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Rezensionen verfasst von
C. Schorr (Mz)
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Taschenbuch der Umwelttechnik
Taschenbuch der Umwelttechnik
von Karl Schwister
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Überblick ohne Tiefe, 9. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Taschenbuch der Umwelttechnik (Taschenbuch)
Das Buch erfüllt eigentlich das, wofür es geschrieben wurde. Sämtliche großen Themen der Umwelttechnik werden angesprochen, leider jedoch oft auch nicht mehr. Also nicht erwarten, dass hier viele Formeln zusammengestellt werden, das Buch lebt von einer anschaulichen Beschreibung in Textform in Kombination mit überwiegend guten, teils schlechten Diagrammen. Um sich ganz grob in ein Thema einzulesen ist es sicherlich geeignet, gerade wenn man vielleicht als Laie an der Umwelttechnik interessiert ist. Wem der Stil dieses Buches gefällt, dem würde ich als Ergänzung das Analogon im Bereich der Verfahrenstechnik empfehlen. Darin findet man mehr Technik, als in diesem Buch, in dem auch der rechtliche Rahmen und ökonomische Gesichtspunkte der Umwelttechnik angesprochen werden, was natürlich durchaus seine Berechtigung hat, mehr noch, sogar absolut unerlässlich für den praktischen Umweltschutz ist. Ein netter Überblick zum Lesen, vielleicht auch ein guter Einstieg, ersetzt jedoch in keinster Weise Fachliteratur, wenn man irgendwie in die Tiefe der Umwelttechnik eintauchen möchte.


Thermodynamik für Ingenieure: Ein Lehr- und Arbeitsbuch für das Studium (Viewegs Fachbücher der Technik)
Thermodynamik für Ingenieure: Ein Lehr- und Arbeitsbuch für das Studium (Viewegs Fachbücher der Technik)
von Klaus Langeheinecke
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Buch zur angewandten Thermodynamik, 9. Juli 2010
Eine verständliche Darstellung sämtlicher ingenieurswissenschaftlich relevanter Themen zeichnet dieses Buch aus, allein die Einführung mit der Beschreibung des Systembegriffs, den Energiegrößen und den Stoffeigenschaften hat mir in meinem Studium sehr geholfen (Umweltschutzingenieurwesen an einer FH) und die Thermodynamik näher gebracht. Noch dazu gibt es didaktisch gut aufbereitete Fragen und Aufgaben, die sicherstellen, dass das Gelesene auch verstanden und "gelernt" wurde. Die Diagramme sind beim teilweise recht zähen Stoff bitter nötig und tragen ihren Teil zum Verständnis bei. Für Uni-Studenten könnte der Fokus gegebenenfalls etwas zu anwendungsorientiert sein, in der Regel jedoch mehr als ausreichend, also im Zweifel vielleicht erst einmal ausleihen, da ich das natürlich nicht beurteilen kann. Abgerundet mit der CD-ROm kann ich das Buch nur weiterempfehlen und 5 Sterne vergeben.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 24, 2012 11:52 PM CET


Madre, Protégenos
Madre, Protégenos
Wird angeboten von Hausmusik
Preis: EUR 16,71

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön...Musik für die Seele..., 5. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Madre, Protégenos (Audio CD)
Ich kann mich nur meinem Vorredner "Der Wolf "Weltenbrand"" anschließen...er hat alles gesagt. Eine unglaublich tiefsinnige Musik aus der Schmiede von Duncan Patterson. Wem Antimatter gefällt kann hier nichts falsch machen. Und wer melancholisch-melodische Musik mag, sollte auch einen Blick wagen.


Leaving Eden
Leaving Eden
Preis: EUR 17,99

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erneut wunderschön..., 16. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Leaving Eden (Audio CD)
Nach ihrem letzten rein akustischen Album "Planetary Confinement", das mich fast in bodenlose und ewige Melancholie zog, ist "Leaving Eden" nun das neue Werk, das jedoch nicht akustisch bleibt.
Die Atmosphäre der neuen Lieder ist jedoch erneut faszinierend, es ist diese traumähnliche Dunkelheit, ein Bett mit schwarzem Bezug, in das man sich gerne fallen lässt.

Ich kann Antimatter jedem empfehlen, der sich Gedanken über das Leben und die Welt macht, in der wir leben, jedem, der bereit ist zu akzeptieren, dass unsere Welt niemals nur wunderschön ist, sondern immer auch sehr traurig.
Das neue Album "Leaving Eden" ist keine Ausnahme, sondern eine weitere Bestätigung des musikalischen Genies von Mick Moss dar.


The Funeral Album
The Funeral Album
Preis: EUR 17,24

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rest in Peace...Abschied der besten Band der Welt..., 30. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: The Funeral Album (Audio CD)
Es ist so weit, das letzte Album von Sentenced ist erschienen.
Anders als die angebliche und ebenfalls finnische Konkurrenz (Charon, Him) entwickelte sich Sentenced stets weiter. Jedes Album wurde, nicht unbedingt in der Qualität gesteigert, aber hielt das Niveau weiterhin auf höchsten Maßen. Immer wieder kamen neue Idee, Innovationen hinzu.
Zwar verloren Sentenced viele Fans von ihrem Umstieg von Death-Metal auf diesen recht eigenen Melancholic-Rock (wie sie es oft selbst nannten), bei mir war es anders. Death-Metal Gruppen gab es damals wie Sand am Meer; Unterschiede bezogen auf deren individuelle Musik gab es recht wenig; Als Ville Lahiala, als neuer Sänger engagiert wurde, und Sentenced ihren Musik Stil umkrempelten, änderte sich dies. Musik wie diese gab es noch NICHT.
Sentenced haben nicht umsonst Meilensteine ihres Genres geschrieben.
Sun Won't Shine
Killing Me Killing You
No One There
Bleed In My Arms
Noose
[und jeder andere Song ;)]
sind nur Beispiele, die von der Größe dieser Band zeugen.
Doch nun weiter zum letzten Album. The Funeral Album betitelt, der sich reibungslos in die Themenwelt ihrer Ausdrucksweise einfindet.
Bedrückende und sogleich erlösende Texte wie immer, wer hier konservativ der "Schwarzen Romantik" gegenübersteht, sollte die Finger von dieser Scheibe lassen. An alle Leute die diese Art der Ausdrucksweise nicht verstehen, die Texte sind nicht wortwörtlich zu nehmen, sie stehen für Gefühle eines Menschen, Gefühle für die man nichts kann und wir leben nunmal nicht in einer Welt in der alles wunderbar ist. Vielmehr in einer Welt von Schmerzen, Trauer, Wut, kommerz, Abschied und zeitgleich ist es wunderschön in dieser Welt zu leben. Wahrscheinlich ist es dieses Widersprüchliche was viele Menschen nicht verstehen, ich bin froh, dass ich mich mit dieser Einstellung identifizieren kann.
Nun zum Album selbst,
Mit dem Opener "May today become the day" erklingt gleich ein Ohrwurm aus den Boxen, harte Riffs, ein ziemlich abgedrehter Sound, sehr heavy, ein wundersames Zusammenspiel der einzelnen Bandmitglieder, dazu Villes verrauchte Stimme, kraftvoll passend und teilweise auch sehr schön ausklingend. Der Refrain ist durch seinen emotionalen Ausdruck auch sehr vielsagend. Was dominiert diesen Song? Wut und Freude zugleich? Spannend da die Antwort bei jedem anders ausfällt.
Danach kommt mit "Everfrost" ein Lied, dass schon vorab auf diversen metalzeitschrift-CDs veröffentlicht wurde. Dieser Song wurde von der Band geschrieben um sich ein wenig bei den Leuten zu revanchieren, die ihnen folgendes vorgeworfen hatten. Als große Fans des IcehockeyClubs ihres Heimatortes Oulu schrieben sie den erstmals finnisch "betexteten" Song "Routasydän", um den Club zu Ehren. Dabei wurde ihnen vorgeworfen, sie hätten bewusst eine Zeile einer Naziparole ("Blut und Ehre") in ihrem Text untergebracht. Wir sehen wieder, dass es Leute gibt, denen im Laufe des Tages nichts anderes einfällt, als anderen zu schaden, völlig unbegründet, denn Sentenced, waren schockiert, als sie von diesem Vorwurf hörten und distanzierten sich sogleich von jeglischen faschistischen Einstellungen. Es war der Band sogar völlig unbekannt, dass dieses beiden Wörter in Kombination in deutscher Übersetzung aus einem nazionalsozialistischen Lied kamen, wie auch, keiner von ihnen kann deutsch...So ist dieses Lied sehr schnell, schwungvoll und lässt einiges an Wut frei, schwarzer Humor dominiert die Textzeilen des Songs ([...]"and out of shit a flower grows"[...])
Als drittes Lied kommt dann "We are but falling leaves", sehr ruhig mit einer wunderschönem Melodie und passenden Gesang, mit dem Ville mal wieder beweist, dass seine Stimme unglaublich beruhigend sein kann.
Der Refrain ist dann wieder präzise gespielt, klingt am Ende aus und lässt die nächste Strophe mit neuer Kraft erklingen.
Lied Nummer Vier "Her last five Minutes" beginnt sehr ruhig, Villes Gesang schwungvoll, dazu immer wiederkehrende Gitarrenriffs; das Lied hat spätestens beim ersten Refrain angelangt einen sehr tragischen Charakter. Die zweite Strophe wird schneller gespielt, was zur Steigerung dieser Gefühlslage beiträgt.
Die Entstehungsgeschichte des fünften Songs ist kurz erzählt. Alles Bandmitglieder bis auf Sänger Ville hatten sich mal wieder pünktlich zur Aufnahme im Tonstudio eingefunden und spielten zur Abwechslung ein wenig ihre "alte" Musik: Death Metal... Diese 59-Sekunden-dauernde-Energiequelle ist eine wunderbare Erinnerung und Anspielung auf ihren jungen Tage in der Musikszene.
Der sechste Song der Platte fängt mit einem ungewöhnlichen Lagerfeuer-Mundharmonika Part an. Dazu setzt dann Villes raue Stimme und Gitarre ein, schließlich kommt mit dem Schlagzeug eine ordentliche und beschleunigende Kraft hinzu. Der Refrain ist schon heute Kult, ein brüllender Ville, kräftige Riffs und betontes Drumming; Danach eine Gittaren-Solo das die Geschwindigkeit des Songs sehr ansteigen lässt.
Song Sieben beginnt mit einem verzweifelten und unglaublich wütenden Brüllen in das Mikro. In dem Song geht es um eine Person, die der Welt verhasst gegenübersteht, sich betrogen fühlt und nun seine wilden und grausamen gedanken freien Lauf lässt. Daher auch der Name "Vengeance is mine". Zum ersten Mal kommt hier der angekündigte Kinderchor zum Auftritt, der das ganze viel tragischer und auch erschreckender wirken lässt. Villes Gesang ist hier schier unglaublich aufbrünstig und agressiv, einmal mehr Beweis für sein unumstrittenes Talent.
Das achte Lied "A long way to nowhere" ist ebenfalls ein Lied mit Hitpotential, Relativ hart wie sein Vorgänger mit einem tollen Refrain, der trotz der Geschwindigkeit des Songs, sehr melodiös wirkt.
Mit dem neunten Song "Consider us Dead" beschenken uns Sentenced wieder mit einem Ohrwurm. Es geht hierbei um einen Menschen, der sich als Versager fühlt und sterben möchte und will, dass "DU" ihn erschießt. You kann hierbei der Zuhörer sein, aber auch eine Person im Lied die nichts sagt, bsw. sagt er/sie es zu einem/r Freund/in. Diese ganze imperative wirken unheimlich beunruhigend, der Zuhörer wird in diese traurige geschichte ganz und gar mithineingezogen. Man sieht, dass also auch die Texte einen großen Teil des Gesamtausdruckes eines Liedes vermitteln können.
Es folgt Song Zehn, mein persönlich absoluter Liebling auf der Scheibe. "Lower the Flags" ist ein unglaublich tiefgehender Song, mit Klavier unterlegt, Villes Stimme wird teils "gefiltert" d.h. sein Gesang klingt, als ob er sehr weit weg wäre. Im Lied geht um den Tod eines geliebten Menschen. Er ist nun frei, sein Leben war hart, seine Reise zu Ende, die Grenze erreicht, überschritten. Lebewohl, lieber Freund, ohne dich ist die Welt, meine Welt, leerer und trauriger geworden. So könnte man die wirren Gedanken des Erzählers zusammenfassen. Es ist hart zu behaupten das Leben sei eine Folge vieler Abschiede und das ist sicherlich nicht das ganze Leben, aber es steckt in so einer Behauptung eben auch erstaunlich viel Wahrheit. Die Melodie kann ich nur als unter-die-Haut-gehend beschreiben. Dieser Song schafft es sogar sich neben musikalische Könige wie No one There oder killing Me Killing You niederzulassen.
Song Elf schmettert einen nach diesem ruhigen Song zurück in die wütende und brachiale Welt des Hasses. In "Drain Me" ist der Erzähler eine Person, die einen anderen ihn liebenden Menschen ausnutzt. Es ist erschreckend wie real dieses Thema sind. Menschen nutzen einander aus, jegliche Rücksicht auf Gefühle missachtend, Menschen geben vor zu lieben und hassen. Viele liebende Menschen zerbrechen an der Kälte der Geliebten.
Das zwölfte Lied "Karu" dauert eine knappe Minute und ist das Spiel einer einzigen akustischen Gitarre ohne Akkorde. Die Melodie ist wunderschön, traurig, bezaubernd, d.h. melancholisch, wie viele ihrer Lieder.
Diese Gefühlslage greift auch das dreizehnte und allerletzte Lied der Finnen auf. "End of the Road" ist ein Lied zu dem ich nicht viel sagen will. Nur eines...Dieses Lied ist es wert, das Letzte von Sentenced zu sein.
Ich sage nur Danke an euch, Danke für eine Musik die mich stets durch mein Leben begleitete, begleitet und begleiten wird. Das schöne an Musik ist, dass niemand sie Dir weg nehmen kann. Das sage ich mir auch, wenn ich weiß, dass keine neuen Songs mehr von euch kommen werden. Ich für meinen Teil freue mich auf die bald erscheinende Live DVD vom letzten Konzert in eurer Heimat.
Mit dieser Rezension will ich nicht nur für The Funeral Album werben sondern vielmehr für alle Sentenced Werke.


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