUR 1,49

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kurzgeschichte des Managements, 17. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Aufsatz enthält eine kompakte Entwicklungsgeschichte des Managements und der damit verbundenen Grundprinzipien der Unternehmensführung.
Trotz gravierender Umwälzungen - vom Industriezeitalter bis hin zu unserer heutigen wissensbasierten Wirtschaftswelt, die durch Dynaxität geprägt ist - hat das Grundprinzip des Taylorismus, die Entkopplung von Handeln und Denken, einen Optimierungswahnsinn entfacht, ohne den Umweltveränderungen Rechnung zu tragen.
Das Menschenbild ist unverändert geblieben. Die Entwicklung der BWL hat wichtige Erkenntnisse anderer Wissenschaften (Soziolgie, Systemtheorie, Psychologie u.a.) weitestgehend ignoriert.

Die hier vorgenommenen Vergleiche mit der Entwicklung anderer Wissenschaften, insbesondere der Medizien, sind überzeugend aber zugleich erschreckend. Wir glauben heute immer noch an den Vodoozauber der Beraterkaste, die in ihrem Toolkoffer immer die passenden Rezepte für die ausgebrannten Organisationen parat hat.
Die Heilungskräfte verpuffen sehr schnell bis zur nächsten Krise, und bevor man das Führungs-und Organisationssystem selbstkritisch hinterfragt, um damit die eigentlichen Ursachen entlarven zu können, holt man sich lieber ein anderes "Ärzteteam" ins Haus, das eine "neue" Rezeptur ohne Beipackzettel verordnet.

Wir brauchen heute mehr denn je eine radikale Entschlackungskur in Form von weniger Management und mehr Entfaltungs- und Entscheidungsmöglichkeiten für die Peripherie des Unternehmens. Der Top-Down-Führungsansatz führt zwangsläufig in eine Sackgasse.
Die in dem Aufsatz zwangsläufig kurz angerissenen Grundprinzipien des Beyond Budgeting sind ein vielversprechender, aber mit harter Überzeugungsarbeit und Durchhaltevermögen verbundener Weg zurück auf die Überholspur unternehmischen Denkens und Handels.

Beides muss wieder zusammenkommen, das ist die zentrale Botschaft dieses sehr gelungen geschriebenen Aufsatzes, dessen Lektüre ich nur empfehlen kann.


Führen mit flexiblen Zielen: Praxisbuch für mehr Erfolg im Wettbewerb
Führen mit flexiblen Zielen: Praxisbuch für mehr Erfolg im Wettbewerb
von Niels Pfläging
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf dem Weg von der Alpha- in die Betawelt, 26. Januar 2012
Nils Pfläging hat die Beyond Budgeting Bewegung im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht und, gemeinsam mit Kollegen aus aller Welt, als Direktor des Beyond Budgeting Roundtables weiterentwickelt.

Der Beta-Kodex ist kein neues Etikett für die gleiche Sache. Beyond Budgeting klang immer nach einer Verbesserung von Controlling-Tools oder einer simplen Abschaffung der klassischen Budgetierung. Inhaltlich stand natürlich schon immer mehr dahinter.

Der neue Name macht Sinn, denn der Weg von Alpha zu Beta symbolisiert einen Transformationsprozess in der Evolutionsgeschichte der Unternehmensführung, ergo einen Paradigmenwechsel.

Führen mit flexiblen Zielen beschreibt die Dringlichkeit eines neuen Führungsmodells. Die Alphawelt stammt aus dem industriellen Zeitalter, wo die Welt noch überschaubar war. Man teilte die Beteiligten in Denker (Manager) und Ausführende (Worker) ein, das Grundprinzip des Taylorismus.

Man produzierte auf Halde und der Vertrieb musste die Güter auf den Märkten anpreisen. Peter Drucker, ein bedeutender Managementvordenker, erfand das management by objectives-Führungsmodell. Plan your work and work your plan. Schöne alte Welt.

Mit diesen Führungsmodellen ist in der heutigen und zukünftigen Welt kein Staat mehr zu machen. Dynamik und Komplexität der Märkte zwingen uns, althergebrachte Ansätze über Bord zu werfen.

Die Ansätze von Pfläging sind radikal, aber einleuchtend und überzeugend.
Ein Herumdoktern an den Symptomen des Taylorismus bringt uns nicht weiter. Ansätze wie die Balanced Scorecard oder andere Managementtools versagen, weil sie den Veränderungen der Unternehmensumwelt nicht gerecht werden. Sie versuchen den Taylorismus zu optimieren.

Basis für dieses Umdenken ist eine kritische Reflektion Pflägings über das in den Unternehmen vorherrschende Menschenbild. Viele Unternehmen behandeln ihre Mitarbeiter nicht wie mündige und entscheidungsfähige Erwachsene, sondern wie Kinder, die man ständig ans Händchen nehmen muss.

Die Ausprägungsformen dieser Kita-Welt heißen Stempeluhr, Urlaubsscheinverwaltung, Mitarbeiterbefragungen, fixe Zielvereinbarungsgespräche, Performance Reviews, starre Budgets mit gekoppelter Bonifizierung und anderen Formen der demotivierenden Entmündigungen und Erniedrigungen.

Das ist eine zentrale Botschaft Pflägings, die wir auch schon von R. Sprengers Werken kennen, deren Lektüre ich an dieser Stelle auch empfehlen möchte.

Ein vertrauensvolles Menschenbild ist zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für eine Führungskultur, die zu Höchstleistungen anspornen soll.

Die zweite zentrale Botschaft ist systemtheoretischer Natur. Wie soll ein Unternehmen organisatorisch in einer sich ständig wandelnden Umwelt aufgestellt sein? Mit Organigrammen, Job Descriptions , ständigen Updates von Ablaufbeschreibungen und deren Auditierung sicherlich nicht. Wir müssen die interne Sichtweise aufgeben und den Fokus auf die Märkte richten (Kunden, Lieferanten, Konkurrenten, potentielle Arbeitnehmer).

Weg von einer zentralistischen Command-And-Control-Kultur, die häufig in Matrixorganisationen eingemeißelt ist, zu zellförmigen Netzwerkstrukturen.

Wir müssen aufhören, die Dimensionen von Zielen (Inhalt, Ausmaß und zeitlicher Bezug) starr zu interpretieren.

Eine flexible, der Dynamik und Komplexität von Veränderungsprozessen gerecht werdende Sichtweise, ist nötig. Internes und externes Benchmarking bringt mehr als das Hinterherhecheln nach überzogenem Wunschdenken.

Kein Management von oben nach unten, sondern von außen nach innen. Damit können Organisationen schneller Impulse der Unternehmensumwelt aufnehmen und verarbeiten.

Die zahlreichen Beispiele aus der Unternehmenspraxis (u. a. Aldi, Toyota, dm-drogeriemarkt, AES, Handelsbanken) zeigen auf, dass dieses Führungskonzept kein utopisches Wunschdenken ist, sondern real und mit wirtschaftlichem Erfolg umgesetzt werden kann. Weniger Management durch die Zentrale, mehr Macht für die Peripherie lautet die Botschaft.

In Pflägings Buch werden keine neoklassischen Rezepte mit Geschmacksverstärkern (wie bei der BSC) in die Mikrowelle gestellt. Hier wird Unternehmensführung neu konzipiert.

Der Sprachstil ist einfach und sachlich. Die zahlreichen Abbildungen stellen die konzeptionellen Ausführungen anschaulich dar.

Das Buch ist kein Ratgeber für Topmanager oder Unternehmensberater (How to....).
Die sollten es auch lesen. Es ist ein Buch für alle, die sich für die Probleme unserer Arbeitswelt interessieren.

Es wird viel in den Medien über burn- und boreout berichtet. Dieses Buch packt
eine häufige Ursache dieser Probleme an, den organisatorischen burnout unserer Unternehmen.

Es macht Mut, Veränderungen anzupacken, damit Spaß und Sinn in die Arbeitswelt zurückkehren können.

Klare Kaufempfehlung!


Five Peace Band Live
Five Peace Band Live
Preis: EUR 17,58

55 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Titanen des Jazz mit Traumband!!, 2. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Five Peace Band Live (Audio CD)
Es ist eigentlich erstaunlich, dass man auf eine Zusammenarbeit von Chick Corea und John McLaughlin so lange warten musste. Beide Musiker haben im Laufe ihrer Karriere wegweisende Bedeutung erlangt. Beide haben für den Übervater des Jazz, Miles Davis, gearbeitet (u.a. In A Silent Way / Bitches Brew). Man hat sich kennen und schätzen gelernt, ist dann jedoch weitgehend getrennte Wege gegangen. JML spielte dann mit Tony Williams in der Gruppe Lifetime, um dann später das Mahavishnu Orchestra zu gründen. Später hat er sich intensiv mit indischer Musik auseinandergesetzt und das Projekt Shakti (u.a. mit Zakir Hussein) ins Leben gerufen.

Chick Corea hat ebenfalls eine sehr erfolgreiche Karriere vorzuweisen. Er gründete RETURN TO FOREVER und später seine ELECTRIC BAND. Viele Jazzgrössen sind aus der Zusammenarbeit mit Corea hervorgegangen:
Al DiMeola, John Patitucci, Dave Weckl, Avishai Cohen, um nur einige zu nennen. Sein künstlerische Output blieb jedoch nicht auf Fusion beschränkt. Kaum ein Künstler im Jazz kann auf eine derart vielfältige Arbeit zurückschauen wie er. Soloaufnahmen, Duos (mit Herbie Hancock, Hiromi, sowie mit Gary Burton), unzählige Trioaufnahmen oder Ensembleprojekte (Origin), dokumentieren Coreas Bedeutung als Pianist / Keyborder und vor allem als Komponist.

Nun hat er sich einen alten Traum erfüllt. Obwohl der Bandnahme Five Peace Band einem McLaughlinstück entspricht, war es Coreas Idee, mit dieser Dreamband auf Tour zu gehen.
Vinnie Colaiuta (drums), Christian McBride (bass) und Kenny Garrett (the real Kenny G) haben sich im Jazz schon zahlreiche Meriten erworben.

Ich habe diese Band letztes Jahr anlässlich der Leverkusener Jazztage live erleben dürfen und das gespielte Material ist mit dem der jetzt veröffentlichten CD weitestgehend identisch.

Sicherlich wird das Genre Fusion nicht neuerfunden. Es wird jedoch eindrucksvoll demonstriert, was den Reiz dieser Musik ausmacht. Interaktion zwischen Weltklasseinstrumentalisten, Spannungsbögen, sowie solistische Einlagen sorgten für mächtig Spass beim Tourpublikum. Die Rhythmusgruppe groovt höllisch. Das kommt auf dieser CD, die sehr gut abgemischt wurde, deutlich rüber.

Insbesondere die aus den beiden letzten Alben von JML entnommenen Stücke (Raju, Senor C.S. und New Blues, Old Bruise) sind neuarrangiert worden und gehen ab wie Schmitz Katze!!

Chick Corea hat für die Band zwei neue Stücke geschrieben: Disguise und Hymn to Andromeda, für mich der absolute Knaller auf dem Album. Was Kenny Garrett hier auf seinem Saxophon an Spielfreude und Energie zeigt, ist schier unglaublich. Der Einfluss von Coltrane wird hier sehr deutlich.

Die Protagonisten Corea und McLaughlin betreiben hier keine Selbstdarstellung. Sie stellen sich in den Dienst der Band und das war nicht unbedingt so zu erwarten.

Abgerundet wird das Programm durch Klassiker wie IN A SILENT WAY /IT IS ABOUT THAT TIME, mit einem Gastauftritt von Herbie Hancock, sowie SOMEDAY MY PRINCE WILL COME.

Für alle Freunde des Jazzrocks kann ich dieses Album uneingeschränkt empfehlen. Live ist es eben immer noch am schönsten, erst recht, wenn die Jungs so richtig Gas geben, wie die FIVE PEACE BAND LIVE IN EUROPE!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 22, 2010 9:24 PM MEST


Neighbourhood
Neighbourhood
Preis: EUR 20,98

54 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Nachbarschaft, 29. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Neighbourhood (Audio CD)
Noch ganz beeindruckt von der Performance des Tomasz Stanko Quartetts auf dem Jazzfestival Viersen, habe ich bei dieser CD,
auf der - neben Manu Katché und Jan Garbarek - 3/4 des Personals mitspielen, schnell zugegriffen.
Ich habe selten so ein homogenes Jazzalbum gehört.
Die Stücke gehen beängstigend schnell ins Ohr, ohne einfältig zu wirken. Egal welche Besetzung, ob Trio, Quartett oder Quintett, das Zusammenspiel der Musiker ist perfekt aufeinander abgestimmt, wobei Manu Katché durch sein sensibles Spiel die Soloparts seiner Mitspieler perfekt unterstützt.
Da macht sich seine jahrelange Erfahrung mit unterschiedlichsten Musikern und Musikrichtungen bemerkbar, indem er percussive Farbtupfer auf die Tonmalereien der Solisten setzt.
Wie auch bei Stanko fällt der hervorragende Pianist Marcin Wasilewski auf , der mich stark an den jungen Herbie Hancock erinnert. Traumhaft auch die melancholischen Trompetensoli von Stanko. Über die Qualitäten eines Jan Garbarek brauche ich sicher keine Worte zu verlieren.
Die Stärke der Platte liegt in dem perfekten Ensemblespiel.
Keine unnötigen Egotrips, sondern einfühlsames Aufeinandereingehen und Ergänzen machen diese Platte zu einem wunderbaren Hörerlebnis.
Aufnahmetechnik ist ECM-Standard und das heisst einzigartig.
Kein anderes Jazzlabel bringt Musik so detailgetreu und mit einem warmen Klangbild versehen auf die CD.
Fazit: Hier stimmt einfach alles. Bei dem Preis unbedingt schnell zugreifen und am besten die Trioplatte von Marcin Wasilewski gleich mitbestellen.


Face the Music
Face the Music

29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Face The Duke, 5. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Face the Music (Audio CD)
Die neue CD von George Duke ist für mich einer der stärksten
Jazzplatten des Jahres. Sicherlich hat der schwergewichtige
Tastendrücker im Laufe seiner langen Karriere mehrere sehr gute
Platten abgeliefert
(insbesondere "A Brazilian Love Affair", und aus der jüngeren Vergangenheit "After Hours").
Dennoch überragt "Face The Music" alles, was George Duke bisher
selbst veröffentlicht oder für andere Musiker produziert hat.
Neben der genialen Verschmelzung unterschiedlicher Stilelemente
aus Jazz, Blues , Soul, Funk, sowie brasilianischer und
afrikanischer Musik, ragt das perfekte Zusammnenspiel der
beteiligten Musiker hervor.
Hierbei ist insbesondere Bassist Christian McBride hervorzuheben,
der mir schon bei George Benson`s "Absolute Benson" wegen seines
kraftvollen Sounds und seiner ideenreichen Improvisationen aufgefallen ist.
Einzelne Stücke dieser CD hervorzuheben fällt sehr schwer. Für
mich sind alle Stücke absolut hörenswert, insbesondere für Leute,
die bisher um George Duke einen grossen Bogen gemacht haben,
weil er auf vielen seiner Alben leider häufig in kommerzielles Fahrwasser abgedriftet ist.
Dieser Versuchung ist er auf seinem neuen Album zum Glück nicht erlegen.
Auch klangtechnisch ist "Face The Music" ein Leckerbissen.
Freunde audiophiler Scheiben kommen hier voll auf ihre Kosten.
Knackige Bläsersätze, funky Bass, glasklare Pianoläufe und
trockene Drumbeats kommen sehr dynamisch aus den Boxen.
Soweit ich weiss, hat sein bisheriges Plattenlabel Warner "Face
The Music" als zu jazzlastig abgelehnt. Darum erscheint dieses
Album auf seinem neugegründeten eigenen Label, auf dem demnächst
auch ein älterer Konzertmitschnitt des George Duke Trios mit
Al Jarreau erscheinen soll. Gut geschlafen, líebe Warner-Bosse!!
Ich wünsche dieser CD viel Erfolg, damit anspruchsvolle Musik
eine Zukunft haben kann.
Meine Empfehlung: Face The Duke! Sofort bestellen!!
Stefan Schmeing


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