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Rezensionen verfasst von
Rimpurn

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Weiber,Es Isch Zeit!
Weiber,Es Isch Zeit!
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber auch noch sehr ausbaufähig, vor allem bei den Texten, 24. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Weiber,Es Isch Zeit! (Audio CD)
Man merkt es sofort: der weibliche Andreas Gabalier soll das sein. Man merkt es an am Tanzstil (im Kreis drehen und mit Hintern wackeln etc.) und an den Texten ("a kerniger Bua" etc.). Trotz der Anleihen hat es aber immer noch etwas eigenständiges und es ist wirklich nicht schlecht. Aber: manchmal sind die Texte wirklich peinlich und unfreiwillig komisch. Beispiel gefällig? OK: "Aussen hart und innen ganz weich, wie ein Stein im Ententeich." - da kann man wirklich noch etwas dazulernen, zB wie es sich mit der Konsistenz von Steinen in Ententeichen so verhält, ehrlich. Oder "Am schönen Heuboden oben, wär i so gern mit dir gflogen, es knistert die Luft, vom Bergwiesenduft und der Jodler der ruft." "Bodn" reimt sich auf "gflogn", "Luft-Duft-ruft", fertig ist der Refrain! Aber bitte jetzt nicht gleich auf den Heuboden gehen und probieren zu fliegen, das klappt nämlich nicht!


Prometheus - Dunkle Zeichen
Prometheus - Dunkle Zeichen
DVD
Wird angeboten von Lovefilm Deutschland GmbH.
Preis: EUR 6,99

7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein neuer SCHLEFAZ (schlechtester Film aller Zeiten) für Oliver Kalkofe!, 22. Juli 2014
Würde mich nicht wundern wenn der Film in ein paar Jahren unter der Bezeichnung SCHLEFAZ (schlechtester Film aller Zeiten) von Oliver Kalkofe durch den Kakao gezogen wird. So ein Desaster bei der Story und den Schauspielern sieht man selten! Ich möchte hier gar nicht mehr auf alle Details eingehen, die meisten wurden in unzähligen anderen Rezensionen bereits ausreichend angeführt und das einzig gute an dem Film ist, daß diese Rezensionen teilweise so witzig zu lesen waren, weil der Film wirklich so unglaublich dämlich ist.

Ich habe mir den Film im Kino angesehen und mich damals sehr über diese Film-Katastrophe gewundert. Ich habe dem Film später dann sogar noch eine weitere Chance gegeben, mein Wunschdenken wollte es so, ich konnte nicht glauben daß es Wirklichkeit war und diese an und für sich so vielversprechende Filmidee derart verpfluscht wurde.

Hier meine SCHLEFAZ-Lieblingszenen aus Prometheus:

* Der Teeanage-Wissenschaftler im Aussenteam nimmt beim ersten Einsatz einfach den Helm ab und gröhlt erst einmal laut in die unbekannten düsteren Höhlen hinein, damit jede ausserirdische Lebensform über die Anwesenheit dieser Gruppe von Doofköpfen Bescheid weiß. Später wird er vom Schiffsandroiden grundlos vergiftet, wundert sich nur kurz über den Wurm in seinem Auge und nimmt anschließend sofort am nächsten Außenteam-Einsatz teil, ohne diesen Vorfall auch nur zu erwähnen, um später dann krank zusammenzubrechen und von der eiskalten Chefin mit dem Flammenwerfer im Weltraum abgefackelt zu werden, weil sie ihn nicht mehr ins Schiff lassen möchte.

* Die Rolle des Punk-Wissenschaftlers verdient die Goldene Himbeere: Rote Haare, Irokesenfrisur, tattowiertes Gesicht, von Beruf Geologe, will bei der Mission seine Ruhe und mit niemandem etwas zu tun haben und ist nur des Geldes wegen hier, läßt scheinbar Zauberkugeln ohne Antrieb herumschweben und ist selbst davon am meisten fasziniert, hat Angst vor einer Alien-Leiche, fürchtet sich aber nicht davor lebendige Alien-Kobras welche in Drohgebärden vor seinem Gesicht herumzischen anzufassen, hat ständig Angst und wagt sich deshalb immer weiter in das unbekannte Alien-Höhlensystem hinein in welchem er sich auch noch trotz 3D Karte und Funkverbindung verläuft und in welchem er übernachten muß, um tags darauf mit verdrehtem Körper (Beine über den Schultern, wie im "Exorzist") plötzlich als mutiertes Monster vor der Ladeluke seines Raumschiffes wieder aufzutauchen, wobei man ihm trotz seiner unmöglichen Körperhaltung sofort Tür und Tor öffnet um ihn hereinzulassen, damit der plötzlich mit Monsterkräften ausgestattete Werwolf die Crew etwas herumwirbeln und dezimieren kann!

* Die völlig neuartige High-Tech-Maschine aus den Krankenhäusern der Zukunft, welche jedoch nur Männer operieren kann obwohl sie von einer Frau auf die Mission mitgenommen wurde und welche kein Programm für einen Kaiserschnitt kennt, dafür aber zum Glück auf das Programm "Alien im Bauch" zurückgreifen kann und welche nach der OP mit fetten Stahlklammern die Wunden der Patienten wieder vernagelt.

* Die Teenage-Wissenschaftlerin, welche im Laufe des Films immer mehr zur Alice aus Resident Evil wird, läßt sich bei vollem Bewußtsein ein Alien aus dem Bauch schneiden, das riesige Loch im Bauch einfach mit fetten Klammern wieder zutackern um dann anschließend trotz der Überdosis an Betäubungsmitteln welche sie sich ständig selbst in den Körper spritzt, blutverschmiert in weisser Unterwäsche durchs Raumschiff zu sprinten, ohne daß sich jemand darüber wundert, wobei sie dann auch noch mit einem riesigen Alien-Bodybuilder kämpft, von einem hausgroßen Raumschiff welches auf sie herabstürzt in die falsche Richtung davonläuft und dabei regelrecht zu olympischen Hochleistungen aufläuft, nachdem sie gerade eine halbe Stunde vorher ihr erstes Kaiserschnitt-Tintenfisch-Baby bei vollem Bewußtsein unter massivem Blutverlust zur Welt brachte und ihre durchtrennten Bauchmuskeln und das Loch im Bauch lediglich von ein paar Stahlklammern zusammengehalten wird.

* Charlize Theron als übertrieben gefühllose Chefin (in gnademlosen Overacting), welche sich zwischendurch mal von einem Crewmitglied mitten in der Mission, während das Aussenteam gerade beim Sterben ist, flach legen läßt und von Papa-Boss auf Gehorsam ohne Nachdenken getrillt wurde. Später dann spricht sie den wohl peinlichsten Dialog des gesamten Films, in einer Szene in Star-Wars-Manier kniet sie vor ihrem Vater und spricht mit weit aufgerissenen Augen gaaanz laangsam, damit es ja keiner überhört: "Ja, V A T E R!", wobei dieses Verwandschaftsverhältnis übrigens null am gesamten Film und seiner Story ändert und somit nur ein unwichtiges Detail bleibt.

* Das Verhalten der Ausserirdischen Rasse bzw. der "Konstrukteure": als man den muskulösen Ausserirdischen aus dem Tiefschlaf weckt (seine Rasse war so intelligent daß sie uns Menschen erschaffen hat) erwacht er also und wird mit einem Befehle gebenden Weltraum-Opa, einer gerade unter Tränen ausflippenden Teenage-Wissenschaftlerin (welche gerade vor einer halben Stunde ihr erstes Tintenfisch-Baby per Kaiserschnitt zur Welt brachte und deshalb immer noch etwas mitgenommen bzw "verschwitzt" aussieht) und einem belämmert grinsenden Androiden konfrontiert, der seine Sprache spricht. Das hochintelligente Wesen entpuppt sich dann plötzlich ohne Grund als wild gewordener Hulk, reißt dem Androiden sofort den Kopf auf und verhaut und tötet den Rest der Anwesenden, ehe er mit dem Raumschiff alleine davonfliegen will, dabei aufgehalten wird und zum Schluß ebenfalls das Baby eines Riesentintenfischs zur Welt bringt, welches ihm erst wenige Minuten zuvor eingepflanzt wurde, wobei er dann bei der Geburt qualvoll stirbt.

* Die schrecklich langweilige Filmmusik: keine einzige ruhige Szene, ständige Musikuntermalung welche die Düsterheit vertreibt. Dabei müßte es Scott doch besser wissen wenn er sich an seine ALIEN Filme erinnert: Die Nostromo schwebte damals völlig ohne Hintergrundmusik durchs Weltall, man hört nur ihren Antrieb leise rauschen, Ellen Ripley war auf der Suche nach ihrem Kater und verfolgt vom ALIEN-Monster, ohne Hintergrundmusik und gerade deshalb zum zerreißend spannend daß niemand sich im Kino mehr traute Ein- oder Auszuatmen um nur ja keinen Mucks von sich zu geben! Im Prometheus herrscht genau das Gegenteil! In jeder Szene im Hintergrund die gleich langweilig dahinstampfende Musik, welche jedes Aufkommen von Weltallatmosphäre sofort im Keim erstickt.

* Unbedingt erwähnen muß man auch noch die unglaublich schlechte Maske von Guy Pearce als Weltraum-Boss-Opa: hätte man Mrs. Doubtfire die Rolle spielen lassen, hätte es realistischer ausgesehen. Wie kann man einen an und für sich guten Schauspieler nur so verheizen, indem man ihn in eine so schlechte Maske steckt, sogar der Imperator aus Star Wars sah dagegen menschlicher aus! Man sieht in jeder Szene deutlich das Make-Up und die aufgeklebten Haare auf seiner Make-Up-Glatze. Auch die gebückte Haltung und jede Bewegung die "greisenhaft" wirken sollte, sieht lächerlich aus und man fühlt regelrecht, daß in diesem Kostüm ein junger Schauspieler steckt, was wohl auch an den ebenfalls gnadenlosen Overacting von Pearce liegt. Auch die Motivation des alten Millionärs ist dämlich, nur weil er Angst vorm Sterben hat fand diese Mission wohl statt wie sich herausstellt, wobei ihn sein fleischgewordener Gott (der letzte überlebende Muskel-Konstrukteur) bei der ersten Begegnung sofort ins Jenseits schickt und alles umsonst für ihn war. So ein Pech!

Es gäbe noch viele weitere Szenen und Dinge, über welche man sich amüsieren könnte, so dämlich ist der ganze Film geraten. Daß ihn trotzdem manche "super" fanden gibt einem wirklich zu denken. Irgendwann wird es wohl nur mehr Filme geben, welche aus 3D Bildern ohne Sinn und Zusammenhang bestehen und jeder wird es toll finden, wenn dabei nur möglichst viele Monster herumhüpfen und dabei Menschen auf abenteuerliche Weise töten oder Raumschiffe mit Ausserirdischen abstürzen. Der Trend in den Kinos ist übrigens auch schon so weit, daß der Film für die jungen Menschen nur mehr die Nebensache ist. Man geht nicht mehr wegen dem Film ins Kino, sondern weil man "mit Freunden ins Kino gehen" will. Während der meisten Filme herrscht eine derartige Unruhe im Saal, da wird mit dem I-Phone gespielt, telefoniert, auf Facebook gepostet daß man gerade im Kino ist oder durchgehend Bier getrunken. Nur zwischendurch schaut man kurz auf die Leinwand, wenn es gerade besonders actionreich ist und laut wird weil gerade ein Monster mutiert oder ein Raumschiff explodiert.

Das ist das Traurige an der Sache, so witzig (weil unglaublich schlecht und dämlich) Prometheus auch anzuschauen ist. Die Filmemacher liefern dem Publikum wohl solche Filme, weil es wirklich schon derart degeneriert ist und solche hirnlosen Machwerke sehen möchte. Wirklich traurig und schade, diese Entwicklung!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 4, 2014 12:53 AM CET


Der Aufstieg der Erde in die fünfte Dimension - 2012
Der Aufstieg der Erde in die fünfte Dimension - 2012
von Ute Kretzschmar
  Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen Märchengeschichten aus der ersten Dimension, 24. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir das Buch damals 2006 gekauft. Als religiöser Mensch beschäftige ich mich sehr viel mit Wiedergeburt, vor allem die indischen Veden (Upanishaden) und die ganze buddhistische Literatur dient mir hierbei als Wegweiser. Der Umschlag des Buches ist wirklich super gelungen, obwohl sehr schlicht und ohne Bild, ist es durch die vielfarbige Glanzschrift äußerst schön anzuschauen.

Der Inhalt ist ganz leicht lesbar und es ist alles sehr gut verständlich dargestellt. Leider wird man schon nach wenigen Seiten bitter enttäuscht, man merkt sehr rasch, daß es sich hier um eine bloße Sience-Fiction Phantasie der Autorin handelt. In der jenseitigen "Lichtwelt" geht man laut ihr mit seinen Freunden ins Kino und sieht sich gemeinsam "Rollen" an, welche man in seinem nächsten Leben "spielen" möchte. Danach diskutiert man darüber und kann sich entscheiden, ob man nicht Wolfang Amadeus Mozart sein möchte. Und weil jeder Mozart so spielen kann wie er möchte, wird aus ihm nicht immer ein Musikgenie, genauso wie auch die französische Revolution nicht immer stattfindet und auch andere Ereignisse so abgewandelt werden, wie man seine Rollen zu spielen beliebt.

Das Buch erinnert mich an manche schlechten Filme aus den 80er Jahren, welche dieses Thema ähnlich eindimensional behandelten und Menschen über Rolltreppen gen Himmel fahren ließen, wo sie sich dann in weißen Hallen wieder trafen um in einer Spaßgesellschaft zusammen ins Kino zu gehen oder das Leben wie ein Brettspiel oder eine Theateraufführung zu betrachten. Das Buch mag für eine kurzweilige Unterhaltung reichen, wenn man es als Science-Fiction-Roman betrachtet und das Geschriebene nicht ernst nimmt. Jeden, der sich schon einmal mit diesem Thema ausführlicher beschäftigt hat, durchschaut schon nach wenigen Seiten die sehr offensichtlichen Schwächen der ganzen naiven Darstellung und wird bitter enttäuscht das Buch wieder zur Seite legen. Schade.


Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
DVD ~ Sir Ian McKellen
Preis: EUR 5,97

5 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Problem in Mittelerde, 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (DVD)
Das Problem Mittelerdes

Ich überlege schon sehr lange, warum der Herr der Ringe damals so faszinierend war und warum der Hobbit nun so stark nachgelassen hat. Der erste Teil der HdR-Reihe wirkte damals unglaublich faszinierend und spannend. Alles war neu und eindrucksvoll. Die erschaffenen Welten und Landschaften sind auch im Hobbit wieder sehr geglückt und können auch weiterhin begeistern. Doch schon ab dem 2. Teil der HdR Filme lies damals die Spannung stark nach und im 3. Teil machte sich bei mir schon Langeweile aufgrund der Langatmigkeit des Films bemerkbar. Und beim Hobbit war es von Beginn an schon sehr langatmig. Es war lustig endlich andere Zwerge als immer nur Gimli zu sehen, da Zwerge im HdR nur Mangelware waren und kaum eine Rolle spielten. Doch alles danach wirkt nun nur mehr einschläfernd. Nach reiflicher Überlegung sehe ich das Hauptproblem wie folgt: die Guten sind unantastbar, unbesiegbar; und wenn nicht, dann sind sie tollpatschige Trottel; in jedem Fall sind sie über jede Gefahr erhaben und erleiden keinen einzigen Kratzer. Die Bösen sind im Vergleich dazu derart schwach, daß man sie schon lange nicht mehr als ernsthafte Bedrohung wahrnimmt.

Das Problem der Guten

Die Guten sind wie gesagt unbesiegbar. Da wird auf der Seite der Bösen eine riesige Armee nach der anderen heraufbeschworen und losgeschickt, Orks mit allem möglichen gekreuzt, damit sie noch stärker und furchterregender sind und ganze Landschaften verschwinden unter dem Gewussel von unzähligen Orks und schrecklichen Kampfmaschinen und Monstern - doch kaum kommt es zum Kampf, scheint es als reichen 2 oder 3 der guten Helden im Film aus um alle locker zu besiegen. Legoals und Gimli haben im HdR schon immer eifrig mitgezählt beim Niedermetzeln der Feinde als würden sie nur kleine Fliegen erschlagen. Wenn eine ganze Schar Urukh-Hais hinter den Hobbits her ist, da genügt im Normalfall schon Aragorn oder Legolas um sie alle im Handumdrehen plattzumachen ohne daß die Helden dabei ins Schwitzen kommen. Wenn Legolas kämpft dann scheint es, als würden die Orks schon Schlange stehen und als bräuchte er nur sein Schwert ruhig zu halten und alle würden freiwillig zum Sterben auf seine Klinge stürzen. Im Fall der Zwerge ist es jedoch etwas anders: sie sind nur lustige Trottel und stolpern im Hobbit derart tollpatschig durch die Landschaft und werden alle 20 Minuten von jemandem gefangen genommen, daß es nach dem x-ten Mal schon sehr nervig wird. Thorin gibt sich in manchen Szenen wenn er seine pathetischen Ansprachen hält um die anderen zu motivieren zwar als Anführer und Kämpfer, im Kampfgetümmel ist er dann doch wieder ein Schwächling und sieht neben den Elben und Menschen aus wie ein kleiner Witz. Man kann sich so mit der Hauptfigur oder den Zwergen nie richtig identifizieren oder sie bewundern, dazu taugen sie einfach nicht. Ständig müssen die Zwerge von jemandem befreit werden, mal hilft Gandalf aus, dann Legolas, Tauriel oder sogar Bilbo. Alleine hätten es die Zwerge - eigentlich die Hauptdarsteller und "Helden des Films" - wohl nicht einmal geschafft aufs Klo zu gehen, ohne dabei gefangengenommen und getötet zu werden. Und auch die Hobbits wurden schon im HdR immer von allen aufgrund ihres Mutes bewundert, mehr als durch die Gegend marschieren und dabei wie im Falle von Frodo ständig ordentlich in Nahaufnahme leiden und die Augen verdrehen konnten diese jedoch auch nicht - und trotz allem Schmach und Leid, keiner von ihnen kam je im HdR ernsthaft in Bedrängnis, sodaß man Angst um ihn haben mußte. Auch Frodo nahm man das Leid irgendwann nicht mehr ab, nachdem er zum 100. Mal zusammengebrochen und fast gestorben war, 5 Minuten danach jedoch schon wieder den nächsten Berg erklomm und die nächste Felswand durchkletterte.

Das Problem der Bösen

Die Bösen im Hobbit sind genauso wie im HdR extreme Schwächlinge, nur dazu da um zu tausenden bei jeder Bewegung eines Schwertes in Fetzen geschlagen zu werden. Man hat den Eindruck, die Orks könnten ihren Gegnern noch nicht einmal etwas anhaben, wenn diese an Armen und Beinen gefesselt kopfüber an einen Baum gekettet und vorher betäubt worden wären. Und im Hobbit setzt sich diese Begebenheit wieder fort, wenn Legolas und Tauriel fast tänzelnd 100 Orks niedermetzeln daß die Körperteile nur so fliegen, und die beiden Elben dabei keinen einzigen Kratzer oder Blutspritzer abbekommen. Daß Legolas nach dem Kampf mit dem riesigen Ober-Ork ein Tropfen Elbenblut aus der blassen Elbennase läuft war für mich schon die größte Überraschung des 2. Hobbit-Films. Kili hat im Hobbit die Rolle Frodos übernommen: er darf in langatmigen Szenen etwas schmachten und leiden weil er zwischendruch vergiftet wurde, was man jedoch auch wieder nicht ernst nimmt, weil ja doch keiner der Guten sterben wird. Zugleich hat er auch die Rolle Aragorns inne, indem er ein kleines Liebes-Techtel-Mechtel mit einer Elbin haben darf, damit auch die von ihren Männern mit ins Kino geschleiften Frauen und Mädchen wieder kurz aus ihrem Tiefschlaf während des Film erweckt werden.

Das Problem mit Sauron und Smaug

Saurons Problem ist folgendes: angeblich unglaublich mächtig und gefährlich, kommt er doch nur ein einziges Mal in einer Rückblende gleich zum Beginn des HdR in einer einzigen Szene in Fahrt und schlägt ein paar Menschen durch die Luft. Danach kann er ausser mit tiefer Stimme flüstern oder mit dem riesigen Auge umherglotzen gar nichts mehr bewirken - man nimmt ihn also irgendwann auch nicht mehr als Bedrohung wahr. Und Smaug? Der Drache wirkt in den Rückblenden der Hobbit-Filme in ähnlicher Manier wie Sauron zuerst furchteinflößend, er brennt alles nieder und verschlingt angeblich alle Zwerge und ist der furchtbarste seiner Art. Doch als er Bilbo im Erebor begegnet, entpuppt er sich als absolut unfähig einen winzigen Hobbit oder Zwerg zu töten. Statt dessen quasselt er viele gefühlte Stunden lang irgendwelchen Blödsinn daher. Der Kampf gegen die Zwerge ist auch derart unglaubwürdig: Smaug quasselt ständig und wenn er es dann trotzdem mal schafft ein flammendes Inferno zu entfachen, dann wird keinem einzigen Zwerg auch nur ein einziges Haar versengt, auch wenn die Flammen nur so an ihnen vorbeizischen. Die Zwerge schwitzen noch nicht einmal, als Smaug den halben Berg abfackelt, alle Hochöfen der Zwerge zu glühen beginnen und sogar die riesige Goldstatue der Zwerge zerschmilzt wie Butter. Thorin steht daneben, schaut zu und sieht dabei aus als wäre er gerade frisch und abgetrocknet aus der Dusche gekommen. Als Smaug dann endlich Bilbo zum 10. Mal bis auf einen Zentimeter vor sein Maul bekommt, quassel er lieber wieder etwas daher anstatt endlich zu handeln und beschließt plötzlich unlogischer Weise, lieber ein nahegelegenes Dorf anzugreifen und kehrt den Eindringlingen und seinem eigenen Goldschatz den Rücken. Im Flug hält er dann wieder einen dieser peinlichen Monologe a la "Meine Krallen sind wie Schwerter, ich bin der Tod ..." und dann ist der 2. Teil abrupt zu Ende.

Das einzige Plus im Hobbit betrifft Gandalf. Im HdR fragte ich mich immer, ob der "mächtige" Zauberer außer die Stimme verstellen und tiefer sprechen oder seinen Stab leuchten lassen, noch etwas anderes kann. Im Hobbit wirkt er aktiver und wagt schon einmal den ein oder anderen Versuch zu zaubern. Dafür macht dann der Zauberer Radagast der Braune wieder alles zunichte, indem man ihn als komplett verrückten Obertrottel darstellt, dem Vogelkacke übers Gesicht läuft und der mit einem Schlitten samt Kaninchengespann durch den Wald hüpft als wäre er der Weihnachtsmann, nur daß man den Weihnachsmann aufgrund der passender gewählten Rentiere zum Antrieb seines Schlittens noch ernster nehmen kann. Wesentlich besser gelungen ist dafür die Figur des Gestaltwandlers, bei welchem die Zwerge übernachten dürfen. Der riesige Bär war furchteinflößend und die ganze Szene beim Gestaltwandler hat bewiesen, daß außer Gequatsche mit anschließendem Hau-Drauf-Gmetzel auch noch andere Abläufe möglich wären, wenn Peter Jackson etwas mehr Fantasie bei der Story einbringen würde. Der Gestaltwandler darf dann aber nur kurz etwas sprechen und verschwindet wieder als Randfigur im Nichts. Schade.

Fazit: Es ist dieses ungleiche Kräfteverhältnis zwischen Gut und Böse welches den Filmen um Mittelerde jegliche Spannung nimmt und diese Langeweile erzeugt, da man nie um einen der Helden zittert, nie um ihn Angst haben muß, da ja sowieso alles immer gut ausgeht. Dem ganzen Herumgemetzel das alle 20 Minuten automatisch immer beginnt sieht man irgendwann dann gar nicht mehr zu, da eh alles immer vorhersehbar ist. Auch die sich im Hobbit und HdR ähnelnden Figuren welche immer das gleiche quatschen und gleich handeln tragen ihren Teil dazu bei. Man hat von den tollpatschigen Wichtel-Hobbits und Wichtel-Zwergen glaube ich inzwischen genauso genug gesehen, wie von im Kampf edel herumtänzelnden Elben, den Helden markierenden und lange Ansprachen haltenden Menschen, in Fetzen fliegenden Orks oder grimmig dreinschauenden aber trotzdem schwächlichen Oberorks, Urukh-Hais und was weiß der Teufel wie diese Monster alle heißen, es spielt auch gar keine Rolle da sie sowieso alle wie die Fliegen sterben werden. Und auch die zum xten mal heraufbeschworene riesige Ork Armee welche sich von der dunklen Festung aus aufmacht loszumarschieren um von ein oder zwei Helden in tausend Fetzen zerschlagen zu werden, und auch der noch so fürchterliche "Nekromant", "Hexenmeister", "Schänder" und was weiß ich noch alles bewirkt nichts spannendes mehr in Mittelerde, da jeder jetzt schon längst weiß wie es ausgehen wird.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2014 12:21 PM MEST


Melancholia [DVD]
Melancholia [DVD]
DVD ~ Kirsten Dunst
Preis: EUR 6,66

5 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Völlig überschätzter kunstfreier Film eines überheblichen Regisseurs, 20. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Melancholia [DVD] (DVD)
Ich schätze Kunstfilme sehr, doch an diesem sinnfreien Quatsch kann ich überhaupt nichts Gutes mehr entdecken. Die erste Hälfte des Films ist derart sinnfrei und langweilig, daß sogar die allerschlechtesten B-Movies noch wie Kunstwerke dagegen wirken. Ich habe mich gefühlt, als würde ich gezwungen mir den selbstgedrehten und höchst langweiligen Hochzeitsfilm von irgendwelchen fremden und mir sehr unsympathischen Menschen zu betrachten. Viel zu lange dauern die nichtssagenden Szenen, viel zu übertrieben agieren die Schauspieler, in jeder ihrer Gestik kann man lesen wie sie sich selbst einzureden versuchen: "Sehet her, wir machen Kunst"!

Der Film paßt genau zu der Art wie sich Lars van Trier bei den Filmfestspielen in Cannes in dem berüchtigten Interview präsentiert hat. Völlig überheblich in seinem kläglichen Versuch, auf originelle Art und Weise frech, anspruchsvoll und künstlerisch zu wirken. Auch sein zeitgleich in Cannes präsentierter Film "Melancholia" möchte um jeden Preis Kunst sein und läßt die Hauptdarstellerin Kirsten Dunst in jeder Szene derart übertrieben agieren, daß man sie ab der Mitte des Films nur mehr unsympathisch bis unausstehlich findet. Vor allem ab der Sexszene, wo Trier sie während ihrer eigenen Hochzeit mit einem Freund in freier Natur korpulieren läßt, war dieser ganze Mist nicht mehr auszuhalten, so dämlich aufgesetzt und nach künstlerischem Anspruch sabbernd erschien mir der Film zunehmend mit jeder weiteren Szene. Die Szene wo Dunst ihr Pferd schlägt ist von ebensolchem Karakter - völlig umsonst, aufgesetzt, unnötig! Meiner Meinung nach wollte Trier Kirsten Dunst ähnliches abverlangen, was David Lynch seiner Hauptdarstellerin Laura Dern in "Inland Empire" zumutete. Was Lynch jedoch gelang, ging in "Melancholia" meiner Meinung nach mächtig in die Hose und ich kann hier überhaupt keinen Anspruch mehr auf Kunst in irgendeinem Sinn entdecken. Diesen Film könnte man auch "Kunst nach Zahlen" nennen. Soetwas wie dieser grottenschlechte und übertrieben langweilige Film kommt meiner Meinung jedenfalls dabei heraus, wenn sich ein Regisseur zu sehr bemüht Kunst zu produzieren und sich selbst dabei überschätzt. Schade ums Geld, noch mehr schade um die Zeit!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 7, 2014 5:22 PM CET


Volksrock'n' Roller
Volksrock'n' Roller
Preis: EUR 6,66

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mit Elvis-Locke und (ganz) dicker Hose leider nicht mehr so gut wie vorher!, 15. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Volksrock'n' Roller (Audio CD)
"Da komm ich her" war der Hammer! Super gefühlvolle Texte, schöne Melodien, Heimatverbundenheit. "Herzwerk" setzte diesen Trend fort und war seinem Vorgänger fast ebenbürtig. Gabalier trat bei seinen Konzerten alleine mit der Steirischen auf und sang alles live. Seine Auftritte waren damals noch bescheiden und sympathisch. Dann kam mit "I sing a Liad für di" der große Hype und damit der große Erfolg, weil es damals etwas völlig neues war, daß da jemand eine Volksmusikbühne betritt und so hemmungslos und selbstbewußt mit dem Gesäß wackelt. In ganz Tirol und vor allem natürlich in der Steiermark wurden Gabaliers Lied in den Lokalen auf und abgespielt. Leider wurde er vom großen Publikum fortan fast nur mehr auf dieses eine Lied reduziert. Dann wurde noch schnell der "Volks-Rock-N-Roller" als Album krampfhaft nachgeschmissen, um den großen Hype auch finanziell noch so gut wie möglich auszunutzen, doch die Qualität der Lieder sank mit diesem Album extrem stark ab. Hinzu kam seit dem Lied "Sweet little Rehlein" sein neues Image, mit Elvis-Locke und (ganz) dicker Hose. "Sweet little Rehlein" war auch das erste Lied bei seinen Konzerten, das er nicht mehr live, sondern per Playback "sang". Auch die Auftritte fanden fortan mit Begleitband statt, nach dem Motto: mehr = größer = besser! Die Texte auf diesem Album waren nicht mehr romantisch, gefühlvoll und auch von Bescheidenheit war keine Spur mehr. Fortan trat der selbsternannte "Zwölfender Hirsch" (= ein Platzhirsch mit 12 Enden an seinem Geweih, also für uns Menschen übersetzt: "der mit der dicksten Hose, auf den alle weiblichen Artgenossen stehen") mit Elvislocke auf und poste auf der Bühne wie ein Platzhirsch vor den Mädels herum. "Den Prinz der Alpen ham`s mi gnennt, weil mir a jedes Dirnd`l nochi rennt ..." singt er fortan in seinen Liedern, oder "des anzige wos mi nieder ringt, is waun a Dirnd`l im Bett mir a Liadl singt". Und in anderen Lieder wiederum sind anstelle von sinnvollen Texten nur mehr solche Reim-dich-Texte zu finden wie "... die Wadl didl dadl ... und da Fuaß der tuad ma weh waun i in da Frua aufsteh ..." Der Hype ist inzwischen in Österreich stark abgeflacht, wozu dieses Album und das Elvis-Platzhirsch-Gepose von Andreas wohl ihren Anteil daran hatten. Besser er hätte noch etwas gewartet und danach mehr auf Qualität gesetzt, als auf Quantität und schnelles Geld.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 16, 2013 9:19 AM MEST


10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen
10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen
DVD ~ Rolf de Heer
Preis: EUR 13,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wäre ein exzellenter Film geworden ..., 17. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: 10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen (DVD)
... wenn nicht ein paar sehr störende Faktoren die wunderschönen Aufnahmen ständig kaputtmachen würden.
Damit meine ich in erster Linie den Off-Kommendator, welcher den ganzen Film hindurch mit einer einschläfernden und dümmlich wirkenden Stimme dauerquasselt. Er kommentiert wirklich komplett alles und jedes Ereignis bis ins kleinste Detail, so als ob man selbst blind wäre. "Jetzt bewegt R. seine Finger - jetzt bewegt R. seinen rechten Fuß - jetzt hat sein Herz zu schlagen aufgehört und er ist tot" - und manchmal kommentiert er sogar schon im voraus was gleich passieren wird: "Jetzt setzen beim Totentanz gleich die Trommeln ein ..." Wenn man so durch den Film geführt wird, wirkt die ganze Geschichte samt ihren wunderschönen Bildern nicht mehr, da man ständig vorgezeichnet bekommt, was nun gerade passiert bzw passieren wird und was man davon zu halten hat.

Und die zweite Sache, welche den Film für mich etwas zerstört hat, ist der im Film ständig vorherrschende "Kacka-Humor". Leider kann ich nicht beurteilen, ob die Aboriginals wirklich so sind, daß sie sich über jeden Furz kaputtlachen. "Ich gehe nicht als letzter weil jemand da vorne ständig furzt ..." "Er hat einen zu kurzen Schwanz ..." "Sein Schwanz ist zu schlaff ..." "Seine Kacke stinkt noch ..." - also ich weiß nicht ob dies wirklich in so einen Film passt!

Vor allem bei der allerletzten Szene, wahrscheinlich die schönste im Film, wenn Schwarzweiß und Farbe in Zeitlosigkeit verschmelzen, zerquasselt die Off-Stimme wieder einmal die ganze Szene, lacht und amüsiert sich über seine eigenen dümmlichen Witze und sein sinnloses Gequassel.

Zum Glück soll es aber auch eine Fassung ohne diese lästige Off-Stimme geben. Mein Tipp deshalb: bitte unbedingt OHNE anschauen. Leider wirkt der ganze Film beim 2. Mal schauen nicht mehr so stark, wenn man ihn schon einmal mit Kommendator gesehen und ihn sich versauen hat lassen.

Wirklich schade um dieses ansonsten kleine filmische Kunstwerk!


Star Wars: Republic Commando
Star Wars: Republic Commando
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top!, 10. Februar 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Republic Commando (Computerspiel)
Von den ganzen Star Wars Spielen finde ich das inzwischen schon etwas in die Jahre gekommene Republic Commando immer noch top! Die Story ist nicht weiter wichtig, jedenfalls ist man Deltaleader einer vierköpfigen Klontruppe welche in diversen Einsätzen für die Republik kämpft. Es macht dabei unheimlichen Spaß sich selbst und seine drei treuen Gefolgsleute und Kameraden durch die Gefechte zu dirigieren, ihnen Befehle zu erteilen, Stellungen zu halten oder gefährliche Gegner auszuschalten. Anders als bei anderen Star Wars spielen neuerer Zeiten, wie zB Star Wars Battlefield I & II ist das ganze hier viel taktischer, stimmiger und übersichtlicher und man stirbt nicht alle 10 Sekunden einen Tod ohne zu wissen wer oder was einen hier über den Haufen geschossen hat. Meine Empfehlung!


Severance: Blade of Darkness (Lösungsbuch)
Severance: Blade of Darkness (Lösungsbuch)
Wird angeboten von Crazydeal Dein An & Verkauf
Preis: EUR 4,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch super!, 10. Februar 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Obwohl schon in die Jahre gekommen ist es immer noch ein super Spiel und braucht sich nicht zu verstecken! Damals war die Grafik schon phänomenal und vor allem die Schatteneffekte waren graphisch spitze!

Das Spiel selbst verläuft total schnörkellos und kommt fast ohne Story aus. Einfach zwischen 4 Charakteren wählen und los geht! Zur Auswahl stehen Sargon der Ritter, Naglfar der Zwerg, Tukaram der Barbar und Zoe die Amazone. Mit jeweils einem von ihnen erkundet man dann alte verlassene Zwergenminen und Burgruinen, in denen sich ab und zu Orks oder irgendwelche Untote Kreaturen verstecken und wo verschiedene Geheimnisse zu lüften sind.

Das Spiel verläuft sehr brutal, bei deaktivierter Kindersicherung fliegen die Körperteile der Orks recht blutig durch die Gegend und der Boden verfärbt sich dabei auch ziemlich rot. Jeder Gegner ist hierbei eine Herausforderung und man sollte keinen von ihnen unterschätzen. Bei den Kämpfen stehen jedem Charakter dabei unzählige Schwerter, Äxte, Streitkolben, Kriegshämmer, Schilde und auch Pfeilbögen zur Verfügung. Mit den Pfeilen geht man dabei sehr realistisch sparsam um und sammelt die verschossenen Pfleile nach dem Angriff am besten wieder ein, Stück für Stück. Auch unzählige Kombinationsangriffe stehen hier jedem Charakter und je nach Waffe zur Verfügung, was unheimlichen Spaß bei den Kämpfen bereitet. Außerdem eignen sich bestimmte Waffen für bestimmte Gegner besser, so sind zB Streitkolben und Hämmer gegen fleischlose Skellete und Mumien besser um damit ihre Knochen zu brechen, während man mit den scharfen Klingen bei noch lebenden Gegnern wie Orks um einiges mehr anrichten kann.

Der Sound ist genial und sehr stimmig, manchmal wird es komplett still ohne Hintergrundmusik, welche dann im richtigen Moment um so heftiger wieder einsetzt und für Nervenkitzel und Spannung sorgt. Auch die spiegelnden Wasseroberflächen finde ich sehr gelungen und die Welten, obwohl meist sehr großräumig, eintönig und ohne viel Details, schaffen dabei aber trotzdem durch brennende Fackeln und die Lichteffekte immer eine abenteuerliche und spannende Atmosphäre.

Gerade wegen der dünnen Story spiele ich das Spiel auch nach so vielen Jahren immer noch ab und zu gerne, da man hier einfach loslegen und Orks verprügeln kann. Bei zu ausgeklügelten Stories dauert meist der Anfang schon viel zu lange bis man endlich zum Kämpfen kommt und wenn man die Story einmal komplett kennt und aufgelöst hat, geht der Reiz total verloren. Ich selbst spiele eben gerne mal zwischendurch eine Stunde und will dann wieder abschalten, was mit neueren Spielen fast schon unmöglich ist, da man hier immense Zeit aufwenden muß bis man endlich ins Spiel und dann wieder heraus kommt. Schade finde ich jedoch, daß es für Severance - Blade of Darkness keine Fortsetzung mit einem zweiten Teil gegeben hat.


Year Zero (Digipak)
Year Zero (Digipak)
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch sehr gut!, 8. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Year Zero (Digipak) (Audio CD)
Year Zero ist eine NIN Platte ohne besondere Höhepunkte geworden, dafür funktioniert sie umso besser als Gesamtkonzept. Sicherlich, das Thema ist schon sehr oft behandelt worden und etwas ausgelutscht, aber besteht nicht das ganze Leben aus endlosen Wiederholungen der immer gleichen Themen, sowohl gesellschaftlich, politisch und auch sonst in jedem Aspekt. Und schließlich ist Trent Reznor ja Amerikaner und sein Land befindet sich in einem ständigen Krieg womit er sich ja schließlich auch irgendwie in seinen Gedanken manchmal beschäftigen wird. Und sein Land benutzt ja auch immer wieder die selben Tricks um den Leuten Glauben zu schenken, daß dies alles seine Berechtigung hat. Und auf die Weise wie Reznor dieses zwar abgedroschene Thema auf "Year Zero" behandelt, ist es bisher ja noch nicht behandelt worden, zumindest musikalisch.

Das Album beginnt gleich sehr noisig, zieht sich dann aber über eine sehr lange Strecke relativ gemächlich stampfend dahin. Schon der Titel "The Beginning of the End" verrät dabei, wie das noch alles enden wird. Auch die weiteren Songs verraten schon im Titel das meiste und so steigert sich der Patriotismus vom anfänglichen "Survivalism" und dem braven "Good Soldier" immer weiter. Der anfängliche Optimismus in den Texten steigert sich dann sogar hin bis zu einem Größenwahn wo man sich selbst schon als Gott wähnt und Geld natürlich auch eine Rolle spielt, bis der Track "The great Destroyer" dann auch seinem Namen alle Ehre bereitet und auf dem Höhepunkt der Selbstüberschätzung dann alles zerstört und schließlich nichts mehr übrigbleibt, außer Bedauern darüber, was man in seinem Wahn alles angerichtet hat. Das versucht man dann nach alt bewährtem Rezept durch "Another Version of the Truth" wieder zu relativieren, doch alles was bleibt ist wiederum nichts außer daß man sich leider wieder am Ausgangspunkt angekommen sieht, "shame on us for all we have done and all we ever were - just zeros and ones..." Der Text und die Stimmung des Abschlußsongs passen prima.

Das Cover des Albums paßt auch hierzu haargenau, auf der linken Seite in der Hand die Bibel, in der rechten ein Maschinengewehr. Ok, nicht besonders einfallsreich oder schwer zu deuten, aber es paßt nun mal in seiner Einfachheit hier her. Zum Ausgleich dafür fand ich aber folgende Idee besonders genial, nämlich daß sich die CD während des Abspielens verändert - wer es noch nicht bemerkt hat, sollte sich die CD beim Einlegen genau anschauen und sie nach dem Abspielen des Albums damit vergleichen - auch hier bleiben wie im Titel des Albums angedeutet und im letzten Track lyrisch verarbeitet nur mehr "Zeros and Ones".

Und wer sich ständig darüber aufregt immer die selben Themen zu behandelt zu sehen bzw. zu hören, dem kann ich noch ein weiteres Thema nennen, welches mich inzwischen mehr als langweilt, mehr noch als die ganze Ami-Kritik. Es ist das typische Gejammere der "Fans der ersten Stunde", welche in jeder Weiterentwicklung ihres Idols einen Ausverkauf, einen Verrat oder sonst irgendetwas negatives sehen wollen. Geschmäcker sind verschieden. Und man kann wohl kaum von einem Künstler erwarten, sich jedesmal selbst neu zu erfinden und alles bis dahin gewesene gleichzeitig zu kopieren und doch irgendwie zu übertreffen. Bleibt der Künstler in seiner Entwicklung stehen, heißt es "langweilig", entwickelt er sich weiter heißt es "Ausverkauf". Im Tool-Song "Hooker with a Penis" wurde auf deren Album "Aenima" dieses Thema schon mal sehr gut musikalisch verarbeitet und ich finde es trifft noch immer den Nagel auf den Kopf und griff schon damals den Fans solcher Bands in deren zukünftiger Meinung vor. "Früher war alles besser" ist eine sehr voreingenommene Einstellung und vielleicht liegt es ja auch daran, daß sowohl der Künstler, als auch man selbst inzwischen um einiges älter oder reifer geworden ist. Vielleicht waren "The Downward Spiral" und "The Fragile" ja wirklich hervorragende Ausnahmealben, aber schlecht ist "Year Zero" deshalb noch lange nicht!


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