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Rezensionen verfasst von
Wolfgang Schwerdt
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ABC DER VERLAGSSPRACHE: 3.500 Begriffe aus dem Buch- und Verlagswesen (Frielings Bücher für Autoren 7)
ABC DER VERLAGSSPRACHE: 3.500 Begriffe aus dem Buch- und Verlagswesen (Frielings Bücher für Autoren 7)
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Understatement à la Frieling, 20. März 2015
Mit dem »ABC der Verlagssprache« hat Ruprecht Frieling ein Buch in der Tradition seiner Ratgeberserie »Frielings Bücher für Autoren« und doch etwas völlig anderes abgeliefert. Denn bei genauerer Betrachtung finden sich in Frielings »ABC« neben der Darstellung von 40 Jahren technologischem und wirtschaftlichem Strukturwandel im Verlagswesen auch grammatikalische und literarische Begriffserläuterungen sowie andere Informationen, mit denen man in einem ABC des Verlagswesens nicht zwingend rechnet. Die können aber im Einzelfall beispielsweise für Autoren Gold wert sein. Tatsächlich steckt zwischen den Zeilen des Nachschlagewerks viel mehr als nur eine statische Auflistung von Begriffserklärungen und der Titel des Buches erweist sich dabei als zwar formal korrekt, inhaltlich aber ein wenig irreführend. Denn das ABC enthüllt bei entsprechender Handhabung so etwas wie ein zeitgenössisches aber auch subjektiv geprägtes Stück Zeitgeschichte Das ABC lässt den oberflächlichen Leser ahnen und denjenigen, der sich darauf einlässt, erfahren, dass zur Entstehung eines Buches schon immer sehr viel mehr gehörte, als ein Schreibgerät und etwas Phantasie.


Lenker, Warlords, Profiteure: Vierzehn Personenskizzen aus dem Dreißigjährigen Krieg
Lenker, Warlords, Profiteure: Vierzehn Personenskizzen aus dem Dreißigjährigen Krieg
von Manfred Gindle
  Taschenbuch
Preis: EUR 4,91

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glaube, Macht und Gier, 8. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Anhand von vierzehn Personenskizzen aus dem Dreißigjährigen Krieg umreißt Manfred Gindle die Ereignisse einer Zeit, die geprägt ist von Auseinandersetzungen um Glauben, Macht und Profite, die die Mitte Europas im 17. Jahrhundert mit Not, Elend und Tod überzogen. Die Kategorien Lenker, Warlords, Profiteure lassen sich nicht immer eindeutig einzelnen Personen zuordnen. Manche Protagonisten spielten auf vielen Hochzeiten, waren politisch und wirtschaftlich erfolgreich, als Feldherren und Ökonomen oder auch nur als Strippenzieher hinter den Kulissen. Obwohl sich Manfred Gindle vordergründig lediglich mit den einzelnen Persönlichkeiten befasst, ergeben diese Personenskizzen doch eine interessante Gesamtschau auf die Hintergründe des Dreißigjährigen Krieges.
Der Autor schreibt seine „Geschichten der Geschichte“ in lockerer journalistischer Form. Da werden bei der Bewertung der Persönlichkeiten nicht nur moderne Historiker zu Rate gezogen, sondern auch Zeitgenossen mit ihren unterschiedlichen Interessen und Parteinahmen. Bei der Lektüre wird der Leser Stück für Stück in den Bann der Intrigen, Eitelkeiten und eiskalten Machtkalküle der so chaotisch scheinenden historischen Epoche gezogen. Und langsam aber sicher beginnt auch der, dem das unübersichtliche Gewimmel von Fürsten, Königen, Feldherren, Feldzügen, Schlachten und Scharmützeln, Protestanten, Calvinisten, Katholiken, Schweden, Fensterstürzen und Intrigen schon immer ein Gräuel war, die Hintergründe und Zusammenhänge zu begreifen. Gindle gelingt es, dem Leser die historischen Persönlichkeiten nahe zu bringen, ohne sie zu glorifizieren oder zu diffamieren. Und es gelingt ihm, seine Leser zu packen – was will man mehr.


Restless Legs - Pest in den Beinen: 8 Millionen Menschen mit Unruhigen Beinen
Restless Legs - Pest in den Beinen: 8 Millionen Menschen mit Unruhigen Beinen
von Dr. Uwe Kullnick
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,81

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen RLS - es kann jeden treffen, 26. Februar 2013
"Wetten Du hast Restles Legs?" Mit diesem Satz ist Uwe Kullnick bei mir ja an den richtigen geraten. Aber diese Provokation ergibt Sinn, denn ohne sie hätte ich mich trotz meiner Wertschätzung des Autors sicherlich nicht mit einem Buch über eine Krankheit befasst - und dann noch "so eine". Was solls, so meine erste Reaktion, meine Beine zucken auch schon mal, wenn ich nervös bin. Daraus gleich mal wieder eine Krankheit zu machen, ist ja typisch für unsere Zeit, Burnout ist wohl schon wieder abgegessen.
Um es vorweg zu nehmen, ich glaube auch nach der Lektüre des Buches nicht zu den Betroffenen zu gehören. Aber ich habe es doch zuende gelesen. Das liegt natürlich an der Art, wie Uwe Kullnick literarisch mit dem Thema umgeht: engagiert, gelegentlich emotional und dennoch immer sachlich, glaubwürdig, kompetent und abwechslungsreich - also schlichtweg lesenswert. Deutlich wird aber auch: Mit Modeerscheinung hat diese Krankheit nun wirklich nichts zu tun. Und auch für einen nicht selbst Betroffenen ist es unter verschiedenen Aspekten sehr nützlich, sich dieses Buch zu Gemüte zu führen. Denn es berührt verschiedene Aspekte, die letztendlich jeden betreffen, sei es in Bezug auf das Gesundheitswesen, die alternative Ratschlagkultur im Krankheitsfalle oder auch die Zusammenhänge, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Krankheiten. "Geht man davon aus, dass 4-6% der über 30-jährigen am RLS leiden. beiden über 60-jährigen sind es wahrscheinlich sogar mehr als 11%, dann", so schreibt Kullnick in seinen Vorbemerkungen, "ist es ein Buch für eine große Gemeinde von Betroffenen." Das bedeutet auch, so füge ich hinzu, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, im eigenen Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis einen diagnostizierten oder auch noch nicht diagnostizierten Leidensgenossen des Autors zu haben. Das Buch hilft mit seinen Informationen und seiner erfrischenden Offenheit allen Beteiligten weiter - auch durch die umfangreichen Sachinformationen, Kontaktadressen und Links im Anhang.


Engel, Nixen und Erdbeerentod
Engel, Nixen und Erdbeerentod
Preis: EUR 0,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischenwelten, 24. Februar 2013
Drei spannende Geschichten präsentiert Elin Hirvi dem zunächst ein wenig mißtrauischen Leser. Denn wenn in der Kurzbeschreibung steht: "Drei Geschichten über Geschehnisse, die das Weltbild von drei Frauen erschüttern", dann klingt das für mich persönlich nicht wirklich aufregend. Also Blick ins Buch und erster Eindruck "schräg", also doch etwas für mich?
Da legt sich also eine etwas überdrehte Frau namens Sibylle mit einem leibhaftigen Todesengel an. Sie weigert sich, ihr Ableben anzuerkennen. Und wenn sie so den süßen Klängen der Harfe von David, dem 167. Engel aus dem Himmelreich, lauscht ist eine Umsiedlung in dasselbe für die Protagonistin ohnehin gestorben. Bei ihr ist Heavy Metal angesagt und für den nur äußerlich zart besaiteten David wird es nun aufregend.
Gefolgt wird Heavy Metal aus dem Himmel, dessen Lektüre einfach nur Spaß macht, von "Geholt hat sie ihn", einer gut entwickelten Spökenkieker-Geschichte aus dem Schwabenlande. Der Warnhinweis "Die schwäbische Großmutter schwäbelt! Für Nichtverstehen übernimmt die Autorin keine Haftung" ist durchaus ernst zu nehmen, aber tatsächlich muss man nicht alles verstehen, was Oma sagt, denn es geht immer nur um das eine: "G’holt hat se ihn!" Mit sie ist die schöne Lau gemeint, die Nixe, die im legendären Blautopf lauert und - darauf besteht Oma - auch Großmutters Mann geholt hat. Aber die Geschichte spielt immerhin in der heutigen Zeit mit Handy und Internet, da ist für die alten Märchen nicht mehr viel Platz . . . . oder?
Mit Spannung und Überraschungen ganz eigener Art wartet auch die dritte Geschichte auf, die nur noch wenig von der heiteren Leichtigkeit der ersten oder dem absolut überzeugenden schwäbischen Lokalkolorit der zweiten hat. Hier webt Elin Hirvi aus Psyche, Schicksal und Erinnerungen ein packendes Stück aus Ungewissheit. Literarisch überzeugend, unterhaltsam und spannend. Gut, dass ich doch zugegriffen habe.


Katzenfeuer: Samtpfote jagt Feuerteufel
Katzenfeuer: Samtpfote jagt Feuerteufel
von Manu Wirtz
  Broschiert
Preis: EUR 10,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hat neugierig gemacht, 10. Dezember 2012
So einiges ist in dieser etwas anders aufgebauten, deshalb aber nicht etwa schlechten Geschichte ein wenig gewöhnungsbedürftig, vielleicht sogar widersprüchlich. Ihre besonderen Romanstärken entwickelt die Autorin dabei tatsächlich immer dann, wenn die Katzen aktiv werden. Da malt sie eindrucksvolle Bilder in den Kopf der Leser, etwa wenn sie in der Dunkelheit die Spur Verdächtiger aufnehmen oder beim großen Showdown am Ende. Da wird es durchaus auch emotional, bis an der einen oder anderen Stelle die Tränen fließen. Da produziert Manu Wirtz dann auch das Mitgefühl, das sich bei den fachlich kompetenten Darstellungen beispielsweise des Afghanistaneinsatzes aber auch der psychischen Probleme Danielas nicht unbedingt einstellt.
So richtig glücklich bin ich persönlich mit diesem Roman nicht geworden, von der Lektüre abraten möchte ich dennoch nicht. Denn er hat seine Stärken und das, was ich subjektiv als Schwäche identifiziere, mag für andere gerade den besonderen Reiz ausmachen. Eines hat die Lektüre von Katzenfeuer schon gebracht: sie hat mich neugierig auf die anderen beiden Jule-Fälle gemacht.


Der Plan (1-4)
Der Plan (1-4)
Preis: EUR 4,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fiktionale Realität, 24. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Plan (1-4) (Kindle Edition)
Erinnern Sie sich noch an Gaddafi, den libyschen Schurken, der sein Volk unterdrückt und den Westen so furchtbar bedroht hat? Nun, offensichtlich waren es eher die lukrativen westlichen Geschäfte, die vor der chinesischen Expansion in's Hintertreffen zu geraten drohten. Im Rahmen eines packenden Poltithrillers entwickelt Detlev Crusius vor den Augen des Lesers die internationalen Hinter- und Unter- und Abgründe, die Geschäfte der Geheimdienste und ihrer Handlanger. Im Mittelpunkt steht Eric Larsson, ein fiktiver schwedisch-deutscher Journalist, der eigentlich nur vor Ort über das lybische Waffenprogramm recherchieren und sich damit einen Namen machen wollte. Bald aber geht die Geschichte weit über die verdeckte journalistische Arbeit hinaus. Eric wird Teil und Spielball des Geschäftes mit Information und Desinformation und um sehr sehr viel Geld, dessen Grundlagen, Regeln und Mitspielder sich ständig ändern und das spätestens mit Ausbruch der libyschen Revolution für Viele im persönlichen Desaster endet.
Mit jedem Kapitel wird die Geschichte dichter, aufregender und atmosphärischer, ein außerordentlich gelungener Spannungsbogen, der angesichts der Tatsache, dass Crusius seine Fiktion letztendlich direkt aus der Realität heraus entwickelt, auch etwas Erschreckendes hat. Obwohl der Leser nicht selbst in die Ereignisse verwickelt ist, das alles kommt einem durchaus bekannt vor. Nicht etwa aus Hollywood-Spionagefilmen, sondern aus aufmerksam und bewusst aufgenommenen, allgemein zugänglichen Informationen von Tagesschau oder ntv.
Detlev Crusius schreibt seine Politthriller vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen. Da wirkt nichts mühsam konstruiert oder irgendwie ausgedacht. Plausibel und selbstverständlich präsentieren sich die Strukturen und Machenschaften der Waffenschieber, Geldwäscher, Banken und Schlapphüte von BND, CIA, Mossad, MI6 oder wie sie alle heißen. Der auch ansonsten am politischen Geschehen interessierte Leser merkt schnell, dass Crusius weiß, wovon er schreibt. Und so manche offene Frage, die die Nachrichtensendungen und -magazine beim politisch Interessierten hinterlassen, finden zumindest indirekt in Crusius Plan 1-4 eine erschreckende aber eigentlich kaum überraschende Antwort und Einordnung.


Der Plan (4): Marionetten
Der Plan (4): Marionetten
Preis: EUR 1,49

5.0 von 5 Sternen Stark, stärker, am stärksten, 24. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Plan (4): Marionetten (Kindle Edition)
Immer wieder ist es die Hoffnung, mit Laila ein neues Leben irgendwo in Europa anfangen zu können, die Eric dazu bewegt, sich auf unkalkulierbare Abenteuer in dem inzwischen vom Bürgerkrieg überzogenen Libyen einzulassen. Inzwischen ist dort niemand mehr vor der CIA oder den Rebellen sicher. Beide haben aus unterschiedlichen Gründen die Absicht mit - je nach Perspektive - der Liquidation ihrer örtlichen Mitarbeiter oder Kollaborateure, die Spuren der Vergangenheit zu vernichten. Aber Eric muss erfahren, dass dennoch das alte Spiel mit neuen Vorzeichen einfach weitergeht und bei der Flucht durch die Wüste geht es schließlich ans Eingemachte. Der Autor hätte es kaum treffender formulieren können, als er dem Plan-Buch "Marionetten" folgenden Satz voranstellte: "Auf meine Feinde kann ich mich verlassen. Mit meinen Freunden habe ich Probleme."
Appropos "ich": Nicht nur in Libyen finden drastische Veränderungen statt, in "Marionetten" tritt nun auch eine andere Person als Eric in den Vordergrund: der Erzähler, eine durchaus überraschende Wende.
"Marionetten" ist die wohl dichteste und beeindruckendste der vier Plan-Episoden - und erschreckend in seiner Authentizität.


Der Plan (3): Aladin
Der Plan (3): Aladin
Preis: EUR 1,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Gangart wird härter, 24. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Plan (3): Aladin (Kindle Edition)
Die Untersuchungshaft in Deutschland war nichts im Vergleich zu dem, was der schwedisch-deutsche Journalist Eric Larsson im nordafrikanischen Lager, in das er - von wem und warum auch immer - verschleppt wurde, zu erleiden hatte. Wieder einmal war er verraten worden, von Freund oder Feind, wer weiß das schon in einer Welt, in der jeder, mit dem man es zu tun bekommt, beinahe so viele Identitäten wie Kontakte hat und jeder neben den Interessen seiner Auftraggeber auch noch seine eigenen verfolgt.
Inzwischen geht es auch nicht mehr nur um internationale "Ränkespiele". Eric ist inzwischen so weit in den Untergrundkrieg der Schlapphüte verwickelt, dass die Gefahr für Leib und Leben immer konkreter wird. Todesfälle in seinem Bekanntenkreis häufen sich und die nun auch eher unverhohlenen Drohungen unerwarteter Besucher. Eric hat inzwischen halbwegs gelernt, sich in der internationalen Politunterwelt zu bewegen. Er ist aber noch weit davon entfernt, sie und ihre Figuren zu durchschauen oder sich gar in ihr orientieren zu können.


Der Plan (2): Plutonium
Der Plan (2): Plutonium
Preis: EUR 1,49

5.0 von 5 Sternen Mentale Kernschmelze, 23. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Plan (2): Plutonium (Kindle Edition)
Eric war sicher nicht naiv genug, um an Zufälle zu glauben, als sich in sein neues Leben nach dem Gefängnis wieder alte Bekannte drängten. Aber er war naiv genug, ihren Bitten und Angeboten zu folgen. Wieder einmal ging es um Unterlagen und Machenschaften der Geheimdienste. Allen voran die CIA, die durch pushen des libyschen Atomprogramms ein Argument für den geplanten Krieg gegen Gaddafi konstruierte. Naiv hin, naiv her, eigentlich war es wohl eher die Erinnerung an Lailas dunkle Augen, die ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen wollten, und die den Journalisten veranlassten, wieder nach Tripolis zu reisen und sich auf das undurchschaubare Ränkespiel arabisch-westlicher Dunkelmänner einzulassen. Er hätte es besser wissen müssen.
Detlev Crusius Geschichten sind weit entfernt von Gefühlsduselei oder Überdramatisierung, selbst, wenn es um Liebe oder das Schicksal arabischer Frauen geht, die mit ihrem Kind "sitzengelassen" wurden. Das macht die Geschichten nur noch glaubwürdiger, denn dem Leser dürfte spätestens nach dem ersten Teil der Plan-Serie klar geworden sein, dass eine gewisse Selbstkontrolle und moralische Robustheit in den Kreisen, in denen sich der Protagonist bewegt, überlebenswichtig sind. Crusius sachlicher Stil trifft diese Haltung in einer im Grunde total durchgeknallten Welt hervorragend.


Der Plan (1): Banco
Der Plan (1): Banco
Preis: EUR 1,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Banken, Schlapphüte, Waffenschieber, 22. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Plan (1): Banco (Kindle Edition)
Erinnern Sie sich noch an Gaddafi, den libyschen Schurken, der sein Volk unterdrückt und den Westen so furchtbar bedroht hat? Nun, offensichtlich waren es eher die lukrativen westlichen Geschäfte, die vor der chinesischen Expansion in's Hintertreffen zu geraten drohten. Jetzt scheint jedenfalls soweit wieder alles in Ordnung, die westlichen Geschäfte laufen wieder - wie immer wie geschmiert, Libyen ist kaum noch eine Nachricht wert.
Detlev Crusius schreibt seine Politthriller vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen. Da wirkt nichts mühsam konstruiert oder irgendwie ausgedacht. Plausibel und selbstverständlich präsentieren sich die Strukturen und Machenschaften der Waffenschieber, Geldwäscher, Banken und Schlapphüte von BND, CIA, Mossad, MI6 oder wie sie alle heißen. Der auch ansonsten am politischen Geschehen interessierte Leser merkt schnell, dass Crusius weiß, wovon er schreibt. Und so manche offene Frage, die die Nachrichtensendungen und -magazine beim politisch Interessierten hinterlassen, finden zumindest indirekt in Crusius Plan - Serie eine erschreckende aber eigentlich kaum überraschende Antwort. Der Plan - Banco Teil 1 spielt in der vorrevolutionären Zeit von Gaddafis Libyen. Der schwedisch-deutsche Journalist Eric Larsson recherchiert dort undercover für ein Buch über das libysche Waffenprogramm, und stellt schnell fest, dass kaum etwas so ist, wie es nach außen scheint.


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