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Rezensionen verfasst von
Hendrik Vadersen "hendrikvadersen" (Fehmarn)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Wer
Wer
DVD ~ A.J. Cook
Preis: EUR 11,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Wo ist die Kuh?", 24. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Wer (DVD)
Mit dem oben genannten Zitat lässt sich der Film ziemlich gut beschreiben. Wer ist eigentlich „Wer“ und wo ist dort eine Kuh? Also, ich habe zumindest keine gesehen, sie spielt auch keine Rolle, aber so funktioniert leider der gesamte Film. Was schade ist…

Der Film beginnt in einem Krankenhaus, in dem eine stark verletzte Frau der Polizei berichtet, was in der vorherigen Nacht passiert ist. Schon dieser Dialog lässt leider ziemlich auf das Niveau des Drehbuchschreibers blicken. So passiert folgendes: „Erzählen sie, was in der vorherigen Nacht passiert ist.“ – „Es war dunkel. Der Mond schien hell…“ Hier sollte man einmal vielleicht das Plagiat anmerken… („Dunkel war’s, der Mond schien helle, als ein Auto…“ Wer kennt es nicht?)

Jedenfalls berichtet die Frau von einem Überfall, in dem ihr Mann und ihr Sohn auf grausamste Art zerfetzt werden. Nur wenig später wird ein Mann festgenommen, der durch seine äußere Erscheinung auffällt. Talan Gwynek ist groß, stark behaart, hat riesige Hände, die Pranken gleichen und ist eigentlich krank, da er stark bewegungseingeschränkt ist. Schon an dieser Stelle hätte der normale Drehbuchautor sich eine passende Lösung einfallen lassen müssen, warum gerade Gwynek einen so bestialischen Mord ausführen konnte, da die Videoaufzeichnungen der Frau darauf schließen lassen, dass der Mörder extrem stark, schnell und beweglich ist. Dem Zuschauer wird aber leider nichts geliefert, außer dem Äußeren von Gwynek.

Als dann die Anwältin Kate Moor den Fall übernimmt, wird sehr schnell deutlich, dass Gwynek wohl wegen dem Land, das seiner Familie gehört, inhaftiert wurde und dieses Land eine Firma oder Frankreich haben will. Leider weiß ich nicht mehr, um was genau es an dieser Stelle ging, da es für den Film eigentlich keine Rolle spielt und nur als Motiv für die weitere Inhaftierung Gwnykes genommen wird. Auch der Leiter der Sonderkommission, Klaus Pistor, steckt hinter der Festnahme, da er bestochen wurde und damit Gwynek in Haft kommt. Moor, welche einen befreundeten Veterinär aus Amerika nach Frankreich kommen lässt (es bleibt unklar, warum dieser Mann aus Amerika eingeflogen werden musste), stellt mit diesem aber schnell fest, dass diese Tat nur von einem Tier oder etwas tierähnliches begangen werden konnte und Gwynek somit als Verdächtiger rausfällt. Somit müsste eigentlich Gwynek freigelassen werden, doch dies passiert nicht, im Gegenteil er bleibt weiter in Haft, warum auch immer. Anscheinend reicht es in Europa schon aus, dass man groß und stark behaart ist, damit man als Monster gilt. Moor lässt Gwynek daraufhin auf die Krankheit Porphyrie untersuchen, die mit sehr ungewöhnlichen Tests festgestellt werden soll. Hierbei kommt es zum Gewaltausbruch von Gwynek, bei dem er mehrere Menschen u. a. vor den Augen von Moor und Pistor, tötet. Gwaynek schafft es daraufhin zu fliehen und kehrt zu seinem Zuhause zurück. Wie es letztendlich weitergeht verrate ich nicht. Großartig gespoilert wurde hier nicht, da dies alles schon im Trailer gezeigt wird, der im Übrigen sehr gut gemacht ist.

Was bleibt vom Film: Eine herbe Enttäuschung, da der Film von der Machart her gut gemacht ist und die Idee des Films richtig gut ist. So springt Gwynkes aus dem Fenster eines mehrstöckigen Hochhauses und landet auf allen vieren wohlbehalten auf den Boden. Kein Schnitt ist zu erkennen und allein daher schon eine super tolle Szene. Aber die Logiklücken des Films sind so riesig, dass man unwillkürlich lachen muss oder sich einfach nur an den Kopf fasst. So ist das Motiv für die weitere Inhaftierung Gwyneks unglaubwürdig. Eine weitere Frage ist, warum Moor dabei sein muss, wenn Gwynek wieder von der Polizei eingefangen werden soll, obwohl der gerade im Krankenhaus mehrere Menschen mit Leichtigkeit getötet hat. Sie kann nichts ausrichten, steht den Polizisten im Weg rum und begibt sich auch noch unnötig in Gefahr. Statt auf Atmosphäre zu achten, wird auch immer mal wieder ein Schockmoment eingebaut und es kommt dann nur eine Sau aus dem Stall oder Tauben aus den Sträuchern oder Fledermäuse aus einer Höhle. Dies wird aber nie dadurch nutzbar gemacht, dass auch mal Gwynek unerwartet auftaucht, so wie es z. B. auf der DVD-Hülle angezeigt wird. Damit ist der Zuschauer nach kurzer Zeit abgestumpft und langweilt sich, vor allem, da ohne Atmosphäre sich ein Schockmoment schnell auflöst und eigentlich nur nervt, wenn nicht mal etwas wirklich Interessantes daraus gemacht wird. Im Übrigen arbeitet jeder Horrorfilm damit und der Zuschauer erwartet so etwas auch. Deswegen ist ein Schockmoment ultra langweilig, wenn er nur dafür herhalten soll, damit es zumindest etwas gruselig ist. Dies sind leider auch nur ein paar Schwachstellen, aber sie reichen aus, um den Film nicht mehr in einem ausreichendem Bereich zu sehen.

Die Idee des Films ist aber super und es hätte ein richtig spannender Horror oder Thriller draus werden können, so wie es allerdings umgesetzt wurde ist es weder das eine noch das andere und verleitet eher dazu selbst in die Klischeekiste zu greifen und Zitate wie „Wo ist denn jetzt die Kuh?“ oder „Weg da, ich bin die Anwältin, ich kann das regeln!“ zum Besten zu geben, während der Film noch läuft. Ich fragte mich auch an ein paar Stellen, ob jemand sich den Film auch mal vorher angesehen hat, um z. B. festzustellen, dass es total unlogisch ist, wenn sich der Veterinär bei einem Selbsttest mit einem zersplitterten Objektträger das Auge zerschlitzt, nur damit später nichts mehr davon zu sehen ist. Und überhaupt ist es ja so logisch, dass jemand sich ein Auge zerschlitzt, wenn der Objektträger eben kaputt gegangen ist, da kann man keinen neuen nehmen, wäre ja auch Verschwendung… *Ironie*

Jedenfalls ist es wirklich schade um den Film, aber man kann ihn nicht ernst nehmen, obwohl er sich selbst sehr ernst nimmt, womit er aber weder Fisch noch Fleisch ist. So kann ich leider nur von dem Film abraten, da er nicht genug Spannung für einen Horror oder Thriller bietet, aber auch nicht so lustig ist, um unterhaltend zu sein. Einfach schade…


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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wandelndes Atommüllendlager, 19. Mai 2014
Godzilla hat mich sehr gespalten zurück gelassen. Einerseits fand ich den Film richtig gut. Er hat fantastische Bilder, coole Effekte und eine bis zu einem gewissen Grad spannende Story. Aber gerade hier liegt der riesige Schwachpunkt des Films.
Ich hatte mich schon gefreut Bryan Cranston auf der großen Leinwand, in einer doch sehr ernsten Rolle zu sehen. Ich wurde dahingehend halb enttäuscht, da er nach gut einer halben Stunde stirbt. Diesen Spoiler habe ich deswegen schon angelegt, da ich es vom Trailer her recht unfair mit diesem Schauspieler zu werben und der Regisseure ihn dann noch nicht mal bis zum Ende hin oder wenigstens bis zu Mitte hin am Leben erhält. Ich fand dieses Vorgehen bei X-Men – Der letzte Widerstand fragwürdig, wo noch nicht mal nach 15 min. Cyclops tot ist. Es gibt aber noch genug andere Twists in Godzilla, die ich hier nicht ausweiten werde.
Ein weiteres Manko an dem Film ist die Figur des Ford Brody. Nicht weil ihn Aaron Taylor-Johnson nicht gut spielen würde, hier würde ich sogar sagen, dass es eine recht passable Leistung ist, allerdings ist der Charakter von vornherein falsch angelegt. Ford Brody, Sohn des Atomwissenschaftlers Joe Brody (gespielt von Bryan Cranston) und bei der Armee als Kampfmittelräumer, scheint alles zu können und zu überleben, was man sich nur denken kann.
Nicht nur, dass er die Monsterangriffe in Japan, Hawaii und San Fransico fast gänzlich unbeschadet überlebt, er ist zudem ein Experte auf dem Schlachtfeld, trifft immer die richtigen Entscheidungen, macht keine Fehler (während die anderen Soldaten ständig welche machen), ist aufopferungsbereit und rechtschaffend… ich könnte diese Liste der guten Tugenden endlos weiter fortsetzen. Irgendwann fragte ich mich aber im Film, ob das nicht alles etwas zu konstruiert wird und damit auch unglaubwürdig für den Gesamtplot. Ein Charakter gänzlich ohne Ecken und Kanten ist nun leider auch überhaupt nicht interessant und genau das ist Ford Brody, fade, langweilig, öde.
Dazu kommt der ständige Vater-Sohn-Konflikt, der auf allen Ebenen und vor allem in sämtlichen Zeitebenen des Films auftaucht (Der Film beginnt 1954, geht über 1999 bis 2013.). So hat es als erstes der junge Ford nicht leicht, da sein Vater keine Zeit für ihn hat. Später ist Joe Brody ein durchgeknallter Wissenschaftler, der aber trotzdem alles richtig voraussagt und sein Sohn, erst enttäuscht von seinem Vater, später beschämt, weil er ihm nicht glauben geschenkt hat, kann sich nicht wieder mit seinem Vater versähnen. Ford selbst hat hingegen auch keine Zeit für seinen Sohn usw. Hier muss man schon ziemlich starke Nerven beweisen, damit der Film dahingehend noch interessant ist.
Der Charakterfundus von Godzilla wurde hingegen überhaupt nicht verändert und baut auf den alten Godzilla-Filmen auf: Es tauchen der uneinsichtige Admiral, als Vertreter des Militärs, dem der weise Wissenschaftler gegenüber gestellt wird und der wiederum eine etwas nervige Assistentin hat, auf; dann gibt es noch den durchgeknallten Wissenschaftler, der zwar nur Vermutungen hat, die sich aber alle Bewahrheiten und nicht zu vergessen und den Helden, der den gesamten Tag rettet. Natürlich noch ein kleiner Junge, welcher dem Helden zur Seite gestellt wird, damit er auch Motivation hat weiterzumachen, sei es sein Sohn oder ein Random-Kind, das er beim Monsterangriff rettet. Also ziemlich der gesamte Godzilla-Cast, es fehlt halt nur die in späteren Filmen auftauchende Zeitreise-Königin, die mit Godzilla sprechen kann und / oder das Wunderkind, welches telepathischen Kontakt mit Godzilla aufnimmt.
Hingegen ist Godzilla als Monster recht witzig und nostalgisch dargestellt, da er zwar immer noch genauso aussieht wie früher, aber durch die Technik lebendig wirkt. Man hat also nicht mehr ganz so viel Mitleid mit dem zwei Meter großen Japaner, der in dem Godzilla-Kostüm durch eine Papp-Stadt stapft und nur so vor Schweiß trieft. Es ruft aber wiederum aber Nostalgie-Gefühle der alten Godzilla-Filme hervor, wenn das Urzeitmonster durch die Gegend schreitet und alles im Umfeld platt macht.
Was aber so richtig stört sind die Logikfehler des ganzen Films. Anscheinend haben der Regisseure, der Drehbuchschreiber, der Produzent und der wissenschaftliche Berater geschlafen, als Plot verfasst wurde. Ein Monster, welches als Nahrung Strahlung braucht und damit sämtliche Strahlung im Umkreis aufsaugt und ungefährlich macht? Wie kommt dieses Tier dann bitte auf seine Proteine, Mineralstoffe etc. aus denen sein Körper besteht. Strahlung besteht ja nur aus Energie. In den 60er Jahren mag das noch als Erklärung dienen, aber heutzutage erwarte ich eine etwas gründlichere Recherche. Des Weiteren versucht der Film Strahlung als riechbar zu beschreiben. Bitte? Wenn man Strahlung riechen könnte, wäre sie nur noch halb so schlimm und ohne Geigerzähler nachweisbar. Dann soll eine Atombombe das Monster anlocken, da es die Strahlung orten kann. Und die Soldaten stehen gänzlich ohne Schutzanzüge neben der Bombe. ??? (Anmerkung des Autors: Das wollte ich jetzt nicht wirklich kommentieren… Es wäre wirklich unschön geworden.) Entweder ist die Strahlung so schwach, dass sie dann ungefährlich ist, wobei ich mich dann frage, warum das Monster auf diese Strahlung erpicht sein sollte, wenn es in der Nähe auch Atomkraftwerke gibt, oder es hat einfach mal jemand geschlafen, als das geschrieben wurde.
Aber ein gutes hätte es, wenn es dieses Monster wirklich gäbe: Man hätte ein wandelndes, sicheres Atommüllendlager. Strahlungssicher, ökologisch abbaubar und keine GAU-Gefahr, nur vielleicht müsste man die Städte etwas… monstersicherer machen, aber ansonsten eine tolle grüne Lösung.
Fazit: Den Film kann man sich auf jeden Fall ansehen, nur sollte man auch nichts Großartiges erwarten. Es ist Popcorn-Kino, das man nebenbei genießen kann, ohne sein Hirn anzustrengen. Wie gesagt sind Bilder und Musik cool, Nostalgie an alte Godzilla-Filme schwingen mit und man hat schon seinen Spaß, wenn einem das Genre etwas sagt. Hingegen sind Ford Brody und die Logikfehler doch sehr ermüdend und man denkt sich „Boah, was soll denn das schon wieder?“. Ich bin aber mal gespannt auf die Fortsetzung, denn die wird es bestimmt geben und vielleicht kommt dann ja auch die Zeitreise-Königin.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 20, 2014 12:48 AM MEST


RED - Älter. Härter. Besser
RED - Älter. Härter. Besser
DVD ~ Bruce Willis
Preis: EUR 5,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nettes Kino für nebenbei., 27. November 2012
Rezension bezieht sich auf: RED - Älter. Härter. Besser (DVD)
RED ist nicht mehr und nicht weniger als das was man erwartet, wenn Bruce Willis in einem Kinostreifen auftritt. Es wird geballert, es wird zerstört und irgendwie sind diese Filme neuerdings ziemlich komisch im Sinne von humorvoll.
Schon bei The Expendables konnte man sich ein zwei Lacher nicht verkneifen. Ja, Willis taucht für noch nicht mal 5 min. auf. Allerdings nehmen sich diese Filme wirklich nicht mehr ernst, sondern karikieren sich selbst. Dies kann ebenfalls von The Expendables 2 gesagt werden, welcher nur noch mehr eine Karikatur eines Actionfilms ist.
Es ist dennoch ein netter guter Film geworden. Vor allem da Helen Mirren, welche schon in vielen sehr guten Filmen, wie Die Queen, mitspielte und jetzt mal eine für sie doch eher ungewöhnliche Rolle übernommen hat. Der Film ist jedenfalls eine gute Unterhaltung. Morgan Freeman als Altenheimbewohner, der aber noch nicht ausgedient hat, und John Malkovich als verrückter Ex-CIA-Agent, bereichern die Story erheblich. Willis, welcher eine romantische Beziehung zu einer normalen Frau (in diesem Fall bedeutet normal, nicht [Ex-]Agentin) hat, erweitert das Spektrum der seltsamen und alten Charaktere. Eigentlich ist es nicht wichtig, warum genau man Willis und seine neue Begleitung erschießen will, da dies nur Beiwerk für einen komischen, zerstörerischen Film, der durch ganz Amerika führt. Älter, Härter, Besser – dieser Untertitel passt auf jeden Fall und kann mit The Expendables mithalten, sowohl in Action als auch in Humor mithalten.
Ich jedenfalls mag den Film und kann ihn empfehlen, wenn man mal keinen besseren zur Hand hat oder nicht etwas Schweres sehen möchte. Viel Spaß beim Zusehen!^^


Thor
Thor
DVD ~ Chris Hemsworth
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 19,88

0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Altes Erzählkonzept, aber neues Gewand, 3. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Thor (DVD)
Thor ist so ziemlich das, was der Kinobesucher oder Zuschauer erwartet. Ein Superheld, welcher die Welt rettet, ein Mädchen bezirzt und auch irgendwie bekommt und ein Superschurke, dem nicht leicht in die Karten zu schauen ist.
Das faszinierende bei Thor hingegen ist, dass alles aufgeht und es Spaß macht zuzusehen. Die Schauspielleistung, gerade von dem Hauptdarsteller Chris Hemsworth, ist nicht gerade über alle Maßen gut. Auch Natalie Portman ist mit diesem Film nicht gerade eine Glanzleistung gelungen. Die Story hingegen ist den Drehbuchautoren gut gelungen.
Aufgebaut wie ein Artusroman, z. B. Iwein, in welchem der Held zu Ruhm und Ehre kommt, später strauchelt und sich läutern muss, ist das Erzählkonzept zwar alt, aber nicht überholt, denn es wird mitgefiebert, die fantastischen Kulissen und Schauplätze sind großartig und der Humor, welcher stets mit schwingt ist ebenso klasse.
Die Läuterung Thors allerdings findet zu abrupt statt und hat keinen fließenden schönen Übergang. Ebenso ist der Schurke Loki, einerseits schwer zu durchschauen, denn er verfolgt andere Ziele als eigentlich angenommen werden könnte, aber andererseits sehr platt. Durch die Story wird später wieder alles miteinander verbunden und so nimmt es keiner der Filmcrew übel, aber ein wenig mehr Pep hätte dem ganzen gut getan.
Es kann sich auf jeden Fall auf den zweiten Teil gefreut werden oder gar auf die Rächer-Initiative, auf welche am Ende des Films angespielt wird. Hoffentlich werden die Schauspieler aber bis dahin nicht mehr nur einen Superhelden Film als Pflichtübung ansehen, damit sie mehr bekannt werden und da das Geld auch nicht zu verachten ist, denn mit einem solchen Film kann auch etwas richtig gutes entstehen, wie dieses Beispiel zeigt.


Up in the Air
Up in the Air
DVD ~ George Clooney
Preis: EUR 4,99

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und wieder zurück zur Erde, 2. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air (DVD)
Selten hat mir ein einfacher Film so gefallen. Viele Schnörkle in der Erzählung hat er nicht, kommt demnach auch ohne jegliche Effekte aus, sondern lebt von seiner wirklich genialen Story und den einzelnen Charakteren und deren Zusammenspiel.
George Clooney spielt Rayn Bingham, einen Mann, den Firmen anheuern, wenn diese zu feige sind ihre Mitarbeiter nicht selbst zu feuern. Bingham sieht sich dabei über den Dingen stehend und hat zweifelhafte moralische Vorstellungen und ist überhaupt nicht durchschaubarer Mensch.
Erst als er die Cornell-Absolventin Alex Goran, gespielt von Vera Farmiga, und seiner 'Luftliebschaft' Natalie Keener, gespielt von Anna Kendrick, begegnet ändert er diese. So erscheint Goran zunächst noch kühler als Bingham, da dieser ihre Vorstellung einer Jobentlassung per Internet nicht billigt. Allerdings nicht aus den Gründen, weil dieser Job noch unpersönlicher wird, sondern weil Bingham die 10-Millionen-Frequent-Flyer-Schallmauer durchbrechen will.
Da er ständig auf Reisen ist, hat er kaum Kontakt zu seiner Familie, allerdings kommt er doch zu der Hochzeit seiner Schwester, wo er sich langsam ernsthaft für Keener interessiert. Diese jedoch spielt nur eine Rolle, da sie eigentlich verheiratet ist und Kinder hat. Bingham erkennt, dass er eigentlich nur 10-Millionen-Meilen hat. Mehr nicht.
Es ist schön zu sehen, wie Bingham langsam wieder auf die Erde kommt und sich anfängt für Menschen zu interessieren, außer, dass er sie feuern soll. Es ist ein wirklich entspannender Film, der trotz des nicht vorhandenen Happy-Ends einfach zum Zuschauen einlädt.


Wolfman [Director's Cut]
Wolfman [Director's Cut]
DVD ~ Emily Blunt
Preis: EUR 6,97

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SO müssen Filme sein!, 10. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Wolfman [Director's Cut] (DVD)
Dieser Film hatte mal alles, was ich mir von einem solchen Film vorstelle. Er war gruselig, weite Aufnahmen, ein gruseliges Geheimnis, schaurige Darsteller, gute Effekte, eine packende Story und gelungene Kulissen, der Film war einfach rundum super!
Die alte Klassik solcher Horrorfilme wurde angenehm neu umgesetzt. Von solchen Filmen bitte dringend mehr. Vor allem war mal wieder Anthony Hopkins großartig.
Das einzige was ein wenig unschlüssig war und auch irgendwie keinen Sinn ergab war der Mann im Zug, welcher Laurence den Spazierstock mit eingebauter Silberklinge überließ. Der hatte im weiteren Verlauf der Story keinen Sinn und warf lediglich Fragen auf, was das nun sollte.
Hugo Weaving war auch klasse in der Rolle eines Inspektors, der di Aufgabe hatte ein Monster einzufangen.
Ich würde aber lieber keine Fortsetzung von dem Film sehen wollen, da der garantiert nicht an diesen heranreichen sollte. Spannung auf Aufklärung über die Geheimnisse hielten sich die Waage, außerdem würde es jetzt keine großen Geheimnisse mehr geben. Es war klar, wer gebissen wurde...


Percy Jackson - Diebe im Olymp
Percy Jackson - Diebe im Olymp
DVD ~ Logan Lerman
Preis: EUR 4,97

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bitte etwas mehr Logik!, 8. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Percy Jackson - Diebe im Olymp (DVD)
Vorweg... ich fühlte mich bei dem Film wunderbar unterhalten. Die Effekte waren super, die Einfälle teilweise genial, die Schauspieler waren gut, insgesamt könnte der Film als gut angesehen werden, wären da nicht die ganzen Logikfehler, welche noch in der ersten Szene anfangen.
Poseidon, Percys Vater und Gott der Meere, und Zeus treffen sich auf dem Empire State Building, wo Zeus Poseidon sagt, dass ihm der Herrscherblitz gestohlen wurde und dass es Percy sein muss. Hm... so weit konnte ich noch folgen, aber dann sagt Poseidon, dass er, dank dem Gesetz von Zeus, welches unumstößlich ist, gar keinen Kontakt zu seinem Sohn haben dürfe und dieser noch nicht mal weiß, wer er ist. Und da wurde es unlogisch!
Wie soll ein Junge, der nichts von der Welt der Götter und Halbgötter weiß, den Herrscherblitz des Zeus stehlen? Aber jeder glaubt, dass es Percy war! Klar! Vor allem, da alle Götter noch immer ihre gleichen Dispute austragen und es ein ganzes Camp von Halbgöttern gibt, die viel besser ausgebildet... nein, die überhaupt ausgebildet sind, um zu kämpfen, da hat nur Percy die Chance dazu gehabt. Ja, ne, ist klar...
Dann ist der gesamte Film sehr vorhersehbar und es ist sofort klar, wer der Dieb ist, als dieser das erste Mal auftaucht. Vor allem für jeden, der sich auch nur etwas mit der griechischen Mythologie auskennt, weiß schnell, wer der Dieb ist.
Jedenfalls werden Percy und zwei Mitstreiter dann durchs ganz Amerika gejagt, damit sie die Perlen der Persephones zusammen sammeln, um wieder aus der Unterwelt fliehen zu können. Dabei ist das gar nicht im Sinne des eigentlichen Diebes, dass Percy und seine Freunde die Unterwelt wieder verlassen sollen... Hm... warum also die mal durch die Welt schicken? Na ja, da können dann noch Medusa, die Hydra und so was wie Circe gezeigt werden... Sinn macht es weniger, vor allem, da nicht erklärt wird, dass der Fährmann mit Goldmünzen bezahlt werden soll, denn sonst kann die Unterwelt nicht betreten werden. Aber das ist ja auch unwichtig...
Und was soll der deutsche Untertitel? Diebe im Olymp? Wenn gibt es einen, also schon mal Singular und dann wird der Olymp 5 min. lang gezeigt, aber Diebe im Olymp... so kann The Lightning Thief auch übersetzt werden. Welcher Übersetzer hatte bloß diesen Einfall?
Ich fühlte mich jedenfalls trotzdem gut unterhalten, aber es sind mir zu viele Logikfehler drin. Auch wenn es ein Kinderfilm ist, sollten diese nicht für blöd gehalten werden. Da macht dann auch der Hauptdarsteller, welcher voll auf die weiblichen Fans zwischen 12 und 16 Jahren abgestimmt wurde, den Film nicht mehr besser, auch wenn er gut gespielt hat.
Ich hoffe das Buch ist besser, denn so blöd kann ein Autor nicht sein! Und dann hoffe ich, dass wenn es einen nächsten Teil geben sollte, der Drehbuchschreiber von diesem lieber eine Folge von Lost schreibt, als wieder an einem Film mitzuschreiben...


The Kiss of Blood
The Kiss of Blood
von Makoto Tateno
  Taschenbuch

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Danke Stephenie Meyer!, 1. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: The Kiss of Blood (Taschenbuch)
Und schon wieder eine Vampirgeschichte, die, aus dem eigentlich schon alles erzählten Genre, an die Oberfläche kriecht. Anscheinend versucht jeder auf den Twilight-Zug aufzuspringen und egal wie, damit Geld zu machen.
Nun, diesmal sind es eben nicht Glitzervampire, die versuchen wollen bürgerlich zu sein, sondern es ist die alte Variante, eines verführerischen Vampirs, welcher die Seelen mit in seinen Abgrund reißt, auch wenn dies in diesem Manga nicht ganz so umgesetzt wird. Es ist noch so eine... es könnte glatt Liebesgeschichte genannt werden. Jedenfalls können sie auch am Tage rumlaufen, Stephene Meyer sei dank, sonst würde wahrscheinlich zu viel Toner verbraucht werden. Außerdem könnte in der dritten Kurzgeschichte nicht erzählt werden, wie Sex in der Öffentlichkeit und doch unerkannt praktiziert werden kann. Diese Story ist zwar lustig, mehr aber auch nicht. Er hat sehr gute Zeichnungen, die man aber von Makoto Tateno aber gewohnt sind. Ansonsten wäre der Manga von der Story her nicht mehr zu ertragen. Insgesamt ist der Manga eher ein kurzweiliger Zeitvertreib mit lustigen einlagen und besteht aus vier Kurzgeschichten, welche durch die rein männliche Vampirfamilie, zusammengehalten wird.
Mir hat er nichts neues erzählt oder war sonst irgendwie spannend, hatte neue Ideen, neue Ansätze etc. Es war eben noch mal ein Vampirding, so wie sie im Moment alle aus den Gräbern gekrochen kommen.
Danke noch mal Stephenie Meyer!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 18, 2010 8:32 PM MEST


Iron Man 2
Iron Man 2
DVD ~ Robert Downey Jr.
Preis: EUR 5,99

3 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kritiken haben bei Weitem nicht immer recht..., 28. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Iron Man 2 (DVD)
Kritiken können also auch falsch liegen! Das hat mir dieser Film mal wieder gezeigt. Alles was ich bisher über diesen Film gelesen und gehört habe war, dass er schlecht sein sollte. Paltrow soll ein kleines Weibchen sein, welches stets gerettet werden muss, Rourke soll peinlich sein und Robert Downey jr. beweihräuchert sich in diesem Film selbst... Nun... wenn den erste Teil miteinbezogen wird, kann es auch fast gar nicht anders Laufen.
Tony Stark ist der narzisstische Egomane, wie aus dem ersten Teil, denn so schnell lassen sich alte Gewohnheiten nicht abwerfen. Pepper Potts ist auch nicht das Weibchen hinter Iron Man, sondern sie übernimmt die Firma, lässt sich von Tony nichts mehr sagen und ergreift Initiative in ihren Möglichkeiten. Oder soll sie etwa wie Scarlet Johansson als Black Widow durch die Gegend hüpfen und Männer, die doppelt so schwer sind wie sie selbst auf die Bretter schicken? Etwas sehr unglaubwürdig, vor allem, da die eine Agentin von SHIELD ist und eine jahrelange Ausbildung hinter sich hat, während die andere ein Organisationstalent ist, die bis nach Iron Man 1 keine Kampfausbildung hatte. Aber vielleicht denken ja die Kritiker, dass sie in den sechs Monaten, so weit liegen beide Filme zeitlich gesehen auseinander, so eine Ausbildung hinter sich bringen könnte. Na ja... wenn sie denn meinen...
Rourke heitert den ganzen Film auf. Die dümmsten Sprüche kommen von ihm, er polarisiert den Film als genialer Wissenschaftler und exzentrischer Schurke, welcher seinen Vogel zurück haben möchte.
Der Film ist natürlich nicht die Krönung der Schöpfung der Filmindustrie, aber was erwartet soll erwartet werden, wenn man in so einem Film reingeht? Der Film ist super, stimmig und alle Rollen bleiben sich treu und entwickeln sich glaubhaft weiter. Es gibt keine großen Sprünge, die schwachsinnig wären. Einziger Wehrmutstropfen ist die doch eher schwache Story um Vanko und Stark. Sie ist doch sehr einseitig und läuft nach dem Prinzip einmal böse, immer böse ab, und dass die Söhne genauso sind, wie die Väter. Etwas simpel, oder?
Auch die Gottessymbolik nervt! Ich meine, Tony Stark erschafft ein neues Element, sein neues Symbol ist kein Kreis mehr sondern ein Dreieck, also die göttliche Dreifaltigkeit und so weiter... ich meine, muss das sein? Amerika hat in so was echt Komplexe... Na ja, jedenfalls ist der Film nicht so schlecht wie die Kritiken behaupten, sondern viel viel besser!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 13, 2010 11:56 PM MEST


Prince of Persia: Der Sand der Zeit
Prince of Persia: Der Sand der Zeit
DVD ~ Jake Gyllenhaal
Preis: EUR 6,99

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht mehr und nicht weniger, genau was man erwartet, 28. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia: Der Sand der Zeit (DVD)
Was soll man auch immer seinen Kopf anstrengen und hinter allem soll eine Botschaft stecken und es soll ja auch noch unterhalten, darf aber nicht zu platt sein... Es gibt schon sehr viele Anforderungen an den heutigen Film und da ist es doch auch gut, wenn es Filme gibt, in denen es einfach nur ums Abschalten geht und sich von einem Märchen berieseln zu lassen. Dafür ist dieser Film genau das Richtige!
Da machen einem auch die Logikfehler nichts aus... warum z. B. ist der Dolch, welcher den Sand der Zeit in sich trägt, mit welchem man auch die ganze Welt zerstören kann, nicht gleich am sichersten Ort, sondern wird öffentlich aufgebahrt und der Held muss ihn mal wieder dahin schaffen? Wäre es nicht schlauer auch das Zelt mit nach dem Sandsturm mitzunehmen, statt es in der Wüste zu lassen? Was macht eigentlich der Friese (ich meine das schwarze Pferd) in der persischen Wüste? Und wieso muss uns erst der Held erklären, was eigentlich in dieser heiligen Stadt (im Film ist übrigens jeder Pfad, Stadt, Ding etc. heilig!!!) gesucht wurde? Na klar, sonst hätte das der Zuschauer nicht gerallt! Jepp, man hätte es echt nicht gerallt. Da hat der Drehbuchschreiber wohl geschlafen und letzte Änderungen in einer Drehpause dazugeschrieben.
Na ja, dem Film sei es verziehen, da er einfach sehr gut unterhält. Jake Gyllenhaal spielt gut, ebenso wie seine Filmpartnerin. Es ist diesmal auch etwas verzwickter als bei sonstigen Disneyfilmen, da nicht sofort der Bösewicht auf einem Silbertablett präsentiert wird, was den Film noch etwas interessanter macht. Die Effekte sind einfach super gut umgesetzt und das Training vom Pacourtrainer war richtig gelungen.
Es ist eben ein Disneyfilm, nicht mehr und nicht weniger. Lustig, unterhaltend, sinnlos... einfach toll!


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