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Ingo Bild (Aalen)
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Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart
Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart
von Andreas Vonderach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine brandaktuelle Neuauflage - der Kauf lohnt sich, 8. März 2016
Andreas Vonderach ist es gelungen, sein bereits bisher ausgezeichnetes Buch auf den allerneuesten Stand der Forschung zu bringen. Seit der ersten Auflage (2008) hat sich aber auch viel in der genetischen Forschung ereignet. Es ist seither gelungen, alte DNA, selbst noch aus dem Neandertaler, zu gewinnen und mit der DNA des heutigen Menschen zu vergleichen. Wir wissen jetzt, dass alle heutigen Menschengruppen auch Gene von längst untergegangenen Menschenarten in sich tragen - es konnte anhand von winzigen Knochen- und Zahnfunden sogar ein bisher unbekannter, inzwischen ausgestorbener Menschentyp neu entdeckt werden, der Denisova-Mensch, der ebenfalls in manchen heutigen Populationen mit einem gewissen Genanteil präsent ist.

Außerdem konnte durch nicht ganz so alte DNA-Proben einiges über das Aussehen von Völkern ermittelt werden, von denen man bisher nur Formmerkmale kannte - jetzt sind hier teilweise Haut-, Haar- und Augenfarbe bekannt. Dadurch können wir uns beispielsweise über Art und Herkunft bronzezeitlicher und späterer Völker in Südsibirien und Kasachstan klarere Vorstellungen machen. Ob es sich um die Bandkeramiker, um Glockenbecherleute oder die Schnurkeramiker handelt, zu allen gibt es neue Informationen.

Aber nicht nur für den Bereich der alten DNA gibt es neue Erkenntnisse/Informationen. Andreas Vonderach hat im Text und in den Karten an vielen Stellen Erweiterungen und Neuerungen angebracht, die für den interessierten Leser wichtig sind. Neben neuen, rein somatischen Informationen zur Normandie, betreffend die Nachwirkungen der unterschiedlich dichten skandinavischen Siedlung innerhalb dieser Region, werden ergänzende Informationen zu Temperamentsunterschieden dargeboten. Diese Temperamentsunterschiede korrelieren offensichtlich mit den somatischen Unterschieden.

Die Beschreibung der biologischen Entwicklung der Europäer seit dem Neandertaler, über den Cro-Magnon-Menschen, die Bandkeramiker, die Menschen der Bronze- und Eisenzeit, über Antike und Mittelalter hin zu unserer Gegenwart bildet den ersten Teil des Buches. Entwicklungslinien werden sichtbar, die Gründe für viele Veränderungen nachvollziehbar, und der enge Zusammenhang von kulturellen und biologischen Wandlungen wird verständlich. Ein Überblick über Völker- und Bevölkerungsbiologie, die traditionelle Typenbeschreibung der europiden Menschheit, über rassen- bzw. völkerpsychologische Aspeke, runden diesen allgemeineren Teil ab.

Im zweiten Teil des Buches werden die europäischen Völker eingehend beschrieben, nach den morphologischen Typen und deren Kombinationen, aber auch nach serologischen und genetischen Gesichtspunkten. Wie weiter oben dargestellt, finden sich auch hier neue und interessante Aspekte und Einzelheiten. Zu diesen neuen Aspekten gehören beispielsweise auch neue Studienergebnisse zur genetischen Beschaffenheit der europäischen, insbesondere der vormals osteuropäischen Juden. Ein umfangreiches Bildmaterial ergänzt die morphologischen Beschreibungen.

Wer sich übrigens für die geistig-seelischen Unterschiede zwischen den Völkern interessiert, dem kann ich hier das Buch von A.Vonderach empfehlen, "Völkerpsychologie - was uns unterscheidet". Dieses Buch sollte von jedem, der sich für Menschen interessiert, gelesen werden. A.Vonderach beschreibt hier nicht nur die europäischen Völker und ihre Charaktere, sondern die Völker weltweit.

Doch zurück zur "Anthropologie Europas". Das Buch zeigt, dass Anthropologen sehr viel zum Verständnis des Menschen beitragen können. Es wäre unsinnig, seriöse Forschungen über die biologische Entwicklung des Menschen in der Geschichte zu ignorieren. Es wäre auch unsinnig, die biologische Mit-Verursachung von seelischen und geistigen Dispositionen jedes Menschen zu vernachlässigen. Letztlich kann diese Forschung auch zu Therapien beitragen, mit denen viel Leid gelindert werden kann.

Nur schade, dass das Bildmaterial relativ alt ist. Allerdings ist mir bekannt, dass es bei der Beschaffung neuerer Fotos oft erhebliche rechtliche Probleme geben kann, und dass diese Beschaffung das Buch wohl auch deutlich verteuern würde.

Wer das Buch noch nicht hat, und sich für Menschen interessiert, sollte es kaufen. Wer die ältere Ausgabe von 2008 hat und sich komplett auf dem aktuellsten Stand halten möchte, sollte die neue Auflage ebenfalls erwerben.


Vergleichende Biologie des Menschen: Lehrbuch der Anthropologie und Humangenetik
Vergleichende Biologie des Menschen: Lehrbuch der Anthropologie und Humangenetik
von Rainer Knussmann
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch, 28. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die "Vergleichende Biologie des Menschen" ist ein sehr gutes Lehrbuch, mit dem sich der interessierte Laie einen guten Ein- und Überblick über das gesamte Thema der Anthropologie verschaffen kann. Von der Vererbungslehre über die Primatologie ("Affenkunde") über die Entwicklungslinie des Menschen aus den Tierprimaten heraus, über die Rassenkunde bis zur Sozialanthropologie, die Methodenbeschreibung und natürlich die Kulturanthropologie findet sich wohl jede Sparte - meine Aufzählung hier ist nicht unbedingt vollständig.

Das Buch ist gut und verständlich geschrieben - auch deshalb ist es zu empfehlen. Nicht ganz so toll sind die Bilder zu den einzelnen Rassen bzw. anthropologischen Typen - hier habe ich teilweise schon bessere Bilder gesehen. Was ich ohnehin in eigentlich jedem Buch über Rassen vermisse, das sind Fotos aller anthropologischen Typen, jeweils in Frontalansicht und im Profil, denn beides ist wichtig und ergibt erst zusammen den vollständigen Eindruck von Kopf und Gesicht. Mir ist aber auch bekannt, dass es heute sehr schwierig und teuer wäre, solches Material zusammen zu bekommen - schade!

Ein anderes Manko, für das der Autor aber nichts kann, ist die Tatsache, dass es annähernd unmöglich ist, die neuen Entwicklungen in der Genetik aktuell in ein entsprechendes Buch mit einzubauen. Gerade in den letzten Jahren wurde das Genom des Neandertalers entschlüsselt, mit der überraschenden Erkenntnis, dass auch in unserem Genom Gene dieses archaischen Menschen enthalten sind - ein Nachhall sehr alter sexueller Kontakte zwischen Homo sapiens und Homo neanderthalensis. Und der in Asien entdeckte Denisovamensch, von dem in einigen heute lebenden Menschenrassen ebenfalls Gene enthalten sind, kann im Buch von Rainer Knussmann ebenfalls noch nichts enthalten sein.

Trotz dieses letztgenannten Mankos, welches der schnellen Entwicklung der Entdeckungen geschuldet ist, emfehle ich das Buch, dessen Autor sich übrigens klar von rassistischen Tendenzen distanziert. Gerade jemand, der es wirklich vermeiden möchte, von tendenzialistischen Büchern womöglich fehlinformiert zu werden, kann das Buch von Rainer Knussmann bedenkenlos lesen. Als Ergänzung dazu kann ich zusätzlich noch die "Anthropologie Europas" von Andreas Vonderach empfehlen.


Der Wall der tausend Türme
Der Wall der tausend Türme
von Hermann Noelle
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Sehr gut und realistisch, 11. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch von Hermann Noelle hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es ist für jeden Schwaben oder Alemannen fast ein Muss. Von der Handlung her beschreibt es, spielend im dritten Jahrhundert, zur Zeit der Römerherrschaft über große Teile des Süden und Westens Deutschlands, wie ein junger Alemanne seine von Römern verschleppte und versklavte Mutter befreit.

Diese individuelle Handlung ist eingebettet in den Limesfall, der damals tatsächlich stattfand. Die Alemannen durchbrechen in diesem Roman, wie in der geschichtlichen Wirklichkeit, den römischen Grenzwall und besetzen (oder befreien?) die römische Privinz bis zu Rhein und Donau. Der Limes ist von da ab Geschichte. Diese Kämpfe werden sehr realistisch und wirklichkeitsgetreu dargestellt. Der Autor bezieht alle zu seiner Zeit bekannten geschichtlichen und archäologischen Kenntnisse mit ein.

Man kann vielleicht einwenden, dass die vom Autor vollzogene Übertragung von Mentatlität und Kultur der Wikingerzeit auf die alemannischen Verhältnisse des dritten Jahrhunderts so nicht gesichert sei. Aber es spricht auch nichts wirklich dagegen! Die Alemannen hatten damals, genauso wie später die Wikinger, Kriegergefolgschaften als wesentlichen Bestandteil ihrer Kultur, die man insgesamt als bauernkriegerisch bezeichnen könnte. Auch die Göttervorstellungen waren genau dieselben, wie die archäologischen Hinterlassenschaften der Alemannen zeigen. Aus der Archäologie wissen wir auch, dass es sogar noch deutlich später deutliche kulturelle Einflüsse aus Skandinavien gerade auf die Alemannen gab - die Beziehungen waren nie abgebrochen, bzw. dieser Abbruch erfolgte erst viel später.

Das Buch ist durchaus spannend, im Ich- und Gegenwartsstil erzählt, so dass der Leser fast mit der Hauptfigur, dem alemannischen Jungmann Hartger, verschmilzt. Auf jeden Fall wird in "Der Wall der tausend Türme" ein Stück Geschichte des südwestdeutschen Raumes in plausibler Weise lebendig.


Geh von deinem Acker, Kelte
Geh von deinem Acker, Kelte
von Hermann Noelle
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Ein herausragender historischer Roman, 2. April 2015
Obwohl sich dieses Buch am Anfang etwas ungewöhnlich, für manchen Leser sogar etwas zäh darbietet, kann ich es nur wärmstens empfehlen. Der Grund: Ich habe nie einen authentischer wirkenden historischen Roman gelesen. Die beschriebenen Verhältnisse sind wissenschaftlich korrekt bis ins Detail - sogar eine im Roman aufgedeckte antike Münzfälschung in der alten Keltenstadt bei Manching ist echt, denn man hat diese falschen Münzen dort tatsächlich gefunden. Alle Waffen, Bräuche und religiösen Vorstellungen, die im Buch eine Rolle spielen, halten der wissenschaftlichen Nachprüfung stand.

Dazu kommt der Schreibstiel des Autors, der in der Ich-Form und im Präsens (Gegenwart) erzählt. Dadurch entsteht eine so dichte Atmosphäre, dass man selber mitten drin im Geschehen ist. Andere historische Romane lassen ihre Personen handeln, denken und sprechen wie moderne Menschen, nur eben in anderer Kostümierung. Hier aber hat man den Eindruck, eine Zeitreise in die Antike zu absolvieren.

Von der Handlung her geht es um einen jungen Sweben, also einen Germanen, der zunächst als Austauschgeisel bei einem keltischen Fürsten lebt. Dieser Swebe ist auch der Erzähler. Er kehrt zu den Seinen zurück und nimmt teil an den Wanderungen und Kämpfen der Sweben, die im ersten vorchristlichen Jahrhundert die keltischen Vorbewohner in Süddeutschland besiegen, teils vertreiben, sich aber auch mit ihnen vermischen. Der Eroberungszug führt Teile des Swebenvolkes an den Main und schließlich bis zum Rhein. Diese Ereignisse sind historisch auch so abgelaufen.

Nun tritt der swebische Fürst Ariovist ins Geschehen ein, der historisch belegt ist und dessen tragischer Untergang von Caesar persönlich beschrieben wurde. Mit der Gestalt des Ariovist erleben wir den ersten Germanenfürsten, den man mit einer gewissen Berechtigung schon als "frühen Deutschen" bezeichnen könnte. Immerhin sind die Menschen in Baden-Württemberg den Sweben genetisch wohl näher verwandt. Ariovist versucht mit seinen Leuten in Gallien Fuß zu fassen, gerät dort in die Streitigkeiten zwischen den einzelnen Stämmen hinein - und vor allem kommt er Caesar in die Quere, der eben zu dieser Zeit auch dort Macht und Reichtum erwerben will, um seine politischen Ziele in Rom weiter vorantreiben zu können.

Sweben und Römer liefern sich einen harten Kampf, der bekanntlich mit dem Sieg der Römer endet. Unser erzählender Held, der inzwischen zum Graubart gealtert ist und Ariovist als Waffenmeister dient, wird im Kampf getötet, womit natürlich zwingend der Roman endet.


Völkerpsychologie: Was uns unterscheidet
Völkerpsychologie: Was uns unterscheidet

27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste und aktuellste Buch zum Thema Völkerpsychologie, 21. August 2014
Das Thema "Völkerpsychologie" ist aus den Medien und dem öffentlichen Bewusstsein seit langem verdrängt worden. Ältere Autoren, wie beispielsweise Elias Hurwicz oder Friedrich Kainz haben zwar sehr lesenswerte Bücher geschrieben, diese lesen sich aus heutiger Sicht aber doch etwas sperrig und sind in vielen Dingen nicht auf dem heutigen Stand. An neue Bücher zum Thema Völkerpsychologie aber hat sich wohl niemand herangetraut.

Diesem Mangel hat Andreas Vonderach abgeholfen. Sein Buch ist inhaltsreich, sehr gut lesbar, und so aktuell wie nur irgend möglich. Der Autor spannt den Bogen der völkerkundlichen Beschreibungen von der griechisch-römischen Antike bis zu den neuesten verhaltensgenetischen Erkenntnissen. Dazwischen liegen Völkerbeschreibungen, die aus der Kolonialzeit stammen, sowie einige interessante Ausflüge in die verschiedenen wissenschaftlichen Theoriengebäude und Methoden zur völkerpsychologischen Forschung - und kein Kapitel ist langweilig!

Für mich ist es eine der interessantessten Erkenntnisse, dass die Beschreibung sehr vieler Völker oder Großregionen von der Antike bis in die Gegenwart hinein sehr konstante Charaktereigenschaften aufweist. Der "Gipfel" ist schließlich, dass die Verhaltensgenetik hierzu oft erstaunlich gut passende Erklärungen liefert. Mir ist dies besonders deutlich im Falle der Araber und auch einiger anderer orientalischer Völker klar geworden, aber auch Schwarzafrikaner oder Ostasiaten können hier genannt werden. Bei den Orientalen ist dies besonders von Bedeutung, denn hier wird (mir zumindest) einigermaßen klar, dass nicht der Islam den Charakter geformt hat, sondern wohl umgekehrt der bereits in der Antike vorhandene Charakten den später dort geschaffenen Islam. Eine genetische Komponente in den Volkscharakteren wird deutlich sichtbar.

Nun leugnet Andreas Vonderach aber keineswegs die Bedeutung auch der natürlichen und der kulturellen Umwelt eines Volkes. Im Gegenteil, er weist auch auf diese Komponenten klar hin. Sehr einleuchtend ist seine Darstellungen, wie kulturell oder umweltbedingt notwendige Verhaltensumstellungen bei einer Bevölkerung zunächst nur das individuell erlernte Verhalten ändern (ich nenne dies neuronale Anpassung), dann aber im Laufe vieler Generationen durch die natürliche Selektion und die Selektion bei der Partnerwahl auch die angeborenen Verhaltensrichtungen ändern (ich nenne dies genetische Anpassung). Auf diese Weise kommen letztlich die Volkscharaktere zustande!

Ich habe das neue Buch von Andreas Vonderach regelrecht verschlungen - und weil mich das Thema einfach interessiert, schlage ich inzwischen fast täglich irgend etwas darin nach! Für mich das bisher vielleicht bisher beste Buch des Autors.


Anthropologie: Einführendes Lehrbuch (Springer-Lehrbuch)
Anthropologie: Einführendes Lehrbuch (Springer-Lehrbuch)
von Gisela Grupe
  Taschenbuch
Preis: EUR 39,95

3 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Politisch vielleicht überkorrekt, 26. Juni 2013
Das Lehrbuch ist fraglos gut und für seine Zwecke sehr geeignet. Über die Inhalte kann sich der potenzielle Leser leicht mittels "Blick ins Buch" informieren.

Ich möchte deswegen nur kurz dazu Stellung beziehen, dass es laut diesem Buch keine "Menschenrassen" geben soll. Wie aber kann es dann sein, dass ein Gerichtsmediziner nur an Hand eines Skelettes erkennen kann, ob es sich bei einem Leichenfund um einen Europäer, einen Schwarzafrikaner oder um einen Ostasiaten handelt. Muss es da nicht doch so etwas wie Menschenrassen geben, oder wie auch immer man die verschiedenen morphologisch-genetischen Typen bezeichnen möchte?

Ob diese "Menschenrassen" dann eine große "praktische Bedeutung" haben, ist natürlich wieder eine andere Frage, die hier zu weit führen würde.


La Araucana I (Poesia (Linkgua))
La Araucana I (Poesia (Linkgua))
von Alonso de Ercilla y Zúñiga
  Taschenbuch
Preis: EUR 20,19

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker der spanischen Literatur, 12. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was mir als besonders bemerkenswert erscheint - die Sprache des Versepos ist auch für den heutigen Leser mit normalen Kenntnissen des heutigen Spanischen verständlich! Obwohl viele Wörter damals anders geschrieben wurden gibt es keine unüberwindlichen Schwierigkeiten. Dass man im Wörterbuch gelegentlich nachschlagen muss, wenn es um die Bezeichnung von Waffen des sechzehnten Jahrhunderts geht, ist klar.

Das klassische Werk an sich zu kritisieren ist fasts schon ein Sakrileg. Bei den Kampfszenen scheint der Autor von der Ilias inspiriert gewesen zu sein. Ganz wichtig ist meiner Meinung nach, dass der Autor hier Personen nennt und handeln lässt, die tatsächlich an den Geschehnissen beteiligt waren. Er war selbst ja auch Teilnehmer an diesem Krieg gewesen.

Die Handlung bestseht aus dem Aufstand der Araukaner, eines indianischen Volkes im heutigen Chile, gegen die spanische Kolonialherrschaft. Die eigentlichen Kämpfe stehen im aboluten Mittelpunkt. Besonders typisch, gerade für spanische Autoren, ist dabei, dass auch dem Gegner, hier den Araukanern, Bewunderung und Respekt entgegen gebracht wird. Die Araukaner werden hier als mindestens so tapfer dargestellt wie die Spanier, und auch an der Berechtigung ihres Aufstandes wird vom Autor nicht gezweifeltl.

Wer gut Spanisch kann, und an Geschichte interessiert ist, dem kann ich dieses Werk nur empfehlen. In einer Übersetzung dürft leider viel vom Original verloren gehenl


Die Intelligenz und ihre Feinde: Aufstieg und Niedergang der Industriegesellschaft
Die Intelligenz und ihre Feinde: Aufstieg und Niedergang der Industriegesellschaft
von Volkmar Weiss
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,90

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weniger könnte mehr sein, 12. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie schon "Die Intelligenzfalle" so ist auch dieses Buch inhaltlich absolut zu empfehlen. Über den Inhalt wurde in Rezessionen schon so viel dargelegt, dass ich hier niemanden wiederholen möchte.

Für den Leser ist das Buch stellenweise etwas zäh geraten, im Gegensatz zur "Intelligenzfalle". Ich schätze durchaus die Absicht des Autors, der den Leser an seinen tiefgehenden Erkenntnissen teilhaben lassen möchte. Es ist an sich gut, dass Volkmar Weiss so engagiert all diese vielen zusammenhängenden Aspekte (Intelligenz, Komplexität von Wirtschaft, Technik, Naturwissenschaft, Entwicklung der Energiequellen, Demographie usw.) begreiflich machen möchte. Einer wie er, der mehr versteht als viele "Fachidioten", fühlt sich vermutlich auch moralisch verpflichtet, sein Bestes zu geben.

Leider überfordert er vermutlich einen großen Teil seiner potenziellen Leser. Ich selbst merke oft in Diskussionen mit eigentlich gebildeten Menschen, wie wenig die wichtigen ursächlichen Zusammenhänge eigentlich verstanden werden.

Vielleicht hätte Volmar Weiss sein Buch etwas mehr straffen sollen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2013 6:40 PM MEST


Die rassischen Grundlagen des deutschen Volkstums.
Die rassischen Grundlagen des deutschen Volkstums.

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht mehr ganz aktuell, aber gut., 12. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Titel klingt etwas stark nach "Drittem Reich", was aber wohl primär dem allgemeinen damaligen Sprachgebrauch geschuldet ist. Wir sollten nicht vergessen, dass dies die damals in ganz Europa übliche Terminologie war.

Egon von Eickstedt hat mit diesem schmalen Buch eine recht umfassende Darstellung des damaligen Kenntnisstandes über die Rassengeschichte, vor allem Europas, gegeben. Manches davon ist vom heutigen Kenntnisstand aber überholt worden.

Aber vieles ist eben auch heute noch zutreffend. V. Eickstedt hat auch zu jeder europäischen Subrasse und zu den beiden anderen Rassenkreisen (Mongolide, Negride) je eine charakterliche Beschreibung gewagt, was zu seiner Zeit noch mögich war. Diese Charakterbeschreibungen v. Eickstedts fallen auf durch den jeweils positiven Grundton, der in dieser Zeit durchaus nicht selbstverständlich war.

Trotzdem muss ich jedem Interessierten an diesem Thema vor allem "Die Anthropologie Europas" von Andreas Vonderach nahelegen - ein echtes Muss und das derzeit mit Abstand best Buch zur Anthropologie auf dem Markt


Türken, Kurden und Iraner seit dem Altertum
Türken, Kurden und Iraner seit dem Altertum
von Egon von Eickstedt
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu sehr Reisebeschreibung und zu wenig "echte" Anthropologie, 12. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hätte mir von einem Autor mit diesem Ruf mehr erwartet. Egon von Eickstedt ist schließlich der deutsche Anthropologe schlechthin - der Begründer der Breslauer Schule der Anthropologie, der zu den ganz großen seines Faches zählt.

Deshalb war ich etwas enttäuscht über diese Reisebeschreibung, bei der zwar interessantes anthropologisches Material eingestreut war, etwa über die alten Hethither und die mutmaßlichen Vorfahren der Kurden, aber nicht entsprechend meinen Erwartungenl.

Egon von Eickstedt hat in anderen Werken besseres geboten.


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