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Rezensionen verfasst von
Petzi (München)

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Home Made. Sommer
Home Made. Sommer
von Yvette van Boven
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kulinarisch und optisch ansprechend, 7. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Home Made. Sommer (Gebundene Ausgabe)
Home Made. Sommer. ist ein Buch, das Lust auf laue Sommerabende und Grillpartys mit Freunden macht. Dabei liefert es auch genau die Rezepte, die man im Sommer will und deren Produkte im Sommer saisonal zu finden sind. Ob raffinierte Salate, leckere Dips, erfrischende Getränke, leckere Desserts oder köstliche Kuchen. Schnell und einfach zubereitet und dabei wahnsinnig lecker.

Warum dieses Buch? Allein das Cover macht Lust auf Sonne, Sommer und kulinarische Köstlichkeiten. Die Tatsache, dass die Autorin Yvette van Boven aber nicht nur Köchin, sondern auch Illustratorin und Food Stylistin ist, machen dieses Buch zum Augenschmaus. Die Bilder sind allesamt wunderschön gestaltet und das Buch begeistert neben den tollen Gerichten auch mit anderen Bildern jeglicher Couleur.

Was findet man darin? Home Made. Sommer behandelt leckere, leichte Gerichte, die ideal für die Sommerküche geeignet sind und mit Obst und Gemüse, welches im Sommer Saison hat, gekocht bzw. gebacken werden können. Man findet darin allerlei leichte Mittelmeerküche sowie viele vegetarische Gerichte. Sehr begeistert hat mich das Inhaltsverzeichnis. Dieses ist unterschiedlich sortiert. Einmal nach Art der Gerichte, aber auch nach jeweiligen Zutaten. Hat man also beispielsweise Melone zur Hand, kann man auf einen Blick sehen, welche Gerichte dazu im Buch vorhanden sind. Neben den Rezepten findet man auch immer interessante Anekdoten der Autorin, in denen sie zu bestimmten Ereignissen (z.B. Ostern) erzählt.

Die Rezepte. Yvette van Boven schreibt im Vorwort, dass sie ein Buch machen wollte für den Sommer. Leichte, einfache und schnelle Rezepte, die gut in eine Zeit passen, in der man lieber draußen ist, als in der Küche steht. Und das ist ihr super gelungen. Zumal sie auch viele Produkte verwendet, die man zu dieser Zeit auf jedem Wochenmarkt findet oder sogar selbst im Garten ernten kann. Die Rezepte sind mit normaler, haushaltsüblicher Küchenausstattung gut nachkochbar. Man sollte vielleicht gewisse Grundkenntnisse haben, ansonsten wird die meisten Rezepte aber bestimmt jeder zubereiten können. Alleine vom Durchblättern werden die Geschmacksknospen angeregt und der Hunger entfacht. Man möchte also nichts anderes, als sofort loszukochen. Um eine kleine Auswahl zu nennen, finden wir hier von Feta-Oliven-Kuchen, über Grüne-Spargel-Tarte, Macarons bis zum Pfirsichplunder wirklich so einige und besonders vielfältige Rezepte.

Beschreibung & Zutaten. Ich hab jetzt bereits mehrere Rezepte aus dem Buch selbst nachgekocht und alle sind ausnahmslos gut gelungen. Für die einzelnen Rezepte braucht man im Schnitt auch keine besonders ausgefallenen Lebensmittel. Alles Zutaten, die man in größeren, gut sortierten Supermärkten sicher bekommt. Das ist ein Kriterium, welches für mich ziemlich wichtig ist. Nichts ist anstrengender, als erst in fünf Läden fahren zu müssen um die Zutaten für ein Rezept zusammenzuhaben. Alle Rezepte sind mit Portionsangaben und Zeitangaben versehen und in der Zubereitung gut verständlich gegliedert und auch für Laien erklärt.

Das Probekochen. Beim Probekochen habe ich mich zum einen für den "Sommerkuchen mit Himbeeren, Blaubeeren und Kokos" von Seite 49 entschieden, sowie für "Zitronenlimo" von Seite 81 und dem "buttrigen Maisrisotto" von Seite 197 (von dem mir leider das Bild fehlt). Den Kuchen habe ich mehrere Testesser probieren lassen und alle waren ausnahmslos begeistert und wollten danach das Rezept. Von Risotto bin ich eigentlich gar nicht so angetan, dieses hier war jedoch ein Gedicht. Die meisten Gerichte sind mit simplen Zutaten zu kochen und gehen extrem einfach. Bereits beim ersten Mal sind alle perfekt gelungen und haben mich sowohl von der Handhabung, von den Zutaten, wie auch vom Geschmack überzeugt.
Die Idee mit Haferflocken zu backen und den Teig mit Kokosraspeln zu mischen, machte diesen Kuchen zu einem Geschmackserlebnis. Knusprig, fruchtig und einfach lecker. Selbst gemachte Zitronenlimo wollte ich unbedingt einmal probieren und war über die einfache Zubereitung begeistert. Schmeckt anders als gewohnt, aber nicht weniger gut. Und Risotto mit Mais kam mir in dieser Art noch nie unter die Augen, allerdings war ich vom Geschmack und der buttrigen Note sehr angetan. Für mich eine klare Empfehlung. Nichtsdestotrotz gibt es noch einige Rezepte, die ich in naher Zukunft probieren werde.

Fazit: Mit "Home Made. Sommer" konnte mich Yvette van Boven kulinarisch und optisch absolut begeistern. Wer frische und leichte Rezepte sucht, die für die sommerliche Küche ideal geeignet sind, der sollte sich dieses Buch unbedingt näher anschauen. Die wunderschönen Bilder machen sofort Lust auf Urlaub und Sonne. Die Zubereitung der Rezepte gelingt ohne Probleme, außergewöhnliche Zutaten gibt es nur selten, auch Vegetarier werden sicher fündig und ein gut sortiertes Inhaltsverzeichnis erleichtert die Suche. Die ansprechende Food-Fotografie sowie die Gestaltung und Illustration des Buches tun ihr übriges und verdienen volle Punktzahl. Insgesamt eine Empfehlung.


Renate Hoffmann
Renate Hoffmann
von Anne Freytag
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man muss dieses Buch lesen!, 4. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Renate Hoffmann (Taschenbuch)
Wieder einmal hat mich Anne Freytag dazu gebracht, dass ich hier sitze und nicht so recht weiß, welche Worte ich für dieses Werk wählen soll. Großartig? Klingt fast schon zu banal. Mit großartig wäre zwar alles umschrieben, aber dennoch noch lange nicht ausgedrückt, wie mich dieses Buch bewegt hat.

Renate Hoffmann ist eine sehr liebenswerte Persönlichkeit. Und so wie ich da saß und Seite um Seite mehr von ihr erfahren habe, habe ich sie immer mehr in mein Herz geschlossen. Vielleicht ist sie deshalb so bezaubernd, weil wahrscheinlich jeder von uns ein Stück Renate in sich trägt. Ich stand zwar noch nie auf dem Balkon im 11. Stock und wollte mich ernsthaft hinunterstürzen, aber in irgendeiner Form hat wahrscheinlich schon jeder einmal über Selbstmord nachgedacht.

Das Leben von Renate oder vielmehr Frau Hoffmann ist einsam und grau, ihr Leben ist geordnet und hat keinen Platz für unvorhergesehene Dinge. Sie ist wohl so etwas, das man graues Mäuschen nennt. Bloß nicht auffallen. Doch der Leser spürt von Anfang an, dass da mehr in Renate steckt. Und Schritt für Schritt wird dieses Geheimnis gelüftet. Wie aus Renate Frau Hoffmann wurde. Wie ihr Leben von Bunt zu Grau wechselte. Und hinter all dem versteckt sich eine tragische Geschichte, die berührend ist, schmerzhaft und doch unglaublich schön.

Anne Freytag begeistert wieder einmal mit einem unverwechselbaren Erzählstil, der sprachlich auf einem hohen Niveau liegt. Ich liebe ihre Geschichten, denn es sind welche, die mitten aus dem Leben gegriffen wurden. Schnörkellos, einfach und wunderbar. Etwas, dass man in der aktuellen Literaturszene momentan viel zu selten liest und genau deswegen mag ich ihre Bücher umso mehr. Sie schafft es aber auch immer wieder Figuren und Situationen zu erschaffen, die unglaublich echt sind. Das Kopfkino springt sofort an und lässt einen Film vor dem inneren Auge entstehen, der unglaublich toll ist. Ich saß mit Renate wirklich auf dem Balkon und beobachtete durch das Fernglas den Nachbarn. Und wenn einem Autor dies gelingt, dann ist das wirklich große Kunst.

Am Ende bleibt es dem Leser selbst überlassen, ob er sich in die Welt der Renate Hoffmann begibt und herausfinden mag, wie die Geschichte endet. Das kann ich hier natürlich nicht verraten. Ich für meinen Teil konnte dieses Buch nicht zur Seite legen und war tief berührt und gefangen von der unglaublichen Atmosphäre. Und ich würde mir tatsächlich wünschen, dass man dieses Buch auch für den Film entdecken mag. Denn es wäre ein (vorausgesetzt der Regisseur ist gut) wunderbarer Film, der mich zu Tränen rühren würde und gleichzeitig zum Lachen bringt.

Fazit: Mit Renate Hoffmann ist Anne Freytag wieder ein unglaublich berührender, tiefgründiger und schöner Roman gelungen, der unbedingt gelesen werden muss. Mit ihrem unverwechselbarem Erzählstil und einer unglaublich starken und liebenswerten Protagonistin hat sie mich verzaubert und nicht mehr losgelassen.


Make it count - Gefühlsgewitter (Oceanside Love Stories)
Make it count - Gefühlsgewitter (Oceanside Love Stories)

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Romantisch, prickelnd, mitreißend - unbedingt lesen!, 13. April 2014
Worum geht es? Als Katies Vater unerwartet stirbt, ändert sich ihr ganzes Leben. Nur widerwillig zieht sie zu ihrer Mutter in die Kleinstadt Oceanside. Als sie dort Dillen begegnet, wird sie sofort magisch von ihm angezogen. Doch Dillen ist abweisend und unnahbar und Katie taumelt in einem Strudel aus Zuneigung und Zurückweisung. Hin- und hergerissen zwischen ihren Träumen und der Wahrheit, verliert sich Katie in den Wirrungen aus Anziehung und Leidenschaft, bis die Realität sie auf einen Schlag einholt.

Hinter Ally Taylor versteckt sich die Autorin Anne Freytag, die bereits unter ihrem richtigen Namen einige Bücher veröffentlicht hat (z.B. 434 Tage) und die weiß, wie man tolle Bücher schreibt.

Wenn ich Bücher richtig gut finde, dann sind die dazugehörigen Rezensionen immer eine Meisterleistung. Es fällt mir schwer, meine Begeisterung in Worte zu fassen. Ich denke nämlich immer, dass egal was ich schreibe, ich dem Buch so niemals gerecht werde. Genauso fühlt es sich bei diesem Buch an.

Ich bin eigentlich kein großer Fan von New Adult Romanen, weil mich der immer gleiche Ablauf nicht wirklich begeistern kann und zu oft auch viel zu viel Erotik im Spiel ist und eine Handlung quasi gar nicht mehr vorhanden. Dieses Buch aber wollte ich unbedingt lesen, weil ich bereits ein Buch von Anne Freytag kenne und ihre Art zu schreiben lieben gelernt habe. Ich hatte die große Hoffnung, dass sie es schafft, mich mit ihren Worten zu fesseln und begeistert zurück lässt. Und genau das ist ihr gelungen.

Katie und Dillen mochte ich sofort und auch die Beschreibungen der beiden haben mir sehr gefallen. Während Dillen scheinbar der typische Draufgänger ist, der reihenweise Mädels flach legt und Herzen bricht, ist Katie ein tieftrauriges und unglückliches Mädchen. Zeile für Zeile ändert sich dieses Bild und man sieht bald, dass der erste Eindruck nicht immer der richtige ist. Man weiß sofort, dass beide wie füreinander bestimmt sind, fiebert einem Happy End entgegen und kann doch zu keiner Zeit in die Geschichte eingreifen. So muss man darauf vertrauen, dass Ally Taylor ihre Protagonisten zum Ziel führt und ein Ende findet, welches den Leser mit einem Lächeln zurücklässt.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Katie. Anne Freytags Schreibstil ist dabei genau so, wie ich es mir erhofft habe: absolut authentisch und bildhaft. Man liest nicht vom Pier, man steht selbst dort. Man spürt die Brise, man hört das Meer rauschen. Und das ist ein Talent, welches ganz sicher nicht alle Autoren haben. Eine Geschichte so zu erzählen, dass der Leser nicht nur Leser bleibt, sondern selbst in diese andere Welt eintauchen kann und vollkommen gefangen genommen wird. Die Autorin gab Katie und Dillen durch ihre Vergangenheit eine gewisse Tiefe, die sie nicht als oberflächliche Teenies erscheinen lässt und das Buch genau deshalb besonders interessant macht, fast schon dramatisch.

Man hat es hier mit einer Geschichte zu tun, die allen Punkten eines New Adult Romans entspricht und trotzdem nicht so oberflächlich ist, wie viele andere aus diesem Genre. Eine romantische Liebegeschichte, gespickt mit prickelnden Sexszenen und ein wenig Dramatik, dabei aber nie so übertrieben, dass es nerven würde. Man darf sehr gespannt sein, was den Leser im Make it Count - Universum noch alles erwartet und sich bereits auf weitere Geschichten aus der Feder von Ally Taylor und Carrie Price freuen.

Fazit: Ally Taylor aka Anne Freytag kann definitiv schreiben. Das hat sie mit diesem Werk wieder eindrucksvoll bewiesen. Wer also auf eine romantische und mitreißende Liebesgeschichte steht, die mit einem Hauch prickelnder Erotik verfeinert wurde, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Man wird es erst aus der Hand legen können, wenn man das Ende kennt.


Das Leben ist (k)ein Ponyhof: Roman
Das Leben ist (k)ein Ponyhof: Roman
Preis: EUR 7,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Training für die Lachmuskeln, 8. April 2014
Antonias Leben scheint perfekt zu laufen. Beruflich steht sie kurz vor dem Durchbruch und auch privat läuft alles gut. Sie liebt Carl, den scheinbar perfekten Mann. Dann verdonnert sie ihre Mutter kurzerhand drei Wochen auf ihren senilen Stiefvater aufzupassen, da sie einen Urlaub in einem indischen Ashram gewonnen hat. Zurück im heimatlichen Kaff, dem sie jahrelang erfolgreich den Rücken gekehrt hat, steht ihr ganzes Leben plötzlich Kopf. Aber vielleicht ist es auch eher so, dass sie ihr Leben gerade erst leben lernt.

Britta Sabbags großes Talent ist es, Wahrheiten des Lebens in eine Geschichte zu verpacken die einen zum Lachen bringt und dennoch nachdenklich zurück lässt. Aus diesem Grund zähle ich ihre Bücher auch nicht unbedingt zur reinen Chick-Lit-Fraktion. Klar, es siegt am Ende die Liebe, aber viel wichtiger in diesem Buch sind am Ende ganz andere Dinge.

Bereits der Prolog beginnt mit starken Worten, die mich sofort gepackt haben und nach denen ich wusste, dass ich dieses Buch in einem Rutsch lesen werde.

"Wenn du den roten Faden verloren hast, halt nach einem anderen Ausschau - vielleicht ist deiner bunt."

Die Charaktere, welche die Autorin erschaffen hat, sind großartig. Allen voran natürlich Walter. Selten habe ich einen Protagonisten so schnell in mein Herz geschlossen und mir gewünscht, dass auch ich so einen Menschen kenne. Antonia ist die klassische Karrierefrau, die beruflich weiterkommen will, ihr Leben nur auf die Arbeit ausrichtet und dabei alles andere und sich selbst vergisst. Ihre Beziehung zu Carl, der gleichzeitig Kollege ist und dasselbe Leben führt, macht sie keinesfalls glücklich. Doch sie braucht jemanden, der ihr dies ganz deutlich vor Augen führt. Carl ist übrigens ein richtiger Idiot. Kompliment an die Autorin, wie sie diesen beschrieben hat. Ich nahm ihr jedes Wort ab.

Der Schreibstil der Autorin ist, wie bereits auch in Pinguinwetter, absolut zum Schreien. Man fliegt förmlich durch die Seiten, saugt ihre Worte auf und lacht ganz oft Tränen. Herrlich komische Dialoge und witzige Handlungen runden das Buch ab. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen.

Am schönsten waren die sichtbaren Veränderungen die Antonia durchläuft. Wie sie es Schritt für Schritt schafft ihr Leben zu entrümpeln und ihr altes Leben jeden Tag ein bisschen weniger mag. Und als ich die letzte Seite gelesen habe, war mir ganz schnell klar, dass wirklich jeder Mensch einen Walter in seinem Leben bräuchte. Dann wäre nämlich alles ein klein wenig bunter.

Fazit: Britta Sabbag ist mit diesem Buch ein großartiger Roman gelungen, der ganz viele Lebensweisheiten und Denkanstöße bietet und dabei trotzdem wunderbar unterhält und die Lachmuskeln strapaziert. Nicht nur eine klassische Urlaubslektüre, sondern ein absolut wunderbares Buch, das man gelesen haben sollte.


Deiner Seele Grab: Kommissar Dühnforts sechster Fall (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi, Band 6)
Deiner Seele Grab: Kommissar Dühnforts sechster Fall (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi, Band 6)
von Inge Löhnig
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inge Löhnig - Meisterin des Krimis, 26. März 2014
Clara Lenz versorgt ihren an Alzheimer erkrankter Vater liebevoll. Sie ahnt jedoch nicht, dass sie ins Visier eines Mörders geraten sind. Er nennt sich der Samariter und will alte Menschen von ihrem Leiden erlösen. Dühnfort leitet die Ermittlungen und zweifelt schon bald am Motiv. Was verbirgt sich in Wahrheit hinter den Morden? Dühnfort und sein Team müssen tiefer graben und stoßen bald auf die geheimnisvolle Elena. Was hat sie mit den Morden zu tun? Sind sie und der Samariter gar ein Team? Ein spannendes Katz – und Maus - Spiel beginnt.

nge Löhnig hat mit „Deiner Seele Grab“ bereits ihren sechsten Krimi veröffentlicht, der nicht minder spannend ist, als alle anderen zuvor. Wieder hat sie es geschafft eine Geschichte zu konstruieren, die ich nicht aus der Hand legen konnte. Wie für Inge Löhnig typisch, hat mich der Einstieg in ihr Buch von der ersten Seite an gepackt. Sie beherrscht es gekonnt, den Leser mit ihren Worten zu fesseln und hat es damit auch geschafft, meine Leseflaute zu beenden. Ich klebte förmlich an den Seiten und wollte das Buch nur ungerne aus der Hand legen.

Die Autorin hat eine interessante und brandaktuelle Rahmenhandlung erschaffen, die sich mit einem sozialkritischen Thema beschäftigt, das uns alle etwas angeht. Dafür jetzt schon meine Hochachtung. Die Bevölkerung wird immer älter, Pflegekräfte werden händeringend gebraucht und doch können sich viele die teuren Einrichtungen nicht leisten. Also werden die alten Menschen abgeschoben, sterben oft einsam und oft wird nicht einmal das bemerkt.

Inge Löhnig lässt hier mehrere Handlungsstränge parallel laufen und schafft es ohne Probleme, diese am Ende zu verknüpfen und logisch zu lösen. Dabei kommt ihr ihre große Erzählkunst zugute. Sie führt den Leser nämlich immer wieder auf falsche Fährten und in bestimmte Richtungen, nur um diese dann doch wieder im Sande verlaufen zu lassen. Aber auch wenn sie nur schreibt, wie Dühnfort seinen Espresso genießt, hänge ich gebannt an ihren Worten.

Ihre Figuren sind großartig gezeichnet und jederzeit greifbar. Nicht immer habe ich während des Lesens auch eine Person vor Augen. Hier ist es zu jeder Zeit so. Besonders Dühnfort ist wieder ein absoluter Sympathieträger und auch Kirsten ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und hat sich perfekt ins Team integriert.

Durch die verschiedenen Perspektivwechsel in der Erzählweise und dem spannenden Schreibstil, kommt die ganze Zeit über keine Minute Langeweile auf. So schafft es die Autorin auch ohne viel Blutvergießen, einen spannenden Krimi abzuliefern und den Leser bestens zu unterhalten.

Sollte man jetzt meinen, dass man sich das sechste Buch nun mittlerweile sparen kann oder Dühnfort langsam verblasst, muss ich enttäuschen. Löhnig schreibt so gut – oder vielleicht sogar noch besser – wie beim ersten Mal und überzeugte mich mit „Deiner Seele Grab“ auf ganzer Linie. Handlung, Thematik und Figuren waren großartig und machen dieses Buch zur klaren Leseempfehlung.

Fazit: Wer Krimis mag, der kommt an Inge Löhnig nicht vorbei. Sie schafft es, nur mit Worten absolute Höchstspannung zu erzeugen, und den Leser an das Buch zu fesseln. Nur selten sind knapp fünfhundert Seiten so schnell beendet, wie hier. Absolute Empfehlung!


Zeitsplitter - Die Jägerin: Roman
Zeitsplitter - Die Jägerin: Roman
von Cristin Terrill
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Actionreich und spannungsgeladen, 16. März 2014
Marina ist ein reiches und beliebtes Mädchen, verliebt in einen hinreißenden, attraktiven und intelligenten Jungen. Em ist seit Jahren auf der Flucht, eingesperrt in eine winzige Zelle und wird beinahe täglich verhört. Marina und Em haben eigentlich nichts gemeinsam außer einer Sache: Sie sind ein und dieselbe Person. Vier Jahre unterscheiden sie. Das sind vier Jahre, in denen einiges geschah. Der hinreißende Junge hat die Welt verändert.

Als mich dieses Buch erreichte, war ich erst einmal skeptisch. Wer meine Lesegewohnheiten und mich kennt, der weiß, dass das eigentlich kein Buch ist, zudem ich einfach so greifen würde. Die Situation nahm ich also zum Anlass einmal in ein Genre reinzulesen, das ich bisher Links liegen ließ und war positiv überrascht.

Em und Marina sind beide ein und dieselbe Person, die vier Jahre voneinander unterscheiden. Im Jugendalter machen vier Jahre eine Menge aus und das merkt man auch hier deutlich. Während ich Marina als relativ naiv und kindisch empfunden habe, ist Em das genaue Gegenteil. Sie ist gereift, hat schlimmes gesehen und Schmerzen gespürt. Zusammen mit Finn will sie in die Vergangenheit zurückreisen und die schlimmen Dinge abwenden. Auch wenn sie gleichzeitig weiß, dass sich damit alles ändert und das sie den Jungen, den sie als Marina liebt, töten muss.

Cristin Terrill ist hier ein unglaublich spannendes, mitreißendes und tolles Buch gelungen, das sogar mich begeistern konnte. Und das will auf jeden Fall etwas heißen, weil ich mir dieses Buch ohne die Buchpost von Bastei Lübbe wohl nie gekauft hätte. Eben nicht mein Genre. Jetzt bin ich allerdings neugierig geworden und will tatsächlich mehr.

Das Setting ist grandios konstruiert. Ausgangssperre und Überwachung an jeder Ecke. Ein richtiger Polizeistaat ist entstanden. Überall auf der Welt werden Kriege geführt, nichts ist mehr, wie es einmal war. Durch die unterschiedlichen Perspektivwechsel schafft es die Autorin, zusätzlich Spannung zu erzeugen. Ist man erst noch bei Em und liest von den Grausamkeiten, wechselt man zu Marina und hat plötzlich eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Als Leser weiß man ja viel mehr, als Marina weiß und das wirft zusätzliche Spannung auf. Die ruhigen Kapitel werden aber auch schon bald actionreich und spannungsgeladen und irgendwann kann man sich dem Sog der Geschichte gar nicht mehr entziehen.

Trotz Zeitsprüngen, Perspektivwechsel und einem Hin und Her war die Geschichte zu keiner Zeit verwirrend. Man wusste als Leser immer sofort, wo man sich befand, konnte dem Verlauf ohne Probleme folgen und war einfach gebannt. Erzählt wird die Handlung in der Ich-Perspektive, die zusätzliche Nähe zu den Protagonisten schafft und zum Buch gepasst hat.

Fazit: Zeitreiseromane waren bisher nicht mein Genre. Cristin Terrill hat es jedoch geschafft mein Interesse zu wecken und mich mit diesem Buch komplett begeistert. Eine flüssige Erzählweise, viel Action, ein grandioses Setting und tolle Protagonisten machen dieses Buch absolut zum Lesetipp.


Der Vater des Attentäters: Roman
Der Vater des Attentäters: Roman
von Noah Hawley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grandioses und erschütterndes Buch, 2. März 2014
Auf den demokratischen Präsidentschaftskandidaten der USA wird ein Attentat verübt. Sprachlos verfolgt der Arzt Paul Allen die Berichterstattung im Fernsehen, als plötzlich an der Tür die Polizei klingelt. Verdächtigt ist sein eigener Sohn. Doch wie kann das sein? Paul setzt alles daran die Unschuld seines Sohnes Daniel zu beweisen. Von Vorwürfen geplagt, die Erziehung seines Kindes vernachlässigt zu haben, deckt er einige Ungereimtheiten auf. Ist Daniel das Opfer eine Verschwörung? Als er zum Tod verurteilt wird, setzt Allen alles auf eine Karte. Ein intelligenter psychologischer Roman über den Kampf eines Einzelnen gegen staatliche Macht, um Schuld und die Verfehlungen in der Vergangenheit.

Kann es etwas Schlimmeres geben, als das was Paul Allen passiert? Er sitzt mit seiner Familie beim Abendessen, verfolgt die Berichterstattung über einen Anschlag auf den Präsidentschaftskandidaten und erblickt seinen Sohn. Kurz darauf klingelt die Polizei und die Welt ist nicht mehr dieselbe, wie zuvor.

In den nun folgenden Monaten versucht der Rheumatologe Allen, die Unschuld seines Sohnes zu beweisen. Niemals kann dieser Mensch, der bei allen so beliebt war und als gutmütig galt, so eine Tat begannen haben. Er stellt Nachforschungen an, verfolgt den Weg seines Sohnes zurück und muss damit auch einigen Wahrheiten ins Gesicht schauen.

Dass Noah Hawley vor allem als Drehbuchautor arbeitet, merkt man seinem Buch an. Bereits ab der ersten Seite vermag er den Leser mit seinen Worten zu fesseln und so verfolgt man diesen erschütternden und grandiosen Roman und möchte ihn nur noch ungern zur Seite legen. Der Autor führt uns in die Gedankenwelt von Paul und seinem Sohn Daniel und lässt uns an deren Leben und Handeln teilhaben. Die Zeichnung der Charaktere ist ihm dabei ausnehmend gut gelungen. Auch sein Schreibstil konnte überzeugen. Erzählt wird die Geschichte sowohl aus der Perspektive des Vaters, als auch des Sohnes.

Daniels Eltern trennten sich in seiner frühesten Kindheit und lebten weit voneinander entfernt. Seine Ferien verbrachte er im Flugzeug um seinen Vater zu besuchen, seine Mutter musste sich alleine um seine Erziehung kümmern. Paul hinterfrägt jetzt immer wieder sein Verhalten. Hat die fehlende Vaterfigur seinen Sohn so weit verändert, dass er deswegen zu dieser Tat fähig ist? Tragen die Familienverhältnisse Mitschuld an der Situation? Absolut ergreifend, wie Noah Hawley es schafft Gedanken und Gefühle zu vermitteln, als schaue der Leser gerade tatsächlich einen Film. Ganz oft habe ich mich nämlich genauso gefühlt.

Man sucht immer wieder das Unerklärliche, will einen Grund finden, der es entweder rechtfertigt oder Daniel entlastet. Es gibt kein Wort, das überflüssig wäre, kein Wort zu viel. Alle Fragmente setzen sich am Ende zu einer kompletten und tragischen Geschichte zusammen, die den Leser ganz sicher erschüttert und bestimmt auch überrascht zurück lässt. Interessant war es auch, wie der Autor immer wieder Geschichten von wirklichen Attentätern der amerikanischen Geschichte mit einfließen lies und damit Parallelen zur Geschichte zog.

Fazit: Ein Buch, das man schlecht mit Worten beschreiben kann und das man stattdessen einfach selbst lesen muss. Noah Hawley ist auf jeden Fall ein grandioses und erschütterndes Werk gelungen, das von der ersten Seite an fesselt und mit seinen Protagonisten zu überzeugen weiß. Unbedingt lesen!
© dieliebezudenbuechern.de


434 Tage
434 Tage
von Anne Freytag
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingte Pflichtlektüre!, 2. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: 434 Tage (Taschenbuch)
Ich muss jetzt sagen, dass ich Facebook liebe. Warum? Weil mir ohne Facebook die bezaubernde Anne Freytag wahrscheinlich nie über den Weg gelaufen wäre. Ich habe ihre Bücher gesehen und war sofort verzaubert. Ihr kennt das vielleicht Selbst. Ein Cover ist natürlich nicht das Buch, ein Cover ist aber wichtig für den Verkauf des Buches. Es gibt ja tatsächlich einige, die allein nach Covern kaufen. Das tue ich zwar nicht, aber wenn ein Cover meine Aufmerksamkeit erregt, dann interessiert mich ganz schnell auch das Buch.

Anne Freytag ist Autorin die im Selbstverlag verlegt. Manche lesen solche Bücher aus Prinzip nicht. Ich finde, hier sollten alle diejenigen unbedingt eine Ausnahme machen. Sie ist wohl eine Perle unter den Selbstverlegern und ganz zu Recht hat das auch der Piper Verlag eingesehen. Das sollte jetzt auch wirklich den Letzten überzeugen, der dieses Buch noch nicht lesen will.

"Das ist die Geschichte von Anja und ihrem Mann Tobias. Und von Julian. Und genau das ist das Problem." (Zitat vom Buchrücken)

Es geht um Anja und ihren Mann Tobias. Erst einmal nichts Besonderes. Aber da gibt es eben auch noch Julian und genau das ist das ganze Problem an der Sache. Julian war Anjas große Jugendliebe, bis sich Anja von Julian per Brief getrennt hat. Viele Jahre später, Anja ist inzwischen mit dem Architekten Tobias verheiratet, treffen sich die beiden auf einer Geschäftsreise in einem Hotel in Genf wieder und beginnen eine Affäre. Diese Begegnung wird Anjas gesamtes Leben verändern. Allerdings nicht unbedingt so, wie sie sich das immer gewünscht hat.

Wenn man als Leser das Buch aufschlägt und mit den ersten Zeilen beginnt, dann ist man bereits in der Geschichte gefangen. Die Autorin wechselt in jedem Kapitel die Zeitebenen und lässt die Geschichte aus der Perspektive von Anja erzählen. Das ist so gut gemacht, dass es zu keiner Zeit verwirrend war. Man merkt selbst ganz schnell, an welcher Stelle man sich befindet.

Die Protagonisten haben mich fasziniert. Sie mussten genau so sein, etwas anderes wäre nicht möglich gewesen. Anja ist die, die ihr ganzes Leben kontrollieren will. Kontrolle ist ihr Wort. Sie kann nicht loslassen, sie muss die Zügel in der Hand behalten. Im Lauf der Handlung muss sie jedoch erkennen, dass ihr scheinbar perfektes Leben auf einer Lüge aufgebaut ist. Dann Julian, der dem Leser zu Beginn nicht ganz so sympathisch ist, weil man ihn eher als Macho und Frauenheld sieht. In der Entwicklung der Handlung mausert er sich aber zum perfekten Mann, wird sogar mein Liebling. Und Tobias ist der verständnisvolle und liebende Ehemann, der eigentlich keiner Fliege etwas zuleide tun kann.

Man könnte jetzt meinen, dass diese Geschichte nichts Besonderes ist. Liebe, Betrug und Affären. Das hat man schließlich schon öfter gelesen. Das mag sein, aber ganz gewiss nicht so. Dieses Buch habe ich an einem Abend verschlungen, da ich es nicht zur Seite legen konnte. Ich bin in die Geschichte eingetaucht, habe mit den Figuren gelebt und sie erlebt. Anne Freytag ist Meisterin der Erzählkunst und hat mich insbesondere mit dem Ende überrascht. Ich war begeistert, weil es gepasst hat. Zugleich war ich aber auch sprachlos. Dieses Buch wird keines sein, dass man nach dem Lesen ins Regal stellt und einfach so zum nächsten übergeht. Über dieses Buch denkt man nach, dieses Buch wird man nicht vergessen.

Fazit: Großartige Erzählkunst, die mich begeistert hat. Gegenwartsliteratur, wie sie sein soll. Anne Freytag ist eine Autorin die wirklich Schreiben kann und von der man unbedingt ein Buch gelesen haben sollte.


Unsere große Verzweiflung
Unsere große Verzweiflung
von Baris Bicakci
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

5.0 von 5 Sternen Große Begeisterung, 17. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Unsere große Verzweiflung (Broschiert)
Der Übersetzer Ender und sein Freund Çetin werden in diesem Buch in die klassische Dreiecksgeschichte verwickelt. Nihal, die Stiefschwester eines guten Freundes der beiden, dessen Eltern bei einem tragischen Unfall ums Leben kamen, zieht bei den beiden ein. War es zu Beginn noch eher die Vaterrolle, die beide für Nihal übernehmen, geschieht im Lauf der Zeit das Unvermeidliche. Beide verlieben sich in die junge Frau. Eine Tatsache, die beide in große Verzweiflung treibt.

„Unsere große Verzweiflung“ ist das erste türkische Buch, das ich je gelesen habe und ganz sicher, wird es nicht das letzte bleiben.

Die Geschichte in die uns Barış Bıçakçı hier entführt, ist eine so wunderbare, dass man sie gar nicht verlassen möchte. Natürlich hat er mit der klassischen Dreiecksbeziehung das Rad nicht neu erfunden, die Umsetzung ist dem Autor jedoch so gut gelungen, dass man als Leser am Ende nur noch begeistert zurückbleibt. Demnach muss man dieses Buch auch erst einmal sacken lassen, bevor man sich überhaupt dazu Gedanken machen kann.

Es gibt wahrscheinlich nur wenige Worte, die dem gerecht werden und deswegen werde ich es auch gar nicht groß versuchen. Man kann dem Leser nur raten, lies das Buch und bilde dir dein eigenes Urteil.

„Wir wussten, dass die Liebe den Menschen bereichert, doch seien wir uns auch bewusst, dass sie ihn ärmer macht.“ (S. 166)

Da ich kein Türkisch kann und das Original demnach auch nicht kenne, kann ich nicht sagen, ob es auch in Originalsprache diese Sprachgewalt entwickelt oder es einzig und allein der grandiosen Übersetzerin Sabine Adatepe zu verdanken ist.

Was ist jedoch sagen kann ist, dass man mit „Unsere große Verzweiflung“ ein berührendes und emotionales Buch über Freundschaft und Liebe zu lesen bekommt, dass mit wunderschöner Sprache zu überzeugen weiß und deren Protagonisten Ender und Çetin so sympathisch sind, dass man sie direkt ins Herz schließt.

„Ich glaube, wer mich um eine Buchempfehlung bittet, wolle mein Herz.“ (S.33)

Fazit: Ein sprachgewaltiges Werk, das den Leser sofort verzaubert und nicht mehr loslässt. Für Leser der Gegenwartsliteratur ist dieses Buch eine klare Empfehlung und zeigt auch, dass man türkischer Literatur unbedingt eine Chance geben sollte.


Teufelshorn: Holzhammer ermittelt. Ein Alpen-Krimi (Hauptwachmeister Holzhammer)
Teufelshorn: Holzhammer ermittelt. Ein Alpen-Krimi (Hauptwachmeister Holzhammer)
von Fredrika Gers
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Alpen-Krimi, 11. November 2013
Bei einer Bergtour auf dem Teufelshorn verunglückt ein wichtiges Mitglied des örtlichen Ski-Verbands tödlich. Die Teilnehmer der Wanderung sind allesamt wichtige Lokalgrößen und wollten eigentlich einen Streit beilegen. Der Verband plant nämlich sein Trainingsgebiet am Götschen zum Jenner zu wechseln. Schnell kommt der Verdacht auf, dass es sich hier nicht um einen Unfall, sondern um Mord handeln könnte. Zeit für Hauptwachtmeister Franz Holzhammer hier die Ermittlungen aufzunehmen und tiefer nachzuforschen.

Auch wenn man den ersten Teil der Franz Holzhammer Reihe nicht gelesen hat, versteht man dieses Buch vollkommen problemlos.

Dafür, dass Autorin Fredrika Gers keine einheimische Berchtesgadenerin ist, hat sie gut recherchiert. Zwischen den Zeilen erkennt man die Liebe zur Wahlheimat, der gebürtigen Hamburgerin und kann verstehen, warum sie hier nicht mehr fort möchte. Der lockere und angenehm lesbare Schreibstil lässt den Leser in der Welt der Berchtesgadener rund um Franz Holzhammer und Psychologin Christine versinken und mitfiebern.

Mit Holzhammer hat Gers einen teilweise schon schrägen, jedoch sehr humorvollen Protagonisten erschaffen, von dem das Buch lebt. Dennoch bleibt er intelligent und triftet nicht ins dümmliche ab.

Die Autorin hat eine interessante Geschichte konstruiert, die von Wendungen lebt und mich immer wieder überraschen konnte. Kaum war ich vermeintlich auf der richtigen Fährte, hat sich doch etwas Entscheidendes geändert. Viel mehr als das gefiel mir aber die Entwicklung der Protagonisten, die allesamt so sympathisch waren und mir direkt ans Herz gewachsen sind. Aber auch die Beschreibung der Berge und das Freiheitsgefühl beim Wandern wird so authentisch vermittelt, das man direkt selbst in Bergschuhe schlüpfen möchte und sich bereit fühlt einen Berg zu bezwingen.

Wenn man auch auf den ein oder anderen Lacher nicht verzichten möchte, dann ist man hier vollkommen richtig. Immer wieder hat mich dieses Buch nämlich zum schmunzeln gebracht. Mit den Protagonisten und ihren Erlebnissen gerät der eigentliche Kriminalfall auch fast ein wenig ins Abseits. Aber nur fast. Das mag mein erster Krimi mit Holzhammer gewesen sein, gewiss aber nicht mein letzter.

Fazit: Ein gut durchdachter Kriminalfall mit sympathischen Protagonisten, die diese Handlung gehörig aufmischen. Wer eine Prise Humor mag, einen interessanten Fall und schöne Beschreibungen der Landschaft und Bergwelt, der ist mit diesem Buch genau richtig bedient. Für mich nicht das letzte Buch dieses Autorin.


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