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Jutta Ohlmann

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Du sollst nicht funktionieren: Für eine neue Lebenskunst
Du sollst nicht funktionieren: Für eine neue Lebenskunst
von Ariadne von Schirach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Daseinsfreude ist kostenlos, 25. Februar 2014
Ariadne von Schirach kann schreiben. Und wie. Sie hat diesen klaren poetischen Ton, der es zu einem großen Vergnügen macht, ihren Gedanken und Geschichten zu folgen. Gedanken und Geschichten über unsere durch und durch ökonomisierte Gegenwart, in der es nur noch Waren gibt, aber kaum noch Menschen, weil wir uns Tag für Tag selbst zum Produkt machen, indem wir unsere Körper und unsere Lebensläufe optimieren, anstatt lebendig zu sein.

Das Buch beginnt mit einem nervenaufreibenden kleinen Jungen, der eines Tages zwischen Geschrei und Getobe in die Runde blickt, um zu sagen „Es ist schön, dass ich auf der Welt bin.“ Diese einfache Freude über ihr Dasein haben die meisten Erwachsenen schon lange nicht mehr empfunden, weil sie nur noch an die Bedeutung von Dingen glauben, die sich ökonomisch verwerten lassen. Und weil sie pausenlos kaufen und verkaufen, um zu verdrängen, dass sie selbst schon in wenigen Jahrzehnten nicht mehr da sein werden und jeder Augenblick ihres Lebens kostbar ist.
An dieser Stelle lässt Ariadne von Schirach den Tod auftreten. Er sitzt in einem Jogginganzug auf dem Sofa und stellt unangenehme Fragen. „Den Tod ernst zu nehmen“ schreibt Ariadne von Schirach, „heißt, sich selbst ernst zu nehmen.“ Das Kind und der Tod sind für die Philosophin zwei Leitfiguren, die dabei helfen können, das Wesentliche nicht aus dem Blick zu verlieren. „Der Tod erinnert uns an unsere Sehnsucht und das Kind erinnert uns an unseren Anstand.“ (S.42)

Wer nicht bereit ist, sich selbst und sein Leben ernst zu nehmen, wird dieses Buch als Zumutung empfinden. Denn hat man diese Gedanken einmal in sich aufgenommen, lassen sie einen nicht mehr los. Man muss sich damit auseinandersetzen.
Es sei denn, man schiebt sie ganz schnell wieder von sich weg. „Das ist doch alles nicht neu!“, könnte man sagen, um sich wie schon all die anderen Male zuvor, vor der Auseinandersetzung zu drücken. Oder: „Wie kann sie behaupten, dass ALLE nur noch Diät machen und das Genießen verlernt haben, während doch ein Großteil der westlichen Zivilisation immer fettleibiger wird?“ Da könnte man ja mit ebenso starken oder vielleicht sogar sehr viel stärkeren Argumenten behaupten, dass wir in einer genusssüchtigen Gesellschaft leben, die den Wert der echten Askese nicht mehr kennt. Oder: „Sie sagt, wir sollen anderes Leben achten, aber wenn wir keine Burger essen wollen, schimpft sie uns genussfeindlich und befürchtet gleich Bioterror. Ist das nicht ein bisschen widersprüchlich? Verantwortung light?“ Oder: „Wie kann man nur so kitschig und naiv sein?“
Aber die volle Verantwortung, würde die Autorin vermutlich sagen, schließt die Verantwortung für die eigenen Widersprüche mit ein, und wir müssen uns alle damit auseinandersetzen, wie das in unserem ganz speziellen Leben aussehen könnte, welche Werte wir setzen wollen und welche wir links liegen lassen. Derzeit seien wir alle noch etwas schizophren „die rechte Hand recycelt den Müll und die linke kippt ihn ins Meer.“ (S.85)

Ariadne von Schirach lässt trotzdem nicht locker, gerade weil sie weiß, dass wir die existentiellen Fragen des Lebens heutzutage kitschig nennen, um sie von uns abzuschütteln. In aller Naivität fordert sie dazu auf, uns selbst und die Natur und alle anderen Lebewesen ernst zu nehmen. Das macht sie bildhaft und kenntnisreich und unterhaltsam, vor allem aber mit voller Absicht. Denn natürlich ist sie sich darüber bewusst, dass es eine Menge Leute gibt, die das ganz und gar uncool finden und die sie dafür angreifen werden. Aber das ist ihr egal. Sie nimmt sich selbst die Freiheit, sich ernst zu nehmen alle Widersprüche inbegriffen, und das ist vermutlich das Coolste, was man heutzutage machen kann.


Mit Gefühl denken: Einblicke in die Philosophie der Emotionen
Mit Gefühl denken: Einblicke in die Philosophie der Emotionen
von Heidemarie Bennent-Vahle
  Taschenbuch
Preis: EUR 20,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildend, erhellend und absolut lesenswert!, 27. Januar 2014
Unsere Gefühle verbinden uns ganz unmittelbar mit dem Leben, erklärt die Philosophin Heidemarie Bennent-Vahle in ihrer ebenso klugen wie hilfreichen philosophischen Auseinandersetzung mit dem Wesen der Gefühle. Denn wenn wir fühlen, dann betrachten wir eine Situation nicht mit Abstand, sondern sind ganz unmittelbar davon ergriffen. Das kann je nach Gefühlslage sehr angenehm sein, aber manchmal auch schmerzhaft oder erschöpfend.
Doch ganz gleich ob wir gerade Liebe und Freude, Wut, Scham oder Trauer fühlen: Unsere Gefühle teilen uns etwas Wesentliches über unsere gegenwärtige Situation mit. Das Fühlen – schreibt Heidemarie Bennent-Vahle - „rückt uns zu Leibe, es versetzt uns in Schwingung, verabreicht uns Stöße und macht uns auf diese Weise eine unmissverständliche Mitteilung darüber, was für uns wichtig ist.“ ( S.11) Die Philosophin erläutert in ihrem Buch einleuchtend, warum wir die Mitteilungen unserer Gefühle ernst nehmen müssen, sie aber gleichzeitig nicht immer eins zu eins in Handlungsimpulse übersetzen dürfen. Denn in vielen Fällen ist es nicht angemessen, mal eben aus dem Bauch heraus zu handeln, weil Gefühle eine eigene Sprache sprechen und zuallererst übersetzt werden wollen.

Bennent-Vahles gedanklich anspruchsvolle und doch immer leicht lesbare Reise durch die Philosophie der Emotionen setzt ihre Leserinnen und Leser auf den neuesten Stand der philosophischen Forschung und gibt ihnen zugleich auch einen tiefgründigen Leitfaden für die Entschlüsselung ihres eigenen Gefühlslebens an die Hand. Die Philosophin erläutert die Bedeutung von Hass und Zorn, Scham und Angst, Hochmut und Stolz, aber auch von Liebe, Freundschaft, Mitgefühl und Verzeihen und zeigt anschaulich, warum wir uns mit all diesen Gefühlslagen auseinandersetzen müssen, um als fühlende Wesen sowohl uns selbst als auch anderen gerecht werden zu können.

Vier wesentliche Aspekte gilt es dabei nach Bennent-Vahle besonders zu beachten:

1. Wir müssen eine innere Haltung der Besonnenheit kultivieren. Ein besonnener Mensch nimmt sowohl die eigenen Gefühle als auch die Gefühle anderer Menschen ernst, weiß aber auch, dass nicht jede Wut und jede Angst angemessen sind und dass es manchmal gerade notwendig ist, sich von den eigenen Gefühlen distanzieren zu können, um einer Situation gerecht zu werden und ein gelingendes Zusammenleben zu ermöglichen.

2. Gefühle übermitteln uns wichtige Botschaften, aber sie geben uns selten klare Handlungsanweisungen. Um die Bedeutung der jeweiligen Gefühle entschlüsseln zu können, brauchen wir den Verstand.

3. Ein kontinuierliches und aufrichtiges Gespräch zwischen Gefühl und Verstand auf Augenhöhe lässt eine andere Dimension von Gefühl ausreifen. Dieses Gefühl zweiter Ordnung hat ein eigenes soziales Bewusstsein; wir nennen es Mitgefühl. Die Fähigkeit auf eine angemessene Art mit anderen zu fühlen, intensiviert nicht nur die eigene Beziehung zur Welt, sondern stärkt und stabilisiert auch unsere sozialen Beziehungen. Besonders erhellend war für mich auch die Unterscheidung der Autorin zwischen Mitleid, Mitempfinden, Gefühlsansteckung und dem ausgereiften Mitgefühl.

4. Da wir alle Menschen und als solche fehlbar sind, gilt es im Gespräch zwischen Gefühl und Verstand auch die Fähigkeit des Verzeihens zu kultivieren. Denn nur das Verzeihen ermöglicht uns, trotz tiefer emotionaler Verletzungen immer wieder neu auf das Leben und aufeinander zuzugehen. Bennent-Vahle nennt das Verzeihen deshalb auch das Herzstück der Ethik. Es ist ein Akt menschlicher Größe, der allerdings, wenn er gelingt, sogleich dadurch belohnt wird, dass er uns von der großen Last unserer eigenen negativen Emotionen befreit: „Gerade dann also, wenn alles in uns gegen Sanftmut und Nachgiebigkeit aufbegehrt, wenn wir grollen, innerlich wüten und toben, uns die Haare raufen, gibt es einen letzten Rückhalt gegen die ungehemmte Intoxikation der Seele.“ (S.258)

Fazit:

Für Bennent-Vahle sind unsere Gefühle das Elixier und die Nahrung des Geistes, ein Denken ohne Gefühle betrachtet sie als ebenso blutleer wie wirkungslos. Doch nur wenn wir das Gefühlsgeschehen besser begreifen, so Bennent-Vahle, sind wir in der Lage, intensiv und gefühlsstark zu leben ohne andere zu verletzen oder selbst zum Opfer zu werden. Ihr Plädoyer für eine Kultur des Mitgefühls und Verzeihens ermutigt dazu, sich mit den eigenen Gefühlen noch einmal neu auseinanderzusetzen und liefert darüber hinaus auch wertvolle Hinweise für alle, die beruflich mit der Bewältigung von Emotionen befasst sind. Dieses Buch ist bildend, erhellend und absolut lesenswert.


In meiner Not rief ich die Eule: Eine junge Türkin in Deutschland (Wahre Geschichten)
In meiner Not rief ich die Eule: Eine junge Türkin in Deutschland (Wahre Geschichten)
von Betül Licht
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke für dieses Buch!, 10. Januar 2009
Dieses Buch ist ein fehlendes Puzzleteilchen in der Literatur von türkischen Migrantinnen in Deutschland. Es zeigt, was ein junges Mädchen durchmacht, wenn es in der zerbrechlichsten Phase seiner psychischen Entwicklung vollständig gegensätzlichen moralischen Anforderungen und Wertesystemen gerecht werden muss. Es zeigt, wie wenig wir bislang von den Nöten von Menschen wissen, die ein Leben lang zwischen zwei Welten zerrissen werden. Und es zeigt auch, wie dringlich es ist, dass wir unser Wissen erweitern. Welcher Geschichtslehrer ahnt beispielsweise, welche Ängste Migranten und Migrantinnen ausstehen, wenn sie von den Gräueltaten der Naziherrschaft erfahren, weil sie sich ausmalen, dass so etwas wieder passieren könnte und sie dann vermutlich die nächsten Opfer sind.

Was dieses Buch so besonders wertvoll macht, ist, dass es nicht anklagt. Weder die Deutschen noch die überforderten Eltern. Immer wieder wird gezeigt, wie Nachbarinnen und Lehrerinnen versuchen, dem verzweifelten Mädchen zu helfen und wie sie nur deshalb scheitern, weil niemand sie darüber aufklären kann, in welcher psychischen und physischen Zerissenheit ein Mensch zwischen zwei Kulturen lebt und wie man ihn eventuell unterstützen kann. "In meiner Not rief ich die Eule" hilft diese wesentliche Informationslücke zu schließen. Das Buch zeigt auch, welche außergewöhnlichen interkulturellen Kompetenzen sich Migrantinnen wie Betül Licht durch ihr Schicksal angeeignet haben. Kompetenzen, die für ein friedliches Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft unerlässlich sind und die an keiner Universität gelehrt und erworben werden können.

Darüber hinaus ist der Autorin ein ebenso einfühlsamer wie erschütternder Roman gelungen, die Geschichte einer türkischen Migrantin, die ihrer ebenfalls türkischen Freundin in Briefform ihr Schicksal offenbart. Die ergreifende Lebensgeschichte der sich offenbarenden Migrantin liest sich aufgrund ihrer unmittelbaren Eindringlichkeit naturgemäß leichter als die antwortenden Reflektionen der Freundin. Doch auch diese Antworten sind ungemein klug und einfühlsam geschrieben und liefern wichtige Informationen.

Alles in allem ein ebenso wichtiges wie ergreifendes Buch, das in keinem Lehrer(innen)-Haushalt fehlen sollte und das auch als Lektüre für Schulklassen überaus geeignet ist.


Der große Bruder von Neukölln: Ich war einer von ihnen - vom Gang-Mitglied zum Streetworker
Der große Bruder von Neukölln: Ich war einer von ihnen - vom Gang-Mitglied zum Streetworker
von Fadi Saad
  Broschiert

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ratgeberbuch für Jugendliche, 10. Januar 2009
Wer Einblick in Lebensgeschichten und psychologische Entwicklung von Migranten sucht oder wirklich verstehen will, wie es zu Gewalttaten oder zur Entstehung von Jugendbanden kommt, liegt mit diesem Buch sicher falsch.
"Der große Bruder von Neukölln" umfasst die durchaus beachtlichen Lebensweisheiten eines ehemaligen Gang Mitgliedes, der es aus eigener Kraft geschafft hat, zum Sozialarbeiter aufzusteigen und für andere Jugendliche zum Vorbild zu werden. Ratschläge wie der, die Schule nicht vorzeitig zu verlassen, weil es umso schwerer ist einen Abschluss nachzuholen oder der, nicht zu glauben, dass sich das Leben bessert, wenn man einmal in einer Straßengang aufgenommen wurde, mögen für Jugendliche hilfreich sein, für Erwachsene bieten sie nicht mehr als gesunden Menschenverstand. "Der große Bruder von Neukölln" ist daher eher ein Ratgeber für jugendliche Migranten als eine Lebensgeschichte, die Außenstehenden Einblicke in eine Welt vermittelt, die sie nie betreten können.
Ich hatte mir erhofft aus dem Blickwinkel des klugen jungen Mannes etwas über die Schicksale zu erfahren, die hinter den einschlägigen Zeitungsmeldungen stehen, einen Bericht, der in die Tiefe geht und der eine Brücke schlägt zwischen den Kulturen. Das war leider nicht der Fall. Nur an einer Stelle hat er mir wirklich eine Einsicht vermittelt: Die Frage, warum junge Migrantinnen keine Deutschen Männer heiraten dürfen, wird mit einer Gegenfrage beantwortet: Würden sie ihre Tochter einem Alkoholiker anvertrauen? Fadi Saad klärt darüber auf, dass das Bild der Deutschen in ausländischen Medien von biersaufenden Oktoberfestlern oder pöbelnden Rechtsradikalen geprägt ist. Woher soll ein türkischer Vater wissen, dass nicht alle Deutschen so sind? Ein Grund mehr, etwas über die Vielfalt der Kulturen erfahren zu wollen, die sich hinter oberflächlichen Fernsehberichten oder Zeitungsartikeln über Migrantenschicksale verbirgt. Der große Bruder von Neukölln trägt leider nicht allzu viel dazu bei. Schade eigentlich.


Seelenruh
Seelenruh
von Nana Rademacher
  Taschenbuch

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witzig, spannend, glaubwürdig!, 9. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Seelenruh (Taschenbuch)
Ein Regionalkrimi, der ohne viel Blut auskommt, mit witzigen Dialogen punktet und bis zum Ende spannend bleibt. Leichte Lektüre mit psychologischem Feingefühl. Die Ermittlerin ist die sympathische Goldschmiedin Sina, die sich gerade von ihrem Mann getrennt hat und in der Lebenskrise steckt. Während sie versucht, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen, bringt sie gleich noch die dunklen Geheimnisse des gesamten Dorfes ans Licht. Alles beginnt, als sie die Leiche einer kauzigen Bäurin findet, bei der sie immer eingekauft hat. Der Arzt diagnostiziert Herzstillstand, was er aus Bequemlichkeit immer tut, doch Sina will es genau wissen, denn die alleinstehende Bäurin war für sie eine Art Vorbild. Während Sina versucht die letzten Stunden im Leben der Bäurin zu rekonstruieren, werden die Ungereimtheiten immer größer. Sina findet ein seltsames Büchlein, das beweisst, dass die Bäurin nach dem Krieg abgesehen von Eiern und Gemüse noch etwas anderes verkauft haben muss, etwas worüber im Dorf nicht geredet wird. Dass den Dorfbewohnern Sinas Recherche nicht passt, versteht sich von selbst. Natürlich will niemand Auskunft geben und das Rätselraten kann beginnen. Die Rituale des Dorflebens werden ebenso humorvoll wie treffend geschildert und viele der Figuren hätte man gern noch ein wenig länger begleitet. So z.B. den trampelig charmanten Immobilienmakler Ziegler oder auch den örtlichen Bankbeamten, der sich in Sinas Freundin verliebt. Das ganze lebt von den frischen Dialogen, der psychologischen Glaubwürdigkeit und natürlich auch davon, dass man bis zum Schluss nicht auf die Lösung kommt! Wer einmal auf dem Dorf gelebt hat, wird an diesem liebevollen Regionalkrimi seinen Spass haben!


Das Spiel des Engels. Roman
Das Spiel des Engels. Roman
von Carlos Ruiz Zafón
  Gebundene Ausgabe

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gekonnt gescheitert und trotzdem unterhaltsam, 9. Januar 2009
Sprachlich brilliant, das ist keine Frage und auch an Spannung und guten Figuren mangelt es nicht. Dennoch kann das "Spiel des Engels" dem "Schatten des Windes" nicht das Wasser reichen. Es ist als habe sich Carlos Ruiz Zafón etwas zu sehr auf sein meisterliches handwerkliches Können verlassen und dabei die Glaubwürdigkeit der Geschichte etwas aus den Augen verloren. Als ob er hätte prüfen wollen, wie viele Elemente eines Schauerromans er seinen Lesern gerade noch so auftischen kann, ohne sie zu verlieren. Im Mittelpunkt des Romans steht ein verkannter Dichter, der seine besten Tage damit verbringt unter einem Pseudonym schaurige Kriminalromane zu veröffentlichen, bei denen man nicht genau weiß, ob sie nun trivial oder genial sind. Mit "Das Spiel des Engels" hat sich Carlos Ruiz Zafon wohl im selben Metier versucht und ist damit überaus gekonnt gescheitert. Aufgrund der wunderbaren Sprache und der phantasievollen Schauplätze und Figuren trotzdem eine unterhaltsame Lektüre.


Geh nicht fort: Roman
Geh nicht fort: Roman
von Margaret Mazzantini
  Taschenbuch

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnde Lebensbeichte, 9. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Geh nicht fort: Roman (Taschenbuch)
Die Hauptfiguren dieser Geschichte könnten einem Trivialroman entsprungen sein: ein reicher Chirurg mit Haus am Meer und eine sehr einfache Frau, die zuweilen als Zimmermädchen in Hotels arbeitet.Doch Margaret Mazzantini entwickelt mit diesem Personal eine zugleich anrührende und glaubwürdige Geschichte mit wunderbarer Sprache und emotionalem Tiefgang. Die Geschichte einer leidenschaftlichen heimlichen Liebe zwischen zwei Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Sie beginnt mit einer Vergewaltigung und endet mit dem Tod der Geliebten. "Geh nicht fort" ist die Lebensbeichte des Chirurgen, der vor der Tür des Operationssaals wartet, während Ärzte versuchen das Leben seiner 15-jährigen Tochter zu retten, die bei einem Unfall schwer verletzt wurde. Während er wartet und zittert läßt er sein Leben Revue passieren. Ein bewegender und überaus lesenswerter Roman.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2012 12:46 PM MEST


Das Buch in dem die Welt verschwand: Roman
Das Buch in dem die Welt verschwand: Roman
von Wolfram Fleischhauer
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bis zur letzten Seite spannend!, 9. Januar 2009
Beste Unterhaltungsliteratur, die einen ungewöhnlichen Einblick in Stimmung und Zeitgeist des 18. Jahrhunderts bietet. Sprachlich einfach aber nicht platt, spannende Krimihandlung mit unerwartetem Ende und ganz nebenbei noch ein Stück Geistesgeschichte. Fleischhauer versteht sein Metier und zeigt, dass man massentauglich schreiben kann, ohne oberflächlich zu werden. Unbedingt lesen!!!


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