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Beiträge von Stefan
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Rezensionen verfasst von Stefan
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Heart Over Mind
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| Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt. |
| Preis: EUR 32,58 |
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Diese Musik bleibt für immer., 14. November 2012
Auch heute noch höre ich dieses Album meiner Kinder- und Jugendzeit gern. Jennifer zelebriert auf ihrem 3. Studioalbum erstklassige Popmusik und bringt auch rockige Anklänge mit ein. Ihre Ausnahmestimme begeisterte mich schon immer, sie ist wohl einzigartig und unverkennbar. Vor allem in den 1980er Jahren hat Jennifer Rush die Musikszene mit geprägt und so Musikgeschichte geschrieben. HEART OVER MIND ist aus meiner Sicht ihr bestes Album dieser Zeit. Neben regelrechten Pop-Gassenhauern bietet es traumhafte Balladen sowie rockige und energiegeladene Songs, also eine perfekte Mischung. Für die Erfolgssingle I COME UNDONE konnten die Produzenten keinen Geringeren als Richie Sambora an der Klampfe verpflichten. So bekommt der Song eine rockige Note und Jennifers intensive Stimme passt perfekt, die Melodie ist der Hammer, die Kraft und Energie des Titels reißt sofort mit, einfach genial. Auch DOWN TO YOU besticht durch markante E-Gitarrenelemente, doch hier läuft die Musik etwas gemächlicher als beim Opener. Erstklassik gesungen und mit edlem Saxophon-Zwischenteil überzeugt auch dieser Song auf ganzer Linie. Ein ewiger Popklassiker ist für mich der Titelsong HEART OVER MIND. Der Song überzeugt durch seine schwungvolle Leichtigkeit, die Melodie ist super eingängig und Jennifer zaubert ein weiteres Highlight aus dem Hut. Verträumt und ruhig begegnet uns Jennifer bei SEARCH THE SKY. Der synthetische Balladensound schwingt dezent im Hintergrund und so liegt das Hauptaugenmerk auf der zauberhaften und gefühlvollen Stimme von Frau Rush. Locker, flott und beschwingt erklingt die Pophymne FLAMES OF PARADISE. Im Sound scheppert es hier und da und der Song hat ordentlich Schwung. Elton John und Jennifer Rush zelebrieren hier einen regelrechten Gesangswettstreit. LOVE IS A STRANGER erscheint zunächst etwas düster und getragen, entwickelt sich aber zu einer erstklassigen Rock-Pop-Hymne. Der Refrain lässt es musikalisch ordentlich krachen und das E-Gitarren-Solo ist einfach geil anzuhören. Kraftvoller und megastarker Titel. Bei HEART WARS gibt es die volle Power auf die Ohren. Sowohl der Sound als auch Jennifers Gesang sind mit explosiver Hochgeschwindigkeit unterwegs. Der Song rotiert ordentlich und lässt es gut krachen, einfach geil. Nach so viel Energie kommt mit STRONGHOLD ein eher ruhiger Song. Fast ein wenig schwulstig im Sound besticht diese Pophymne mit einer ausgezeichneten Melodie und dem wundervollen Gesang von Jennifer. Lässig und cool, fast ein wenig beiläufig klingt SIDEKICK. Gerade diese Eigenschaften machen den Song so genial, nach dem Motto hört her, ich hab's einfach drauf. Hohe Popkunst ohne überflüssigen Schnickschnack. Dass am Ende eine traumhafte Ballade erklingt ist wohl keine Überraschung. Gefühlvoller Gesang, leicht dramatischer Aufbau, wunderschöne Melodie, geniale Saxophon-Klänge - Was will man mehr. Abwechslung wird auf diesem Longplayer groß geschrieben, was wohl daran liegt, dass hier mehrere Produzenten am Werk waren. Heraus kam ein gelungenes Album und 25 Jahre nach Veröffentlichung sind die Songs immer noch gut hörbar. Ist das wirklich schon so lange her, ich kann es gar nicht glauben. Doch wenn ich mir Jennifers Frisur und Klamotten auf den Fotos des Booklets so anschaue, kommt dann doch die Gewissheit darüber. So manche Mode ist vorübergegangen während der Jahre, doch diese Songs bleiben für immer
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Endlich., 4. November 2012
Endlich, nach 14 Jahren liefert Kylie mal wieder ein Album ab, das ganz nach meinem Geschmack ist. Gemeinsam mit uns schaut Miss Minogue auf ihre beeindruckende 25-jährige Karriere zurück und spielt 15 ihrer Hits neu ein. Dabei ist wirklich jede Neuauflage der alten Songs bestens gelungen und einen schönen neuen Titel legt Kylie auch noch obendrauf. THE ABBEY ROAD SESSIONS beeindruckt mit traumhaften akustischen Klangkulissen und einer Kylie, deren Stimme hier klar im Vordergrund steht, rein und klar, kraftvoll und wunderschön. Nie zuvor hörte man sie so unverfälscht und gut auf einer CD. Die neuen Arrangements folgen verschiedenen Stilrichtungen und bieten reichlich Abwechslung, im Grunde ein Spiegelbild Kylies 25-jähriger musikalischen Schaffensphase, die auch nicht immer geradlinig verlief. Ein lässiger und cooler Popsong wird aus ALL THE LOVERS. Beherrscht von schönen Akustikgitarren, Schlagzeug und dezenten Streicherklängen. Schön und locker vorgetragen verzaubert uns Kylie hier mit Leichtigkeit. Zum Jazzklassiker mit coolen Background-Sängerinnen wird der Discoknaller ON A NIGHT LIKE THIS umgewandelt. Die Betonung der Melodie ist anders als beim Original und so entsteht ein eigenständiger und megastarker neuer Song. BETTER THE DEVIL YOU KNOW erhält eine sanfte Klavierbegleitung und wandelt sich so zur gefühlvollen Ballade. Mit dem Einheits-Dancepop aller Stock/Aitken/Waterman des Originals hat diese tolle Nummer nichts mehr gemein. Auch HAND ON YOUR HEART erhält ein völlig neues Gewand. Ein lässig schwebender Akustikgitarrensound bezaubert durch seine Leichtigkeit. Kylie singt wunderschön und gibt auch dieser Neuauflage durch die veränderte Interpretation ihre Eigenständigkeit. Den flotten Dancehit I BELIEVE IN YOU mit simplen Akustikgitarren und Streichern zu untermalen und dabei die Melodie in Originalgeschwindigkeit zu belassen klingt saustark. Wieder sind bezaubernde Backgroundgesänge zu hören. Und obwohl der Song ruhig wirkt, lässt sich die Discoherkunft nicht verleugnen. Niemals hätte ich gedacht, dass man aus dem 08/15-Stampfer COME INTO MY WORLD ein so tolles Lied zaubern kann. Lediglich ein verspielter Klaviersound dient Kylie hier als Begleitung. Sie zaubert eine Ballade aus dem Song, voll Gefühl und Schönheit. Ich finde FINER FEELINGS ist schon im Original einer der besten Hits von Kylie. Hier mausert sich der Song durch intensive Streicherbegleitung und ein ausgeklügeltes Druming-Programm zu einem absoluten Highlight des Albums. Mit leicht dramatischen und düsteren Klängen entsteht ein wunderschöner Titel. Mit CONFIDE IN ME liefert das Album das nächste Highlight. Getragen wird die Melodie von bedrohlichen Drums und einer monotonen Gitarre im Hintergrund. Die Melodie und der Gesang klingen ähnlich intensiv wie beim Original. Klasse Song voll Hingabe und Gefühl. Leicht verrucht und knisternd erotisch zieht SLOW den Hörer hier in seinen Bann. Gehauchte Töne, ein gemächlicher Blues und eine verrauchte Baratmosphäre zaubern ein prickelndes Erlebnis. Swinging Sixties, coole Big Band Klangkulisse und eine entfesselte Kylie, so lässt sich die Neuauflage von LOCOMOTION zusammenfassen. Dabei setzt diese Version auf Authentizität und verzichtet auch jeglichen technischen Schnickschnack. CAN'T GET YOU OUT OF MY HEAD behält seinen Dance-Charakter. Bekommt einen fetzigen Orchestersound dazu, und Kylies Stimme klingt auch ohne die Computerbearbeitung des Originals perfekt bei dieser Hymne. Das ohnehin grandiose WHERE THE WILD ROSES GROW bekommt durch die hier vertretene Akustikversion noch mehr Tiefe und Intensität. Die Reinheit der Stimmen von Kylie Minogue und Nick Cave zaubern eine bedrohliche Kulisse, der minimalistische Sound aus Akustikgitarre und Drums umrahmt das Ganze auf seine Art. FLOWER ist der einzig wirklich neue Titel des Albums. Ein bezaubernder Popsong, der sich betont ruhig und gefühlvoll gibt. Der dezente Grundsound wird von Streichern begleitet, die Melodie ist eingängig und schön. Unspektakulär aber schön. Eine extrem ruhige Ballade wird aus I SHOULD BE SO LUCKY. Klassisch schön, nur von Streichern begleitet singt Kylie mit wunderschöner Stimme. Ich kann mir den Song auch ohne die Streicher als A-Capella-Nummer wunderschön vorstellen. Ein etwas simpler Countryschlager, der nach einfachen Prinzipien funktioniert, mit trägem Gitarrensound und leichtem Gesang, so klingt LOVE AT FIRST SIGHT hier. Kein Highlight aber doch um Längen besser als das Original. Am Ende noch eine gefühlvolle Ballade mit Klavierbegleitung. NEVER TOO LATE bildet einen würdigen und schönen Abschluss eines rundum gelungenen Albums. Es ist schon beeindruckend, was Kylie Minogue uns auf THE ABBEY ROAD SESSIONS bietet. Ihre Karriere auf diese Art Revue passieren zu lassen, war eine tolle Idee von ihr. Es zeigt gleichzeitig ihre Wandlungsfähigkeit, die sie immer noch hat, auch wenn man dies bei ihren Alben ab dem Jahr 2000 oft vermisst hat. Weiterhin beweist sie, welch großartigen Song man aus so manchem farblosen Einheits-Dancetitel machen kann. Sie schenkt mir mit dieser CD mein Albumhighlight 2012 und die Gewissheit, dass sie es noch locker drauf hat.
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Accelerate
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| Wird angeboten von CD-DVD-Tonträger Berlin |
| Preis: EUR 4,99 |
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4.0 von 5 Sternen
Purer und knackiger Rock., 28. Oktober 2012
Kurz und knackig. In jeder Hinsicht kann man ACCELERATE so umschreiben. Dabei lassen es R.E.M. auf dieser Scheibe endlich mal wieder richtig krachen. Nach den beiden mäßigen auf Mainstraempop getrimmten Alben REVEAL und AROUND THE SUN kehren die Jungs hier zu purer Rockmusik zurück. Kantige Soundkulissen aus markanten E-Gitarren und offensivem Schlagzeug bestimmen das musikalische Geschehen. Die Songs sind zumeist kurz gehalten, dadurch behalten sie ihre knackige Spritzigkeit. Michael Stipe singt mit gewohnt guter und geiler Stimme, die passt perfekt zu dem rockigen Musikrahmen. Highlights sind: HOLLOW MAN, das durch markante und coole Tempowechsel und einen mitreißenden Refrain besticht, die Hitsingle SUPERNATURAL SUPERSERIOUS, die regelrechte Ohrwurmqualitäten besitzt und das etwas getragene UNTIL THE DAY IS DONE, welches eine kleine Verschnaufpause und einen Kontrast zum restlichen Album bietet. Auch energiegeladene und schnelle Nummern wie der Titelsong ACCELERATE, HORSE TO WATER und der Schlusstitel I'M GONNA DJ haben einen eigenen und rauen Charme, der durchaus überzeugt. Auch die viel gescholtene Albumlänge ist aus meiner Sicht nicht so schlimm, denn die kurze Genialität der CD, die Spritzigkeit und das Knackige der Musik kommt nur so zu Stande. Ein ganzes Stück dieses kurzweiligen Vergnügens hätte man mit langen Jamsessions kaputt gemacht. Und so passt wohl auch das simple Artwork und die einfache Pappverpackung zum Album, das in seiner Gesamtheit an eine unfertige Demoversion erinnert.
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Jagged Little Pill
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| Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt. |
| Preis: EUR 6,47 |
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4.0 von 5 Sternen
Roh und ungeschliffen., 28. Oktober 2012
JAGGED LITTLE PILL das hochgelobte erste Erfolgsalbum von Alanis Morissette, für Viele bleibt dieses Werk von ihr bis heute unerreicht. Ich finde, dass es ein gelungener Einstand in der breiten, öffentlichen Musikwelt ist, doch bereits beim Nachfolger hat sie eine gewaltige Schippe draufgelegt. Hier auf JAGGED LITTLE PILL klingt Alanis wohl so rein und ursprünglich wie auf keinem ihrer anderen Alben. Sie wirkt wie ein roher und ungeschliffener Diamant. Die Stimme kratzt ordentlich, wirkt ungeübt und so gar nicht ausgereift. Und gerade dies zeichnet den besonderen und schönen Charme dieser CD aus. Die Musik wirkt echt und authentisch, und dass sie mit Herzblut bei der Sache ist, kann man Alanis vom ersten bis zum letzten Moment anhören. Die Songs rocken ordentlich, bestechen durch coole Gitarren- und Schlagzeugarrangements. Künstliche Soundelemente bleiben außen vor, und so trägt auch der musikalische Rahmen um Alanis` Stimme zum authentischen Eindruck des Albums bei. Immer wieder erklingen auch die herrlichen Mundharmonikaklänge, die ein Markenzeichen vieler ihrer ersten Hits sind. Wenn wir schon bei den Hits sind, da bietet JAGGED LITTLE PILL eine ganze Reihe davon. IRONIC, YOU OUGHTA KNOW, HAND IN MY POCKET, YOU LEARN und HEAD OVER FEET waren Riesenerfolge für Alanis. Schon die Auswahl dieser Singles zeigt die Vielfalt des Albums, vom ruhigen Uptemposong bis zur energiegeladenen Rocknummer ist alles vertreten. Alanis Morissette hat all diese wunderbaren Songs zusammen mit dem Produzenten des Albums Glen Ballard selbst geschrieben. Ihre natürliche Art macht sie und ihre Musik auf Anhieb sympathisch. Meine Lienblingstitel des Albums sind FORGIVEN, IRONIC und MARY JANE, doch eigentlich gibt's keinen schlechten Song auf JAGGED LITTLE PILL. Erwähnenswert ist auch der Hidden-Track am Ende der CD. Hier singt Alanis mit extremem Gefühl eine Hammer-A-Capella-Ballade, was bis tief unter die Haut geht. Zu verdanken ist dieses Werk wohl auch Madonna, sie wurde auf die junge Alanis aufmerksam und gab ihr einen Plattenvertrag bei ihrem damals eigenem Label Maverick, wo dann auch alle Alben von Alanis bis 2008 erschienen. So steht dann auch Madonnas Name im Booklet bei den Personen, denen Alanis ihren Dank ausspricht. Ansonsten sind noch die Songtexte abgedruckt, alles schlicht in schwarzer Schreibmaschinenschrift auf weißem Untergrund. Kein weiteres Bild der Künstlerin außer auf dem Cover, und so passt das Artwork ebenfalls zur ursprünglichen Art der Musik.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Simpel gestrickt und in die Jahre gekommen., 22. Oktober 2012
Mächtig in die Jahre gekommen klingt Madonnas Musik der 1980er Jahre. Wobei es sich bei LIKE A VIRGIN noch um ihr bestes Album aus dieser Zeit handelt. Mit MATERIAL GIRL und LIKE A VIRGIN sind beispielsweise 2 echte Klassiker der Popmusik vertreten, die allerdings von der Öffentlichkeit auch ziemlich überstrapaziert wurden, will heißen, dass ich sie aufgrund der Dauerberieselung nicht mehr hören kann. Stimmtechnisch war Madonna eigentlich nie eine der ganz Großen, und hier am Anfang ihrer Karriere klingt sie auch noch relativ piepsig und ungeübt. Vielleicht zaubert gerade diese Tatsache einen gewissen Charme der Unvollkommenheit in dieses Album. Recht simpel gestrickte und eingängige Popmusik präsentiert uns Madonna hier. Durchaus bietet dieses Album Abwechslung, OVER AND OVER und INTO THE GROOVE sind beispielsweise solide 80er Jahre Dancemusik, während sich Titel wie MATERIAL GIRL und SHOO-BEE-DOO glamourös geben. ANGEL, DRESS YOU UP und STAY sind eingängige und schöne Popsongs, die ich auch heute noch gern mag. Unbestrittenes Highlight ist für mich die aus der Feder von Miles Gregory stammende Ballade LOVE DON'T LIVE HERE ANYMORE. Madonna präsentiert den Klassiker voll Inbrunst und Gefühl, der dramatische Streichersound und die ruhige Grundmusik bezaubern auf ihre eigene Weise. Zeitlos und wunderschön klingt dieser Song und ist damit der einzige des Albums, dem man das Alter nicht anhört. Man muss wohl auch bedenken, dass Madonna hier noch am Anfang ihrer musikalischen Entwicklung war, zielstrebig und stetig ging sie voran und erarbeitete sich so eine große Weltkarriere. LIKE A VIRGIN ist ein Grundstein dazu, auch wenn das Album heute etwas in die Jahre gekommen scheint, so war es doch seinerzeit zurecht ein Riesenerfolg für Madonna.
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5.0 von 5 Sternen
Eigenwilliges und faszinierendes Hörerlebnis., 21. Oktober 2012
Nun ist POSSIBLY MAYBE ja nicht gerade ein eingängiger und einfacher Titel, selbst für Björk-Verhältnisse klingt er anfangs schräg und gewöhnungsbedürftig. Der verschachtelte und verschrobende Computersound wird von schönen Klavierklängen und gelegentlichen Streichern begleitet, ein monotoner und etwas aufdringlicher Bass zieht sich durch den gesamten Song. Highlight dieser Ballade ist vor Allem Björks extrem gefühlvoller Gesang. Besonders im Zwischenteil singt sie sehr stark und bringt buchstäblich Gläser zum springen. Diese Maxi-CD verfügt neben dem Original noch über 3 weitere Mixe von POSSIBLY MAYBE und auch diese sind keine leichte Kost für die Ohren. Der LUCY MIX fällt durch stark computerverzerrte Lyrics auf, dahinter schwingt ein leichter, sphärisch klingender Sound der extreme Ruhe vermittelt. Irgendwie eigenwillig aber sehr interessant ertönt der CALCUTTA CYBER CAFE MIX. Eine rhythmische, clubartige Klangkulisse begleitet hier Björks Gesang. Die Betonung der Töne der Melodie erfolgt hier teilweise völlig anders als beim Original, wodurch schon fast wieder eine neue Melodie entsteht. Björks Stimme klingt sehr stark, ursprünglich und wenig retuschiert. Eine entspannte Mischung aus leise schwingenden Schlagzeugklängen und schrägen Computerelementen bietet der DALLAS AUSTIN MIX. Die Melodie scheint 1:1 vom Original rübergenommen, wirkt hier allerdings stellenweise etwas deplatziert. Ohne die Synthielemente würde dieser Mix glatt als Barmusik durchgehen, eine interessante Stimme auf der kleinen Bühne begleitet von einem Schlagzeug. Wahrscheinlich muss man wie ich die Musik der kleinen Isländerin schon mögen, um an diesem Werk Gefallen zu finden. POSSIBLY MAYBE klingt eigenwillig und kantig, und doch fasziniert mich dieser Song mit seiner versteckten Schönheit. Die Suche dannach hat sich für mich gelohnt und ist mit Nachhaltigkeit belohnt wurden.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Durchwachsen., 11. Oktober 2012
Nur selten habe ich ein derart durchwachsenes Album gehört wie THE SPIRIT INDESTRUCTIBLE von Nelly Furtado. Es gibt großartige Songs auf dieser Scheibe, auch solche die durchschnittlich sind, keinem wehtun und durchaus hörbar sind, aber dann auch jene die regelrecht unterirdisch und gruselig klingen. Hier habe ich zeitweilig den Eindruck, dass Miss Furtado auf Droge ist oder schlichtweg die falschen Pillen eingeworfen hat. Nun hätte dieses Album ja in viele Richtungen gehen können, verträumter Pop wie zu Nellys Anfangszeiten, massentaugliches RNB-Gedudel wie auf LOOSE oder lateinamerikanisch angehauchter Gitarrenpop wie bei MI PLAN. THE SPIRIT INDESTRUCTIBLE scheint nichts von dem, oder von allem ein wenig. Zugute muss man Nelly halten, dass sie sich nicht endlos wiederholt und auch ein Stück weiter entwickelt hat. Auf diesem Album fallen zuerst die fetten wummernden Beats auf. Der Sound dröhnt teilweise meterhoch und übertönt alles Andere. Einige Titel mit schönen Melodien werden dadurch regelrecht kaputt gemacht. Hier wäre oft weniger mehr gewesen: weniger Bässe, mehr von Nellys Stimme. Der Titelsong SPIRIT INDESTRUCTIBLE verfügt über eine schöne eingängige Melodie. Zumindest anfangs hört man Nelly Furtado auch schön und klar singen. Der vertrackte elektronische Sound nimmt der Melodie ein Stück des Zaubers. Schade der Titel hätte ganz groß werden können, so ist er nur gut. Eigentlich möchte ich BIG HOOPS nicht kommentieren. Schauriges Geschrei und Gedudel aus dem Gruselkabinett, und dann noch erste Single? Ich versteh es nicht! Bei HIGH LIFE bin ich irgendwie von der Melodie und Nellys Gesang fasziniert. Doch auch hier wieder meterhohe, nervende Soundwellen und ein unschöner Rappart. Bei BIG HOOPS dachte ich eigentlich schlimmer geht's nimmer, das war ein Irrtum. PARKING LOT noch als Musik oder Song zu bezeichnen ist fast eine Beleidigung. Zwischen stotterndem Gestammel lässt Nelly ein paar La-la-la Kinderliedlaute ab, dazu nervendes Gedröhne und Wummern. Was soll das? SOMETHING wildert mehr oder weniger gekonnt in der Gangsta-Rap-Ecke. Der Sound hat hier leicht dramatische Züge passt aber gut zur Melodie, in diesem Fall passt sogar der Gastrapper Nas. Nicht schlecht und nach mehreren Durchläufen auch gut hörbar. Ein cooler Gitarrensound, der richtig Spaß macht begleitet Nelly bei BUCKET LIST. Nelly singt grandios und die Melodie gefällt auch auf Anhieb. Sehr gelungener Song mit viel guter Laune gewürzt. Sphärisch entrückt klingt Nelly Furtado bei THE MOST BEAUTIFUL THING. Der Sound hämmert mit eiserner Beständigkeit und passt eigentlich nicht zur balladesken Melodie. Verschrobene und schräge Angelegenheit, die aber auch interessant klingt. WAITING FOR THE NIGHT ist ein beschwingter Synthpoptitel, der gut tanzbar ist. Er klingt nicht schlecht, scheint aber auch beliebig und austauschbar. Ein großartiger Titel ist Nelly mit MIRACLES gelungen. Das orientalisch angehauchte Popmärchen, verzaubert mit einer exzellenten Melodie und schönem gefühlvollem Gesang. Etwas vertrackt und eigenwillig klingt CIRCLES. Der näselnde Gesang am Anfang klingt schon sonderbar, doch nach und nach entfaltet sich ein schöner Song, der allerdings mehr nach Kylie statt Nelly klingt. Simple, einfach und gut klingt ENEMY. Die Melodie hat etwas Naives und Kindliches, der begleitende Sound bleibt artig im Hintergrund, und hat schöne Elemente wie Streicher und Drums zu bieten. Schön. Am Ende bekommt Nelly doch noch ein absolutes Highlight hin. Ein klassischer Popsong mit energiegeladenem Sound und schwungvoller Melodie ist BELIEVERS. Der Refrain scheint losgelöst von Raum und Zeit, entsprechend losgelöst und kraftvoll wird er von Miss Furtado auch gesungen. Klasse Abschluss. Am Ende bin ich einigermaßen versöhnlich mit diesem Album, denn die wirklich schlimmen (aus Nellys Sicht vielleicht experimentellen) Songs erklingen alle am Anfang der CD. Am Ende liefert sie sogar noch ein paar richtige Highlights. Was ich dann allerdings doch sehr störend finde sind die holprigen Übergänge zwischen den Titeln, die z.T. mit s.g. Interludes vollzogen werden. Diese von den Songs losgelösten unschönen Zwischenklänge (oder was auch immer) haben noch nicht einmal seperate Tracknummern, dann könnte man sie wenigstens überspringen. Naja insgesamt ist dieses Album doch besser geworden als ich befürchtet hatte. Und Nelly Furtado, der ist die Meinung der geneigten Hörer ohnehin egal, zumindest vermittelt dies ihr arroganter Blick von den Fotos zu diesem Werk.
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5.0 von 5 Sternen
Schlichtweg schön und genial., 11. Oktober 2012
2 Jahre nach dem offensiven und rockigen MONSTER veröffentlichten R.E.M. das grandiose NEW ADVENTURES IN HI-FI. Auch hier rocken einige Songs ordentlich, die Klangkulissen erscheinen aber nicht so kantig und schroff, wie das noch bei MONSTER der Fall war. Die Gitarrenriffs und Drumsessions klingen mehr auf Mainstreem produziert, verlieren dadurch allerdings etwas ihre pure und reine Energie. Gleichzeitig spannen R.E.M. auf NEW ADVENTURES IN HI-FI den Bogen zurück zu eingängigeren und popigeren Klängen. So entsteht eine perfekte Mischung aus dem, was die Musik der Band ausmacht. HOW THE WEST WAS WON AND WHERE IT GOT US ist ein cooler Song, der durch ein träges Schlagzeug und markante Klavierklänge auffällt. Eine ganze Reihe anderer Instrumente wurde in die Musik eingewebt, auffällig sicherlich auch die langgezogenen pfeifenden Töne im Hintergrund. Michael Stipe glänzt mit seiner großartigen Stimme, die zwischen ruhiger Gelassenheit und kraftvoller Stärke schwankt. Ein offensiver Rockkracher mit coolem Gitarrensound ist THE WAKE UP BOMB. Entsprechend rau und energiegeladen klingen der Gesang und die Melodie des Songs. Cool klingt auch die begleitende E-Orgel. Fetzig und geil. Geschmeidiger Gitarrenrock mit schönen Akustikgitarreneinflüssen, einer ruhigen Melodie und sanftem Gesang, so kann man NEW TEST LEPER zusammenfassen. Entspannend und herrlich unaufgeregt. Düsterer und schräger kommt dann UNDERTOW daher. Der Sound besticht durch finstere aber pure E-Gitarrenklänge. Michael Stipe geht gesangstechnisch (besonders beim Refrain) gut aus sich raus, das Gitarren-Outro erklingt einfach genial und geil. E-BOW THE LETTER ist einer meiner Lieblingshits von R.E.M. Alles verläuft in herrlich entspannten Bahnen, die Musik besticht durch ruhige Gitarrenklänge eingehüllt in ein dezentes Schlagzeug und leichte Orgelklänge. Ich liebe die traumhafte Melodie und den Gesang von Michael Stipe und die unwiderstehlichen gehauchten Backgroundgesänge einer gewissen Patti. Ganz groß und wunderschön. Anfangs bewahrt LEAVE ein wenig der Ruhe des vorangegangenen Titels. Doch dann trifft der schräge und rumpelnde Rocksound den Hörer mit voller Wucht. Die geniale Melodie für sich, würde wohl genauso gut bei einer Ballade funktionieren, doch wir haben es hier mit einem gewaltigen Rocktitel zu tun. Und so steht der Gesang etwas im Gegensatz zur Musik. LEAVE ist das Highlight des Albums, auch wenn ich das nicht gleich erkannt habe. Pur, laut, rumpelnd, so fegt DEPARTURE über uns hinweg. Coole Gitarren, Sprechgesang während der Strophen und ein geiler energiegeladener Refrain sind die Hauptmerkmale des Songs. Mit BITTERSWEET ME setzen R.E.M. wieder auf massenkompatiblen Rock-Pop mit gefälliger Melodie und kraftvollem Gesang. Auch hier schöne markante E-Gitarren während des Refrains. Schön und gut. BE MINE ist eine traumhafte Ballade. Der Gitarrensound mutet dabei wenig balladesk an, es ist mehr die Stimme von Michael Stipe und die schöne Melodie, die die Ruhe in den Song bringen. Der Aufbau ist dabei genial, vor allem beim ausklingenden Instrumentalteil bin ich voll begeistert. Auf markante Gitarrenklänge wird bei BINKY THE DOORMAT gesetzt. Das Tempo ist im unteren Bereich angesiedelt und macht den Titel etwas träge. Richtig geil und rockig ist der Refrain und der instrumentale Zwischenteil. Mit ZITHER gönnen uns R.E.M. eine instrumentale Ruhephase, die wirklich schön anzuhören ist. Nach so viel Ruhe geht SO FAST, SO NUMB ohne großen Anlauf in die Vollen. Der knackige Rocksound und die schöne Melodie machen aus dem Song eine kurzweilige Angelegenheit. Toll. LOW DESERT klingt auch recht rockig hat aber auch deutliche Einschläge aus der Country-Ecke. Der Song klingt nach weiter Prärie, Cowboys, Pferden, Dreck und Staub. Coole Nummer. Beschwingte Barmusik mit leichtfüßiger Klavierbegleitung, dazu eine gute Popmelodie, ein paar Streicher im Zwischenteil und geschmeidiger Gesang - schon ist der Hit fertig. Fast klingt ELECTROLITE als wolle es auf das kommende Album (UP) hinweisen und einen Vorgeschmack darauf geben. Für mich hatten R.E.M. in den 1990er Jahren ihre beste musikalische Zeit. Zu ihren Highlights gehört für mich zweifellos NEW ADVENTURES IN HI-FI. Ich kann es auch heute noch rauf und runter hören, ohne einen Störfaktor darauf zu finden. Sehr ansprechend wirkt auf mich auch das schlichte Design der CD. Die Schwarzweißfotografien strahlen gleichzeitig Ruhe, Entspannung und reine Schönheit aus. Nun gut, es gibt nur ein verschwommenes Bild der Band im Ziehharmonika-Booklet und auch keine Songtexte, doch irgendwie stört mich dies hier nicht. Es ist gut so wie es ist, schlicht und schön und passend zur Musik.
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4.0 von 5 Sternen
Geniales neben Angestaubtem., 10. Oktober 2012
Dies ist es nun, das hochgelobte Debut von A-ha, der Band, die mich durch mein ganzes bisheriges Leben begleitet hat. Einige hier meinen, dass HUNTING HIGH AND LOW das Beste Werk der Jungs sei, gar nie mehr übertroffen wurde. Nun in der Tat finden sich geniale Songs darauf, die ich heute noch genauso mag wie damals, und die ich wohl auch noch bis zum Ende meiner Tage lieben werde. Da wäre zum Beispiel TRAIN OF TOUGHT, das so unsagbar geil groovt und mit einer perfekten und eingängigen Melodie besticht. Die Stimme von Morten Harket klingt hier noch richtig roh und ungeschliffen und doch geil. Dann ist da die Gänsehautballade HUNTING HIGH AND LOW, die spielerisch zwischen ruhigen Klängen und schwulstigem Bombast wandelt. Ein wunderbares und zeitloses Stück Musikgeschichte. Wozu man auch ohne Zweifel THE SUN ALWAYS SHINES ON T.V. zählen kann. Der exzellente Synthie-Dancekracher besticht durch seine Eingängigkeit. Der Sound scheppert ordentlich und zeigt auch rockige Anklänge, Melodie und Gesang sind einfach genial. Auch die Dauerberieselung im Radio konnte mir den Song nicht vermiesen, er funktioniert halt immer noch, und läuft und läuft ... Der genialste Song des Albums und ein Highlight der gesamten A-ha Karriere ist ohne Zweifel LIVING A BOY'S ADVENTURE TALE. Der geile dahinfließende Sound mit den zauberhaften Klängen lässt mich noch heute dahinschmelzen. Die Melodie ist der Hammer, die Stimme von Morten Harket absolut toll, vor allem am Ende, wenn er aus sich rausgeht - einfach geil. Melancholie und Ruhe die wunderschön ist. Und auch der Schlusstitel HERE I STAND AND FACE THE RAIN ist etwas Besonderes in meinen Ohren. Die schöne Melodie wird von einem genialem Synthie-Popsound getragen. Die durchgehende gefällige Soundlinie überzeugt mich auf ganzer Linie, schön. Nun hat das Album noch eine ganze Reihe unspektakuläre aber nicht wirklich schlechte Songs. LOVE IS REASON, AND YOU TELL ME und THE BLUE SKY gehören für mich dazu, mittelprächtige Popmusik halt. Und leider gibt's da auch 2 Songs für mich, die mächtig in die Jahre gekommen sind, eine gewaltige Staubschicht angesetzt haben. TAKE ON ME und I DREAM MYSELF ALIVE waren vielleicht anno 1985 modern und hip. Heute muten sie dann doch eher seltsam an und gehören wie die Klamotten von damals gut verpackt in eine Kiste auf den Boden, wo man sie nach Lust und Laune gelegentlich hervorkramen kann. So erklingen auf diesem Album für mich zeitlose neben angestaubter Musik. 1985 war dies ein grandioses Debut der 3 Norweger, Grundlage für ihre gesamte Karriere und zweifellos hat HUNTING HIGH AND LOW auch heute noch seine Berechtigung. Für mich hat sich mit dem Rezensieren dieses Albums an dieser Stelle der Kreis um A-ha geschlossen. Neues ist von den 3 Jungs zusammen als eine Band leider nicht mehr zu erwarten. Morten, Mags und Pal waren gute Begleiter durch mein bisheriges Leben. Ich war nicht immer begeistert von ihrer Musik, musste sie zwischendurch sogar nach längerer Zeit wieder für mich entdecken, doch es war eine schöne Zeit.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Faszinierendes Spätwerk., 9. Oktober 2012
Ich war nie ein Bowie-Fan und bin es wohl auch jetzt nicht. Dazu sind meine Kenntnisse seiner Musik einfach zu gering. Klar ich kenne seine Hits, die im Radio laufen und finde diese auch teilweise gut, doch zum Kauf einer Platte von ihm haben sie mich nie bewegt. Dann kam die Single THURSDAY'S CHILD, die mich in ihren Bann zog, daraufhin hörte ich mir das Album HOURS an und musste es haben. Dieses Spätwerk von David Bowie klingt einfach toll. Mr. Bowie wandelt hier zwischen Leben und Tod, Himmel und Hölle. Allein die Symbolkraft der Bilder und das Artwork dieser CD sind faszinierend, und die Musik bewegt mich zutiefst, dringt in mein Innerstes vor. Und so hat er mich im Herbst seiner Karriere noch gepackt, quasi gezwungen ihm zu zuhören. Fließende Melancholie und Dramatik strahlt THURSDAY'S CHILD aus. Die herrliche Melodie hat gleichzeitig etwas Verträumtes. Der Refrain ist erstklassig, die begleitende Stimme von Holly Palmer zauberhaft, der Song rundum gelungen. Das hier etwas in der Luft liegt, kann man bei SOMETHING IN THE AIR vom ersten Takt an spüren. Der anfängliche ruhige Sound strahlt schon eine gewisse Spannung aus, die Dramatik verstärkt sich zum Refrain hin, der sich dann musikalisch entlädt und David regelrecht befreit klingen lässt. Der coole Gitarrensound gefällt hier besonders. Entspannt und ausgeglichen begegnet uns Bowie bei SURVIVE. Der ruhige Akustikgitarrensound wird hier und da von markanten E-Gitarren verstärkt, klingt aber geschmeidig und brav. Gelassene Ruhe strahlt auch der Gesang aus. Schön. Etwas rau und rumpelig kommt IF I'M DREAMING MY LIFE daher. Beeindruckend sind hier die zahlreichen Tempowechsel. Der coole Rocksound passt sich dem Song perfekt an. Auch hier wirkt Mr. Bowie relativ ruhig und gelassen und steht damit im Gegensatz zur Musik. Markant, vielleicht auch etwas schräg, aber doch faszinierend ist der lange Ausklang des Songs. SEVEN setzt wieder auf faszinierende Leichtigkeit. Der Song besitzt eine Melodie, die man auf Anhieb mitsummen kann. Auch hier gibt's wieder den schönen Akustikgitarrensound und eingestreute begleitende E-Gitarrensample. Toller Song. Düster und ein wenig wummernd erklingt WHAT'S REALLY HAPPENING? Die tiefe Basslinie wird von mächtigen E-Gitarren begleitet, der Sound scheint die Melodie vor sich her zu treiben. Der Backgroundgesang ist hier besonders markant und gut. Ein regelrechter Rockkracher mit enormer Geschwindigkeit ist THE PRETTY THINGS ARE GOING TO HELL. Von Anfang bis Ende rockt David Bowie den Song. Geile Stimme, geiler Sound, geile Melodie - geiler Song. Ein Hauch Mystik weht anfangs durch NEW ANGELS OF PROMISE. Davids Stimme ist in all ihren Facetten zu hören. Auch hier gibt's wieder ordentlich Schlagzeug und Gitarren um die Ohren. Die ab und an eingestreuten Flötenklänge geben dem Song den besonderen Reiz. BRILLIANT ADVENTURE ist eine kurze aber intensive instrumentale Reise ins innere Ich. THE DREAMERS vereint am Ende nochmals zarte und wummernde, gar mächtige Klänge. Hier setzt die Musik auf zahlreiche Sound- und Tempowechsel, teilweise ist der Song getragen, dann wieder flott unterwegs. Interessanter und außergewöhnlicher Titel am Ende, schön. David Bowie - ein großer Name in der Musikwelt, mit dem ich bisher nicht viel anfangen konnte. Doch dieses geniale Album zeigt mir, dass es nie zu spät ist, Künstler und deren Musik für sich zu entdecken. Bei Mr. Bowie spüre ich nicht das Bedürfnis mir seine früheren Werke zu erschließen. Ich bin glücklich und zufrieden seine 3 Spätwerke (HOURS, HEATHEN, REALITY) für mich entdeckt zu haben, die in meinen Ohren erstklassige und zeitlose Popmusik beinhalten.
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