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Rezensionen verfasst von
"lavey3097"

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Sub-Basement
Sub-Basement
Preis: EUR 21,57

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen It's time to face thy doom, 22. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Sub-Basement (Audio CD)
Pentagram sind eine langzeitliche Institution im internationalen Lavarockbereich, seit Anfang der 70er in wechselnden Line Ups dabei und doch nicht totzukriegen. Ist es nun schon drei lange Jahre her, daß "Sub Basement" erschien und mich absolut umwarf? Pentagram sind sehr eigenwillig. Knarzige Heavyriffs und mal treibende, mal vollkommen schleppende Rhythmen bilden den soliden Untergrund für die schon magisch zu nennende Stimme des Maestros und Bandkopfes Bobby Liebling, der seit über 30 Jahren einen ständigen Kampf gegen die Drogensucht führt. Die Songs an sich sind nicht kompliziert gestaltet, sie leben von ihren geradlinigen Arrangements und ihrer emotionalen Tiefe. Viele Melodien lassen sich nicht auf Anhieb in den Seelen der Hörerschaft nieder, sondern brauchen ihre Zeit, bis sie in einem schillernden Klangfarbenreigen aufblühen. Pentagram fehlt es nicht an Hits, wie das flotte "Drive me to the grave" durchaus beweist, ihnen mangelt es, sofern dies ein Mangel ist, höchstens an der für den großen Popmusikmarkt nötigen Oberflächlichkeit. Es ist halt Doom, purer, hardrockender Doom, ohne epische oder gar metallische Schlagseite. Pentagram degradieren den Großteil der aktuellen Rockszene zu Statisten. Sie vermengen ihren Lavarock mit bluesigen Elementen, wobei schon Black Sabbath ihren Doom mit Blues aufgemotzt hatten. Pentagram pendeln gerne zwischen düsteren, melancholischen und rotzfrechen Stimmungen hin und her, auch das hebt sie von der Masse der Bands ab. Man mag es Doom nennen, aber selbst 70s Heavyrockfreaks kommen hier auf ihre Kosten, da der Stoff wirklich sehr lebendig und frei fließend gezockt wird. Mathematische Konstruktionen wird man hier vergebens suchen, hier rult die musikalische Biologie. Alles in allem ein einzigartiges Heavyrockalbum, wie eben jede Pentascheibe, ob nun alt oder neu.


Mother Teacher Destroyer
Mother Teacher Destroyer

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Progressiver Doomhardrock at best, 22. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Mother Teacher Destroyer (Audio CD)
Eine weitere mörderische Doomscheibe, Mensch, dieses Jahr, dann auch noch unter Beteiligung von Szeneurgestein Scott "Wino" Weinrich. Und gerade jetzt, wo die Scheibe unsere heiligen Hallen entert, verfinstert sich der Horizont und prasselnd fällt der Regen danieder. Zufall? Aber gehört es nicht zu erstklassigem Doom, daß die Engel weinen? Sicher, allerdings bleibt das doch weitgehend den eher epicmetallischen Gruppen vorbehalten, ich nenne mal Solitude Aeturnus oder Thunderstorm als Beispiele. Mit diesem Stil haben The Hidden Hand nur wenig gemein, gehen ganz traditionell zuwerke, obschon sie von der immer noch populären Stonerszene weitestgehend Abstand halten. Diese harten Rocker bolzen uns stattdessen tonnenschwere, treibende Riffs und Rhythmen, sowie sehr eingängige, teils sehr melancholische und teils coole Melodien entgegen. Basser Bruce Falkinburg gibt nicht nur der Rhythmustruppe ein solides Rückgrat, sondern sorgt auch für fantastischen Gesang, erfüllt mit Leidenschaft und Feuer. Er und Wino besingen die Stücke im Wechsel, mal kommt Bruce zum Zug, mal Wino, gerne auch alle beide. Und es klingt, es klingt kraftvoll, beschwörend, magisch. Das packende, wild groovende „Magdalene" ist so ein Killersong, der den Doomern und Hardrockern mal wieder neues Feuer in den Arsch blasen sollte. Geradlinig aufgebaut, mit toller Gesangslinie und intensiven Klangabfolgen vom Bass, ein potentieller Hit. Bei anderen Songs wiederum regiert die psychedelisch anmutende Klangtiefe das Geschehen, saugt Dich förmlich in sich hinein, läßt Dich in ihren wunderschönen, verträumten Harmonien ein wohltuendes spirituelles Bad nehmen. The Hidden Hand gehen dieses Mal mehr aus sich heraus, denken, handeln, schreiben progressiver und doch traditioneller denn je. Bei dieser Band liefern sich allerdings keine Spitzentechniker eine Materialschlacht an Breaks und kompliziertesten Riffs. Die Jungs beherrschen ihre Instrumente sehr wohl, aber statt auf Mathematik zu setzen, lassen The Hidden Hand lieber die Biologie ran, bauen lebendige Soundorganismen auf, geben ihren Komponenten einen natürlichen Fluß, erfüllen es mit Leben. Je tiefer man sich in dieses Album hineinwagt, desto mehr irrwitzige Details fallen einem auf. Bei der Doomwalze „Travesty as usual" gibt Wino im Mittelpart über einem alles zertrampelnden, hypnotisierenden Schlagzeug ein Solo zum Besten, welches einer Stichflamme gleich aus den Boxen tanzt, man spürt, wie seine magische Inspiration sich von seinem Geist auf seine Hände und dann auf die Gitarre überträgt, der er nun diese furiosen Jauler entreißt. Ach ja, hab ich den Schlagzeuger eigentlich schon gelobt? Dave Hennessey, ein Rhythmustier, eine Groovemaschine, exakt, kraftvoll, klar, sehr geschickt zudem, wenn es darum geht, interessante Figuren aufzustellen oder den Hörer durch wummernde Beats in Trance zu versetzen, Fills und Breaks einzubauen, die den Fluß des Stückes nicht ansatzweise stören. Das Powertrio Line Up macht es der Band natürlich möglich, die Entfaltung einer jeden einzelnen Persönlichkeit voranzutreiben und doch dabei immer als Einheit zu agieren, so geschieht es dann auch. Wirken manche Passagen auch etwas sperrig, auch von den Melodien her, so kann ich den potentiellen Interessenten beruhigen, erstens ist das hier Doom pur, zweitens wird man in dem Klanggebräu mit jedem Hördurchlauf neue Details vorfinden, die einen in Ekstase versetzen, drittens hat die Scheibe einen absolut eigenen Charakter, was heutzutage ja nicht einfach vorzufinden ist. Ach ja, der total entfesselte Solopart in dem düsteren, schleppenden Doomer „Sons of kings" ist einfach nur irre, eine Eruption der Lust, die Dich aus der zuvor aufgebauten Lethargie reißt, ekstatisch zuckend auf dem Boden winden lässt und Dir den Schmerz und den Zorn aus der Seele brennt. Hell yeah. Soviel Doom tut einem schon fast weh, also verlasse ich Euch hier nun auch mit einer dicken Kaufempfehlung.


Carnage
Carnage
Preis: EUR 14,76

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wuchtiger Doomdeath mit wahnsinnigen Songs, 22. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Carnage (Audio CD)
Bei "neuen Sternen am Metalhorizont" bin ich ja sehr vorsichtig geworden, gerade, was den extremen und extremsten Bereich so angeht. Viel wildes Riffing ohne erkennbaren Zusammenhang, fürchterliche Vocals ohne Charakter und ein Mangel an eindringlichen Strukturen lässt die meisten Bands links ins Ohr rein und rechts aus dem nächsten Ohr wieder hinausfahren, mit dem einzigen Effekt, daß ich beim Anhören fürchterlich genervt bin und die Musik am liebsten ausschalten würde. Nun, Lair of the Minotaur lassen es schon von Anfang an gemächlicher angehen, haben sich dem Slow Death verschrieben, der mit zermalmenden Riffs, pulverisierenden Walzenrhythmen und emotionsgeladenen Vocals ohne großartigen Grunzfaktor den Hörer zu packen weiß. Schon das Comiccover ist höllenfies, wo ein Stiermensch, der Minotaurus aus der griechischen Mythologie, in schwerer Rüstung mit Stachelarmbändern gerade per Axthieb einen Krieger zerschrotet, der ihm wohl ans Leder wollte. Es ist alles nur eine Zeichnung im besten Erwachsenencomicstil und damit verdammt kultig, ja fast schon EPISCH. Die Musik hingegen ist ruppig, meist einfach strukturiert und brachial. Die Riffs durchdringen Deinen Körper, perforieren Deine Seele. Sie sind heavy bis an die Grenze, sie sind einprägsam und mitreissend. Und so entstehen bösartige kleine Songs, die irgendwo zwischen Thrash, Doom, schleppenden Grindpassagen und dem so immens wuchtigen 80er Deathmetal liegen, vielleicht hier und da mit einem Touch Hardcore, was aber eher selten ist. Viele Gitarrenlinien hätten auch von Black Sabbath stammen können, haben einen hardrockigen Ausdruck und sind dennoch wie geschaffen für diesen deathig - doomigen Metal. Man kann also auch heute noch ultrahart und dennoch songdienlich zuwerke gehen und Musik schaffen, die prädestiniert ist, die Zeiten zu überdauern. Schlecht spielen tun Lair of the Minotaur nicht dabei, sie verzichten nur auf überflüssigen Technikfirlefanz, reduzieren die Songs auf das Wesentliche, lassen sie aus dem Bauch, aus dem Gefühl heraus entstehen. Eine Rechnung, die auch vollkommen aufgeht. Ich hoffe nicht, daß diese Band hiermit einen Trend lostritt, der nur noch viertklassige Trittbrettfahrer mit sich führt, aber selbst wenn, Lair of the Minotaur sind ein absolut modefreies Powertrio und verwiesen jeden Anbiederer auf seinen Platz ganz hinten in der Schlange.


Live to die-Relived
Live to die-Relived
Preis: EUR 18,06

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Powerspeedmetal der geilsten Art, 17. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Live to die-Relived (Audio CD)
Speedmetalkönige, ohne wenn und aber, Speedmetalkönige. 1987 erschien das vorliegende Album und sollte zumindest bei einigen Unentwegten Gräbern im Untergrund für Furore sorgen. Rasender, wilder und sehr einprägsamer Speedmetal wurde geboten, zuweilen ein wenig progressiver und komplexer, als es oberflächlich betrachtet scheinen wollte. Als Beispiel sei mal das sehr abwechslungsreiche "Kiss of Death" genannt. Eindrucksvoll wird hier in den Geschwindigkeiten variiert, dazu gesellt sich ein Flamencointro, getragene Riffs untermalen das melodiös intonierte Solo, bevor der gnadenlose Speedmetal wieder die Oberhand gewinnt. So ist es ein einziges Hin und Her in diesem packend arrangiertem Song. Oder das brutal stampfende "Cold - blooded Killer", mit den irrwitzigen Screams des Sängers, ein Song, wie ihn Exodus auf der neuesten Scheibe öfter vertreten haben, nur eben nicht mit soviel Wahnwitz, Ideenreichtum und Power gesegnet. Das Schlagzeug peitscht, es peitscht. Die digital remasterte Klangwalze ist nicht zu stoppen. Matsch! Schon im Original war der Sound roh und wuchtig, so ist er noch um ein Vielfaches härter, kraftvoller und packender. Transparent bis ins Detail, man hört jede Note eines jeden Instrumentes. Bangerstoff, wie man ihn sich wünscht. Die Stücke, ob nun die beiden, die ich eben vorgestellt habe, oder der Rest auf diesem Album, haben ein sehr mitreißendes, eindringliches Element und sind doch mit enormem Tiefgang gesegnet. Nach nur wenigen Hördurchläufen wird man zumindest die Refrains auswendig vorsingen können und das trotz der nicht geringen Sperrigkeit manch einer vertrackteren Passage. Intruder wußten eben, wie sie es anzustellen haben und sie hatten einen Sänger in ihren Reihen, der sowohl jede Note traf, als auch wirklich wie besessen screamen konnte, so daß er wunderbare Farbtupfer in die chromglänzende Ausstrahlung des Albums einbrachte. Die Akzente, die diese Band im Speedmetal setzte, wurden leider zu schnell von den Zähnen der Zeit hinfortgenagt, da auch wirklich kaum ein Mensch diese LP damals an sich heranlassen wollte oder gar von ihrer Existenz ahnte. Heuer ist das anders, heuer wird man die bald schon wieder live zu bestaunende Band im weltweiten Metalunderground abzufeiern wissen und ihr die Ehrerbietung darbringen, die sie sich auch verdient hat. Die gnadenlos schrubbenden Rhythmusgitarren hätten auch auf der "Bonded by Blood" ein gutes Bild gemacht, aber Intruder waren immer subtiler dabei als ihre grobschlächtigen Kollegen Exodus, spielerisch den Kaliforniern sogar leicht überlegen. Ohne Zweifel hätte "Live to die" den gleichen Hype verdient, wie ihn "BBB" erfuhr. Leider waren Intruder wohl damals auf dem falschen Label. Nun, das hier ist aber nicht allein die "Live to die" LP, da ist ja noch der Zusatz "... - relived" und der besagt, daß da noch diverse Bonustracks sind, die darauf warten, Eure Ohren zu schänden. Diese stammen von den 1984 und 1986 noch unter dem alten Bandnamen Transgresser erschienenen Demos, die leider nie wirklich bis in den ganz großen Tapetrader Umlauf kamen und somit auch nie so berühmt wurden wie einige Genrekollegen. Auch hier wurde der Sound natürlich kräftig aufpoliert, daß sie fast an die zermalmende Klangqualität des eigentlichen Albums heranreichen. Will sagen, solch einen Sound wünschte sich in den letzten 20 Jahren schon manche Majorband auf ihrem aktuellen Album. Einige der Songs sind natürlich auch auf dem regulären Album enthalten, "Cold - blooded Killer" zum Beispiel, dessen von wilden Triolendrumfiguren geprägter Mittelteil mit dem Solo sogar noch ein wenig emotionaler und melodiebetonter erscheint. Packend, meine Freunde, einfach packend und furios, wie Intruder hier den Stahl zum glühen bringen. Ich denke, daß nunmehr mit der Wiederveröffentlichung einige Top Ten Playlisten des thrashigen und speedigen Stahls neu geschrieben werden müssen, mit einem neuen All Time Lieblingsalbum. Diese Scheibe ist ja nun seit Jahren schon vom Markt und jeder Banger tut gut daran, sie sich dieses Mal zu sichern, alleine schon, um den wahren Geist des Metals in sich zu spüren, sofern ihn dieser nicht schon bei anderen Alben heimsuchte. Intruder verkörpern den Metal für mich rein musikalisch perfekt. So wie der Drummer auf die Toms eindrischt, so sollte der Arschvoll aussehen, den die gesamte Musikindustrie für sich beanspruchen kann, insbesondere viele Indielabels, die mit vollkommen geschmeidig - glatten, auf Metal getrimmten Plastikpopscheibchen den echten Bands die Fans abgraben. Das neue Frontcover der Scheibe zeigt natürlich, wie mit den Verrätern am Metal umgegangen werden muß, damit die Szene wieder blütenrein wird, hehehe. Du wirst bei dieser Scheibe sicherlich nicht nur andächtig lauschen, Du wirst in quasireligiöser Verzückung versunken einem wilden Derwisch gleich auf dem Boden Deiner Metalhöhle herumrotieren, die Songs Note für Note auf der imaginären Sechssaitigen mitspielen, jeden Tempowechsel als brutalen Ruck in Deinem geschundenen Leib spüren und zuletzt vollkommen erschöpft dankbar sein, dieses stählerne Inferno überstanden zu haben.


Fortune Teller
Fortune Teller
Preis: EUR 14,78

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Speed Metal Hell, 21. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Fortune Teller (Audio CD)
Exiled aus dem beschaulichen Städtchen Phoenix in Arizona, wo es die meiste Zeit höllenheiß und trocken ist, haben sich auch mit ihrem neuen Album aufgemacht, der Headbangerschaft zu zeigen, wie gut noch heute der Metal klingen kann, der uns schon vor fast zwanzig Jahren begeistert hat. Hier gibt es Speed ohne Gnade, verbunden mit einer sehr filigranen Gitarrenarbeit des Shredmasters Erol. Seine pfeilschnellen Riffs und blitzenden Leads packen Deine Seele und wirbeln sie umher, bis Dich Schwindelgefühle heimsuchen. Die Rhythmussektion Sage (Drums) und Rob (Bass) zimmert hierzu ein solides Rhythmusfundament, auf dem die wilden Akkordattacken des Exilbosniers Erol festen Halt finden. Komplex und doch nicht kompliziert, so soll Metal klingen. Auf diesen Gitarrenmauern thront nun die Stimme, hoch, durchdringend und kraftvoll, John Cason, merkt Euch diesen Namen, denn der junge Mann hat ein unheimliches Temperament, schafft jede Höhenlage spielend und entwickelt dabei noch einen sehr eigenwilligen Charakter. Ja, Exiled haben Charakter, auch wenn man sie grob vergleichen kann, Agent Steel, Savage Grace, die Flitzestahlhelden der 80er fallen einem ein, wenn einem sonst nichts einfällt, aber das ist nur ein Ansatz, denn die Arizonaboys können einfach mehr. Packende Melodien gehören zu ihrem Repertoire, Melodien, die so mitreissend, so eingängig und doch so tiefsinnig und magisch sind, daß sie den Hörer sogleich in einen absoluten Rausch versetzen. 1985 wären Exiled mit diesem Album zu verkannten Helden geworden, wie es eben auch Agent Steel geworden sind. Zu genial für die Masse...aber dafür von einer Schar Unentwegter umso mehr geliebt...ach ja, das Rock Hard Review...wer liest denn schon sowas und glaubt der Lügenpresse dann auch noch? Ohne wenn und aber ein Klassiker!


Hammer of the North
Hammer of the North
Wird angeboten von music-on-the-web-germany
Preis: EUR 19,78

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Brett für einen Haufen gesetzter Herren, 24. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Hammer of the North (Audio CD)
Was Martjo und Jurjen da zusammen mit ihren um Jahre jüngeren Kollegen veranstalten ist schon feist...Heavy Metal der allerfeinsten Sorte, spielerisch solide, kompositorisch voller Kraft und Abwechslung, zudem noch durch Jurjens kauzige Ziegenstimme sehr eigenständig, keineswegs verstaubt nach Retrometal klingend, sondern frisch und unbeschwert, als hätten wir nach wie vor 1983. Dieses holländische Quintett ist ein Hammer, live wie auf Scheibe. Fast 20 Jahre mußte man auf diese Scheibe warten, nun hat man sie endlich in den Händen. Judas Priest bekommen solche erdigen Killermetalsongs nicht mehr hin. Gerade den Titelsong kann man als absolute Hymne bezeichnen, die all den großen Klassiker nicht nachsteht und eigentlich Weltruhm für diese Band bedeuten sollte...wenn denn die Musikwelt gerecht wäre. Aber irgendwie ist sie es doch, denn ein Haufen fanatischer Fans, wir nämlich, schenken Vortex unsere Leidenschaft und Hingabe! Hail to the hammers of the north!


Witchcraft
Witchcraft

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 70s Progressive Doom Hardrock, 28. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Witchcraft (Audio CD)
Entstanden ist diese Band, dem guten Bobby Liebling von Stone Bunny, Virgin Death, ach ja, Pentagram meine ich, ein Denkmal zu setzen, zudem Roky Erikson, der bei der schwedischen 70s Band 13 Floor Elevators gespielt hat. Kenne ich leider noch nicht, aber ich denke, daß der ehemalige Norrsken Klampfer Magnus, der hier die Fäden in den Händen hält, schon einen exquisiten Geschmack hat. Nun, aus der Single wurde ein Album, aus dem Projekt eine echte Band. Los geht es mit "Witchcraft", eingeleitet durch die Stimme des Aufnahmeleiters, "Witchcraft, Take One!"...Kult, als wäre man tatsächlich noch in den 70ern verblieben. Und so klingt auch jener Song, melancholischer, leicht angehärteter Rock, ein wenig verspielt, mit schleppenderem Abschlußteil. Die Stimme des Sängers, ich denke mal Magnus selbst ist es, ist mittelhoch, sehr gefühlvoll, mit Seele und Charakter, technisch nicht perfekt, aber umso magischer und beschwörender. "The Snake" ist ein kriechender Doomrocker, was der Titel ja schon impliziert.
Bislang sehr gut, verdammt gut gemacht. Klanglich gibt es keinen Unterschied zwischen meinen echten 70er Scheiben und dieser nahezu blutjunge Schwedenband. Nächster Song ist eine Coverversion von Stone Bunny, ja, einer Pentagram Inkarnation der allerfrühesten 70er. Kult, würde ich mal sagen. Es ist wieder ein melancholiedurchtränkter Rocksong, leicht angehärtet zuweilen, ein bisserl bluesig, ein bisserl jazzig von der Rhythmik, das hatten in den 70ern noch viele Bands. Textlich wohl sehr tragisch gehalten, Tod einer Geliebten, ein sehr gerne genommenes Thema, siehe Rolling Stones "Paint it black". Ach ja, der Song heißt "Please don't forget me". "Lady Winter" doomt dann wieder, das heißt, er groovt und doomt. Die Gitarren brummen höllentief neben dem Bass einher, das Schlagzeug klopft entspannte Rhythmen dazu und über den Riffs finden sich zuweilen jaulende, kieksende Leads, ebenfalls typisch 70er. Ein bluesiger Song mit gemächlich schlenderndem Beat und wieder dieser eigenwillig bunten Melancholie kommt hiernach, ein wenig verspielt, gerne auch mal wieder mit jazzigen Rhythmen und auch ohne höllenmässig verzerrten Gitarren sehr betörend. "What I am"? Groovender Hardrock wird mit "Schyssta L." geboten, der Erinnerungen an die alten November weckt, ach, kennt ja keiner, also, es ist erdiger, wuchtig brummender Heavyrock, mittelschnell mit packenden Rhythmen und einer hypnotisierenden Solopassage. Immer wieder tauchen hier Breaks und Überleitungen auf, auch typisch für die 70er. "No Angel or Demon" schließt sich an, straighter Rock mit sehr entspanntem Feeling und langsameren Passagen darin. Sehr gefühlvoll inszeniert. Höre ich da eine Slideguitar? Ebenso wie ich eine Geige im langsamen Abspann des Openers gehört habe. Das hier ist also purer 70er Rock, Westcoastrock mit Middle Of the Road - Ausdruck. Nicht obskur, aber dafür umso besser. "I want you to know" groovt dann wiederum mittelschnell durch die Botanik, lädt zum Tanzen ein. Wahwahsoli mit dem heißgeliebten Ambulanzsirenenklang verschönern diesen straighten Rocker. Witchcraft geben ihren Songs ein herrlich freifließendes Gefühl mit auf den Weg, einen jamverliebten Ausdruck. Sie bauen langsamere Passagen ein, die nicht hineinkonstruiert klingen, sondern auf einer ganz natürlichen Beruhigung des Flusses basieren. Toll. Diese Musik ist so betörend, so hypnotisch, sie umgarnt Dich, liebkost Deine Sinne. Auch "It's so easy", straighter Rock im unteren Mid Tempo, hat so einen herrlich bluesigen Ausdruck gepaart mit durchdringender Psychedelik. Man lässt das Hauptriff ausklingen, das Hauptthema, Verzeihung, geht dann in einen schleppenden Part über, der wahrlich doomig klingt und von der dunklen Melodieführung und der singenden Leadgitarre lebt. Wieder zurück geht es über eine verspielte Passage zum Hauptthema hin. Der Titel spricht auch hier Bände. Die brodelnde, zermalmende Doomgitarre wird bei "You bury your head" wieder ausgepackt. Daß der Doom ursprünglich vom Blues kommt, zeigt sich ganz deutlich an diesem schleppendem Heavysong. Die morbiden Melodien der Leadgitarre, diese Notenroller, das ist Gänsehautgarantie. Die Gesangsmelodie ist eher bluesig, aber mit einem dämonischen Ausdruck versehen. Statt eines Refrains spielt eben die Gitarre düstere Melodien. Ein wunderschöner, balladesker Mittelteil mit bezaubernden Soli und durchdringendem Gesang rundet diesen Powersong ab. Und auch wenn die Band hier so retro sein mag, wie kaum eine zweite (Ogre mal ausgenommen, hehehe), sie hat auch die Charakterstärke der 70er Bands mitbekommen und klingt so eigen, daß man sie aus hunderten von 70s Acts heraushören kann. Geil ist bei diesem Song der intensive Schlußpart mit den jaulenden Gitarren, die beinahe in puren Krach, in Rückkopplungen und wildes Heulen abdriften. "Her sisters they were weak" hat ein mittelalterlich - folkiges Flair in Verbund mit dem progressiven Rockcharakter, eine Querflöte verstärkt den Folkeindruck noch mehr. So ergreifend schön, erfüllt mit tiefsten Gefühlen, pure Magie ausstrahlend. Ein gelungener Schlußpunkt unter ein Ausnahmealbum. Ach ja, am Ende wird dieser Song richtig doomy, heavy und verwirrt vollkommen, ist aber gerade aufgrund der Steigerung der Hauptmelodie in Punkto Intensität und Dramatik nur noch brillanter. Vom Inferno fließt der Song zurück in die Friedfertigkeit. Melancholisch, ja...ist ja kein Wunder, oder? Ein wenig Geflippe zum Ende, welches dann ausgeblendet wird und einer bezaubernden Spieluhrenmelodie Platz macht, die so schön ist, daß man kaum mehr seiner Emotionen Herr ist. Wow! Wer auf außergewöhnliche Rockmusik und Doom steht, der soll nicht lange fackeln...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 12, 2013 2:57 PM MEST


The Last Men on Earth
The Last Men on Earth
Preis: EUR 17,64

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The south will rise again, 20. September 2003
Rezension bezieht sich auf: The Last Men on Earth (Audio CD)
Southern Rock, Blues, Boogey und Heavyrock treffen hier in unnachahmlicher Weise aufeinander. ZZ Top, Blackfoot, klar, kennt man, aber das hier geht tiefer. Dreckig, erdig, ehrlich und vorallem verdammt entschlossen geht dieser US Vierer zuwerke, knallt uns straighte, schmierige Riffs und wuchtige Beats um die Ohren, die uns bei den Weichteilen packen und herumschleudern. Die Melodien sind ebenso erdig wie die gesamte Ausstrahlung des Materials. Der Gesang bewegt sich in mittleren Tiefen, von Whiskey, Bier und Zigaretten geformt. Kleine Details wie Slide Soli oder rhythmische Kabinettstückchen schmücken die sehr hingebungsvoll zelebrierten Powerrocker auf diesem Album noch zusätzlich aus. Was will man als Genrefreak mehr? Five Horse Johnson sind weitab jeglicher Innovation, doch sie sind einfach cool.


In Death of Steve Sylvester
In Death of Steve Sylvester
Preis: EUR 15,10

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nihilistischer Horror Metal, 1. August 2003
Rezension bezieht sich auf: In Death of Steve Sylvester (Audio CD)
Aus Italien kommt nicht nur eitel Sonnenschein, nee, die Jungs vom Stiefel wissen einen reichlich düsteren Sound zu schmieden, was Bands der Marke Malombra, Il Segno Del Commando, Abysmal Grief oder eben die uralten Götter Death SS zu beweisen verstehen. Dieses 1988er Debüt der Herren Werwolf, Sensenmann, Mumie, Zombie und Vampyr war geprägt von morbidem Riffing, treibenden Rhythmen und einer kauzig - quäkenden Stimme, die ein typisches "Love / Hate" Thema ist. Textlich ging es um die dunkelsten und düstersten Thematiken, meistens allerdings eher irreal. Da wimmelte es von fiesen kleinen Monstren, die nichts besseres zu tun wußten, als unschuldiges Menschenmaterial gen Valhall zu befördern. Zusammen mit dem manchmal etwas sperrig anmutenden, sehr wuchtigen Heavymetalsound ergab dies eine völlig einzigartige Melange, die leider für viele Headbanger damals einfach nicht faßbar war. Daher auch die häufigen, völlig unberechtigten Schmähkritiken. Vergeßt sie, Death SS mögen einen provokanten Namen tragen (heißt ausgeschrieben in DEATH of S teve S ylvester), ihre Musik mag kauzig und obskur sein, ihr METAL, aber sie wissen, sich in Eure Seele hineinzufressen und dort zu verharren...


Witchunter Tales
Witchunter Tales
Preis: EUR 19,79

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Epic Doom Metal, 1. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Witchunter Tales (Audio CD)
Sie kamen zum Headbangers Open Air, sie sahen uns tief in die Augen und sie siegten. Und wie sie nun mal sind, konnten diese drei kleinen Italiener um Fabio "Thunder" ihre alleine schon brillanten Alben live in den beiden Scheiben ebenbürtiger Intensität umsetzen. Riffs, kraftvoll, mitreißend, voller Leidenschaft und Magie, hingebungsvoller Gesang, dazu eindringliche Rhythmen von schleppend bis treibend verbinden sich zu wahnwitzigen Klangkunstwerken, Songs mag ich es nicht nennen, das würde diese edlen Kompositionen beleidigen. Thunderstorm sind mitnichten stets langsam und depressiv, fanfarenhafte Powerpassagen, mittelschnell, kämpferisch, auch sie finden sich in nicht geringer Zahl und sorgen so für Abwechslung, was dieses Album auch für Metalfreaks zugänglich macht, die eher einen Bogen um die absoluten Doombands schlagen, aufgrund von Länge und Zähflüssigkeit. Thunderstorm lassen die behäbigen Lavasounds nie zur bloßen Floskel verkommen, stattdessen werden sie gewählt eingesetzt, den Stücken ihre ganz urige Atmosphäre zu schenken. Fans von Candlemass und Solitude Aeturnus sollten hierbei zugreifen, falls sie die Italiener noch nicht kennen. Thunderstorm sind so herrlich unprogressiv und vollkommen orthodox, dennoch aber schon alleine in Punkto Emotionalität und Spiritualität kaum zu schlagen.


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