4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Teilweise etwas übertrieben - aber wahr!, 3. März 2004
Eigentlich könnte man sofort sagen: Es ist ein super Buch. Doch um es objektiv zu sagen und es nicht zu verallgemeinern würde ich sagen, es ist an einigen Stellen übertrieben und gerade Überlebenstipp-Listen für Schwarze bzw. Weiße in den USA sind zwar wahrscheinlich sehr realitätsnah, aber scheinen doch etwas übertrieben.
Allerdings ist die Schilderung beispielsweise dessen, wie Schwarze benachteiligt sind ist gelungen und wiederlegt glaubhaft das allgemeine Bild hiervon. Es wird nicht offizielles wieder aufgetaut, sondern tatsächliche Fakten auf den Tisch gelegt.
Ein "Aufdeckerstil" wie man ihn oft in Fernsehmagazinen wie Panorama, Monitor o.ä. scheint mir hier vertreten. Unabhängig, objektiv und nicht Partei ergreifend.
Er gibt sowohl Demokraten, als auch Republikanern "eins auf den Deckel", sowie der amerikanischen Gesellschaft, die nach ihm ihre ehemaligen Ideale verkauft und verraten hat.
Es erscheint wie eine große Abrechnung mit den Politikern (den Präsidenten) und dem amerikanischen Volk. Detailliert schildert er über die Isolation der Amerikaner gegenüber vielen anderen Nationen (auf Gebieten wie der Todesstrafe)
Immer wieder schwingt Ironie, oder gar Sarkasmus mit, was das Buch sehr leserlich macht.
Man wird praktisch mit Fakten überhäuft, die oft das wiederlegen, was der Allgemeinheit bekannt ist.
Ich würde jedem, der Amerika kritisch gegenüber steht diese Lektüre empfehlen, da es wohl die Realität dort gut wiederspiegelt, aber auch denen, die immer vom "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" geschwärmt haben würde ich einen Blick dort hinein raten.
Es zerstört nicht das USA-Bild (egal wie es in den Köpfen ist), es korrigiert es nur ein wenig und es fällt leichter Dinge zu verstehen.