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Rezensionen verfasst von
Thor

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Conscious
Conscious
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Broods mit kraftvollem Synthpop., 25. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Conscious (Audio CD)
Das Debüt-Album "Evergreen" von Broods fand damals mein allergrößtes Wohlwollen. Die zerbrechlichen Songs, vorgetragen von einer fragilen Frauenstimme und produziert von Lorde-Producer Joel Little, trafen vor zwei Jahren genau meinen Geschmack.

Mit etwas Distanz gefällt mir das Album auch heute noch sehr, jedoch fällt mir heute mehr auf, dass viele Songs damals zu ähnlich klangen. Umso erfreulicher ist es, dass sich das Duo auf "Conscious" mehr ausprobiert. Bereits der Opener "Free", der als Lead-Single fungierte, zeigt ganz neue Facetten der Neuseeländer auf: In Georgias Stimme liegt mehr Kraft als bisher vermutet, und die Synthie-Walzen rollen ungedämpft auf den Hörer zu. Stark! Zwar kommen danach mit "We Had Everything" und "Are You Home" zwei etwas beliebige Nummern, aber das waren auch schon die einzigen Schwachstellen des Albums. Denn schon das fantastische "Heartlines", an dessen Entstehung Lorde höchstpersönlich beteiligt war, schiebt sich wieder mit Druck und schöner Melodie ins Ohr. Spätestens dann ist es um mich geschehen: Es folgt Knaller auf Knaller, unter denen besonders "Recovery", "Full Blown Love" sowie der geniale Closer und Titeltrack "Conscious" meine explizite Erwähnung finden sollen.

"Conscious" steht für kraftvollen Synthpop, immer wieder garniert mit den typisch schönen Broods-Balladen. Dieses Album wird mir im Sommer viel Freude bereiten!


Laurin
Laurin
von Wolfgang Hohlbein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein neuer Jugend-Klassiker!, 29. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Laurin (Gebundene Ausgabe)
Wolfgang und Heike Hohlbein - das Autorenpaar meiner Jugend.

Mit "Das Buch" haben mich die beiden 2004 erstmals in eine derart phantastische Welt entführt,
dass ich mich in den folgenden Jahren durch nahezu das gesamte, breite Hohlbein'sche Werk las.
Doch gerade die märchenhaften Romane, welche das Ehepaar gemeinsam verfasste, haben mich
nie ganz losgelassen. Romane wie "Dreizehn", "Der Greif" oder "Spiegelzeit" habe alle diese leicht
unheimliche, immer etwas entrückte und hochspannende Atmosphäre, die ich so zu schätzen lernte.

Leider wurden derlei Gemeinschaftswerke in jüngster Vergangenheit immer seltener - um so
glücklicher war ich über das Erscheinen von "Laurin", wenngleich der Klappentext eine Kopie
des Hohlbein-Klassikers "Unterland" erwarten ließ.

Nun, es stellte sich heraus, dass die Hohlbeins nicht nur dieses "Unterland" recyceln, sondern
auch jede Menge "Märchenmond" und "Midgard" mit einfließen lassen. Anfangs macht das Ganze
auch noch Spaß - gut die erste Hälfte gibt dem Leser das Gefühl, wieder in einem dieser tollen
Hohlbein-Romanen zu sein. Dann aber treiben es die Autoren zu bunt. Nicht nur, dass sich immer mehr
Fabelwesen wie Sirenen oder Zentauren, die ja nun wirklich nichts miteinander zu tun haben,
in der unterirdischen Welt tummeln; nein, ab einem gewissen Punkt ist "Laurin" nichts anderes mehr als
eine einzige, ewige Verfolgungsjagd. Nun gut, auch das kennt man ja von den Hohlbeins, aber selten
war es so langweilig, die jugendlichen Helden auf ihrer nicht enden wollenden Flucht zu begleiten.
Das Finale ist dann leider auch sehr uninspiriert und ernüchternd.

Mit etwas mehr Mühe hätte das ein weiterer Jugend-Klassiker der Hohlbeins werden können, so aber
ist es zwar leichte und fantasievolle, aber auch etwas langweilige Unterhaltung. Alles in allem wirkt
der Roman einfach überladen.


All My Demons Greeting Me As A Friend (Deluxe Edition)
All My Demons Greeting Me As A Friend (Deluxe Edition)
Preis: EUR 17,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vermutlich die Entdeckung des Jahres!, 12. März 2016
Es ist mal wieder passiert! Dieses Kribbeln im Bauch, das mir sagt, dass ich ein Album entdeckt habe, das ab nun für immer und ewig zu meinen All-Time-Favorites gehören wird.

Selbst die genialen Vorab-Singles wie "Runaway" und "Running With The Wolves" haben mich noch nicht darauf vorbereitet, wie sehr ich Auroras Debüt-Album mögen würde.

Die junge Norwegerin schafft es doch tatsächlich, ein außergewöhnliches Popalbum zu kreieren, bei dem es schwer fällt Vergleiche mich anderen Künstlern zu finden, weil es so eigen klingt. Sie muss ihre Musik dabei nicht mal unnötig kompliziert und sperrig gestalten, um ihren eigenen Stil zu entwickeln. Dazu reichen ihre Engelsstimme, welche nicht nachzuahmen ist, und ein präzises Gespür für wunderschöne, frische Melodien, die einerseits vertraut und doch neu klingen.

"Home", "I Went Too Far", "Lucky", "Winter Bird" - die Liste der Albumsongs, welche ebenso in Euphorie versetzen wie die Vorab-Singles, ist lang. Dabei erinnert Aurora nie offensichtlich an andere Künstler, wie bereits erwähnt, und doch schwingt manchmal ein Hauch jener Musiker mit, die ich allesamt schätze. So meint man bei "I Went Too Far" den Einfluss von Röyksopp herauszuhören, während da und dort eine Melodie an Enya oder auch Marina erinnert oder das düstere, cineastische "Nature Boy" wie ein Lied von Lana Del Rey klingt. Ihre Vortragsweise auf der Bühne hingegen hat in ihrer Eigenartigkeit was von Lorde. Wenn man mag, kann man sicher irgendwo auch Parallelen zu Susanne Sundfor, Björk oder Kate Bush sehen.

Mit "All My Demons Greeting Me As A Friend" veröffentlicht Aurora nicht nur das Album mit dem wohl ungewöhnlichsten Albumtitel und mit dem bemerkenswertesten Cover, sondern auch das beste Popalbum insgesamt bisher in diesem Jahr. Ob es noch übertroffen wird, muss die Zeit noch weisen. Es wird aber sehr schwer.


Art Angels
Art Angels
Preis: EUR 11,97

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Album des Jahres., 17. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Art Angels (Audio CD)
"Art Angels" - eine Platte mit "Album des Jahres"-Potential. Mit Sicherheit aber das ungewöhnlichste, knackigste, kreativste, eigenständigste und abwechslungsreichste Popalbum, das mir 2015 bislang zu Ohren gekommen ist.

Schon das wunderbare Intro lässt aufhorchen und man sucht vergeblich nach Vergleichen, doch "Laughing And Not Being Normal" klingt doch zu anders als alles, was man sonst so hört. Aber die Kanadierin Grimes, die in Wirklichkeit Claire Boucher heißt, lässt es dann erst mal wieder langsamer angehen und präsentiert mit "California" einen poppigen Song. Anfangs kam er mir im Albumkontext fast trivial vor, aber inzwischen mag ich ihn mehr und mehr. Denn anstatt, wie befürchtet, schnell abgenutzt zu werden, wachsen die Electrobeats mit wiederholten Hören zum absoluten Genuss heran. Wir verweilen aber nicht lange in diesen Popgefielden, denn mit "Scream" folgt die sicherlich gewöhnungsbedürfigste Nummer des Albums. Zu einem bedrohlich wirkenden Beat rappt eine asiatische Künstlerin. Nach anfänglicher Skepsis finde ich das Stück nun irgendwie klasse.

"Flesh Without Blood" stellt nun das erste ganz große Album-Highlight dar und ist für mich das Idealbeispiel dafür, wie Pop 2015 klingen sollte. Das trifft auch auf spätere Knaller wie "Kill v. Maim", "Pin", "Realiti" (hat "Song des Jahres"-Potential) und "World Princess Part II" zu.

Neben diesen Synthpop-Perlen entzückt mich Grimes aber insbesondere auch mit der HipHop-Nummer "Venus Fly" mit Janelle Monae, einer der perfektesten Uptempo-Songs des Jahres. Da steckt Energie ohne Ende drin. Bei anderen Tracks des Albums wiederum bilde ich mir ein, Madonna zu ihren besten Zeiten ("Ray Of Light", "Music") herauszuhören, wie etwa im Titeltrack "Art Angels" oder auch im Interlude "Life In The Vivid Dream".

"Art Angels" ist ein nahezu perfektes Album ohne einen einzigen schlechten oder auch nur mittelmäßigen Song. Im Alleingang hat Claire Boucher hier Knaller an Knaller gereiht und ein experimentelles Pop-Meisterwerk der Extraklasse produziert. 6+

Highlights: Track 1 bis 14


Growing Pains
Growing Pains
Preis: EUR 15,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Niemand leidet so schön wie Maria., 9. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Growing Pains (Audio CD)
Maria Mena hat Herzschmerz, was auf ihrem neuesten Album "Growing Pains" unüberhörbar ist. Sie reflektiert ihre Scheidung in so vielen Facetten auf so interessante Weise, dass das Album gar nicht so bedrückend ist, wie man meinen möchte. Obwohl Maria hier und da schon derart leidet, dass man sie am liebsten persönlich trösten möchte. Wenn sie etwa alleine zu Hause sitzt und ihren Kummer im Alkohol ertränkt ("Not Sober") oder ihren Ex zu einem Schuldeingeständnis bewegen möchte ("Confess!"), dann können schon mal ein paar Tränchen in die Augen treten.

Aus musikalischer Sicht ist "Growing Pains" einmal mehr ein Traum. Marias Stimme ist auf der Welt einzigartig; sie singt damit Töne in einer Art, wie es niemand sonst so hinbekommen würde. Das Instrumental-Arrangement ist stets passend; den manchmal etwas zu penentranten elektronischen Beats aus dem Vorgängeralbum sind nun geschmackvolle Klangteppiche gewichen, die in Liedern wie "Confess!" oder "Leaving You" besonders gut wirken. In anderen Stücken setzt die Norwegerin auf das Klavier, was sich in Kombination mit ihrem Gesang auch stets vortrefflich verträgt: "Where I Come Home" und "Growing Pains" sind diesbezüglich als Highlights zu nennen.

"Growing Pains" erzählt eine Geschichte von vorne bis hinten; zwar ist die Handlung naturgemäß nicht immer leicht bekömmlich, aber beim letzten Lied, dem wunderbaren Titeltrack, schaut Maria Mena schon wieder leicht optimistisch in die Zukunft. Ihre Lieder sind einmal mehr wunderschön komponiert und vorgetragen, sodass ich "Growing Pains" in einem Atemzug mit ihren besten Alben "Cause & Effect" sowie "Viktoria" nennen kann.

Highlights:

Confess!
Growing Pains
Good And Bad
Bend Till I Break
Where I Come From


Honeymoon
Honeymoon
Preis: EUR 5,00

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lana "The Goddess" Del Rey, 18. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Honeymoon (Audio CD)
Obwohl Lana Del Rey nach „Born To Die“ ja eigentlich kein Album mehr aufnehmen wollte, wie sie selbst sagte, legt sie seither ein Veröffentlichungstempo an den Tag, das für Stars ihres Kalibers ungewöhnlich ist. Gerade die kurze Spanne zwischen „Ultraviolence“ und „Honeymoon“ ist überraschend. Umso beeindruckender ist es, dass „Honeymoon“ ein höchst gediegenes, wundervolles Album geworden ist.

Dass Lanas höchstens Ziel nicht jenes ist, einen Megaseller nach dem anderen zu landen, hat sich schon mit „Ultraviolence“ gezeigt. Den zeitlosen Melodien von „Born To Die“ mit dem eingängigen Hiphop-Einschlag wich ein ungleich rauerer, rockiger Stil, der gleich mal einige Hörer vergraulte. Mit „Honeymoon“ beschreitet sie nun wieder sphärischere Pfade und bewegt sich vom Gitarrensound des Vorgängers weg wieder mehr hin zu wohligen Streicherflächen.

Was sich jedoch durch Lanas gesamte Karriere zieht, ist die selbst errichtete, traumartige Scheinwelt aus zumeist tragischer Liebe, Gewalt und Melancholie, durch die sie sich bewegt. Obwohl der Albumtitel „Honeymoon“ im Gegensatz zu „Ultraviolence“ und „Born To Die“ eine heile Welt suggeriert, wird wohl schon beim getragenen Titeltrack klar, dass Lanas Vorstellung von Flitterwochen düsterer ist als die der meisten. Wenngleich freilich nicht alles völlig bedeutungsschwanger ist: Manchmal ist Madame Del Rey schon zufrieden, wenn sie zur passenden Musik hübschen Jungs nachschauen kann (oder am Strand high werden …).

Was mich als großer Lana-Fan am meisten freut, ist die Tatsache, dass „Honeymoon“ mehr als alle Alben zuvor von ihrem Gesang lebt. Songs wie „God Knows I Tried“, „The Blackest Day“ oder „Terrence Loves You“ sind gerade wegen Lanas Intonation derart umwerfend. Aber auch die Vielfalt an Instrumenten, die verwendet werden, ist eine Erwähnung wert. Zwar spielen Streicher in den meisten Stücken eine Hauptrolle, aber immer wieder schmeicheln perfekt platzierte Flötenklänge („Music To Watch Boys To“) oder Bläser („Art Deco“) das Ohr. Filler sucht man vergeblich. Zudem sind Lanas Alben nicht nur ein akustischer Hörgenuss, nein, man erlebt ihre Musik mit sämtlichen Sinnen. Ihre Geschichten lassen nostalglische Bilder vor der Augen erscheinen, so als schaute man einen Film. Ich hoffe daher auf viele Musik-Videos in dieser Ära.

Aber ich komme mal zum Punkt: Mit „Honeymoon“ landet Lana Del Rey nicht nur mein persönliches Album des Jahres, sondern sie baut auch die Ausnahmestellung, die sie bei mir genießt, mehr aus als es „Ultraviolence“ noch konnte. Tatsächlich überzeugt mich „Honeymoon“ auf Anhieb noch mehr als der souveräne Vorgänger, und das will schon was heißen.

Mein (nicht ganz geglückter) Versuch, die Top 5 zu küren:

Art Deco
Honeymoon
The Blackest Day
Salvatore
Swan Song/God Knows I Tried


Coexist
Coexist
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Schmeichelt die Seele., 1. August 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Coexist (Audio CD)
Das ist ganz klar Musik, die wie für mich gemacht ist. Lange hat es nicht gedauert, dass sich mir der Zauber dieses anfangs eintönig erscheinenden Liedguts erschlossen hat.

Selten höre ich eine weibliche und eine männliche Stimme im harmonischen Zwiegesang, aber bei The XX schmiegen sich die sanften, stets etwas zaghaften Vocals von Romy Madley Croft und Oliver Sim sanft aneinander. Seine ganze Wirkung entfaltet der Gesang aber erst durch die minimalistischen Klangbilder, die Jamie Smith, der mich mit seinem aktuellen Soloalbum noch nicht zu überzeugen vermag, hier zaubert. Niemals drängt sich ein Beat in den Vordergrund, was hier durch und durch positiv auffällt.

Was oft als Schwachpunkt betrachtet zu werden scheint, ist für mich ein großer Pluspunkt: The XX schaffen auf "Coexist" einen ganz eigenen Vibe, ein vages Feeling, das sich durch das ganze Album zieht, sodass die Platte wie ein gigantischer Song wirkt. Tatsächlich hatte ich am Anfang Schwierigkeiten, manche der Songs auseinanderzuhalten - gerade "Reunion" fließt unbemerkt in "Sunset" über -, aber das legt sich mit der Zeit. Der erwähnte Vibe bleibt jedoch bestehen und sorgt für das wohlige Grundgefühl, das "Coexist" in mir auslöst. Und doch blitzen auch immer wieder individuale Höhepunkte einzelner Songs heraus: etwas das Düstere in "Missing", der herrlich eingängige, zeitlose Beat in "Tides", die Zerbrechlichkeit von "Angels", der plötzlich einsetzende Beat in "Reunion", die genialen Beats in "Chained", die mich förmlich in den Himmel tragen, und, und, und ...

"Coexist" ist ein Album, das diese Bezeichnung auch wirklich verdient hat: Keine lose Liedersammlung liegt hier vor, sondern ein kompaktes, homogenes, schlicht wunderschönes Ganzes.


Lp1
Lp1
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Die Faszination der Musik., 29. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Lp1 (Audio CD)
Es gibt (viel zu viele) Popalben, an denen findet man auf Anhieb gefallen.
Man hört sie dann ein paar Mal, erfreut sich daran, und irgendwann verschwinden
sie in den unendlichen Tiefen der CD- oder MP3-Sammlung und werden im
schlimmsten (oder besten?) Fall nie mehr hervorgekramt.

Doch dann gibt es auch Alben, die findet man anfangs anstrengend, nervig, und
doch hat man das Gefühl, dass man die Platte nicht gleich wieder aufgeben sollte.
Und so habe ich vor einem Jahr "LP 1" von FKA Twigs, das klar so ein Silberling ist, über mehrere
Tage und Wochen immer mal wieder gehört, auch wenn ich viel mehr Lust gehabt
hätte, etwas Eingängiges, Einfaches stattdessen zu hören. Und bald schon merkte
ich erste Erfolge dieser Methode: plötzlich fand ich Lieder wie "Lights On" oder
"Hours", die mich beim ersten Anhören fast zu Weißglut trieben ob ihres langsamen
Tempos und der unkonventionellen, schwer zu erkennenden Struktur, extrem betörend;
ich musste sie immer und wieder abspielen. Und dann erst "Two Weeks"! Da saß ich zuhause,
hörte diesen Track gerade zum x-ten Mal an, und war plötzlich hin und weg.
Wie konnte es sein, dass ich die Genialität dieses Songs so lange nicht erkannt hatte?
Stückweise fand ich auch Zugang zu den restlichen Albumtracks und erkannte schließlich,
wie perfekt hier alles ineinandergreift, wie erhaben Tahliahs glockenheller Gesang über den
raffinierten, zukunftsweisenden Elektro-Beats thront.

Ein Jahr später liebe ich "LP 1" längst über alles, und das wird sich aller Voraussicht nach
niemals mehr ändern. Denn mit diesem Meisterwerk hat mir Tahliah, so FKA Twigs' schöner
richtiger Name, gezeigt, wie faszinierend Musik wirklich sein kann, wenn sie einen nicht mit
fetten Beats förmlich ins Ohr springt, sondern sich unmerklich, auf fast mysteriöse Weise
in jede Faser des Körpers schleicht. So gesehen ist "LP 1" vielleicht das wichtigste Album
überhaupt für mich.


Mobile Orchestra
Mobile Orchestra
Preis: EUR 7,97

5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein überaus schwaches Popalbum., 25. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Mobile Orchestra (Audio CD)
Adam Young, besser bekannt als Owl City, war nie bekannt
für seinen kreativen Output. Jedoch war sein charakteristischer
Dreampop immer sehr hörbar und angenehm.

"Mobile Orchestra" stellt sich jedoch als eine Ansammlung
der banalsten Popsongs heraus, mit Texten auf Dieter-Bohlen-Niveau.
Ein sehr schwaches Popalbum ohne Highlights.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 28, 2016 10:41 PM MEST


How Does It Feel
How Does It Feel
Preis: EUR 12,98

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geglückter Stilwandel., 21. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: How Does It Feel (Audio CD)
Vor etwas mehr als zwei Jahren wurde ich innerhalb von drei Stunden großer Fan des New Yorker Pop-Duos MS MR. Es waren dies jene drei Stunden, die ich brauchte, um das Debüt-Album "Secondhand Rapture" lieben zu lernen. Ja, so schnell kann das manchmal gehen, wenn da jemand den persönlichen Geschmack so unheimlich exakt trifft. Seither ist jenes Album ein absoluter Dauerbrenner bei mir.

Gerade, wenn das Debüt derart stark war, fiebert man dem Nachfolger etwas bange entgegen. Können sie tatsächlich nochmal ein derart starkes Stück Musik hinlegen?

Meinem Empfinden nach haben sie dies tatsächlich geschafft. Lizzy Plapinger und Max Hershenow machen auf ihrem Zweitling so ziemlich alles richtig. Sie verweilen musikalisch nicht auf der Stelle, sondern machen ihre Musik tanzbarer, kraftvolliger, poppiger, direkter, ja voller, ohne allerdings das Besondere, in das ich mich vor zwei Jahren verliebt habe, aufgeben zu müssen. Direkte Querverbindungen zwischen den beiden Alben gibt es etwa am Ende des Albums mit "All The Things Lost", das von der Machart her sehr an den Closer des Debüts, "This Isn't Control", erinnert. In vielen anderen Momenten ist es aber schlichtweg das Grundgefühl, das diese Verbindungen entstehen lässt, oder etwas konkreter Lizzys stets ausdrucksvoller Gesang.

Infektiöser Pop wie "Criminals" oder "Reckless" ist aber Neuland auf dem Zweitwerk; auch die Hymnen "Painted" und "How Does It Feel" verneigen sich vor der Disko-Ära früherer Zeiten. Doch glücklicherweise kommt auch die melancholische, nachdenkliche Seite des Duos nicht zu kurz; dafür sorgen Tracks wie "Wrong Victory", "Cruel" oder der schöne Closer.

Highlights:

Tripolar
Reckless
Painted
Criminals
How Does It Feel
All The Things Lost


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