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Rezensionen verfasst von
Golem "great-hullabaloo" (Innsbruck)

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Ramses Müller: Roman
Ramses Müller: Roman
von Tex Rubinowitz
  Taschenbuch

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kafka meets Helge Schneider, 17. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Ramses Müller: Roman (Taschenbuch)
Tex Rubinowitz hat also einen Berliner Szene-Roman geschrieben, der nur allzu gerne mit "Herr Lehmann" von Sven Regener verglichen wird. Dieser Vergleich ist vielleicht nicht ganz korrekt. Sicherlich schreibt auch Rubinowitz über einen verschrobenen Typen namens Schubal, der aus der Provinz nach Berlin gekommen ist und nun dort ein skurriles Leben führt. Damit hören die Paralleln auch schon auf. Rubinowitz ist um etliches absurder als Regener, dass er mit seine schrägen Ideen, Berliner Szenegrößen in die Story zu integrieren, fast schon Sphären von Helge Schneider erreicht. Da wird vor niemandem Halt gemacht, Schlingensief, Haußmann, Stuckrad-Barre, Charlotte Roche und sogar Bud Spencer und Norbert Blüm bekommen ihr fett weg. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist am Anfang allerdings der Stil. Man hat beinahe den Eindruck, Rubinowitz wolle wie Kafka schreiben, nachdem er sich den Namen seines Hauptcharakters dort schon ausgeborgt hat. Ein etwas schlichterer Stil hätte den Lesespaß hier eher gefördert, denn hier geht es mehr um das Erzählte selbst als um die Art und Weise.


Lucky # Slevin
Lucky # Slevin
DVD ~ Josh Hartnett
Preis: EUR 5,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gangsterfilm mit der richtigen Portion Witz, 17. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Lucky # Slevin (DVD)
Es ist schon merkwürdig, dass ein Film mit einer solchen Besetzung, der außerdem auch noch mehr als sehenswert ist, es nicht in die deutschen Kinos geschafft hat. Slevin (Josh Hartnett) scheint vom Pech verfolgt zu sein, er verliert Job und Freundin. Also beschließt er einen Freund zu besuchen, den er allerdings nicht antrifft. Dafür macht er aber schnell Bekanntschaft mit den rivalisierenden Gangsterbossen "The Boss" (Morgan Freeman) und "The Rabbi" (gespielt vom gewohnt grandiosen Sir Ben Kingsley). Beide halten ihn für Nick Fisher, Slevins Freund, der Schulden bei beiden hat. Der eine verlangt dafür einen Gefallen, der andere das Geld. Ebenso zwischen den Fronten steht der geheimnisvolle Profi-Killer Mr. Goodkat (ein überzeugender Bruce Willis). Diese Konstellation ermöglicht einen spannenden Gangsterfilm mit einer gehörigen Portion Witz. Am Ende wird dann eine überraschende Wende versucht, die aber durchaus ein Stück vorhersehbar war. Insgesamt glänzt der Film aber mit einer einfallsreichen und gut umgesetzten Story, die von den Schauspielern auch hervorragend umgesetzt wurde.


Odditorium Or Warlords of Mars
Odditorium Or Warlords of Mars
Preis: EUR 12,57

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich!, 20. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Odditorium Or Warlords of Mars (Audio CD)
Als ich "Odditorium" hörte wollte ich vor den Dandy Warhols niederknieen und um Vergebung bitten, dafür dass ich sie beinahe ignoriert hätte, weil ich sie schlichtweg auf den einen Song aus der Vodafone-Werbung reduziert hatte. "Odditorium" ist nun aber ein grandios vielseitiges Album geworden, dass es einfach ein riesen Vergnügen ist zu erkunden, was diese Band zu bieten hat. Das Spektrum reicht von mit jazzigen Metall-Bläsern versetzten Psychedelia-Tracks wie "Love Is The New Feel Awful" (allein der Titel verdient schon einen Grammy) über Lo-Fi-Rock und Country & Western ("The New Country") bis hin zu Klangexperimenten à la David Bowie (an den Courtney Taylor-Taylor zum Schluss auch stimmlich erinnert).
Einerseits möchte man "Odditorium" als Konzept-Album auffassen, dass sich durch zig verschiedene Spielarten gängiger Pop-Musik schlängelt, andererseits fragt man sich, um was für ein Konzept es sich handelt, wenn eine Band ein solches Potpourri serviert. Letztendlich spielt das aber auch überhaupt keine Rolle, denn The Dandy Warhols beherrschen all diese Spielarten und es macht einfach Laune, ihnen beim experimentieren zuzuhören. Besonders viel Spaß macht ihre Single "Smoke It"
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2010 6:45 PM MEST


In Your Honor
In Your Honor
Preis: EUR 8,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kraftvoll wie immer, 15. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: In Your Honor (Audio CD)
In Your Honor ist in meinen Augen nicht das beste FF-Album, da ziehe ich The Colour And The Shape doch vor. Das neue Album ist aber trotzdem gelungen. Der Opener und Titel-Track eröffnet eine energiegeladene erste CD, auf der Dave Grohl zeigt wieviel Kraft in seinem Organ steckt. Es mag vielleicht oftmal mehr ein Schreien sein, aber das kann er eben wie kaum ein anderer. Die Single The Best Of You ist in meinen Augen auch der beste Track des Albums, aber auch The Last Song strotzt vor Kraft. Auf der zweiten CD zeigt Grohl dann eher seine gefühlvolle Seite, wobei vor allem Miracle meinen Nerv getroffen hat. Die akustische CD war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit gefällt auch die. Grohl ist zwar nicht der ganz große Sänger, aber egal ob er schreit oder singt, sein Songs sind extrem ausdrucksstark.


Silent Alarm
Silent Alarm
Wird angeboten von VECOSELL
Preis: EUR 11,34

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen UK rockt wieder!, 7. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Silent Alarm (Audio CD)
Bloc Party bedeutet Franz Ferdinand meets Pulp meets The Strokes und noch diverse. Und die Frage lautet "Seid ihr bereit für was altes, was sich neu anhört?" Ich hoffe doch, denn die Jungs schaffen es wirklich aus all den Einflüssen ein Potpourri zusammenzuschustern, dass sich nach etwas eigenständigen anhört, das einfach geradeaus nach vorne geht. Diese Band hat Aufmerksamkeit verdient. Mindestens indem Maß wie die stark gehypten Jungs von Maximo Park. Es ist schön wenn die das Zugpferd für die musikalische Welle abgeben, aber Bloc Party schwimmen da gut mit, denn variabler eingängiger Gesang vermischen sich mit interessanten, geradlinigen Melodien, die gekonnt auf den Instrumenten vorgetragen werden. Gratulation zu diesem Debut!


Get Behind Me Satan
Get Behind Me Satan
Preis: EUR 8,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Piano und Blues, 6. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Get Behind Me Satan (Audio CD)
"Get Behind Me Satan" ist nicht "Elephant" und "Blue Orchid" ist nicht "Seven Nation Army". Nichtsdestotrotz haben die White Stripes auch mit ihrem fuenften Album nicht enttäuscht. Dieses Album ist deutlich bluesiger geraten als der Vorgaenger, der mit besagter Single oder "The Hardest Button" vor Energie nur so strotzte. Die erste Single-Auskopplung sticht hier auch durch ihre Energie raus. Nervig ist allerdings an deren Ende der plumpe übergang zur Track 2. Wenn man alle Alben von ihnen kennt und liebt, dann wird man auch dieses Album lieben. Scheinbar liebt man dann ja auch den Blues von "De Stijl". Meg White wird zwar im Leben keine tolle Schlagzeugerin mehr, aber Jack kontrolliert sie mit der Gitarre gekonnt. Oftmal schafft sie es aber die Bass Drum sehr kraftvoll einzusetzen. Allerdings widmen sich die White Stripes auf diesem Album auch sehr intensiv dem Piano. Ein gelungenes Album, wenn auch kein Meisterstueck.


Cold Roses
Cold Roses
Preis: EUR 24,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und er tut es wieder..., 13. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Cold Roses (Audio CD)
Nach dem Ryan Adams sich von seiner Handverletzung erholt hat, war er offensuchtlich ziemlich fleissig, denn dies soll nicht seine letzte Veroeffentlichung fuer dieses Jahr bleiben. Wieder einmal dringt Adams mit seinen traurigen Melodien, die von gescheiterten Beziehungen gepraegt sind, tief in die Herzen zeiner Hoerer ein. Mit dabei hat er diesmal seine neue Band The Cardinals. Er bleibt seiner Linie von "Love Is Hell" treu, nur verhelfen ihm die Cardinals wieder zu einem etwas country-lastigeren Sound, der dem ganzen dann etwas hoffnungsvolleres gibt.
Und auch diesmal kommt eine wunderschoene, melancholische Platte fuer Rotweinabende dabei raus. Zu schlechteren Alben muss ihn seine Plattenfirma wohl wie bei "Rock 'n' Roll" zwingen. Hoffen wir, dass sie dies nicht mehr tut.


Diabolus: Thriller
Diabolus: Thriller
von Dan Brown
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende, einfache Kost, 28. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Diabolus: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Warum das Buch in der Deutschen Fassung diesen Titel trägt erschließt sich mir auch nicht (lässt sich wahrscheinlich besser vermarkten, wenn es mystisch wirkt), aber viel wichtiger ist ja auch, das Dan Brown eine sehr schnelle, leicht zu lesende Story gelungen ist, die häufig geradezu filmartig zwischen den verschiedenen Szenen wechselt. Dadurch fesselt Brown den Leser, weil man schnell wissen will, was als nächstes passiert, und man weiß Dan Brown lässt einen nicht allzu lange warten. Natürlich ist das Buch nicht grandios geschrieben, und manchmal hätte man auch gern etwas mehr Hintergrunddetails, aber dafür gibt es eben die rasante und spannende Geschichte, die nie langweilig ist. Gute Alternative zu einem schlechten Fernsehprogramm!


Hurricane Bar
Hurricane Bar
Preis: EUR 4,99

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mando Diaos zweiter Streich ist sehr gelungen, 24. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Hurricane Bar (Audio CD)
"Bring 'Em In" war für mich eines der besten Alben 2004, denn es hat frischen Wind in den langsam müde werdenden Garage-Rock gebracht. Wild und ungestüm wie The Who in ihren besten Jahren gingen Mando Diao zu Werke. Für "Hurricane Bar" hat sich nun einiges geändert. Die neue Platte ist etwas ruhiger und gefühlvoller, was aber keineswegs bedeutet, dass Mando Diao jetzt müde klingen. Vielmehr ist dieses Album der fließende Übergang vom britischen Rock der 70er zum sogenannten Brit-Pop, der bei Mando Diao aber auch noch gewaltig rockt. Der Opener "Cut The Rope" und das folgende "God Knows" hätten durchaus auch noch auf den Vorgänger gepasst. Danach bekommen die Stücke dann vor allem durch die Lead Vocals von Gustaf Noren und Björn Dixgard einen melodöseren Anstrich, wobei "You Can't Steal My Love" und "If I Leave You" besondere Highlights darstellen. Beinahe unerwartet ruhige und ungewohnte Klänge schlägt dann "Ringing Bell", ein schwelgerisches Pop-Stück von Träumen junger Männer bestehend aus zwei unverzerrten Gitarren, Schlagzeug und dem Gesang von Björn Dixgard, an.
Mando Diao haben mit "Hurricane Bar" das geschafft, woran einige Garage-Kollegen gescheitert sind, nämlich sich musikalisch weiterentwickeln. Bei Mando Diao gibt es einfach mehr als ein bis zwei Bezugsquellen, da ist The Who, da ist der Brit-Pop der 90er und auch Blues-Elemente und 70er-Orgeln finden Eingang und nebenbei sind Gustaf Noren und Björn Dixgard die vieleicht besten und vielfältigsten Sänger im Garage-Bereich. Man darf schon jetzt gespannt sein, was als nächstes kommt.


Shock City Maverick
Shock City Maverick
Preis: EUR 18,62

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "...they can't do no better!", 2. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Shock City Maverick (Audio CD)
"Shock City Maverick" hat alles, was ein gutes HipHop-Album braucht. Auf dem Cover schleppt Beans einen dicken Kassettenrecorder an, vielleicht um zu zeigen mit wieviel Bumms seine Beats daher kommen. Dieses Album ist absolut nichts für die Kompaktanlage, denn Beans' Beats verlangen einfach nach ordentlichen Standboxen. Dennoch ist Bean aber nicht der Typ HipHop-Artist, der sich auf einem bassstrotzenden Beat ausruht, stattdessen wird noch ordentlich an den Synthesizern gedreht. Dabei scheint Beans eine Vorliebe für elektronische SciFi-Sounds zu haben, die ab und an fast apokalyptisch anmuten, aber auch an verwurstete Violinen-Sounds und Kirchenglocken wagt er sich ran. Herausgekommen ist ein Album, das mächtig nach vorne geht, und schließlich noch von den gewaltigen Raps nach vorne getrieben wird; beim rappen beweist Beans ein feines Gespür für Rhythmik. Auch textlich weicht Bean erheblich vom Mainstream ab, denn von Goldketten, dicken Autos und leichten Mädchen ist wenig zu hören, stattdessen zeichnet er eher ein ziemlich düsteres Bild seiner amerikanischen Umwelt, was aber nicht heißt, dass Beans leise und bescheiden wäre, stattdessen heißt es bei ihm: "MC's don't like my stylin' cause they can't do no better!" Bescheidenheit ist etwas anderes, aber "Shock City Maverick" verlangt vielen MC's einiges ab, um es mit Beans aufzunehmen.


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