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Rezensionen verfasst von
Christoph Kolb "heisdeathjim" (Heidelberg)
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Tod im Winter, Episode 1
Tod im Winter, Episode 1
Preis: EUR 2,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dilettantisch, 30. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Tod im Winter, Episode 1 (MP3-Download)
Eigentlich ist es ja eine sehr gute Idee.
Man nimmt sich den ersten Band des TNG Relaunchs ("Tod im Winter" ist der Auftakt zu einer TNG Bücherreihe, die nach den Ereignissen des letzten Kinofilms "Star Trek: Nemesis" spielt) und inszeniert das Ganze mit den bekannten Sychronsprechern der Fernsehserie als Hörspiel. Gerade so Reihen wie "John Sinclair" oder auch "Star Wars" haben ja gezeigt, dass Hörspiele - sofern sie ordentlich inszeniert - bei weitem nicht nur Kindern gefallen.

Aber die Umsetzung von "Tod im Winter" ist mehr als dilettantisch
Zum einen ist es schon eine Frechheit, ein Hörbuch spaßeshalber in 8 Teile aufzusplitten, für die dann je 3,99 € fällig sind (zusammen also 31,92 €). Doch der Preis wäre für ein oppulentes Hörbuch nicht mal das Problem, für das was man da geboten bekommt.
Denn von einem Hörspiel kann man hier gar nicht sprechen. Viel mehr ist es so, dass gefühlt 90% des Buches von einem übergeordneten Erzähler vorgelesen werden. Nur in einzelnen Sätzen hört man die bekannten Stimmen der Charaktere. Dies aber auch nur in Halbsätzen, die wie in einem Buch sind: Figur 1 sagt etwas und der Erzähler setzt sowas wie "antwortete Beverly" oder "fuhr Picard fort" hintendran. Was soll das denn? So was macht man in einem Buch, aber doch nicht in einem Hörspiel, wo die unterschiedlichen Stimmen ja eben genau zeigen, welcher Charakter gerade was sagt. Innerhalb dieser kurzen Halbsätze ohne Dialog finden dann auch die Sprecher nicht wirklich in die Rolle hinein und wirken steif und unnahbar.
Da das ganze Hörbuch ohne irgendein Hintergrundgeräusch auskommt, stellt sich auch überhaupt keine Atmosphäre ein.

Fazit: Für ein ordentliches Hörspiel, für ein "TNG Film für die Ohren" würde ich die 32 € auf die digitale Theke blättern, aber so einen dilettantischen Stuss kann man sich schenken. Den Machern empfehle ich mal in oben erwähnte "John Sinclair" Reihe oder Oliver Dörings "Star Wars" Hörspiele reinzuhören und das Ganze mit dem Folgeband richtig zu machen. Ich jedenfalls spare mir von "Tod im Winter" die Episoden 2-8.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 4, 2014 3:51 PM MEST


Ausgeschlafen: Böse Kurzgeschichte
Ausgeschlafen: Böse Kurzgeschichte
Preis: EUR 1,02

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitterböse Katzen SciFi, 20. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
“Ausgeschlafen“ ist eine schwungvoll geschriebene Horrorgeschichte mit bitterbösen, schwArzem Humor und Dialogen, wie sie selbst Stephen Kings nicht besser hinbekommen hätte. Für alle Freunde von Anarchie Humor, Tarantino Filmen und Trash-SciFi eine Empfehlung

SO, und nun gehe ihn die Katzen kraulen. Man weiss es schliesslich nie...


Zwischen Dämonen, Vampiren und Werwölfen: Ein Traum der anderen Art
Zwischen Dämonen, Vampiren und Werwölfen: Ein Traum der anderen Art
Preis: EUR 0,00

3.0 von 5 Sternen Nette Geschichte für zwischendurch, 20. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Autorin schreibt, die Geschichte sei ihr Traum gekommen. Leider scheint es nur die Schilderung des Traumes zu sein. Schade, aus der Ausgangssituation hätte man mehr machen können. Was bleibt ist eine flüssig geschriebene Geschichte für zwischendurch.


Into the Storm
Into the Storm
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Pell bleibt eben Pell, 25. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Into the Storm (Audio CD)
Man könnte sich jetzt darüber aufregen, dass Axel Rudi und seine Mitstreiter seit gefühlten 100 Jahren immer wieder das gleiche Album veröffentlichen... Könnte man, tue ich aber nicht.
ARP scheint sich in der tiefpurpurnen Welt voll mit Regenbogen, Drachentötern und weißen Schlangen wohl zu fühlen, warum sollte er sich den krampfhaft umkrempeln?

Auf Into the Storm dominieren auch wieder ARPs große Stärken: kraftvolle Riffs und Soli, Gioelis fantastische Stimme und tolle Melodien. Klar, hat man bei einigen Songs (Tower of lies, Long Way to go) das Gefühl, Rainbow, Whitesnake oder Axel selbst haben einen ziemlich ähnlichen Song schon mal gehabt, aber wen juckt das schon, wenn es sich gut anhört und die Truppe mit "When truth hurts" eine klasse Ballade, mit dem Titelsong ein richtig tolles Epos ( mit orientalischem Flair wieder deutlich an Dio/Rainbow angelegt) und ansonsten ganz gute Songs am Start haben?

Ein weiterer Pluspunkt ist für mich der neue Drummer. Terranas Totgeknüppel ging mir in den letzten Alben dann doch etwas auf die Nüsse. Mit Rondinelli klingt das Ganze wieder etwas organischer, was gut zu Axels Old-School-Gitarre passt.

Fazit: Nee, "Into the Storm" ist kein Meisterwerk, aber ein grundsolides ARP Album mit - für mich - 3 absoluten Highlights (into the Storm, When truth hurts, Way to mandalay), viel gutem Durchschnitt und wenig Ausfall. Wem das genügt, kann bedenkenlos zuschlagen.


Kings of Metal MMXIV (Silver Edition)
Kings of Metal MMXIV (Silver Edition)
Preis: EUR 17,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kings of Metal 25 Jahre später, 25. März 2014
Nein, diese Rezi will nicht in Manowar Gemecker ausarten.
Für mein Empfinden haben Manowar von ihrem Debüt "Battle Hymns" bis zum Neuntling "Warriors of the World" eine Serie von sehr guten bis meisterhaften Alben abgeliefert. Und auch die, im direkten Vergleich, schwächeren Veröffentlichungen der letzten Dekade ("Gods of War", "Thunder in the sky" und "Lord of Steel") enthalten noch genug Kracher, als dass ich die Anschaffung bereut hätte. Die ersten 9 Alben sowie die starken Songs der letzen Releases haben Bestand - daran können sämtliche Entblödungen eines gewissen Bandbassisten der letzten Jahr(zehnt)e nichts dran ändern.

Nun haben Manowar also "Kings of Metal" - wenn nicht das meistverkaufte, so gefühlt doch sicher das beliebteste Manowar Werk - neu aufgenommen.

Wie auch schon bei "Battle Hymns MMXI" stellt sich einem die Frage nach dem Warum.
Joey de Maio faselt etwas von Hommage und besserem Sound.
Donnie Hamzik und Karl Logan - beide nicht am Original beteiligt - wollen ihre eigene Note einbringen.
PR Gelaber halt.
Dabei bin ich generell kein Feind von Neueinspielungen. Uriah Heep etwa haben auf "Celebration" ihren Klassikern neue Facetten gegeben während Halloween akustische Alternativen ihrer Metal Kracher boten. Manowar fügen ihren Klassikern aber leider keine interessante Facette hinzu, die es zu einer reizvollen Alternative zum Original machen würden. Sicher, "Heart of Steel" mit seiner akkustischen Gitarre statt Klavier, klingt schön, aber das war's auch schon.

Soundtechnisch kann die Neueinspielung auch nichts retten. Das Problem aus meiner Sicht (und sicher auch vieler anderer Fans): Der Sound von "Kings of Metal" ist ja an sich schon ziemlich perfekt gewesen. Die ersten Alben klangen noch ziemlich ungeschliffen und man hörte, dass Zeit und Geld zur Einspielung knapp waren. "Kings of Metal", das zweite Album auf einem Majorlabel zeigten aber die Vollendung von Manowar in Wucht und Power. Druckvole, gut produzierte und trotzdem räudig. Was wäre mir dran gelegen, hätten die letzten Alben ein Klangbild wie einst "Kings of Metal" gehabt. So reiht sich aber diese Neueinspielung eher in die eher unvorteilhaften Produktionen der letzten Alben ein. Zu glatt, zuviel Bass im Vordergrund (wenn auch zugegebenermaßen wieder hörbarer als auf "Lord of Steel"), eine zu zahme Gitarre... und ob Donnie Hamzik wirklich alles eintrommelt, was wir an Drums hören, kann auch angezweifelt werden.

Und dann müssen wir eben noch Karl Logan und (leider) Eric Adams erwähnen.
Karl Logan mag technisch mehr auf dem Kasten haben als Ross the Boss. In Sachen Feeling ist er aber weit darunter - zumal er eben sehr limitiert ist und gefühlt nichts anderes macht als Sechzehntel-Gewichse (wie schon auf allen anderen Manowar Alben mit ihm davor. Er hat ein paar gute Momente, aber eben nur ein paar...
Eric Adams war 1988 auf seinem stimmlichen Zenit. Eine Urgewalt an Stimme. Heute ist Eric beileibe noch kein schlechter Sänger, aber er hat eben nicht mehr diese unbändige Power, klingt rauer und kurzatmiger und den Tonumfang einiger Lieder (gerade die hohen Passagen) scheinen für ihn unerreichbar.

Zu dem Thema Bonustracks:
Sorry, aber da gibt es wirklich nichts, was es für mich als Fan ansatzweise interessant macht. Instrumental-Versionen der Hauptsongs? Eine (bereits auf "Thunder in the sky" veröffentlichte) Alternativversion von "The Crown and the ring"?
Ernsthaft? Mehr ist euch nicht eingefallen?
Live-Versionen, Demos, vielleicht sogar ein paar unvollendete Songs von damals? Ach ja, "Herz aus Stahl"?

Fazit

Wie auch die Neueinspielung von "Battle Hymns" kann man sich "Kings of Metal MMXIV" durchaus zu legen. Die Songs sind nicht zu Unrecht Manowar Klassiker, die Alternativversion von "Heart of Steel" (Akkustik-Gitarrenbegleitung statt Klavier) gefällt ganz gut und auch das alternative Artwork von Ken Kelley (Backcover) ist gelungen. Doch trotz dieser paar positiven Sachen ist das Original einfach unschlagbar: Zu genial die Songs, zu genial der Sound, zu genial Erics' damalige Stimme um es nicht dieser Neueinspielung vorzuziehen.


Disney: Onkel Dagobert - Aus dem Leben eines Fantastilliardärs
Disney: Onkel Dagobert - Aus dem Leben eines Fantastilliardärs
von Carl Barks
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Barks-Kollektion mit leichten Abstrichen, 18. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Onkel Dagobert: Aus dem Leben eines Fantastilliardärs" ist eine Kollektion von Dagobert-Duck-Geschichten, die allesamt von Carl Barks - dem Erfinder von Donalds reichem Onkel - stammen. Die Auswahl an Geschichten in diesem Band soll, nach Angaben des Verlags, begründet sich in Verweisen, auf die sich Don Rosa in seinem Zyklus "Onkel Dagobert: Sein Leben, seine Milliarden" stützt. Und im Großen und Ganzen ist das auch gelungen.

Der Band enthält insgesamt 20 Comics, unterteilt in die vier Unterbereiche "Erinnerungen", "Entenhausen", "Rund um den Globus" und "Auf Schatzsuche". Enthalten sind dabei solche Meisterwerke wie "Das Gespenst von Duckenburgh", "Wiedersehen mit Klondike" (die Geschichte, die den guten Don Rosa wohl am meisten beeindruckt hat), "13 Trillionen", "Der arme reiche Mann" sowie Dagoberts erster Auftritt in "Die Mutprobe" (auf welchem das Schlusskapitel von "Sein Leben Seine Millarden" aufbaut.

Wie auch "Sein Leben Seine Millarden" ist dies ein schön aufgemachtes Hard Cover Buch mit festem Einband und da die Bindung ähnlich der "Hall of Fame" Reihe scheint, dürfte damit auch eine lange Lebenszeit garantiert sein.

Ein paar Sachen trüben jedoch den Gesamteindruck
- zum einen hat man (im Gegensatz zur "Hall of Fame" Reihe, der "Barks Libary" und dem "Sein Leben Seine Milliarden" Band) komplett auf Hintergrundinformationen verzichtet. Dabei fand ich diese Seiten, mit Kommentaren der Meister gespickt, jedoch immer sehr interessant. Auch auf Skizzen-Zeichnungen und Entwürfe hat man verzichtet. Neben einem eher kuriosen Vorwort, in welchem auf Dagoberts Beliebtheit eingegangen wird sowie einem Organigramm von Dagoberts Unternehmen (eine GmbH AG - so so) gibt es nichts dergleichen. Wenigstens eine Biografie von Meister Barks hätte man spendieren können
- unter den Geschichten befinden sich auch ein paar Langweiler wie bspw. "Der Rinderkönig" oder die seltsam anmutende Geschichte "Die Geschichte von Onkel Dagoberts Bett" (scheint aus einer Phase zu stammen, in welcher Barks den Charakter von Onkel Dagobert noch nicht ganz definiert hat). Stattdessen ist es fragwürdig, warum zum Beispiel eine Geschichte wie "Die Alaska Katastrophe" ausgelassen wurde. In eben jener begegnen wir zum ersten Mal Shandy Shofel der später bzw. früher im Hauptkapitel von "Sein Leben Seine Milliarden" eine nicht ganz unwichtige Rolle spielt.

Das kostet dem Band den vierten Stern.
Dennoch haben wir hier eine schön aufgemachte Zusammenstellung von Barks-Geschichten, von denen die meisten überdurchschnittlich gut bis gut sind und nebenbei gerade Don-Rosa-Fans zeigen, woher der Erschaffer des "Sein Leben Seine Milliarden" Zyklus seine Inspiration bekam.

Zu guter Letzt noch eine Auflistung, der enthaltenen Geschichten:

Erinnerung:
Die Geschichte von Onkel Dagoberts Bett
Jugenderinnerungen
Eine windige Geschichte
Wiedersehen mit Klondike

Entenhausen:
Die Mutprobe
Eingefrorenes Geld
Der arme reiche Mann
Das Königsrennen
Die Schauergeschichte von Schloss Schauerstein

Rund um den Globus:
Das Gespenst von Duckenburgh
Der Hund der Whiskervilles
Der Rinderkönig
Der Fluch des Abaddon
Das gibt es nur in Texas

Auf Schatzsuche:
13 Trillionen
Die sieben Städte von Cibola
Der Schatz des Marco Polo
Die Goldgrube der Königin von Saba
Das Gold der Inkas


Live on Fire
Live on Fire
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Tear down the Fabrik, 16. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Live on Fire (Audio CD)
Axel Rudi Pell und seine Truppe hauen nicht nur in schönen Zwei-Jahres-Abständen ein starkes Album nach dem anderen raus, sondern sind auch ein Garant für erstklassige Konzerte. Da das letzte Album "Circle of the oath" (und die dazugehörige Tour) das bislang Erfolgreichste für den blonden Gitarren-Wizard war, lag es nahe, ein Live-Album von dieser Tour zu veröffentlichen.

"Live on Fire", aufgenommen im Oktober 2012 in der Kölner Essigfabrik, bietet runde zwei Stunden Hard Rock vom feinsten. Die Songs werden nicht stur nach Studioversion runtergeleiert, sondern virtuos zelebriert und mit zahlreichen Soli garniert. Mit Drum-Tier Mike, Basser Volker und Keyboarder Ferdy hat Axel nun seit Jahren eine gut aufeinander eingespielte Truppe, mit denen sich der Gitarrist herrlich duellieren kann. Und mit Johnny Gioeli hat er einen Shouter in seinen Reihen, der nicht nur wie eine stimmliche Mischung aus Freddie Mercury und Ronnie James Dio daherkommt, sondern auch bestens das Publikum im Griff hat.
Über die Setlist kann man sich streiten. Neben drei Songs von "Circle of the Oath" gibt es eine gute Best-of-Mischung, wobei natürlich der ein oder andere Hit fehlt, auch wenn die beliebten Medleys ein paar davon dabei haben. Aber Pell hat nun mal genug Hits am Start um locker zwei Konzerte mit unterschiedlichen Songs füllen zu können.
Der Sound ist herrlich erdig - da wurde nichts nachbearbeitet oder korrigiert, und zudem wurde das Ganze bei einer Show mitgeschnitten (was mittlerweile auch eher eine Seltenheit ist). Wie jede gute Live-Platte kann man "Live on Fire" zwar vom Start weg durchlaufen lassen, aber ein paar Tracks verdienen dann doch besondere Aufmerksamkeit:

- "Ghost in the black" - Einer der stärksten Songs vom neuen Album wird richtig fett runtergerockt
- "Fool Fool" mit Johnny Gioeli klingt für mich besser als das Original mit Soto am Mikro
- "Carousel" - Das Karussell dreht sich ein bisschen schneller und wird durch einen klasse Band Jam verlängert
- "Rock the nation" - wird erst durch die Live Umsetzung ein echte Hymne

Fazit: Nicht nur für Pell-Die-hards eine Empfehlung.


Preachers Of The Night
Preachers Of The Night
Preis: EUR 8,49

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Können die überhaupt ein schlechtes Album veröffentlichen?, 20. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Preachers Of The Night (MP3-Download)
Powerwolf habe ich 2007 im Vorprogramm von Doro Pesch gesehen, und die Band hat etwas geschafft, was ich nicht für möglich gehalten hätte: Als kurzfristiger Ersatz für die gecancelten W.A.S.P. (mein damaliger Hauptgrund, überhaupt das Konzert zu besuchen) mich vollends zu überzeugen. Sofort die beiden ersten Alben geholt und die Wölfe nicht mehr aus den Augen gelassen.

Und nun also Scheibe Nummero Fünf, und gleichzeitig das vierte 5-Sterne-Album in Folge. Erneut ist Powerwolf ein wahrer Metal-Diamant gelungen. Zumindest wenn man auf die - zugegebenermaßen eigenwillige - Mischung aus pathetischem Gesang, sakralen Chören, dröhnender Johann-Sebastian-Bach-Gedächtnis-Kirchenorgel und klassischem Metal-Gitarren-Riffing der Maiden/Priest/Accept-Schule steht. Eingängigkeit ist Trumpf. Die Songs sind nicht zu simpel, aber verzichten auf übermäßig komplexe Strukturen. Die Texte (zumindest Refrains) hat man auch sofort drin. Die Texte sind natürlich auch wieder bewusst augenzwinkernd und beschäftigen sich natürlich nur mit Religion und ihrer Werwolf-Attitüde wie Manowar wie mit ihrem True-Metal/nordische Götter-Gedöhns.

"Amen & Attack" zieht als Opener gleich alle Register und die pfeilschnelle Hymne "In the name of god" (Orgelläufe in 16tel Noten) ist ein echter Nackenbrecher. Mit "Coleus Sanctus" (zu deutsch soviel wie "Heiliger Hoden") wird dagegen die Geschwindigkeit gedrosselt und ein lupenreiner 80er-Jahre-Stadion-Kracher auf uns losgelassen. "Kreuzfeuer" zeigt die Band erstmals auf deutsch - auch nicht schlecht. Und mit der Abschlusshymne gibt es nochmal das ganze Powerwolf-Spektrum als Epos zum Abschluss. Gut, "Secrets of the Sacristy" und "Lust for blood" können da nicht ganz dagegen ankommen, aber mit überwiegend Kracher kann ich ruhigen Gewissens die Höchstnote vergeben.

Fazit: Das Metal Album des Jahres (auch wenn Black Sabbath nah dran waren)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 20, 2013 2:33 PM MEST


Dancer and the Moon
Dancer and the Moon
Preis: EUR 9,49

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ritchie und Candice, das könnt ihr doch besser..., 7. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dancer and the Moon (MP3-Download)
Das ist also, das neuste Machwerk von Rocker a.D. Ritchie Blackmore und seinem holden Weibe Candice Night. Im Prinzip sind die Beiden auch ihrer Linie treu geblieben und präsentieren eine Melange aus Folk, mittelalterlichen Klängen, Pop mit gelegentlichen Rock Einsprengsel. Candice' weiche Stimme führt verträumt durch die Lieder und Saitenzupfer Ritchie bearbeitet wieder alle möglichen Arten von Saiteninstrumenten - darunter auch erstaunlich häufig die elektrische Stratocoaster.
Alles bestens also... oder doch nicht?

Leider nein, denn "Dancer of the moon" ist leider recht mittelprächtig ausgefallen. Auf der Haben-Seite sind es die ruhigen Lieder wie "The last leaf", "The Spiner's Tale" und die erstaunlich gute Neu-Version von "Temple of the king", die mir im Blackmore's Night - Gewand sogar besser gefällt als das Original auf der Rainbow Debüt Scheibe. Auch das Cover von Uriah Heep's "Lady in black" ist gelungen, da sie die schlichte Atmosphäre des Stückes einfängt, aber im Verlauf zu einer richtigen Bombast-Nummer anschwellen lässt. Der Höhepunkt für alle, die vor allem Ritchie's Gitarrenspiel lieben, ist das abschließende Instrumental "Carry on Jon", gewidmet dem verstorbenen Purple Tastenmagier Jon Lord. Dieses rund 6minütige Stück ist zwar ein kleiner Fremdkörper, da Ritchie hier mal seinen Folk-Pop vergisst und sich so blues-rockig wie schon lange nicht mehr zeigt. Natürlich darf in diesem Stück auch ein ordentliches Hammond-Orgel-Solo nicht fehlen. Jon hätte es sicher gefallen.

Kommen wir zu den weniger erfreulichen Seiten. Denn leider die schnelleren Stücke, in denen Ritchie auch gern die Strat schmatzen lässt, fallen durch Schwächen im Klanggewand und der Komposition auf. "Troika", "The Moon is shining" und der Titelsong haben programmierte Keyboard und Schlagzeugspuren. Die Refrains und Melodieführung sind dafür einen Tick zu eingängig und unspektakulär. Ein bisschen "Hey hey" und ein bisschen Geklatsche, Ritchie Solo dahinter (meist das Beste an den Songs) und fertig. Besonders unverständlich, da das Ganze live immer von einer starken Band lebt. Also Ritchie, verbring' weniger Zeit am Computer und lass' deine Background-Band einfach mal mithelfen. Hau uns alten Regenbogen-Fans dann mal wieder einen richtig guten Mystic-Rocker wie "Fires at midnight" oder "Locked within the crystal ball" um die Ohren und wir sind schon zufrieden.

Fazit: "Dancer and the moon" ist kein schlechtes, aber auch kein gutes Album. An die Referenz Alben "Fires at Midnight", "Shadow of the moon" und "Secret Voyage" - meine Top 3 von BN - kommt es nicht ran.


Holy Diver (Remastered)
Holy Diver (Remastered)
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dann mach' ich's halt alleine..., 17. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Holy Diver (Remastered) (Audio CD)
Einen Platz als weltbester Metalsänger hatte sich Ronnie James Dio schon mit seinen 3 Alben bei Rainbow und 2 Alben mit Black Sabbath erkämpft (bzw. je 1 Album mehr, wenn man die Live-Kronjuwelen "On Stage" und "Live Evil" mitrechnet). Letztendlich gab es aber bei beiden Bands den Laufpass bzw. die Vorstellungen, wie Songs und Alben zu klingen hatten, waren nicht ganz deckungsleich.
Da dachte sich der gute Ronnie wohl: "Na dann mach' ich's halt alleine."
Und damit ihm niemand - trotz aller Kooperation - reinredet, benannte er die aufgestellte Band gleich nach sich selbst (im Bonus-Interview auf dieser Scheibe wiegelt er das zwar ein bisschen ab, aber ob der gute Ronnie da nicht etwas flunkert, kann man ja anzweifeln). "Holy Diver" kam heraus, wurde abgefeiert und ein Erfolg und zählt heute als Klassiker.

Gut, vielleicht ist die Scheibe ein klein wenig zu überbewertet, denn subjektiv fand ich, dass die wahren Meisterwerke von Dio die Scheiben mit Rainbow und Black Sabbath sind, während die Alben unter eigenem Banner "lediglich" sehr gut bis gut ausfielen.
Aber eines muss man dem guten Ronnie zu Gute halten: Weder Black Sabbath noch Rainbow (zwecks Kurswechsel in kommerziellere Gefilde) konnten je so gut an "Rising" oder "Heaven and Hell" anknüpfen wie es Ronnie mit "Holy diver", "The last in line" und (mit Abstrichen) "Dream evil" schaffte. Dio versuchte gar nicht erst irgendetwas Eigenständiges sondern ging konsequent den bei Rainbow und Black Sabbath eingeschlagenen Weg fort bzw. vermengte Elemente beider Bands. Bei der Dio-Band trifft progressiver Fantasy-Hard-Rock der Marke Rainbow auf wuchtige Black Sabbath Düsternis.

Und "Holy Diver" gelang diese Melange am besten.
Natürlich hat nicht jeder Song auf der Scheibe das Zeug zum Jahrhundertklassiker (subjektiv sind es bei mir "Don't talk to strangers", der Ohrwurm "Rainbow in the dark" und der majestätische Titelsong), aber "Holy diver" enthält tatsächlich nicht einen Ausfall. Die Scheibe ist von vorne bis hinten rund und kann daher jedem empfohlen werden, der melodischen Heavy Metal - gerne mit Fantasybreitseite - zu schätzen weiß.

Die Songs im Einzelnen:
"Stand up and shout" - Schneller Hard-Rock-Song mit Ohrwurmgarantie
"Holy Diver" - Mystisches Intro, wuchtiger und majestätischer Mid-Tempo-Stampfer. Dio's Solo-Meisterwerk
"Gypsy" - Die Rainbow Verneigung. Ein verspielter Rock Song
"Caught in the middle" - Gute-Laune-Rocker. Nett, aber einer der schwächeren Songs des Albums
"Don't talk to strangers" - 2. Meilenstein des Albums. Beginnt ruhig und geht in eine Hard-Rock-Granate über
"Straight to the heart" - Mid-Tempo-Stampfer. Gut
"Invisible" - Guter Rocker, aber eher Durchschnitt
"Rainbow in the dark" - 3. Meilenstein. Ohrwurm-Metal at it's best.
"Shame on the night" - Der schleppende Monolith des Albums. reicht fast an Sabbath ran.


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