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Rezensionen verfasst von
Till Hartmann "tillsurfer"
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Temple of Rock - Live in Europe - Limited Deluxe Collector's Edition (2 CD + Blu-ray + Bonus-DVD)
Temple of Rock - Live in Europe - Limited Deluxe Collector's Edition (2 CD + Blu-ray + Bonus-DVD)
Preis: EUR 36,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wer hat das verbockt?, 25. Dezember 2012
Voller Erwartung erwarb ich die limited edition BluRay mit Doppel-CD und Bonus-DVD, unter anderem auch, weil ich selbst auf dem High Voltage Festival 2011 war. Die Quantität des Packages ist hier über alles erhaben. Das Design ist Geschmackssache, die Aufmachung aber in jedem Fall professionell und hochwertig.

Gefilmt wurde ein Konzert in Tilburg in der Besetzung Schenker, Doogie White, Herman Rarebell, Francis Buchholz und Allzweckwaffe Wayne Findlay. Die gespielten Songs bieten eine Retrospektive des Werdegangs Michael Schenkers und der zwei am Konzert beteiligten ehemaligen Scorpions-Mitglieder. So wird querbeet alles von UFO über MSG, Scorpions bis hin zu aktuellem Michael-Schenker-Songmaterial zum Besten gegeben. Instrumental hält man sich dabei meist 1:1 an die Albumversionen, wobei Michael Schenker selbst in absolut bestechender Topform ist. Die Übrigen Musiker spulen solides Können ab. Einziger Kritikpunkt ist für mich Sänger Doogie White, der wirklich am absoluten Limit zu singen scheint und dessen aktueller Stimmumfang Liedern wieder Another Piece of Meat nicht gerecht wird. Insgesamt für mich eine eher gequälte Performance.

Als Bonus enthält die BluRay einige Lieder des von mir besuchten High Voltage Festival in London (Juli 2011). Gesungen wird hier von Michael Voss, der übrigens auch für das Mixing der vorliegenden Scheibe zuständig war, und das in meinen Augen auf eine überzeugende Art. Sicher hat er nicht besonders viel Charisma und ich mochte damals schon sein Posing nicht, aber er macht im Gegensatz zu Doogie White solide Arbeit. Bei Doctor, Doctor gibt es einige Gastsänger sowie Pete Way am Bass. Zwischendurch hüpft Bruder Rudolf bei Rock you like a hurricane windmühlenartig gitarrespielend durchs Bild. Fand ich live schon lustig.

Als Boni gibt es ein paar wacklige Videos von backstage, einem Soundcheck, einer Probe und einer scheinbar für private Zwecke gedachten Urlaubsaufnahme von der Weltausstellung in Korea, wo die Band ebenfalls aufgetreten ist. Alles in Allem, na ja, kann man sich einmal anschauen, aber nichts Weltbewegendes.

Was meinte ich nun mit meiner Überschrift? Leider hört man sofort beim ersten Einzähler, dass irgendetwas bei dieser Produktion schiefgelaufen ist. Was passiert? Die Aufnahme übersteuert. Bereits die ersten beiden Hi-Hat-Schläge sind verzerrt - und das zieht sich durch die gesamte CD/BluRay. Es betrifft hörbar nur die Hi-Hat, der Rest der Aufnahme und des Mixings ist durchaus gefällig. Man kann sich streiten, ob die Snare so “knallen” muss, oder ob Wayne Findlay auf seinem verzerrten Gitarrensound den Chorus-Effekt nicht hätte ein wenig subtiler einsetzen können. Insgesamt geht der Höreindruck aber in Ordnung. Bleibt die Frage, wer die Geschichte mit der Übersteuerung verbockt hat. Wo doch selbst getönt wird, eine Compilation dieser Art habe es in so einer Qualität von Michael Schenker noch nicht gegeben.

Die Videoqualität und der Schnitt fallen weder besonders positiv noch negativ aus dem Rahmen, hier wird gute Standardkost geboten.
Insgesamt kommt man als richtiger Fan an der Collector’s Edition kaum vorbei. Das unterm Strich positive Gesamtbild wird lediglich durch den schwachen Sänger (Doogie White) den technischen Patzer getrübt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 5, 2013 5:59 PM CET


Threshold - Critical Energy
Threshold - Critical Energy
DVD ~ Threshold

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Darf's ein bisschen live sein?, 27. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Threshold - Critical Energy (DVD)
Ich mag Threshold musikalisch wirklich sehr! Eine Sache hat mich an ihnen aber seit jeher gestört: der Sound. Nicht dass der objektiv schlecht wäre. Er klingt nur immer etwa 10-15 Jahre hinterher. Die Herren scheinen irgendwie von dem 80er Jahre-Sound nicht wirklich weg zu wollen. Hypothetical und Critical Energy klingen - obwohl beide aus dem neuen Jahrtausend stammen - soundtechnisch wie Images and Words von Dream Theater vom Anfang der 90er. Da wird die Stimme zugehallt, die Snare wird gegatet, dass sie nur noch knallt und nicht mehr wie ein akustisches Instrument klingt. Das sind Klangvorstellungen von vorgestern.

Ebenso veraltet ist, was die Jungs mit ihrer ursprünglich als live gedachten Aufnahme veranstaltet haben. Ich bin mir sicher, das Set war live gespielt. Nur wurde danach ohne Ende daran rumgedoktert. Auf jeden Fall wurden wurden zumindest Abschnitte komplett neu eingesungen und Soli neu eingespielt. Obwohl der Sound letztlich wirklich Geschmackssache ist, hat das mit Authentizität leider nichts mehr zu tun! Damit stehen sie wirklich vielen Bands in nichts nach, nur haben die meisten dazugelernt. Z.B. Dream Theater: da KLINGT live mittlerweile auch live, oder Porcupine Tree. So sollte es auch sein.


Pro Evolution Soccer 6 (DVD-ROM)
Pro Evolution Soccer 6 (DVD-ROM)
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 29,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Update zu PES 5..., 30. Oktober 2006
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
...aber nicht mehr ist Pro Evolution Soccer 6 geworden. Man hätte es fairnesshalber PES 5.1 oder ähnlich nennen sollen. Los geht's...

Man soll ja nicht nur die Qualität eines Spiels rezensieren, sondern auch eine Kauf- ( oder eben Nicht-Kauf-) Empfehlung abgeben. Dies werde ich versuchen zu tun.

Zuerst also das Positive:

Das Gameplay wurde tatsächlich etwas überarbeitet, ich habe den Eindruck, ein wenig mehr Kontrolle über den Ball zu haben als vorher. Die Spieler bewegen sich außerdem etwas naturgetreuer. Es ist noch schwieriger, Tore zu schießen.

Die Gegnerische KI fängt langsam wirklich an, ansehnlichen und realistischen Fußball zu spielen.

Der Schiedsrichter zieht das Spiel nicht mehr durch sein unmotiviertes Gepfeife in die Länge und verteilt auch mal Gelb oder Rot bei eindeutig taktischen Fouls. Das war ja bei PES 5 meiner Meinung nach die absolute Schwachstelle. Sobald man am Flügel durch war, wurde man durch ein Foul gestoppt, durchaus auch mal 15 Mal in einem Spiel. Ohne auch nur eine gelbe Karte. Das gibt's jedenfalls nicht mehr. Das war dann eigentlich auch schon alles Positve.

Negativ:

Der riesige fette Minuspunkt bei diesem Spiel ist, dass sich außer dem, was ich bis jetzt aufgezählt habe, zum Vorgänger nichts (in Worten: NICHTS) nennenswertes verändert hat.

Die gleiche stupide Bedienung mit dem Gamepad oder der Tastatur. Identische Sounds, die selben grottenschlechten Zuschaueranimationen, die selben - bewegungsmäßig tollen - aber grafisch vorgestrigen Spieleranimationen. Ja, DIE SELBE GRAFIK!

Dass es keine Bundesliga gibt, wird die wenigsten Konsumenten von PES ärgern, da innerhalb kürzester Zeit garantiert wieder ein sich in der rechtlichen Grauzone bewegender inoffizieller Patch erscheinen wird, der wie von Geisterhand die nicht vergebenen Teams in Bundesliga verwandeln wird.

Zur Kaufempfehlung:

Es ist nach wie vor das beste Fußballspiel des Planeten. Keine Diskussion. Die Frage ist, ob es sich tatsächlich lohnt, sich PES 6 zuzulegen, wenn man bereits den Vorgänger hat. Eindeutig nein. Und wenn, dann nur für's Online spielen. Denn selbst die Verbesserungen im Detail haben das Spiel so minimal verändert, dass ich beim ersten Spielen auf der höchsten Schwierigkeitsstufe gleich 3:1 gewonnen habe. Es ist das eingetreten, was ich mit der Meldung, dass keine Demo erscheinen wird, bereits befürchtet hatte: Das Menü wurde optisch ein wenig aufgepeppt, aber ansonsten liefert Konami hier nur ein Update. Und das für einen Preis von fast 40 Euro. Das ist eine Frechheit.

Wer PES-Einsteiger ist, der sollte sich günstig PES 5 besorgen und abwarten bis eine wirklich bahnbrechende PES-Version erscheint. Wer das Geld locker sitzen hat, kann sich PES 6 ruhig genehmigen, auch wenn er einen Vorgänger bereits besitzt. Er wird an dem Spiel viel Spaß haben. Wem die Scheine aber, wie mir, nicht aus der Tasche hängen, und wer bereits Erfahrung mit Pro Evolution Soccer hat, der wird sich über die Investition und Konami ärgern.


Apple iPod MP3-Player 20 GB (4. Generation) weiß
Apple iPod MP3-Player 20 GB (4. Generation) weiß

28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eindrucksvoll, 12. Januar 2005
Seit etwa einer Woche habe ich ihn nun, meinen 20 GB-ipod. Ich habe mich so darauf gefreut, ihn in den Händen halten zu können, dass ich mich anfangs gar nicht traute, ihn aus der Verpackung zu nehmen. Ich möchte nur stichpunktartig einen Eindruck geben:
positiv aufgefallen ist mir:
- der spontane Eindruck von Qualität
- sofortige, perfekte Funktion nach Installation der Software (unter Windows XP)
- wird auch als externe Festplatte erkannt
- Platz für über 2000 Lieder bei sehr hoher mp3-Bitrate (Qualitätseinstellung)
- kann mit einem Haufen Programmen aus dem Internet modifiziert
und bedient werden (Ersatz für das etwas klobige iTunes durch ephPod, sowie diverser anderer Schnickschnack)
- Import von Audio-CDs (für Leute, die noch keine mp3-Sammlung besitzen) mit iTunes auch für Anfänger sehr komfortabel,
- kinderleichte Bedienung, Erstellung von Playlisten während des Abspielens
- personalisierbare Menüstruktur im ipod (!!)
- ipod läuft voraussichtlich auch bald mit Linux als Firmware (auf G3-ipod jetzt schon!) und wird somit potenziell viel mehr Funktionen aufweisen, wie .ogg-Playback, Fotoansicht, Video etc.
- nicht zu verachten: Größe, Gewicht und vor allem der Klang sind unschlagbar
- zahlreiche Hardware-Erweiterungen (z.B. JamPod, wie cool!)
Negatives:
- dumme Priorität von Apple auf Optik (Rückseite hätte auch aus eloxiertem Alu sein können, wie beim ipod mini und nicht aus narzisstischem blitzendem Chrom. Diese Oberfläche sieht schon nach dem ersten Anfassen nicht mehr vorzeigbar aus, weil sofort Fingerabdrücke entstehen. Was für ein Blödsinn!)
- einigermaßen sinnlose Standardeinstellungen bei iTunes, was den pod angeht. Es startet nämlich automatisch, wenn der ipod an den Computer gehängt wird und fängt an, ihn mit der iTunes-Datenbank (DB) zu synchronisieren, was ziemlich nervig ist, wenn man den pod nur aufladen will. Am besten dieses Feature gleich deaktivieren. Man kann dann auch manuell Dateien aus der iTunes-DB in den ipod transferieren (Mit ephpod (Freeware) kann man auch Dateien und Verzeichnisse quasi direkt auf den ipod kopieren und umgeht somit das lästige Prozedere des Imports in iTunes)
- Manche Leute wird es nerven, die vorhandenen mp3s in die DB von iTunes zu importieren, zumal sich dann die Suche nach Titeln erschwert, wenn die ID-Tags (beinhaltet komplette Titelinformation) der zu importierenden Dateien fehlerhaft sind. Der ipod ordnet die Songs nämlich ausschließlich nach diesen Daten. Für ehrliche Konsumenten wie mich ist das aber kein Problem, da beim Kopieren von CDs auf den Rechner (sei es mit iTunes oder CDex) die Tag-Informationen automatisch geschrieben werden. Fehlerhafte Tags hat man hauptsächlich bei illegal runtergeladener Musik)
- Der europäische Preis!! In den USA und Kanada kostet ein 20 GB-ipod umgerechnet nur etwa 200 Euro. Wie kann das sein bei einem Produkt, welches in China hergestellt wird und sowohl nach Amerika als auch nach Europa transportiert wird??? Abzocke!
Die Gerüchte um die sehr kurze Akku-Lebensdauer mag ich nicht so recht glauben. Ich denke, da wird eine Panik verbreitet, nur weil Apple auf seiner Website auf eine nicht unendliche Lebensdauer hinweist. Manche Leute haben deshalb Angst, ihr ipod würde nach einem Jahr den Geist aufgeben. In dem Ding ist aber ein Lithium-Polymer-Akku drin, wie in den meisten modernen Mobiltelefonen. Wievielen Leuten ist es denn passiert, dass der Telefon-Akku nach einem Jahr nicht mehr ging?
Ich könnte hier noch viel mehr schreiben, aber der ipod ist wirklich eine gute Sache für Leute mit einer mittelgroßen Musiksammlung (bis 19 Gigabyte), die viel Wert auf Einfachheit in der Bedienung und Eleganz legen. Beim Preis gibt es sicherlich Alternativen, wie den Creative Zen Touch, aber über dessen Macken kann ich keine Auskunft geben. Viel Spaß!


The Perfect Element Part 1
The Perfect Element Part 1
Wird angeboten von marvelio-germany
Preis: EUR 16,91

4 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen keine Meisterwerk, aber ganz gut!, 16. September 2004
Rezension bezieht sich auf: The Perfect Element Part 1 (Audio CD)
Ich habe mir diese CD eigentlich nur gekauft, weil ich POS im Vorprogramm von Dream Theater gesehen hatte. Was sich live angekündigt hatte, trat auf der CD allerdings nur bedingt ein. Was hatte ich mir nicht alles erhofft. Meine Ohren qualmten schon vor dauerhafter DT und Spock's Beard-Berieselung. Ich hoffte auf was Neues. Hoffnung enttäuscht, würde ich mal sagen. Zwar beginnt die CD mit einem guten Track, der nach vorn geht und abrupt von mehrstimmigen Refrains und einem wunderschönen Solo unterbrochen wird, dieses Niveau kann allerding nicht über die ganze Platte gehalten werden. Die ersten drei Lieder bekommen von mir das Prädikat "äußerst empfehlenswert". In the flesh, das sich aus dem Banalen ins Ekstatische hineinsteigert so subtil und perfekt, sowie das folgende ashes, das mich ein wenig an HIM erinnert sind die absoluten Highlights der CD. Danach folgt ein schon erschreckend schnulziges morning on earth. Daniel Gildenlöw fängt in diesem Lied tatsächlich an zu sprechen!! In einer fast schon eklig-schwülstig dahingehauchten Manier, dass sich der Gedanke an billige Schlager aus dem Supermarktregal nur durch sofortiges Einlegen einer anderen CD beseitigen lässt.
Das ist aber auch schon fast das letzte Lied, das Gefühle irgendeiner Art hervorruft. Die folgenden Lieder wirken alle auf eine eigenartige Weise konstruiert. Es mag keine so richtige Stimmung aufkommen und letzten Endes setzt sich nur noch ein Lied von dem Melodiesalat, der zweifellos von Ideenreichtum zeugt, ab. Dabei handelt es sich um reconciliation.
Tja, eigentlich beinhaltet dieses Album alles, was ein gutes Prog-Werk aufbieten muss. Melodien vom Feinsten, sich wiederholende Motive, sehr gutes Instrumentenspiel. Es passt aber leider irgendwie alles nicht zusammen. Zudem hat Daniel Gildenlöw ein Organ, welches wirklich unglaublich viele Facetten des modernen Rockgesanges abzudecken vermag. Zum Glück ist oft weniger mehr und vielleicht hätte ein bisschen weniger Zurschaustellung seines Talents (von Bass-Gedröhne bis Falsett-Gepiepse)dem Hörer erleichtert, eine Beziehung zu seiner Stimme aufzubauen. Der etwas dünne Sound, bei dem man manchmal das Schlagzeug nicht mehr hört, wenn die Gitarren braten, wird dem eigentlich hohen Anspruch des Werkes auch nicht so richtig gerecht. Halbgar, aber dranbleiben!


Unbreakable
Unbreakable
Preis: EUR 6,99

7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endlich mal wieder!, 6. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Unbreakable (Audio CD)
...bringen die Scorpions ein Album mit neuen Songs raus. Ich als jahrzehntelanger Scorpions-Fan musste natürlich sofort das neue Album in seiner Special Edition kaufen. Was mich nach dem mehrmaligen Hören für ein Gefühl packte war keinesfalls das Erstaunen, dass die Rezensenten vor mir gezeigt haben sondern eher eine Art realistische Desillusionierung. Vielleicht hatte ich mir doch etwas mehr erwartet, als einfach nur eine etwas bessere Scheibe, als es die letzten beiden Studioalben waren. Natürlich möchte ich diesen Eindruck auch begründen und vielleicht auch versuchen, ein bisschen die Euphorie meiner Vorrezensenten zu dämpfen, die in arger Freude über ein neues echtes HardRock-Album der Scorpions - das UNREAKABLE zweifelsohne ist - in eine etwas unberechtigte Jubelstimmung verfallen. Man ist halt von den Scorpions einige Zeit ziemlich enttäuscht worden, aber das gehört nicht hierher.
Mein erster Eindruck war natürlich NEW GENERATION, welches mit einem hammercoolen Riff seinen Anfang nimmt. Leider flacht der Song mit der Zeit ziemlich ab und weiß dadurch nicht wirklich zu überzeugen. Der Refrain und der C-Teil sind nicht zwingend. LOVE EM OR LEAVE EM ist eine Midtempo-Nummer, die ein wenig an „Stone in my Shoe" von „Pure Instinct" erinnert und auch genauso belanglos ist. Hat allerdings einen schönen Refrain zum Mitsingen und eignet sich als leichte Kost durchaus zum häufigen Hören. Ähnliches gilt auch für die folgende Nummer DEEP AND DARK. BORDERLINE ist ein Lied mit dem ich überhaupt nichts anfangen kann, man weiß nicht, ob man es interessant oder penetrant finden soll, das bleibt dem Geschmack überlassen. BLOOD TOO HOT reiht sich in die Riege der mitsingbaren Midtempo-Lieder ein, genau wie die Songs 2 und 3. Nicht schlecht, aber auch nicht besonders kreativ. Stichpunkt kreativ: MAYBE I MAYBE YOU kann durchaus als Versuch gelten, kreativ zu sein. Leider ist dies nur teilweise geglückt, und das auch noch bei einem nicht selbst geschriebenen Lied. Das Piano-Intro ist viel zu lang und langweilig, da eine wirklich schöne Melodie fehlt. Der anschließende härtere Teil klingt durchaus interessant, kann aber Liedern wie „Woman" von „Face the Heat" absolut nicht das Wasser reichen. SOMEDAY IS NOW, klingt etwas moderner, ist aber dennoch nicht mehr als ein Rock-Lied mit mittelmäßigem, weil etwas zu banalem Refrain (klingt irgendwie zu sehr nach Kindergarten). MY CITY MY TOWN hat etwas von „Where the river flows" auf „Pure Instinct" wenig überraschende mittelschnelle PopRock-Ballade mit einigermaßen gutem Refrain, haut allerdings nicht vom Hocker. Bei THROUGH MY EYES fängt sich der Eindruck an, in eine deutlich positivere Richtung zu wenden. Dieses Lied könnte tatsächlich locker auf dem „Blackout"-Album drauf sein, so sehr erinnert es einen an die Zeit. Klingt ein wenig wie eine Mischung aus „No one like you" und „Arizona" und geht richtig ab. Das erste Mal kommt ordentlich Gänsehaut-Feeling auf. Bei CAN YOU FEEL IT geht dieses Gefühl sogar noch weiter, endlich mal James Kottak, der sich zu Wort meldet. Wer etwas von seiner Band „KRUNK" gehört hat, in der er selbst singt und Gitarre spielt, wird merken, dass der Song einige stilistische Elemente dieser Band beinhaltet. Gutes Lied. THIS TIME wurde von Matthias Jabs geschrieben. Leider das einzige Lied auf dieser Scheibe. Er kann mit absolut interessantem Riffing und Arrangement die Vorhersehbarkeiten und Wiederholungen der von Rudolf Schenker geschriebenen Lieder, die ja oft nur noch aus Powerchord-Geschrubbe bestehen, durchaus kompensieren. Geiles Lied mit spitzenmäßigem Refrain. Matthias mach bitte mehr!!! Die obligate Ballade wird auf dieser Scheibe mit SHE SAID gebracht. Ist keine Single wert, mehr ist dazu wirklich nicht zu sagen. REMEMBER THE GOOD TIMES verbreitet ein bisschen Beatles-Feeling, ist aber auch kein wirklich herausragendes Lied. Zudem ist der Mix nicht sehr gelungen.
Zum Schluss noch einige generelle Sachen zur Scheibe. Der Gesang von Klaus Meine ist ok, reicht natürlich an 80er Zeiten nicht heran (Now!). Was mich aber extrem stört, ist der absolut penetrante deutsche Akzent, den er beim Singen drauf hat. Das war doch bei „Face the Heat" schon lange ausgemerzt! Wenn ich statt „through" „srough" höre, dann rollen sich mir die Zehennägel hoch. Da lachen sich die Leute in den USA, eigentlich dem Hauptabsantzmarkt der Scorpions, doch ein Loch in den Bauch. Ein weiterer Mangel sind die total uninspirierten Soli, die Matthias Jabs an den Tag legt. Es gibt kein einziges Lied, bei dem der Gitarrenfachmann sagt: „Hey, das ist geil! Das will ich auch spielen." Ich meine dabei so etwas wie „Rock you like a hurricane". Es klingt alles irgendwie gedudelt.
Jetzt bleibt mir nur noch das Fazit. Ob sich der Kauf lohnt, hängt vom Anspruch des Hörers ab. Mag er belanglose, einfach gestrickte und nicht allzu harte Mitsinglieder, dann kann er sicherlich hier nichts falsch machen. Von der Sorte sind genug drauf. Leider sind zu wenige absolute Highlights, wie THROUGH MY EYES, CAN YOU FEEL IT oder THIS TIME auf der CD, so dass sich der Kauf für Fans der 70er und 80er Scorpions sehr schnell als äußerst kurzlebiges Vergnügen darstellen wird. Die Magie dieser Zeit lebt auf UNBREAKABLE zu selten wieder auf.


Train of Thought
Train of Thought
Preis: EUR 5,00

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht besonders inspiriert, 11. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Train of Thought (Audio CD)
Man muss zu diesem Album nicht wirklich viel sagen, um zu beschreiben, wie es etwa klingt. Bis auf einige Ausnahmen handelt es sich hier nämlich um eine 50-Minuten-Version von "Glass Prison". Da ich schon seit Jahren glühender DT-Fan bin, hat mich das auch ein wenig enttäuscht. Ich finde es schade, dass sie nicht etwas wirklich Neues gemacht haben und stattdessen versucht haben, in die Härte auszuweichen. Die 20 Minuten, die nicht nach obigem Lied klingen sind natürlich wieder prall gefüllt mit Unisono-Läufen und Soli par excellance. Leider klingen die nicht wie gewohnt melodisch, sondern erinnern eher an Thrash Metal-Dudeleien, sodass immer wieder der Eindruck aufkommt, John Petrucci muss uns mal wieder beweisen, dass er der schnellste ist. Alle Lieder sind auf der siebensaitigen Gitarre gespielt, was sich auch in den Riffs widerspiegelt. Sie sind uninspiriert wie selten, solche Riffs hat man schon zu Tausenden von Pantera, Metallica und Slayer gehört. Bei diesen Bands sind die auch gut aufgehoben. Trotzdem geht TOT auf jeden Fall gut nach vorne und rockt mächtig. Wenn ich aber mir anhöre, was Liquid Tension Experiment an *Kreativität* innerhalb von einer Woche auf Band festhalten konnten, dann frage ich mich, was mit DT los ist, und was sie ein halbes Jahr im Studio gemacht haben.
Die anderen Melodieinstrumente, wie Keyboard und (manchmal auch der Bass) kommen im Mix überhaupt nicht zur Geltung, was etwas schade ist, denn die DT Musiker sind alle Spitzenklasse und es verdient keiner von ihnen, in den Hintergrund gemixt zu werden. Die Gesamtstimmung des Albums ist deutlich dunkler als die der Vorgänger, was auch schon unschwer am Cover zu erkennen ist. Die Stimme von James LaBrie wird auch auf angenehme Weise im Zaum gehalten, was sie songdienlicher denn je macht. Trotzdem kann seine Leistung meinen Gesamteindruck nicht wirklich positivieren.
Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Hätten Metallica anstatt ihres St. Anger ein Album von der Qualität von TOT rausgebracht, hätten sie von mir 6 Sterne bekommen. Dream Theater sind jedoch eine absolute Ausnahmeband und müssen dementsprechend auch nach besonderen Kriterien bewertet werden. Da für mich Dream Theater auch immer unglaublich kreativ und inspiriert waren und dieses Album bis auf wenige Ausnahmen nicht einmal das Niveau des Vorgängers erreicht, bekommt es von mir auch nur 3 Sterne. Keine Vielschichtigkeit und Subtilität und erstrecht nichts Neues. Einfach nur härter. Das ist alles. Eigentlich schade.


Dream Theater - Metropolis 2000
Dream Theater - Metropolis 2000
DVD ~ Dream Theater
Preis: EUR 15,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super Band, ganz gute DVD, 6. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Dream Theater - Metropolis 2000 (DVD)
Demjenigen, der sich diese Seite anschaut wird die Band Dream Theater wohl kaum unbekannt sein. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, einmal kurz auf die Musik und ihre Erzeuger einzugehen. Dream Theater ist eine Band, die seit dem Ende der 80er erfolgreich Progressive Rock mit old school Heavy Metal vereinigt. Dementsprechend klingt auch diese Scheibe.
Die Live-DVD basiert auf der CD "Scenes from a Memory", die hier live aufgeführt wird. Dabei werden alle Lieder dieser CD (70+ min) und einige andere bekannte Lieder, wie z.B. "Learning to Live" oder "A Change of Seasons" gespielt. Zur Tonqualität ist zu sagen, dass sie einigermaßen ordentlich ist. Bei DT ist immer positiv hervorzuheben, dass an den Liveaufnahmen nie bis zur Unkenntlichkeit herumgedoktert wurde und sie deshalb auch live klingen (im Gegensatz zu "operation livecrime" von Queensryche). Die Songs rangieren größtenteils im mittleren Härtebereich mit einigen Außnahmen. So kommt "The Spirit Carries On" mit einem echten Gospelchor daher. Sehr beeindruckend. Leider ist Sänger James LaBrie nicht immer auf der Höhe und vergisst auch mal einen Text, was aber eher charmant als blamabel ist.
Die Songs sind durchgängig auch live sehr gut arrangiert, sodass sie meist sehr kraftvoll rüberkommen. Hier und da reicht die DVD allerdings nicht an den Klang der Original-CD heran, was vor allem am Gesang, teilweise aber auch an den live nicht machbaren Gitarren-Overdubs liegt, was manchmal zu einer Ausdünnung führt. Leider ist auch der Bass, wie fast immer bei DT, so gut wie gar nicht zu hören. Bassisten wird's ärgern, denn John Myung spielt grandios. Die anderen Bandmitglieder übrigens auch. Der Unisono-Lauf von Keyboarder Jordan Rudess und Gitarrist John Petrucci bei dem recht harten "Beyond This Life", dass am Ende sogar etwas nach Zappa klingt, ist einfach unglaublich. Drummer Mike Portnoy ist in Spiel und Show mal wieder unbezwingbar.
Besonders hervorzuheben sind bei dieser DVD die Kommentarspur, bei der die Musiker die Story erzählen und ihre "Leistungen" kommentieren und der Bonusteil mit dem Making-Of und den Extra-Songs. Leider hat Mike Portnoy die Regie keinem Profi überlassen und so sehen die Effekte und eingebauten Filmszenen, die die Story verdeutlichen sollen auch entsprechend billig aus und können einem anspruchsvollen Zuschauer auch durchaus auf die Nerven gehen. Deshalb nur vier Punkte


Feel Euphoria/Spec.ed.
Feel Euphoria/Spec.ed.
Wird angeboten von ZUMM31
Preis: EUR 14,98

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Neal Morse-Mythos schwindet, 30. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Feel Euphoria/Spec.ed. (Audio CD)
Spock's Beard haben unter Beweis gestellt, dass sie wahre große Musiker sind und auch ohne den vielleicht - manchmal übertrieben (wie auch hier von den Rezensenten) als Halbgott der modernen Prog-Musik bezeichneten Neal Morse - in der Lage sind, ein herausragendes Album zu machen. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass es frischer und irgendwie unvorhersehbarer als alle anderen Spock's Beard-Alben klingt. Denn Hand auf's Herz: Auf eine bestimmte Art hatte Neal durch sein Songwriting so einen Einfluss, dass alle bisherigen Alben aus sich ständig wiederholenden Elementen bestanden. Dass diese Elemente einer Magie entbehren, möchte ich hier jedoch nicht sagen. Dennoch, oder gerade deshalb war für Spock's Beard die Zeit gekommen, etwas wirklich neues zu machen. Die Stärke dieses Albums offenbart sich in der Synthese eines neuen Versuchs und dem Festhalten an alten Spock's Beard Trademarks wie z.B. dem Satzgesang. So sind die Nummern fast durchgehend unglaublich rockig und (nach meinem Geschmack erfreulicherweise) deutlich gitarrenlastiger als früher. Die Qualität der individuellen Musiker wird so nicht nur dem Fachmann deutlich. Nick D'Virgilio ist ein wirklich überzeugender Sänger, der Neal in absolut nichts nachsteht. Er hat auch übrigens nur zwei Lieder auf dem letzten Album "Snow" gesungen. Wer jene kennt, wird überrascht sein, von Qualität und Umfang seiner Stimme, nicht zu vergessen sind sein Fähigkeiten als Schlagzeuger, die wirklich jedes Lied zum grooven bringen. Alan Morse kommt endlich aus dem Schatten heraus und enthüllt seine kreative Virtuosität sehr vordergründig. Gitarrenfreaks werden mit der Zunge schnalzen.
Auf die einzelnen Lieder werde ich nicht eingehen, es sei nur gesagt, dass meisten sehr rockig, teilweise äußerst gitarrenlastig und melodiös gehalten sind. Ein "Epic" ist mit "A Guy named Sid" auch wieder dabei sowie die eine oder andere schöne Ballade.
Fazit: Spock's Beard im Wandel. Eine neuartige, gelungene Scheibe. Feel Euphoria rockt!


SuSE Linux 8.0 Professional
SuSE Linux 8.0 Professional

5 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viele Versprechungen, aber werden sie auch gehalten?, 15. April 2002
Rezension bezieht sich auf: SuSE Linux 8.0 Professional (CD-ROM)
Da ich gedacht habe, es wäre einmal Zeit, den Halsabschneidern aus Redmond einmal den Rücken zu kehren, entschied ich mich zum Kauf von SuSE Linux 8.0 Professional. Ich war voller Euphorie, zumal auf der Website die Einfachheit der Installation, Unterstützung von neuer Hardware, Funktionsfähigkeit und Vielfalt der Programme so schön beworben wird. Leider sieht die Wirklichkeit zumindest auf meinem Rechner traurig aus. Jedoch habe ich weder einen völlig veralteten, noch einen superneuen Computer: die Hardware hat schon 2 bis 3 Jahre auf dem Buckel. Also ein gutes Alter der Hardware um von Linux unterstützt zu werden.
Dies ist auch der Fall, zumindest theoretisch, denn Brenner und Scanner wurden bei der Installation, die wirklich relativ einfach zu bewerkstelligen ist, auch erkannt. Nur kann ich im laufenden Betrieb von KDE weder scannen, geschweige denn eine CD brennen, weil wahrscheinlich das System fehlerhaft ist. Eine Neuinstallation hat da auch nicht weitergeholfen. Zusätzlich hierzu hat sich auch die FAT meines Windows-Systems, das parallel auf dem Rechner lief verabschiedet, was zu vollstädigem Datenverlust auf der Windows-Partition zur Folge hatte. Da empfielt sich doch, dass man vorher das System gesichert hat.
Zur Software soviel: Wenn sie wirklich einwandfrei funktionieren würde, wäre ich mit Linux glücklich, doch haben viele Programme noch Defizite. Zum Beispiel ist das Office Paket von Sun, was auch Word und Excel - Dateien lesen und schreiben kann, sehr langsam und hat eine hässliche Optik, die zur schicken Umgebung von KDE gar nicht so recht passen will. Ansonsten ist es nicht minder funktionell als Microsoft Office.
Außerdem ist für jeden Anwender das passende Programm dabei, meistens in mehrfachen Ausführung, aber leider oft weder in Optik noch in Funktion den Windows-Pendants ebenbürtig, dafür kostenlos. Ich glaube aber, dass aufgrund der steigenden Popularität von Linux sich diese Missstände bald ändern werden.
Alles in allem glaube ich nicht, dass ich ein Pechvogel bin, denn ich habe Linux auf zwei Rechnern installiert und auf beiden hatte ich ähnliche Probleme. Also bleibt mir zu sagen, dass man vorsichtig sein sollte mit der Installation und nicht zu euphorisch was die Funktionalität und Optik angeht.


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