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Rezensionen verfasst von
Bodo Z. (Augsburg)

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Rein in Samsara: 333 Zen-Geschichten
Rein in Samsara: 333 Zen-Geschichten
von Yoel Hoffmann
  Taschenbuch

4 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Undurchsichtige Koans, 30. März 2007
Das Büchlein hatte mich interessiert, weil "Meister Joshu" als einer der bedeutendsten Zen-Meister angekündigt wurde, auch beeindruckte mich, dass jemand bis ins hohe Alter von 109 Jahren lehrend tätig war. Also müssten doch seine Zen-Geschichten und seine Koans von einem besonderen Geist durchdrungen sein. Wir kennen das Koan: "Was ist das Klatschen einer Hand" und Ähnliches hatte ich erwartet.

Doch die hier vorgestellten Aphorismen sind mir fast alle fremd, der Sprache nach und dem Geist nach: Z.B. fragte jemand Joshu: "Wie erlangt jemand den Zustand der Erleuchtung?" Joshu sagte: "Könntest du das bitte wiederholen?" (Ende der Geschichte) Wo soll hier der Witz sein? Wo das Rätsel, das den Schülern hilft, aus Samsara, den Kreislauf der bedingten Welt herauszubrechen? Vielleicht ist die alte japanische Sprache und das damit verbundene Denken so antik, dass sie nicht adäquat übersetzt werden kann? Vielleicht wurde schlecht übersetzt? Vielleicht ist Zen-Geist für mich, den geneigten Leser, nicht geeignet?

Oder jemand wollte wissen: "Wenn die Menschen fragen, was die Lehre Joshus sei, was soll ich da sagen?" Joshu antwortete: "Salz ist teuer, Reis billig". Vielleicht mag diese Antwort den Mönchen geholfen haben, für mich bleibt sie eine Banalität. Immerhin wird erkennbar und insofern verständlich, dass ein "Trick" bei Joshu ist, den Schüler auf sich selbst zurückzuwerfen. Jemand fragte: "Was ist Buddha?" und er erwiderte: "Bist du Buddha?" Wirkt das für den Leser der Schrift ebenso wie in der damaligen Situation? Ich glaube nicht. Ich wünschte, der Herausgeber dieser Sprüche hätte hier weniger als 333 Anekdoten versammelt, sondern nur diejenigen, die er selbst verstanden hat, bzw. die seinen Verstand überschreiten ließen, aber mit ein paar Hinweisen, wo denn jeweils der Witz sei. Aber immerhin begreife ich, wenn es am Schluss heißt, dass Joshu sagte: "Lebe deinen eigenen Weg. Traue meinen Worten nicht."
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 30, 2013 5:13 PM CET


Die Entstehung der Realität: Wie das Bewusstsein die Welt erschafft
Die Entstehung der Realität: Wie das Bewusstsein die Welt erschafft
von Jörg Starkmuth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

49 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Theorie und Praxis der Realitätsschaffung, 30. März 2007
Schon seit vielen Jahren interessiert mich die Frage, was Realität ist und wie Bewusstsein unsere Wirklichkeit gestaltet. Betrachtet man die gängigen Weltbilder, dann haben wir zwei Lager: auf der einen Seite die Wissenschaft und auf der anderen Seite die Esoterik. Sind wirklich beide unter einen Hut zu bringen? Ja, das sind sie! Und dieser großen Aufgabe hat sich der Autor gewidmet. Man merkt ihm den Spaß an seiner Entdeckung an, und in klarer, verständlicher und anschaulicher Sprache wird zuerst der wissenschaftlich anerkannte Hintergrund der Einsteinschen RaumZeit-Welt erklärt, dann geht es zur Quantenphysik und weiter zu den neueren Theorien über Multiversen. Da mag ich nicht so gern folgen, aber immerhin vertreten renommierte Wissenschaftler diese Theorie.

Brauchte man im ersten Teil noch ein klein wenig Durchhaltevermögen, so läuft es im zweiten Teil wie geschmiert. Hier geht es um die praktische Anwendung: Starmuth ist der Ansicht, dass wir wie ein virtueller Wellenreiter im Multiversum surfen und unser Lebensschifflein in die gewünschte Richtung lenken können. Das "Parkplatz-Wünschen" à la Bärbel Mohr ist wohlbekannt und funktioniert nach meiner eigenen Erfahrung auch gut. Das ist erst eine Anfangsstufe und mehr ist möglich. Im Gegensatz zum vorigen Rezensenten fand ich den Hinweis auf die Bücher von Ella Kensington gut und für mich neu. Um unsere festgefahrenen Realitätsvorstellungen zu lockern, kann man nicht genug Unterstützung erhalten. Auch hier ist der Autor für mich vorbildlich, denn er gibt in jedem Kapitel nicht nur anschauliche Beispiele, sondern auch weiterführende (Buch-)Hinweise.

Mich hat insbesondere angesprochen, dass wissenschaftliche Theorie und praktische Esoterik in diesem Buch ein Bündnis eingehen.


Die Theorie vom bewußten Licht
Die Theorie vom bewußten Licht
von H. Linbu
  Broschiert

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts als schöne Worte, 11. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Theorie vom bewußten Licht (Broschiert)
Die Zusammenführung von Licht und Bewusstsein und wie es auf der Umschlagseite heißt in der Tradition von Gurdjieff und Ouspensky über Selbst-Erinnern und den Vierten Weg klingt sehr vielversprechend.
Das erste Kapitel, in dem es direkt über den Einfluss des bewussten Lichtes geht, liest sich wie eine nette Beschreibung des Kosmos, der Sonne und des Lichtes für ... Kinder. Die Sprache ist leicht, freundlich und unverbindlich, eine moderne Märchenstunde, wobei man natürlich das Beschriebene selbst nicht als Märchen abtun kann. Das stimmt schon so im Großen und Ganzen, auch wenn es mir nach einem schönen Reiseprospekt für einen Besuch auf der Erde klingt.
Im zweiten Kapitel geht es um die planetaren Einflüsse - hier wird es allerdings sehr seltsam für mich: Die Magnetfelder der Planeten formen das Leben auf der Erde, die Sphären dieser Radiowellen haben einen großen Einfluss auf das organische Leben der Erde. Gleich darauf findet sich ein Ausbund an Unverbindlichkeit: Die Planeten wurden kurz nach der Sonne geformt, einige von ihnen bald danach, während andere später entwickelt wurden. Unser Planet besitzt eine relativ gute Geschwindigkeit, ideal für die Form des Lebens auf ihm. Auch erfährt man - als völlig einsames Beispiel -, dass in Miami die Kriminalität während Vollmond ansteigt.
Einigermaßen gefallen hat mir das vierte Kapitel, bei dem es um Selbst-Erinnern, Schlaf und Erwachen geht. Wir leben unser Leben im Schlaf und nur durch große Extra-Anstrengungen, ist es möglich, nach und nach die Selbst-Erinnerung, das Wachsein, das Gewahrsein vom Selbst, als Idee zu erwecken, dann Momente der Selbst-Erinnerung zu erfahren, dann diese öfter werden zu lassen: Momente, in denen das Selbst anwesend ist. Das Selbst gehört - gemäß Gurdjieff - nicht zur Selbstausstattung des Menschen, sondern muss erst gebildet, erworben werden. Darüber hätte ich gern mehr erfahren und wie man die Selbst-Erinnerung stabilisieren kann oder auch über die Umprogrammierung der Gehirn-Maschine Mensch. Leider Fehlanzeige.
Und die nächsten hundert Seiten des Buches kann man getrost ignorieren. Einige Aphorismen werden in freier Reihenfolge zum Besten gegeben, einige willkürliche Fragen beantwortet und weitere Allgemeinplätze dargeboten. Insgesamt eine freundliche aber belanglose Beschreibung der menschlichen Existenz und Evolution. Man wünscht, um mit Goethe zu sprechen "Mehr Licht!" und konkretere Anweisungen.


Der Kreis des Samsara: 333 Zen-Geschichten
Der Kreis des Samsara: 333 Zen-Geschichten
von Jôshû
  Taschenbuch

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Rätselhaft und unverständlich, 22. November 2005
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Das Büchlein hatte mich interessiert, weil “Meister Joshu“ als einer der bedeutendsten Zen-Meister angekündigt wurde, auch beeindruckte mich, dass jemand bis ins hohe Alter von 109 Jahren lehrend tätig war. Also müssten doch seine Zen-Geschichten und seine Koans von einem besonderen Geist durchdrungen sein. Wir kennen das Koan: “Was ist das Klatschen einer Hand“ und Ähnliches hatte ich erwartet.
Doch die hier vorgestellten Aphorismen sind mir fast alle fremd, der Sprache nach und dem Geist nach: Z.B. fragte jemand Joshu: “Wie erlangt jemand den Zustand der Erleuchtung?“ Joshu sagte: “Könntest du das bitte wiederholen?“ (Ende der Geschichte) Wo soll hier der Witz sein? Wo das Rätsel, das den Schülern hilft, aus Samsara, den Kreislauf der bedingten Welt herauszubrechen? Vielleicht ist die alte japanische Sprache und das damit verbundene Denken so antik, dass sie nicht adäquat übersetzt werden kann? Vielleicht wurde schlecht übersetzt? Vielleicht ist Zen-Geist für mich, den geneigten Leser, nicht geeignet?
Oder jemand wollte wissen: “Wenn die Menschen fragen, was die Lehre Joshus sei, was soll ich da sagen?“ Joshu antwortete: “Salz ist teuer, Reis billig“. Vielleicht mag diese Antwort den Mönchen geholfen haben, für mich bleibt sie eine Banalität. Immerhin wird erkennbar und insofern verständlich, dass ein “Trick“ bei Joshu ist, den Schüler auf sich selbst zurückzuwerfen – jemand fragte: “Was ist Buddha?“ und er erwiderte: “Bist du Buddha?“ Wirkt das für den Leser der Schrift ebenso wie in der damaligen Situation? Ich glaube nicht. Ich wünschte, der Herausgeber dieser Sprüche hätte hier weniger als 333 Anecktoden versammelt, sondern nur diejenigen, die er selbst verstanden hat, bzw. die seinen Verstand überschreiten ließen, aber mit ein paar Hinweisen, wo denn jeweils der Witz sei. Aber immerhin begreife ich, wenn es am Schluss heißt, dass Joshu sagte: “Lebe deinen eigenen Weg. Traue meinen Worten nicht.“


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