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Rezensionen verfasst von
Thor

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This Is Who I Am [Explicit]
This Is Who I Am [Explicit]
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lang ersehntes Debüt-Album der rothaarigen Hälfte von t.A.T.u., 28. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: This Is Who I Am [Explicit] (MP3-Download)
Ich kam ja lange nicht über die Trennung meines Lieblings-Popduos t.A.T.u. hinweg. Nachdem sie Ende 2009 ihr drittes englischsprachiges Studioalbum "Waste Management" veröffentlicht hatten, das zwar hierzulande kaum beachtet wurde, aber von mir sehr geschätzt wird, kam nichts Neues mehr, bis schließlich die endgültige Auflösung folgte. Allerdings mit dem Versprechen, die beiden wollen nun Solo-Projekte starten. Und so erschien bereits 2011 Lena Katinas erste Single "Never Forget", die gleich richtig großartig geworden ist. Von da an checkte ich regelmäßig die Homepage der rothaarigen t.A.T.u.-Hälfte und ihre Wikipedia-Seite, doch das Album wollte einfach nicht kommen. Irgendwann gab ich meine Recherchen dann auf, da ich nicht mehr mit einem Album rechnete. So kam es, dass ich Lenas Solo-Debüt "This Is Who I Am" erst mit viermonatiger Verspätung entdeckte. Aber besser spät als nie.

Ich war erstmal erfreut, dass nicht nur die Single "Never Forget" den Weg auf das Album gefunden hat, sondern auch die ebenso alte Vorzeige-Ballade "Lost In This Dance", eine absolut zeitlose Perle. Aber auch der überwiegende Großteil der restlichen Albumtracks weiß zu überzeugen: mit "Who I Am" knüpft Lena sogar an die besten t.A.T.u.-Songs an, was mich sentimental werden lässt. "Wish On A Star" ist ein Elektro-Knaller der obersten Güte und ein klares Album-Highlight. Mit "An Invitation" gelingt der Russin darüber hinaus eine erstaunlich reife Ambiente-Nummer, die viel Romantik versprüht, während "Fed Up" im Gegenteil etwas verspielter, aber nicht minder gelungen ausgefallen ist.

Dass "This Is Who I Am" insgesamt etwas schwächer als die Alben von t.A.T.u. geworden ist, liegt daran, dass es leider auch den einen oder anderen Filler gibt, die es so auf den t.A.T.u.-Alben nicht gegeben hat. "The Beast (Inside Of You)" und "Just A Day" überzeugen zwar in den Strophen sehr, flachen aber leider im Refrain etwas ab. Bei "Walking In The Sun" verhält es sich tendenziell umgekehrt.

Dies ändert aber nichts daran, dass Lena Katina mit ihrem lang ersehnten Debüt ein starkes Popalbum vorlegt, das immer noch viel t.A.T.u.-Charme versprüht, aber auch viel Charakter von Lena selbst einbringt. Das Album-Cover ist auch noch eine Erwähnung wert - ich finde es sehr schön.

Mal sehen, ob Yulia Volkova bald nachziehen wird.

Anspieltipps:

Never Forget
Lost In This Dance
Wish On A Star
Who I Am
An Invitation


Der Ruf der Tiefen: Roman
Der Ruf der Tiefen: Roman
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Da gab es zuletzt schon Schlimmeres von Hohlbein., 27. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf der Tiefen: Roman (Kindle Edition)
Im Gegensatz zu "Infinity" oder "Irondead" sowie dem einen oder anderen
der viel zu vielen Bände der "Chronik"-Reihe habe ich die Lektüre von
"Der Ruf der Tiefen" sehr genossen. Ich mochte Hohlbeins lovecraftsche Geschichten schon
immer, umso erfreuter war ich also, als ich feststellte, dass dieser Roman
eine Art Fortsetzung von "Wyrm" ist. Joffrey Copplestone ist ja in eben
diesem Buch verschwunden, und so macht sich seine Verlobte Janice
in "Der Ruf der Tiefen" auf, um ihren Geliebten zu suchen.

Doch bald stellt sich heraus, dass sie keine Hilfe erwarten kann. Weder
Joffreys Freund Steve erweist sich als besonders hilfreich, und es wird
von allen Seiten geleugnet, dass es einen Ort namens Maggoty, wo Joffrey
verschwunden sein soll, jemals gegeben hat. Und so passieren auf Janice'
Suche allerhand grusliger Dinge, von denen die meisten - Hohlbein-Fans
werden es ahnen - "falsch" sind. Ich gebe es zu: ich liebe es nach all den
Jahren immer noch, wenn im hohlbeinschen Universum etwas als "falsch"
bezeichnet wird, da der Autor es versteht, immer wieder eine Atmosphäre
des Unwirklichen heraufzubeschwören, die man auch als Leser fast schon als
falsch empfindet. Die beste Szene des Romans ist eine schaurige, alptraumhaft
wirkende Begegnung mit einem zu einer Art Monster gewordenen Joffrey im
Badezimmer eines Hotels. Keiner versteht es wie Hohlbein, alltägliche Räumlichkeiten
binnen weniger Sätze derart zu entfremden und unheimlich wirken zu lassen.

Selbstverständlich sind die meisten Kritikpunkte an dem Roman berechtigt: Es gibt
Längen und manches wird fast zu detailliert beschrieben, wobei Hohlbein oft auf
dieselben Formulierungen zurückgreift. Aber als großer Bewunderer des Autoren
stören mich diese Dinge nicht mal zu sehr: ein Hohlbein-Roman hat etwas langatmig zu
sein, und seine ureigenen Formulierungen wirken wohlig vertraut. Für mich ist
"Der Ruf der Tiefen" daher ein typischer Hohlbein, wie ich ihn mag, auch wenn er
zugegebenmaßen bei Weitem nicht zu seinen ganz großen Werken zählt.


Aeria
Aeria
Preis: EUR 5,00

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein süßes Guilty Pleasure, 14. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Aeria (Audio CD)
Von den Kritikern verspottet, von den Fans geliebt und von mir zumindest wohlwollend aufgenommen: Oonagh, die Göttin gewordene Soap-Darstellerin Senta-Sofia Delliponti.

Die Musik ist zwar bis in die letzte Faser auf kommerziell getrimmt und es wird nichts dem Zufall überlassen, aber doch strahlt Oonagh in ihren Liedern und den dazugehörigen Videos eine wohltuende Naivität aus, die mir irgendwie gefällt. Die Machart der Songs ist im Grunde immer dieselbe: in den Strophen singt Senta-Sofia mit glockenheller, wohlklingender Stimme, bis ein im Chor vorgetragener Refrain in elbischer Sprache einsetzt. Doch wie schon beim Debüt ist das Ergebnis trotz der albernen Texte sehr kurzweilig geraten und man kann sich mit "Aeria" die eine oder andere Wartezeit vertreiben. Von mir bekommt die süße Oonagh wie für das Debüt 3 Sterne.

Lieblingslieder: Lied der Zeit, Feanor, Ananau, Aeria, Eccaia
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 31, 2015 8:58 PM MEST


Run
Run
Preis: EUR 7,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreativität kennt keine Grenzen, 13. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Run (Audio CD)
Das meiner Meinung nach bislang beste Album des Jahres stammt überraschenderweise von Awolnation, welches ich bis vor Kurzem gar nicht auf der Rechnung hatte, und schlägt damit sogar das am selben Tag erscheinende dritte Album von Marina and the Diamonds.

Natürlich hätte ich "Run" sehnsüchtigst erwartet, wenn ich "Megalithic Symphony" nicht erst vor zwei Wochen entdeckt hätte. Seit ich zum ersten Mal in das Debüt von Awolnation reingehört habe, war mir klar, dass wir es bei dem Mastermind Aaron Bruno mit einem ganz besonderen Musiker zu tun haben.

Wie das Debüt ist auch das Nachfolgewerk ein unglaublich facettenreiches, sämtliche Genres bedienendes Meisterwerk geworden, auch wenn es in der Gesamtheit ein klein wenig nachdenklicher, düsterer wirkt. Gerade der wuchtige Opener und Titeltrack kommt doch recht finster um die Ecke, sorgt aber dafür, dass man aber der ersten Sekunde des Albums der neuen Musik von Awolnation verfallen ist.

Und dann folgt Bombe auf Bombe, Überraschung auf Überraschung. Bei Aaron Bruno weiß man ja nie, was er als nächstes aus dem Hut zaubert, und auch bei den weiteren Hördurchgängen staunt man immer wieder, wie gut die einzelnen Tracks zusammenpassen, obwohl sie zum Teil extrem unterschiedlich sind. Da folgt etwa auf die schöne Akustik-Gitarren-Ballade "Headrest For My Soul" das ultracoole, flotte "Dreamers"; aber er treibt das Spiel sogar weiter, und ändert manchmal mitten im Song die Marschrichtung, ohne dass man sich dadurch gestört fühlte. Bruno sagt ja in Interviews, dass er viel und lange getüftelt hat, um diesen hochinteressanten, süchtig machenden Stil zu kreieren, der ihn ausmacht, doch das merkt man den Tracks gar nicht an. Stattdessen hat man beim Genuss des Albums das Gefühl, als sei Bruno ein Musik-Gott, der sämtliche kreative Energie in sich vereint und seine Glanzstücke einfach so aus dem Ärmel schüttelt.

Anspieltipps: definitiv alles; ein Ausnahme-Album!!!


Froot
Froot
Preis: EUR 13,99

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Marina - so echt wie nie zuvor, 13. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Froot (Audio CD)
Marina Diamandis gehört ja seit Erscheinen ihres Debüts zu jenen Künstlerinnen, die ganz weit oben auf meinem persönlichen Pop-Olymp thronen und ein neues Marina-Album ist stets etwas Besonderes.

Nach dem quirligen, etwas kantigen "The Family Jewels" und der Pop-Granate "Electra Heart" ist nun also das neueste Werk der Britin erschienen. Dabei hat sie ihren Stil wieder deutlich verändert und klingt doch weiterhin zu hundert Prozent nach Marina.

Diesmal vielleicht sogar so sehr wie nie zuvor, hat sie doch sämtliche Songs im völligen Alleingang geschrieben (eine Seltenheit im heutigen Pop-Business) und sich in der Produktion lediglich die Unterstützung eines Produzenten, David Kosten, gesichert. Gleich im ersten Track des Albums, "Happy", schüttet Marina ihr Herz aus und singt von ihrer langen Suche nach dem Glück, das sich letzten Endes doch noch bei ihr eingefunden hat, nachdem sie schon Zweifel gehegt hatte, ob sie überhaupt glücklich sein kann.

Ausgerechnet der Titeltrack passt dann nur wenig in das Gesamtbild des Albums, klingt er doch bunter, quirliger und vor allem tanzbarer als die anderen Songs. Obwohl ich "Froot" sehr mag, bin ich doch sehr froh, dass nicht das ganze Album so klingt, denn die wahre Marina, die ich so sehr schätze, offenbart sich vielmehr in Songs wie "I'm A Ruin" oder den zugleich euphorischen wie etwas melancholischen Pop-Highlights "Blue" und "Forget".

Auch in der zweiten Album-Hälfte wartet die Britin mit weiteren Höhepunkten auf: So ist ihr mit "Solitaire", der vielleicht gewöhnungsbedürftigsten Nummer auf "Froot", ein Lied gelungen, dass das Gefühl des süßen Alleinseins sehr gekonnt und wunderschön einfängt. Mit "Savages" knüpft sie dann erstmals seit Langem deutlich hörbar an ihr Debüt an; der Text hingegen liegt einem etwas schwer im Magen. Mit "Immortal" findet "Froot" seinen atmosphärischen Höhepunkt und einen mehr als würdigen Abschluss.

Fazit: Anders als die beiden Vorgänger-Alben, aber ähnlich gut. Marina kann gar nichts falsch machen.

Meine Highlights:

Savages
Solitaire
Blue
Forget
I'm A Ruin
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 27, 2015 6:33 PM CET


Die wilden Schwäne
Die wilden Schwäne
von Hohlbein Wolfgang und Heike
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Hohlbein seit Langem., 24. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die wilden Schwäne (Gebundene Ausgabe)
Es waren märchenhafte Romane wie "Die Bedrohung", "Der Greif", "Märchenmond" und ähnliche Bücher, die mich vor gut zehn Jahren zu einem Hohlbein-Fan gemacht haben. Leider wurden Gemeinschaftsromane von Wolfgang und Heike Hohlbein immer seltener, es kamen nur noch unterdurchschnittliche "Chronik"-Bände oder ganz schwache Romane wie "Infinity" oder "Iron Dead", die ich nicht einmal zu Ende lesen konnte, weil sie mich derart langweilten.

"Die wilden Schwäne" hat aber alles, was die Hohlbeins zur Höchstform auflaufen lässt. Zwar ist die Geschichte nicht selbst erfunden, wird aber hier bildreich, kurzweilig und hochspannend erzählt. Lange hatte ich dieses schöne Hohlbein-Erlebnis nicht mehr, aber diesmal kam ich wieder voll und ganz auf meine Kosten.


In The Lonely Hour (Deluxe Edition)
In The Lonely Hour (Deluxe Edition)
Wird angeboten von Acfun Store
Preis: EUR 6,57

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Adele und Emeli Sande in männlich., 18. Juli 2014
Erstmals fiel mir das Album von Sam Smith auf, als es in den Billboard Hot 200 mit Lana Del Rey um Platz 1 konkurrierte. Ich war froh, dass sich Lana durchgesetzt hat, aber damals wusste ich ja noch gar nicht, wie gut "In The Lonely Hour" ist und dass Sam Smith die 1 ebenso verdient gehabt hätte.

Das Album beginnt wuchtig mit dem fantastischen Hit "Money On My Mind", der es bis auf Platz 11 der österreichischen Single-Charts geschafft hat, ohne dass ich es mitbekommen habe. Jedenfalls ist dieser Opener etwas irreführend, denn der Rest des Albums klingt ruhiger, souliger und insgesamt recht balladenlastig. Letzteres meine ich aber durchaus nicht negativ, denn Sam Smith beherrscht sein Handwerk. Nicht nur seine Songs können fast mit den Perlen von seinen weiblichen Pendants wie Emeli Sande oder Adele mithalten, auch die Stimme des jungen Sängers ist überaus bemerkenswert; sogar seine Kopfstimme ist genial und er vermag damit Emotionen zu vermitteln. Manche Balladen, etwa "Not In That Way", haben mir sogar eine Gänsehaut beschert, was nur selten ein Song vermag.

Insgesamt finde ich das Album überhaupt nicht eintönig, wie weiter oben behauptet, auch wenn nur der bereits erwähnte Opener sowie "Like I Can" etwas mehr Tempo hineinbringen. Doch Smiths Stimme ist prädestiniert für das Singen großer Soul-Herzschmerz-Balladen, und daher soll er das gefälligst auch tun! :)

Ich verleihe eine knappe 6 für dieses bemerkenswerte Debüt-Album und freue mich schon jetzt auf das zweite Album. Wenn er sich noch ein Stück steigert, macht er damit dann vielleicht sogar Adeles "21" Konkurrenz.

Highlights:

Money On My Mind
Not In That Way
I'm Not The Only One
Like I Can


Trouble in Paradise
Trouble in Paradise
Preis: EUR 7,99

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ist sie da - diese Platte wird mir nicht nur diesen Sommer versüßen!, 18. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Trouble in Paradise (Audio CD)
Bevor man sich das neue, erst zweite Album von La Roux zu Gemüte führt, könnte man sich vielleicht folgende Fragen stellen: Warum um Himmels Willen hat es fünf Jahre gedauert, bis nach der Veröffentlichung von „La Roux“, aus meiner Sicht eines der allerbesten Alben dieses Jahrhunderts, endlich der schwierige Zweitling veröffentlicht wurde? Warum sind dann erst recht nur neun Songs auf dem Album zu finden? Und wie lässt sich diese Wartezeit überhaupt rechtfertigen?

Zuerst wurde der Frontfrau Elly Jackson das Rampenlicht und der Rummel um ihre Person zu viel. Schlimmer noch waren aber die stimmlichen Probleme, an denen sie danach litt. Laut eigener Aussage konnte sie eine Zeit lang überhaupt nicht singen, ihr hohes Falsett beherrschte sie nicht mehr. Irgendwann aber erholte sich Elly und die Arbeiten am neuen Album begannen. Es kam jedoch zu Unstimmigkeiten zwischen ihr und ihrem Studiopartner Ben Langmaid. So gefiel Ben Ellys Gitarrenspiel bei dem Stück „Kiss And Not Tell“ nicht, von dem sie selbst aber begeistert war. Die Wege trennten sich; im Nachhinein stellte sich heraus, dass Elly darunter gelitten hatte, dass die Musik-Journalisten oft behauptet hatten, Ben sei der kreative Kopf des Duos und Elly „nur“ die Sängerin und das Aushängeschild. In Wahrheit hat sie großen Anteil an der Entstehung ihrer Musik und ist von ihrem Partner unabhängig.

Die geringe Anzahl an Songs auf dem neuen Album ist wohl dadurch zu erklären, dass Elly Jackson eine Perfektionistin ist. So lange nicht jedes Detail an den Songs stimmt und sie nicht das Gefühl hat, hier einen Hit produziert zu haben, dann ist sie nicht zufrieden. Filler gibt es bei ihr nicht. „Wenn ich bei einem Albumsong das Gefühl habe, den kann ich nicht als Single auskoppeln, dann frage ich mich, warum er dann überhaupt auf dem Album ist.“ Und sie hat Recht: Jeder der neun Tracks könnte ein Nummer-1-Hit sein, wenn die Charts nicht momentan so resistent gegen wirklich gute Popnummern wären.

Und genau damit lässt die sich das jahrelange, hoffnungsvolle und zugleich bange Warten auf das Comeback-Album rechtfertigen: Es enthält, wie schon das unglaublich geniale und zeitlose Debüt, Popmusik in Perfektion.

Doch wie klingt „Trouble In Paradise“? Nun ja, zwar merkt man beim ersten Ton, um welche Künstlerin es sich handelt, und Elly klingt immer noch, als wäre sie aus den 80ern in die Gegenwart gebeamt worden, aber der kompromisslose, infektiöse Synthpop, der nicht nur mich damals auf Anhieb in Verzückung und Euphorie versetzte, ist einem etwas wärmeren Sound gewichen, dem man mehr von Ellys Seele anhört. Dieser Eindruck entsteht unter anderem durch den Einsatz von echten Instrumenten, der bei „La Roux“ ja überhaupt nicht gegeben war. Selbstverständlich sind die Synthie-Elemente nicht gänzlich verloren gegangen, ganz im Gegenteil, sie spielen immer noch in allen Songs eine Rolle. Doch lediglich im Banger „Silent Partner“ treten sie derart dominant hervor wie beim Debüt.

Ebenso nicht verloren gegangen ist Ellys Gespür für eingängige Melodien, die sich sofort im Ohr festsetzen und doch nicht gleich wieder verleiden. Schon nach dem ersten Hördurchgang konnte ich sämtliche Refrains des Albums aus dem Gedächtnis abrufen. Zudem ist das Album diesmal abwechslungsreicher geworden als das Debüt. „Let Me Down Gently“ und „Paradise Is You“ sind die bezaubernden Balladen des Albums, doch die Uptempo-Nummern überwiegen. „Uptight Downtown“ überzeugt als erste Single und als Opener auf ganzer Linie, schon die ersten Takte reißen hier mit. „Kiss And Not Tell“ ist ein süßer Ohrwurm mit einem wunderbaren Refrain. „Cruel Sexuality“ klingt wieder völlig anders, zugleich entspannt und verzweifelt. Mit „Sexotheque“ kommt eine unfassbar gute Popnummer, wie man sie heutzutage leider viel zu selten hört. Ich würde gerne sehen, wie der Song auf die 1 geht. „Tropical Chancer“ wird seinem Namen mehr als gerecht, gehört zu den erfrischendsten Tracks auf dem Album und ist mein persönlicher Sommerhit. Man muss sich den Sommerhit schließlich nicht diktieren lassen, wie es so viele tun. Bei „The Feeling“ setzt Elly wieder ihren bekannten Falsett-Gesang ein, der auf dem Zweitling aufgrund der stimmlichen Probleme rarer geworden ist. Aber Ellys normale Stimme ist ja auch höchst angenehm.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich vergöttere La Roux und dieses Album!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 29, 2015 1:57 PM MEST


Whispers (Deluxe Edition)
Whispers (Deluxe Edition)
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Meine bisherige Überraschung des Jahres!, 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Whispers (Deluxe Edition) (Audio CD)
Eigentlich war die einzige Album-Veröffentlichung, der ich in letzter Zeit entgegenfieberte, das lang ersehnte zweite Album "Ultraviolence" von Lana Del Rey. Dann stieß ich aber auf das neue Werk von Passenger und dachte mir, dass man da ja durchaus mal reinhören könnte. Die Vorabsingle "Heart's On Fire" ist ja nicht schlecht.

Dass man auf "Whispers" aber mit großartigen Singer-Songwriter-Nummern geradezu bombardiert wird, das hätte ich nun wirklich nicht erwartet, ist aber so. Schon der Opener "Coins In A Fountain" ist unwiderstehlicher Pop, ehe dann mit "27", einem amy-macdonald-ähnlichen Folkpop-Song, gleich das erste ganz große Album-Highlight folgt. Facettenreich und doch homogen geht es weiter: "Heart's On Fire" ist eine romantische, ruhige Ballade, bei "Bullets" ist eine Mundharmonika zu hören, "Golden Leaves" ist eine wahnsinnig schöne Streicherballade.

Auch die zweite Hälfte des Albums ist nicht frei von Highlights, ganz im Gegenteil. "Start A Fire" ist ein zweiter Beweis, dass Passenger den Folkpop wunderbar beherrscht. "Whispers" steigert sich nach einem gemächlichen Beginn in eine wahre Hymne und "Riding To New York" ist abermals eine mustergültige Ballade.

Und am Wichtigsten ist: Die Stimme von Mike Rosenberg gefällt mir mittlerweile ziemlich gut und drückt allen Songs freilich einen unverkennbaren Stempel auf.

Fazit: "Whispers" begeistert mich ungleich mehr als das auch schon sehr schöne Vorgängeralbum, welches den Hit "Let Her Go" enthielt. Ich würde mir wünschen, dass Passenger mit diesem Album ähnliche Erfolge feiern kann. Potentielle Hitsingles fehlen auf dem Album ja nicht, man müsste nur die richtigen Nummern (z. B. "27" oder "Start A Fire") auskoppeln.


X (Deluxe Edition) inkl. "I See Fire"
X (Deluxe Edition) inkl. "I See Fire"
Preis: EUR 12,99

24 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gefällt mir besser als sein Debüt., 20. Juni 2014
Ed Sheeran habe ich lange unbeachtet links liegen gelassen. Sein Debüt-Album finde ich schwach, die Hobbit-Ballade "I See Fire" hat erst nach einiger Zeit mein Wohlwollen gefunden. Hätte ich mir nicht im Vorfeld den Vorab-Track "Bloodstream" angehört und Feuer und Flamme gefangen, dann hätte ich mir "x" vielleicht niemals angehört.

Aber "Bloodstream" veranlasste mich eben dazu, mir noch weitere Tracks des Albums anzuhören, und so fand ich auch an "Afire Love" und "Don't" Gefallen.

Inzwischen habe ich das ganze Album gehört und ich finde es erheblich besser als sein Debüt. Abgesehen von dem banalen "Nina" kann ich keine schwachen Songs ausmachen. Von feinfühligen Balladen über funkige Popnummern bis hin zu Rapsongs haben wir alles dabei; Ed Sheeran präsentiert uns sämtliche Facetten seines Könnens.

Somit gefällt mir "x" überraschend gut, daher verleihe ich eine solide 4 Sterne für das Multiplikations-Album. Ich bin schon gespannt, wie die nächsten Alben "-" und ":" klingen werden :)

PS: Die Bonus-Tracks auf der Deluxe-Variante bringen's meines Erachtens nicht, vor allem nicht das nervige "Take It Back" - ich begnüge mich daher mit der Standard-CD.

Highlights: "Bloodstream", "Photograph", "Don't", "Afire Love".


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