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Beiträge von jojim von der meff
Top-Rezensenten Rang: 6.521
Hilfreiche Bewertungen: 397

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Rezensionen verfasst von
jojim von der meff (Zürich)

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Bomann CB 594 Brotbackautomat
Bomann CB 594 Brotbackautomat
Preis: EUR 69,78

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dann doch nicht, 17. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach dem 5. Brot erlahmte meine Begeisterung für die Brotmaschine. Nicht dass sie schlecht wäre. Aber die Bedienungsanleitung ist wohl der schwächste Punkt. Sie macht, sagen wir es mal so, keinen großen Appetit auf die fast immer gleich schmeckenden Brotsorten. Das liegt einfach auch an der Backweise. Die Hitze ist nicht so hoch wie bei einem echten Backofen. Aber das wusste ich vorher.

Der Apparat ist ok. Aber meine Liebe zum Selbstmachen hat doch ihre Grenzen. Bäcker haben ihre Berechtigung.

jojim


Haas+Sohn Kaminofen Treviso 320.15 - elfenbein
Haas+Sohn Kaminofen Treviso 320.15 - elfenbein
Wird angeboten von edinger Lampertheim
Preis: EUR 1.528,29

5.0 von 5 Sternen Schmuckstück, 17. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Ofen funktioniert tadellos. 2 Klappen steuern die Luftströmungen unten und oben. Die weißen Steine werden nach 2-3 Stunden heiß und bleiben es auch nach Erlöschen des Feuers. Die Qualität scheint zu stimmen.

Wir mögen ihn.

jojim


Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme)
Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 33,49

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Aussetzer, 17. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner: Parsifal (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Die CD hat dauernd Aussetzer. Sie kommen unregelmäßig. Man hat den Eindruck, das es eine Fehlpressung ist.

Ich müsste die CD zurückschicken. Aber der Aufwand ist mir zu groß.

jojim


Kinter MA 700 Auto USB FM MP3 Verstärker mit Fernbedienung (2 Kanäle, 500 Watt, AUX)
Kinter MA 700 Auto USB FM MP3 Verstärker mit Fernbedienung (2 Kanäle, 500 Watt, AUX)
Wird angeboten von 3C4U
Preis: EUR 17,09

5.0 von 5 Sternen Zwerg macht Musik, 17. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Erstaunlich, was man für unter 15 Euro heute so alles aus China kriegt. Das Ding funktioniert sogar und übernimmt zur Zeit meine Beschallung im Wohnzimmer. War nur als Übergang gedacht. Aber noch bin ich zu faul, was Teures zu holen.

jojim


BlackBerry Akku N-X1 Q10 Bulk
BlackBerry Akku N-X1 Q10 Bulk
Wird angeboten von Onogo DE
Preis: EUR 5,25

5.0 von 5 Sternen Nachschub ohne Stress, 17. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: BlackBerry Akku N-X1 Q10 Bulk (Elektronik)
Passt ins Q10 rein. Hält dort gut einen Tag. Für unter 10 Euro eine willkommene Verlängerung des Atems einer Kommunikationsmaschine. Er wiegt nur rund 30 Gramm und passt deshalb in jede Jackentasche ohne zu beulen. Das macht echt Laune.

jojim


Procol Harum - Live In Denmark
Procol Harum - Live In Denmark
DVD ~ Procol Harum
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Salty Dog - wie wunderbar, 17. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Procol Harum - Live In Denmark (DVD)
Schade, dass der Titel "A Salty Dog" heutzutage nicht mehr gespielt wird. Dieses Juwel der Pop-Musik wird auf diesem Konzert mit einem Streichorchester zelebriert. Großes Kino - in jeder Hinsicht. Gary Brooker hat eine Ausnahmestimme. Er ist eines dieser Genies der 60-er Jahre, die die Popmusik geprägt haben. "A Whiter Shade Of Pale" stammt auch von ihm.

Die DVD bringt in schöner Bildregie die Hits von PROCOL HARUM als Livekonzert noch einmal voll zur Geltung. Das sollte man sich als Musikfreund gönnen.

jojim


Bose ® SoundLink ® Mini II Bluetooth ® Lautsprecher carbon
Bose ® SoundLink ® Mini II Bluetooth ® Lautsprecher carbon
Preis: EUR 179,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zufall, 17. Januar 2016
Was kann man 649 Rezensionen noch hinzufügen? Alles wurde schon irgendwie über diesen Lautsptrecher gesagt. Oder doch nicht?

In Verbindung mit einem Smartphone (hier ein Blackberry 10 Gerät) als Signallieferant, ergeben sich folgende praktische Vorteile für mich:

- das Gerät wiegt ca. 800 Gramm und kann mit einer Hand einfach von einem Zimmer ins nächste mitgenommen werden. Das empfiehlt sich für Mietwohnungen deshalb, weil man dadurch im Wohnzimmer nicht laut aufdrehen muss, damit man in der weiter entfernten Küche beim Kuchenbacken noch nebenbei Musik hören kann. Der Nachbar wird es einem danken, dass die Lautstärke gemäßigt bleibt. Das Gerät braucht keine Kabel, weil die Musik über Funk (Bluetooth) vom Handy oder Laptop übertragen wird, und ein Akku für rund 10 Stunden kabellos den Strom liefert. Mobiler kann ein Lautsprecher nicht mehr sein. - Gut.

- unter dem Lautsprecher klebt eine solide, breite Gummimatte, die verhindert, dass das Gerät rutscht oder unangenehme Vibrationen auf den Möbeln verursacht oder diese zerkratzt. - Gut.

- das Gerät kann zum Aufladen auf die mitgelieferte, flache Ladeschiene gesetzt werden, die am Netz hängt. In diesem Zustand des Ladens kann man weiterhin den Lautsprecher zum Musikhören verwenden. - Sehr praktisch. Oder man lädt das Gerät mit einem USB-Kabel an einem Laptop. Stecker vorhanden. - Gut.

- das Gerät (eigentlich ist es ja nur ein Lautsprecher) kann hauptsächlich in zwei verschiedenen Positionen verwendet werden: a) Offizielle Frontseite des Lautsprechers zum Hörer hin zeigend, oder b) die Rückseite zum Hörer zeigend (b). Der Unterschied: bei a) nimmt man die Höhen (hohen Frequenzen stärker war), bei b) sind die hohen Frequenzen etwas gedämpfter und die Bässe klingen dadurch im Gesamtklangverhältnis etwas kräftiger. Das spart einem das langwierige Runterregeln über das sendende Handy, wenn man vorrübergehend mal einen etwas dumpferen Sound haben will (falls man sich z.B. mit jemandem unterhalten will). - Praktisch. Einfach umdrehen.

- man kann sowohl am Handy als auch am Bose MINI 2 selbst per Tastendruck laut/leise regeln, einen Titel voranspringen oder einen Titel zurückspringen (also ihn wiederholen). - Praktisch.

- man wird von einer eingebauten Stimme beim Einschalten der Box über den Ladezustand informiert (z.B. "Noch 90 Prozent Akkuladung"). - Sehr informativ. Man weiß, wie lange man noch Musik hören kann. Bei vollem Akku ergeben sich Abspielzeiten von 8 - 14 Stunden, je nach gewählter Lautstärke. Vielleicht sogar noch länger. - Man ist unabhängig von Steckdosen.

- Wie klingt nun das Ganze? Ich bin eifriger Musikhörer (u.a. GENESIS, YES, TSCHAIKOWSKY, CHICK COREA, WARREN BERNARD, BACH) und habe beruflich viel mit Klängen zu tun. Die Bose MINI 2 ersetzt keine klassische HIFI-Box, die mit 60 oder mehr Watt Ausgangsleistung ein großes Wohnzimmer beschallen kann. Das ist physikalisch nicht machbar wegen der extrem kleinen Bauform. Aber der Klang ist dennoch so ausgewogen, dass sie mir kürzlich beim Testen in einem Laden auffiel. Eine Stunde Vergleich mit zwei anderen Geräten der Winzling-Klasse (darunter ein SONY X3) veranlasste mich, die geforderten 170 Euro für diese Box auszugeben. Grund: es ist die erste Mini-Box in meinem Leben, die für mich einen "vollständigen" Musikhörgenuss über den gesamten Frequenzbereich bietet. Musik klingt damit wie Musik und nicht wie dünnes Geschepper. Normale Gebrauchsmusik erreicht oftmals die tiefe 50 Hertz Grenze und wird auf billigen Boxen (ob groß oder klein) nicht gehörrichtig abgestrahlt. Anders hier bei der Bose MINI 2. Auch bei leiser Abhörlautstärke sind die Bässe gehörrichtig. Die Bässe werden in Abhängigkeit der Abhörlautstärke automatisch erhöht oder abgesenkt. Das ergibt einen "runden" Musikgenuss für die Einsatzgebiete dieser Box als mobiler Begleiter - oder als bewusst "leises" Zweitgerät für eine Wohnung. Ein plastischer Stereoeffekt ist durch die Bauweise kaum auszumachen. Allein von daher muss man für den absoluten Musikgenuss entweder Kopfhörer oder eine große Stereo-Anlage bemühen. Aber welch ein Aufwand, wenn man nur mal vor dem Schlafengehen im Bett ein bisschen lesen oder träumen will.

Für kleine bis mittlere Lautstärke bietet die Bose MINI 2 Box vollständigen Musikgenuss. Das ist mein Einsatzgebiet. Da sie kabellos arbeitet, kann man sie überall mit hin nehmen. Eine Grillparty lässt sich damit gut untermalen. Man kann sie aber auch mal als Ersatz-Disco benutzen, wenn man gesittet tanzen will an einem Ort, an dem keine große Anlage steht. Allzu laut sollte man den Zwerg vermutlich aber nicht aufdrehen. Die Bässe klingen dann doch etwas gedrungen.

Fazit:

Satten Klassik-Jazz im Werkzeugkeller nebenbei hören, auf einer unbewohnten Wiese beim Picknick etwas Klassik auflegen, oder abends im Schlafzimmer noch einigen Piano-Stücken lauschen: diese Box ist ein zuverlässiger Begleiter. Musik klingt voll und linear. Ich bin völlig angetan von diesem 800 Gramm Klangkörper. Die Bässe machen es nun mal. Nichts klingt kastriert oder spitz. - Ich bin begeistert, wie man sich denken kann.

jojim


Filmsprache- Einführung in die interaktive  Filmanalyse
Filmsprache- Einführung in die interaktive Filmanalyse
von Alice Bienk
  Broschiert
Preis: EUR 24,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Zumutung in Form und Inhalt, 18. Oktober 2015
Dieses Buch wird in der Schülerausbildung verwendet und verkauft sich angeblich nicht schlecht, wenn man sich beim Verlag erkundigt.

Ich habe es nun gelesen.

Man braucht Nerven wie Drahtseile, wie sich die Autorin sprachlich um die Aufklärung der Geheimnisse der Filmsprache bemüht. Frau Bienk schreibt krumm, verwinkelt , abgehoben, akademisch. Wer ist bitte die Zielgruppe? Literatur-Doktorväter im Ruhestand?

Frau Bienk, ihres Zeichens Lehrerin für Sprachen, wagt sich auf ein Terrain, auf dem sie keinerlei Erfahrung hat. Sie hat immerhin fleißig Bücher gelesen. Und aus diesem Wissen braut sie ihren Cocktail aus Halbwissen und Mitteilungsbedürfnis. Dabei listet sie fein sauberlich ihr theoretisches Wissen auf, hakt es ab und gibt im Apparat die Quellen an. So liebt man es im Wissenschaftsbetrieb. Ich möchte den Schüler oder Studenten sehen, der sich das komplett durchliest.

Viel unangenehmer als den prätentiösen Stil finde ich, dass man auf Frau Bienks Fakten nicht vertrauen kann. Mal zitiert sie Fach-Begriffe richtig, mal zitiert sie sie falsch, oder sie laviert wie in einer Art sprachlichem Niemandsland geschickt um auftretenden Hürden herum, die sie ob der Höhe nicht schaffen kann. Sie hat sich alles nur angelesen.

Zum Thema "Film-Montage" gibt sie brav die gängigen Doktorarbeiten und sonstigen, einschlägigen Buchtitel zum Besten. Alles verstanden hat sie selber nicht. An nicht wenigen Stellen muss sie den drängsten Fragen ausweichen („Match-Cut, Jump-Cut“ usw.), auf Allgemeinplätze ausweichen, damit Dinge nicht offensichtlich unlogisch und falsch werden. Sie widerspricht sich manchmal innerhalb eines Absatzes inhaltlich. Ob sie das weiß?

Und immer wieder kommt ihr die gespreizte, wissenschaftlich dünkelnde Schreibweise zuhilfe, die Klippen des Verstehens zum umschiffen. Das macht sie eigentlich ganz geschickt. So lieben es Doktorväter und anscheinend Verlagsleiter. Ich musste meine ganze Disziplin aufbieten, um nicht laut aufzuschreien - um Hilfe. Auf Seite 121 philosophiert sie über ERZÄHLENDE MONTAGE:

"Bei der erzählenden Montage werden - zuweilen in Montagesequenzen - verschiedene Einstellungen zu Szenen zusammengefügt, die zeitlich und räumlich auseinander liegen können, jedoch eine inhaltliche Einheit bilden, etwa eine Handlungseinheit oder einen Entwicklungsschritt innerhalb der Entwicklung einer Figur. Wichtig ist, dass hierbei der Zuschauer gerafft informiert wird über das Geschehen, die Handlung, bestimmte Figuren, Ort und Zeit, und dass dabei alles Unwichtige ausgelassen wird."

Da schüttelte es einen sprachlich und inhaltlich. Falscher kann man diesen Begriff nicht in Worte fassen. Das ist grober Unfug. Sie widerspricht sich an anderer Stelle. Und das soll an deutschen Schulen für Erkenntnis sorgen?

Dieses Buch wäre trotz stolzierender Sprache verdaubar, wenn es wenigstens eine nachvollziehbare Systematik hätte. Frau Bienk bringt alles, dessen sie habhaft werden konnte, ins Buch hinein. Aber sie sortiert es nicht. Sie zählt auf, stellt keine Querverbindungen her. Und so versinkt der Leser in einem Dschungel an Begriffen und Wörtern, die wissenschaftlich gesehen zwar existieren, aber nicht sauber erklärt und dechiffriert werden. Mal tauchen sie hier, mal dort auf, manchmal widersprüchlich. Für Filmbuffs mag so etwas noch gehen, für Schüler sehe ich keine Chance, diesen Dschungel zu durchqueren.

Noch schlimmer empfinde ich, dass viele Definitionen - gerade im Fach Film-Montage - halbgar geraten sind. Man merkt, dass die Lehrerin sich nicht sicher ist, was hinter den Begriffen steckt. Ich habe mal gezählt und bin auf rund 110 Unklarheiten gestoßen. Auf Seite 89 ff versucht sich die Autorin an den großen Montage-Begriffen. Dabei wirbelt sie Montage-Formen und Schnitt-Arten kunterbunt durcheinander, weil … ja weil sie eben selber nicht weiß, was dahinter steckt. Wie soll sie das auch - als Lehrerin. Das wäre zuviel verlangt von einem Laien.

Und so schleppt sich Frau Bienk mühsam von Thema zu Thema. Und genau an der Stelle muss ich passen. Dieses Buch würde ich Fachleuten oder meinen Schülern nicht vorlegen. Das gäbe mächtigen Ärger.

Fazit: Für das recht komplette Zitieren anderer Bücher vergebe ich einen Stern. Leider können es nicht mehr sein. Denn eines kann das Buch nicht: die Fachtermini in eine durchgehend richtige, geordnete, messerscharfe Erkenntnis für den Leser umzusetzen. Das Buch zerfällt in Bruchstücke, die man mit viel Fachwissen sich selber deuten muss. Aber dafür bräuchte es dieses Buch nicht. Wenn man schon alles weiß. Wie könnte der Verlag diesen Faux-Pas entschuldigen? Vielleicht: "Es soll ja nur eine Einführung sein."

Der Schüren-Verlag hat sich mit diesem Buch selber ein Bein gestellt, weiterhin als zuverlässiger und inspirierender Film-Fachverlag zu gelten.

Tja, so kann ein Schuss nach hinten losgehen.

jojim


Who's Next
Who's Next
Preis: EUR 5,00

5.0 von 5 Sternen Ein Zeugnis des Rock (1971), 15. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Who's Next (Audio CD)
THE WHO ' Who's Next

Zeugnis einer Epoche des Rock (1971)

Wer als junger Mensch wissen will, was sich Anfang der Siebziger auf den Plattentellern gedreht hat, sollte sich dieses Album anschaffen. Was die BEATLES für den POP waren, sind die WHO für den Rock. Rock in seiner Urform.

Wer kann eigentlich mit dem Urschrei von Roger Daltrey mithalten, den er auf 'Won't Get Fooled Again' am Ende markerschütternd rausbrüllt? Höchstens Robert Plant von LED ZEPPELIN auf 'Whole Lotta Love', ebenfalls am Ende. Und schon hat man zwei Bands, die der modernen Musikgeschichte eine neue Facette gegeben haben. Wer ist nun rockiger von beiden? Eindeutig: THE WHO. Ihre Konkurrenten LED ZEPPELIN waren bluesiger, bei aller Härte. Selbst die Gruppe HUMBLE PIE, die Rock so rauh wie 120-er Sandpapier spielte, konnte die Wucht der WHO nicht erreichen.

Pete Townshend schuf mit seinen berühmten, letztlich immer gleichen Akkordfolgen auf der Gitarre ein Musikerlebnis, das auch in 100 Jahren noch auf dem Mars gewürdigt werden wird. Denn er verstand es, Ur-Gefühle in 2 oder 3 Akkorde zu packen, die er gnadenlos raushaute. Aber wie er das machte, macht ihm keiner nach. Er ist der vielleicht prägendste Musiker der späten 20. Jahrhunderts, das windmühlenartige Bedienen seiner Gitarre und das anschließende Zerdebbern derselben auf der Bühne einberechnet. THE WHO waren die Inkarnation des Rock.

Das Album 'Who's Next' gefällt mir nach über 40 Jahren immer noch. Ach was, es gefällt mir noch besser als damals, als ich mir die Vinyl-Scheibe nach einer Lateinklassenarbeit in der Stadt kaufte, weil ich mich trösten wollte, mich auf einen anderen Planeten beamen wollte.

Die Glanz-Rock-Nummern des Albums sind 'Baba O'Riley' und die Rock-Hymne 'Won't Get Fooled Again'. Das würde für den Rock-Olymp schon reichen. Aber das Album ist wie ein Chamäleon. Es bietet sanfte, melancholische Songs, auch mit akkustischer Gitarre untermalt, wie 'The Song Is Over' oder 'Behind Blue Eyes', die mir heute mehr denn je unter die Haut gehen. Der unglaubliche Bassist ROGER ENTWHISTLE durfte sein ätzend komisches 'My Wife' auf die Platte setzen ' mit eigenem Lead-Gesang. Ein starkes Stück Sarkasmus zum Thema Ehe. Pete Townshend steuerte vermutlich nur die beiden Töne bei, die Entwhistle dann selber auf einer Trompete intonierte im Refrain 'She's coming'. Da weiß man wieder, dass hier THE WHO spielen. Eigentlich eine Kopie von 'Won't Get Fooled Again'. Aber dann doch irgendwie nicht. Stark.

Das Album zeigt Sänger ROGER DALTREY als harten Burschen, der in 'Getting In Tune' jedoch auch zarte Töne anschlägt. Dasselbe in 'Behind Blue Eyes'. Daltrey transportiert Melancholie, wenn er will ' und darf. Das macht das Album abwechslungsreich. Die sanfteren Songs gehen einem in Fleisch und Blut über. Und immer hält die Band Kontakt zu ihren Wurzeln, bricht irgendwann wie ein Vulkan aus.

Nach fast 5 Jahrzehnten hat die Scheibe nichts an Musikalität eingebüßt. Sie ist das Rock-Album schlechthin. Die Hymne 'Won't Get Fooled Again' ist vielleicht sogar das beste Rockstück aller Zeiten, wenn da nicht LED ZEPPELINS 'Stairway To Heaven' wäre. Wie Townshend den damals neu aufkommenden Synthesizer über ein Arpeggio-Modul mit seinen schroffen Guitarren-Akkorden kombiniert, kann als Sternstunde des Rock angesehen werden. Mozarts 'Kleine Nachtmusik' hat ähnlichen Status im Klassikbereich. Ein Evergreen.

'Who's Next' ist unwiederholbar.

jojim


Cosmic Messenger
Cosmic Messenger
Preis: EUR 20,05

5.0 von 5 Sternen Wahrlich kosmisch, 30. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Cosmic Messenger (Audio CD)
Wie das Cover andeutet, schweben die Musiker von einem anderen Stern ein. Und das kann man fast wörtlich nehmen. Diese Musik ist von einer "un-erhörten" Fremdheit geprägt - vom Sound und auch von der Spielweise her. Alle Akteure sind auf ihren Instrumenten Meister.

Komplexe, rasende Titel wechseln sich ab mit einfachsten Strukturen. Als Beispiel sei nur erwähnt "I only feel good with you", das träge dahingleitet wie ein Fluss in Alaska und irgendwie einem völlig entspannten Raumflug gleichkommt. So fühlt man sich also bei der Geliebten, völlig entspannt, abgehoben, schwebend. Eine Art Gefühlsskizze mit Blick auf die vorbeiziehenden Sterne.

"Don't let the world pass you by": ein kraftstrotzender Eintritt in die Erdatmosphäre, brennend und mit aberwitziger Geschwindigkeit. Der Keyboarder überschlägt sich fast auf seinem Synthesizer. Allein die Wahl der zerspritzenden Klänge des Synthies ist hörenswert. Man steht mit offen Ohren einfach nur so da und staunt, was aus diesem Instrument rauskommt. Ekstase bei Mach 2.

Jeder Titel hat seine Eigenheiten und seine Berechtigung. Nichts ist langweilig oder überflüssig.

"Egozentric Molecules": der Schlusspunkt der kosmischen Reise des vibrierenden Albums. Die Instrumentalisten zeigen aufeinanderfolgend über einem Grundschema ihre schiere Virtuosität. Ponty selbst geigt sich die Seele aus dem Leib. Ganz am Ende das Solo des Keyboarders, das man mit Spannung erwartet. Doch dieser begnügt sich inmitten des hektischen Ritts zurück zum Heimatstern mit ein paar wenigen Tönen, bürstet diesen mit flächigem Synthie-Sound gegen den Strich. - Das muss man sich mal trauen.

Eine großartige Platte, die mich auch nach 40 Jahren noch begeistert.

jojim


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