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Rezensionen verfasst von
RR.Retro

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On The Edge
On The Edge
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Was kommt doch für musikalische Power aus dem Süden der USA!, 14. November 2013
Rezension bezieht sich auf: On The Edge (MP3-Download)
Ausgestiegen bei den Allman Brothers, haben sich die Rock-Könner um Keyboarder Chuck Leavell (später Clapton unplugged / Rolling Stones) immer mehr dem luftigen Fusion-Jazz zugewandt und 1978 mit "On The Edge" in meinen Ohren eine unvergleichliche Platte abgeliefert. Die Band hält hier eine spannungsgeladene aber gleichsam coole Balance aus erwachsenem Pop/Rock und groovigem Funk. Der perlende Sound der Produktion, wieder zeichnet Crusaders-Produzent Stewart Levine verantwortlich, stärkt das groovige Wechselspiel aus feinfühliger Gelassenheit und subtil treibendem Rhythmen, die so sämig klingen, wie ein Glas trockener Martini schmeckt. Überhaupt vermag dieses Album nach Sonnenuntergang eine ähnliche Wirkung zu entfalten.
Singer/Songwriter Randall Bramblett steuerte etliche Songs seines zweiten Albums „Light of the Night“ bei, das in Zusammenarbeit mit Allen Toussaint entstand und dessen superbe Produktion Session-Player wie Bob Mann, Chris Parker, Will Lee, Toussaint – und Leavel selbst zusammenführte. Auch dieses Album muss ich unbedingt empfehlen. Ich könnte nicht entscheiden, welche Interpretationen von Brambletts Songmaterial ich cooler finden soll. „On The Edge“ jedenfalls ist als Southern Rock- und Fusion Jazz-Fan seit jeher eines meiner Lieblingsalben und ich kann mich meinem rezensierenden Vorgänger nur anschließen! Das gilt auch für die 2on1 CD-Version: "Cats On The Coast" hat ebenfalls sehr gute Momente. MP3: Es lohnt sich, „On The Edge“ komplett runterzuladen – Fifty Four ist zwar zu Recht ein kleiner Fusion-Hit, aber das Album bietet zusätzlich den Mehrwert, sich durch häufigeres Hören entdecken zu lassen. PS: Das erste, gleichnamige, Album der Band zieht als Debüt bereits etliche Register in Sachen Instrumental-Rock ...


Barefoot 7
Barefoot 7
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Barefoot Jerrys Wayne Moss unterstreicht einmal mehr sein ..., 13. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Barefoot 7 (MP3-Download)
... herausragendes Talent! Barefoot J. erfährt leider in der Breite kaum das Maß an Anerkennung, das diese Spitzenrockband eigentlich verdient. Als progressive Southern Rocker vereinen sie wirklich alles, was man sich als country-offener Rock-Fan an 70er-Jahre-Sounds nur wünschen kann. Mit einer Ausnahme (Album: Keys To The Country) wartet jedwede der vielen unterschiedlichen Besetzungen der Band über jede Platte mit m.E. nach höchst innovativem Songwriting auf. Ganz zu schweigen von einem Höchstmaß an Spielfreude und instrumentalem Können. Fähig sind ja sehr viele Südstaatenmusiker, mitunter aber doch auf klassische Schemata fokussiert. Barefoot Jerrys Diskografie eröffnet da eine ganz andere Breite und Weite im Repertoire. Multi Instrumentalist Wayne Moss, das einzige ständige Mitglied, hat zweifelsohne einen sehr eigenen Stil, den er auf Nr.7 ja auch selbstlos als seine Welt bezeichnet. Er war als Backingmember bei Dylans Blonde On Blonde und hat wohl auch viel produziert (Charlie McCoy). Herausstellen möchte ich seine außerordentlich punktierte Fähigkeit, zu texten. So vermögen seine Songs, zu grooven und berühren. Outlaws aufgepasst - wenngleich Barefoot Jerry offen über Pot & Co singen und auch mal ordentlich zum Abfliegen einladen, die Nähe zum christlichen Southrock ist nicht zu leugnen. Missioniert wird aber kaum. Ich kann hier auch unbedingt die 2on1 Alben empfehlen, die über Amazon erhältlich sind. Wie sagte doch Charlie Daniels mal: all the good people down in Tennessee diggin Barefoot Jerry and the CDB - was ja dann auch prompt durch Wayne Moss nicht minder genial beantwortet wurde (Titel: Woes Of The Road).


Bang
Bang
Preis: EUR 12,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bolin is God!!!, 18. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Bang (Audio CD)
Ich bin selbst großer Clapton-Fan und kann mir vorstellen, dass mein Rezi-Titel für Fanatiker an Gotteslästerung grenzt. Es hilft aber nichts: Kein Gitarrist hat sich so in mein Herz gespielt, wie Tommy Bolin. Seit 20 Jahren spezifiziere ich meine Kenntnis auf und um (Rock-)Gitarristen der 70er. Wer zu dieser Platte hier gefunden hat, weiß, wie viele tolle Player es gibt, die es eigentlich unmöglich machen, den "Besten" zu bestimmen. Daher will ich meine Wahl anhand dieses Albums kurz erläutern. Wer als Gitarrist bei James Gang einsteigt, kalkuliert, dass der spätere Eagle Joe Walsh ihr Gründer und Domenic Troiano (The Guess Who) sein Nachfolger war. Die groovig verbleibende Rhythmusgruppe um den fähigen Sänger Roy Kenner, Dale Peters (b) und Jim Fox (dr), hatte 1973 also alles Recht, einen Ausnahme-Gitarristen zu erwarten. Der junge Tommy Bolin hatte, dank seines herausragenden Talents, komplexen (Jazz)Fusion- und Psychedelic-BluesRock-Bands wie Energy und Zephyr zu öffentlicher Achtung verholfen und stand m.E. nach im Zenit seiner Spielfreude und Kreativität. So fiel es ihm hörbar nicht schwer, etliche Akustik-Demos* für diese doch eher kommerziell ausgerichtete Produktion (Tom Dowd Re-Mix) mit der James Gang auszuarbeiten. Die Folge ist der Prototyp eines amerikanischen Gitarren-Rock-Albums. Dazu beginne ich mit dem Textwerk, das vornehmlich von Bolins kongenialen Ex-Energy-Bandmates Jeff Cook und John Tesar verfasst wurde. Lyrisch, bildreich, gegenständlich - jeder Track erzählt eine wirklich gute Rock-Kurzgeschichte. Bolin hat stets die Musik dazu komponiert und trifft (grundsätzlich - und so auch) auf Bang schlicht geniale Entscheidungen, was entsprechend umgesetzte Klangbilder angeht. Er flimmert, sengt, kocht, weht und kommt in seinem innovativen Spiel stets zu konkreten Aussagen. Der Downtempo-Song Alexis z.B., die Geschichte eines zweifelnden Tramps, der ein zu junges Mädchen zurücklässt, beginnt als anschmiegsame Acoustic-Samba und mündet in ein flammendes Outro, in dem Bolin "Zweifel" intoniert. In meinen Ohren eines der packendsten Soli der Rockgeschichte. Bolin wurde mit Hendrix verglichen - auf Youtube, in Foren, in meinem Freundeskreis - und wer Alexis' Outro Solo, das fetzende Must Be Love oder das fusionierte From Another Time von Bang hört, weiß warum: Der Mann brennt, wenn er will. So befeuerte er in Folge Billy Cobhams legendäres Fusion-Debüt "Spektrum", etliche Studio-Legenden auf seinen eigenen Solo-Alben und letztlich Deep Purple, die Band, die er wegen Heroin nicht überlebte. Sein Konsum bei DP hatte ihn vergleichsweise auf ein Viertel seines Potenzials zurückfallen lassen - ein Grund, warum er etliche Purple-Fans als Blackmore-Ersatz nicht überzeugte. Zurecht. Dennoch: Was bleibt sind Covers seiner Songs und Tributes mit Verneigungen vieler großer Gitarristen, mäßig ausgewertetes aber inhaltlich grandioses *Archivmaterial, ein weiteres tolles James Gang-Album mit ihm (Miami) - und eben Bang: Die griffige Rock-Platte, deren scharfes Profil mich immer wieder umhaut!


Captain Beyond
Captain Beyond
Preis: EUR 12,98

5.0 von 5 Sternen Ein Rock-Album der Spitzenklasse, 17. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Captain Beyond (Audio CD)
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen - dieses Album ist eine 1+. Die Energie, die hier entfesselt wird, kannte ich bis dato nur von Tommy Bolins ähnlich unbesungener Band "Energy". Captain Beyond pflügen originell und überraschend durch die Rock-Genres "Art" und "Prog", indes ohne sich darin zu verlieren. Das Trio, dessen Herkunft nun oft beschrieben wurde, ist dabei punktgenau und tight und liefert überragende Riffs und Grooves, die sowohl Hippies als auch Hardrocker mitreißen werden. Die facettenreiche Power, die Rockmusik in den 70ern inne hatte, atmet einem durch dieses Album förmlich ins Ohr. Inspiration und Kreativität werden gleichsam hungrig und geschmackvoll in einer eigenen Vision von Konzeptalbum vermengt. Die Texte dazu sind lyrisch und gehen mit der musikalischen Aussage soweit einher, dass es kaum Genussverstärkung bedarf, um unter Kopfhörern mal ordentlich abzudriften. Dabei wird hier nicht überproduziert oder in epischen Ausmaßen mit Effekten rum hantiert - dieses Debüt ist ein klares Band-Album, auf dem der Song der Captain ist. Heutzutage wird ja vielen laut schreddernden Bands, deren Mitglieder ausreichend tätowiert sind, nachgesagt, sie würden rocken ... dieses Verb/Prädikat muss meines Erachtens nach doch eher Bands wie dieser hier vorbehalten bleiben. In Anerkennung eines Qualitätsstandards, der heute kaum mehr erreicht wird.


Sea Level
Sea Level

4.0 von 5 Sternen Hochklassige Rock-Fusion mit Strat.Sound, 13. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Sea Level (Audio CD)
Das beachtliche Debüt (1977) der Gruppe um den exzellenten Keyboarder Chuck Leavell (Allman Brothers, Clapton's Unplugged Album, Rolling Stones u.v.a.) ist erst Auftakt der Diskographie seiner Band, die hier zwar noch etwas an ihren Southernrock-Wurzeln festhält, doch bereits gekonnt mit Fusion-Elementen jongliert. Diese werden im Folgenden zu einem höchst eigenen Stil entwickelt, der sich durch intelligent komponierte Instrumentals und spielfreudige Vokalnummern auszeichnet. Alle Gründungsmitglieder sind Capricorn Studio-Leute oder Ex-Allman's (Jaimoe Johnson, Lamar Williams, Jimmy Nalls) und geschmackssicher improvisierende Solisten. Die perkussiv treibenden Instrumentals changieren zwischen Piano- , Hammond- und Gitarren-Soli und sind oft überraschend doch stets schlüssig arrangiert. Gemeinsam mit dem hier und fortan betreuenden Produzenten Stewart Levine (Crusaders, Simply Red) aktualisiert die Band den etwas rauchigen Allman-Sound um eine klareres, urbanes Klangbild. Ein kraftvolles Debüt entsteht, das erahnen lässt, dass Sea Level gerade erst losgelegt hat. Das Quartett - bald erweitert um den eigenwilligen Sänger/Songwriter Randall Bramblett (ts) sowie den zweiten Top-Gitarristen Davis Causey - landet dann mit "On The Edge" einen wahrlich "coolen" zweiten Wurf, den ich separat rezensieren, hier aber unbedingt empfehlen möchte. Das Folge-Album "Cats On The Coast" finde ich etwas schwächer, stellt aber dennoch ein Rock-Album dar, das seinesgleichen suchen kann. Einen weiteren Könnensbeweis legt die vierte Produktion Sea Levels "Long Walk On A Short Pier" ab - hier kommt der Facettenreichtum der stilvollen Fusion-Pop-Rocker mit einer kommerzielleren Attitüde zu vollem Glanze! "Ball Room", das fünfte Album hat ebenfalls viele glänzende Momente, der Wechsel zu Arista und die beginnenden 80er Jahre scheinen die Inspiration der Band vielleicht etwas getrübt zu haben - danach kamen jedenfalls keine Alben mehr. Sea Level hinterlässt, und das beweist schon ihre erste Produktion, viel groovigen Stoff für Jazz-offene Rocker und Rock-offene Jazzer.


Pressure Drop
Pressure Drop
Preis: EUR 16,98

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Sweet Summer Sweat" featuring Little Feat als Backingband, 12. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pressure Drop (Audio CD)
Ein facettenreiches Sommeralbum. Schwer groovy, funky und Reggae-durchsetzt, dann aber Westcoast-wehend und Pop-rockig. Es treibt, es schleppt, es fließt und ist dabei höchst eigen. Kein Wunder: Southrock Virtousen Little Feat pushen als Backingband den charismatischen Gesang eines jungen Palmers (1976) durch den schwülen Sound dieser doch luftigen Produktion. Als Feat-Fan bin ich begeistert und hab gleich "Sneaking Sally Through The Alley" und "Some People Can Do What They Like" besorgt. Ersteres wartet mit The Meters als Backingband auf und - ebenso wie letzteres - wieder mit den Little Feats. Auch super groovige Alben ähnlicher Machart - jetzt bin ich Palmer Fan.


Rock The World
Rock The World
Wird angeboten von numusi
Preis: EUR 15,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Southern Rock ohne Honky Tonk!, 11. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rock The World (Audio CD)
Hydra (einst auf Capricorn Records) entstammen zwar dem Southern Rock Genre, bewegen sich aber mit Rock The World (1976) mittig der klassischen US-Rockspur. Das unbekannte Trio kann dabei durchaus größere Bands wie Grand Funk Railroad ein- wenn nicht gar überholen. Kompakte Songs mit griffigen Riffs und Grooves werden hier diszipliniert von guten Musikern punktgenau performt. Die Produktion röhrt angemessen asphalt-warm. Wer allerdings puristischen Trio-Sound erwartet, wird hier aufgrund des fähigen Spencer Kirkpatricks (git), der sich selbst auf mehreren Spuren begleitet, nicht fündig. Ich habe dieses Album zwischen James Gang's "Bang" (feat. Tommy Bolin) und Captain Beyonds Debüt gespielt und es fügt sich recht gut in diese Riege des fingerfertigen US-Rock-Handwerks ein. Man könnte meinen, dass solche Alben auch bei AC/DC auf den Plattentellern lagen.


Breaking Bad - Die komplette dritte Season [4 DVDs]
Breaking Bad - Die komplette dritte Season [4 DVDs]
DVD ~ Bryan Cranston
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 29,88

52 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leute!!!, 19. August 2011
Ich bin seit Jahren Amazon-Kunde und messe seit jeher Bewertungen an dieser Stelle nicht allzuviel Bedeutung bei. Ich hatte nie den Plan, mich hier zu Wort zu melden - im Gegenteil. Jetzt aber habe ich gerade die dritte Staffel Breaking Bad beendet und muss meiner Begeisterung unbedingt Luft machen: Diese Serie ist wahrscheinlich das Beste, das ich je auf dem Schirm hatte! Ich bin kein Cineast, jedoch im US-Thriller- und Drama-Format recht bewandert. Breaking Bad definiert den Begriff Spannung, so wie ich ihn bislang empfunden habe, komplett neu. Wahrscheinlich kennt jeder die üblichen Facetten, die einen guten Thriller ausmachen - und genau darin die liegt Qualität dieser Serie: Sie verfrachtet die Erfahrungen eines Fans packender Plots in eine neue Ära. Wirklich jeder einzelne Charakter ist grandios erdacht, inszeniert, gecastet und brillant gespielt. Das gibt es häufiger. Die Besonderheit ist aber deren Verflechtung in eine Handlung, die Gefühl und Verstand gleichermaßen zu infizieren vermag. Nach Sopranos (top!), NipTuck (Staffel 1-3 top), Deadwood & Rom (top!) kommt für mich mit Breaking Bad das Gegenteil von Lost: Man fühlt sich geschmeichelt einer derart intelligent gemachten Handlung folgen zu dürfen - ganz unangestrengt. Menschliches und Unmenschliches, Moral und Verbrechen, Brutalität und Witz, Krankheit und Gesundheit werden hier mit nur einem Ziel perfekt balanciert: Gute Unterhaltung. Kein Zeigefinger, keine Phrasen, kein Zynismus, wenig Blut, kein Amerika-Tamtam. Dafür aber eine Story, die nie vergißt, wo und wie sie begonnen hat und bis Ende Staffel 3 nicht eine einzige schwache Szene hatte. Und ich schreibe das, weil deren Abwesenheit irgendwann auffällig wurde. Ich hoffe natürlich, dass es so bleibt. Bis dahin verbleibe ich wartend auf Staffel 4 und mit der dringenden Empfehlung, gleich eine Box anzuschaffen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 20, 2014 6:45 PM CET


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