Profil für lalix > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von lalix
Top-Rezensenten Rang: 3.630.240
Hilfreiche Bewertungen: 12

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
"lalix"

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Owen Meany
Owen Meany
von John Irving
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Irving, 8. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Owen Meany (Taschenbuch)
Als neu hinzugekommener Irving-Fan, bin ich zunächst über "Eine Mittelgewicht-Ehe", "Gottes Werk und Teufels Beitrag" zu "Owen Meany" gelangt.
Die Geschichte handelt von einer Freundschft zwischen zwei Heranwachsenden, die von frühester Kindheit, aus der Sicht, des den Protagonisten begleitenden Freundes erzählt wird.
Irving beschreibt seine Figuren, allen voran natürlich den fragilen Owen, in einer derart plastischen und dichten Atmosphäre, daß man meint, die Figuren mit Händen greifen zu können. Ist man anfangs noch ein wenig mitleidig amüsiert über den Helden, so wird man fortschreitend mehr und mehr in seinen Bann gezogen. Die kuriose Tötung der Mutter des besten Freundes, schafft zwischen den beiden Freunden ein unntrennbares Band und ist als Handlungsstrang in der Geschichte stets präsent. Mit einer unglaublichen Kraft schafft es Owen, dank einer feingeistigen und trockenen Analyse seiner Lebensumstände, alle ihn umgebenen Personen zu elektrisieren, so daß man oft den Eindruck hat, die sich sträubenden Haare förmlich sehen zu können. Owen weiß, daß er mehr weiß, und er macht sich dies subtil zu nutze, verzweifelt aber auch an der Ignoranz von vermeintlichen Obrigkeiten.
Als Leser ahnt man bereits zu Beginn der Erzählung, daß Owen ein dramatisches Ende bevorsteht. Irving ist in der Lage, den Spannungsbogen bis zum Schluß der Geschichte aufrecht zu erhalten. Dabei ist er stets bedacht den Leser im Ungewissen zu lassen, wie es denn nun wirklich ausgehen könnte. Das vermeintlich vorgebene Ende scheint nicht möglich, wird dann aber doch grandios inszeniert.
Insgesamt erscheint "Owen Meany" in typischer Irving-Manier, hebt sich aber dennoch von den anderen Werken,wie "Zirkuskind", "Witwe für ein Jahr" etc., die ich anschliesend gelesen habe, noch deutlich ab.


Seite: 1